{"id":1393,"date":"2015-04-08T11:52:14","date_gmt":"2015-04-08T09:52:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=1393"},"modified":"2019-03-08T12:04:14","modified_gmt":"2019-03-08T10:04:14","slug":"fuer-jeden-tag-der-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/fuer-jeden-tag-der-woche\/","title":{"rendered":"F\u00fcr jeden Tag der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Gebete f\u00fcr jeden Tag der Woche<!--more--><\/p>\n\n<h2>Am Sonntag<\/h2>\n<h3>Morgengebet<\/h3>\n<p>Eine neue Woche hast du, o gnadenvoller Vater, f\u00fcr mich erscheinen lassen, und eine neue Zeit schenkst du mir wieder, um f\u00fcr mein Wohl zu leben und zu wirken. O, so beseele mich denn mit Ernst und Freudigkeit, auf da\u00df ich das Werk vollf\u00fchre, das du mir angewiesen. La\u00df mich die neue Woche damit beginnen, da\u00df ich die heiligen Vors\u00e4tze ausf\u00fchre, die ich gestern gefa\u00dft habe, la\u00df es mir trotz meiner Schw\u00e4che gelingen, durch meine F\u00fcrsorge und Arbeit das Wohl meiner Br\u00fcder zu f\u00f6rdern und zum Wohle der menschlichen Gesellschaft mitzuwirken. Verleihe mir vor allem deinen Beistand, da\u00df ich denen ein gutes Beispiel gebe, in deren Mitte ich wirke; st\u00e4rke mich, da\u00df ich auf reinen Wandel achte, jedes meiner Worte wohl bedenke und auf jede meiner Handlungen wohl aufmerksam sei, und in der Freude wie im Schmerze mich als ein gottesf\u00fcrchtiges und gottergebenes Kind zeige, das stets deinen Willen zu erf\u00fcllen sucht. Stehe mir zur Seite bei den M\u00fchen und Arbeiten dieser Woche, da\u00df die M\u00fchsal des Tages mir zum Segen werde, und die Freuden, die du mir bereitest, mich unaufh\u00f6rlich erinnern an den Dank, den ich dir schulde. St\u00e4rke mich, da\u00df ich die Widerw\u00e4rtigkeiten und Unannehmlichkeiten duldend ertrage und selbst denen mich liebevoll erweise, die mich in dieser Woche zu betr\u00fcben suchen. Lehre mich deine Weisheit anbeten und deine G\u00fcte auch in der schmerzlichen Stunde preisen, die dein Wille mir auferlegen sollte, und jede gl\u00fcckliche, freudenreiche Stunde im Irdischen erinnere mich an die Ewigkeit, der ich entgegengehe. Herr!\u00bbla\u00df mit jedem Morgen mich deine Gnade erfahren; denn auf dich hoffe ich; tue mir den Weg kund, den ich zu wandern habe, denn es sehnt sich mein Herz nach dir!\u00ab (Ps. 143, 8) <\/p>\n<p><\/p>\n<p>Amen!<\/p>\n<p>Betrachtung \u00fcber 1. Buch Moses 1, 3-4<\/p>\n<p class=\"hetext\">\n\u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9 \u05d0\u05b9\u05d5\u05e8 \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9 \u05d0\u05b9\u05bd\u05d5\u05e8\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e8\u05b0\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b9\u05d5\u05e8 \u05db\u05bc\u05b4\u05d9 \u05d8\u05b9\u05d5\u05d1 \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05d1\u05b0\u05d3\u05bc\u05b5\u05dc \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d1\u05bc\u05b5\u05d9\u05df \u05d4\u05b8\u05d0\u05b9\u05d5\u05e8 \u05d5\u05bc\u05d1\u05b5\u05d9\u05df \u05d4\u05b7\u05d7\u05b9\u05bd\u05e9\u05c1\u05b6\u05da\u05b0\u05c3\n<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Allm\u00e4chtiger, allweiser Sch\u00f6pfer!<br \/> <br \/>\nAm ersten Sch\u00f6pfungstage n\u00e4hert sich meine Seele dir und danket dir, da\u00df du die Finsternis hast schwinden lassen und wiederum, wie einst, da du \u00fcber die leblose Natur das:\u00bbWerde Licht!\u00ab riefst, mich von deinem Licht umstrahlt sein l\u00e4\u00dft, das allem um mich her Kraft spendet und Reiz verleiht. Ach Herr, mein Gott! du, der du so unendlich bist, der du dich h\u00fcllest in Licht wie in ein Gewand (Ps. 104), zerstreue du die Finsternis, die noch \u00fcber so viele ausgebreitet ist, auf da\u00df das Licht der Liebe die Herzen aller Lebenden erleuchte und erw\u00e4rme! Hilf du mir, da\u00df ich den Weg des Lichtes wandre, da\u00df kein tr\u00fcber Zweifel meine Seele umschleiere, keine Versuchung mich auf die dunkle Bahn des Lasters f\u00fchre. La\u00df deine Gnade und Huld mir und den Meinigen zu teil werden, auf da\u00df wir unser t\u00e4gliches Brot finden und es in Freuden genie\u00dfen. Erleuchte mich mit deinem Lichte und deiner Wahrheit, da\u00df sie mich leiten, dich zu suchen, dir zu dienen mit allem, was ich in dieser Woche vornehme, da\u00df keiner meiner Gedanken und keine meiner Taten das Licht des Tages zu scheuen n\u00f6tig habe. Verschone mich und die Meinigen von gro\u00dfen Sorgen, die den Sinn beschweren, ihn niederdr\u00fccken und irre leiten. Und so zuweilen die Aussichten tr\u00fcbe sind, und Angst mein Herz beschleicht, dann la\u00df mich eingedenk sein, da\u00df du gn\u00e4dig und barmherzig bist, und da\u00df den Frommen ein Licht in der Finsternis aufstrahlt (Ps. 112); la\u00df mich eingedenk sein, da\u00df wir hienieden nicht das volle Licht schauen k\u00f6nnen, da\u00df es aber in der Ewigkeit herrlich f\u00fcr diejenigen strahlen wird, die dich in Wahrheit anbeten. So nimm mich denn in deinen Schutz, und m\u00f6ge all mein Streben in dieser Woche dazu beitragen, da\u00df ich einst w\u00fcrdig werde, dieses Licht zu schauen,\u2014\u00bbsei mir gn\u00e4dig, segne mich und la\u00df das Licht deines Antlitzes mir leuchten!\u00ab<\/p>\n<p><h3>Abendgebet<\/h3>\n<p>Wiederum habe ich einen Tag verlebt, an welchem du mir so viele Beweise deiner v\u00e4terlichen F\u00fcrsorge und deiner rettenden Gnade gegeben, da\u00df ich tief f\u00fchle, was ich dir schulde, und es tief erkenne, wie wenig ich so viel G\u00fcte verdient habe. O! mein Gott, gehe nicht ins Gericht mit mir; denn vor dir ist kein Lebender gerecht, sondern vergib in deiner Langmut und Barmherzigkeit meine S\u00fcnden, meine Vergehen und Irrt\u00fcmer, die ich mir im Laufe des Tages habe zu schulden kommen lassen. Erh\u00f6re meine Seufzer, die ich in Demut emporsende, auf da\u00df ich getrost mich zur Ruhe legen, und nun zur Zeit, wo aller menschliche Beistand schlummert, auf deinen Schutz vertrauen kann. O du, vor dem die Nacht hell ist wie der Tag, sei du mein Besch\u00fctzer in jeglicher Gefahr, das Licht meiner Seele in der schaurigen Finsternis, bewahre mich vor den Schrecknissen der Nacht, halte jegliche Krankheit von meinem Lager fern, und la\u00df deinen Geist mich beseelen, auch wenn ich schlummere, auf da\u00df ich neue Kraft gewinne, um die K\u00e4mpfe des Lebens zu bestehen, und gest\u00e4rkt werde, deinen Willen zu erf\u00fcllen. Erbarme dich der Menschenkinder und la\u00df bald die Nacht vor deinem himmlischen Lichte weichen, das Friede und Liebe auf der ganzen Erde verbreitet; halte deine Hand \u00fcber die, die unter dem Dache meines Hauses schlafen, da\u00df niemand s\u00fcndige, niemand strauchle! Dir empfehle ich alle meine Lieben, nahe und ferne, la\u00df mich in Frieden schlafen und wohl und gesund wieder erwachen, um dich zu loben und zu preisen, da\u00df du warst die Hilfe meines Antlitzes, mein Schild, mein Gott.<\/p>\n<h2>Am Montag <\/h2>\n<h3>Morgengebet<\/h3>\n<p><a name=\"montag\" id=\"montag\"><\/a><\/p>\n<p>So bin ich denn wieder erwacht, ich rege mich und lebe in dir, du Lebensspender, allg\u00fctiger Gott! Ach, mit welch dr\u00fcckenden Gedanken begab ich mich zur Ruhe! Kaum hoffte und erwartete ich, von den mannigfachen Sorgen befreit zu werden, die auf meinem Herzen lasteten und meine Seele so unruhig machten; aber du bereitetest mir einen erquickenden Schlaf, und mit den Schatten der Nacht, die vor dem Lichte des Morgens weichen, war alles, was mich dr\u00fcckte, verschwunden. Nun f\u00fchle ich mich wie neu geschaffen und schaue mit Vertrauen auf zu deiner unendlichen G\u00fcte, die \u00fcber mich wachet. Unschl\u00fcssig war ich und f\u00fcrchtete den kommenden Tag; aber siehe, es ist als ob du im Laufe der Nacht Entschlossenheit meiner Seele eingegeben h\u00e4ttest, da\u00df ich mit neuer Lust und freudigem Mute heute wieder an mein Werk gehe.  