{"id":1401,"date":"2015-04-08T11:48:11","date_gmt":"2015-04-08T09:48:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=1401"},"modified":"2015-04-08T11:48:11","modified_gmt":"2015-04-08T09:48:11","slug":"rosch-haschanah-und-jom-kippur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/rosch-haschanah-und-jom-kippur\/","title":{"rendered":"Rosch haSchanah und Jom Kippur"},"content":{"rendered":"<h3>Am Neujahrsfest &#8211; Rosch Haschana<\/h3>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><b>Am Vorabend des Festes<\/b><\/p>\n<p>Herr, unver\u00e4nderlicher, ewiglebender Gott! sieh gnadenvoll nieder auf dein Kind, das kaum sich aufrecht zu erhalten vermag unter den wechselnden Gef\u00fchlen, die es an diesem heiligen Abend \u00fcberw\u00e4ltigen, der das hingeschwundene Jahr von dem neuen trennt, welches sich aufzurollen beginnt. Denn erscheine ich mir doch fast selbst ein Wunder, wenn ich mir alles in Erinnerung zur\u00fcckrufe, was mir in dem dahingeschwundenen Jahre widerfahren und begegnet: Freuden und Sorgen, Erquickungen und Bek\u00fcmmernisse, Leiden und Momente des Gl\u00fccks. Ja, jede Stunde, jeder Augenblick gab das Zeugnis, da\u00df du mich auf den Armen deiner Liebe tr\u00e4gst, da\u00df deine Huld mich umschwebt. Und ach! wie wenig habe ich all dieser G\u00fcte entsprochen, wie oft verzagte ich, und wie oft strauchelte ich! Und sehe ich hin auf die vielen W\u00fcnsche und Erwartungen, die sich nun in meiner Brust regen, und die ich nun vor dir f\u00fcr die kommende Zeit aussprechen will, o Herr und Vater, wo soll ich da beginnen und wo enden? O du, der du den Gedanken kennst, ehe er noch ausgesprochen wird, du wei\u00dft ja, wessen ich bedarf, und was zu meinem Wohle und dem Wohle der Meinen dienen kann. Darum empfehle ich mich deinem gn\u00e4digen Schutze und bitte nur um dieses: la\u00df mich mit dem hingeschwundenen Jahre auch aller meiner S\u00fcnden ledig werden, und la\u00df f\u00fcr mich ein Jahr beginnen, welches in Wahrheit ein neues ist, ein Jahr, in welchem ich mehr und mehr deine Weisheit, Gerechtigkeit und Liebe erkenne, ein Jahr, das von Anfang bis zum Ende Zeugnis gebe von meinem eifrigen Streben, dir zu gefallen, und von meiner Hingebung an deine v\u00e4terliche Leitung. Und so will ich denn getrost das neue Jahr antreten, denn ich wei\u00df, da\u00df du, Allg\u00fctiger, mir nahe bist, und da\u00df du mein Gebet erh\u00f6rest.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><b>Neujahrstag &#8211; Rosch haSchanah<\/b><\/p>\n<p>\u00bbLobsinge dem Herrn meine Seele und vergi\u00df nicht, was er dir Gutes getan hat\u00ab, das ist mein erster Gedanke, mein erstes Gef\u00fchl an diesem Tage. Und dieses Sinnen taucht nicht in meinem Innern auf, ohne da\u00df meine ganze Seele sich zu der Bitte erhebt:\u00bbMein Gott, vergib mir meine S\u00fcnden!\u00ab Denn ich wei\u00df es gar wohl, da\u00df ich alle Zeit vor deinem Angesichte stehe, und da\u00df dein Auge mir folgt auf allen meinen Wegen. Aber heute, da ich so vieler Wohltaten mich erinnere, die du in einer langen Reihe von Tagen mir erwiesen hast, wie oft du meine Seele mit Freude erf\u00fclltest, mir Stunden schenktest, in denen ich mich so gl\u00fccklich f\u00fchlte, wie oft du mir halfst bei meiner Arbeit, mich erfreutest durch den Anblick meiner Lieben, durch die Umgebung liebevoller Herzen und froher, freundlicher Gesichter, mich st\u00e4rktest in schweren Augenblicken, mich Trost und Linderung finden lie\u00dfest unter Schmerz und Sorge, ja mir so oft helfend zur Seite standest, mich, wenn die Versuchung mir nahte, und ich nahe daran war zu wanken, aufrecht hieltest in meiner Schw\u00e4che \u2014 heute mu\u00df ich die Last aller meiner S\u00fcnden