{"id":10798,"date":"2026-11-03T15:59:37","date_gmt":"2026-11-03T13:59:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=10798"},"modified":"2026-11-03T15:59:40","modified_gmt":"2026-11-03T13:59:40","slug":"zur-haftarah-chaje-sara","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/zur-haftarah-chaje-sara\/","title":{"rendered":"Zur Haftarah Chaje Sara"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Melachim 1,1 \u2013 1,31<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-jetpack-markdown\"><p>Im Wochenabschnitte \u05d7\u05d9\u05d9 \u05e9\u05e8\u05d4 wurden wir zu Zeugen einer Unterredung gemacht, die Vater Abraham, der in die Tage gekommene Greis, mit seinem treuen Diener Elieser hielt. Die Unterredung betraf eine Abraham am Herzen liegende innere Familienangelegenheit: die Verheiratung seines Sohnes Jizchak. Durch den Tod der teuren Gattin Sarah war im Abrahamszelte ein Ri\u00df entstanden. Nur dadurch konnten wir, die sp\u00e4ten Urenkel, einen Einblick gewinnen in diese den einzigen Sohn ber\u00fchrende, intime Sache, die sonst die \u00fcber dem Zelte Sarahs lagernde \u201eWolke\u201c verdeckt haben w\u00fcrde. Die Gattin fehlt \u2014 Abraham h\u00e4lt Rat mit seinem alten Diener, und wir belauschen gleichsam diesen Rat. Anders gestaltet sich das Familienbild, das uns die Haftara aufrollt. Auch hier ist\u2019s ein Greis, der Anordnungen trifft, f\u00fcr die Zukunft seines Hauses, der Zeit eingedenk, da er bei seinen V\u00e4tern schlafen wird. Doch dies Haus ist ein K\u00f6nigshaus und zu besetzen ist nicht das leer gewordene Zelt der dahingegangenen Hausmutter, sondern der Thron eines nur schwer zusammenzuhaltenden Reiches, des Reiches Juda-Israel. Da gewahren wir, wie die von Frauenhand gesponnenen F\u00e4den im Gemache eines altersschwachen Mannes zu einem Gewebe sich verbinden. Dieser Mann ist ein K\u00f6nig \u2014 der K\u00f6nig David, und aus diesem Gewebe soll der Purpurmantel gefertigt werden f\u00fcr den k\u00fcnftigen K\u00f6nig in Israel. Zwar ist dieser K\u00f6nig der Zukunft, schon in seiner Kindheit \u201eJedidja\u201c, Gottesliebling benannt, von der g\u00f6ttlichen Vorsehung l\u00e4ngst zum Nachfolger Davids ausersehen und dazu bestimmt, das Haus des Ewigen auf Morija zu erbauen und den Ruhm Israels zu mehren. Allein, es sind, wie uns die Haftara zeigt, inner- und au\u00dferhalb des Hauses David Kr\u00e4fte th\u00e4tig, um diese providentielle Bestimmung zu korrigieren und die Krone auf das sch\u00f6nlockige Haupt Adonijas zu bringen.<\/p>\n<p>Beim Denksteine \u201eSocheleth\u201c an der Quelle Rogel geht es hoch her. Da hat Adonija sich zu k\u00f6niglichen W\u00fcrden erhoben und erkl\u00e4rt: ich will K\u00f6nig werden! Um die neu und gl\u00e4nzend aufgehende Sonne, um den sch\u00f6nen J\u00fcngling, den der Vater nie betr\u00fcbt und nie mit einem Worte zurechtgewiesen hat, haben sich die Trabanten geschaart. Der Oberfeldherr der k\u00f6niglichen Armee, der kaum erst \u201eabgedankte\u201c Hohepriester und \u201ealle Leute Judas, die Diener des K\u00f6nigs, sie sind alle eingeladen mit allen K\u00f6nigss\u00f6hnen bis auf Salomo \u2014 und sie sind alle bereit, Adonija zum K\u00f6nig auszurufen. Die Tiere zum Opfer und Festmahle werden geschlachtet, und die Wagen, die Reiter und L\u00e4ufer sind gar pr\u00e4chtig; der k\u00f6nigliche Pomp \u2014 er gef\u00e4llt allen Leuten Judas, den Dienern des K\u00f6nigs (David), und es fehlt nur, da\u00df Adonija die Krone aufgesetzt und da\u00df ihm \u00f6ffentlich gehuldigt werde. Die Zustimmung des alten K\u00f6nigs, dem noch das Leid um Absalom in schmerzlicher Erinnerung geblieben, und der den sch\u00f6nen Sohn der Chagith immer schon verw\u00f6hnt hat \u2014 werde ja nicht ausbleiben.