{"id":1443,"date":"2015-04-14T00:32:09","date_gmt":"2015-04-13T22:32:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=1443"},"modified":"2025-07-07T11:24:43","modified_gmt":"2025-07-07T09:24:43","slug":"midrasch-dewarim-rabba-paraschah-waetchanan-323-bis-64","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-waetchanan-323-bis-64\/","title":{"rendered":"Midrasch Dewarim Rabba &#8211; Paraschah Wa&#8217;etchanan (3,23 bis 6,4)"},"content":{"rendered":"\n<p>Midrasch Dewarim Rabba &#8211; Paraschah Wa&#8217;etchanan (3,23 bis 6,4)<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 3. Vers 23. Und ich flehte zu HaSchem.<\/h2>\n\n\n\n<p>Halacha. Wenn ein Israelit steht und betet, ist es ihm erlaubt, laut zu beten?<br>\nSo haben die Weisen gelehrt:<br>\nWer steht und betet, kann seine Stimme h\u00f6ren lassen.<br>\nAllein es hei\u00dft schon von Hanna 1 Sam. 1, 13: \u00bbHanna redete in ihrem Herzen,\u00ab da k\u00f6nnte man glauben, man k\u00f6nne das Dreizehn-Gebet (Schemone esre) auf einmal (hintereinander) verrichten?<br>\nAllein schon in Daniel ist gesagt Dan. 6, 11: \u00bbDreimal des Tages lag er auf seinen Knien und betete zu seinem G-tt und dankte, gleichwie er getan vor diesem.\u00ab Nun k\u00f6nnte man glauben, man d\u00fcrfe zu jeder beliebigen Stunde beten?<br>\nAllein schon David hat Ps. 55, 18 erkl\u00e4rt: \u00bbAbends, Morgens und Mittags bete und klage ich und er h\u00f6ret meine Stimme.\u00ab Nun k\u00f6nnte man glauben, man d\u00fcrfe seine Anliegen sofort (ohne Umschweife) vorbringen?<br>\n Da hat aber bereits Schlomoh sich dagegen erkl\u00e4rt I K\u00f6n. 8, 28: \u00bbZu h\u00f6ren auf Jubel und Gebet.\u00ab \u05e8\u05e0\u05d4 (Jubel) ist Lobpreis auf G-tt und \u05ea\u05e4\u05dc\u05d4 (Gebet) betrifft die menschlichen Angelegenheiten (Bed\u00fcrfnisse). Abba Scha\u2018ul sagt: Das ist ein g\u00fcnstiges Zeichen des Gebetes, wenn der Mensch es mit Andacht verrichtet (eig. wenn der Mensch sein Herz auf dasselbe richtet), so darf er sich versichert halten, dass sein Gebet erh\u00f6rt werde, wie es Ps. 10, 17 hei\u00dft:<br>\n \u00bbDu richtest ihr Herz, dein Ohr vernimmt.\u00ab<br>\nR. Jochanan sagte: Zehn Ausdr\u00fccke gibt es f\u00fcr Gebet, es sind: \u05e9\u05d5\u05e2\u05d4, \u05e6\u05e2\u05e7\u05d4, \u05e0\u05d0\u05e7\u05d4, \u05e8\u05e0\u05d4, \u05e4\u05d2\u05d9\u05e2\u05d4, \u05d1\u05d9\u05e6\u05d5\u05e8, \u05e7\u05e8\u05d9\u05d0\u05d4, \u05e0\u05d9\u05e4\u05d5\u05dc, \u05e4\u05d9\u05dc\u05d5\u05dc und \u05ea\u05d7\u05e0\u05d5\u05e0\u05d9\u05dd; \u05e9\u05d5\u05e2\u05d4 und \u05e6\u05e2\u05e7\u05d4 wie es hei\u00dft Ex. 2, 23.<br>\n\u00bbUnd die Kinder Israels seufzten wegen des Dienstes und schrieen (\u05d5\u05d9\u05d6\u05e2\u05e7\u05d5) und ihr Geschrei (\u05e9\u05d5\u05e2\u05ea\u05dd) stieg empor zu G-tt wegen des Dienstes;\u00ab \u05e0\u05d0\u05e7\u05d4 wie es hei\u00dft das. V. 24: \u00bbUnd G-tt erh\u00f6rte ihr Wehklagen (\u05e0\u05d0\u05e7\u05ea\u05dd);\u00ab \u05e8\u05e0\u05d4 und \u05e4\u05d2\u05d9\u05e2\u05d4 wie es hei\u00dft Jerem. 7, 16: \u00bbDu aber bete nicht f\u00fcr dieses Volk und erhebe nicht f\u00fcr sie Flehen (\u05e8\u05e0\u05d4) und Gebet, und lege nicht F\u00fcrbitte bei mir ein (\u05d5\u05d0\u05dc \u05ea\u05e4\u05d2\u05e2 \u05d1\u05d9); \u05d1\u05d9\u05e6\u05d5\u05e8 und \u05e7\u05e8\u05d9\u05d0\u05d4 wie es hei\u00dft Ps. 18, 7: \u05d1\u05e6\u05e8 \u05dc\u05d9 \u05d0\u05e7\u05e8\u05d0; \u05e0\u05d9\u05e4\u05d5\u05dc wie es hei\u00dft Deut. 9, 18: \u00bbUnd ich fiel vor dem Ewigen nieder (\u05d5\u05d0\u05ea\u05e0\u05e4\u05dc);\u00ab \u05e4\u05d9\u05dc\u05d5\u05dc wie es hei\u00dft Ps. 106, 30: \u00bbDa erhob sich Pinchas und betete (\u05d5\u05d9\u05e4\u05dc\u05dc);\u00ab und \u05ea\u05d7\u05e0\u05d5\u05e0\u05d9\u05dd wie es hier hei\u00dft: \u00bbUnd ich flehte (\u05d5\u05d0\u05ea\u05d7\u05e0\u05df) zu HaSchem.\u00ab Von allen diesen Ausdr\u00fccken wandte Moscheh bei seinem Gebete nur den Ausdruck \u05ea\u05d7\u05e0\u05d5\u05e0\u05d9\u05dd an. R. Jochanan sagte: Hieraus kannst du lernen, dass ein Gesch\u00f6pf bei seinem Sch\u00f6pfer nichts hat (d. i. dass es keinen Anspruch bei ihm erheben, sondern nur um Gnade flehen kann); denn siehe, Moscheh, der gr\u00f6sste aller Propheten, kam nur mit der  Sprache des Flehens. Und warum?<br>\n R. Levi sagte: Warum kam Moscheh nur mit der Sprache des Flehens?<br>\nDas Sprichwort sagt: Sei vorsichtig, dass du dich in deiner Rede nicht verf\u00e4ngst (eig. dass du nicht ergriffen wirst an einem Ort deiner Rede). Wie das?<br>\n G-tt sprach so zu Moscheh Ex. 33, 19: \u00bbIch bin gn\u00e4dig, wem ich gn\u00e4dig sein will.\u00ab G-tt sprach zu ihm: Wer etwas in meiner Hand (etwas bei mir zu fordern) hat, dessen erbarme ich mich d. i. gegen den verfahre ich mit dem Masse Barmherzigkeit, wer aber nichts in meiner Hand (nichts bei mir zu fordern) hat, mit dem bin ich gn\u00e4dig d. i. dem gebe ich es umsonst (eig. mit dem verfahre ich mit der Gabe des Umsonst). Als Moscheh in das Land Israel kommen wollte, sprach G-tt zu ihm: Du hast genug! Da sprach Moscheh vor ihm: Herr der Welt! hast du nicht so zu mir gesagt: Wer nichts in meiner Hand hat, gegen den erweise ich mich gn\u00e4dig d. i. ich gebe es ihm umsonst, ich sage jetzt nicht, dass ich irgendetwas bei dir zu fordern habe, sondern gib es mir umsonst (verfahre mit mir gn\u00e4dig). Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Weil es hier hei\u00dft: \u00bbUnd ich flehte zu HaSchem.\u00ab  Oder die Worte: \u00bbIch flehte zu HaSchem\u00ab in Verbindung mit Ps. 39, 12: \u00bbZ\u00fcchtigst du mit Strafen f\u00fcr seine Schuld den Mann, so zerflie\u00dft gleich der Motte seine Lust, ach eitel ist der ganze Mensch,\u00ab Was hei\u00dft \u05d1\u05ea\u05d5\u05db\u05d7\u05d5\u05ea \u05e2\u05dc \u05e2\u05d5\u05df?<br>\n Durch eine S\u00fcnde, die Moscheh dadurch begangen, dass er deine Kinder zurechtwies, weil er zu ihnen gesprochen Num. 20, 10: \u00bbH\u00f6rt doch, ihr Widerspenstigen!\u00ab da hast du ihn gez\u00fcchtigt und ihn bestraft. Unter \u05d0\u05d9\u05e9 Mann ist nur Moscheh zu verstehen vergl. Num. 12, 3: \u00bbDer Mann Moscheh aber war sehr geplagt.\u00ab Was hei\u00dft: \u05ea\u05de\u05e1 \u05db\u05e2\u05db\u05d5 \u05ea\u05de\u05d5\u05d3\u05d5?<br>\nAll die Lust, die Moscheh hegte, um in das Land zu kommen, zerrann wie die Motte, welche in Ger\u00e4tschaften eindringt und sie zernagt (morsch macht). Es gibt keine Lust, als das Land Israel vergl. Jerem. 3, 19: \u00bbUnd ich gebe dir ein k\u00f6stliches Land.\u00ab Wenn es nun schon Moscheh, dem Gerechten, so erging, um wieviel mehr den Menschen, die nur f\u00fcr das Eitle und f\u00fcr den Tag des Gerichts bestimmt sind! \u00bbAch, eitel ist der ganze Mensch.\u00ab Sogar derjenige, sagte R. Acha, der zu einem G-tt gemacht war, wie es hei\u00dft Ex. 7, 1: \u00bbSiehe, ich habe dich dem Pharao zum G-tt gesetzt,\u00ab und jetzt fleht er und wirft sich hin (wie es hei\u00dft): \u00bbUnd er flehte zu HaSchem.\u00ab  \u00bbEr flehte\u00ab in Verbindung mit Dan. 2, 21: \u00bbEr \u00e4ndert Zeit und Stunde.\u00ab R. Abin sagte: Womit ist die Sache zu vergleichen?<br>\n Mit einem K\u00f6nig, der einen Freund hatte, welcher Heerf\u00fchrer, Eparchen und Feldherrn einsetzte (anstellte). Nach einiger Zeit sah man, dass er von dem Torh\u00fcter verlangte, in den Palast zu gehen, und er lie\u00df es ihm nicht zu, wor\u00fcber sich alle verwunderten und sprachen: Gestern (fr\u00fcher) hat er alle Heerf\u00fchrer, Eparchen und Kriegsobersten angestellt und jetzt verlangt er vom T\u00fcrh\u00fcter, in den Palast eingelassen zu werden und er l\u00e4sst es ihm nicht zu. Da antwortete er: Die Stunde ist vor\u00fcber. So hatte auch Moscheh angeordnet und G-tt hatte es best\u00e4tigt, z. B. (er sprach) Num. 10, 35:<br>\n \u00bbAuf, HaSchem!\u00ab (das. V. 36:) \u00bbkehre zur\u00fcck, HaSchem!\u00ab (das. 16, 30:) \u00bbWenn HaSchem wird etwas Neues erschaffen\u00ab d. i. wenn ihr (der Erde) vor den sechs Sch\u00f6pfungstagen her ein Mund erschaffen worden ist, siehe, so ist\u2019s gut, wenn nicht, so wird HaSchem ihr einen (Mund) schaffen, und jetzt fleht er, wirft sich nieder, um in das Land Israel zu kommen und wird nicht angenommen, (da hei\u00dft es auch:) Die Stunde ist vorbei, (wie es hei\u00dft:) \u00bbin derselben Zeit also.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Oder:<\/h3>\n\n\n\n<p> \u00bbUnd ich flehte zu HaSchem\u00ab in Verbindung mit Prov. 18,23: \u00bbMit Flehen redet der Arme, der Reiche aber antwortet trotzig.\u00ab R. Jochanan sagte: \u00bbMit Flehen redet der Arme\u00ab d. i. Moscheh, welcher zu seinem Sch\u00f6pfer mit Flehen kam: \u00bbder Reiche aber antwortet trotzig\u00ab d. i. der Reiche der Welt, n\u00e4mlich G-tt antwortete ihm trotzig, wie es hei\u00dft Deut. 3, 26: \u00bbFahre nicht fort mit mir von dieser Sache zu reden.\u00ab Oder R. Jochanan sagte: \u00bbMit Flehen redet der Arme\u00ab d. s. die Propheten Israels, \u00bbder Reiche aber antwortet trotzig\u00ab d. s. die Propheten der V\u00f6lker der Welt. R. Jochanan sagte ferner: Du findest keinen Gerechteren unter den V\u00f6lkern als Hiob war und dieser kam nur mit Zurechtweisungen vor G-tt, wie es hei\u00dft Hi. 23, 4: \u00bbIch wollte meine Rechtssache ihm vortragen und meinen Mund f\u00fcllen mit Beweisen.