um vieles schwerer f\u00fchlen, und all meine Schuld tritt mir vor die Seele. Jeder Tag, jede Stunde des verflossenen Jahres klagt mich ob meiner Vers\u00e4umnisse an; wie oft habe ich nicht meine Pflicht vergessen, meinen Beruf als Mensch, als Israelit! Heute, da ich nicht nur so viele deiner Wohltaten gegen mich vergessen habe, sondern auch so manchen s\u00fcndigen Gedanken, so manche unrechte Tat, die ich mir habe zuschulden kommen lassen, heute f\u00fchle ich es mit Furcht und Beben, da\u00df ich von dir gerichtet werden soll, dir, dem Allwissenden, der all mein Tun und Lassen kennt, dem auch die verborgensten Gedanken meines Herzens offenbar sind und dessen Auge die Tat sieht, die keinen irdischen Zeugen hatte; o ja, heute erkenne ich vollkommen, wie ich all deiner G\u00fcte und Barmherzigkeit nicht wert gewesen bin. Und stehe ich nicht heute vor einer unbekannten Zukunft? Wie zahlreich sind meine W\u00fcnsche, wie mannigfaltig meine Hoffnungen, die ich an die kommenden Tage kn\u00fcpfe, und wie erbebe ich bei dem Gedanken, was sie vielleicht f\u00fcr mich oder f\u00fcr diejenigen in ihrem Scho\u00dfe bergen, die ich mehr noch liebe als mich selbst! O, wie konnte ich wohl der Zukunft vertrauensvoll entgegen sehen, wenn nicht deine Verzeihung mir w\u00fcrde auf meinem neuen Wege. O Allg\u00fctiger! Nimm mich und die Meinen in deine treue Hut, la\u00df deine Gnade mir leuchten in dem neuen Jahre, unterst\u00fctze mich darin, da\u00df ich das Gute \u00fcbe, hilf mir, jede s\u00fcndige Lust zu \u00fcberwinden. Halte fern von mir jede Versuchung, und wenn du mir K\u00e4mpfe auferlegst, so verleihe du mir auch die Kraft, siegreich aus ihnen hervorzugehen, und st\u00e4rke mich, Ha\u00df und Neid, Rachsucht und der Sinne Lust zu bezwingen durch eine innige Liebe zu dir. Erneuere du selbst in mir das feste Vertrauen auf deine H\u00fclfe, da\u00df ich fest stehen m\u00f6ge im Glauben, und lehre mich, an jedem Tage mit neuen Liedern dir zu lobsingen, und deinen heiligen Namen zu preisen.<br \/>\nAmen! <\/p>\n<p>\u00bbHerr Gott, tausend Jahre sind ja vor dir, wie der Tag, der gestern vergangen ist, aber unsere Tage fahren dahin wie Rauch und verschwinden wie Schatten<em>Ps. 90.<\/em>\u00ab, und ehe wir es merken, stehen wir vor den Pforten der Ewigkeit. So haben wir, ich und die Meinen, heute wiederum ein Jahr zur\u00fcckgelegt, wir stehen an der Schwelle eines neuen, und wir wissen nicht, wie viele unter uns am heutigen Tage vielleicht zum letzten Male die Neujahrssonne aufgehen sehen. O, mein Vater, ich habe so viele, die meinem Herzen wert und teuer sind, und denen ich so gerne noch eine Weile meine volle Liebe erweisen m\u00f6chte, o, erhalte du sie doch am Leben und schenke ihnen Freude und Segen! Erhalte am Leben (meine alten Eltern, meinen teuren Vater, meine geliebte Mutter, meinen guten treuen Gatten usw.) breite deine schirmende Hand aus \u00fcber (meinen Gro\u00dfvater, meine Gro\u00dfmutter, meinen Bruder, meine Schwester, Geschwister, Wohlt\u00e4ter, Freunde usw.) O, himmlischer Vater, von ganzem Herzen bete ich auch zu dir f\u00fcr die, welche ich mit m\u00fctterlicher Liebe umfasse: o, la\u00df meine S\u00f6hne und T\u00f6chter leben, und la\u00df dieses Jahr ihnen Gl\u00fcck und Frieden bringen, f\u00fchre du sie den richtigen Weg, da\u00df auch meine Seele sich dar\u00fcber freuen m\u00f6ge; verleihe du ihnen Kraft und Gesundheit; la\u00df sie erzogen werden und aufwachsen in deiner Furcht und Erkenntnis, dir zum Wohlgefallen und den Menschen.