{"id":1439,"date":"2015-04-13T12:05:48","date_gmt":"2015-04-13T10:05:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=1439"},"modified":"2025-07-07T11:24:13","modified_gmt":"2025-07-07T09:24:13","slug":"midrasch-dewarim-rabba-paraschah-dewarim-bis-kapitel-232","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-dewarim-bis-kapitel-232\/","title":{"rendered":"Midrasch Dewarim Rabba &#8211; Paraschah Dewarim (bis Kapitel 2,32)"},"content":{"rendered":"\n<p>Midrasch Dewarim Rabba &#8211; Paraschah Dewarim<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 1, Vers 1<\/h2>\n\n\n\n<p><em><strong>Das sind die Reden.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Halacha.<\/strong> Darf ein Israelit das Gesetzbuch wohl in jeder Sprache niederschreiben?<br> \nDie Weisen haben so gelehrt: Die B\u00fccher unterscheiden sich von den Teffilin und Mesusot nur darin, dass sie in jeder Sprache geschrieben werden. Nach Rabban Gamliel d\u00fcrfen auch die B\u00fccher nur in der griechischen Sprache geschrieben werden. Und was ist der Grund des Rabban Gamliel, dass er sagt, das Gesetzbuch d\u00fcrfe nur in griechischer Sprache geschrieben werden?<br> \nUnsere Rabbinen haben so gelehrt, sagte bar Kapra, mit Bezug auf Gen. 9, 27: \u00bbG-tt breite Japhet aus, er wohne in den Zelten Schems,\u00ab da die Worte Schems in allen Sprachen Japhets gesagt (niedergeschrieben) werden k\u00f6nnen, so haben sie gestattet, sie in der griechischen Sprache zu schreiben. G-tt sprach: Siehe, wie beliebt die Sprache des Gesetzes ist, dass sie die Zunge heilt. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> \nSo hei\u00dft es Prov. 15, 4: \u00bbEine Heilung der Zunge ist der Baum des Lebens.\u00ab Unter \u05e2\u05e5 \u05d7\u05d9\u05d9\u05dd\u200e Baum des Lebens ist nichts anderes als das Gesetz zu verstehen vergl. Prov. 3, 18: \u00bbEin Baum des Lebens ist sie denen, die sie erfassen.\u00ab Und die Sprache des Gesetzes l\u00f6st die Zunge (ohne sie ist sie gebunden). Du kannst es daraus erkennen: Einst wird G-tt die r\u00fchmlichsten (besten) B\u00e4ume aus dem Gan Eden heraufbringen. Worin besteht ihr Ruhm (ihre r\u00fchmliche Eigenschaft)?<br> \nDass sie die Zunge heilen s. Ezech. 47, 12: \u00bbAm Bache werden, an seinem Ufer, auf dieser und auf jener Seite allerlei Fruchtb\u00e4ume wachsen.\u00ab Woher l\u00e4sst sich beweisen, dass hier von einer Heilung der Zunge die Rede ist?<br>\nWeil es das. hei\u00dft: \u00bbSeine Frucht dient zur Speise und sein Blatt zur Heilung.\u00ab \u00dcber die Bedeutung des letzten Wortes sind R. Jochanan und R. Josua ben Levi verschiedener Meinung. Der eine sagte: Es bedeutet \u05dc\u05ea\u05e8\u05e4\u05d9\u05d5\u05df\u200e zur Heilung, der andere sagt: Wenn jemand stumm ist und einen Teil davon (von der Frucht des Lebensbaumes) gierig isst, so wird seine Zunge sofort geheilt und gereinigt durch die Worte des Gesetzes, denn so hei\u00dft es: \u00bb\u05de\u05d6\u05d4 \u05de\u05d6\u05d4\u200e von dieser und von jener Seite.\u00ab Mit den Worten \u05de\u05d6\u05d4 \u05de\u05d6\u05d4\u200e ist nichts anderes als das Gesetz gemeint, wie es hei\u00dft Ex. 32, 15: \u00bb\u05de\u05d6\u05d4 \u05de\u05d6\u05d4\u200e sie waren von dieser und jener Seite beschrieben.\u00ab R. Levi sagte: Wozu brauchen wir den Beweis anderswo (an einem Orte) zu suchen, wir finden ihn gleich hier (an seinem Orte). Siehe, bevor Moscheh noch zum Gesetz gelangte, sagte er Ex. 4, 10: \u00bbIch bin kein Mann von Worten,\u00ab als er aber zum Gesetze gelangt war, wurde seine Zunge geheilt und sie fing an Reden (\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd\u200e) zu reden. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Aus dem, was wir hier lesen: \u00bbDies sind die Reden (\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd\u200e), welche Moscheh redete.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder:<\/strong> \u00bbDies sind die Reden.\u00ab In Verbindung mit Prov. 28, 23: \u00bbWer Menschen nach mir ermahnt, wird mehr Gunst finden, als der, welcher seine Zunge gl\u00e4ttet.\u00ab \u00bbDer Ermahnende (\u05de\u05d5\u05db\u05d9\u05d7\u200e)\u00ab ist nach R. Pinchas im Namen des R. Chama bar Chanina Moscheh, \u00bbdie Menschen (\u05d0\u05d3\u05dd\u200e)\u00ab sind die Israeliten vgl. Ezech. 34, 31: \u00bbIhr aber meine Schafe, die Schafe meiner Weide, seid Menschen.\u00ab Und was hei\u00dft: \u00bb\u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u200e nach mir?\u00ab<br>  G-tt sprach: Wer sie durch Ermahnung dahin bringt, mir nachzufolgen, der wird Gunst finden d. i. Moscheh, wie G-tt zu ihm gesagt hat Ex. 30, 17: \u00bbAuch du hast Gunst in meinen Augen gefunden;\u00ab \u00bbals der, welcher seine Zunge gl\u00e4ttet,\u00ab d. i. Bileam, der mit seinen Prophetien schmeichelte und ihr Herz \u00fcberm\u00fctig machte, dass sie in Schiltim fielen. Oder: \u00bbWer Menschen nach mir ermahnt.\u00ab R. Jehuda bar R. Simon sagte: Was bedeutet \u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u200e?<br> G-tt sprach: Moscheh hat mich nach Israel und er hat Israel nach mir zurechtgewiesen. Zu den Israeliten sprach er: Ihr habt ges\u00fcndigt, zu G-tt aber sprach er s. das. 32, 11: \u00bbWarum, HaSchem, entbrennt dein Zorn \u00fcber dein Volk?\u00ab<br>  Was hei\u00dft \u05dc\u05de\u05d4\u200e warum?<br> Als die Israeliten das Kalb gemacht hatten, sagte R. Jizchak, da wollte G-tt die Feinde der Israeliten vertilgen, allein Moscheh stellte ihm vor: Herr der Welt! dieses Kalb kann dir dienlich (eine St\u00fctze) sein. Wie kann es mir als St\u00fctze dienen?<br> fragte G-tt. Wenn du, antwortete Moscheh, es regnen l\u00e4sst, so l\u00e4sst es (das Kalb) Taue schweben (breitet es Taue aus), l\u00e4sst du die Winde wehen, so l\u00e4sst es Blitze zucken. G-tt sprach zu ihm: Bist du auch irre \u00fcber das Kalb (d. i. schreibst du ihm auch eine solche Kraft zu)?<br> Moscheh antwortete vor G-tt: Herr der Welt! (wenn nun nichts Wesentliches an demselben ist,) \u00bbwarum entbrennt dein Zorn \u00fcber dein Volk?\u00ab<br>  Zu den Israeliten aber sprach Moscheh: \u00bbIhr habt eine gro\u00dfe S\u00fcnde begangen.\u00ab Womit ist diese Sache zu vergleichen?<br> bemerkte R. Jehuda bar R. Simon. Mit einem K\u00f6nige, welcher \u00fcber seine Gemahlin so aufgebracht war, dass er sie zauste und aus seinem Hause stie\u00df. Ihre Brautf\u00fchrer vernahmen es, gingen zum K\u00f6nig und stellten ihm vor: Mein Herr! geht ein Mensch so mit seinem Weibe um?<br> Was hat sie denn gegen dich verschuldet?<br> Dann gingen sie zu ihr und fragten sie: Wie lange noch wirst du ihn erz\u00fcrnen?<br> es ist nicht das erste, sondern das zweite Mal. So ging auch Moscheh zu G-tt und sprach zu ihm: \u00bbWarum, HaSchem, entbrennt dein Zorn \u00fcber dein Volk,\u00ab sind sie nicht deine Kinder?<br> Dann wandte er sich an die Israeliten und sprach zu ihnen: Wie lange erz\u00fcrnt ihr ihn?<br> es ist nicht das erste, sondern das zweite Mal. Und so hei\u00dft es auch hier; \u00bbin der W\u00fcste, in der Ein\u00f6de und am Schilfmeere.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder:<\/strong> \u00bbDies sind die Reden, welche Moscheh redete,\u00ab in Verbindung mit Ps. 50, 21: \u00bbDieses hast du getan und ich schwieg, da dachtest du, ich sei auch wie du.\u00ab Was hei\u00dft das: \u00bbDieses hast du getan und ich schwieg?\u00ab<br> \nR. Samuel bar Nachman sagte Ex. 32, 4: \u00bbDieses sind deine G\u00f6tter, Israel!\u00ab so hast du in der W\u00fcste getan und ich habe gegen euch geschwiegen. Warum?