\u00ab Es gibt keinen gr\u00f6\u00dferen Propheten, als Moscheh und Jesaia waren, und beide kamen nur mit Flehen. Jesaia sprach s. Jes. 33, 2: \u00bbHaSchem sei uns gn\u00e4dig, auf dich hoffen wir,\u00ab und Moscheh sprach hier: \u00bbUnd ich flehte zu HaSchem.\u00ab Oder: \u00bbUnd ich flehte zu HaSchem.\u00ab Womit ist diese Sache zu vergleichen?<br>\n Mit einer Matrone, die einen Sohn geboren, so lange ihr Sohn lebte, ging sie mit Gewalt in den Palast, als ihr Sohn aber gestorben war, da fing sie an nur mit Flehen den Palast zu betreten. So auch die Israeliten, so lange sie in der W\u00fcste sich befanden, erschien (ging) Moscheh vor G-tt mit Gewalt s. Ex. 32, 11: \u00bbWarum, HaSchem, entbrennt dein Zorn \u00fcber dein Volk, vergib doch die S\u00fcnde dieses Volkes\u00ab u. s. w., als aber die Israeliten in der W\u00fcste gestorben waren, da fing er an zu bitten mit Flehen, um in das Land zu kommen, (wie es hei\u00dft:) \u00bbUnd ich flehte  zu derselben Zeit.\u00ab Und zu welcher Zeit flehte er?<br>\n Zu der Zeit, wo Josua an seine Stelle gesetzt worden war, wie es hei\u00dft Deut. 3, 21: \u00bbUnd dem Josua gebot ich zu derselben Zeit.\u00ab R. Huna sagte, Als G-tt zu Moscheh gesagt hatte: Die Regierungszeit des Josua ist herangekommen, da fing Moscheh an um Erbarmen zu flehen, um in das Land zu kommen. Womit ist das zu vergleichen?<br>\n Mit einem Eparchen, welcher in seinem Regierungsbezirk war und Befehle erlie\u00df, die der K\u00f6nig ausf\u00fchrte (aufrecht hielt), er l\u00f6ste (befreite), wen er wollte und er fesselte, wen er wollte, als er aber seines Amtes entsetzt und ein anderer an seine Stelle gekommen war, da fing er an den T\u00fcrh\u00fcter (Pf\u00f6rtner) zu bitten, um in den Palast zu gehen, dieser aber lie\u00df es ihm nicht zu. So auch Moscheh. So lange er in seiner Regierung war, fesselte er, wen er wollte, wie es hei\u00dft Num. 16, 33; \u00bbUnd sie fuhren, sie und alles, was sie hatten, lebendig hinab in die Unterwelt\u00ab, und er l\u00f6ste (befreite), wen er wollte, wie es hei\u00dft Deut. 33, 6: \u00bbEs lebe Ruben, und sterbe nicht\u00ab; als aber die Ver\u00e4nderung vorging und Josua an seine Stelle gesetzt wurde, wie es hei\u00dft Num. 27, 18: \u00bbNimm dir Josua den Sohn Nuns,\u00ab da fing er an zu flehen, um in das Land zu kommen. G-tt aber sprach zu ihm: Du hast genug!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"> Oder:<\/h3>\n\n\n\n<p> \u00bbIn derselben Zeit also.\u00ab Was hei\u00dft \u05dc\u05d0\u05de\u05e8?<br>\n R. Asarja sagte: Sage es den k\u00fcnftigen Geschlechtern, dass sie in der Stunde der Not beten sollen; denn siehe, obgleich dem Moscheh gesagt worden war Deut. 3, 27: \u00bbDu sollst nicht \u00fcber diesen Jordan gehen\u00ab, fing er doch an zu flehen.<br>\nOder was will \u05dc\u05d0\u05de\u05e8 sagen?<br>\n R. Akiba sagte: Moscheh sprach: Herr der Welt! antworte mir auf meine Worte, ob ich in das Land Israel komme oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Oder<\/h3>\n\n\n\n<p> was ist der Sinn des Wortes \u05dc\u05d0\u05de\u05e8?<br>\n Moscheh sprach vor G-tt: Herr der Welt! es m\u00f6chte doch mein Vergehen wegen der k\u00fcnftigen Geschlechter aufgezeichnet werden. R. Samuel sagte: Womit ist das zu vergleichen?<br>\n Mit einem K\u00f6nige, welcher den Befehl gegeben und gesagt hatte: Jeder, welcher Fr\u00fcchte im 7. Jahre aufliest und isst, den f\u00fchre man auf das Feld. Eine Frau hatte \u00c4hren aufgelesen und gegessen und wurde nun aufs Feld gesetzt. Da bat sie den K\u00f6nig: Mein Herr K\u00f6nig! ich fordere von dir, dass man diese unreifen Fr\u00fcchte mir an den Hals h\u00e4nge, damit die Leute der Provinz nicht etwa sprechen, es sei Zauberei oder Ehebruch an mir gefunden worden; wenn sie die Fr\u00fcchte an meinem Halse sehen, so werden sie wissen, weshalb ich aufs Feld gebracht worden bin. So sprach auch Moscheh: Herr der Welt! m\u00f6chte doch mein Vergehen f\u00fcr die k\u00fcnftigen Geschlechter aufgezeichnet werden, damit die Israeliten nicht etwa sprechen: Moscheh hat die Torah gef\u00e4lscht oder er hat etwas gesagt, was ihm nicht befohlen worden ist, sie sollen wissen, dass ich nur wegen des Wassers bestraft werde. Das ist der Sinn der Worte: \u00bbzu derselben Zeit \u05dc\u05d0\u05de\u05e8.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> Vers 24. HaSchem, G-tt, du hast angefangen.<\/h2>\n\n\n\n<p>Was hei\u00dft das: \u00bbHaSchem, G-tt?<br>\n\u00bbAn zwei Stellen, sagte R. Josua ben Karcha, hat Moscheh dem Abraham nachgeahmt und es hat ihm nichts geholfen. Wie das?<br>\n G-tt rief den Abraham und er antwortete: \u00bbHier bin ich, wie es hei\u00dft Gen. 22, 1: \u00bbUnd es sprach Abraham: Hier bin ich!\u00ab Was hei\u00dft \u05d4\u05e0\u05e0\u05d9?<br>\n Ich bin bereit f\u00fcr die Priester und f\u00fcr die Herrscherw\u00fcrde und er erlangte die Priester- und Herrscherw\u00fcrde, wie es hei\u00dft Ps. 110, 4: \u00bbHaSchem hat geschworen und bereut es nicht, du bist Priester auf ewig nach der Weise Melchizedechs\u00ab vergl. Gen, 14, 17: \u00bbIns Tal Save, das ist das K\u00f6nigstal.\u00ab Auch Moscheh wollte ebenso tun, wie es hei\u00dft Ex. 3, 4: \u00bbUnd er (G-tt) rief: Moscheh, Moscheh! und er antwortete: Hier bin ich\u00ab d. i. ich bin bereit zur Priester- und Herrscherw\u00fcrde. Da sprach G-tt zu ihm Prov. 25, 6: \u00bbBr\u00fcste dich nicht vor dem K\u00f6nig und stelle dich nicht an den Ort der Gro\u00dfen.\u00ab G-tt sprach zu ihm Ex. 3, 5; \u00bbTritt nicht herzu!\u00ab d. i. du hast mit der Priesterw\u00fcrde nichts zu schaffen, denn von dieser hei\u00dft es Num. 1, 51: \u00bbDer Fremde, der sich ihr naht, soll get\u00f6tet werden.\u00ab Du hast auch nichts mit der Herrscherw\u00fcrde zu tun, wie es hei\u00dft 2. Sam. 7, 18: (\u00bbWer bin ich und was ist mein Haus,) dass du mich bis hierher gebracht!\u00ab Abraham sprach Gen. 15, 2: \u00bbHaSchem, G-tt, was willst du mir geben?\u00ab<br>\n R. Levi sagte: Er sprach vor ihm: Herr der Welt! wenn ich mit Recht zu verlangen habe, dass mir Kinder werden sollen, so gib sie mir, wo nicht, gib sie mir aus Barmherzigkeit. Bei deinem Leben! erwiderte G-tt, du hast sie mit Recht zu verlangen, wie es Gen, 15, 4 hei\u00dft: \u00bbUnd siehe, das Wort HaSchems wurde ihm.\u00ab Ebenso sprach auch Moscheh Deut 3, 24: \u00bbHaSchem, G-tt, du hast angefangen,\u00ab habe ich mit Recht zu verlangen, dass ich in das Land Israel komme, so lass mich einziehen, wo nicht, lass mich aus Barmherzigkeit dahin kommen. Darauf antwortete ihm G-tt: \u00bbBr\u00fcste dich nicht vor dem K\u00f6nig\u00ab u.s.w., \u00bbdenn du sollst nicht \u00fcber diesen Jordan gehen.\u00ab Als Moscheh sah, wie hart die Worte waren, fing auch er an harte Worte zu reden, (er sagte:)  \u00bbHaSchem, G-tt, du hast angefangen.\u00ab Er sprach n\u00e4mlich vor ihm: Herr der Welt! warum soll ich nicht in das Land kommen?<br>\n Etwa deshalb, weil ich gesagt habe Num. 20, 10; \u00bbH\u00f6rt doch, ihr Widerspenstigen!\u00ab Du hast doch zuerst gesagt das. 17, 25, \u00bbZur Aufbewahrung, zum Zeichen der widerspenstigen Kinder.\u00ab<br>\nOder: \u00bbDu hast angefangen.\u00ab R. Ruben sagte: Moscheh sprach vor G-tt: Warum tust du mir so?<br>\n Du bist doch zuerst zu mir gekommen. Woher l\u00e4sst sich das entnehmen?<br>\n Aus Ex. 3, 2: \u00bbDa erschien ihm der Engel HaSchems in einer Feuerflamme aus dem Dornbusch.\u00ab Er sprach n\u00e4mlich zu ihm: Nachdem du mich gro\u00df gemacht hast, willst du mich von meiner Gr\u00f6\u00dfe (H\u00f6he) st\u00fcrzen. Siehe, antwortete G-tt, ich habe es geschworen! Herr der Welt! sprach wieder Moscheh, du hast angefangen, als du wolltest, hast du den Schwur nicht gebrochen?<br>\n Hast du nicht geschworen, dass du deine Kinder wegen des goldenen Kalbes vernichten wolltest und du bist r\u00fcckg\u00e4ngig geworden, wie es hei\u00dft Ex. 33, 14: \u00bbHaSchem bedachte sich.\u00ab Oder R. Levi sagte: Moscheh sprach vor G-tt: Herr der Welt! Josephs Gebeine sollen in das Land kommen und ich soll nicht in das Land kommen?<br>\n G-tt antwortete ihm: Wer sich zu seinem Lande bekennt, wird auch in seinem Lande begraben, wer sich aber zu seinem Lande nicht bekennt, wird auch nicht in seinem Lande begraben. Joseph hat sich zu seinem Lande bekannt. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Als seine Gebieterin sprach Gen. 39, 14: \u00bbSeht, da hat er uns einen hebr\u00e4ischen Mann gebracht,\u00ab da hat er nicht verleugnet, sondern (er bekannte) das. 40, 15: \u00bbDenn gestohlen bin ich aus dem Lande der Hebr\u00e4er;\u00ab darum wurde er auch in seinem Lande begraben. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Jos. 24, 32: \u00bbUnd die Gebeine Josephs, welche die Kinder Israels heraufgebracht aus \u00c4gypten, begruben sie zu Sichem.\u00ab Du aber hast dich nicht zu deinem Lande bekannt, darum sollst du auch nicht in deinem Lande begraben werden. Wie das?<br>\n Als Jitros T\u00f6chter (zu ihrem Vater) sagten Ex. 2, 19: \u00bbEin \u00e4gyptischer Mann hat uns aus der Gewalt der Hirten gerettet,\u00ab da h\u00f6rte er es und schwieg, darum soll er (du) auch nicht in seinem Lande begraben werden,  \u00bbdenn du sollst nicht \u00fcber diesen Jordan gehen.