<\/p>\n<p>\u201eAlle M\u00e4nner Judas, die Diener des K\u00f6nigs\u201c hatte der gegen seinen Vater sich auflehnende Adonija zu sich geladen. (V. 9). Waren das dieselben M\u00e4nner Judas, die nach dem Tode Absaloms, jenes K\u00f6nigssohnes, der, gleichfalls wundersch\u00f6n von Gestalt, sich gleichfalls gegen den Vater erhoben hatte, (Sam. II. 19) die damals ihren K\u00f6nig David \u00fcber den Jordan heimlich nach der K\u00f6nigsburg entf\u00fchrt, so da\u00df die St\u00e4mme Israels in wetteifernder Liebe zum K\u00f6nig, diesen fragen konnten: \u201eWarum haben dich unsere Br\u00fcder, die Mannschaft Judas, weggestohlen?\u201c Und war das dieselbe Mannschaft Judas, die den Br\u00fcderst\u00e4mmen antwortete: \u201eMir ist der K\u00f6nig verwandt und nahe!\u201c (Sam. II 19, 42\u201343)? \u2014 Das sind ja treue Mannen und wohlmeinende Diener! Diese Diener hatten dem sehr alternden K\u00f6nig David noch vor der Erhebung Adonijas eine \u00e4rztliche Ma\u00dfregel empfohlen, um dem alternden K\u00f6rper die jugendliche Lebenskraft mitzuteilen. Eine Jungfrau m\u00f6ge um den K\u00f6nig als Pflegerin besch\u00e4ftigt sein, und \u2014 dies sagten die H\u00f6flinge dem K\u00f6nig in vertraulicher Dienstfertigkeit \u2014 sie kann dir ja noch mehr als wie Pflegerin werden.<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn1\" id=\"fnref1\">[1]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Zuf\u00e4llig fand sich f\u00fcr dies Pflegeamt Abischag, die Sunamiterin, und zuf\u00e4llig war diese \u00fcberaus sch\u00f6n. Ein fernerer Zufall l\u00e4\u00dft sp\u00e4ter Adonija um die Hand dieser Sunamiterin anhalten, und wie zuf\u00e4llig ist diese Abischag beim K\u00f6nig David in ihrem Pflegeamt th\u00e4tig, \u201e\u05de\u05e9\u05e8\u05ea\u201c, da Bath-Scheba die die Thronfolge betreffende Bitte dem K\u00f6nige vortr\u00e4gt, und Nathan sie sp\u00e4ter darin unterst\u00fctzt. Zuf\u00e4llig. \u2014 War all dies wirklich Zufall, oder sollte dieser Zufall von den Dienern des K\u00f6nigs, die wir sp\u00e4ter beim Festmahle Adonijas, dem Werber um die Krone, und \u2014 sp\u00e4ter um Abischag als seine Verb\u00fcndeten antreffen, sollte dieser Zufall von diesen Dienern zu gewissen Zwecken herbeigef\u00fchrt worden sein?<\/p>\n<p>Die knappe Aufeinanderfolge der beiden Ereignisse: der Aufnahme Abischags im Hofe Davids und der Auflehnung Adonijas in der Darstellung unserer Haftara legt uns eine Vermutung, wie die obige, nahe. Die Diener des K\u00f6nigs, der Priester und der Feldherr und die k\u00f6niglichen Prinzen, sie hielten mit dem Thronpr\u00e4tendenten \u2014 und das Volk? Was sagte und that das ganze gro\u00dfe Volk zu all dem? Nun das Volk liebt die \u00dcberraschungen. Dem Volke gefielen die malerischen Aufz\u00fcge, die goldstrotzenden Wagen, Reiter und L\u00e4ufer. Freilich wenn am Abend desselben Tages der Erhebungsversuch Adonijas niedergeschlagen und Salomon mit Gepr\u00e4nge zum K\u00f6nig ausgerufen sein wird, da wird das Volk, das morgens an Adonijas sch\u00f6nem Lockenkopf und an den Treffen seiner Garde Gefallen gefunden, wieder dem zw\u00f6lfj\u00e4hrigen K\u00f6nig Salomon zujubeln. Das Volk steht auf der Seite, auf der der Erfolg winkt und der Prunk erg\u00f6tzt. So war\u2019s