\u2014Allerbarmer! auch f\u00fcr mich wage ich zu beten, wie sehr ich auch erkenne, da\u00df ich s\u00fcndenbelastet bin. O, verleihe du mir St\u00e4rke! Solltest du in diesem Jahre meiner Seele gebieten, zu dir einzukehren, so la\u00df sie dahinziehen in Frieden, ist es aber dein Wille, mir noch ein Lebensjahr zu schenken, so la\u00df es zum Segen f\u00fcr mich werden. Ja, solltest du es mir verg\u00f6nnen, die Tage zu erleben,\u00bbda des Hauses W\u00e4chter erzittern, die St\u00fctzen sich beugen und der Blick umdunkelt wird<em>Koheleth 12, 3. ff.<\/em>!\u00ab \u00bbso verwirf mich nicht, mein Gott, in meinem hohen Alter und verla\u00df mich nicht, wenn mein Haar grau wird und meine Kr\u00e4fte abnehmen<em>Ps. 71. 9.<\/em>!\u00ab Und wenn die Freude an dieser Welt mir schwindet, so la\u00df du die Freude an dir und die Sehnsucht nach deinem Himmel um so st\u00e4rker in meinem Innern werden. Ach Herr! st\u00e4rke mich, da\u00df weder Gl\u00fcck noch Ungl\u00fcck, weder Freud noch Leid mich von dir entfernen m\u00f6ge, da\u00df alles dazu diene, mich meiner Vollendung n\u00e4her zu bringen, und da\u00df auch ich dereinst ein freundliches Andenken hinterlassen m\u00f6ge, und mein Ged\u00e4chtnis in Segen bleibe.<br \/>\n<br \/>\nAmen!<\/p>\n<h3>Beim Schofarblasen<\/h3>\n<p>Dir, o allm\u00e4chtiger und liebreicher Gott, will ich huldigen als dem K\u00f6nig der Welt! Deshalb ruft mich heute Schofars (der Posaunen) Schall auf zum Kampfe wider den Feind, der in meiner eignen Brust hauset, siehe, alle die verflossenen Zeiten mit ihren denkw\u00fcrdigen Begebenheiten ziehen an meiner Seele vor\u00fcber, indem mein Ohr auf diese T\u00f6ne lauscht. Im Geiste sehe ich des Widders Horn vom Geb\u00fcsch festgehalten, mich daran erinnernd, wie jener Patriarch die schwere Pr\u00fcfung bestanden. Ach Herr, wie oft seufzte ich doch, selbst bei dem Geringsten das mich heimsuchte; wie werde ich bestehen, wenn du beschlossen haben solltest, meine Treue auf gleiche Art zu pr\u00fcfen? Und im Geiste h\u00f6re ich gleichsam das Wort des Bundes, wie es verk\u00fcndigt wird unter Posaunenschall, und ich erbebe; denn mit zerknirschtem Herzen mu\u00df ich es bekennen: Ich habe deinen heiligen Bund nicht gehalten. Es ist mir, als ob der Propheten gewaltige Stimme, ihre Warnungsrufe und Ermahnungen, ihre Predigt zur Bu\u00dfe und Umkehr und die Verk\u00fcndigung des mahnenden Gerichts in dieser Stunde an mein Ohr dringe, und ich erbebe. O Ewiger! la\u00df diese T\u00f6ne mich aus meinem Schlummer wecken, la\u00df sie mich mit Reue erf\u00fcllen \u00fcber die Tage der Vergangenheit, welche ich nicht f\u00fcr das ewige Leben benutzt habe, aber auch zugleich mit dem Trost, da\u00df du als ein huldreicher Herr mit Erbarmen auf deinen bu\u00dffertigen Diener herabschauen, und da\u00df du, ein g\u00fctiger Vater, dein reuiges Kind in Liebe wieder zu Gnaden aufnehmen wirst. St\u00e4rke mich in der Pr\u00fcfungszeit, la\u00df mich widerstehen allen Versuchungen der Welt, la\u00df mich siegen \u00fcber die s\u00fcndige Lust und verachten den Spott der Ungl\u00e4ubigen. Ja, la\u00df diese Stunde gnadenbringend sein f\u00fcr mein Herz und meine Seele, da\u00df ich von dieser Zeit an wandern m\u00f6ge in dem Lichte deines Angesichtes. <br \/> Amen!<\/p>\n<h3>Am Vers\u00f6hnungsfest &#8211; Jom hakippurim<\/h3>\n<p><em>Zu Anfang des Abendgottesdienstes &#8211; Kol nidre<\/em><br \/>\nBarmherziger Vater! Wie erbebt mein Herz, wie zittert meine Seele, da ich mich dir an diesem heiligen Abend nahe, da des Himmels Tore sich vor dem bu\u00dffertigen S\u00fcnder, der um Vers\u00f6hnung bittet, auftun. So will ich denn mit all meinen Gedanken dich suchen und bei dir weilen, und mit aufrichtigen Worten der Reue deine Verzeihung mir erflehen. Ach Herr! Treten nicht meine Gedanken und Reden vor deinem Richterstuhle wider mich auf? Wer verm\u00f6chte alle s\u00fcndigen Gedanken z\u00e4hlen, die in meiner Seele aufgestiegen; und wie oft hatten nicht unlautere, habs\u00fcchtige, rachgierige W\u00fcnsche und Begierden in meiner Brust sich geregt! Es tauchen verlangende Gedanken in meinem Herzen auf, vor denen ich selbst erschrecken mu\u00df, und doch habe ich ihnen damals Raum gegeben, anstatt sie zu verscheuchen, und habe so oft meine Seele mit ihnen befleckt!