O, m\u00f6chte doch mein Vertrauen auf dich nie wanken, o, m\u00f6chte es mich doch auch heute zu meinem Werke begleiten, da\u00df ich, was mir auch heute begegne, doch stets eingedenk bleibe und mit ergebenem Sinne erkenne, da\u00df du der Herr bist, und da\u00df du tuest, was gut in deinen Augen ist! Verleihe mir aber auch die Kraft, in meinem Streben und Wirken w\u00fcrdig zu bleiben, das Auge zu dir erheben zu d\u00fcrfen, da\u00df ich stets auf deine v\u00e4terliche Hilfe und auf deinen Schutz vertraue, da\u00df kein falsches Vertrauen sich in mein Herz schleiche, und da\u00df ich nicht durch unerm\u00fcdliches Jagen nach den verg\u00e4nglichen Dingen, durch Eigennutz, Genu\u00dfsucht oder Eitelkeit das Gl\u00fcck und den Segen verscherze, den du allen denen verhei\u00dfen, die ihre Hoffnung auf dich setzen. So st\u00e4rke mich denn, da\u00df ich arbeite, ohne zu erm\u00fcden, da\u00df ich mit dankbarem Sinn jede Freude genie\u00dfe, die du mir schenktest, und ich zum Segen wirke! La\u00df mich nie \u00c4rgernis und Ansto\u00df verursachen, sondern in der Zeit als einen leben, der die Ewigkeit vor Augen hat! O, du ewiger Gott, sei mir gn\u00e4dig, segne und bewahre mich! Ja, ich will nicht verzagen; denn meine Hilfe kommt von dir, der du geschaffen Himmel und Erde.<\/p>\n<h3>Betrachtung \u00fcber 1. Buch Moses 1, 6-8<\/h3>\n<p class=\"hetext\">\n\u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9 \u05e8\u05b8\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d1\u05bc\u05b0\u05ea\u05b9\u05d5\u05da\u05b0 \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b8\u05d9\u05b4\u05dd \u05d5\u05b4\u05d9\u05d4\u05b4\u05d9 \u05de\u05b7\u05d1\u05b0\u05d3\u05bc\u05b4\u05d9\u05dc \u05d1\u05bc\u05b5\u05d9\u05df \u05de\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05dc\u05b8\u05de\u05b8\u05bd\u05d9\u05b4\u05dd\u05c3<br \/>\n\u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e2\u05b7\u05e9\u05c2 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05d4\u05b8\u05e8\u05b8\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05d1\u05b0\u05d3\u05bc\u05b5\u05dc \u05d1\u05bc\u05b5\u05d9\u05df \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8 \u05de\u05b4\u05ea\u05bc\u05b7\u05d7\u05b7\u05ea \u05dc\u05b8\u05e8\u05b8\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d5\u05bc\u05d1\u05b5\u05d9\u05df \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8 \u05de\u05b5\u05e2\u05b7\u05dc \u05dc\u05b8\u05e8\u05b8\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d5\u05bd\u05b7\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05db\u05b5\u05bd\u05df\u05c3<br \/>  \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b4\u05e7\u05b0\u05e8\u05b8\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05dc\u05b8\u05bd\u05e8\u05b8\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05e9\u05c1\u05b8\u05de\u05b8\u05d9\u05b4\u05dd \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05e2\u05b6\u05e8\u05b6\u05d1 \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05d1\u05b9\u05e7\u05b6\u05e8 \u05d9\u05b9\u05d5\u05dd \u05e9\u05c1\u05b5\u05e0\u05b4\u05bd\u05d9\u05c3\n <\/p>\n<p><\/p>\n<p>Allm\u00e4chtiger Sch\u00f6pfer, alliebender Gott! Ich danke dir, da\u00df du mich wieder den zweiten Wochentag hast schauen lassen den Himmel, der sich noch \u00fcber mir w\u00f6lbt, wie du ihn einst am zweiten Sch\u00f6pfungstage \u00fcber die Erde ausgespannt hast. So leuchtete sofort deine Herrlichkeit \u00fcber dem Staube, da\u00df wir dadurch erinnert w\u00fcrden, da\u00df die Seligkeit des Himmels das Ziel f\u00fcr den Erdenkampf sei, und in der Ruhe und in dem Frieden, der von dem sichtbaren Himmelsbogen widerstrahlt, spiegelt sich f\u00fcr den Menschen der selige Friede des unsichtbaren Himmels ab. Bei aller Not und Sorge des Lebens soll der Mensch zum Himmel empor schauen und dort die Tr\u00f6stung und Erquickung suchen, die die Erde nicht zu gew\u00e4hren vermag, und in den Versuchungen der Welt, in ihrem Kampf und Streit soll er von deinem Himmel Kraft und Freiheit holen. Aber darf auch ich wohl meinen Blick zum Himmel erheben?\u2014 <br \/> O, nur der kann freudig empor in die H\u00f6he sehen, der das tut, was dir wohlgef\u00e4llig ist! Hab ich dieses getan? War ich stets eingedenk, da\u00df ich \u00fcberall in deinem Heiligtum bin, da \u00fcberall der Himmel \u00fcber mir ausgebreitet ist, der deine Herrlichkeit Tag f\u00fcr Tag verk\u00fcndet? Habe ich mich wohl auf Geistesschwingen zum Himmel gehoben, w\u00e4hrend mein Fu\u00df zur Erde gestellt war\u2014leuchtete ein Himmel der Liebe aus meinem Auge, wenn ich mit meinen Menschenbr\u00fcdern verkehrte? O Gott, sei mit mir heute, da\u00df ich jede Versuchung besiege, jede s\u00fcndige Lust bezwinge, und da\u00df jeder meiner Gedanken, jedes meiner Worte und jede meiner Taten von der Klarheit des Himmels widerscheine, da\u00df mein Wandel dir wohlgefalle, und die Liebe des Himmels mich einst verkl\u00e4re bei dir, du, mein Gott, dessen Huld so erhaben ist, wie der Himmel \u00fcber der Erde, du, der du meine S\u00fcnden vergibst und mich kr\u00f6nest mit Barmherzigkeit und Gnade(Ps. 103, 3).<\/p>\n<h2>Am Dienstag.<\/h2>\n<h3>Morgengebet<\/h3>\n<p>Allg\u00fctiger Gott! Nimm das Morgenopfer meines Herzens als Dank entgegen f\u00fcr die neuen Beweise deiner Gnade, die du mir in der verflossenen Nacht gegeben. Ach, wie viele haben diese nicht in Unruhe und Kummer verbracht, und von wie vieler Lager wurde nicht der Schlaf durch Angst und Sorge verscheucht; ich aber wurde verschont, die Meinigen hast du beschirmt! o, wie wenig habe ich doch so viele Gnade verdient! So manchen Morgen erwachte ich nur mit neuen W\u00fcnschen und verga\u00df es, wie sehr du mich bereits gesegnet, und wie vielen Dank ich dir schulde; doch heute steht deine G\u00fcte mir vor Augen, und o, wie gl\u00fccklich macht mich dieser Gedanke! Ach, wie wenige f\u00fchlen doch das Gute, das sie unabl\u00e4ssig von deiner Hand empfangen, und wie innig mu\u00df ich dir nicht danken, da\u00df du durch deine heilige Lehre in mir die Erkenntnis deiner Wohltaten geweckt hast! Und wenn ich ganz von deiner g\u00f6ttlichen Lehre erf\u00fcllt w\u00e4re, o wie gl\u00fccklich w\u00fcrde ich mich dann noch f\u00fchlen, welch ein Born der Freude w\u00fcrde da unaufh\u00f6rlich aus derselben f\u00fcr mich flie\u00dfen, selbst dann, wenn Kummer und Sorgen mich umgeben, welche Seligkeit w\u00fcrde ich dann nicht aus jedem Gebote sch\u00f6pfen, das ich erf\u00fclle! O, du Ewiger! la\u00df diesen Tag mich dem gro\u00dfen Ziele n\u00e4her bringen, dem ich nachstreben soll! Sei mit mir in all meinen Bestrebungen, hilf mir in meiner Schw\u00e4che, erleuchte mich in meiner Unwissenheit, umg\u00fcrte mich mit der Kraft des Willens, la\u00df meine Seele alles in Klarheit schauen, mein Herz alles Edle und Heilige mit W\u00e4rme umfassen! R\u00fcste mich aus mit Standhaftigkeit und lege an diesem Tage reichen Segen in meine Arbeit. Bewahre du, Ewiger, meinen Ausgang und meinen Eingang, o, entziehe mir nicht deine Barmherzigkeit, sondern la\u00df deine Gnade und Treue mich stets beschirmen!<\/p>\n<h3>Betrachtung \u00fcber 1. B. M. 1, 9-13.