{"id":128,"date":"2013-12-11T23:17:31","date_gmt":"2013-12-11T21:17:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=128"},"modified":"2025-07-17T11:21:55","modified_gmt":"2025-07-17T09:21:55","slug":"was-ist-der-talmud","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/was-ist-der-talmud\/","title":{"rendered":"Was ist der Talmud?"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Talmud (Hebr\u00e4isch \u05ea\u05dc\u05de\u05d5\u05d3) ist eines der wichtigsten Werke des Judentums, man kann sogar sagen, er sei eine der S\u00e4ulen des Judentums. Er beinhaltet die Diskussionen j\u00fcdischer Gelehrter aus mehreren Jahrhunderten. Seine Bedeutung f\u00fcr das orthodoxe und liberale Judentum ist jedoch unterschiedlich gro\u00df. Wenn man \u00fcber den Talmud spricht, meint man meistens den \u00bbbabylonischen Talmud\u00ab (<em>Talmud Bawli<\/em>) &#8211; neben diesem gibt es noch den Jerusalemer Talmud (<em>Talmud Jeruschalmi<\/em>). Manchmal wird der Talmud auch \u00bbSchas\u00ab (Hebr\u00e4isch \u05e9\u05f4\u05e1) genannt &#8211; das steht f\u00fcr \u00bbschischa sedarim \u2013 sechs Ordnungen\u00ab &#8211; dies verweist auf die <em>Mischna<\/em>. Beide bestehen aus <em>Mischna<\/em> und <em>Gemarah<\/em>.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist der Talmud?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Talmud ist die Diskussion der <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/\"><strong><em>Mischna<\/em><\/strong><\/a>. Doch was ist die Mischna?<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Mischna<\/strong>: G&#8217;tt gab Mosche am Sinai nicht nur die geschriebene Torah, sondern auch die \u201am\u00fcndliche Lehre\u2018. Dieses Lehre wurde (wie der Name bereits sagt) <em>m\u00fcndlich<\/em> weitergegeben. Es ist wichtig, zu erw\u00e4hnen, dass auch das r\u00f6mische Recht ein <em>ius scriptum<\/em> (geschriebenes Gesetz) und ein <em>ius non scriptum<\/em> (ungeschriebenes Gesetz) kannte. Das ungeschriebene Gesetz war f\u00fcr die R\u00f6mer \u00bbGewohnheitsrecht\u00ab (<em>consuetudo<\/em>), w\u00e4hrend hingegen das schriftliche Recht sich auf niedergeschriebene Gesetze bezog. Das ist im Talmud anders! Es handelt sich weniger um <em>ungeschriebene<\/em> Gesetze, als vielmehr um die korrekte Interpretation derjenigen Gesetze, die schriftlich \u00fcberliefert wurden. Diese \u00fcbermittelte Lehre bestand aus Religionsgesetzen f\u00fcr alle Bereiche (<em>Halachah<\/em>) und aus erg\u00e4nzendem Material bestehend aus Geschichten, Gleichnissen und Begebenheiten ethischen Charakters (<em>Aggadah<\/em>). <em>Jehuda ha Nasi<\/em> ordnete die m\u00fcndliche Lehre und hielt sie schriftlich fest &#8211; was eigentlich f\u00fcr <em>halachisch<\/em> bedenklich gehalten wurde &#8211; um jedoch die m\u00fcndliche Lehre nicht zu verlieren oder zu ver\u00e4ndern, schuf man also die <em>Mischna<\/em> (Wiederholung) &#8211; die Sammlung der m\u00fcndlichen Lehre.<\/p>\n\n\n\n<p>Man teilte die Mischna in sechs Ordnungen auf:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Seraim<\/strong> Saaten<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Moed<\/strong> Festzeiten<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Naschim<\/strong> Ehe und Famileinrecht<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nesikin<\/strong> Besch\u00e4digungen;Zivil und Strafrecht<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kodaschim<\/strong> Heilige Dinge &#8211; Tempel und Opferriten<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Toharot<\/strong> Reinheitsgebote<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Der Talmud besteht aus dieser <em><strong>Mischna<\/strong><\/em> und ihrer Diskussion, der <em><strong>Gemara<\/strong><\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide gemeinsam sind der Talmud. Sie sind der Grundtext des Talmuds.<br>Im Laufe der Geschichte wurden aber auch diese Texte kommentiert und besprochen.<br>In jeder Ausgabe des Talmuds ist deshalb auch der Raschi-Kommentar zu finden.<br>Raschi ist ein Akronym f\u00fcr Rabbi Schlomo ben Jitzchak (<a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/raschi\/\">ausf\u00fchrlicher Artikel zu Raschi<\/a>), der 1040 in Troyes geboren wurde und 1105 nach reger T\u00e4tigkeit starb. Ohne Raschis Kommentar, w\u00e4re der Talmud ein versiegeltes Buch f\u00fcr uns, schrieb <em>Rabbi Jitzchak bar Schesches<\/em> (<em>Rivasch<\/em>). Tats\u00e4chlich sind die Arbeiten Raschis zum Talmud und zur Torah unvergleichlich.<br>Alle weiteren Kommentare zum Talmud wurden von den Sch\u00fclern Raschis hinzugef\u00fcgt.<br>Am unteren Rand gibt es noch Kommentare und Hinweise zahlreicher anderer Verfasser.<br>In der Mitte des Bildes steht die Mischna mit der Gemara in Quadratbuchstaben. Rechts davon befindet sich der Kommentar Raschis, sowie auf der linken Seite, der seiner Sch\u00fcler. Unten finden wir die \u201akleinen Kommentare\u2018. Die Abbildung zeigt das erste Blatt des Traktates Berachot \u00bbSegensspr\u00fcche\u00ab.