mit dem damaligen j\u00fcdischen Volke. Und so ist\u2019s mit manch anderem Volk zu manch anderer Zeit gewesen. Also, der sch\u00f6ne Adonijahu \u2014 die \u00fcberaus sch\u00f6ne Abischag und der sehr alt gewordene K\u00f6nig \u2014 das sollte zusammenwirken und dem Sohne der Chagith die Krone Davids zuwenden. Doch Haschem, der diese Krone und ihre Tr\u00e4ger in seine besondere Obhut genommen, wollte es anders. Unsere Weisen haben hief\u00fcr eine symbolische Bezeichnung. Sie sagen: Wer nicht zur davidischen Dynastie geh\u00f6rte, und auch wem aus dieser Dynastie die Krone nicht bestimmt war, dem wollte die Krone nicht auf dem Haupte sitzen bleiben \u201e\u05d0\u05d9\u05df \u05d4\u05db\u05ea\u05e8 \u05d4\u05d5\u05dc\u05de\u05ea\u05d5\u201c. Auch das Haupt Adonijas wollte der goldene Reif nicht umschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Als ein sichtliches Zeichen des g\u00f6ttlichen Einflusses auf die Thronfolge im Davidischen Hause ist es auch anzusehen, da\u00df der uns als so schwach und hinf\u00e4llig geschilderte k\u00f6nigliche Greis mit einem Male die Kraft und Energie findet, allen Kabalen zum Trotz, Salomo, den 12j\u00e4hrigen Sohn Bath-schebas, zum K\u00f6nig proklamieren zu lassen.<\/p>\n<p>Diese Hinf\u00e4lligkeit des schon im siebzigsten Lebensjahre so \u201esehr alt gewordenen K\u00f6nigs\u201c (V. 15.) stimmt uns zu tiefer Wehmut. Beim Eintritt ins k\u00f6nigliche Gemach ist es uns, als m\u00fc\u00dften jeden Augenblick die Saiten des Sangmeisters erzittern und ihnen jene herrlichen, von ewig jugendlicher Sangeslust erf\u00fcllten Lieder entstr\u00f6men, die uns so oft Herzenstrost und Seelenfreude gebracht. Wir glauben die Hymne auf die greisen Frommen zu vernehmen: \u201eNoch im Greisenalter tragen sie Frucht, bleiben markvoll und immer frisch!\u201c (Ps. 92) und da gewahren wir den S\u00e4nger dieser Hymne, wie er in T\u00fccher und Gew\u00e4nder geh\u00fcllt wird, ohne da\u00df das matt kreisende Blut den K\u00f6rper erw\u00e4rmt. Dann dringt es wieder von der verklungenen Leier an unser Herz: \u201eVerwirf mich nicht zur Zeit des Alters, wenn meine Kraft schwindet, verla\u00df mich nicht!\u201c (Ps. 71) und da wir Bath-scheba und den Propheten Nathan beim K\u00f6nig eintreten sehen, erinnern wir uns unwillk\u00fcrlich der Worte, die David dem Siegenverleiher als Psalm gesungen \u201eals der Prophet Nathan zu ihm gekommen, da er zu Bath-scheba gekommen war\u201c (Ps. 51), und die da lauten: \u201eWirf mich nicht fort aus deinem Angesicht, und deinen heiligen Geist nimm nicht von mir!\u201c (ebendas. V. 13) O, wo ist er hingekommen, der Heldengeist, der sein Volk und die Menschheit in Begeisterung mit sich fortgerissen, der mit Gesang und Saitenspiel am Morgen das Fr\u00fchrot weckte? Wohin der Held, der die Lenden mit dem sieghaften Schwerte umg\u00fcrtete, der zwischen Sieg und Sang, zwischen Sang und Sieg V\u00f6lker und Herzen bezwang, der was sein Schwert neu erobert, mit neuem Psalter weihte! Er ist alt geworden, sehr alt; und ist doch erst siebzig Jahre alt.