\u00ab Da sprach G-tt zu Moscheh:<br>\nWenn du hier (in der W\u00fcste) bei ihnen (den Gefallenen) begraben wirst, so kommen sie wegen deines Verdienstes mit dir (in das Land). R. Levi sagte: Womit ist das zu vergleichen?<br>\n Mit einem, dessen Kleingeld an einem finstern Ort verstreut worden war, er dachte, wenn ich sage: Leuchtet mir, dass ich mein Geld wieder auflese, so kehrt sich niemand daran, was tat er?<br>\n Er nahm ein Goldst\u00fcck, warf es unter sie und fing an zu schreien: Leuchtet mir, ich habe ein Goldst\u00fcck gehabt, und es ist mir hier entfallen, und sie leuchteten ihm. Was tat er, als er das Goldst\u00fcck wiedergenommen?<br>\n Er sprach zu ihnen (den Leuten): Bei eurem Leben! wartet noch ein wenig auf mich, dass ich auch das Kleingeld auflese, und er las es in Folge (eig. im Verdienste) des Goldst\u00fccks auf. So brachte er auch das Kleingeld zusammen. So sprach auch G-tt zu Moscheh: Wenn du bei ihnen in der W\u00fcste begraben wirst, so kommen sie verm\u00f6ge deines Verdienstes hinein und du an ihrer Spitze, wie es hei\u00dft Deut. 33, 21: \u00bbDas Erste ersah er sich u. s. w. und sie gehen voran als H\u00e4upter des Volkes.\u00ab (Das. 4, 7:) \u00bbDenn wo gibt es ein so gro\u00dfes Volk\u00ab u. s. w.<br>\nHalacha. Darf ein Israelit, wenn er das Schema gelesen, warten, und dann erst beten (eine Bitte vorbringen)?<br>\n Die Weisen haben so gelehrt: Drei Handlungen m\u00fcssen rasch aufeinander folgen: 1) auf das H\u00e4nde aufst\u00fctzen muss gleich das Schlachten, 2) auf das H\u00e4ndewaschen (vor Tische) gleich die Beracha (der Segen \u00fcber das Brot) und 3) auf (das Gebet) die Erl\u00f6sung betreffend gleich das Gebet (Schemone esre) folgen. Und wer sich so verh\u00e4lt, was ist sein Lohn?<br>\n Rabba bar R. Abuhu sagte: Wer nach dem Hand aufst\u00fctzen gleich schlachtet, der darf sich versichert halten, dass sein Opfer angenommen wird, und wer nach dem Waschen seiner H\u00e4nde gleich die Beracha spricht, darf sich versichert halten, dass der Satan nicht den Ankl\u00e4ger bei seiner Mahlzeit macht, und wer nach dem Schema gleich das Schemone esre betet, darf sich versichert halten, dass sein Gebet erh\u00f6rt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>R. Jehuda bar R. Simon sagte: Du findest, dass der G\u00f6tze nah und fern, G-tt aber fern und nah ist. Wie so ist der G\u00f6tze nah?<br>\n Ein Heide macht sich ein G\u00f6tzenbild und stellt es in seinem Hause bei sich auf, folglich ist es da nah, und woher l\u00e4sst sich beweisen, dass es fern ist?<br>\n Weil es hei\u00dft Jes. 46, 7: \u00bbEr schreit auch zu ihm, er antwortet ihm aber nicht, weil er fern ist. Aber G-tt ist fern und nah, wie so?<\/p>\n\n\n\n<p> R. Jehuda bar R. Simon sagt:<br>\n Von hier (der Erde) bis zum Himmel hinauf ist ein Weg von 500 Jahren, folglich ist G-tt fern, und er ist nahe, n\u00e4mlich wenn der Mensch steht und betet und er sinnt nach in seinem Herzen (\u00fcber das Schema), so ist G-tt nahe, sein Gebet zu vernehmen, wie es hei\u00dft Ps. 65, 3: \u00bbErh\u00f6rer des Gebets! zu dir kommt alles Fleisch.\u00ab David sprach vor G-tt: Herr der Welt! wenn die V\u00f6lker der Welt kommen, um vor dir zu beten, gib ihnen keine Antwort, denn sie kommen nicht zu dir mit ganzem Herzen, sondern sie gehen zu ihrem G\u00f6tzen, und er antwortet ihnen nicht, sie sehen sich dann in der Not und kommen zu dir, so gib auch du ihnen keine Antwort, wie es hei\u00dft Ps. 18, 42: \u00bbSie schreien und niemand hilft, zu HaSchem, und er antwortet ihnen nicht.\u00ab Was bedeutet \u05d9\u05e9\u05d5\u05e2\u05d5?<br>\n Sie schreien zu ihrem G\u00f6tzen um Hilfe und wenn sie dann zu dir kommen, \u00bbzu HaSchem, so antwortet er ihnen nicht.\u00ab Aber wenn die Israeliten zu dir rufen, so vernimmt er gleich unser Gebet, wie es hei\u00dft das. 4, 2: \u00bbAuf mein Rufen antworte mir, mein G-tt, meine Gerechtigkeit.\u00ab G-tt sprach zu David: Du hast gesagt: \u00bbAuf mein Rufen antworte mir!\u00ab Bei deinem Leben! ehe ihr ruft, werde ich euch antworten, wie es hei\u00dft Jes. 65, 24: \u00bbBevor sie rufen, werde ich antworten,\u00ab denn ich habe keine andere Nation als euch. Und woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Weil wir hier Deut. 4, 7 lesen: \u00bbUnd wo ist ein so gro\u00dfes Volk?<br>\n  Ps. 20, 2 hei\u00dft es: \u00bbHaSchem antworte dir am Tage der Not.\u00ab Die Rabbinen sagen: Womit ist das zu vergleichen?<br>\n Mit einem K\u00f6nigssohne, welcher ausgeartet war, und er hatte drei Erzieher, der erste sprach, er werde Fesseln von hundert Litra f\u00fcr ihn machen, der zweite sagte: mit Fesseln von hundert Litra k\u00f6nne er nichts leisten, er werde ihm solche machen, die zw\u00f6lf Litra wiegen, da kam der dritte und sagte, wie kann er mit Fesseln von zw\u00f6lf Litra bestehen, er werde ihm eine Fessel von nur einer Litra machen. So sprach auch Moscheh, er werde f\u00fcr das Volk Fesseln von hundert Litra machen, wie es hei\u00dft Deut. 31, 17: \u00bbViele \u00dcbel und N\u00f6te werden es treffen.\u00ab David sprach, er werde f\u00fcr dasselbe Fesseln von zw\u00f6lf Litra machen, wie es hei\u00dft: \u00bbHaSchem antworte dir am Tage der Not\u00ab (sing.) d. i. so wie der Tag nur zw\u00f6lf Stunden hat. Als aber Jeremia auftrat, sprach er vor G-tt. Herr der Welt! sie haben keine Kraft, auch die Not, von der David gesprochen, zu ertragen (auszuhalten) , es werde f\u00fcr sie eine Fessel von nur einer Litra gemacht, wie es hei\u00dft Jerem. 30, 7: \u00bbEine Zeit der Drangsal ist\u2019s f\u00fcr Jacob, doch er soll von derselben befreit werden.\u00ab<br>\nOder: \u00bbHaSchem antworte dir am Tage der Not.\u00ab Was hei\u00dft \u05d1\u05d9\u05d5\u05dd \u05e6\u05e8\u05d4?<br>\n Resch Lakisch sagte: Womit ist das zu vergleichen?<br>\n Mit einem Weibe, welches auf dem Geb\u00e4rstuhle sitzt, um zu geb\u00e4ren und Schmerzen beim Geb\u00e4ren aussteht. Da sprachen die Weiber zu ihr: Wer deine Mutter erh\u00f6rt hat, wird auch dich erh\u00f6ren. Ebenso sprach David zu Israel: Wer Jacob erh\u00f6rt hat, wird auch euch erh\u00f6ren. Was hat Jacob gebetet?<br>\nGen. 35, 3: \u00bbIch will dort einen Altar machen dem G-tt, der mich erh\u00f6rt hat am Tage meiner Not;\u00ab auch dich wird HaSchem erh\u00f6ren am Tage der Not, es wird dich da sch\u00fctzen der G-tt Jacobs. Moscheh sprach vor G-tt: Herr der Welt! wenn du deine Kinder in Leiden siehst und es betet niemand f\u00fcr dieselben um Erbarmen, antworte ihnen sogleich. Bei deinem Leben! antwortete ihm G-tt, zu jeder Stunde, wo sie mich anrufen, werde ich ihnen antworten, wie es hei\u00dft Deut. 4, 7: \u00bbWer ist wie HaSchem, unser G-tt, so oft wir zu ihm rufen.\u00ab  Oder: \u00bbWie HaSchem, unser G-tt,\u00ab in Verbindung mit Ps. 69, 14: \u00bbUnd mein Gebet zu dir, HaSchem, zur Gnadenzeit.\u00ab R. Chanina bar Papa fragte den R. Samuel bar Nachman: Was hei\u00dft das, was geschrieben steht: \u00bbMein Gebet zu dir, HaSchem, zur Gnadenzeit?\u00ab<br>\nDieser antwortete ihm: Die Tore des Gebetes sind zuweilen ge\u00f6ffnet, zuweilen geschlossen, aber die Tore der Bu\u00dfe sind stets ge\u00f6ffnet. Er sprach:<br>\nWoher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Ps. 65 6: \u00bbFurchtbares, mit Gerechtigkeit erh\u00f6rst du uns, G-tt unsrer Hilfe, du Zuversicht aller Erd- und Meeresenden, der Fernen.\u00ab Sowie diese Wassersammlung zuweilen ge\u00f6ffnet, zuweilen verschlossen ist, so sind auch die Tore des Gebetes zuweilen offen, zuweilen geschlossen, aber das Meer ist immer offen. So ist auch die Hand G-ttes immer offen, die Reuigen aufzunehmen. Rab Anan sagte: Auch die Tore des Gebetes sind nie verschlossen, wie es hier hei\u00dft: \u00bbWie HaSchem, unser G-tt, so oft wir zu ihm rufen.\u00ab Unter \u05e7\u05e8\u05d9\u05d0\u05d4 Rufen ist nichts anderes als das Gebet zu verstehen, wie es hei\u00dft Jes. 65, 24: \u00bbBevor sie noch rufen, werde ich antworten.\u00ab<br>\nR. Chia der Gro\u00dfe hat gesagt: Es hei\u00dft Ps. 27, 14: \u00bbHoffe auf HaSchem, sei stark und mutigen Herzens und hoffe auf HaSchem\u00ab d. i. bete und bete abermals, es gibt doch eine Zeit, wo dir Erh\u00f6hrung wird.<br>\nOder: \u00bbMein Gebet zu dem Ewigen\u00ab u. s. w. Weil David allein sprach: \u00bbzur Gnadenzeit,\u00ab aber das Gebet der Versammlung kehrt niemals leer zur\u00fcck. \u00bbWie HaSchem, unser G-tt, so oft wir zu ihm rufen,  denn wo gibt es ein so gro\u00dfes Volk, welchem G-tt so nahe ist?\u00ab<br>\n Die Sektirer (Minim) fragten den R. Simlai: Wie viel G\u00f6tter (M\u00e4chte) haben die Welt erschaffen?<br>\nEr antwortete ihnen: ich und ihr wollen die sechs Sch\u00f6pfungstage fragen. Da entgegneten sie: Steht denn im Anfange schuf \u05d0\u05dc\u05d5\u05d4 (Einzahl)?  es steht doch: Im Anfange schuf \u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05dd (Mehrzahl). Er sprach zu ihnen: Steht denn \u05d1\u05e8\u05d0\u05d5 sie erschufen?<br>\n es steht doch \u05d1\u05e8\u05d0 er erschuf. Ferner steht denn \u05d5\u05d9\u05d0\u05de\u05e8\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05dd die G\u00f6tter sprachen, es sei eine Veste, es sammeln sich die Wasser, es seien Lichter?