<\/h3>\n<p class=\"hetext\">\n \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d9\u05b4\u05e7\u05bc\u05b8\u05d5\u05d5\u05bc \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05de\u05b4\u05ea\u05bc\u05b7\u05d7\u05b7\u05ea \u05d4\u05b7\u05e9\u05c1\u05bc\u05b8\u05de\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05d0\u05b6\u05dc\u05be\u05de\u05b8\u05e7\u05b9\u05d5\u05dd \u05d0\u05b6\u05d7\u05b8\u05d3 \u05d5\u05b0\u05ea\u05b5\u05e8\u05b8\u05d0\u05b6\u05d4 \u05d4\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05d1\u05bc\u05b8\u05e9\u05c1\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9 \u05db\u05b5\u05bd\u05df\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b4\u05e7\u05b0\u05e8\u05b8\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05c0 \u05dc\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05d1\u05bc\u05b8\u05e9\u05c1\u05b8\u05d4 \u05d0\u05b6\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d5\u05bc\u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05e7\u05b0\u05d5\u05b5\u05d4 \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05e7\u05b8\u05e8\u05b8\u05d0 \u05d9\u05b7\u05de\u05bc\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e8\u05b0\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05db\u05bc\u05b4\u05d9\u05be\u05d8\u05b9\u05bd\u05d5\u05d1\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05ea\u05bc\u05b7\u05bd\u05d3\u05b0\u05e9\u05c1\u05b5\u05d0 \u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d3\u05bc\u05b6\u05e9\u05c1\u05b6\u05d0 \u05e2\u05b5\u05e9\u05c2\u05b6\u05d1 \u05de\u05b7\u05d6\u05b0\u05e8\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d6\u05b6\u05e8\u05b7\u05e2 \u05e2\u05b5\u05e5 \u05e4\u05bc\u05b0\u05e8\u05b4\u05d9 \u05e2\u05b9\u05e9\u05c2\u05b6\u05d4 \u05e4\u05bc\u05b0\u05e8\u05b4\u05d9 \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05e0\u05b9\u05d5 \u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8 \u05d6\u05b7\u05e8\u05b0\u05e2\u05b9\u05d5 \u05d1\u05b9\u05d5 \u05e2\u05b7\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9 \u05db\u05b5\u05bd\u05df\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05ea\u05bc\u05b9\u05d5\u05e6\u05b5\u05d0 \u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d3\u05bc\u05b6\u05e9\u05c1\u05b6\u05d0 \u05e2\u05b5\u05e9\u05c2\u05b6\u05d1 \u05de\u05b7\u05d6\u05b0\u05e8\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d6\u05b6\u05e8\u05b7\u05e2 \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05e0\u05b5\u05d4\u05d5\u05bc \u05d5\u05b0\u05e2\u05b5\u05e5 \u05e2\u05b9\u05bd\u05e9\u05c2\u05b6\u05d4 \u05e4\u05bc\u05b0\u05e8\u05b4\u05d9 \u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8 \u05d6\u05b7\u05e8\u05b0\u05e2\u05b9\u05d5\u05be\u05d1\u05b9\u05d5 \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05e0\u05b5\u05d4\u05d5\u05bc \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e8\u05b0\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05db\u05bc\u05b4\u05d9\u05be\u05d8\u05b9\u05bd\u05d5\u05d1\u05c3<br \/> \u05d5\u05bd\u05b7\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05e2\u05b6\u05e8\u05b6\u05d1 \u05d5\u05bd\u05b7\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05d1\u05b9\u05e7\u05b6\u05e8 \u05d9\u05b9\u05d5\u05dd \u05e9\u05c1\u05b0\u05dc\u05b4\u05d9\u05e9\u05c1\u05b4\u05bd\u05d9\u05c3\n<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnte ich wohl am dritten Tage der Woche mein Auge der Herrlichkeit des Tages \u00f6ffnen, ohne dir f\u00fcr deine unendliche G\u00fcte zu danken, mit welcher du die Erde erf\u00fcllt hast und sie mit jedem Morgen aufs neue erf\u00fcllst? An diesem Tage, so lie\u00dfest du uns in der Sch\u00f6pfungsgeschichte verk\u00fcnden, riefst du Gras, Kr\u00e4uter und B\u00e4ume hervor, die Frucht und Samen tragen, jegliches nach seiner Art. So hast du, allg\u00fctiger Gott, f\u00fcr jedes lebende Gesch\u00f6pf seinen Bedarf bereitet, bevor es noch ins Dasein gerufen war, so hast du auch an mich gedacht, bevor ich noch das Tageslicht schaute, hast liebevolle Wesen bestellt, die f\u00fcr mich sorgten, die mich kleideten und ern\u00e4hrten, mich erzogen und leiteten, und die Erde, sie ist voll deiner Gaben. O, wie k\u00f6nnte ich da verzagen und bek\u00fcmmert fragen: woher soll ich Brot f\u00fcr meinen Lebensunterhalt nehmen? O, getrost bete ich zu dir: Gib mir und den Meinigen unser t\u00e4gliches Brot, da\u00df wir nie der Gabe eines Menschen bed\u00fcrfen, erhalte uns in Gen\u00fcgsamkeit, da\u00df wir in bescheidenem und prunklosem Wandel uns gl\u00fccklich f\u00fchlen, jeglicher in seinem Berufe und jeglicher in seinem Stande. Wache \u00fcber die Bed\u00fcrftigen und Notleidenden und gew\u00e4hre mir die Seligkeit, ihnen wie ein herrlicher Baum zu sein, der Schutz und Erquickung \u00fcber sie ausbreitet, ja, la\u00df mich wie ein Baum sein, der an den Wasserb\u00e4chen deines g\u00f6ttlichen Wortes gepflanzt, reiche Fr\u00fcchte tr\u00e4gt, und dessen Bl\u00e4tter nie welken. La\u00df, o Herr, mein Streben und Wirken dir wohlgef\u00e4llig sein und auch meinen Mitmenschen. M\u00f6chte mein Sinn von dem Licht aus der H\u00f6he erf\u00fcllt werden, und meine Rede wie st\u00e4rkende, erquickende Nahrung jedem sein, der darauf h\u00f6rt.\u2014O, du, der du nie den Gerechten verl\u00e4\u00dft und es ihm nie an Brot mangeln l\u00e4\u00dft, erh\u00f6re mich und la\u00df mich heute stark im Guten sein, errette mich von jeglicher S\u00fcnde, auf da\u00df du auch \u00fcber mein Werk heute wie bei der Sch\u00f6pfung sagen k\u00f6nntest: \u00bbes war gut(Buch Moses 1, 12)\u00ab, gut f\u00fcr das zeitliche und gut f\u00fcr das ewige Leben.<\/p>\n<h3>Abendgebet<\/h3>\n<p>Der Tag ist dahin gegangen, o, so schnell, so sehr schnell bei Arbeit und Freude und unter deinem beschirmenden Segen, allbarmherziger Gott und Vater! Und nun, da mein Tagewerk zu Ende ist, so kommt mir so vieles in den Sinn, was ich vornehmen wollte, aber zu tun vergessen, vieles, mit dem ich mich besch\u00e4ftigt habe, aber nicht auf die rechte Weise, so manches Wort, das ich gesprochen, das ich entweder lieber gar nicht ausgesprochen haben m\u00f6chte, oder doch nicht so, wie ich es getan, mancher Mensch, dem ich begegnet, aber ohne darauf zu achten, wie n\u00fctzlich er f\u00fcr mich und ich f\u00fcr ihn h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Ach ich mu\u00df gestehen, wenn ich auch nur an eitlen Gewinn und eitle Lust denken wollte:\u2014k\u00f6nnte ich meinen Tag aufs neue beginnen, so w\u00fcrde ich meine Zeit anders einteilen, so w\u00fcrde ich ganz anders mich verhalten; vieles, was geschehen, w\u00fcrde ich ungetan lassen, vieles, was unterlassen ist, w\u00fcrde ich zur Ausf\u00fchrung bringen\u2014und wie viel mehr erst, wenn ich an das Werk meines Seelenheils denke. O, mu\u00df ich nicht f\u00fcrchten, da\u00df es einst, wenn mein ganzer Lebenstag dahingeschwunden ist, f\u00fcr mich so sein wird, wie in dieser Stunde, mu\u00df ich nicht, weil es noch Zeit ist, bestrebt sein, da\u00df mein Lebenstag nicht vergeudet werde? Darum n\u00e4here ich mich dir, mein Gott, mit dem Gebete:\u00bbtue mir kund den Weg, den ich gehen soll, lehre mich nach deinem Willen handeln, dein g\u00fctiger Geist f\u00fchre mich Tag und Nacht auf die rechte Bahn!\u00ab(Ps. 143, 8. 9.) La\u00df mich auch in dieser Nacht deine G\u00fcte erfahren, bewache, erquicke und segne sowohl mich, als alle die Meinigen, und la\u00df die Ruhe der Nacht aufs neue mir Kraft schenken, um gegen alles zu k\u00e4mpfen, was im Streite ist mit der hohen Bestimmung meines Daseins, mit dem Werk, das ich zu vollf\u00fchren habe.\u00bbHerr! dein will ich gedenken, wenn ich auf meinem Lager liege, \u00fcber dich sinne ich in den Nachtwachen, meine Seele h\u00e4ngt an dir, deine Rechte unterst\u00fctzt mich.\u00ab Amen!<\/p>\n<h2>Am Mittwoch<\/h2>\n<h3>Morgengebet<\/h3>\n<p>\u00bbWenn ich auf meinem Lager bin, so denke ich an dich, o Gott, und wenn ich erwache, spreche ich von dir, denn du bist mir eine Hilfe, und im Schatten deiner Fl\u00fcgel f\u00fchle ich mich so sicher\u00ab(Ps. 63, 7. 