<br> Weil Moscheh mich bes\u00e4nftigte und zu mir sprach; \u00bbVergib doch! Ich habe ihm erf\u00fcllt, \u00bbda dachtest du, ich sei auch wie du\u00ab d. i. ihr verglichet das Gebilde mit seinem Bildner und die Pflanze mit ihrem Pflanzer. \u00bbAber ich will dich zurechtweisen und es vor deinen Augen darlegen.\u00ab \u00dcber diesen Satz sind zwei Amor\u00e4er verschiedener Meinung. Der eine sagte: Ich will alles vor deinen Augen herbeirufen, der andere sagte: Ich will alles so tun vor deinen Augen. Ich stelle euch nicht, sagte Moscheh zu den Israeliten, \u00fcber das zur Rede, was ihr k\u00fcnftig tun werdet, sondern \u00fcber das, was ihr getan habt \u00bbin der W\u00fcste, in der Ein\u00f6de und am Schilfmeere.\u00ab<br>\n<strong><br>\n Oder:<\/strong> \u00bbDies sind die Reden.\u00ab R. Acha bar Chanina sagte: Eigentlich h\u00e4tten die Ermahnungen (Strafreden) aus dem Munde Bileams und die Segensw\u00fcnsche aus dem Munde Moschehs kommen sollen, allein h\u00e4tte Bileam sie ermahnt, so w\u00fcrden die Israeliten gesagt haben: Der Feind will uns zurechtweisen, und h\u00e4tte Moscheh sie gesegnet, dann w\u00fcrden die V\u00f6lker der Welt gesagt haben: (was ist das f\u00fcr eine Kunst,) ihr Freund segnet sie. Darum sagte G-tt: So soll sie Moscheh, der sie liebt, ermahnen und Bileam, der sie hasst, soll sie segnen, damit die Segensw\u00fcnsche und die Ermahnungen (Strafreden) in der Hand Israels Eingang finden.  Oder wenn ein anderer sie ermahnt h\u00e4tte, w\u00fcrden sie gesagt haben: Der will uns ermahnen?<br> nur Moscheh kommt es zu, (nur er ist dazu berechtigt), von dem geschrieben steht Num 16, 15: \u00bbNicht einen Esel habe ich von ihnen genommen,\u00ab ihm steht es an, die Israeliten zurechtzuweisen. Oder wenn ein anderer gesagt h\u00e4tte: \u00bbJetzt erkenne ich, dass HaSchem erhaben \u00fcber alle G\u00f6tter ist,\u00ab da w\u00fcrden sie gesagt haben: Der sagt: \u00bbjetzt erkenne ich\u00ab (was wei\u00df er von g\u00f6ttlichen Dingen), allein Jitro, der alle G\u00f6tzentempel in der Welt besucht und in ihnen nichts Wesentliches gefunden hatte und dann sich zum j\u00fcdischen Glauben bekannte, der konnte mit Fug und Recht sagen: \u00bbJetzt habe ich erkannt.\u00ab Oder wenn ein anderer gesagt h\u00e4tte Koh. 1, 1; \u00bbEitelkeit der Eitelkeiten,\u00ab da h\u00e4tten sie gesagt: Dieser hat keine Perute (in der Tasche), um sich Brot zu kaufen (eig. um zu essen), wie kann er sagen: \u00bbEitelkeit der Eitelkeiten,\u00ab allein Salomo, von dem es hei\u00dft 1 Reg. 10, 27: \u00bbDer K\u00f6nig machte das Silber in Jerusalem wie Steine,\u00ab dem ziemte es zu sagen: \u00bbEitelkeit der Eitelkeiten.\u00ab Oder wenn ein anderer gesagt h\u00e4tte Koh. 3, 11: \u00bbAlles hat er sch\u00f6n zu seiner Zeit gemacht,\u00ab so w\u00fcrden sie gesagt haben, (wie kann der so etwas sagen,) der nie etwas gegessen hat, allein Salomo konnte es sagen, von dem es 1 Reg. 4, 27 hei\u00dft: \u00bbUnd es versorgten jene Amtleute den K\u00f6nig Salomo u. s. w. und lie\u00dfen nichts fehlen?\u00ab<br> \n Wie?<br> sie lie\u00dfen nichts fehlen?<br> (ist das m\u00f6glich?<br>) Sie brachten ihm, sagte R. Chama bar Chanina, in den Tagen des Sommers B\u00e4rmutter und in den Tagen des Regens (Winters) Gurken, diesem ziemte es zu sagen: \u00bber hat alles sch\u00f6n zu seiner Zeit gemacht.\u00ab Oder wenn ein anderer gesagt h\u00e4tte Dan. 4, 32: \u00bbAlle Bewohner der Erde sind wie nichts geachtet,\u00ab so w\u00fcrden sie gesagt haben: Dieser, welcher in seinem Leben nicht \u00fcber zwei Fliegen regiert hat, wie kann er sagen: \u00bbAlle Bewohner der Erde sind wie nichts geachtet,\u00ab allein Nebucadnezar, von dem es hei\u00dft: \u00bbAlle Bewohner, alle wilden Tiere und V\u00f6gel des Himmels sind in deine Hand gegeben und du herrschest \u00fcber alles,\u00ab ihm ziemte es zu sagen: \u00bbAlle Bewohner der Erde sind wie nichts geachtet.\u00ab Oder wenn ein anderer gesagt h\u00e4tte Deut. 32, 4; \u00bbDer Fels \u2014 fehllos ist sein Wirken,\u00ab so w\u00fcrde man ihm gesagt haben: er kennt nicht einmal die Art und Weise der Strafgerechtigkeit und er sagt: \u00bbDer Fels \u2014 fehllos ist sein Wirken,\u00ab allein Moscheh, von dem es hei\u00dft Ps. 103, 7: \u00bbEr tat Moscheh seine Wege kund,\u00ab ziemte es zu sagen: \u00bbDer Fels \u2014 fehllos ist sein Wirken.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder:<\/strong> \u00bb\u05d0\u05dc\u05d4 \u05d4\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd\u200e.\u00ab Nach R. Samuel bar Nachmann sprach G-tt: Wie die Bienen haben sich meine Kinder in der Welt durch die Gerechten und Propheten f\u00fchren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder: <\/strong>\u00bb\u05d0\u05dc\u05d4 \u05d4\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd\u200e.\u00ab Sowie von der Biene der Honig s\u00fcss, der Stachel aber bitter ist, so sind auch die Worte des Gesetzes, wer ihnen zuwider handelt, zieht sich das Todesurteil zu, wie es hei\u00dft Lev. 20, 10: \u00bbDer Ehebrecher und die Ehebrecherin sollen get\u00f6tet werden,\u00ab und das. 31, 14: \u00bbWer ihn (den Schabbat) entheiligt, soll get\u00f6tet werden,\u00ab wer sie aber h\u00e4lt (beobachtet), erlangt Leben, wie es hei\u00dft Ex. 20, 12: \u00bbDamit du lange lebest.\u00ab<br>\n<strong><br>\nOder:<\/strong> \u00bb\u05d0\u05dc\u05d4 \u05d4\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd\u200e.\u00ab Sowie der Honig der Biene ihrem Besitzer, der Stachel aber andern zuf\u00e4llt, so sind auch die Worte des Gesetzes ein Mittel des Lebens f\u00fcr Israel und ein Mittel des Todes f\u00fcr die V\u00f6lker der Welt. R. Jehuda bar R. Simeon im Namen des R. Levi sagte: Sowie diese Biene alles was sie sammelt, f\u00fcr ihren Besitzer sammelt, so ist auch alles das, was die Israeliten durch Vorschriften und gute Werke sammeln, anzusehen, als h\u00e4tten sie es f\u00fcr ihren himmlischen Vater erworben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder:<\/strong> \u00bbDies sind die Reden.\u00ab R. Tanchuma sagte: Womit ist diese Sache zu vergleichen?<br> Mit einem Menschen, der Purpur zu verkaufen hatte und ausrief: Hier ist Purpur zu haben. Der K\u00f6nig erblickte ihn, h\u00f6rte seine Stimme, rief ihn und fragte ihn: Was hast du zu verkaufen?<br> Nichts! antwortete er. Ich habe dich doch aber, fuhr der K\u00f6nig fort, Purpur ausbieten h\u00f6ren, und du sagst: nichts?<br> Mein Herr! sprach der Verk\u00e4ufer, es ist wahr, ich habe Purpur, aber bei dir ist er doch nichts. Ebenso sprach auch Moscheh vor G-tt, welcher den Mund und die Rede erschaffen, Ex. 4, 10: \u00bbIch bin kein Mann von Worten\u00ab (d. i. bei dir gelte ich nicht als ein Mann von Worten), aber bei den Israeliten hei\u00dft es von ihm: \u00bbDies sind die Reden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder R. Simon sagte:<\/strong> Als G-tt zu Moscheh sprach, er solle das Gesetz lernen, da wollte dieser nicht die Israeliten \u00fcber das, was sie getan, zur Rede stellen. R. Simon sagte: Womit ist diese Sache zu vergleichen?<br> Mit einem Sch\u00fcler, welcher einst mit seinem Lehrer ging und eine gl\u00fchende Kohle liegen sah, er hielt sie f\u00fcr einen Edelstein, hob sie auf und verbrannte sich. Nach einiger Zeit ging er wieder mit seinem Lehrer und sah nun wirklich einen Edelstein liegen, den er aber f\u00fcr eine (gl\u00fchende) Kohle hielt und er f\u00fcrchtete sich, sie zu ber\u00fchren, bis sein Lehrer zu ihm sagte: Hebe ihn auf, es ist ein Edelstein. Ebenso dachte auch Moscheh: Weil ich zu ihnen (den Israeliten) gesagt habe: H\u00f6rt, ihr Widerspenstigen! so habe ich das Meinige aus ihren H\u00e4nden empfangen, und jetzt soll ich sie zurechtweisen?