<br>\n es hei\u00dft doch: \u05d5\u05d9\u05d0\u05de\u05e8\u200e und er sprach. Als sie an das Werk des sechsten Sch\u00f6pfungstages kamen, da waren sie froh. Sie sprachen zu ihm; Siehe es hei\u00dft Gen. 1, 26: \u00bbWir wollen einen Menschen machen (\u05e0\u05e2\u05e9\u05c2\u05d4) nach unserm Bilde\u00ab u. s. w. Er entgegnete ihnen: Es steht nicht: \u05d5\u05d9\u05d1\u05e8\u05d0\u05d5 sie erschufen den Menschen in ihrem Bilde (\u05d1\u05e6\u05dc\u05de\u05d9\u05d4\u05dd), sondern es hei\u00dft: \u05d5\u05d9\u05d1\u05e8\u05d0 er erschuf den Adam in seinem Bilde (\u05d1\u05e6\u05dc\u05de\u05d5). Sie<br>\n sprachen: Es steht doch aber: \u00bbWo ist ein so gro\u00dfes Volk, dem G\u00f6tter (\u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05dd) so nahe sind (\u05e7\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05dd \u05d0\u05dc\u05d9\u05d5)?<br>\n Darauf antwortete er ihnen: Hei\u00dft es denn: \u00bbWie HaSchem, unser G-tt, so oft wir zu ihnen (\u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05dd) rufen?\u00ab<br>\n es hei\u00dft doch: \u00bbso oft wir zu ihm (\u05d0\u05dc\u05d9\u05d5) rufen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Oder:<\/h3>\n\n\n\n<p> \u00bbDem G-tt so nahe ist.\u00ab R. Jochanan sagte: Wenn die Dienstengel vor G-tt erscheinen, um zu erfahren, wann das Neujahr, wann der Vers\u00f6hnungstag sein soll, da antwortet G-tt ihnen: Was fragt ihr mich? Ich und ihr wollen bei dem Gerichtshofe unten anfragen, wie es hier hei\u00dft: Dem G-tt so nahe ist, es hei\u00dft nicht: Dem eine Nation nahe ist (\u05d0\u05e9\u05e8 \u05dc\u05d5 \u05d0\u05d5\u05de\u05d4 \u05e7\u05e8\u05d9\u05d1\u05d4), sondern dem G-tt (\u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05dd) nahe ist d. i. er und seine Familie. R. Jochanan sagte: G-tt sprach: Ehe sie meine Nation geworden, waren es \u00bbFesttage HaSchems\u00ab (d. i. sie waren von G-tt angeordnet), von jetzt ab und weiter aber sind es die, welche ihr nennt.  Oder: \u00bbDem G-tt so nahe ist.\u00ab Hat der Mensch einen reichen Verwandten, so bekennt er sich zu ihm, hat er aber einen armen, so verleugnet er ihn und spricht: er ist nicht mein Verwandter. Aber G-tt verh\u00e4lt sich anders. Als die Israeliten in der \u00e4gyptischen Sklaverei sich befanden, sagte G-tt: ich bin ihr Verwandter. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Ps. 148, 14: \u00bbDen Kindern Israels, dem Volke, das ihm verwandt (nahe) ist.\u00ab Und wenn sein Verwandter arm ist, so macht er sich zur Haupt- und ihn zur Nebenperson. Was spricht er?<br>\n Der und der ist mit mir verwandt. G-tt aber macht Israel zur Hauptperson. Es hei\u00dft hier nicht: Der ein verwandtes Volk hat (\u05d0\u05e9\u05c1\u05e8 \u05dc\u05d5 \u05d2\u05e8\u05d9 \u05e7\u05e8\u05d5\u05d1), sondern dem G-tt so nahe (ein Verwandter) ist (\u05d0\u05e9\u05c1\u05e8 \u05dc\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05dd \u05e7\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05dd \u05d0\u05dc\u05d9\u05d5).<br>\nOder: \u00bbWo gibt es ein so gro\u00dfes Volk?\u00ab<br>\n R. Chama bar Chanina sagte: Welche Nation hat ihr G-tt gro\u00df gezogen wie diese?<br>\n Gew\u00f6hnlich wenn eine Nation Krieg f\u00fchren will, so wei\u00df sie nicht, ob sie siegen wird oder nicht; die Israeliten aber halten sich des Sieges versichert, wie es hei\u00dft: \u00bbWo gibt es ein so gro\u00dfes Volk\u00ab u. s. w.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"> Oder<\/h3>\n\n\n\n<p> R. Tanchuma erz\u00e4hlte: Ein Schiff war ganz mit Heiden besetzt und es befand sich nur ein Jude darauf, sie kamen an eine Insel  und die Reisegesellschaft sprach zu dem Juden: Nimm hier das Geld, gehe damit auf die Insel und hole uns von da irgend etwas. Ich bin hier fremd, gab er ihnen zur Antwort, ich kenne den Weg nicht (eig. ich wei\u00df nicht, wohin ich gehen soll). Ist denn, entgegneten sie, der Jude irgendwo fremd, denn wo du gehst, ist dein G-tt bei dir, wie es hei\u00dft: \u00bb(wo ist ein so gro\u00dfes Volk,) dem G-tt nahe ist?\u00ab<br>\n  Und was hei\u00dft das: \u00bbSo oft wir zu ihm rufen?\u00ab<br>\n Die Rabbinen sagen: Manches Gebet wird erst in 40 Tagen erh\u00f6rt. Von wem kannst du das lernen?<br>\n Von Moscheh, wie es hei\u00dft Deut. 9, 18: \u00bbIch fiel vor dem Ewigen hin\u00ab (zum Gebete). Manches Gebet wieder wird in 20 Tagen erh\u00f6rt. Von wem kannst du das lernen?<br>\n Von Daniel, wie es hei\u00dft Dan. 10, 3: \u00bbK\u00f6stliches Brot ass ich nicht und Fleisch und Wein kam nicht in meinen<br>\n Mund und ich salbte mich nicht, bis drei Wochen um waren.\u00ab Hernach sprach er: \u00bbHaSchem erh\u00f6re. HaSchem vergib\u00ab u. s. w. Manches Gebet ferner wird in drei Tagen erh\u00f6rt. Von wem kannst du das lernen?<br>\n Von Jona, wie es hei\u00dft Jon. 2, 1: \u00bbJona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei N\u00e4chte.\u00ab Darauf (V. 2) \u00bbbetete Jona zu HaSchem, seinem G-tt, aus dem Leibe des Fisches.\u00ab Manches Gebet wird in einem Tage erh\u00f6rt. Von wem kannst du das lernen?<br>\n Von Elia, von dem es hei\u00dft 1 K\u00f6n. 18, 36: \u00bbElia, der Prophet, trat hin und sprach: HaSchem\u00ab u. s. w. Manches Gebet wird zu seiner Zeit erh\u00f6rt. Von wem kannst du das lernen?<br>\n Von David, wie es hei\u00dft Ps. 69, 14: \u00bbMein Gebet zu HaSchem zur wohlgef\u00e4lligen Zeit.\u00ab Manches Gebet wird sogar, ehe es noch aus dem Munde kommt, von G-tt erh\u00f6rt, wie es hei\u00dft Jes. 65, 24: \u00bbEhe sie rufen, werde ich antworten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> Vers 25 Wenn du Kinder zeugst. <\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Halacha.<\/strong> Darf ein Israelit die Ecke seines Haupthaars rund herum wachsen lassen?<br>\n Die Weisen haben so gelehrt: Folgende Dinge sind wegen amoritischer (heidnischer) Sitte verboten: Wer die Ecke seines Haupthaares abschneidet und eine Haarflechte auf der Kopfspitze (Locke, Tolle) macht. Was hei\u00dft: \u05d4\u05de\u05e1\u05e4\u05e8 \u05e7\u05d5\u05de\u05d9?<br>\n Wer die Ecke seines Haupthaares abschneidet und ein Erfassen der Locken (auf der Kopfspitze) macht, was verschuldet er?<br>\n Er erh\u00e4lt vierzig Geisselhiebe. Wer aber die Locke auf der Kopfspitze tr\u00e4gt und sie in g\u00f6tzendienerischer Absicht wachsen l\u00e4sst, verdient eine h\u00e4rtere Strafe, als f\u00fcr G\u00f6tzendienst selbst. Ist denn G-tt nicht auf den G\u00f6tzen eifers\u00fcchtig, es hei\u00dft doch Ex. 20, 3: \u00bbDu sollst keine anderen G\u00f6tter vor mir haben, ebenso Deut. 4, 24: \u00bbDenn HaSchem, dein G-tt, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifervoller G-tt?\u00ab<br>\n Wenn nun an den G\u00f6tzen nichts Wesentliches ist, fragen die Rabbinen, warum werden sie G\u00f6tter genannt?<br>\n Um denjenigen zu belohnen, bemerkte R. Pinchas bar Chama, der sich von ihnen fern h\u00e4lt (trennt). G-tt sprach n\u00e4mlich: Obgleich nichts Wesentliches an ihm (dem G\u00f6tzen) ist, so sehe ich doch den Menschen, der sich von ihm fern h\u00e4lt, so an, als wenn er dem diente, in dem Wesentliches ist und zu mir k\u00e4me. R. Josua ben Levi sagte: G-tt sprach: Da die Strafe des G\u00f6tzendienstes so schwer ist, so muss ich sie davor warnen, damit sie nicht sprechen: wenn man uns vor ihm gewarnt h\u00e4tte, w\u00fcrden wir uns von ihm losgemacht haben. G-tt sprach zu Jesaia: Glaube nicht, dass ich sie vielleicht nicht zuvor vor G\u00f6tzendienst gewarnt habe, ehe sie an den Sinai kamen, um das Gesetz zu empfangen, habe ich sie schon davor gewarnt. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\nAus Jes. 48, 5: \u00bbIch sagte es dir vorl\u00e4ngst, ehe es kam, tat ich es dir kund\u00ab d. i. ehe du an den Sinai kamst, lie\u00df ich dich schon die Segnungen und die Fl\u00fcche vernehmen. Warum?<br>\nAn der gleichen Stelle hei\u00dft es: Damit du nicht spr\u00e4chest: Mein G\u00f6tze tat es, mein Schnitz- und Gussbild verordnete es.\u00ab Deshalb also habe ich sie davor gewarnt. Und durch wen habe ich sie gewarnt?<br>\n Durch meinen Knecht Moscheh. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Weil wir hier lesen: \u00bbWenn du Kinder und Enkel zeugest\u00ab u. s. w.<br>\n Oder in Verbindung mit Hos. 4. 7: \u00bbAls sie sich mehrten, s\u00fcndigten sie gegen mich, ihre Ehre will ich in Schmach wandeln.\u00ab Was hei\u00dft \u05db\u05e8\u05d5\u05d1\u05dd?<br>\n R. Samuel bar Nachmani sagte: Alles was die Gro\u00dfen tun, tut das Zeitalter ihnen nach. Wie ist das zu verstehen?<br>\n Der Nasi erlaubt und der Gerichtspr\u00e4sident verbietet. Der Nasi erlaubt und ich verbiete. Die Richter sprechen: Der Gerichtspr\u00e4sident erlaubt und wir verbieten und die \u00fcbrigen Leute sprechen: Die Richter erlauben und wir verbieten. Wer ist schuld, dass das ganze Geschlecht s\u00fcndigt?<br>\n Der Nasi, der zuerst ges\u00fcndigt hat. R. Simlai sagte: Es hei\u00dft das. 2, 5 : \u00bbDenn ihre Mutter buhlt und ihre Geb\u00e4rerin treibt Schande\u00ab d. i. sie besch\u00e4men ihre Worte in Gegenwart des gew\u00f6hnlichen Volkes (der Ungebildeten). Wie so?