8.), fr\u00fch suche ich darum dich, und meine Seele d\u00fcrstet nach dir, mein Gott. Ach, m\u00f6chte doch meine Seele dir anh\u00e4ngen, und m\u00f6chte deine Rechte mich unterst\u00fctzen den ganzen Tag und mich leiten und aufrecht halten, wo ich auch wandre, und mit wem ich auch verkehre. Ich m\u00f6chte so gern mit Milde und Sanftmut unter meinen Br\u00fcdern wandern, aber feindlich Gesinnte, Ha\u00dferf\u00fcllte, Lieblose, denen ich begegne, k\u00f6nnten so leicht meinen Zorn aufflammen lassen; ich m\u00f6chte so gerne einen innigen, festen Glauben an den Tag legen, aber Leichtsinnige und Gleichg\u00fcltige k\u00f6nnten meinen Eifer k\u00fchlen, und Scheinheilige all meinem frommen Streben in den Weg treten; es wird so schwer, die heilige Flamme auf dem Altar des Herzens vom Morgen bis zum Abend rein und jedes fremde Feuer fern zu halten; es wird so schwer, einen schuldfreien und heitern Sinn zu bewahren; die Freuden, die deine G\u00fcte uns bereitet, so zu genie\u00dfen, da\u00df keine s\u00fcndhafte Neigung oder Lust in die Seele dringe, und da\u00df diejenigen, welche auf uns sehen, nicht in ihrem Urteile \u00fcber uns irre geleitet werden; es ist so schwer, Freundlichkeit und Ernst, Nachsicht und Duldung mit unersch\u00fctterlicher Festigkeit im Glauben zu vereinen. Wie leicht artet nicht ein freundlicher, nachgiebiger Sinn zu einer eitlen Lust aus, den Menschen zu gefallen! Wenn ich den Beifall der Welt ernte, so macht es mich so hochm\u00fctig und stolz, und weniger vermag ich ihre K\u00e4lte, ihren Spott oder ihre Geringsch\u00e4tzung zu ertragen, sie erbittert meinen Geist und l\u00e4hmt meine Kraft, und doch soll ich im Kampfe nicht schwanken und nicht verzagen. Sieh! darum bitte ich: Herr, lehre mich deine Wege erkennen und leite mich auf die rechten Pfade, nicht nur meiner selbst wegen, sondern auch derentwegen, die auf mich schauen, und mit denen ich heute verkehre, ja meiner Freunde und Verwandten und meiner Hausgenossen wegen. M\u00f6chte ich in der Freude sowohl als im Schmerze, den du in deiner Weisheit mir zusendest, mich als echter Israelit bew\u00e4hren, der dein g\u00f6ttliches Gebot in seinem Herzen tr\u00e4gt, da\u00df all mein Wirken auf Erden ein himmlisches Gepr\u00e4ge an sich trage und Zeugnis gebe von meinem Streben, an deinem Reiche zu bauen. La\u00df einen freundlichen himmlischen Strahl sowohl meine Lust als meine Arbeit beleuchten, la\u00df den Tau des Himmels auch bei der M\u00fche und Hitze des Tages mich erquicken, in dem Kampfe des Lebens mich st\u00e4rken und zu jeglicher Zeit mein Herz erfreuen! O, so verla\u00df mich nicht, mein Gott, sondern segne mich und die Meinen heute, la\u00df mich nicht verzagen, wenn du mich v\u00e4terlich z\u00fcchtigest; sondern lege in meine Seele das rechte kindliche Vertrauen zu dir, und gib, da\u00df mein Wandel der Lobgesang wird, womit ich unabl\u00e4ssig dich preise.<\/p>\n<h3>Betrachtung \u00fcber 1. Buch Moses 1, 14-19.<\/h3>\n<p class=\"hetext\">\n\u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9 \u05de\u05b0\u05d0\u05b9\u05e8\u05b9\u05ea \u05d1\u05bc\u05b4\u05e8\u05b0\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d4\u05b7\u05e9\u05c1\u05bc\u05b8\u05de\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05dc\u05b0\u05d4\u05b7\u05d1\u05b0\u05d3\u05bc\u05b4\u05d9\u05dc \u05d1\u05bc\u05b5\u05d9\u05df \u05d4\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d5\u05dd \u05d5\u05bc\u05d1\u05b5\u05d9\u05df \u05d4\u05b7\u05dc\u05bc\u05b8\u05d9\u05b0\u05dc\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b0\u05d4\u05b8\u05d9\u05d5\u05bc \u05dc\u05b0\u05d0\u05b9\u05ea\u05b9\u05ea \u05d5\u05bc\u05dc\u05b0\u05de\u05b9\u05d5\u05e2\u05b2\u05d3\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05bc\u05dc\u05b0\u05d9\u05b8\u05de\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b0\u05e9\u05c1\u05b8\u05e0\u05b4\u05bd\u05d9\u05dd\u05c3<br \/> \u05d5\u05b0\u05d4\u05b8\u05d9\u05d5\u05bc \u05dc\u05b4\u05de\u05b0\u05d0\u05b9\u05d5\u05e8\u05b9\u05ea \u05d1\u05bc\u05b4\u05e8\u05b0\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d4\u05b7\u05e9\u05c1\u05bc\u05b8\u05de\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05dc\u05b0\u05d4\u05b8\u05d0\u05b4\u05d9\u05e8 \u05e2\u05b7\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d5\u05bd\u05b7\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9 \u05db\u05b5\u05bd\u05df\u05c3<br \/>  \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e2\u05b7\u05e9\u05c2 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05e9\u05c1\u05b0\u05e0\u05b5\u05d9 \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b0\u05d0\u05b9\u05e8\u05b9\u05ea \u05d4\u05b7\u05d2\u05bc\u05b0\u05d3\u05b9\u05dc\u05b4\u05d9\u05dd \u05d0\u05b6\u05ea \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b8\u05d0\u05b9\u05d5\u05e8 \u05d4\u05b7\u05d2\u05bc\u05b8\u05d3\u05b9\u05dc \u05dc\u05b0\u05de\u05b6\u05de\u05b0\u05e9\u05c1\u05b6\u05dc\u05b6\u05ea \u05d4\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d5\u05dd \u05d5\u05b0\u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b8\u05d0\u05b9\u05d5\u05e8 \u05d4\u05b7\u05e7\u05bc\u05b8\u05d8\u05b9\u05df \u05dc\u05b0\u05de\u05b6\u05de\u05b0\u05e9\u05c1\u05b6\u05dc\u05b6\u05ea \u05d4\u05b7\u05dc\u05bc\u05b7\u05d9\u05b0\u05dc\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b0\u05d0\u05b5\u05ea \u05d4\u05b7\u05db\u05bc\u05b9\u05d5\u05db\u05b8\u05d1\u05b4\u05bd\u05d9\u05dd\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b4\u05ea\u05bc\u05b5\u05df \u05d0\u05b9\u05ea\u05b8\u05dd \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d1\u05bc\u05b4\u05e8\u05b0\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d4\u05b7\u05e9\u05c1\u05bc\u05b8\u05de\u05b8\u05d9\u05b4\u05dd \u05dc\u05b0\u05d4\u05b8\u05d0\u05b4\u05d9\u05e8 \u05e2\u05b7\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05bd\u05e8\u05b6\u05e5\u05c3<br \/> \u05d5\u05b0\u05dc\u05b4\u05de\u05b0\u05e9\u05c1\u05b9\u05dc \u05d1\u05bc\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d5\u05dd \u05d5\u05bc\u05d1\u05b7\u05dc\u05bc\u05b7\u05d9\u05b0\u05dc\u05b8\u05d4 \u05d5\u05bc\u05bd\u05dc\u05b2\u05d4\u05b7\u05d1\u05b0\u05d3\u05bc\u05b4\u05d9\u05dc \u05d1\u05bc\u05b5\u05d9\u05df \u05d4\u05b8\u05d0\u05b9\u05d5\u05e8 \u05d5\u05bc\u05d1\u05b5\u05d9\u05df \u05d4\u05b7\u05d7\u05b9\u05e9\u05c1\u05b6\u05da\u05b0 \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e8\u05b0\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05db\u05bc\u05b4\u05d9\u05be\u05d8\u05b9\u05bd\u05d5\u05d1\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05e2\u05b6\u05e8\u05b6\u05d1 \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05d1\u05b9\u05e7\u05b6\u05e8 \u05d9\u05b9\u05d5\u05dd \u05e8\u05b0\u05d1\u05b4\u05d9\u05e2\u05b4\u05bd\u05d9\u05c3<\/p>\n<p>Herr, allweiser, allg\u00fctiger Sch\u00f6pfer! Ich danke dir, da\u00df du mich diesen vierten Tag der Woche hast erleben lassen, den Tag, der aus der Sch\u00f6pfungszeit Zeugnis gibt von deiner unendlichen Weisheit und Macht, mit welcher du die Gestirne auf ihren Bahnen leitest, die Sonne, den Mond und die zahllosen leuchtenden Welten, da\u00df sie mit himmlischem Glanze f\u00fcr uns leuchten, die Erde erw\u00e4rmen und befruchten und in den dunklen N\u00e4chten Wege auf dem \u00f6den Meere zeigen, ja da\u00df sie uns dienen, um unsere Wanderungstage zu z\u00e4hlen und unsere festlichen Zeiten zu bestimmen. Sieh, du hast ihnen Ziel und Grenze gesetzt, da\u00df sie nicht von ihren Bahnen weichen, sondern jeder Himmelsk\u00f6rper seinem vorgeschriebenen Gesetz folgt und nicht hinein schreitet in den Kreis eines andern; wenn er verschwunden zu sein scheint, so leuchtet er in einer anderen Welt oder beginnt aufs neue seinen Lauf, um deine Herrlichkeit an dem unerme\u00dflichen Himmelsgew\u00f6lbe zu verk\u00fcnden. O, mein Gott!