<br> \nDa sprach G-tt zu Moscheh: F\u00fcrchte dich nicht!<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder:<\/strong> \u00bbDies sind die Reden.\u00ab Die Rabbinen sagen: G-tt sprach zu Moscheh: Weil sie deine Zurechtweisungen angenommen haben, so musst du ihnen daf\u00fcr auch den Segen geben. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> \nWeil es hei\u00dft V. 10: \u00bbHaSchem, euer G-tt, hat euch gemehrt\u00ab Und woher l\u00e4sst sich beweisen, dass der, welcher eine Zurechtweisung annimmt, Segen erlangt?<br> Weil so Salomo sagt Prov. 24, 25: \u00bbDen Zurechtweisenden geht es wohl und auf sie kommt Segen des Gl\u00fccks.\u00ab In dieser Welt, sprach G-tt zu den Israeliten, seid ihr durch andere gesegnet worden, einst aber werde ich euch segnen, wie es hei\u00dft Ps. 67, 2: \u00bbG-tt sei uns gn\u00e4dig und segne uns.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Halacha.<\/strong> Darf ein Israelit, der als Gelehrter (\u05d7\u05db\u05dd\u200e) oder als Richter (\u05d3\u05d9\u05d9\u05df\u200e) \u00fcber die Gesamtheit gesetzt worden ist, sich selbst Recht sprechen?<br> Unsere Rabbinen haben so gelehrt: Es darf nur einer sich selbst Recht sprechen, wie es hei\u00dft Hi. 23, 13: \u00bbEr ist einzig, wer h\u00e4lt ihn zur\u00fcck?\u00ab<br>  Was hei\u00dft: \u05d5\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d1\u05d0\u05d7\u05d3\u200e?<br> Resch Lakisch sagte: Nur G-tt spricht sich Recht und besiegelt (das UrTeil) sich selbst. R. Ruben sagte: Was ist das Siegel G-ttes?<br> Wahrheit. Und warum Wahrheit?<br> Weil in dem Worte \u05d0\u05de\u05ea\u200e Wahrheit drei Buchstaben sind, \u05d0 ist der erste, \u05de der mittelste und \u05ea der letzte der Buchstaben (des Alphabets), womit gesagt sein soll, was Jes. 44, 6 steht: \u00bbIch bin der erste und ich bin der letzte und au\u00dfer mir ist kein G-tt.\u00ab Die Rabbinen sagen: Komm und sieh! als Moscheh \u00fcber Israel eingesetzt worden war, sprach er zu ihnen: Ich allein kann eure Last nicht tragen, setzet euch Richter ein, die euch Recht sprechen, wie es Deut. 1, 13 hei\u00dft: \u00bbSchaffet euch weise und verst\u00e4ndige und einsichtsvolle M\u00e4nner.\u00ab Die Richter, sagte R. Berachja im Namen des R. Chanina, m\u00fcssen sieben Eigenschaften besitzen, (die ersten drei stehen hier,) n\u00e4mlich sie m\u00fcssen weise, verst\u00e4ndig und bekannt sein, die anderen vier stehen Ex. 18, 21: \u00bbDu aber ersiehe dir aus dem ganzen Volke t\u00fcchtige M\u00e4nner, die G-tt f\u00fcrchten, wahrheitsliebend und den Eigennutz hassend sind.\u00ab Siehe, das sind die sieben Eigenschaften. Warum sind nicht gleich alle sieben (Eigenschaften) in einem Satze geschrieben?<br> Wenn nicht alle sieben Eigenschaften (an ihnen) gefunden werden, sei mit vier zufrieden und wenn nicht vier gefunden werden, so begn\u00fcge dich mit drei, und wenn nicht drei gefunden werden, so begn\u00fcge dich mit einer Eigenschaft. So steht auch Prov. 31, 10: \u00bbEin Biederweib, wer findet es?\u00ab<br>  \u00bbIch will sie setzen zu euern H\u00e4uptern,\u00ab Deut. 1, 13. Es steht \u05d5\u05d0\u05e9\u05de\u05dd\u200e (ohne \u05d9) geschrieben. Nach R. Josua ben Levi sprach Moscheh zu ihnen (den Israeliten): Wenn ihr ihnen (den Richtern) nicht Folge leistet, so ladet ihr eine Schuld auf eure H\u00e4upter (\u05d0\u05e9\u05de\u05d4 \u05ea\u05dc\u05d5\u05d9 \u05d1\u05e8\u05d0\u05e9\u05c1\u05d9\u05db\u05dd\u200e). Womit ist die Sache zu vergleichen?<br> Mit einer Schlange, deren Schwanz zum Kopfe sagte: Wie lange noch wirst du vorangehen, ich will einmal (an deiner Stelle sein und) vorangehen. Gut! sagte der Kopf, gehe voran. Er ging voran, stie\u00df er an eine Zisterne mit Wasser, so warf er sie hinein, stie\u00df er auf Feuer, so warf er sie hinein und stie\u00df er auf Dornen, so warf er sie hinein. Was war Schuld daran?<br> Weil der Kopf hinter dem Schwanze ging. So auch, wenn die Kleinen den Gro\u00dfen folgen, so beschlie\u00dfen (entscheiden) diese es vor G-tt und er vollstreckt es; wenn aber die Gro\u00dfen hinter den Kleinen einhergehen, so fallen sie auf ihr Gesicht. Oder R. Asarja sagte: Womit ist die Sache zu vergleichen?<br> Mit einer Braut, welche unter dem Trauhimmel stand und ihre H\u00e4nde waren beru\u00dft, reinigt sie dieselben an der Wand, so wird diese beru\u00dft und ihre H\u00e4nde werden nicht rein, reinigt sie dieselben an einem gegl\u00e4tteten Stein, so wird dieser beru\u00dft und ihre H\u00e4nde werden nicht rein, reinigt sie dieselben aber an ihrem Haar, so wird dieses sch\u00f6n und ihre H\u00e4nde werden rein. So auch, wenn die Israeliten ihren Gro\u00dfen Folge leisten, und diese ihre Obliegenheiten nicht besorgen, da ist die Schuld an das Haupt der Gro\u00dfen geh\u00e4ngt, wenn sie aber den Gro\u00dfen nicht Folge leisten, dann ist die Schuld an sie selbst geh\u00e4ngt. R. Jizchak sagte: Wenn die Israeliten ihren Gro\u00dfen Folge leisten, und diese nicht ihre Obliegenheiten besorgen, in dieser Stunde hei\u00dft es Jes. 3, 13; \u00bbHaSchem kommt zu Gericht mit den \u00c4ltesten seines Volkes und seiner F\u00fcrsten.\u00ab Und das alles warum?<br> Weil die Last der Gesamtheit (des Gemeinwesens) schwer zu tragen ist und ein Mensch allein nicht die Last der Gesamtheit zu tragen vermag. Du kannst es auch daraus erkennen, denn siehe, Moscheh, der gr\u00f6\u00dfte aller Propheten, konnte die Last der Gesamtheit nicht allein tragen. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Weil es hei\u00dft Deut. 1, 9: \u00bbUnd ich sprach zu euch zu selbiger Zeit\u00ab u. s. w. Wann war diese Zeit?<br> R. Jochanan sagt: Zu der Zeit Jitros; denn so hei\u00dft es Ex. 18, 18: \u00bbDie Sache ist f\u00fcr dich zu schwer, du allein kannst sie nicht ausf\u00fchren.\u00ab R. Chija sagte: Es war in der Zeit der Murrenden, wie es hei\u00dft Num. 11, 14: \u00bbIch allein vermag dieses ganze Volk nicht zu tragen.\u00ab V. 12: \u00bbHabe ich dieses ganze Volk empfangen?\u00ab<br>  u. s. w. R. Berachja im Namen des R. Levi sagte: Moscheh sprach vor G-tt: Herr der Welt! du hast gesagt Jes. 46, 3: \u00bbDie ihr getragen wurdet von Mutterleibe an,\u00ab dir ziemt es, sie zu tragen. Moscheh sprach zu den Israeliten: Bei eurem Leben! kann ich zehn von eures Gleichen tragen?<br> Warum kann ich euch nicht tragen?<br> HaSchem, euer G-tt, hat euch gemehrt (gro\u00df gemacht) \u00fcber eure Richter. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Weil es hier hei\u00dft V. 10: \u00bbHaSchem, euer G-tt, hat euch gemehrt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder:<\/strong> \u00bbHaSchem, euer G-tt, hat euch gemehrt.\u00ab<br>\nIn Verbindung mit Ps. 5, 8: \u00bbIch b\u00fccke mich vor deiner heiligen St\u00e4tte in Ehrfurcht.\u00ab Nach R. Ilai bar R. Jose ben Simra sprach G-tt so zu Abraham, dass er seine Kinder mit zwei Buchstaben erl\u00f6sen werde. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> So hei\u00dft es Gen. 5, 14: \u00bbUnd auch das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten,\u00ab und wenn er kommt, sie zu erl\u00f6sen, so erl\u00f6st er sie durch 72 Buchstaben.