<\/p>\n<p>Da dr\u00e4ngt sich uns der Vergleich mit einem andern alten Manne auf, den uns die Sidra vorf\u00fchrt. Auch Abraham war alt geworden, sogar 175 Jahre alt; doch ist ihm das Lebensmark nicht geschwunden, und er bedarf nicht der k\u00fcnstlichen Verj\u00fcngungsmittel. Man betrachte den Greis, klagend am Grabe seiner Gattin. Man betrachte ihn \u2014 beratend die Zukunft seines Sohnes. Welch selbst\u00e4ndige Kraft des Bewu\u00dftseins liegt in jedem seiner Worte, in jeder seiner Handlungen. Ein Ehrfurcht gebietender Gottesf\u00fcrst \u2014 so erscheint er mitten im fremden Volke, bittend und fordernd. Ein Gebieter in seinem Hause \u2014 so erteilt er seinen gemessenen Auftrag, und heischt er p\u00fcnktliche Erf\u00fcllung. So durchmi\u00dft Abraham die letzte Teilstrecke seines Lebensweges, bis er \u05d1\u05e9\u05d9\u05d1\u05d4 \u05d8\u05d5\u05d1\u05d4, \u05d6\u05e7\u05df \u05d5\u05e9\u05d1\u05e2 \u201ein gutem Alter, reif und satt\u201c zu seinen Genossen gesammelt wird. (I B. M. 25,8)<\/p>\n<p>Auf unsere stille Frage: was ist\u2019s, was die beiden Greise Abraham und David hinsichtlich der erhaltenen Jugendfrische im hohen Alter von einander unterscheidet, giebt unsere Haftara mit dem ersten Worte Antwort. \u05d5\u05d4\u05de\u05dc\u05da \u05d3\u05d5\u05d3 \u05d6\u05e7\u05df \u201eUnd der K\u00f6nig David war alt geworden\u201c. Es war eben der K\u00f6nig David, der gealtert hatte. Das Greisenalter mit dem Silberschmuck, den es verleiht, ist selbst ein Diadem, das Gott den von ihm Geliebten umwindet, und dieses Diadem dr\u00fcckt den nicht nieder, dem es Gott in \u05e9\u05d9\u05d1\u05d4 \u05d8\u05d5\u05d1\u05d4 beschieden. Doch die Krone der weltlichen Herrschaft dr\u00fcckt oft ihren Tr\u00e4ger mit einer F\u00fclle von Sorgen und K\u00fcmmernissen nieder und erdr\u00fcckt manche h\u00e4usliche Freude. Vor den Regentenpflichten schweigen die Pflichten des Vaters, bis dieser oft zu sp\u00e4t in den Folgen einer verfehlten Kindeserziehung seine Vers\u00e4umnis erkennt und \u2014 b\u00fc\u00dft. Dem weit reichenden Blicke des Staatslenkers entgehen h\u00e4ufig die nahe im eigenen Familienkreise liegenden und sorgsame Pflege heischenden Obliegenheiten. K\u00f6nig David, der, wie auch unsere Haftara bezeugt, f\u00fcr die Fehler seiner S\u00f6hne ein viel zu nachsichtiges Auge hatte, blieb von den tief betr\u00fcbenden Folgen dieser dem m\u00e4chtigen K\u00f6nige eigenen Schw\u00e4che nicht verschont. Absalom und Adonija lohnten ihm schlecht diese Schonung aus v\u00e4terlicher Liebe.<\/p>\n<p>In sinniger Weise deutet ein Midrasch zu unserer Haftara Gleichheit und Unterschied zwischen den beiden Greisen Abraham und David durch die folgende Bemerkung an: \u201eUnd der K\u00f6nig David war alt geworden, in die Tage gekommen.\u201c Hier findet das Schriftwort Anwendung: \u201eein herrliches Diadem ist das Greisenalter\u201c \u2014 und wo ist es zu finden? \u201eauf dem Wege der Tugendthat ist es zu finden.\u201c Das kannst Du von Abraham lernen. Von diesem ist gesagt: \u201eDenn ich habe mein besonderes Augenmerk auf ihn gerichtet, damit er seine Kinder und sein Haus nach sich verpflichte, da\u00df sie den Weg Gottes h\u00fcten, Tugendthat und Recht \u00fcben.\u201c (I 18. 19.) Darum ward ihm beschieden gl\u00fcckliches Greisentum \u05e9\u05d9\u05d1\u05d4, wie es hei\u00dft \u201ein gl\u00fccklichem Greisentum\u201c (verschied Abraham) und Altersreife \u05d5\u05d6\u05e7\u05e0\u05d4, wie es hei\u00dft: \u201eund Abraham war alt geworden.\u201c Das \u00c4hnliche findest Du bei David. Von ihm hei\u00dft es: \u201eUnd David \u00fcbte Recht und Tugendthat f\u00fcr sein ganzes Volk.\u201c Darum ward ihm reifes Alter beschieden, wie es ja hei\u00dft: \u201eUnd der K\u00f6nig war alt geworden.