\u2014Herr! Herr! Wie k\u00f6nnte ich wohl ohne Err\u00f6ten meine Gedanken jetzt zu dir erheben, und wie darf ich es wagen, meine Lippen jetzt zum Gebet zu \u00f6ffnen, da ich doch wei\u00df, wie oft dieselben Lippen sich schon zur Schmeichelei oder zum Spott, zu Verleumdung, Hohn und Kr\u00e4nkung \u00f6ffneten! O ewiger Richter! Ich habe leichtsinnige, zweideutige, heuchlerische, falsche, verf\u00fchrerische und unlautere Worte geredet, Worte die dich und dein Gesetz schm\u00e4hten! Ich habe un\u00fcberlegt Versprechungen gemacht, die ich nicht gehalten habe! Ach ich erinnere mich in dieser Stunde nicht nur der leeren Versprechungen, die ich meinen N\u00e4chsten gegeben, sondern ich denke auch daran, wie oft ich gelobt habe, mein Leben dir, mein Gott, zu weihen, und in Zucht und Rechtschaffenheit vor dir zu wandeln, wie oft ich gelobt habe, deine Gebote zu halten, und mich und mein ganzes Wirken zu heiligen, und da\u00df ich, ach, nicht minder oft mein Gel\u00fcbde dir gebrochen habe! Darf da derselbe Mund nun wagen, um Gnade zu bitten, der so oft die Sprache, die Gabe deiner Gnade mi\u00dfbraucht hat? Ach, ich will an die Pforte deiner Gnade anpochen und um Eingang flehen, und sieh! die Schl\u00fcssel, welche du mir gabst, des Himmels Tore mir zu \u00f6ffnen, und mir den Weg zu dir zu bahnen:\u00bbGedanken und Worte\u00ab, die treten anklagend wider mich auf. O! so vergib mir vor allen Dingen, was ich bis auf diese Stunde in Gedanken und Worten ges\u00fcndigt! Sieh, Allg\u00fctiger, die tiefe Trauer, welche mich ergreift, und verbirg die Menge meiner S\u00fcnden unter dem Mantel deines Erbarmens: reinige meine Seele von unlauteren Gedanken und la\u00df die Glut der Andacht hier in deinem Heiligtum alles Unlautere meines Geistes verzehren! La\u00df meines Herzens Angst und Reue \u00bbeine gl\u00fchende Kohle von deinem heiligen Altar\u00ab sein, die meinen Mund ber\u00fchrt, w\u00e4hrend mich deine Zusage tr\u00f6stet: \u00bbSiehe! diese hat deine Lippen ber\u00fchrt, dein Vergehen ist getilgt, und deine S\u00fcnde soll ges\u00fchnt sein<em>Jesaias, Kap. 6.<\/em>!\u00ab Vergib mir jedes \u00fcbereilte Wort, das ich gesagt habe, und lehre mich von dieser Stunde an, meine lose Zunge z\u00fcgeln; vergib mir die unbedachten Versprechungen, die ich gegeben habe, und erf\u00fclle mich mit der Gewi\u00dfheit, da\u00df du ein huldvoller Vater bist, der seinen Kindern gerne vergibt. Ja la\u00df mich dir danken, da\u00df du mich diesen Tag hast erleben lassen, und la\u00df mich ihn vom Abend bis zum Abend dazu benutzen, durch Gebet und Bu\u00dfe in innerliche Gemeinschaft mit dir zu treten.<br \/>\n<br \/>\nAmen!<\/p>\n<p><b>Zum Mogengottesdienst &#8211; Schacharit<\/b><\/em><br \/>\n\u00bbHerr! Herr! allm\u00e4chtiger, barmherziger und gn\u00e4diger Gott, langm\u00fctiger und von gro\u00dfer G\u00fcte und Treue, der die Liebe bewahrt bis ins tausendste Geschlecht, \u00dcbertretungen und S\u00fcnden vergibt und doch nichts ungestraft l\u00e4\u00dft<em>2. Buch Moses, 34, 6. ff.<\/em>!