<br>\n Der Gelehrte sitzt und tr\u00e4gt \u00f6ffentlich vor: Du sollst nicht auf Wucher ausleihen, und er leiht selbst auf Wucher aus, er lehrt: Du sollst nicht rauben und er raubt selbst, er lehrt: Du sollst nicht stehlen und er stiehlt selbst. R. Berachja erz\u00e4hlte: Einem Menschen war sein Gebetmantel gestohlen worden und er kam, um deshalb Klage beim Richter zu erheben und fand eine Geschiedene auf seinem Bette. Ferner erz\u00e4hlte R. Berachja: Einem Menschen war sein kupferner Kessel gestohlen worden, er ging zum Richter, um Klage zu erheben und fand ihn (den Kessel) an seinem Brunnen. Das wollen die Worte sagen: \u00bbWie ihre Gro\u00dfen (\u05db\u05e8\u05d5\u05d1\u05dd), so s\u00fcndigen sie gegen mich.\u00ab<br>\nOder: \u00bbJemehr sie haben, desto mehr s\u00fcndigen sie gegen mich.\u00ab R. Tanchuma sagte: Je mehr L\u00e4nder ich ihnen gegeben habe, desto mehr s\u00fcndigten sie an mir. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Hos. 12, 12: \u00bbIhrer Alt\u00e4re sind so viel wie Steinhaufen auf den Furchen des Feldes.\u00ab Oder je mehr ich ihnen Reichtum gegeben habe, desto mehr haben sie an mir ges\u00fcndigt, Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Hos. 8, 4: \u00bbAus ihrem Silber und Gold haben sie sich G\u00f6tzen gemacht.\u00ab Oder je mehr K\u00f6nige ich ihnen gegeben habe, desto mehr haben sie an mir ges\u00fcndigt. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Hos. 7, 7: \u00bbAlle ihre K\u00f6nige sind gefallen, keiner unter ihnen ruft zu mir.\u00ab Oder je mehr ich ihnen Kinder gegeben habe, desto mehr haben sie an mir ges\u00fcndigt, wie es hei\u00dft: \u00bbWenn du Kinder zeugst.\u00ab<br>\n  Oder: \u00bbWenn du Kinder zeugst\u00ab in Verbindung mit Prov. 10, 16; \u00bbDas Wirken des Gerechten ist zum Leben, der Gewinn (Ertrag) des Frevlers zur S\u00fcnde.\u00ab \u00bbDas Wirken des Gerechten ist zum Leben.\u00ab R. Tanchuma sagte: Das ist Eliphas, welcher im Schosse Jizchaks herangewachsen war; \u00bbder Gewinn des Frevlers ist zur S\u00fcnde\u00ab d. i. Amalek, der in Esaus Schoss herangewachsen war. Oder \u00bbdas Wirken des Gerechten ist zum Leben.\u00ab Alles, was David und sein Sohn Schlomoh wirkte, war zum Leben Israels. \u00bbDer Gewinn des Frevlers ist zur S\u00fcnde?\u00ab<br>\n Mit dem einen Eintritt (\u05d1\u05d1\u05d9\u05d0\u05d4 \u05d0\u05d7\u05ea) Manasses in das Allerheiligste war Israel vers\u00fcndigt, denn er fertigte ein G\u00f6tzenbild mit vier Gesichtern und brachte es in den Tempel. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Ezech. 8, 5: \u00bbSiehe, n\u00f6rdlich vom Tore des Altars war jenes Bild der Eifersucht am Eingange.\u00ab R. Acha sagte (wandte hier das Sprichwort an): \u00bbSiehe, gro\u00dfes Wehe geschieht in der Welt; der Beisa\u00df verdr\u00e4ngt den Hausherrn\u00ab (d. i. der G\u00f6tze wird im Heiligtum verehrt)! Und warum machte er ein G\u00f6tzenbild mit vier Gesichtern?<br>\n Gegen\u00fcber den vier Tiergestalten, welche den Thron des Allerheiligsten tragen. Oder warum vier Gesichter?<br>\n Gegen\u00fcber den vier Winden der Welt (Weltgegenden). Er sprach n\u00e4mlich: Wer von den vier Winden der Welt kommt, muss sich vor dem G\u00f6tzenbilde niederwerfen. Und was tat G-tt mit ihm?<br>\n Er \u00fcberlieferte ihn in die Gewalt seiner Feinde. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus 2 Chron. 33, 11; \u00bbDa lie\u00df HaSchem \u00fcber sie kommen die Heerobersten des K\u00f6nigs von Assyrien, die nahmen Manasse gefangen mit Fesseln\u00ab d. i. sie bereiteten ihm ein ehernes Maultier (mit vielen L\u00f6chern) und warfen ihn hinein und z\u00fcndeten Feuer unter ihm an und er wurde so von Innen verbrannt. In dieser Stunde rief Manasse zu allen G\u00f6ttern der Welt, denen er geopfert hatte, und nicht ein einziger von ihnen antwortete ihm, wie es hei\u00dft Jes. 46, 7: \u00bbAuch wenn er zu ihm schreit, so antwortet er nicht, aus seiner Not hilft er ihm nicht.\u00ab Als nun Manasse seine Not sah und dass ihm nicht einer von ihnen antwortete (Geh\u00f6r gab), rief er G-tt an, und sprach vor ihm: Herr der Welt! siehe, ich habe alle G\u00f6tter in der Weit angerufen und habe erkannt, dass nichts Wesentliches an ihnen ist, Herr der Welt! du bist G-tt \u00fcber alle G\u00f6tter, wenn du mich nicht erh\u00f6rst, dann k\u00f6nnte ich am Ende denken, alle Gesichter sind gleich. Da sprach G-tt zu ihm: Du Frevler verdientest mit Recht, dass ich dich nicht erh\u00f6ren sollte, denn du hast mich erz\u00fcrnt, allein um nicht die T\u00fcr vor den R\u00fcckkehrenden zu verschlie\u00dfen, damit sie nicht sprechen: Siehe, Manasse wollte Bu\u00dfe tun, er wurde aber nicht aufgenommen, siehe, darum will ich dich erh\u00f6ren. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus 2 Chron. 33, 13: \u00bbEr betete zu ihm und er lie\u00df sich von ihm erbitten und erh\u00f6rte sein Flehen (\u05d5\u05d9\u05d7\u05ea\u05e8 \u05dc\u05d5).\u00ab Daraus geht hervor, dass die Dienstengel die Himmelsfenster (eig. die Fenster der Veste) verstopft hatten, damit sein Gebet nicht zum Himmel aufsteigen sollte. Was tat G-tt?<br>\n Er durchbohrte (\u05d7\u05ea\u05e8) die Veste unter dem Throne der Herrlichkeit, nahm sein Gebet auf und setzte ihn wieder in Jerusalem in sein Reich. Nach R. Samuel bar Inja im Namen des R. Acha brachte er ihn mit einem Winde zur\u00fcck, wie es hei\u00dft: \u00bber l\u00e4sst den Wind wehen.\u00ab Da erkannte Manasse, dass HaSchem (der) wahre G-tt ist.<br>\nOder: \u00bbDas Wirken des Gerechten ist zum Leben\u00ab d. i. die gerechten Bewohner des Landes zu Moschehs Zeit, \u00bbder Gewinn des Frevlers ist zur S\u00fcnde.\u00ab<br>\n\u00bbSo du Kinder und Kindeskinder zeugest und ihr seid eingew\u00f6hnet im Lande.\u00ab u. s. w.  Was hei\u00dft \u00bb\u05dc\u05d4\u05db\u05e2\u05d9\u05e1\u05d5 um ihn zu erz\u00fcrnen?\u00ab<br>\n R. Eleasar sagte: Sie sa\u00dfen und \u00fcberlegten sich, welche Schande (Scham) wohl schwerer (schlimmer) sei, ob die, \u00bbwenn ein Mann das Eheweib seines N\u00e4chsten beschl\u00e4ft,\u00ab oder die, \u00bbwenn man seine Schnur durch Blutschande beflecket (s. Ezech. 22, 11)?<br>\n Da dachten sie bei sich: Wer ein Eheweib beschl\u00e4ft, wird erw\u00fcrgt und wer seine Schnur beschl\u00e4ft, wird gesteinigt, siehe das Vergehen mit der Schnur ist schlimmer (schwerer) als das mit einem Eheweibe. R. Ismael hat gelehrt: Es hei\u00dft: Am. 2, 7: \u00bbSohn und Vater gehen zu einer Dirne,\u00ab nun konnte ich glauben, sie gehen zu ihr aus Wollust?<br>\n Darum hei\u00dft es gleich dabei: \u00bbum meinen heiligen Namen zu entweihen.\u00ab Das ist der Sinn des Wortes: \u05dc\u05d4\u05db\u05e2\u05d9\u05e1\u05d5 um ihn zu erz\u00fcrnen. R. Levi sagte: Die Israeliten sind erst vertrieben worden, als sieben Familienh\u00e4user zu Frevlern geworden waren. Wie das?<br>\n\u05d1\u05e0\u05d9\u05dd sind zwei, \u05d1\u05e0\u05d9 \u05d1\u05e0\u05d9\u05dd sind wieder zwei, \u05d5\u05e0\u05d5\u05e9\u05e0\u05ea\u05dd \u05d5\u05d4\u05e9\u05d7\u05ea\u05dd \u05d5\u05e2\u05e9\u05d9\u05ea\u05dd (die drei Zeitworter im plur.) sind drei, das macht in Summa sieben.  Die Rabbinen sagen: Gepriesen sei der Name G-ttes, welcher wei\u00df, was gewesen ist und was sein wird, wie es hei\u00dft Jes. 46, 10: \u00bbEr verk\u00fcndet im Anfange das Ende.\u00ab Wie so?<br>\n In diesem Abschnitte hat Moscheh den Israeliten gezeigt, wie sie, wenn sie s\u00fcndigen, einst in die Gefangenschaft wandern und wie sie, wenn sie Bu\u00dfe tun, erl\u00f6st werden. Ersteres, wenn sie s\u00fcndigen werden, wie es hei\u00dft Deut. 4, 25: \u00bbIhr tut, was missf\u00e4llig ist in den Augen HaSchems\u00ab und darauf folgt V. 27: \u00bbUnd HaSchem wird euch zerstreuen unter die V\u00f6lker\u00ab und dann hei\u00dft es V. 30: \u00bbWenn du in Not sein wirst und dich alle diese Dinge treffen.\u00ab Was hei\u00dft das \u05d1\u05e6\u05e8 \u05dc\u05da?<br>\n R. Jochanan sagte im Namen des R. Akiba: Jede Not (\u05db\u05dc \u05e6\u05e8\u05d4), die nur einen einzigen trifft, ist eine Not, jede Not aber, die nicht einen einzigen (sondern eine Mehrheit) trifft, ist keine Not. Oder:  \u05d1\u05e6\u05e8 \u05dc\u05da. R. Jochanan sagte ferner: Jede Not, welche die Israeliten und die V\u00f6lker der Welt gemeinschaftlich trifft, ist eine Not, jede Not aber, die Israel allein betrifft, ist keine Not, R. Jochanan hat vorgetragen: wie z. B. hinsichtlich der Not (Gefahr) in der Residenz Susa (zu Hamans Zeit), diese betraf nur die Israeliten, wie es hei\u00dft Esther 4, 3: \u00bbEs war gro\u00dfe Trauer f\u00fcr die Juden,\u00ab da lie\u00df ihnen G-tt bald Hilfe angedeihen (sprossen), wie es hei\u00dft das. 8, 16: \u00bbDen Juden ward Licht und Freude.\u00ab  Oder R. Eleasar sagte: Als die Israeliten aus \u00c4gypten erl\u00f6st wurden, geschah es nur wegen folgender f\u00fcnf Dinge (Ursachen):<br>\n1) in Folge der Not,<br>\n2) in Folge der Bu\u00dfe,<br>\n3) in Folge des Verdienstes der V\u00e4ter,<br>\n4) in Folge der Barmherzigkeit und<br>\n5) weil das Ende gekommen war.<br>\nIn Folge der Not s. Ex. 2, 3: \u00bbUnd es seufzten die Kinder Israel;\u00ab in Folge der Bu\u00dfe s. das.: \u00bbUnd ihr Geschrei stieg empor zu G-tt,\u00ab in Folge des Verdienstes der V\u00e4ter, wie es hei\u00dft das. V. 24: \u00bbUnd G-tt gedachte seines Bundes,\u00ab in Folge der Barmherzigkeit, wie es hei\u00dft das V. 25: \u00bbUnd G-tt sah die Kinder Israel,\u00ab in Folge des Endes, wie es hei\u00dft das.: \u00bbUnd G-tt wusste es.