\u00bbwenn ich anschaue den Himmel, deiner H\u00e4nde Werk, den Mond und die Sterne, die du geschaffen, \u2014was ist ein Sterblicher, da\u00df du sein gedenkst und der Menschensohn, da\u00df du auf ihn achtest?\u00ab(Ps. 8, 4. 5.) Und doch bin ja auch ich von dir bestimmt, ein Glied in der Kette des All zu sein, und auch meiner Bahn hast du Gesetz angeordnet, dem ich folgen soll, und das ich nicht \u00fcberschreiten darf. Ach, wie oft habe ich gerade den Weg verlassen, der mir vorgezeichnet ward, wie oft unternahm ich nicht gerade das, wozu ich nicht berufen war, und durchkreuzte da die Bahn eines andern und richtete da Verwirrung an, wo ich \u00fcber Gottes Ordnung und Gesetz wachen sollte! O! ich will darum zum Himmel empor schauen und zu seinem strahlenden Heere, da\u00df ich von ihnen lerne, f\u00fcr meine Br\u00fcder zu leuchten, und sie mit der vollen Liebe meines Herzens zu erw\u00e4rmen; da\u00df ich vom Monde lerne, Erquickung, Trost und Friede in tr\u00fcbe und angstvolle Seelen zu bringen, von der Sonne, die f\u00fcr alle, auch f\u00fcr die Ungerechten aufgeht, lerne auch S\u00fcndern Mitleid zu zeigen und sie auf den rechten Weg zur\u00fcckzubringen! Aber, o mein Gott! was vermag ich ohne deinen Beistand? Darum bitte ich dich: st\u00e4rke mich in meinem Vorsatz, hilf mir, m\u00e4nnlich gegen alle Versuchungen zu k\u00e4mpfen, stehe mir bei, da\u00df ich unerm\u00fcdlich in der Erf\u00fcllung meines Berufes sei! Dein Geist und Wort zerstreue, der Sonne gleich, jede Wolke, die meine Umgebung verdunkeln will! Ja, all mein Tun und Wirken sei so, da\u00df ich hoffen darf, einst, wenn ich meinen Lauf hienieden vollendet, einzugehen in das wahre himmlische Licht bei dir in der Ewigkeit.<\/p>\n<h3>Abendgebet<\/h3>\n<p>Allbarmherziger Vater! Auch diesen Tag habe ich unter deinem Schutz und Segen gl\u00fccklich zu Ende gebracht und deiner Obhut meine Seele und meinen Leib anempfohlen; ja, in meinem Nachtgebet habe ich, wie es dem Israeliten geziemt, bevor ich mich zur Ruhe begab, mich zu dir zu erheben gesucht. Aber ach, je mehr ich mich selbst durchforschte, desto mehr werde ich innerlich betr\u00fcbt, indem ich mich des Gedankens nicht erwehren kann, meine Aufgabe nicht erf\u00fcllt zu haben; denn ich habe das heilige Bekenntnis des Israeliten abgelegt:\u00bbda\u00df du der einzige, ewige Gott bist\u00ab; aber habe ich auch heute dies in der Tat und in der Wahrheit bewiesen, da\u00df es das Bed\u00fcrfnis meines Herzens war, dir f\u00fcr alles zu danken, was mich erquickt, und deinen Namen zu preisen, und dich als den Einzigen, Alliebenden anzubeten, bei allem, was mir widerfahren? Und ich habe die Grundlage f\u00fcr die heiligsten Verpflichtungen meines Lebens ausgesprochen,\u00bbda\u00df ich dich lieben soll mit ganzer Seele, mit ganzem Herzen, mit all meinem Verm\u00f6gen\u00ab, aber wie oft hat nicht die Liebe zur Welt mich dich vergessen lassen, und wie wenig war ich bereit, aus Liebe zu dir alles zu opfern? Ja, in unersch\u00fctterlicher Liebe zu dir soll ich meinen N\u00e4chsten lieben; aber wie schwach gl\u00fchte doch eine solche Liebesflamme in meinem Innern! Selbst wenn ich mich liebevoll gegen meine Mitmenschen zeigte, war es doch zuweilen eine Scheinliebe und nicht die heilige Flamme, die unaufh\u00f6rlich auf dem Altar des Herzens brennen soll. Durch mein Wort und mein Beispiel soll ich den Meinigen (meinen Kindern, meinem Hausgesinde, meinen Freunden und meinen Angeh\u00f6rigen) dein Wort einsch\u00e4rfen, aber bald wurde ich durch Eitelkeit und Hochmut irre geleitet, bald verschlo\u00df Geiz, Zorn oder Neid das Herz und die Hand; denn das Feuer der Leidenschaft brennt in meiner Brust und bet\u00f6rt meinen Geist. Und wenn ich sehe, wie wenig noch die Welt dich, den Einzigen, kennt und anbetet, und wie wenig Liebe zu dir in der Menschen Brust lebt, wie wenig sie sich in gegenseitiger Liebe \u00e4u\u00dfert, ach, da mu\u00df ich fast verzagen; ich gedenke meiner S\u00fcnden und der Schlaf weicht von meinem Lager. Woher, o Gott, soll ich Kraft nehmen, um im Kampfe zu bestehen? Und doch\u2014mein Nachtgebet hat mich ja belehrt, da\u00df ein zerknirschtes Herz dir wohlgef\u00e4llig ist, hat mich auch belehrt, auf wen ich meine Hoffnung setzen soll: Herr, auf dich allein! \u00bbDu stehst zu meiner Rechten: Wer wie du!( \u05de\u05d9\u05db\u05d0\u05dc Michael) so barmherzig, du bist meine St\u00e4rke( \u05d2\u05d1\u05e8\u05d9\u05d0\u05dc  Gavriel) du bist mein Licht(\u05d0\u05d5\u05e8\u05d9\u05d0\u05dc  Uriel) und du bist mein Arzt( \u05e8\u05e4\u05d0\u05dc Rephael) sowohl f\u00fcr Leib als Geist; deine Herrlichkeit umschwebt mich. Zuversichtlich spreche ich darum:\u00bbauf deine Hilfe hoffe ich, ja, ich warte in Geduld auf deine Hilfe und beuge mich in Demut vor dir, o Herr( \u05dc\u05d9\u05e9\u05d5\u05e2\u05ea\u05da) ljschu&#8217;atcha (Auf deine Hilfe u. s. w.), der du \u00fcber mich wachen und mich wecken wirst <\/p>\n<p>Amen!<\/p>\n<h2>Am Donnerstag<\/h2>\n<h3>Morgengebet<\/h3>\n<p>Herr, mein Gott und Vater! \u00bbDu erneuerst jeden Morgen deine G\u00fcte gegen mich, und deine Barmherzigkeit ist unendlich.\u00ab Darum erhebe ich in der fr\u00fchen Morgenstunde dankend meine Stimme zu dir, indem ich f\u00fchle und erkenne, da\u00df deine wachende Vorsehung in den Stunden der Finsternis meinen Geist bewacht und mich aus dem Schlummer der Nacht zu neuem Leben geweckt hat. O! m\u00f6chte doch auch mein besseres Wesen mit jedem Morgen sich erneuern, und m\u00f6chte ich bei meinem Tagewerk nie verzagen, sondern es vollenden, ohne zu ermatten; m\u00f6chte ich doch jeden Tag mit neuer Lust auf dein g\u00f6ttliches Wort lauschen und aus deiner heiligen Lehre Seligkeit sch\u00f6pfen; m\u00f6chten doch alle guten Kr\u00e4fte, die du in mich gelegt, jeden Morgen sich erneuern, so da\u00df ich nie m\u00fcde werde, meinem Bruder zu helfen, ihn zu erquicken, zu tr\u00f6sten und zu unterst\u00fctzen, nie m\u00fcde werde, Sanftmut und Geduld gegen meine Freunde zu zeigen, und nie aufh\u00f6re, Gutes denen zu erweisen, die mich hassen, und diejenigen zu segnen, die mir fluchen; m\u00f6chte doch ein liebevoller Geist jeden Tag in mir erneuert werden, da\u00df ich dem\u00fctig und liebevoll gegen die Armen, mild und nachsichtig gegen meine Diener mich zeige; ja, la\u00df mich auch heute aufs neue Kraft gewinnen, um gegen die S\u00fcnde, meinen \u00e4rgsten Feind, zu k\u00e4mpfen! M\u00f6ge sich stets auch mein kindliches Vertrauen erneuern, mit dem ich meinen Weg deiner v\u00e4terlichen F\u00fcrsorge empfehle! O, erh\u00f6re mich denn, Allg\u00fctiger! wenn ich dich bitte, mir die Ausf\u00fchrung dieses meines heiligen Vorsatzes zu erleichtern. La\u00df keine dr\u00fcckende Sorge mir die Freudigkeit in meinem t\u00e4glichen Berufe rauben; st\u00e4rke meinen K\u00f6rper, da\u00df meine Seele sich frei zu dir erheben kann;\u00bbentbiete mir deine Engel, mich zu beh\u00fcten auf meinen Wegen, da\u00df mein Fu\u00df nicht strauchle;\u00ab la\u00df in jeder zeitlichen Freude sich f\u00fcr meine Seele die ewige, selige Wonne abspiegeln und la\u00df mich froh sein mit den Frohen! Segne, o Gott, Volk und Land, segne alle, die mir lieb und teuer sind! Leite mich nach deinem Rat, und nimm mich einst auf zur ewigen Seligkeit.<\/p>\n<h3>Betrachtung \u00fcber 1. Buch Moses 1, 20-23.