\u00ab Du unersch\u00f6pflicher Quell der Gnade! ich beuge mich vor dir in den Staub und bete deinen Namen mit unendlichem Danke an, denn du hast mir diesen Tag zur Rettung meiner Seele geschenkt. Was w\u00e4re ich doch, und wie sollte ich die schwere B\u00fcrde aller meiner S\u00fcnden tragen k\u00f6nnen, wenn du nicht diesen heiligen Tag dazu bestimmt h\u00e4ttest, sie von mir zu nehmen, von meinen \u00dcbertretungen mich zu reinigen und meine Schuld zu s\u00fchnen, oder wie k\u00f6nnte ich mich davor retten, tiefer und tiefer zu sinken, wenn ich nicht durch Fasten, Gebet und Bu\u00dfe am heutigen Tage an alle meine S\u00fcndenschuld erinnert w\u00fcrde, und deine liebende Vaterstimme mich heute nicht von meinem Irrweg zur\u00fcckriefe und mir den Tag des Gerichts vor Augen stellte, der einst f\u00fcr jeden Sterblichen erscheinen wird, aber mir auch zugleich wiederum deine Gnade zeigte, die gerne verzeiht und mir zuruft, da\u00df ich,\u00bbdich suchen und leben soll\u00ab. Wohl wei\u00df ich, o Gott, da\u00df du stets alle meine Wege schaust, und da\u00df deine Stimme mich ohne Unterla\u00df zu warnen sucht, aber das ist ja gerade mein Vergehen, da\u00df ich darauf nicht achte. Ja gewi\u00df, meiner S\u00fcnden Menge w\u00fcrde zuletzt allen Frieden und jegliche Ruhe aus meiner Brust verjagen, sie w\u00fcrde mich tiefer und tiefer ins Verderben st\u00fcrzen und niemals zur Pr\u00fcfung meiner selbst kommen lassen, wenn du nicht diesen gro\u00dfen Schabbat<em>Schabbos Schabbo\u00dfaun.<\/em> eingesetzt h\u00e4ttest, der meiner Seele den heiligsten Frieden und die seligste Ruhe verschaffen soll. Siehe, indem ich diesen heiligen Tag in deinem Heiligtum zubringe, so werde ich daran erinnert, da\u00df ich selbst heilig sein soll, denn du, o Gott, bist heilig und in deinem Lichte soll ich mich, meinen Sinn und meinen Wandel l\u00e4utern.\u2014Ach, Herr, wenn ich alle meine Vers\u00fcndigungen bekennen wollte, wo sollte ich da anfangen und wo aufh\u00f6ren? O! so oft ich an diesem Tage mit der Gemeinde das S\u00fcndenbekenntnis (Viduj) widerhole, so la\u00df mich tief in das Innere meines Herzens schauen und mich selbst pr\u00fcfen, ob die S\u00fcnden mich nicht in ihr Garn gelockt haben. La\u00df mich untersuchen, ob ich auch unverr\u00fcckbar ein sittlich heiliges Ziel bei all meinem Tun und Handeln vor Augen habe, das ich vor den Menschen dereinst zeigen und mir selber auch gegen\u00fcber stellen darf, wenn ich im Gebete vor deinem Angesicht stehe. Schaue gn\u00e4dig auf die Tr\u00e4nen meiner Reue herab, und la\u00df die Zerknirschung meines Herzens dir ein angenehmes S\u00fchnopfer sein. Schenke mir deine Verzeihung f\u00fcr jedes Mal, da\u00df ich meine Pflicht als Mensch (als Mutter, Tochter, Schwester, Verwandte usw.), als Israelitin vers\u00e4umt habe, vergib mir, da\u00df ich so oft die Menschen mehr als dich gef\u00fcrchtet habe, verzeihe mir, da\u00df ich rasch zur Lust der Welt und z\u00f6gernd zu deinem Dienste, da\u00df ich eifrig zum Schlechten und langsam zum Guten, verschwenderisch f\u00fcr den Genu\u00df und geizig f\u00fcr Wohltaten gewesen bin. Gerechter Gott! Verfahre nicht mit mir nach meinen S\u00fcnden, sondern nach deiner gro\u00dfen Barmherzigkeit welche gern vergibt. Ja, erbarme dich \u00fcber mich und hilf mir in deiner Liebe, da\u00df ich an diesem Tage der Vers\u00f6hnung von neuem geheiligt werde; f\u00fchre du mich selbst zur\u00fcck auf deinem Wege, da\u00df ich zum Guten und zur Wahrheit Umkehr halten m\u00f6ge, denn du bist Herr, mein Gott.<br \/>\n<br \/>\nAmen!