\u00ab Und einst werden sie auch wieder wegen derselben f\u00fcnf Dinge (Ursachen) erl\u00f6st werden, wegen der Not, wie es hei\u00dft Deut. 4, 30: \u00bbUnd wenn du in Not bist,\u00ab siehe, das ist wegen der Not, \u00bbund du zu HaSchem wiederkehrst\u00ab (s. das.), siehe, das ist in Folge der Bu\u00dfe, \u00bbdenn ein barmherziger G-tt ist HaSchem, dein G-tt\u00ab (s. das. V. 31), siehe, das ist in Folge der Barmherzigkeit, \u00bbund er wird nicht vergessen des Bundes mit deinen V\u00e4tern (s. das.), siehe, das ist in Folge des Verdienstes der V\u00e4ter, \u00bbund es treffen dich alle diese Dinge am Ende der Tage\u00ab (s. das. V. 30), siehe, das ist in Folge des Endes. Und auf sie (diese Dinge) hat auch David hingewiesen Ps. 106, 44: \u00bbEr sah sie in ihrer Not,\u00ab siehe, das ist wegen ihrer Not, \u00bbals er ihr Flehen h\u00f6rte\u00ab (s. das.), siehe, das ist wegen der Bu\u00dfe, \u00bbund er gedachte ihnen seines Bundes\u00ab (s. das.), siehe, das ist wegen des Verdienstes der V\u00e4ter, \u00bbund er hat Erbarmen mit ihnen\u00ab (s. das.), siehe, das ist wegen der Barmherzigkeit, \u00bbhilf uns, G-tt unsers Heils, sammle uns und rette uns aus den V\u00f6lkern\u00ab (s. das. V. 47), siehe, das ist wegen des Endes.  Oder: \u00bbUnd du umkehrst zu HaSchem, deinen G-tt.\u00ab Es gibt nichts Gr\u00f6\u00dferes als die Bu\u00dfe. Einmal waren unsere Rabbinen in Rom, R. Elieser, R. Josua und Rabban Gamliel und die R\u00e4te des K\u00f6nigs hatten beschlossen, dass binnen drei\u00dfig Tagen kein Jude mehr in der ganzen Welt sein sollte. Einer der R\u00e4te, der G-ttesf\u00fcrchtig war, kam zu Rabban Gamliel und entdeckte ihm die Sache, und unsere Rabbinen waren in gro\u00dfer Besorgnis. Da sprach jener Fromme zu ihnen: Gr\u00e4mt euch nicht! binnen 30 Tagen steht der G-tt der Juden ihnen bei. Nach Verlauf von 25 Tagen machte er seiner Gemahlin Mitteilung von der Sache. Siehe, sprach er zu ihr, es sind schon 25 Tage verlaufen, es fehlen nur noch f\u00fcnf Tage. Sein Weib war aber noch frommer als er. Hast du nicht, sprach sie zu ihm, einen Ring, saug ihn aus und stirb, so werden die R\u00e4te deinetwegen noch andere 30 Tage aufgeschoben (d. i. sie werden keine Sitzungen haben) und der Beschluss geht vor\u00fcber (d. i. er kommt nicht zur Ausf\u00fchrung). Er folgte ihr, sog seinen Ring aus und starb. Als unsre Rabbinen es erfuhren, gingen sie zu seiner Gemahlin, um sich ihr dankbar zu zeigen. Unsere Rabbinen sprachen zu ihr: Wehe dem Schiffe, das dahin gegangen ist und keinen Zoll gegeben hat (Glosse: Das will sagen: Dieser Fromme war nicht beschnitten)! Sie sprach zu ihnen: Ich wei\u00df, was ihr damit sagen wollt, bei euerm Leben! das Schiff ist nicht dahin gegangen, ohne den Zoll entrichtet zu haben. Darauf ging sie in ein (geheimes) Gemach und brachte ihnen ein kleines K\u00e4stchen heraus, in welchem die Vorhaut (Milah) und die blutigen Leinwandst\u00fccke sich befanden. Unsere Rabbinen wandten auf ihn an Ps. 47, 10: \u00bbDie Edeln der V\u00f6lker gesellen sich zum G-tte Abrahams, denn G-ttes sind die Schilde (Besch\u00fctzer) der Erde, hoch ist er erhaben.\u00ab Was hei\u00dft: \u05de\u05d2\u05d9\u05e0\u05d9 \u05d0\u05e8\u05e5 Schilde der Erde?<br>\n G-tt sprach n\u00e4mlich zu Abraham: Ich bin ein Schild der Macht geworden. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Gen. 15, 1: \u00bbIch bin dir ein Schild\u00ab d. i. diesem bin ich zu vielen Schilden geworden. Wie so?<br>\n G-tt sprach n\u00e4mlich zu Abraham das. 12, 2; \u00bbIch will dich zu einem gro\u00dfen Volke machen und ich will dich segnen und deinen Namen gro\u00df machen.\u00ab Darauf beschnitt sich Abraham. Diesem (dem Rate) habe ich aber keine Verhei\u00dfung gegeben. Was hei\u00dft: \u05de\u05d0\u05d3 \u05e0\u05e2\u05dc\u05d4 sehr erhaben?<br>\n Dieser ist erhabener (gr\u00f6sser) als Abraham.<br>\nOder: \u00bbUnd du kehrst zu HaSchem, deinem G-tt, zur\u00fcck.\u00ab R. Samuel Pargerita sagte im Namen des R. Me\u00efr: Womit ist diese Sache zu vergleichen?<br>\n Mit einem K\u00f6nigssohne, der ausgeartet war, der K\u00f6nig schickte seinen Erzieher ihm nach und lie\u00df ihm sagen: Geh in dich, mein Sohn! Der Sohn aber lie\u00df seinem Vater sagen: Mit welchem Gesichte kann ich zur\u00fcckkehren, ich sch\u00e4me mich vor dir. Darauf lie\u00df ihm der Vater sagen: Mein Sohn, sch\u00e4mt sich wohl ein Sohn zu seinem Vater zur\u00fcckzukehren?<br>\n Wenn du zur\u00fcckkehrst, kehrst du nicht zu deinem Vater zur\u00fcck?<br>\n Ebenso sandte G-tt Jeremja zu den Israeliten, als sie ges\u00fcndigt hatten. Er sprach zu ihm: Geh und sage meinen Kindern: Geht in euch! Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Jerem. 3, 12: \u00bbGeh und rufe diese Worte nach Norden\u00ab u. s. w. Die Israeliten antworteten darauf dem Jeremja: Mit welchem Gesichte k\u00f6nnen wir zu G-tt zur\u00fcckkehren?<br>\n Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Es hei\u00dft das. V. 25: \u00bbWir  liegen in unsrer Schande und uns deckt unsre Schmach\u00ab u. s. w. Darauf lie\u00df G-tt ihnen sagen: Meine Kinder, wenn ihr zur\u00fcckkehrt, kehrt ihr nicht zu eurem Vater zur\u00fcck?<br>\n Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Jerem. 31, 9: \u00bbIch bin Israel ein Vater.\u00ab R. Asarja sagte: G-tt sprach zu Jeremja: Geh, sprich zu den Israeliten: Bei eurem Leben! ich verleugne euch; ihr habt mir am Sinai gesagt: Mein Inneres (tobt) emp\u00f6rt sich in mir, ebenso sage auch ich euch. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Jerem. 3, 9: \u00bbEphraim ist mir ein teurer Sohn.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vers 41. Damals sonderte Moscheh aus.<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Halacha.<\/strong> Wie viele Dinge sind dem ersten Menschen befohlen worden (nicht zu tun)?<br>\n Die Weisen haben so gelehrt: Sechs Dinge sind dem ersten Menschen befohlen worden. (Er soll sich h\u00fcten), 1) vor G\u00f6tzendienst, 2) vor Entweihung des g\u00f6ttlichen Namens, 3) die Einsetzung von Richtern betreffend, 4) vor Blutvergiessen, 5) vor Unzucht und 6) vor Raub, und alle diese sind nach Rabbi in dem Verse enthalten Gen. 2, 16: \u00bbUnd HaSchem gebot dem Menschen\u00ab u. s. w. \u05d5\u05d9\u05e6\u05d5 geht auf den G\u00f6tzendienst vgl. Hos. 5, 11: \u00bbDenn willig folgt es Geboten (\u05e6\u05d5);\u00ab \u05d9\u05d4\u05d5\u05d4\u200e geht auf Entweihung des g\u00f6ttlichen Namens vgl. Lev. 24, 16: \u00bbWer den Namen HaSchems l\u00e4stert, der soll get\u00f6tet werden;\u00ab \u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05dd geht auf die Richter vgl. Ex. 22, 9: \u00bbBis zu dem Richter (\u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05dd) die Sache beider kommt;\u00ab \u05e2\u05dc \u05d4\u05d0\u05d3\u05dd geht auf das Verbot des Blutvergiessens vgl. Gen. 9, 6: \u00bbWer Menschenblut vergiesst;\u00ab \u05dc\u05d0\u05de\u05e8 geht auf das Verbot der Unzucht vgl. Jerem. 3, 1: \u00bbZu sagen: wenn ein Mann sein Weib entl\u00e4sset;\u00ab \u05de\u05db\u05dc \u05e2\u05e5 \u05d4\u05d2\u05df \u05d0\u05db\u05dc \u05ea\u05d0\u05db\u05dc von allen B\u00e4umen des Gartens sollst du essen, aber nicht vom Geraubten, somit verbietet er ihm den Raub. F\u00fcr alle diese Vergehungen gibt es eine Vergebung, nur nicht f\u00fcr Blutvergiessen, wie es hei\u00dft Gen. 9, 6: \u00bbWer Menschenblut vergiesst, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden.\u00ab R. Levi sagte: Wie viele Menschen haben nicht get\u00f6tet und sind auf ihren Lagern gestorben?<br>\n Man antwortete ihm: Was hei\u00dft: \u05d1\u05d0\u05d3\u05dd \u05d3\u05de\u05d5 \u05d9\u05e9\u05c1\u05e4\u05da dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden?<br>\n Wenn alle Menschen einst (zu Gericht) erscheinen werden, dann wird das Blut des Menschen vergossen werden. Von zwei Br\u00fcdern hatte einer den andern umgebracht. Was tat ihre Mutter?<br>\n Sie nahm einen Becher und f\u00fcllte ihn mit dem Blute des Ermordeten und stellte ihn in einen Turm. Sie ging t\u00e4glich dahin und sah nach und fand, dass das Blut zuckte. Einmal ging sie wieder dahin und sah nach und fand, dass es still stand (schwieg). Daran erkannte sie, dass ihr anderer Sohn hingerichtet war, damit erf\u00fcllt werde, was geschrieben ist; \u00bbWer Menschenblut vergiesst, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden.\u00ab [26-27] \u00bbDamals sonderte Moscheh aus drei St\u00e4dte,\u00ab in Verbindung mit Koh. 5, 9: \u00bbWer Geld liebt, wird des Geldes nicht satt.\u00ab Wissen wir nicht, dass der Mensch seine Seele nicht mit Silber s\u00e4ttigen  kann?<br>\n Was hei\u00dft \u05d1\u05db\u05e1\u05e3 mit Silber?<br>\n Die Rabbinen sagen: Das sind die Gelehrten, welche die Worte (den Inhalt) des Gesetzes lieben, welche mit Silber verglichen werden, wie es hei\u00dft Prov. 16, 16: \u00bbEinsicht erwerben ist besser als Silber.\u00ab R. Nachman sagte: Wer die Torah liebt, bekommt sie nicht satt, wie es Koh. 5, 9 hei\u00dft: \u00bbUnd wer Ger\u00e4usch liebt, der hat keinen Nutzen davon\u00ab d. i. wer nach der Torah l\u00e4rmt und tobt, der hat keinen Nutzen davon, und er stellt keine Sch\u00fcler. \u00bbAuch das ist eitel.