<br>Den Talmud kann man nicht einfach nur lesen, den Talmud muss man lernen um einen Einblick in dieses faszinierende Feld zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Je mehr man vom Talmud wei\u00df, desto mehr Fragen stellen sich noch. Wir besch\u00e4ftigen uns heute fast ausschlie\u00dflich mit dem Talmud Bavli der in den Lehrst\u00e4tten Babyloniens entstanden ist, w\u00e4hrend es noch den <em>Talmud Jerushalmi<\/em> gibt, der in den Lehrh\u00e4usern Israels entstanden ist.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Talmud_talmudde.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"572\" height=\"808\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Talmud_talmudde.jpg?resize=572%2C808\" alt=\"Ein Blatt Talmud\" class=\"wp-image-130\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Talmud_talmudde.jpg?w=572&amp;ssl=1 572w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Talmud_talmudde.jpg?resize=212%2C300&amp;ssl=1 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 572px) 100vw, 572px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein Blatt Talmud<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Folgende Darstellung zeigt beispielhaft den Aufbau einer Talmud-Seite an, wie sie heute als klassisch gilt. Es ist die Einteilung der Ausgabe von Wilna, die zwischen den Jahren 1880 bis 1886 von den Gebr\u00fcdern Romm in ihrer Wilnaer Druckerei eingef\u00fchrt wurde. Sie hat sich als Referenz durchgesetzt und erscheint uns heute als DIE grafische Repr\u00e4sentation eines Talmud-Blattes. Diese Ausgabe &#8211; und somit alle folgenden &#8211; hat insgesamt 2711 (doppelseitige) <em>Bl\u00e4tter<\/em>.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image size-full wp-image-132\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"778\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/talbeispiel.jpg?resize=550%2C778\" alt=\"Beispielhafter Aufbau einer Talmudseite\" class=\"wp-image-132\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/talbeispiel.jpg?w=550&amp;ssl=1 550w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/talbeispiel.jpg?resize=212%2C300&amp;ssl=1 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Beispielhafter Aufbau einer Talmudseite<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Blatt des Talmud<\/h3>\n\n\n\n<p>Auf nahezu jeder Seite des Talmuds findet man die Elemente:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Mischnah und Gemara<\/strong> Mischnah und Gemara sind nat\u00fcrlich der \u00bbKern\u00ab eines Talmud-Blattes.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Raschi-Kommentar<\/strong> Zum Kommentar von Raschi, siehe oben.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mesorat haSchas<\/strong> Wenn man so will, ist dies eine fr\u00fche Form des \u00bbHyperlinks\u00ab. Auf dem Rand der Talmudseite, des <em>Blatts<\/em>, wird angezeigt, wo ein Zitat noch im Talmud zu finden ist.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ejn Mischpat \u2013 Ner Mitzwah<\/strong> Diese Glosse enth\u00e4lt Querverweise in halachische Literatur. Etwa in die <em>Mischne Torah<\/em> oder in das Werk <em>Arba Turim<\/em>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Torah Or<\/strong> Diese Glosse bringt Zitate aus der Torah in ihrem Zusammenhang und gibt die Quelle an.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Hagahot HaBaH<\/strong> Ein Kommentar von Rabbiner Joel Sirkes. Dieser enth\u00e4lt oft sprachliche Hinweise oder Korrekturen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"139\" height=\"161\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/berachot_torah_or1.png?resize=139%2C161&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-5683\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Glosse \u00bbTorah Or\u00ab mit Verweisen auf Stellen im Tanach\/der Torah.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Labeled_talmud.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"840\" height=\"884\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Labeled_talmud.jpg?resize=840%2C884&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-9246\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Labeled_talmud.jpg?w=973&amp;ssl=1 973w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Labeled_talmud.jpg?resize=285%2C300&amp;ssl=1 285w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Labeled_talmud.jpg?resize=768%2C808&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/a><figcaption>Aufbau einer Seite des Talmuds mit ihren Elementen wie Mischna oder Gemarah-Text, Raschi-Kommentar, Tossafot, Torah Or etc. <br>Grafik: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Labeled_talmud_HS.tif\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Labeled_talmud_HS.tif\">Schoeneh<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\">CC BY-SA 4.0<\/a>, via Wikimedia Commons<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was steht im Talmud? Wie ist er geschrieben?