<\/p>\n<p><b><em>Beim Mittagsgebet &#8211; Mussaf<\/b><\/em><\/p>\n<p>Je l\u00e4nger ich heute in deinem Haus verweile, Allheiliger, je mehr ich mich selbst betrachte, indem die Quelle jeder Sinneslust gehemmt ist, und das Brausen der Leidenschaften in meiner Brust erstirbt, je klarer ich mir bewu\u00dft werde, da\u00df ich hier vor deinem ewigen Richterstuhle stehe, wo nicht nur die S\u00fcnden, welche alle Welt sieht und verurteilt, mir vorgehalten werden, sondern wo eine jede s\u00fcndige Neigung, jede gottlose Begierde, jedes unn\u00fctze Wort, ja selbst die geringste Vers\u00e4umnis in der Aus\u00fcbung des Guten, die ich mir habe zu schulden kommen lassen, als Zeugen gegen mich auftreten, mich ohne Schonung vor dich zu Gericht bringen, dem alles offenbar ist, und mich meiner Selbstt\u00e4uschung entrei\u00dfen, die meinen Geist sonst gefangen h\u00e4lt, um so mehr mu\u00df ich wieder und wieder dein Erbarmen anflehen: O, vergib, vergib mir, Allbarmherziger, wende mir deine Gnade wieder zu, da\u00df ich in meinen S\u00fcnden nicht verderben mu\u00df! Aber darf ich mein Angesicht wohl zu dir erheben und deine Verzeihung mir erflehen, so lange noch die Stimme eines gekr\u00e4nkten Bruders meine Stimme \u00fcbert\u00f6nt, und so lange dies mein Herz noch nicht erf\u00fcllt ist mit \u00bbder Liebe, welche alle Vergehen zudeckt\u00ab<em>Spr. Sal. 10, 13.<\/em> ? \u00dcber wie manchen habe ich nicht in Blindheit und Leidenschaft ein ungerechtes Urteil gef\u00e4llt, wie oft habe ich meines N\u00e4chsten Absicht verkannt, wie oft ihm feindlich entgegengestrebt! Herr! soweit ich meiner eigenen Lieblosigkeit S\u00fcnde kenne, will ich mich bestreben das Meinige zu tun, um meines Bruders, meiner Schwester Verzeihung zu erlangen, aber, ach, wie viel habe ich nicht vergessen, wie manche sind nicht von mir geschieden, ohne da\u00df ich damals ihre Verzeihung erhielt oder sie jetzt noch erhalten k\u00f6nnte. So la\u00df mich denn vor deinem Angesicht f\u00fcr mein Vergehen, das ich gegen diese begangen habe, Abbitte tun. Dein ewiger Geist, der in ihnen wirkt, tilge meine Schuld in ihrem Andenken. Und mich, o Herr, mich erf\u00fclle du mit dem reinen Geiste der Vers\u00f6hnung. O, ich will allen Groll und allen Ha\u00df aus meiner Seele ausmerzen! Ich will jede Kr\u00e4nkung f\u00fcr nicht geschehen erachten und jedes Versehen gegen mich verzeihen, und wenn jemand auch noch so schlecht gegen mich und die Meinigen gehandelt h\u00e4tte, und wer versucht hat, mir zu schaden und meine Ehre zu beflecken, ja, Herr, selbst meinem Todfeinde, ich will ihnen allen verzeihen, und sollte es mir schwer fallen, so will ich mich daran erinnern, da\u00df gegen mich sich doch keiner so schwer vergangen hat, als ich mich gegen dich, Allg\u00fctiger, vers\u00fcndigt habe, und da\u00df ich doch auf deine Verzeihung hoffe, weil du meine Schw\u00e4che kennst, und will mir ins Bewu\u00dftsein rufen, da\u00df meines Bruders Versehen gegen mich auch aus derselben Quelle der Schw\u00e4che und des b\u00f6sen Willens flie\u00dfen. Ich will eingedenk sein dessen, was unsere Weisen sagen, da\u00df wir von dir mit demselben Ma\u00df gemessen werden, mit dem wir andere messen und andere richten, und da\u00df<em>Spr. Sal. 19. 11.<\/em> des Menschen sch\u00f6nster Schmuck darin besteht, alle Verschuldung zu \u00fcbersehen und zu vergessen!\u2014O gnadenreicher Richter! so schaue denn herab auf meine Seele, die erf\u00fcllt ist mit Gef\u00fchlen der Vergebung, in der ein himmlischer Friede wohnt, den kein bitteres Gef\u00fchl gegen irgend einen Menschen mehr st\u00f6rt! Erh\u00f6re du auch meine Bitte um Vergebung meiner S\u00fcnden und erf\u00fclle meinen Geist mit der beseligenden Verk\u00fcndigung: \u00bbHeute sollen deine \u00dcbertretungen getilgt werden und du sollst rein sein von allen deinen S\u00fcnden wider den Ewigen.\u00ab<em>3. B. M. 16, 30.<\/em> Mit diesem Trost will ich mich heute vor dir in den Staub niederwerfen, vor dir, der du selbst verzeihst und gerne die Vergehen tilgst.<br \/>\n<br \/>\nAmen!