<br>\nDenn nach R. Judan sind Deut. 4, 34 von \u00bb\u05dc\u05d1\u05d5\u05d0\u200e zu kommen und sich ein Volk zu nehmen\u00ab bis Ende des Verses 72 Buchstaben. R. Abin sagte: Mit seinem Namen erl\u00f6st er sie, der aus 72 Buchstaben besteht. Oder R. Ilai im Namen des R. Jose ben Simra sagte: Warum hat aber G-tt unserm Vater Abraham nicht offenbart, dass er seinen Kindern das Manna geben werde?<br> Es ist so die Weise der Gerechten, sagte R. Abba bar Kahana, sie sprechen wenig und leisten viel. Oder G-tt hat es ihnen darum nicht offenbart, denn h\u00e4tte er es ihnen offenbart, so w\u00fcrden die Israeliten gesagt haben: Das haben wir schon an Pharaos Tisch gegessen. Du kannst es auch daraus erkennen: Als ihnen das Stroh nicht geliefert wurde, da sprachen die Israeliten Num. 11, 5: \u00bbWir gedenken der Fische, die wir umsonst a\u00dfen in \u00c4gypten.\u00ab Darum hat er es ihnen nicht offenbart. Oder R. Ilai im Namen des R. Jose ben Simra sagte: G-tt sprach so zu Abraham, weil er seine Nachkommen gro\u00df machen wollte wie die Sterne. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Es hei\u00dft Gen. 15, 5: \u00bbSo soll dein Same sein.\u00ab Und als er kam, sie zu segnen, da segnete er sie noch mehr, als er ihnen verhei\u00dfen hatte. Was hei\u00dft: \u05dc\u05e8\u05d5\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d1\u05d4 \u05d0\u05e8\u05d1\u05d4\u200e?<br> Es hei\u00dft Ps. 18, 44: \u00bbDu rettetest mich aus den Rechtsh\u00e4ndeln der V\u00f6lker und setztest mich zum Haupte der Nationen\u00ab d. i. David sprach: Du rettetest mich von denen, die mit mir H\u00e4ndel anfangen (\u05de\u05e8\u05d9\u05d1\u05d9 \u05e2\u05de\u05d9\u200e), du sch\u00fctztest mich, dass ich nicht eine Rechtssache bei ihnen habe und du rettetest mich von den Rechtsh\u00e4ndeln des Volkes (\u05de\u05e8\u05d9\u05d1\u05d9 \u05e2\u05dd\u200e), dass sie nicht eine Rechtsache bei mir haben. G-tt sprach zu ihm: David, was sitzest du bei ihnen?<br> Bei deinem Leben! ich habe dich bereits zum K\u00f6nige \u00fcber sie gesetzt. Wenn du mich \u00fcber deine Kinder gesetzt hast, sagte David vor G-tt, so gib ihnen ein Herz, dass deine Kinder mir auch gehorchen; denn so hei\u00dft es das. V. 45: \u00bbAuf das blo\u00dfe Ger\u00fccht gehorchen sie mir.\u00ab Ferner sprach David das.: \u00bbDu setztest mich zum Haupte der Nationen.\u00ab R. Berachja sagte: Wenn du das Volk gerichtet (und dich in deinem Urteile geirrt) hast, so bist du G-tt \u00fcberliefert und wer ist der G-tt der G\u00f6tter? <\/p>\n\n\n\n<p>Der, welcher sieht und nicht gesehen wird. Bei eurem Leben! sprach Moscheh zu den Israeliten, dass ich zehn, auch hundert eures Gleichen tragen kann. Warum sagte er aber hier: \u00bbIch kann allein euch nicht tragen, denn HaSchem, euer G-tt, hat euch gemehrt?\u00ab  <\/p>\n\n\n\n<p>Weil HaSchem, euer G-tt, euch \u00fcber eure Richter gro\u00df gemacht hat. \u00bbHaSchem, euer G-tt, hat euch gemehrt,\u00ab Er sprach n\u00e4mlich zu ihnen: Heute seid ihr wie die Sterne, aber einst werdet ihr viel (\u05dc\u05e8\u05d1\u200e) sein d. i. ihr werdet eurem Herrn (\u05dc\u05e8\u05d1\u05db\u05df\u200e) gleichen. Wie so?<br> Hier Deut. 4, 24 steht: \u00bbDenn HaSchem, dein G-tt, ist ein verzehrendes Feuer,\u00ab und von Israel hei\u00dft es in der Zukunft Jes. 10, 17: \u00bbDas Licht Israels wird einst zu Feuer und sein Heiliger zur Flamme werden.\u00ab R. Levi bar Chama sagte: Wenn schon derjenige, welcher einem G\u00f6tzen dient, demselben gleich ist, wie es hei\u00dft Ps. 115, 8: \u00bbGleich ihnen (den G\u00f6tzen) sind, die sie machen,\u00ab um wieviel mehr wird der, welcher G-tt dient, ihm gleich sein! Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> So hei\u00dft es Jerem. 17, 7: \u00bbGesegnet ist der Mann, welcher auf HaSchem vertraut und dessen Vertrauen HaSchem ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder R. Abba sagte:<\/strong> Einst wird der Kreis der Gerechten innerhalb des der Dienstengel sein und diese werden jene fragen: Welche neue Halachot hat G-tt heute vorgetragen?<br> Wundre dich nicht dar\u00fcber, sagte R. Levi bar Chanina, auch in dieser Welt ist ihr (der Gerechten) Kreis innerhalb des der Dienstengel, wie es hei\u00dft Dan. 3, 25: \u00bbUnd das Ansehen des vierten gleicht einem G\u00f6ttersohne,\u00ab denn sie waren innerhalb des Engels und dieser l\u00f6schte vor ihnen das Feuer aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> V. 11. HaSchem, der G-tt eurer V\u00e4ter. <\/h2>\n\n\n\n<p>R. Eleasar ben Jakob sagte: Wenn man die Segensw\u00fcnsche Moschehs ansieht, so findet man darin von einem Ende der Welt bis zum andern geschrieben: \u00bbEr tue zu euch noch tausendmal mehr.\u00ab Es steht nicht \u05d0\u05dc\u05e3 \u05e4\u05e2\u05dd\u200e, sondern \u05e4\u05e2\u05de\u05d9\u05dd\u200e. Oder: \u00bbEr tue zu euch hinzu wie ihr.\u00ab R. Acha sagte: Die Israeliten h\u00e4tten zu Moscheh sprechen k\u00f6nnen: Unser Lehrer Moscheh! ist wohl eins von all den Dingen an uns, wor\u00fcber du uns zurechtweisest, und wir h\u00e4tten deine Zurechtweisungen angenommen?<br> Allein sie haben vor ihm geschwiegen, darum sagt er zu ihnen: Wie ihr, die ihr gerecht seid d. i. wie euresgleichen Zurechtweisungen annehmen und schweigen. Oder warum hat Moscheh sie mit dem Ausdruck \u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05ea\u200e (\u05d9\u05d5\u05e1\u05e3\u200e) hinzuf\u00fcgen, gesegnet?<br> Weil die Zugabe G-ttes (\u05e9\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05ea\u05d5 \u05e9\u05c1\u05dc \u05d4\u05e7\u05f4\u05d1\u05d4\u200e) gr\u00f6sser ist, als die Hauptsache. Gew\u00f6hnlich, wenn ein Mensch von seinem Genossen eine Litra Fleisch kauft, so spricht er zu ihm: Gib mir etwas zu (\u05d4\u05d5\u05e1\u05d9\u05e3 \u05dc\u05d9\u200e). Wieviel gibt er da ihm zu?<br> Eine Unze. Aber bei G-tt ist die Zugabe gr\u00f6sser, als die Hauptsache. Wie so?<br> Jizchak galt doch dem Abraham als Hauptperson und doch war die Zugabe (eig. und doch war das, was er ihm zuf\u00fcgte) gr\u00f6sser, als die Hauptsache, wie es hei\u00dft Gen. 25, 1: \u00bbAbraham f\u00fcgte hinzu und nahm ein Weib.\u00ab Ebenso war Joseph doch die Hauptperson f\u00fcr seine Mutter und Benjamin eine Zugabe, wie es hei\u00dft das. 30, 24: \u00bbHaSchem f\u00fcge mir hinzu einen anderen Sohn.\u00ab Was aber steht das. 46, 21 geschrieben?<br> \u00bbUnd die S\u00f6hne Benjamins sind Bela, Becher und Asbel\u00ab u. s. w. Siehe, Benjamins S\u00f6hne sind mehr als die des Joseph. Chiskias Regierung dauerte der Hauptsache nach 14 Jahre, das aber, was ihm G-tt hinzusetzte, war mehr als jene. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Es hei\u00dft Jes. 38, 5: \u00bbIch f\u00fcge zu deinen Tagen noch f\u00fcnfzehn Jahre hinzu.\u00ab Daraus siehst du, dass die Zugabe G-ttes mehr ist, als die Hauptsache, und darum segnete Moscheh auch den Ausdruck des Hinzuf\u00fcgens (\u05d9\u05d5\u05e1\u05e3\u200e).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>und segne euch. <\/strong>R. Levi sagte: Womit ist die Sache zu vergleichen?<br> Mit einem K\u00f6nige, der zu seinem Feldherrn sagte: Geh und verteile eine Litra Gold an die Legionen. Der Feldherr ging und gab ihnen von F\u00fcnfern f\u00fcnf Goldst\u00fccke. Da sagten jene: Der K\u00f6nig hat dich doch gehei\u00dfen, uns von einer Litra Gold zu geben und du gibst uns nur von F\u00fcnfern f\u00fcnf Goldst\u00fccke? <\/p>\n\n\n\n<p>Er sprach zu ihnen: Diese sind von dem meinigen, wenn der K\u00f6nig kommt, wird er euch von dem seinigen geben. So sprachen auch die Israeliten: Unser Lehrer Moscheh! G-tt hat seinen Segnungen keine Grenze gesetzt, und du sprichst zu uns: \u00bbtausendmal?