\u201c<\/p>\n<p>\u201e\u05e9\u05d9\u05d1\u05d4 \u05d8\u05d5\u05d1\u05d4 aber nicht \u05d6\u05e7\u05e0\u05d4 wird hier dem K\u00f6nig David zugesprochen, denn ihm war es nicht wie Vater Abraham verg\u00f6nnt, in erster Linie Vater zu sein und im Sinne des \u05d3\u05e8\u05da \u05d4\u05f3 und \u05e6\u05d3\u05e7\u05d4 \u05d5\u05de\u05e9\u05e4\u05d8 auf alle seine Kinder erziehlich einzuwirken. K\u00f6nig war David, ein gro\u00dfer K\u00f6nig, mit hoher k\u00f6niglicher Gesinnung. Seine beste Kraft, sein Leben und Wirken geh\u00f6rte seinem Volke, und er ward von Gott ausersehen, ein K\u00f6nigsgeschlecht in Israel zu gr\u00fcnden f\u00fcr alle Zeiten. Und wenn auch der Stamm gealtert, so ist und bleibt es doch ein Sprosse dieses Stammes \u05e6\u05de\u05d7 \u05d3\u05d5\u05d3, auf den Israels Hoffnung f\u00fcr alle Zukunft gerichtet ist. Gott weckt, wie uns die Haftara zeigt, den Geist und Mut des gealterten, schwachen K\u00f6nigs David zu festem Entschlusse und manneskr\u00e4ftiger That, um seinen Schwur und die Gottesverhei\u00dfung wahr zu machen, und wir, die sp\u00e4ten Enkel der Volksgenossen Davids stimmen begeistert ein in den Ruf Bathschebas: \u201eEs lebe mein Herr, der K\u00f6nig David ewiglich!\u201c<\/p>\n<hr class=\"footnotes-sep\">\n<section class=\"footnotes\">\n<ol class=\"footnotes-list\">\n<li id=\"fn1\" class=\"footnote-item\"><p>Bedeutsam ist in V. 2 die Abwechselung der 2. mit der 3. Person. \u201e\u05d5\u05e2\u05de\u05d3\u05d4 \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05de\u05dc\u05da \u05d5\u05ea\u05d4\u05d9 \u05dc\u05d5 \u05e1\u05db\u05e0\u05ea\u201c ist der Titel nach Au\u00dfen. \u201e\u05d5\u05e9\u05db\u05d1\u05d4 \u05d1\u05d7\u05d9\u05e7\u05da\u201c ist vertraulich zugefl\u00fcstert. Echt h\u00f6fisch. In der That war und blieb \u05d0\u05d1\u05d9\u05e9\u05d2 f\u00fcr \u05d3\u05d5\u05d3 immer nur \u05de\u05e9\u05e8\u05ea und nicht mehr, was in V. 4 und V. 15 betont wird. <a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/zum-wochenabschnitt\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"89\" height=\"81\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/torah_rolle_80.png?resize=89%2C81&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-7253\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/zum-wochenabschnitt\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"33\" height=\"20\" class=\"wp-image-1962\" style=\"width: 33px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/hand_talmudde.png?resize=33%2C20&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <strong>Zur \u00dcbersicht \u00fcber die Wochenabschnitte<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rabbiner Josef Nobel zur Haftarah Chaje Sara<\/p>\n","protected":false},"author":51,"featured_media":10748,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[313],"tags":[],"class_list":["post-10798","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert-de"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/haftarah.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10798","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/51"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10798"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10798\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10802,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10798\/revisions\/10802"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10748"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10798"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10798"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10798"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}