<\/p>\n<p><em><b>Beim Nachmittagsgebet &#8211; Mincha<\/b><\/em><\/p>\n<p>Hilf, o Ewiger, denn der Frommen Anzahl ist geschwunden und der Gl\u00e4ubigen sind wenig, erh\u00f6re mein Gebet f\u00fcr die S\u00fcnder, welche frech ihr Haupt erheben, und vergib die schweren \u00dcbertretungen, die so zahlreich und h\u00e4ufig sind. Ach, der Himmel umdunkelt sich vor meinen Blicken, wenn ich daran denke, wie schamlos Wollust und Unm\u00e4\u00dfigkeit auftreten und die jungen Seelen bestricken, wie sie die sch\u00f6nsten Verh\u00e4ltnisse vergiften, das Wohl der Familien untergraben und so manche den wilden, unm\u00e4\u00dfigen L\u00fcsten zum Opfer fallen lassen, w\u00e4hrend sie zugleich ihre Laster unter besch\u00f6nigenden Namen verbergen, oder wenn ich an den Trotz gedenke, mit dem man deine Gebote \u00fcbertritt, dein mildes himmlisches Joch verh\u00f6hnt, ja sich sogar r\u00fchmt, es abgeworfen, und daf\u00fcr das Joch auf sich genommen zu haben, welches die Welt in ihrer Verderbnis geschmiedet hat! O du, mein Gott, dessen Barmherzigkeit kein Ende nimmt, ich bitte dich: Vergib meinen Br\u00fcdern ihren Abfall und ihre Schuld, gehe nicht mit ihnen ins Gericht und strafe uns nicht in deinem Zorn um ihrer \u00dcbertretung willen! Und doch, darf ich wohl eine F\u00fcrbitte f\u00fcr die S\u00fcnder zu dir emporsenden, ohne da\u00df mich mein eigenes Gewissen als Teilnehmer an ihren Vergehen anklagt? Wie oft bin ich es vielleicht gewesen, der Veranlassung zum S\u00fcndigen gab, oder habe ich stets hinreichend meine Abscheu vor dem Laster zu erkennen gegeben und all den Kummer sehen lassen, von dem ich ergriffen wurde, wenn die S\u00fcnde ohne Err\u00f6ten auftrat? War meine Betr\u00fcbnis nicht viel gr\u00f6\u00dfer \u00fcber den geringsten Verlust an zeitlichen G\u00fctern, als dar\u00fcber, da\u00df sich die Frechheit und die Ruchlosigkeit meinen Blicken darstellten, oder da\u00df ich sah, wie eine Menschenseele verloren ging! Entflammte mein Zorn nicht weit mehr \u00fcber die geringste Beleidigung, die mir widerfuhr, als wenn ich Zeuge war, wie dein Name und dein Haus entweiht wurden! Ach, Herr,\u00bbflossen Tr\u00e4nenstr\u00f6me aus meinen Augen, weil deine Gesetze nicht beobachtet wurden? Wurde ich von Kummer verzehrt, weil deine Worte vergessen wurden<em>Nach dem Thora-Lesen, 3 B. Mos. 18<\/em>? Habe ich freim\u00fctig dich und deine Lehre bekannt, wenn der Gottlosen Hohn mich mit Schmerz erf\u00fcllte?\u00ab O, es ist so schwer, ohne Fehler zu wandeln, selbst wenn auch der Edlen und Heiligen Beispiel mir stets voranleuchtet, wenn meine Augen jederzeit sehen, allenthalben, was dir verha\u00dft ist, und mein Ohr best\u00e4ndig h\u00f6rt, was Sinne und Gedanken irreleitet und st\u00f6rt. O du,\u00bbder du dich \u00fcber uns erbarmest, wie ein Vater \u00fcber seine Kinder\u00ab, la\u00df deine Gnade gro\u00df sein gegen die s\u00fcndige Welt und hilf mir, mit Sorgfalt alles zu vermeiden, was mir zu einer Schlinge werden k\u00f6nnte. Errette mich bei den ernsten und heiligen Erinnerungen dieses Tages, o Herr, errette auch (meine Kinder, meine Angeh\u00f6rigen, meine Verwandten und Freunde, meine Dienstboten), da\u00df kein s\u00fcndiger Umgang sie von dir entfernen m\u00f6ge.\u00bbL\u00e4utere mich, o Allg\u00fctiger, erforsche mein Herz, pr\u00fcfe meine Gedanken, sieh, ob der Weg, den ich wandle, zum Verderben, f\u00fchrt, und leite mich auf den Weg zur Ewigkeit!\u00ab<em>Ps. 139, 23.<\/em> M\u00f6chten alle S\u00fcnder bedenken, wie nahe ihnen ihr Ende ist, wie bald das Leben ihnen verronnen, da\u00df sie zur Zerknirschung gef\u00fchrt werden und zu dir umkehren m\u00f6chten.