\u00ab R. Acha sagt: Wer Torah lernt und nicht lehrt, gr\u00f6\u00dfere Eitelkeit als diese gibt es nicht. Oder: \u00bbWer Silber liebt\u00ab u. s. w., das will nach R. Jizchak sagen: Wer die Gebote liebt, bekommt sie nicht satt. Wie so?<br>\n Du findest, zwei Gro\u00dfe der Welt, David und Moscheh, sind sie nicht satt geworden?<br>\n Obgleich G-tt dem David gesagt hatte 2 Chron. 6, 9: \u00bbJedoch du sollst mir das Haus nicht bauen,\u00ab so dachte David doch bei sich selbst: Soll ich deshalb, weil G-tt mir gesagt hat: \u00bbDu sollst mir das Haus nicht bauen,\u00ab dasitzen?<br>\n Was tat er?<br>\n Er r\u00fcstete sich und ordnete den ganzen Bedarf zu dem Hause an, bevor er starb. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus 1 Chron. 22, 14: \u00bbIn meiner Armut habe ich das Haus HaSchems vorbereitet.\u00ab Und ebenso, obgleich Moscheh von G-tt geh\u00f6rt hatte: \u00bbDu sollst nicht \u00fcber diesen Jordan gehen,\u00ab so dachte er doch: Soll ich aus der Welt gehen und nicht erst f\u00fcr die Israeliten die Freist\u00e4dte aussondern und sofort \u00bbsonderte Moscheh die St\u00e4dte aus.\u00ab Was steht vorher?<br>\n V. 39: \u00bbErkenne jetzt und nimm es zu Herzen.\u00ab Was hei\u00dft das: Nimm es zu Herzen?<br>\n R. Me\u00efr sagte: G-tt sprach zu ihm: Du und dein Herz kennen, dass die Werke, die du getan hast und die Leiden, welche ich \u00fcber dich gebracht habe, nicht nach deinen Taten sind. Oder: \u00bbUnd nimm es zu Herzen, dass HaSchem dein G-tt ist.\u00ab Die Rabbinen sagen: Jitro hat dem G\u00f6tzendienste etwas Wesentliches (eine Bedeutung) untergelegt, wie es hei\u00dft Ex. 18, 11: \u00bbNun erkenne ich, dass HaSchem gr\u00f6sser ist als alle G\u00f6tter.\u00ab Auch Naeman hat (dem G\u00f6tzendienste) einen Teil (etwas) zugestanden (einger\u00e4umt), wie es hei\u00dft 2 K\u00f6n. 5, 7: \u00abSiehe, ich wei\u00df nun, dass kein G-tt ist in allen Landen, ausser in Israel.\u00ab Rachab ferner setzte ihn in den Himmel und auf die Erde, wie es hei\u00dft Jos. 2, 11: \u00bbDenn HaSchem, euer G-tt, ist oben im Himmel und unten auf Erden.\u00ab Moscheh hat ihn sogar in den Zwischenraum zwischen Himmel und Erde (eig. in die H\u00f6hlung der Welt) gesetzt, wie es hei\u00dft: \u00bbDenn HaSchem ist G-tt im Himmel oben und auf Erden unten und sonst keiner mehr.\u00ab Was hei\u00dft das: \u00bbEs ist keiner mehr?\u00ab<br>\n Auch im Zwischenr\u00e4ume (in der H\u00f6hlung) der Welt. Nach R. Oschaja sprach G-tt zu ihm Prov. 31, 31: \u00bbGebet ihr von der Frucht ihrer H\u00e4nde.\u00ab Weil du \u00fcber mich das Zeugnis abgelegt hast: \u00bbsonst keiner mehr,\u00ab so bezeuge auch ich \u00fcber dich Deut. 34, 10: \u00bbEs stand hinfort kein Prophet in Israel wie Moscheh auf.\u00ab Was steht vorher?<br>\n \u00bbDamit es dir wohl gehe und du lange lebest,\u00ab (s. Deut. 4, 40). Die Israeliten sprachen vor G-tt: Herr der Welt!  hei\u00dft das wohl: ein langes Leben, wenn einer den andern unvors\u00e4tzlich ums Leben bringt und der Blutr\u00e4cher ihm nachsetzt, um ihn zu erschlagen, und alle vor ihrer Zeit sterben?<br>\n G-tt antwortete dem Moscheh: Bei deinem Leben! sie haben gut gesprochen, sondere f\u00fcr sie Freist\u00e4dte aus, wie es hei\u00dft: \u00bbDamals sonderte Moscheh drei St\u00e4dte aus.\u00ab Was hat aber Moscheh bewogen, f\u00fcr die Freist\u00e4tte sein Leben hinzugeben (soviel aufzuwenden)?<br>\n R. Levi sagt: Wer die Speise gekostet hat, kennt am besten ihren Geschmack. Wie so?<br>\n Als Moscheh den \u00c4gypter erschlagen hatte und am zweiten Tag wieder hinausging, da fand er Dathan und Abiram in Streit miteinander, wie es hei\u00dft Ex. 2, 13: \u00bbEr ging am zweiten Tag hinaus\u00ab u. s. w. R. Ibo sagte: Dathan war es, der anfing ihn geringsch\u00e4tzig zu behandeln. Er sprach n\u00e4mlich zu ihm: Denkst du etwa mich auch so umzubringen?<br>\n Als Pharao es erfuhr, sprach er: Wie viele Dinge habe ich \u00fcber Moscheh geh\u00f6rt und ich habe geschwiegen, als er nun die Nachricht \u00fcber die blutige Tat (das Blutvergiessen) erfuhr, ergriffen sie ihn. Wie kam denn aber Moscheh zur Flucht vor Pharao, wie es hei\u00dft Ex. 3, 15: \u00bbMoscheh floh vor Pharao?\u00ab<br>\n R. Janai sagte: Der Scharfrichter war schon gekommen, um ihn zu enthaupten (eig. um das Schwert an seinen Hals zu legen), aber das Schwert ward stumpf an seinem Halse, weil er in Marmor verwandelt worden war. Schlomoh preist ihn Cant. 7, 5: \u00bbDein Hals ist wie ein Turm von Elfenbein.\u00ab R. Abithar sagte: Nicht nur, dass das Schwert an seinem Halse stumpf ward, sondern es ward auch gegen den Scharfrichter gewendet. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Weil es hei\u00dft Ex. 18, 4: \u00bbEr rettete mich vom Schwerte Pharaos.\u00ab Moscheh sprach n\u00e4mlich: Mich hat G-tt gerettet, aber nicht den Scharfrichter. Bar Kapra sagte: Ein Engel kam in Moschehs Gestalt herab und lie\u00df den Moscheh entfliehen und man hielt den Engel f\u00fcr Moscheh. R. Josua sagte: Sieh, welche Wunder G-tt Moscheh getan hat! Alle Zaubersch\u00fcler Pharaos wurden zum Teil stumm, zum Teil taub, zum Teil blind, und Moscheh floh und sie sahen ihn nicht. Du kannst es auch daran ersehen, als G-tt ihn in seiner Sendung senden wollte, da fing er an sich zu weigern. Da sprach G-tt zu ihm: Erinnerst du dich nicht, was ich an den Zaubersch\u00fclern Pharaos getan habe, wie es hei\u00dft Ex. 4, 11: \u00bbUnd HaSchem sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht, oder wer macht stumm oder taub oder sehend oder blind?\u00ab<br>\n Wenn ich dir damals beigestanden habe, werde ich es jetzt nicht tun?<br>\n Komm und sieh, bemerkte R. Jizchak, dass die Werke G-ttes nicht wie die von Fleisch und Blut (eines menschlichen Wesens) sind. Gew\u00f6hnlich verschafft sich ein Mensch (Fleisch und Blut) einen Schutzherrn (Patron), der ihm in F\u00e4llen beisteht; wenn er in eine Anklage verwickelt ist, so geht er und sucht seinen Schutzherrn auf und sagt zu ihm: Dein Haussohn ist in eine Anklage verwickelt, und dieser verspricht ihm Beistand zu leisten. Wenn dieser aber nun zur Hinrichtung hinausgef\u00fchrt wird, wo bleibt dann er und wo sein Schutzherr?<br>\n  Aber G-tt verh\u00e4lt sich nicht so. Als die Dienstengel vor ihm meldeten: Dein Haussohn Moscheh ist ergriffen (gefangen) worden, da antwortete er ihnen: Ich stehe ihm bei. Sie sprachen: Siehe, er steht schon vor Pharao und sein Urteil wird vorgelesen, siehe, er geht schon hinaus, um hingerichtet zu werden. Da sprach G-tt zu ihnen: Ich stehe ihm bei, er gehe hinaus, um hingerichtet zu werden. Und G-tt hat ihn errettet. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Weil es hei\u00dft: \u00bbEr errettete mich vom Schwerte Pharaos.\u00ab Oder ein Mensch hat einen Schutzherrn, er wird wegen seines Vergehens ergriffen und an einen Ort, wo wilde Tiere sind, hingeworfen. Wo ist er und wo ist sein Schutzherr?<br>\n Daniel wurde in die L\u00f6wengrube geworfen und G-tt errettete ihn. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Dan. 6, 23: \u00bbMein G-tt hat seinen Engel gesandt und den Rachen der L\u00f6wen verschlossen.\u00ab Oder ein Mensch schafft sich einen Schutzherrn, er begeht aber ein Verbrechen und der Richter verurteilt ihn zum Feuertode (eig. dass er verbrannt werde), wo ist er und wo ist sein Schutzherr?<br>\n Aber G-tt ist nicht so. Die Dienstengel verk\u00fcndeten vor G-tt: Abraham, dein Haussohn ist ergriffen (gefangen) worden. G-tt antwortete ihnen: Ich stehe ihm bei. Siehe, er steht aber, stellten sie ihm vor, vor Amraphel, siehe, sein Todesurteil wird ihm schon verlesen, siehe, er steht schon im Begriffe, verbrannt zu werden. Ich stehe ihm bei, antwortete ihnen G-tt. Abraham wurde in den Glutofen geworfen und G-tt stieg herab und errettete ihn daraus. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Weil es hei\u00dft Gen. 15, 7: \u00bbHaSchem sprach zu ihm: Ich bin HaSchem, der dich ausgef\u00fchrt aus Ur Kasdim.\u00ab Oder ein Mensch schafft sich einen Schutzherrn, er wird aber wegen eines Vergehens ergriffen (gefangen genommen), der Richter verurteilt ihn, dass er ins Wasser geworfen werden soll, wo ist er und wo ist sein Schutzherr?<br>\n Allein G-tt ist nicht so. Jona wurde ins Meer geworfen und G-tt errettete ihn. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus Jon. 2, 11: \u00bbUnd HaSchem befahl dem Fisch und er spie Jona aus.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Oder:<\/h3>\n\n\n\n<p> \u00bbDamals sonderte Moscheh drei St\u00e4dte aus.\u00ab R. Ibo sagte: Als Moscheh floh, fing er an ein Lied zu singen, wie es hei\u00dft Ex. 2, 15: \u00bbUnd er wohnte im Lande Midian und sa\u00df an dem Brunnen.\u00ab Wie die Israeliten ein Lied an dem Brunnen sangen, so sang auch Moscheh ein Lied an dem Brunnen. R. Levi sagte: Weil der Abschnitt betreffs des Todschl\u00e4gers die Freist\u00e4tten zur Folge gehabt hat.  \u00bbDamals sonderte Moscheh drei St\u00e4dte gegen Sonnenaufgang aus.\u00ab Was hei\u00dft: \u00bbgegen Sonnenaufgang?\u00ab<br>\n R. Jose bar R. Chanina sagte: G-tt sprach zu Moscheh: Lass dem Todschl\u00e4ger die Sonne aufgehen und es werde ihm eine Zuflucht gegeben, dass er dahin wandre, damit er nicht in Folge seines Totschlages ums Leben komme, sowie die Sonne die Welt erleuchtet. Oder: \u00bbDass dahin fliehe, wer einen Totschlag begangen\u00ab (Deut. 4, 42). Die Rabbinen sagen: Womit ist das zu vergleichen?