<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie Eingangs bereits erw\u00e4hnt wurde, besteht der Talmud aus Mischnah und Gemarah, der Talmud ist also von seiner Struktur her \u00bbdialogisch\u00ab. W\u00e4hrend die <em>Mischnah<\/em> eine Sammlung von Gebr\u00e4uchen und Einrichtungen ist, diskutiert die <em>Gemarah<\/em> dar\u00fcber und bringt auch Gegenmeinungen vor, die gleichfalls wieder diskutiert werden. Im Talmud kommen so viele verschiedene Sprecher zu Wort und nicht nur gelegentlich schweift die Diskussion ab in kleinere oder gr\u00f6\u00dfere Diskurse \u00fcber neue Stichw\u00f6rter. So werden nicht nur religi\u00f6se Gesetze besprochen (<em>Halachah<\/em>), sondern auch Geschichten, Auslegungen, Sinnspr\u00fcche oder Gleichnisse erz\u00e4hlt (<em>Aggadah<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p>Organisiert ist der Talmud nach den sechs Ordnungen der Mischnah. Diesen folgend ist er in 63 Traktate eingeteilt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><tbody><tr><td><strong>Ordnung<\/strong><\/td><td>\n<p><b>Traktat<\/b><\/p>\n<\/td><td>\n<p><b>deutscher Name<\/b><\/p>\n<\/td><td><p><b>Thema\/Inhalt des Traktats<\/b><\/p><\/td><\/tr><tr><td>\n<p><b>Seraim (Saaten)<\/b><\/p>\n<\/td><td>\n<p>Berachot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Segensspr\u00fcche<\/p>\n<\/td><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-pea\/\">Pea<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Ackerecke<\/p>\n<\/td><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Kilajim<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Mischungen<\/p>\n<\/td><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-schewiit\/\" data-type=\"page\" data-id=\"6984\">Schewiit<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Das siebente Jahr<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Bodenbesitz und Schabbatjahr<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-terumot\/\" data-type=\"page\" data-id=\"7001\">Terumot<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Heben<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Abgaben an Priester (Kohanim) und Leviten<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-maaserot\/\" data-type=\"page\" data-id=\"7005\">Maasrot<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Zehnte<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Steuerabgaben an die Leviten ohne Land<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-maaser-scheni\/\" data-type=\"page\" data-id=\"7008\">Maaser Scheni<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Zweiter Zehnter<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Abgabe des zweiten Zehnten<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-challah\/\" data-type=\"page\" data-id=\"7011\">Challah<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Teig<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Abgabe von allem Teig an die Priester<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-orlah\/\" data-type=\"page\" data-id=\"7018\">Orla<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Unbeschnittenes<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Verbot von Baumfr\u00fcchten bis zum vierten Jahr.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-bikkurim\/\" data-type=\"page\" data-id=\"7021\">Bikkurim<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Erstlingsfr\u00fcchte<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Darbringung der Erstlingsfr\u00fcchte an Schawuot<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p><b>Moed (Festzeiten)<\/b><\/p>\n<\/td><td>\n<p>Schabbat<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Schabbat<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Die Schabbatgebote<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Eruwin<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Vereinigungen<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Verbindung verschiedener Bereiche eines Hauses und von H\u00f6fen (zur Erleichterung des Schabbat)<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/pessachim\/\">Pessachim<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Pessachl\u00e4mmer<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gebote f\u00fcr das Pessach-Fest<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Jom Tow<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Feiertag<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gesetze der Festtage<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Ta&#8217;anit<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Fasten<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Genaues zu den Festtagen<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Rosch ha Schanah<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Das Neujahrsfest<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Bestimmung der Monate und der Jahre (Neumondsbekundungen) sowie das Blasen des Schofar.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/joma\/\">Joma<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Der Vers\u00f6hnungstag<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Genaues zu Jom Kippur.