\u00ab<br>  Das, womit ich euch gesegnet habe, ist von meinem Segen, antwortete Moscheh, wenn G-tt kommt, wird er euch segnen, wie er euch verhei\u00dfen hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder: <\/strong>\u00bbHaSchem, euer G-tt, hat euch gemehrt.\u00ab Warum hat er sie gesegnet, dass sie so viel werden m\u00f6gen, wie die Sterne?<br> Wie die Sterne Stufen \u00fcber Stufen (Grade) haben, so haben auch die Israeliten Stufen \u00fcber Stufen; wie die Sterne keine Grenze und keine Zahl haben, so haben auch die Israeliten keine Grenze und keine Zahl; wie die Sterne schalten von einem Ende der Welt bis zum andern, so auch die Israeliten. Moscheh sprach vor G-tt: Herr der Welt! warum hast du deine Kinder nicht mit der Sonne und mit dem Mond verglichen, die doch gr\u00f6sser sind, als die Sterne?<br> G-tt antwortete: Bei deinem Leben! Sonne und Mond werden sich einst sch\u00e4men. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Aus Jes. 24, 23: \u00bbEs err\u00f6tet der Mond und sch\u00e4mt sich die Sonne\u00ab u. s. w. Aber die Sterne werden sich nimmer sch\u00e4men. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Aus Joel 2, 27: \u00bbUnd ihr sollt erkennen, dass in Israels Mitte ich bin und dass ich HaSchem, euer G-tt, bin und kein anderer.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 2 Vers 3. \u00bbLange genug habt ihr dieses Gebirge umzogen.\u00ab<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Halacha.<\/strong> Ein Israelit, welcher auf die Ehre seiner Eltern achtet, was ist sein Lohn?<br> So haben unsere Rabbinen gelehrt: Dies sind die Dinge, von denen der Mensch die Fr\u00fcchte schon in dieser Welt genie\u00dft, und der Stamm verbleibt ihm f\u00fcr jene Welt, n\u00e4mlich Ehre der Eltern u s. w. R. Abuhu sagte: R. Elieser den Gro\u00dfen fragten seine Sch\u00fcler: Worin besteht die Ehre der Eltern?<br> Er antwortete ihnen: Geht hinaus und seht, was Dama ben Nethina zu Askalon getan hat. Seiner Mutter fehlte es an Verstand und sie schlug ihn in Gegenwart seiner Genossen auf die Wange und er sagte weiter nichts als: es ist genug, meine Mutter! Einmal kamen die Weisen zu ihm, so erz\u00e4hlen unsere Rabbinen, um einen Edelstein von ihm zu kaufen, welcher aus dem Schilde des Priesters verloren gegangen war. Er (Dama) wohnte in Askalon und sie kamen \u00fcber den Preis von 1000 Goldst\u00fccken mit ihm \u00fcberein. Er ging hinein (in das Gemach) und fand, dass sein Vater seinen Fu\u00df \u00fcber den Kasten gestreckt hatte, in welchem der Edelstein sich befand, und eingeschlafen war. Er wollte ihn nicht kr\u00e4nken (st\u00f6ren) und ging leer wieder hinaus. Als er den Stein nicht mitbrachte, dachten die Weisen, dass er mehr von ihnen haben wolle, und sie gingen in die H\u00f6he bis zu 10.000 Goldst\u00fccken. Als sein Vater von seinem Schlafe erwacht war, ging er hinein, brachte ihnen den Stein heraus, und sie wollten ihm nun (den letzten Preis) 10.000 Goldst\u00fccke bezahlen. Das sei ferne von mir! sprach er zu ihnen, ich will keinen Genuss von dem Lohne meiner Eltern haben (d. i. ich will mir den Schlaf meines Vaters nicht zu Nutze machen), ich nehme nur die 1000 Goldst\u00fccke, \u00fcber welche ich anfangs mit euch einig geworden bin. Und welchen Lohn hat ihm G-tt gegeben?<br> In diesem Jahre, so erz\u00e4hlen unsere Rabbinen, gebar seine Kuh eine rote Kuh, die er um mehr als 10.000 Goldst\u00fccke verkaufte. Siehe, wie gro\u00df die Ehre gegen die Eltern ist!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>R. Simeon ben Gamliel erz\u00e4hlte:<\/strong> Noch nie hat ein Kind seine Eltern so geehrt, wie ich meine Eltern geehrt habe und ich habe gefunden, dass Esau seinen Vater noch mehr geehrt hat, als ich. Wie so?<br> R. Simeon ben Gamliel sagte: Ich habe meinen Vater in schmutzigen Kleidern bedient und wenn ich auf den Markt ging, zog ich diese aus und sch\u00f6nere an, allein Esau hat nicht so getan, sondern er hat seinen Vater immer in den sch\u00f6nsten Kleidern bedient. Ich will es dir auch beweisen. Als er auf die Jagd ging, um zu fangen und es seinen Vater zu bringen, dass er ihn segnen sollte, was tat da Rebekka, die ihren Sohn Jakob liebte?<br> Sie gab ihm ein Leckergericht und sagte zu ihm: Geh zu deinem Vater und empfange die Segnungen, bevor sie dein Bruder empf\u00e4ngt. Da sagte Jakob zu ihr: Meine Mutter, wei\u00dft du nicht, dass mein Bruder Esau (Gen. 27, 11) \u00bbein haariger und ich ein glatter Mann bin?\u00ab<br>  Vielleicht k\u00f6nnte es mein Vater merken, dass ich nicht Esau bin und ich m\u00fcsste mich dann vor ihm sch\u00e4men. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Es hei\u00dft das. 27, 12: \u00bbVielleicht wird mein Vater mich betasten\u00ab u. s. w. Mein Sohn, sprach Rebecca zu ihm, deines Vaters Augen sind tr\u00fcbe, ich werde dir jene sch\u00f6nen Kleider anziehen, mit welchen dein Bruder sich bekleidet, wenn er deinen Vater bedient. Du gehst dann zu ihm hinein, und er fasst dich an deiner Hand und er glaubt, dass du Esau bist und er wird dich segnen. Woher ist das zu entnehmen?<br> Es hei\u00dft das. 12, 15: \u00bbUnd Rebecca nahm die Kleider Esaus, die k\u00f6stlichen, welche sie bei sich hatte im Hause,\u00ab n\u00e4mlich die, in welchen er gew\u00f6hnt war, seinen Vater zu bedienen, wie es hei\u00dft das.: \u00bbund sie zog sie dem Jakob an.\u00ab Als nun Jakob zu Jizchak hineinkam, was sagte da dieser zu ihm?<br> \n\u00bbDie Stimme ist Jakobs Stimme, aber die H\u00e4nde sind Esaus H\u00e4nde,\u00ab er segnete ihn und Jakob ging seines Wegs. Da kam Esau und ging zu seinem Vater. Wer bist du, fragte ihn der Vater, der mit mir so laut spricht?<br> Esau antwortete: Ich bin dein erstgeborener Sohn Esau. Als er seine Stimme h\u00f6rte, da merkte er, dass es Esau war und er sprach zu ihm: Mein Sohn, dein Bruder ist mit List gekommen und hat deinen Segen genommen. Da fing Esau an zu schreien und sprach: Komm und sieh, was mir dieser Fromme getan hat, von dem es hei\u00dft das. 25, 17: \u00bbUnd Jakob war ein frommer Mann, wohnend in den Zelten.\u00ab Nicht genug, dass er mich auslacht, weil ich mein Erstgeburtsrecht an ihn verkauft habe, siehe, er hat mir nun auch noch meinen Segen genommen. Siehe, da kannst du lernen, dass Esau das Gebot der Elternverehrung beobachtet hat. R. Judah sagte: Als die Israeliten mit ihm (mit Edom) Krieg f\u00fchren wollten, zeigte G-tt dem Moscheh den Berg, worin die V\u00e4ter Abraham, Jizchak und Jakob begraben waren. Er sprach zu ihm: Moscheh, sage den Israeliten, ihr k\u00f6nnt ihm nicht beikommen, bis jetzt hat er noch Lohn f\u00fcr das Gebot der Elternverehrung zu fordern, denn er hat die geehrt, welche in diesem Berge begraben liegen. Woraus l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Aus den Worten, welche wir hier lesen: \u00bbIhr habt nun lange genug diesen Berg umgeben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder die Worte:<\/strong> \u00bbIhr habt nun lange genug\u00ab u. s. w. in Verbindung mit Ps. 60, 11: \u00bbWer wird mich in jene befestigte Stadt bringen?\u00ab<br>  Das ist Rom. Warum nennt David sie \u05de\u05e6\u05d5\u05e8\u200e?