<\/h3>\n<p class=\"hetext\">\n \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d9\u05b4\u05e9\u05c1\u05b0\u05e8\u05b0\u05e6\u05d5\u05bc \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05e9\u05c1\u05b6\u05e8\u05b6\u05e5 \u05e0\u05b6\u05e4\u05b6\u05e9\u05c1 \u05d7\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b0\u05e2\u05b9\u05d5\u05e3 \u05d9\u05b0\u05e2\u05b9\u05d5\u05e4\u05b5\u05e3 \u05e2\u05b7\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05e2\u05b7\u05dc\u05be\u05e4\u05bc\u05b0\u05e0\u05b5\u05d9 \u05e8\u05b0\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7 \u05d4\u05b7\u05e9\u05c1\u05bc\u05b8\u05de\u05b8\u05bd\u05d9\u05b4\u05dd\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b4\u05d1\u05b0\u05e8\u05b8\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05d4\u05b7\u05ea\u05bc\u05b7\u05e0\u05bc\u05b4\u05d9\u05e0\u05b4\u05dd \u05d4\u05b7\u05d2\u05bc\u05b0\u05d3\u05b9\u05dc\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b0\u05d0\u05b5\u05ea \u05db\u05bc\u05b8\u05dc\u05be\u05e0\u05b6\u05e4\u05b6\u05e9\u05c1 \u05d4\u05bd\u05b7\u05d7\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05d4 \u05c0 \u05d4\u05b8\u05bd\u05e8\u05b9\u05de\u05b6\u05e9\u05c2\u05b6\u05ea \u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8 \u05e9\u05c1\u05b8\u05e8\u05b0\u05e6\u05d5\u05bc \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05bd\u05d9\u05e0\u05b5\u05d4\u05b6\u05dd \u05d5\u05b0\u05d0\u05b5\u05ea \u05db\u05bc\u05b8\u05dc\u05be\u05e2\u05b9\u05d5\u05e3 \u05db\u05bc\u05b8\u05e0\u05b8\u05e3 \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05e0\u05b5\u05d4\u05d5\u05bc \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e8\u05b0\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05db\u05bc\u05b4\u05d9\u05be\u05d8\u05b9\u05bd\u05d5\u05d1\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05b0\u05d1\u05b8\u05e8\u05b6\u05da\u05b0 \u05d0\u05b9\u05ea\u05b8\u05dd \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05dc\u05b5\u05d0\u05de\u05b9\u05e8 \u05e4\u05bc\u05b0\u05e8\u05d5\u05bc \u05d5\u05bc\u05e8\u05b0\u05d1\u05d5\u05bc \u05d5\u05bc\u05de\u05b4\u05dc\u05b0\u05d0\u05d5\u05bc \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05d1\u05bc\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05de\u05bc\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b0\u05d4\u05b8\u05e2\u05b9\u05d5\u05e3 \u05d9\u05b4\u05e8\u05b6\u05d1 \u05d1\u05bc\u05b8\u05d0\u05b8\u05bd\u05e8\u05b6\u05e5\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05e2\u05b6\u05e8\u05b6\u05d1 \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05d1\u05b9\u05e7\u05b6\u05e8 \u05d9\u05b9\u05d5\u05dd \u05d7\u05b2\u05de\u05b4\u05d9\u05e9\u05c1\u05b4\u05bd\u05d9\u05c3 <\/p>\n<p>Mein Gott und Vater! Nimm mit Wohlgefallen meinen kindlichen Dank daf\u00fcr entgegen, da\u00df ich diese Nacht sicher unter deinem Schutz geruht habe und mich wieder umgeben sehe von deinen Wohltaten, von den unz\u00e4hligen Gesch\u00f6pfen, die du ins Leben gerufen, deren Anblick Ruhe in die ge\u00e4ngstigte Seele mir senkt und mein Herz mit Bewunderung erf\u00fcllt. Heute ist ja der Tag, an dem in der Sch\u00f6pfungszeit das Weltmeer mit einem unz\u00e4hligen Gewimmel kleiner und gro\u00dfer Tiere sich f\u00fcllte und die Luft mit dem zahllosen Gefl\u00fcgel, das unter der W\u00f6lbung des Himmels fliegt.\u00bbAlle erwarten ihre Nahrung von dir, und du s\u00e4ttigst sie mit allem Guten(Ps. 145, 15.).\u00ab O, wie kann ich da noch f\u00fcrchten, da\u00df du mich vergebens um deine guten Gaben vom Himmel beten lassen solltest, wenn ich nur treu arbeite, um sie zu gewinnen! Sieh&#8216;, wie zahllos und wie mannigfaltig sind nicht die lebendigen Gesch\u00f6pfe des Himmels und des Meeres, und doch bilden sie alle einen gro\u00dfen Einklang, um deine Herrlichkeit zu verk\u00fcnden; ist nicht das geringste bunte W\u00fcrmchen eben so wundervoll wie das starke Tier im Walde, und preisen nicht die Millionen Gesch\u00f6pfe im Wassertropfen eben so sehr deine Allmacht und Wahrheit wie der Wallfisch im Meere? O, sollte ich da verstummen und nicht best\u00e4ndig meinen Lobgesang darbringen, sollte ich nicht durch mein Leben, durch mein Tun deine Herrlichkeit verk\u00fcnden? Ach Herr! segne du mich, da\u00df meine Gedanken gel\u00e4utert werden, und meine Taten dir gefallen. Sieh, der Fisch schwimmt so lebensfroh im Meere, aber, wenn im n\u00e4chsten Augenblick ein Fischer ihn heraufzieht, da erlischt das Leben, so wei\u00df auch ich, da\u00df der Fischer stets sein Netz und seine Angel nach den Menschenkindern auswirft, um sie von dir, der Quelle alles Lebens, fort und hin in den Tod zu f\u00fchren; ach m\u00f6chte ich doch der Lockspeise der Welt Widerstand entgegenzusetzen stark genug sein und mich von den lebenden Wassern n\u00e4hren, die aus deiner himmlischen Lehre str\u00f6men! La\u00df mich deiner Liebe eingedenk sein, die meine V\u00e4ter auf \u00bbAdlerfittigen\u00ab, getragen, und wenn die Sorge meinen Sinn umw\u00f6lkt, wenn Leiden mich treffen und Feindschaft mich verfolgt, oder wenn Verf\u00fchrungen mich umringen, o, la\u00df mich da auf die V\u00f6gel des Himmels sehen, die ihre Zeit kennen, und la\u00df mich von ihnen lernen, da\u00df der Tag kommen wird, wo ich dorthin zur\u00fcckwandern werde, wo eine w\u00e4rmere Sonne scheint, und Freude, Wonne und Herrlichkeit weilt bei dir in aller Ewigkeit.<\/p>\n<h3>Abendgebet.<\/h3>\n<p>Durch deinen Beistand, allg\u00fctiger Gott, habe ich wiederum meinen Tag zu Ende gebracht, und wie deine G\u00fcte mich heute vor jedem Ungl\u00fcck bewahrt hat, so wirst du mir auch Erquickung in meiner n\u00e4chtlichen Ruhe verleihen. Im Schlaf will ich alle M\u00fche und Beschwerden, jeden Kummer und jeden Schmerz vergessen. So wird deine ewige Liebe nicht m\u00fcde, mir Gutes zu erweisen, und doch erkenne ich dies so wenig. Ja, mu\u00df ich nicht in dieser Stunde deiner G\u00fcte danken, da\u00df, w\u00e4hrend du die Stille der Nacht um mich her verbreitest und meinem m\u00fcden K\u00f6rper Ruhe schenkst, du auch alles Toben der Leidenschaft und der Angst und Sorge in meiner Brust verstummen l\u00e4\u00dft und meiner Seele Ruhe gibst? O \u00bbso wehet dein sch\u00fctzendes Panier in Liebe \u00fcber meinem Haupte(Hohelied 2, 4.)\u00ab, und nur im Vertrauen auf diese Liebe wage ich es, dich zu bitten, mir Ruhe und Erholung in dieser Nacht zu schenken. Denn sollte ich Rechenschaft \u00fcber das Werk des verschwundenen Tages ablegen, o, dann m\u00fc\u00dfte ich ausrufen: \u00bbHerr! gehe nicht ins Gericht mit mir!\u00ab\u2014Ach, die Stille auf Erden sagt mir:\u00bbDu wachest in deiner Wohnung!\u00ab Je weniger das Irdische meinen Geist zerstreut und meine Gedanken verwirret, desto tiefer f\u00fchle ich meinen Abstand von dir, doch ich wei\u00df, du gedenkst, da\u00df ich Staub bin und erbarmst dich \u00fcber mich wie ein liebender Vater, ich wei\u00df, da\u00df du gern den Seufzer deines reuigen Kindes h\u00f6rst und das erf\u00fcllst, was es begehret. O, so verla\u00df mich nicht, du Israels H\u00fcter, in dieser Nacht. Breite aus das Banner deiner Liebe \u00fcber mich (meine Gattin, meine Kinder, meine Eltern u. s. w.); bewahre unsere Stadt vor allen Schrecken, und erquicke mich mit einem ruhigen Schlafe, da\u00df ich morgen mit erfrischter Kraft erwache zu deiner Ehre. Nimm auch deinen Geist nicht von mir, und lass mich noch lange Zeugnis ablegen, dass deine Gnade, o Herr, von Ewigkeit zu Ewigkeit w\u00e4hrt denen, die dich f\u00fcrchten, und deine Huld ihren Kindeskindern\u00ab.<\/p>\n<h2>Am Freitag<\/h2>\n<h3>Morgengebet<\/h3>\n<p>\u00bbPreise meine Seele den Herrn und vergi\u00df nicht alle seine Wohltaten!\u00ab so will ich heute, am letzten Arbeitstage der Woche, den Dank meines Herzens vor dir, Alliebender, aussprechen. Denn du hast mich diese Morgenstunde schauen lassen, und die ganze Woche hindurch habe ichs erfahren, da\u00df\u00bbdu mir am Tage deine G\u00fcte entbietest und deine Liebe \u00fcber mich des Nachts wacht\u00ab; ja! ein Tag bezeugt es dem andern, und die Nacht verk\u00fcndet es der Nacht.