\u00bbVerwirf mich nicht vor deinem Angesichte, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir, sondern la\u00df mich deiner Gnade wieder froh werden, und schenke mir einen neuen und willigen Geist, da\u00df ich den \u00dcbertretern deine Wege kund tue, und die S\u00fcnder sich zu dir bekehren m\u00f6chten.\u00ab<em>Ps. 51.<\/em><\/p>\n<p> <em><b>Zum Schlu\u00dfgebet &#8211; Ne\u00eflah<\/b><\/em><br \/>\nVater, barmherziger Vater im Himmel! Es ist die letzte Stunde des heiligen Tages, welche jetzt naht. O, da\u00df doch meine ganze Seele in diesem Augenblick sich von der Erde hin zu dir erheben m\u00f6chte, als ob des Lebens letzte Stunde mir erschienen sei. Mit Gebet und Bu\u00dfe habe ich nun heute die Gel\u00fcste und Begierden meines Leibes besiegt, und doch, wie leicht ist nicht die Sehnsucht nach des Lebens Lust selbst mitten in meiner Andacht bei mir wach geworden, und selbst w\u00e4hrend ich reuevoll meine S\u00fcnden bekannte, konnte das Verlangen nach ihnen in meiner Brust nicht erstickt werden; ja, ja, vielleicht hat mich sogar der Wunsch erf\u00fcllt, da\u00df dieser Tag schon \u00fcberstanden sein m\u00f6chte, gerade als ob dieser Tag an sich durch Fasten und Bu\u00dfe mir Abla\u00df f\u00fcr meine S\u00fcnden verschaffen k\u00f6nnte, und als ob ich alsdann frei wieder den Weg meiner alten Verirrungen betreten k\u00f6nnte, wenn er geendet habe. O, la\u00df mich deshalb noch einmal aus allen meinen Kr\u00e4ften meine Gedanken und mein Inneres l\u00e4utern, und la\u00df meine hei\u00dfen Tr\u00e4nen die Aufrichtigkeit meiner Reue bezeugen und dir ein angenehmes S\u00fchnopfer sein, mit dem ich meines Herzens Gel\u00fcbde besiegele, da\u00df ich dich stets vor Augen haben will, und da\u00df die Erinnerung an diesen Tag mit unverl\u00f6schbarer Schrift in die Tafeln meines Herzens eingegraben und mir nahe sein soll in jeder Stunde der Versuchung.\u2014Herr! Z\u00fcrne mir nicht, da\u00df ich noch dieses letzte Mal zu dir bete; die Schatten des Abends breiten sich schon aus, und die dunklen Schatten meiner S\u00fcnden verfolgen mich; ich will sie verjagen und noch einmal meine Schuld bekennen, ich will an die T\u00fcre deiner Gnade anklopfen und deinen Namen anrufen, du einziger, ewiglebender Gott! Ich will mich unter dieser Anrufung dir heiligen mit Leib und Seele, und ich gelobe feierlichst, mich selbst in Liebe zu opfern. O, la\u00df mich deiner Gnade Stimme vernehmen:\u00bbIch, ich selbst tilge deine \u00dcbertretungen und will deine S\u00fcnden vergessen\u00ab<em>Jes. 43, 25.<\/em> O la\u00df meine Seele beim Ende dieses Tages mit heiliger Freude erf\u00fcllt sein, da\u00df sie jubeln k\u00f6nne:\u00bbSelig, selig ist der, dem seine \u00dcbertretung vergeben und dessen S\u00fcnde getilgt ist! Selig ist der Mensch, dem der Herr seine Schuld nicht anrechnet, und selig der Geist, den der Herr von der Last seiner S\u00fcnden befreit hat!\u00ab<em>Ps. 32.<\/em> \u2014Ja, la\u00df meine erl\u00f6ste Seele deinen Namen in alle Ewigkeit lobpreisen, du, mein Herr und mein Gott.<br \/>\n<br \/>\nAmen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Neujahrsfest &#8211; Rosch Haschana<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[125],"tags":[],"class_list":["post-1401","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gebete-fuer-israeliten"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1401","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1401"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1401\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1425,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1401\/revisions\/1425"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1401"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1401"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1401"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}