<br> Es ist die Stadt, welche die Israeliten bedr\u00e4ngt und einengt (\u05e9\u05de\u05e6\u05d9\u05e8\u05d4 \u05d5\u05de\u05d1\u05e6\u05e8\u05d4\u200e). Oder die Stadt hei\u00dft darum \u05de\u05e6\u05d5\u05e8\u200e, weil sie von allen Orten befestigt ist (\u05e9\u05de\u05d1\u05d5\u05e6\u05e8\u05ea\u200e), so dass kein Mensch sie einnehmen kann. Oder sie hei\u00dft darum \u05de\u05e6\u05d5\u05e8\u200e, weil sie eine Stadt ist, die alle gern umgeben (\u05de\u05d1\u05e6\u05e8\u05d9\u05df\u200e) oder schw\u00e4chen m\u00f6chten, R. Jochanan sagte: David w\u00fcnschte und sprach: \u00bbWer bringt mich in die befestigte Stadt\u00ab d. i, wer bringt mich in die Lage, dass ich mich an ihr r\u00e4che?<br> G-tt sprach zu ihm: Wirst du ihr beikommen k\u00f6nnen?<br> Herr der Welt! sprach ferner David, \u00bbwer leitet mich bis Edom?\u00ab<br>  Er sprach n\u00e4mlich vor ihm: Wer mich schon \u00fcber Edom hat herrschen lassen, wird mich auch \u00fcber diese Gro\u00dfen herrschen lassen. Und woher l\u00e4sst sich beweisen, dass David \u00fcber Edom geherrscht hat?<br> Aus 2 Sam. 8, 14: \u00bbEr setzte in Edom Wachen (\u05e0\u05e6\u05d9\u05d1\u05d9\u05dd\u200e). Was hei\u00dft das? <\/p>\n\n\n\n<p>R. Simon sagte: Es sind Lager (\u05e7\u05e1\u05d8\u05e8\u05e1\u200e). Die Rabbinen sagen: Es sind Statuen. G-tt sprach zu David, sagte R. Jehuda bar Simon, ich wei\u00df wohl, dass deine H\u00e4nde scharf und schneidend sind, aber ich will mit ihnen meine Welt z\u00fcchtigen. Oder: David, ich brauche sie f\u00fcr die Geschlechter. Schon wollte dein Lehrer Moscheh ihnen etwas anhaben, ich sprach aber zu ihm: \u00bbGenug euch!\u00ab Der Lehrer befiehlt seinen Sch\u00fclern: \u00bbumgebt diesen Berg.\u00ab  Oder die Worte: \u00bbGenug euch!\u00ab in Verbindung mit Ps. 37, 7: \u00bbVerhalte dich ruhig gegen HaSchem und harre auf ihn.\u00ab Was hei\u00dft: \u05d5\u05d4\u05ea\u05d7\u05d5\u05dc\u05dc \u05d1\u05d5\u200e?<br> Blicke auf G-tt, wie es hei\u00dft Ps. 42, 12: \u00bbWarum bist du gebeugt, meine Seele?\u00ab<br>  Oder die Worte: \u05d5\u05d4\u05ea\u05d7\u05d5\u05dc\u05dc \u05d1\u05d5\u200e harre auf ihn, wollen nach R. Tachlipha von C\u00e4sarea sagen: Wenn Leiden \u00fcber dich kommen, nimm sie mit Frohlocken (\u05d1\u05d7\u05d9\u05dc\u05d4\u200e) auf. Es hei\u00dft Ps. 37, 7: \u00bbEreifre dich nicht \u00fcber den gl\u00fccklich Wandelnden\u00ab d. i. Esau, von dem es hei\u00dft Jerem. 12, 1: \u00bbWarum ist der Wandel der Ruchlosen gl\u00fccklich?\u00ab<br>  Ps. 37, 7: \u00bb\u00fcber den Mann, der R\u00e4nke \u00fcbt\u00ab d. i. Esau, welcher die Menschen mit List richtete. Wie so?<br> Ein Richter der Regierung richtet einen M\u00f6rder und er fragt ihn: warum hast du (ihn) erschlagen?<br> Er leugnet aber und sagt: ich habe ihn nicht erschlagen. Da fragt er ihn weiter: Womit hast du ihn erschlagen, mit dem Schwert oder mit der Lanze oder mit dem Messer?<br> Oder: \u00bbSchweige gegen HaSchem und harre auf ihn!\u00ab R. Josua ben Levi sagte: Als die Feinde heranr\u00fcckten, um Jerusalem zu zerst\u00f6ren, waren dort 60 Myriaden b\u00f6se Geister (D\u00e4monen), welche am Eingange des Tempels standen, um sie abzuhalten. Als sie (die D\u00e4monen) aber sahen, dass die Schechina schweigend es mit ansah (eig. als sie sahen die Schechina sehend und schweigend) \u2014 woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Es hei\u00dft Klagel.2, 3: \u00bbEr zog seine Rechte vor dem Feinde zur\u00fcck\u00ab \u2014 da machten auch sie Platz. R. Jehuda bar Sima sagte: Er sah ihn sein Haus zerst\u00f6ren und schwieg, und ihr wollt ihn angreifen?<br> Bis jetzt hat er noch Lohn f\u00fcr die gegen meine Eltern erwiesene Ehre zu fordern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00bbEs ist euch genug, umgib\u00ab <\/strong>(\u05e1\u05d1\u200e). Was hei\u00dft: \u00bbUmgib diesen Berg?\u00ab<br>  R. Chanina der Grosse sagte: Esau hat seinen Erzeuger (zu Tische) liegen gemacht (\u05e1\u05d9\u05d1\u05d1\u200e) d. i. seinen Vater, weil er verpflichtet war, ihn mit Speise zu versorgen. Woher l\u00e4sst sich das entnehmen?<br> Aus Gen. 25, 28: \u00bbJizchak liebte den Esau, denn er ass gern Wildprett.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>R. Samuel bar R. Gedalja sagte:<\/strong> G-tt sprach zu ihm: Ich vergelte ihm diesen Liebesbeweis. Als Jacob dem Esau Geschenke \u00fcbergab, wie \u00e4usserte sich da Esau?<br> Er sprach: Ich habe genug (\u05e8\u05d1\u200e), bek\u00fcmmere dich nicht. Mit diesem Ausdrucke, sagte G-tt, hat er ihn geehrt und mit demselben Ausdrucke sage ich ihm: Weichet von ihm (wendet euch von ihm ab), \u00bbes ist euch genug, umgib!\u00ab  Oder die Worte: \u00bbEs ist euch genug!\u00ab wollen nach R. Acha sagen: Sowie ihr ihn ber\u00fchrt, werdet ihr selbst ber\u00fchrt. Wie so?<br> Sein Vater hat ihm nur einen Segen gegeben, welcher lautet: \u00bbvon deinem Schwert sollst du leben,\u00ab den Jacob aber hat er mit zehn Segnungen gesegnet. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Aus Gen. 27, 28: \u00bbG-tt gebe dir vom Tau des Himmels.\u00ab Wird sein Segen nun ungiltig, so gehen auch eure zehn Segnungen verloren. \u00bbEs ist euch genug! umgib\u00ab u. s. w.<\/p>\n\n\n\n<p><strong> R. Berachja sagte:<\/strong> Als Esau zu seinem Vater kam und sah, dass Jacob die Segnungen genommen, sprach er zu ihm: Hast du mir nicht einmal einen Segen gelassen, wie es hei\u00dft Gen, 27, 38: \u00bbHast du nur einen Segen, mein Vater?\u00ab<br>  Da sprach Jizchak zu ihm: Selbst wenn ich dich segne, segne ich auch ihn. Habe ich nicht ihm gesagt: Sei Gebieter deines Bruders?<br> So habe ich ihn doch dadurch zum Knecht gemacht, und geh\u00f6rt nicht der Knecht und alles, was er hat, seinem Herrn?<br> Was hei\u00dft: \u00bbWendet euch gegen Mitternacht (\u05e6\u05e4\u05d5\u05e0\u05d4\u200e).\u00ab R. Chija sagte: Moscheh sprach zu ihnen: Wenn ihr seht, dass er (Esau) euch befehden will, so widersteht ihm nicht, sondern verberget (\u05d4\u05e6\u05e4\u05d9\u05e0\u05d5\u200e) euch vor ihm, bis seine Welt (Herrschaft) vor\u00fcber ist. Das ist der Sinn der Worte: \u00bbWendet euch gegen Mitternacht.\u00ab Dagegen sprachen die Israeliten, bemerkte R. Jehuda bar Schallum, Herr der Welt! sein Vater hat ihn gesegnet mit den Worten: \u00bbVon deinem Schwerte sollst du leben,\u00ab und du bist gegen ihn so freundlich und sagst zu uns: verberget euch vor ihm?<br> Wohin sollen wir fliehen?<br> Er sprach zu ihnen: Wenn ihr seht, dass er sich an euch machen will, so flieht zu der Torah. Unter \u05e6\u05e4\u05d5\u05e0\u05d4\u200e ist nichts anderes als die Torah zu verstehen vgl. Prov. 2, 7: \u00bbEr bewahrt (\u05d9\u05e6\u05e4\u05d5\u05df\u200e) den Redlichen Heil.\u00ab Oder nach R. Jizchak hat \u05e6\u05e4\u05d5\u05e0\u05d4\u200e diesen Sinn. G-tt sprach: Wartet bis jetzt der K\u00f6nig Messias kommt und erf\u00fcllt (was geschrieben steht Ps. 31, 20:) \u00bbWie gro\u00df ist deine G\u00fcte, die du aufsparest deinen Verehrern!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> V. 4. Und dem Volke befiehl also. <\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht dass ich es euch nur befehle, sprach G-tt, sondern ihr sollt es auch euren Kindern befehlen. G-tt sprach n\u00e4mlich zu Moscheh: ErTeile den Be- fehl auch den H\u00e4uptern der (k\u00fcnftigen) Geschlechter, dass sie gegen ihn (Esau) sich ehrerbietig betragen. Das ist der Sinn der Worte: \u00bbUnd dem Volke befiehl also.\u00ab R. Samuel bar Nachman sagte: Als Esau mit Jacob zusammenkam, sagte Esau zu ihm: Mein Bruder Jacob, wir beide wollen in dieser Welt miteinander (wie einer) gehen. Jacob antwortete ihm Gen. 33, 14: \u00bbEs ziehe mein Herr vor seinem Knechte her.\u00ab Was hei\u00dft \u05d9\u05e2\u05d1\u05e8 \u05e0\u05d0\u200e?