\u2014Jede Tat, die mir gelungen, jedes Wort, das mich erfreut, jede Kraft zur Arbeit, die ich in mir gef\u00fchlt, und jeder Lohn, den ich empfangen, war ein unverdienter Segen aus deiner Hand, und selbst dann, wenn meine Seele in Sorge, Mi\u00dfmut und in Bek\u00fcmmernis eingeh\u00fcllt war, wenn ich seufzte \u00fcber andere und \u00fcber mich selbst klagte, \u00fcber Mangel an Kraft in der Stunde der Sorge, die du \u00fcber mich verh\u00e4ngt, oder die ich mit meinem trauernden Bruder trug, selbst dann warst du, o Gott! mir ja nahe mit deinem Trost, und ich f\u00fchlte deinen Geist, wie er bei mir weilte, und die Nacht mit all ihrer Dunkelheit schien dem hellen Tage gleich f\u00fcr meine Seele, die von deiner unendlichen Liebe ber\u00fchrt wurde. O Ewiger! wie soll ich dir f\u00fcr alles dieses danken, nun da die Woche bald zu Ende ist? Mu\u00df nicht das Bewu\u00dftsein, da\u00df ich nicht in deinen Augen gewesen, was ich sein sollte, schwer auf meinem Herzen lasten? Ja, so schnell schwand die Woche hin,\u00bbeine kurze Spanne Zeit sind meine Tage vor dir, und mein Leben ist wie nichts\u00ab, so schnell schwand die Woche hin, da\u00df ich meine Verg\u00e4nglichkeit f\u00fchlen und die Pilgerzeit auf Erden, die du mir zugemessen, benutzen mu\u00df. Ja, Herr, ich setze meine Hoffnung auf dich; befreie mich von all meinen S\u00fcnden, leite du mich, da\u00df ich am letzten Arbeitstage der Woche zu deinem Wohlgefallen lebe, da\u00df ich heute dem\u00fctig ergeben und dankbar gegen dich sei, liebevoll und vers\u00f6hnlich gegen meinen N\u00e4chsten mich zeige und mich als treuer und flei\u00dfiger Arbeiter in deinem Dienst bew\u00e4hre, wie es dem ziemet, der nach deinem Namen genannt ist. (5. B. M. 28, 10.) Ja, m\u00f6chte ich mit Recht noch Jude genannt werden, da\u00df das Zepter nicht aus meiner Hand weiche, ich vielmehr Herrschaft \u00fcber alle b\u00f6sen M\u00e4chte gewinne, die um mich her ihr Lager aufschlagen, so da\u00df die Gleichg\u00fcltigkeit der Welt mich nicht schlaff und l\u00e4ssig in deinem Dienst mache, und ihr Widerstand oder ihr Spott mich nicht in meinem Glauben ersch\u00fcttern; o, la\u00df mich die Woche damit schlie\u00dfen, da\u00df ich den Kampf gegen den Verf\u00fchrer in meiner eigenen Brust bestehe, da\u00df der Name Israelit, K\u00e4mpfer f\u00fcr das G\u00f6ttliche, mir mit Recht gegeben sei, und mir seliger Lohn werde, wenn ich vom Kampfplatz der Erde zu ewiger Schabbatruhe im Himmel abgerufen werde.<\/p>\n<h3>Betrachtung \u00fcber 1. Buch Moses 1, 24-31<\/h3>\n<p class=\"hetext\">\n  \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05ea\u05bc\u05b9\u05d5\u05e6\u05b5\u05d0 \u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05e0\u05b6\u05e4\u05b6\u05e9\u05c1 \u05d7\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05d4 \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05e0\u05b8\u05d4\u05bc \u05d1\u05bc\u05b0\u05d4\u05b5\u05de\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b8\u05e8\u05b6\u05de\u05b6\u05e9\u05c2 \u05d5\u05b0\u05d7\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05ea\u05b9\u05d5\u05be\u05d0\u05b6\u05e8\u05b6\u05e5 \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05e0\u05b8\u05d4\u05bc \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05db\u05b5\u05bd\u05df\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e2\u05b7\u05e9\u05c2 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05d7\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05ea \u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05e0\u05b8\u05d4\u05bc \u05d5\u05b0\u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05d4\u05b7\u05d1\u05bc\u05b0\u05d4\u05b5\u05de\u05b8\u05d4 \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05e0\u05b8\u05d4\u05bc \u05d5\u05b0\u05d0\u05b5\u05ea \u05db\u05bc\u05b8\u05dc\u05be\u05e8\u05b6\u05de\u05b6\u05e9\u05c2 \u05d4\u05b8\u05bd\u05d0\u05b2\u05d3\u05b8\u05de\u05b8\u05d4 \u05dc\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05e0\u05b5\u05d4\u05d5\u05bc \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e8\u05b0\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05db\u05bc\u05b4\u05d9\u05be\u05d8\u05b9\u05bd\u05d5\u05d1\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05e0\u05b7\u05bd\u05e2\u05b2\u05e9\u05c2\u05b6\u05d4 \u05d0\u05b8\u05d3\u05b8\u05dd \u05d1\u05bc\u05b0\u05e6\u05b7\u05dc\u05b0\u05de\u05b5\u05e0\u05d5\u05bc \u05db\u05bc\u05b4\u05d3\u05b0\u05de\u05d5\u05bc\u05ea\u05b5\u05e0\u05d5\u05bc \u05d5\u05b0\u05d9\u05b4\u05e8\u05b0\u05d3\u05bc\u05d5\u05bc \u05d1\u05b4\u05d3\u05b0\u05d2\u05b7\u05ea \u05d4\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05dd \u05d5\u05bc\u05d1\u05b0\u05e2\u05b9\u05d5\u05e3 \u05d4\u05b7\u05e9\u05c1\u05bc\u05b8\u05de\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05d5\u05bc\u05d1\u05b7\u05d1\u05bc\u05b0\u05d4\u05b5\u05de\u05b8\u05d4 \u05d5\u05bc\u05d1\u05b0\u05db\u05b8\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d5\u05bc\u05d1\u05b0\u05db\u05b8\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05e8\u05b6\u05de\u05b6\u05e9\u05c2 \u05d4\u05bd\u05b8\u05e8\u05b9\u05de\u05b5\u05e9\u05c2 \u05e2\u05b7\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05bd\u05e8\u05b6\u05e5\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b4\u05d1\u05b0\u05e8\u05b8\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05c0 \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05d4\u05bd\u05b8\u05d0\u05b8\u05d3\u05b8\u05dd \u05d1\u05bc\u05b0\u05e6\u05b7\u05dc\u05b0\u05de\u05b9\u05d5 \u05d1\u05bc\u05b0\u05e6\u05b6\u05dc\u05b6\u05dd \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d1\u05bc\u05b8\u05e8\u05b8\u05d0 \u05d0\u05b9\u05ea\u05b9\u05d5 \u05d6\u05b8\u05db\u05b8\u05e8 \u05d5\u05bc\u05e0\u05b0\u05e7\u05b5\u05d1\u05b8\u05d4 \u05d1\u05bc\u05b8\u05e8\u05b8\u05d0 \u05d0\u05b9\u05ea\u05b8\u05bd\u05dd\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05b0\u05d1\u05b8\u05e8\u05b6\u05da\u05b0 \u05d0\u05b9\u05ea\u05b8\u05dd \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05dc\u05b8\u05d4\u05b6\u05dd \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05e4\u05bc\u05b0\u05e8\u05d5\u05bc \u05d5\u05bc\u05e8\u05b0\u05d1\u05d5\u05bc \u05d5\u05bc\u05de\u05b4\u05dc\u05b0\u05d0\u05d5\u05bc \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d5\u05b0\u05db\u05b4\u05d1\u05b0\u05e9\u05c1\u05bb\u05d4\u05b8 \u05d5\u05bc\u05e8\u05b0\u05d3\u05d5\u05bc \u05d1\u05bc\u05b4\u05d3\u05b0\u05d2\u05b7\u05ea \u05d4\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05dd \u05d5\u05bc\u05d1\u05b0\u05e2\u05b9\u05d5\u05e3 \u05d4\u05b7\u05e9\u05c1\u05bc\u05b8\u05de\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05d5\u05bc\u05d1\u05b0\u05db\u05b8\u05dc\u05be\u05d7\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05d4 \u05d4\u05bd\u05b8\u05e8\u05b9\u05de\u05b6\u05e9\u05c2\u05b6\u05ea \u05e2\u05b7\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05bd\u05e8\u05b6\u05e5\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b9\u05d0\u05de\u05b6\u05e8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d4\u05b4\u05e0\u05bc\u05b5\u05d4 \u05e0\u05b8\u05ea\u05b7\u05ea\u05bc\u05b4\u05d9 \u05dc\u05b8\u05db\u05b6\u05dd \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05db\u05bc\u05b8\u05dc\u05be\u05e2\u05b5\u05e9\u05c2\u05b6\u05d1 \u05c0 \u05d6\u05b9\u05e8\u05b5\u05e2\u05b7 \u05d6\u05b6\u05e8\u05b7\u05e2 \u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8 \u05e2\u05b7\u05dc\u05be\u05e4\u05bc\u05b0\u05e0\u05b5\u05d9 \u05db\u05b8\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d5\u05b0\u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05db\u05bc\u05b8\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05e2\u05b5\u05e5 \u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8\u05be\u05d1\u05bc\u05b9\u05d5 \u05e4\u05b0\u05e8\u05b4\u05d9\u05be\u05e2\u05b5\u05e5 \u05d6\u05b9\u05e8\u05b5\u05e2\u05b7 \u05d6\u05b8\u05e8\u05b7\u05e2 \u05dc\u05b8\u05db\u05b6\u05dd \u05d9\u05b4\u05bd\u05d4\u05b0\u05d9\u05b6\u05d4 \u05dc\u05b0\u05d0\u05b8\u05db\u05b0\u05dc\u05b8\u05bd\u05d4\u05c3<br \/> \u05d5\u05bc\u05bd\u05dc\u05b0\u05db\u05b8\u05dc\u05be\u05d7\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05ea \u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d5\u05bc\u05dc\u05b0\u05db\u05b8\u05dc\u05be\u05e2\u05b9\u05d5\u05e3 \u05d4\u05b7\u05e9\u05c1\u05bc\u05b8\u05de\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd \u05d5\u05bc\u05dc\u05b0\u05db\u05b9\u05dc \u05c0 \u05e8\u05b9\u05d5\u05de\u05b5\u05e9\u05c2 \u05e2\u05b7\u05dc\u05be\u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5 \u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8\u05be\u05d1\u05bc\u05b9\u05d5 \u05e0\u05b6\u05e4\u05b6\u05e9\u05c1 \u05d7\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05d4 \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05db\u05bc\u05b8\u05dc\u05be\u05d9\u05b6\u05e8\u05b6\u05e7 \u05e2\u05b5\u05e9\u05c2\u05b6\u05d1 \u05dc\u05b0\u05d0\u05b8\u05db\u05b0\u05dc\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b7\u05bd\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05db\u05b5\u05bd\u05df\u05c3<br \/> \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b7\u05e8\u05b0\u05d0 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b4\u05d9\u05dd \u05d0\u05b6\u05ea\u05be\u05db\u05bc\u05b8\u05dc\u05be\u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8 \u05e2\u05b8\u05e9\u05c2\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b0\u05d4\u05b4\u05e0\u05bc\u05b5\u05d4\u05be\u05d8\u05b9\u05d5\u05d1 \u05de\u05b0\u05d0\u05b9\u05d3 \u05d5\u05bd\u05b7\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05e2\u05b6\u05e8\u05b6\u05d1 \u05d5\u05bd\u05b7\u05d9\u05b0\u05d4\u05b4\u05d9\u05be\u05d1\u05b9\u05e7\u05b6\u05e8 \u05d9\u05b9\u05d5\u05dd \u05d4\u05b7\u05e9\u05c1\u05bc\u05b4\u05e9\u05c1\u05bc\u05b4\u05bd\u05d9\u05c3 <\/p>\n<p>Dir, ewiger Quell des Lebens, dir danke ich am letzten Arbeitstage dieser Woche, da\u00df du mich so wunderbar erschaffen, und da\u00df du mich bis zu dieser Stunde so treu und sicher bewahrt hast! Dieser Tag war es ja, an dem du in der Sch\u00f6pfungszeit alle lebenden Tiere auf der Erde geschaffen und zuletzt den Menschen, da\u00df er herrsche \u00fcber die Fische des Meeres und die V\u00f6gel des Himmels und alles, was da lebt und sich regt auf Erden. Ja, du hast den Menschen verherrlicht, indem du kund getan, da\u00df er nach deinem Bild und dir \u00e4hnlich geschaffen ist;\u00bbnur um ein Geringes hast du ihn den Engeln nachgesetzt, und mit Ehre und W\u00fcrde hast du ihn gekr\u00f6nt(Ps. 8, 6.).\u00ab Von dir erhielt ich die Kraft des Geistes, mich \u00fcber die Verg\u00e4nglichkeit zu erheben und die Macht, mir die Erde untert\u00e4nig zu machen, sie zu versch\u00f6nen und zu verherrlichen, aber auch Macht, um die irdischen Begierden und die wilden L\u00fcste des Fleisches in mir zu bezwingen. O, mein Gott, ich kann Herrscher sein \u00fcber den rauhen, widerstrebenden Erdboden, \u00fcber die wildesten Tiere, die in der W\u00fcste rasen, \u00fcber die z\u00fcgellosen, lieblosen Naturen in der Menschenwelt und \u00fcber die unb\u00e4ndigen Leidenschaften, die hier in meiner eigenen Brust sich regen! Ja, ich bin in deinem Bilde geschaffen, ich kann denken, glauben und beten und im Geiste mich zu dir emporschwingen; ich kann die Macht der Begierden brechen, mit Liebe jeden widerstrebenden Geist besiegen, mit Selbstverleugnung und Vers\u00f6hnlichkeit jede lieblose Gesinnung bezwingen, und mit Gedanken der Ewigkeit, die in meine Seele\u2014dein Ebenbild\u2014niedergelegt sind, kann ich Ruhe und Frieden in angstvollen Stunden und unter schweren Schicksalen gewinnen.\u2014Aber, o mein Gott! je h\u00f6her du mich erh\u00f6het hast, desto tiefer werde ich gedem\u00fctigt, und sehe besch\u00e4mt auf alles, was ich in der verflossenen Woche getan und gedacht habe. Nicht war ich in meinem Denken, Sprechen und Streben so wie es dem geziemt, der in deinem Bilde geschaffen; ich habe es ausgel\u00f6scht, so da\u00df es kaum noch kenntlich, da\u00df kaum noch in mir wahrzunehmen ist, da\u00df ich das Meisterwerk deiner Sch\u00f6pfung bin. O, m\u00f6ge dieser Gedanke neue Kraft meinem Geiste verleihen, und sei du selbst mit mir, da\u00df ich als Ebenbild des ewigen Vaters aller Geister nicht meinen Sinn auf eitles Streben richte, nicht an den leeren Freuden der Erde h\u00e4nge und nicht von zeitlichen Bek\u00fcmmernissen ge\u00e4ngstigt werde! M\u00f6chte ich mit echter Liebe die heiligen Bande, die mich mit meiner Familie (meinem Gatten, meiner Gattin, meinen Freunden usw.) vereinen, noch fester kn\u00fcpfen, da\u00df ich sanftm\u00fctig und geduldig unter meinen Mitmenschen wandere. La\u00df mich eingedenk sein, da\u00df das Leben, wie der heutige Tag, nur eine Vorbereitung zur Schabbatruhe, jener seligen Ruhezeit bei dir, ist, und da\u00df daher von mir unerm\u00fcdliche, best\u00e4ndige Arbeit und Wachsamkeit gefordert wird. Und wenn ich zweifeln sollte, weil ich nicht die Frucht des Flei\u00dfes und den Segen der frommen Tat schaue, o, dann la\u00df mich erkennen, da\u00df der Lohn erst nach vollendeter Arbeit genossen werden soll, wenn der Schabbat sich einstellt. O du, der du mich geschaffen hast zu deiner Verherrlichung, hilf du mir auch, da\u00df ich dir aufrichtig diene und mein Lebenswerk vollende, und da\u00df ich vorw\u00e4rts schreite von Kraft zu Kraft, bis ich einst gew\u00fcrdigt werde, zu schauen dein Antlitz in der Ewigkeit.<\/p>\n<h3>Abendgebet<\/h3>\n<p>Alliebender Vater! Schau wieder auf dein Kind, das seinen Dank stammeln will, da\u00df du es diesen heiligen Abend hast erleben und diesen herrlichen Tag hast sehen lassen, der das Ziel der sechs Sch\u00f6pfungstage war, da\u00df dein vollendetes Werk von uns geschaut, und deine Allmacht von dem Wesen angebetet werden sollte, das du in deinem Ebenbild geschaffen. Und so der Mensch im Laufe der Woche dieses dein Bild entheiligt hat, suche er an diesem Tage es wieder zu heiligen und Seelenfrieden und Ruhe nach der Anstrengung der Tage zu finden, und hebe seinen Blick vom Staube empor zu dir! O, mein Gott! Wie soll ich alle deine G\u00fcte preisen und von deiner Gnade sprechen, die \u00fcber mir gewaltet hat? Wer bin ich, und was ist mein Haus, da\u00df du mich der Schabbatfeier teilhaftig werden l\u00e4\u00dft, die du zur Heiligung des Menschen eingesetzt hast! O, m\u00f6chte ich doch mit dem rechten Geist erf\u00fcllt werden, den heiligen Tag nach deinem Willen zu feiern. Schenke mir und den Meinigen volle Erquickung diese Nacht, da\u00df wir sicher ruhen, und da\u00df unsre Seele gest\u00e4rkt werde, die himmlische Wonne zu genie\u00dfen, die aus dem beseligenden Quell des Schabbats str\u00f6mt, da\u00df unsre Seele Ruhe und Frieden finde in dir, o Gott und Erl\u00f6ser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebete f\u00fcr Israeliten \u2013 F\u00fcr jeden Tag der Woche<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[125],"tags":[],"class_list":["post-1393","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gebete-fuer-israeliten"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1393"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4297,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1393\/revisions\/4297"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}