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Sukkah<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Laubh\u00fctte<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Aufbauen und Schm\u00fccken der Sukkah und Details zu den Opfern an Sukkot.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Schekalim<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Steuern<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Tempelsteuern. Dieses Traktat enth\u00e4lt nur im Talmud Jeruschalmi eine Gemarah.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/megilla\/\">Megillah<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Esther-Rolle<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Details zum Purim-Fest und zur Auslegung der Megillah.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Moed Katan<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Halbfeiertage<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gesetze f\u00fcr diese Zeit.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Chagiga<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Festopfer<\/p>\n<\/td><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p><b>Naschim (Frauen)<\/b><\/p>\n<\/td><td>\n<p>Jewamot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Schwagerehe<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Schwagerehe und Eheverbote<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Ketubot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Heiratsvertr\u00e4ge<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Der Ehevertrag<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gittin<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Scheidebriefe<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Der Scheidebrief und die Scheidung der Ehe.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Kidduschin<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Die Heirat<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Fragen zur Verlobung und zur Heirat aber auch Gesetze f\u00fcr Mann und Frau.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Nedarim<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gel\u00fcbde<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Genaues zu Gel\u00fcbden.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Nasir<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Asketentum<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Details zum Nasirat, zum Asketentum zur Zeit des Tempels.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Sota<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Ehebruch<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gesetze \u00fcber den Ehebruch.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td><p><b><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-ordnung-nesikin-und-ihre-traktate\/\">Nesikin<\/a><\/b><\/p><\/td><td>\n<p>Bawa Kamma<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Erstes Tor<\/p>\n<\/td><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Bawa Metzia<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Mittleres Tor<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Funde, Darlehen, Vertr\u00e4ge<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Bawa batra<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Letztes Tor<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gesetze \u00fcber das Nutzen, Verkaufen und Messen von Grundst\u00fccken. Auch Erbschaftsrecht und Teilung des Verm\u00f6gens.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Sanhedrin<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gerichtshof<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gerichtsh\u00f6fe, Strafrecht, Grunds\u00e4tze des Glaubens.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Makkot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Schl\u00e4ge<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Regelungen zur Pr\u00fcgelstrafe<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Schewuot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Schw\u00fcre<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Wichtigkeit des Eides und seine Diskussion.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Edujot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Bekundungen<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Zeugnisse und Bekundungen.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Awodah Sara<\/p>\n<\/td><td>\n<p>G\u00f6tzendienst<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Fernhalten des G\u00f6tzendienstes und der Umgang mit G\u00f6tzendienern.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td> <p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/mischnah-awot\/\">Awot<\/a><\/p> <\/td><td>\n<p>Die Spr\u00fcche der V\u00e4ter<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Enth\u00e4lt keine Gemarah.