<br> Nimm du deine Welt zuerst und ich will nachtreiben langsam nach dem Schritte des Viehes. Jacob sprach zu ihm: Bis jetzt habe ich noch Chananja, Mischael und Asarja zu stellen, von denen es hei\u00dft Dan. 1, 4: \u00bbsie sind Kinder ohne Makel.\u00ab Oder er sprach zu ihm: Ich habe bis jetzt noch den K\u00f6nig Messias zu stellen, von dem es hei\u00dft Jes. 9, 5: \u00bbEin Kind wird uns geboren.\u00ab \u00bbBis dass ich komme zu meinem Herrn nach Seir\u00ab Gen. 33, 14. Wir haben in der ganzen Schrift gesucht, sagte R. Samuel bar Nachman, und nicht gefunden, dass Jacob mit Esau in Seir zusammen gestanden h\u00e4tte. Was bedeutet nun \u05e9\u05e2\u05d9\u05e8\u05d4\u200e?<br> Er sprach zu ihm: Bis jetzt habe ich noch Richter und Helfer zu stellen, um an jenem Mann Rache zu nehmen. Woher l\u00e4sst sich das entnehmen?<br> Aus Obad. V. 21: \u00bbEs ziehen herauf die Helfer\u00ab u. s. w. Die Israeliten sprachen vor G-tt: Herr der Welt! wie lange sollen wir ihm unterworfen sein?<br> Er antwortete ihnen: Bis jener Tag kommt, von dem es hei\u00dft Num. 24, 17: \u00bbEin Stern tritt hervor aus Jacob, es erhebt sich ein Zepter aus Israel.\u00ab Sobald der Stern aus Jacob ausgeht, wird die Stoppel Esaus verbrennen. Woher l\u00e4sst sich das entnehmen?<br> Aus Obad. V. 18: \u00bbUnd es wird das Haus Jacobs Feuer und das Haus Josephs Flamme sein.\u00ab G-tt sprach: In dieser Stunde werde ich mein Reich strahlen lassen und \u00fcber euch herrschen, wie es hei\u00dft das.: \u00bbHelfer ziehen herauf auf den Berg Zion.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">V. 31. HaSchem sprach zu Moscheh: Siehe, ich habe angefangen.<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Halacha.<\/strong> Wenn ein Israelit sich auf der Reise befindet und es bricht der Schabbat an und es wird dunkel und er f\u00fchrt Geld oder sonst etwas dergleichen bei sich, wie hat er sich zu verhalten?<br> So haben die Weisen gelehrt:<br>\nWenn es dunkel wird, so gibt er seinen Beutel dem Fremden (Nichtjuden). Warum ist ihm erlaubt, dass er den Beutel einem Fremden geben darf?<br> Weil den Noachiden, sagte R. Levi, nur sieben Gebote (Vorschriften) befohlen worden sind, unter welchen die Schabbatfeier sich nicht befindet. R. Jose bar Chanina sagte:<br>\n Ein Heide, welcher den Schabbat h\u00e4lt, ohne vorher die Beschneidung empfangen zu haben, ist des Todes schuldig. Warum?<br> Weil sie ihm nicht befohlen worden ist. Was f\u00e4llt dir ein (wie kommst du auf diesen Gedanken) zu sagen, dass ein Heide, der den Schabbat h\u00e4lt, des Todes schuldig sei?<br> R. Chija bar Abba sagte: R. Jochanan hat gesagt: Es ist Weltbrauch, wenn ein K\u00f6nig und seine Gemahlin (Matrone) mit einander sprechen, ist dann der, welcher kommt und sich zwischen beide dr\u00e4ngt (einmischt), nicht des Todes schuldig?<br> So ist auch die Schabbatfeier eine \u00dcbereinkunft zwischen den Israeliten und G-tt, wie es hei\u00dft Ex. 31, 17: \u00bbZwischen mir und den Kindern Israels ist dies ein Zeichen ewiglich.\u00ab Darum macht sich der Heide, welcher kommt und sich zwischen beide dr\u00e4ngt, ohne zuvor die Beschneidung empfangen zu haben, des Todes schuldig. Die Rabbinen sagen: Moscheh sprach vor G-tt: Herr der Welt! weil die Heiden nicht zur Schabbatheiligung verpflichtet sind, wirst du vielleicht, wenn sie dieselbe doch halten, R\u00fccksicht auf sie nehmen?<br> G-tt sprach: Davor f\u00fcrchtest du dich?<br> Bei deinem Leben! und selbst wenn sie alle Vorschriften in der Torah halten, so st\u00fcrze ich sie vor euch hin. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Aus dem, was wir hier lesen. \u00bbSiehe, ich habe angefangen vor dir zu unterwerfen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder die Worte: <\/strong>\u00bbSiehe ich habe angefangen\u00ab in Verbindung mit Ps. 149, 8: \u00bbUm ihre K\u00f6nige in Fesseln zu legen.\u00ab Wer sind ihre K\u00f6nige?<br> Es sind nach R. Tanchuma die K\u00f6nige, welche in diesem Abschnitte erw\u00e4hnt werden. \u00bbUnd ihre Edlen in eiserne Fesseln\u00ab d. s. ihre F\u00fcrsten oben im Himmel, denn G-tt bestraft nicht eher eine Nation, als bis er zuvor ihre F\u00fcrsten bestraft. Wie so?<br> Pharao und alle \u00c4gypter st\u00fcrzte G-tt nicht eher ins Meer, als bis er zuerst ihren F\u00fcrsten (Patron) hineingest\u00fcrzt hatte. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Die Rabbinen sagen: Weil es nicht hei\u00dft: Rosse und ihre Reiter (\u05e1\u05d5\u05e1\u05d9\u05dd \u05d5\u05e8\u05d5\u05db\u05d1\u05d9\u05d4\u05dd\u200e plur.), sondern Ex. 15, 1: \u00bbRoss und seinen Reiter\u00ab d. i. ihren F\u00fcrst. Und als die \u00c4gypter auszogen, um den Israeliten nachzusetzen, erhoben die Israeliten ihre Augen und sahen den F\u00fcrst (Patron) der \u00c4gypter schwebend in der Luft. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> R. Jizchak sagte: Es hei\u00dft das. 14, 10: \u00bbDer \u00c4gypter zog hinter ihnen her,\u00ab d. i. ihr F\u00fcrst. Siehe das ist der Sinn der Worte: \u00bbUm ihre K\u00f6nige in Fesseln zu legen.\u00ab Auch als Sichon und Og die Israeliten befehden wollten, sprach G-tt zu Moscheh: Siehe, ich habe ihren F\u00fcrsten gest\u00fcrzt, wie es hei\u00dft: \u00bbSiehe, ich habe angefangen preiszugeben vor dir\u00ab u. s. w.<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder die Worte:<\/strong> \u00bbSiehe, ich habe angefangen\u00ab in Verbindung mit Prov. 13, 12: \u00bbEine Hoffnung, die sich verziehet, macht das Herz krank.\u00ab Hier ist die Rede, sagte R. Asarja, von der Hilfe, die einst kommen wird. Wie so?<br> Als der Prophet zu Israel sagte Hagg. 2, 6: \u00bbNoch ein wenig und ich ersch\u00fcttere die Himmel und die Erde,\u00ab siehe, da sprach er: \u00bbEine Hoffnung, die sich verziehet, macht das Herz krank;\u00ab als er aber ihnen sagte Jes. 62, 11: \u00bbSiehe, dein Helfer kommt,\u00ab da sprachen sie Prov. 13, 12: \u00bbEin Baum des Lebens ist bald erf\u00fcllter Wunsch.\u00ab Oder: \u00bbEine Hoffnung, die sich hinziehet\u00ab d. i. Pharao, zu dem Moscheh ging und kam und Plagen \u00fcber Plagen \u00fcber ihn brachte, bei deren jeder die Israeliten dachten, er w\u00fcrde sie ziehen lassen, (das war kr\u00e4nkend), \u00bbaber ein Baum des Lebens ist bald erf\u00fcllter Wunsch\u00ab d. i. der Krieg gegen Sichon und Og, in Bezug auf den ihm G-tt sagte: \u00bbSiehe, ich habe angefangen vor dir preiszugeben.\u00ab Oder was wollen die Worte: \u00bbSiehe, ich habe angefangen\u00ab sagen?<br> G-tt sprach zu Moscheh: Moscheh, siehe, ich habe ihren F\u00fcrsten gest\u00fcrzt. Gleich einem K\u00f6nige, sagte R. Abba bar Kahana, welcher den Feind seines Sohnes in seiner Gegenwart in Fesseln legt und zu ihm spricht: Tue mit ihm, wie dir beliebt.  Oder der Sinn der Worte: \u00bbSiehe, ich habe angefangen,\u00ab ist nach R. Samuel bar Nachman dieser. Als die Israeliten aus \u00c4gypten zogen und G-tt ihnen alle die Wunder tat, fiel ein Schrecken auf alle V\u00f6lker der Welt, wie es hei\u00dft Ex. 15, 16: \u00bbEs fiel auf sie Schrecken und Furcht,\u00ab als sie aber kamen, um mit Sichon und Og Krieg zu f\u00fchren, fragten die Emoriter einander: Bei deinem Leben! besteht diese Nation, welche mit uns Krieg f\u00fchren will, aus Helden oder nicht?<br> Wie viele Nationen sind sie?<br> Sie sprachen: Sie sind die Kinder dreier Nationen (\u05d0\u05d5\u05de\u05d5\u05ea\u200e). Wie, sagten Sichon und Og, diese ganze Nation von Menschenkindern sollten Kinder dreier Nationen sein, wir wollen uns r\u00fcsten und gegen sie ziehen und sie erlegen. Woher l\u00e4sst sich das entnehmen?