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Horajot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Entscheidungen<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Besprechungen von Irrt\u00fcmern der Gerichtsh\u00f6fe und Korrekturen der Urteile.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p><b>Kodaschim (Heiliges)<\/b><\/p>\n<\/td><td>\n<p>Sevachim<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Schlachtopfer<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Gesetze zu Tieropfern.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Menachot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Speiseopfer<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Darbringung von Speiseopfern.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Chullin<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Profane Schlachtung<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Details zur Sch\u00e4chtung und den Speisevorschriften<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Bechorot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Erstgeburten<\/p>\n<\/td><td>\n<p>M\u00e4nnliche Erstgeburten bei Tier und Mensch.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Arachin<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Sch\u00e4tzungen<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Wie man Dinge sch\u00e4tzt, die dem Tempel geweiht sind.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Temura<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Ersatz<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Austausch von Opfern.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Keritot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Abtrennungen<\/p>\n<\/td><td>\n<p>\u00dcber die 26 \u00dcbertretungsf\u00e4lle, die man &#8222;Ausrottung&#8220; geahndet werden.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Me&#8217;ila<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Veruntreuung<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Veruntreuung von Tempeleigentum.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Middot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Ma\u00dfe<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Der Tempelbezirk und seine Ma\u00dfe. Keine Gemarah.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Kinnim<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Vogelnester<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Vogelopfer.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p><b>Taharot (Reinheit)<\/b><\/p>\n<\/td><td>\n<p>Niddah<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Menstruation<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Details zur Menstruation<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Kelim<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Ger\u00e4te<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Ger\u00e4te und ihre Tauglichkeit<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Ohalot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Zelte<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Durch Leichen verursachte Unreinheit an Personen und Dingen die sich mit der Leiche unter einem Dach befinden.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Negaim<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Aussatz<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Aussatz bei Menschen, Kleidern und H\u00e4usern.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Parah<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Rote Kuh<\/p>\n<\/td><td>\n<p>\u00dcber die rote Kuh.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Taharot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Reinheit<\/p>\n<\/td><td>\n<p>\u00dcber die rituelle Unreinheit<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Mikwaot<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Tauchb\u00e4der<\/p>\n<\/td><td>\n<p>\u00dcber die Mikveh und ihre Vorschriften.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Machschirin<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Empfindlichkeit<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Welche Gegenst\u00e4nde Unreinheit \u00fcbertragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Sawim<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Flu\u00dfbehaftete<\/p>\n<\/td><td>\n<p>M\u00e4nner und Frauen die an Ausflu\u00df leiden.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Tewul Jom<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Der Untergetauchte<\/p>\n<\/td><td>\n<p>\u00dcber Personen die sich einem Tauchbad unterzogen haben.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Jadajim<\/p>\n<\/td><td>\n<p>H\u00e4nde<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Unreinheit der H\u00e4nde.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Ukzin<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Stiele<\/p>\n<\/td><td>\n<p>Stiele, Schalen und Kerne die Unreinheit \u00fcbertragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> Eine \u00dcbersetzung des Talmud ist hier zu finden.<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Sprache des Talmud<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Teil der <em>Mischna<\/em>, Zitate aus dem <em>Tanach<\/em> und Zitate aus der <em>Mischna <\/em>innerhalb der Gemara sind in hebr\u00e4ischer Sprache. Die Gemara ist in weiten Teilen in aram\u00e4ischer Sprache verfasst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Beispiel aus der Aggadah<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Geschichte geschah wiederum an einem Nichtjuden, der zu Schammaj kam und sprach \u00bbBekehre mich, indem du mich die ganze Torah lehren willst, solange ich auf einem Bein stehen kann.\u00ab <br>Da stie\u00df Schammaj ihn fort mit einem Ma\u00dfstab, wie sie die Zimmerleute gebrauchen. Da ging der Heide von Schammaj weg und kam zu Hillel und fragte auch ihn, ob er ihn die ganze Torah lehren wollte, solange er auf einem Bein stehen k\u00f6nne. Da bekehrte ihn Hillel auf seine Worte hin und sprach: <br>\u00bbIch will dich die ganze Torah lehren, solange du auf einem Bein stehen kannst.\u00bb <br>Und sprach zu dem Heiden: \u00bbHalte dich an den Schriftvers: Du sollst deinem N\u00e4chsten nichts \u00c4rgeres tun, als du dir gern getan haben willst. <br>Das ist der Urgrund der ganzen Torah. Der Rest ist Auslegung. Geh hin und lerne weiter.\u00ab <br>So lehrte Hillel ihn die ganze Torah, w\u00e4hrend er auf einem Bein stand. &#8211;<em><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow\/erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow-schabbat\/#31a\">Schabbat 31a<\/a><\/em> (hier zitiert aus dem bei dtv erschienenen Buch \u00bb<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3423131438\/judentindeutsche\" target=\"_blank\">Das Ma&#8217;assebuch<\/a>\u00ab, das zahlreiche Geschichten aus dem Talmud nacherz\u00e4hlt.)<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr aus der <strong>Aggadah<\/strong> gibt es auf den <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow\/\">Seiten mit der Aggadah des Talmud<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die gedruckten Ausgaben<\/h2>\n\n\n\n<p>Die erste gedruckte Ausgabe des (babylonischen) Talmud wurde 1520 von <strong>Daniel Bomberg<\/strong> in Venedig herausgegeben. Der (nichtj\u00fcdische) Drucker, der aus Antwerpen stammte, erstellte mit Hilfe von Rabbinern eine Fassung, die den Grundstein f\u00fcr die Seiteneinteilung aller sp\u00e4teren Ausgaben legen sollte. Alle folgenden Ausgaben \u00fcbernahmen diese Einteilung, die heute noch verwendet wird. Beispielsweise <em>Berachot 64<\/em>. Die Einteilung in Vorder- und R\u00fcckseite (a und b &#8211; \u05d0&nbsp;und&nbsp;\u05d1) stammte aus der Druckerei der Witwe und Gebr\u00fcder Romm. Bis dahin zitierte man die Talmudstellen anhand der Kapitel der Mischna, also etwa <em>Berachot Kapitel 1<\/em>. <br>In Wilna unternahmen die Br\u00fcder mit der Witwe Deborah Romm von 1880 bis 1886 den erfolgreichen Versuch, alle Traktate des Talmud zu drucken und mit zus\u00e4tzlichem Material zu versehen. So erschienen dort 37 B\u00e4nde (mit insgesamt &nbsp;5894 Seiten), die tats\u00e4chlich noch heute die Standarddarstellung einer Talmudseite sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/survivors_talmud.jpg?resize=640%2C1000&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-6802\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/survivors_talmud.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/survivors_talmud.jpg?resize=192%2C300&amp;ssl=1 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufkleber auf der Titelseite des \u00bbThe Survivors&#8216; Talmud\u00ab, hier Traktat Berachot, der 1946 in M\u00fcnchen und Heidelberg unter Aufsicht der US-Army erschien. Zum Druck wurde der Bruckmann-Verlag in St. Ottilien herangezogen. Der Verlag hatte wohl bis 1945 antisemitische Literatur (unter anderem) verlegt. Er zeigt unten eine Szene aus einem Konzentrationslager. Oben, unter der Ansicht Jerusalems, steht \u00bbMischibud le&#8217;ge&#8217;ulah, me afelah le&#8217;or gadol \u2013 Von der Sklaverei in die Freiheit, aus tiefster Finsternis ins helle Licht\u00ab aus der Pessach-Haggadah. Dies war die erste Talmud-Ausgabe, die nach der Schoah in Deutschland erschien.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/9f3755e89f0a4fda8e96145393f23ed8\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Carmell, Aryeh Aiding Talmud study \/ [Siya\u02bbta li-Gemara], New York 1986<\/li>\n\n\n\n<li>Mayer, Reinhold; <em>Der Babylonische Talmud \u00fcbersetzt und erkl\u00e4rt<\/em>, M\u00fcnchen 1963<br>Geeignet f\u00fcr einen Einstieg in die Texte.<\/li>\n\n\n\n<li>Steinsaltz, Adin; <em>The Essential Talmud<\/em>, New York 1976.<\/li>\n\n\n\n<li>Steinsaltz, Adin; A reference guide, New York 1989<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Talmud (Hebr\u00e4isch \u05ea\u05dc\u05de\u05d5\u05d3) ist eines der wichtigsten Werke des Judentums, man kann sogar sagen, er sei eine der S\u00e4ulen des Judentums. 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