<br> Aus Deut. 2, 32: \u00bbSichon zog uns entgegen.\u00ab Da kamen Moscheh und die Israeliten in das Gebiet Edrei.\u00ab Hier wollen wir lagern, sagte Moscheh, und morgen einziehen. Sie kamen, um in Edrei einzufallen und kein Auge hatte es gesehen. Moscheh erhob seine Augen und sah Og sitzen auf der Mauer und seine F\u00fcsse reichten bis zur Erde. Ich wei\u00df nicht, was ich sehe, sprach Moscheh, sie m\u00fcssen in dieser Nacht eine andere Mauer gebaut haben. Den du siehest, sprach G-tt zu Moscheh, ist Og. Nach R. Jochanan betrug die L\u00e4nge seiner F\u00fcsse 18 Ellen. Da f\u00fcrchtete sich Moscheh. F\u00fcrchte dich nicht, sprach G-tt zu ihm, ich st\u00fcrze ihn vor dir. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br> Es hei\u00dft Deut. 3, 2: \u00bbUnd HaSchem sprach zu Moscheh: f\u00fcrchte ihn nicht.\u00ab Og riss n\u00e4mlich einen Berg aus und warf ihn auf die Israeliten und Moscheh nahm eine Scholle (\u05e6\u05e8\u05d5\u05e8\u200e) Erde und erw\u00e4hnte \u00fcber derselben den Namen G-ttes und st\u00fctzte sich auf sie. Verflucht seien die H\u00e4nde, riefen die Israeliten, die so werfen, die Emoriter dagegen riefen: Gesegnet sind die H\u00e4nde, die das aushalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder:<\/strong> \u00bbHaSchem sprach zu Moscheh:<br>\nF\u00fcrchte ihn nicht, denn in deine Hand habe ich ihn gegeben.\u00ab<br>\nEs hei\u00dft nicht: \u05d0\u05ea\u05e0\u05e0\u05d5\u200e ich werde ihn geben, sondern: \u05e0\u05ea\u05ea\u05d9\u200e ich habe ihn gegeben.<br>\nG-tt sprach n\u00e4mlich: Bereits habe ich schon von den Tagen Abrahams an sein Strafmass beschlossen. Wie so?<br> Als n\u00e4mlich Lot, Abrahams Bruders Sohn gefangen worden war, kam Og und brachte dem Abraham die Nachricht, wie es hei\u00dft Gen. 14, 13: \u00bbUnd es kam ein Entronnener.\u00ab Resch Lakisch im Namen des Bar Kapra sagte: \u05e4\u05dc\u05d9\u05d8\u200e war sein Name. Warum hiess er aber Og (\u05e2\u05d5\u05d2\u200e)?<br> Als er kam, fand er den Abraham besch\u00e4ftigt mit Mazzot und Pesachkuchen (\u05d1\u05e2\u05d5\u05d2\u05d5\u05ea \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7\u200e). Er war aber nicht aus reiner Absicht (eig. des Himmels wegen), sondern nur wegen Saras Sch\u00f6nheit gekommen, er dachte n\u00e4mlich in seinem Herzen: Siehe, ich bringe ihm diese Nachricht, die Kriegsschaar erschl\u00e4gt ihn und ich nehme dann sein Weib Sara. Wehe dir, Ruchloser! sprach G-tt zu ihm, so denkst du, bei deinem Leben! ich werde deine Reise dir belohnen und dir dein Leben verl\u00e4ngern, was aber deine Absicht betrifft (eig. was aber das betrifft, was du in deinem Herzen denkst), den Abraham zu t\u00f6dten und die Sara zu nehmen, da wird jener Mann (d. i. du) einst in die H\u00e4nde ihrer Enkel fallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder: \u00bbIch habe ihn in deine Hand gegeben.\u00ab Es hei\u00dft hier nicht: \u05d0\u05ea\u05e0\u05e0\u05d5\u200e ich werde ihn in deine Hand geben, sondern: \u05e0\u05ea\u05ea\u05d9\u200e ich habe ihn in deine Hand gegeben d. i. ich habe schon von den Tagen Jizchaks an sein Strafmass beschlossen. Wie so?<br> Als n\u00e4mlich Abraham seinen Sohn Jizchak beschnitt, veranstaltete er ein Gastmahl und lud alle K\u00f6nige Kanaans dazu ein, wie es hei\u00dft Gen. 21, 8: \u00bbAbraham machte ein gro\u00dfes Gastmahl.\u00ab Was ist unter \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u200e gro\u00dfes zu verstehen?<br> Weil alle Gro\u00dfen eingeladen waren, auch Og war damals dort. Da sprach man zu Og: Sagte ich nicht, Abraham ist ein unfruchtbares Maultier und zeugt keine Kinder?<\/p>\n\n\n\n<p>Als er nun den Jizchak zu sehen bekam, sagte er: Was ist dieser?<br> Der ist nichts (in meinen Augen), mit einem Finger bringe ich ihn um. Da sprach G-tt zu ihm: Weil du so sprichst, so wirst du Tausende und Zehntausende von ihm hervorgehen sehen, in deren H\u00e4nde der Mann (du) einst fallen wird. Oder es hei\u00dft hier nicht: \u05d0\u05ea\u05e0\u05e0\u05d5\u200e ich werde ihn in deine Hand geben, sondern: \u05e0\u05ea\u05ea\u05d9\u200e ich habe ihn in deine Hand gegeben d. i. ich habe schon von den Tagen Jacobs an sein Strafma\u00df beschlossen. Wie so?<br> Als n\u00e4mlich Jacob zu Pharao kam, um ihn zu segnen, wie es hei\u00dft Gen. 47, 10: \u00bbJacob segnete den Pharao,\u00ab da befand sich auch Og daselbst. Hast du nicht gesagt, sprach Pharao zu ihm, dass Abraham ein unfruchtbares Maultier sei und nicht Kinder zeuge, siehe, hier ist sein Enkel und noch 70 Seelen aus seiner Lende (d. i. die von ihm abstammen). Damals warf Og ein b\u00f6ses Auge (einen missg\u00fcnstigen Blick) auf sie. Wehe dir, Ruchloser! sprach G-tt zu ihm, was wirfst du ein b\u00f6ses Auge auf meine Kinder. Das Auge dieses Mannes wird zerflie\u00dfen und er wird einst in ihre Hand fallen. Siehe, das ist der Sinn der Worte: \u00bbIn deine Hand habe ich ihn gegeben.\u00ab G-tt sprach n\u00e4mlich zu den Israeliten: Sowie die V\u00f6lker der Welt in dieser Welt euern Ruf vernehmen und sich vor euch f\u00fcrchten und erschrecken, so wird auch einst sich best\u00e4tigen, was Deut. 28, 10 gesagt ist: \u00bbUnd alle V\u00f6lker der Erde werden sehen, dass der Name HaSchems \u00fcber dich ausgerufen ist und sie werden sich vor dir f\u00fcrchten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"506\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/schaar_midrasch.png?resize=315%2C506&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3810\" style=\"width:416px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/schaar_midrasch.png?w=315&amp;ssl=1 315w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/schaar_midrasch.png?resize=187%2C300&amp;ssl=1 187w\" sizes=\"auto, (max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><strong>Midrasch auf talmud.de<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch\/\" data-type=\"page\" data-id=\"2413\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <strong>Zur \u00dcbersicht<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-rabbah-zu-dewarim-1\/\"><strong>Midrasch Rabbah zu Dewarim 1<\/strong><\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-dewarim-bis-kapitel-232\/\"><strong>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Dewarim (bis Kapitel 2,32)<\/strong><\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-waetchanan-323-bis-64\/\"><strong>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Wa\u2019etchanan (3,23 bis 6,4)<\/strong><\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-ekew-bis-101\/\"><strong>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Ekew (bis 10,1)<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Midrasch Dewarim Rabba &#8211; Paraschah Dewarim in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[210,130,99],"tags":[117],"class_list":["post-1439","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-creative-commons","category-dewarim-rabbah","category-midrasch","tag-creative-commons"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1439","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1439"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1439\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10235,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1439\/revisions\/10235"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1439"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1439"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1439"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}