<br>\n Mit einem Werkmeister, welcher mit dem Bildnisse des K\u00f6nigs zu tun hatte und dasselbe in seinen H\u00e4nden zerbrach. Da sprach der K\u00f6nig: H\u00e4tte er es mit Absicht zerbrochen, so w\u00e4re er hingerichtet worden, da er es aber nicht mit Absicht zerbrochen hat, so sei er zur Auswanderung verurteilt. So hatte auch G-tt befohlen: \u00bbWer Menschenblut vergie\u00dft, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden,\u00ab wer aber unvors\u00e4tzlich, weil es nicht seine Absicht war, einen Menschen erschlagen hat, wandre aus seinem Orte, wie es hei\u00dft: \u00bbEr fliehe nach einer dieser St\u00e4tte und lebe.\u00ab G-tt sprach: Weil in dieser Welt der b\u00f6se Trieb (die Leidenschaft) waltet, bringen sie sich um und sterben, aber einst werde ich den b\u00f6sen Trieb von euch entwurzeln und es gibt keinen Tod mehr in der Welt s. Jes. 25, 8: \u00bbEr vernichtet den Tod auf ewig.\u00ab<br>\n Kapitel VI. V. 4. H\u00f6re Israel! HaSchem, unser G-tt, HaSchem ist einzig.<br>\nHalacha. Hat ein Israelit, der das Schema gelesen, aber nicht genau auf seine Buchstaben (Laute, Aussprache) geachtet hat, seine Pflicht erf\u00fcllt (Schuldigkeit getan)?<br>\n Die Weisen haben so gelehrt: Wer gelesen und es nicht genau mit seinen Buchstaben genommen hat, so sagt R. Jose: Ja, er hat seine Schuldigkeit getan, R. Jehuda dagegen sagt: Nein, er hat seine Schuldigkeit nicht getan. Was ist denn unter dem Genaulesen der Buchstaben zu verstehen?<br>\n Unsere Rabbinen haben gelehrt: z. B. bei \u05d1\u05db\u05dc \u05dc\u05d1\u05d1\u05db\u05dd muss zwischen der einen und der andern \u05dc getrennt werden (d. i. das Wort \u05dc\u05d1\u05d1\u05db\u05dd muss von dem vorhergehenden \u05d1\u05db\u05dc getrennt werden, da es mit demselben Buchstaben \u05dc anf\u00e4ngt, mit dem jenes endigt). Ebenso ist auch bei \u05d5\u05d0\u05d1\u05d3\u05ea\u05dd \u05de\u05d4\u05e8\u05d4 zwischen der einen \u05de und der andern \u05de zu trennen (d. i. das Wort \u05de\u05d4\u05e8\u05d4, das mit \u05de anf\u00e4ngt, ist von dem vorhergehenden \u05d5\u05d0\u05d1\u05d3\u05ea\u05dd, das mit \u05de endigt, sorgf\u00e4ltig zu scheiden). R. Jehuda hat noch im Namen Rabs gesagt: Wer im Gehen das Schema liest, muss stehend das Himmelreich auf sich nehmen. Welches ist das Himmelreich?<br>\n \u00bbHaSchem, unser G-tt, HaSchem ist einzig.\u00ab<br>\nSeit wann gelangten die Israeliten zum Lesen des Schema?<br>\n R. Pinchas bar Chama sagt: Seit der Gesetzgebung gelangten die Israeliten zum Lesen des Schema. Wie so?<br>\n Du findest, dass G-tt auf dem Sinai nur mit diesem Worte begann, er sprach n\u00e4mlich zu ihnen: \u00bbH\u00f6re Israel! ich bin HaSchem, dein G-tt,\u00ab und die Israeliten stimmten alle ein mit den Worten: \u00bbHaSchem, unser G-tt, HaSchem ist einzig.\u00ab Und Moscheh setzte noch hinzu: \u00bbGepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches von Ewigkeit zu Ewigkeit.\u00ab Nach den Rabbinen sprach G-tt zu den Israeliten: Meine Kinder! alles was ich erschaffen, habe ich paarweise erschaffen. Himmel und Erde sind ein Paar, Sonne und Mond sind ein Paar, Adam und Eva sind ein Paar, diese und jene Welt sind ein Paar, meine Ehre aber ist einzig und allein der Welt. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Aus den Worten: \u00bbH\u00f6re, Israel! HaSchem, unser G-tt, HaSchem ist einzig.\u00ab   Oder: \u00bbH\u00f6re Israel\u00ab u. s. w. in Verbindung mit Ps. 73, 25: \u00bbWen habe ich im Himmel?<br>\n Mit dir verlange ich nichts auf Erden.\u00ab Nach Rab gibt es zwei Vesten, die Himmel und die Himmel der Himmel; nach R. Eleasar aber gibt es sieben Vesten, n\u00e4mlich \u05e9\u05de\u05d9\u05dd die Himmel, \u05e9\u05de\u05d9 \u05e9\u05de\u05d9\u05dd die Himmel der Himmel, \u05e8\u05e7\u05d9\u05e2 die Veste, \u05e9\u05d7\u05e7\u05d9\u05dd Wolken, \u05de\u05e2\u05d9\u05df Wohnung, \u05d6\u05d1\u05d5\u05dc Wohnung und \u05e2\u05e8\u05e4\u05dc Wolkendunkel, und alle er\u00f6ffnete G-tt den Israeliten, um ihnen kund zu tun: \u00bbEs gibt keinen andern G-tt als er.\u00ab Die Gemeinde Israel sprach vor G-tt: Herr der Welt! wen habe ich noch im Himmel, ausser deiner Ehre?<br>\n Sowie ich im Himmel nur dich habe, so verlange ich auch nicht einen andern auf der Erde. Sowie ich mit dir keinen andern G-tt im Himmel verbinde, so verbinde ich auch mit dir keinen auf der Erde, sondern ich gehe t\u00e4glich in die Versammlungsh\u00e4user und bezeuge \u00fcber dich, dass es keinen G-tt gibt, ausser dir, und Sprecher \u00bbH\u00f6re, Israel! HaSchem, unser G-tt, HaSchem ist einzig.\u00ab  Oder: \u00bbH\u00f6re Israel\u00ab in Verbindung mit Prov. 24, 21: \u00bbF\u00fcrchte HaSchem, mein Sohn, und den K\u00f6nig, mit Neuerern lasse dich nicht ein.\u00ab Was hei\u00dft \u05d5\u05de\u05dc\u05da und der K\u00f6nig?<br>\n Habe ich nicht Abraham, der mich f\u00fcrchtete, in der Welt herrschen lassen, wie es hei\u00dft Gen. 14, 17: \u00bbIn das Tal Save, das ist das K\u00f6nigstal?\u00ab<br>\n Habe ich nicht Joseph, von dem es hei\u00dft Gen. 42, 18: \u00bbich f\u00fcrchte G-tt,\u00ab in der Welt herrschen lassen, wie es hei\u00dft das. V. 9: \u00bbJoseph aber war Gewalthaber im Lande?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"> Oder:<\/h3>\n\n\n\n<p> \u00bbF\u00fcrchte HaSchem, mein Sohn \u05d5\u05de\u05dc\u05da d. i. \u05d5\u05de\u05dc\u05d5\u05da und herrsche \u00fcber deine Leidenschaft.\u00ab  R. Simeon ben Eleasar ging einmal nach einer Stadt im S\u00fcden, und kam in eine Synagoge und fragte den Schreiber: Bei deinem Leben! gibt es hier Wein zu verkaufen?<br>\n Allerdings, Rabbi, in dieser Stadt sind Kuth\u00e4er, sie behandeln aber den Wein nicht mit der Reinheit, wie ihn meine V\u00e4ter (Voreltern) behandelt haben. Jener sprach: Wenn du Wein \u00fcbrig hast, so gib mir ihn, ich nehme ihn (ich kaufe ihn dir ab). Dieser sprach: Wenn du Herr deiner selbst bist, so koste ihn nicht. R. Simeon ben Eleasar erwiderte: Ich bin Herr meiner selbst, und bin es auch gewesen. Das ist der Sinn von \u05d5\u05de\u05dc\u05da, n\u00e4mlich \u05d5\u05de\u05dc\u05d5\u05da und herrsche \u00fcber deine Leidenschaft.<br>\nOder: \u00bbF\u00fcrchte HaSchem, mein Sohn \u05d5\u05de\u05dc\u05da.\u00ab Was hei\u00dft: \u05d5\u05de\u05dc\u05da\u200e?<br>\n \u05d5\u05d0\u05dc \u05dc\u05de\u05d9\u05dc\u05da\u200e und nicht den Molech, wie es hei\u00dft Lev. 18, 21: \u00bbUnd von deinem Samen sollst du nicht dem Molech weihen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Oder:<\/h3>\n\n\n\n<p> Was hei\u00dft \u05d5\u05de\u05dc\u05da und den K\u00f6nig?<br>\n \u05d4\u05de\u05dc\u05d9\u05db\u05d4\u05d5 erkenne ihn (G-tt) als K\u00f6nig an. Prov. 24, 21: \u00bbMit Neuerern lass dich nicht ein\u00ab d. i. mit denen, welche sprechen, es gebe noch einen zweiten G-tt, mit solchen lasse dich nicht ein. R. Jehuda bar Simon sagte: Es hei\u00dft Sach. 13, 8: \u00bbUnd es geschieht im ganzen Lande, spricht HaSchem, zwei (Teile) werden ausgerottet, schwinden dahin\u00ab d. i. die Munde, welche sprechen: es gibt zwei M\u00e4chte, diese werden ausgerottet und vertilgt werden, und wer wird dann \u00fcbrig bleiben, um zu best\u00e4tigen Sach. 13, 8: \u00bbUnd das Drittel bleibt \u00fcbrig darin?\u00ab<br>\n Das sind die Israeliten, die \u05e9\u05dc\u05d9\u05e9\u05d9\u05df dreifache heissen, weil sie aus drei Klassen zusammengesetzt sind, aus Priestern, Leviten und Israeliten, und die Abk\u00f6mmlinge sind von den drei V\u00e4tern Abraham, Jizchak und Jacob. Oder (die Israeliten) sind diejenigen, welche G-tt preisen mit dem dreifachen Ausruf: Heilig, heilig, heilig (s. Jes. 6, 3). R. Acha sagte: G-tt z\u00fcrnte \u00fcber Schlomoh, als er den obigen Vers gesagt hatte und sprach zu ihm: Hast du vielleicht mit dem heiligen Worte: \u00bbF\u00fcrchte HaSchem!\u00ab ein Notarikon (etwas besonderes) \u00bbund mit Ver\u00e4nderern lasse dich nicht ein\u00ab andeuten wollen?<br>\n Sofort sprach sich Schlomoh Koh. 4, 8 deutlicher aus: \u00bbEs gibt nur einen und keinen zweiten, auch einen Sohn und Bruder hat er nicht\u00ab d. i. er hat keinen Bruder und keinen Sohn, sondern: \u00bbH\u00f6re, Israel, HaSchem, unser G-tt, HaSchem ist einzig.\u00ab  R. Jizchak begann mit Klag.. 3, 24: \u00bbMein Teil ist HaSchem, spricht meine Seele, und darum hoffe ich auf ihn.\u00ab Das kommt mir vor, sagte R. Jizchak, wie ein K\u00f6nig, welcher mit Herz\u00f6gen, Eparchen und Heerf\u00fchrern in ein Land einzog, manche von den Landbewohnern w\u00e4hlten sich einen Herzog, dass er ihnen beistehe, andere wieder w\u00e4hlten sich einen Eparchen, einer aber, der klug war, sprach: ich w\u00e4hle keinen andern, als den K\u00f6nig, denn alle wechseln, der K\u00f6nig aber wechselt nicht. So auch die Israeliten, als G-tt sich auf den Sinai herablie\u00df, stiegen mit ihm ganze Scharen von Engeln herab, Michael und seine Schaar, Gabriel und seine Schaar, manche V\u00f6lker w\u00e4hlten sich den Michael, andere wieder w\u00e4hlten sich den Gabriel, aber die Israeliten w\u00e4hlten sich G-tt und sprachen: \u00bbMein Teil ist HaSchem, spricht meine Seele.\u00ab Das wollen die Worte sagen: \u00bbH\u00f6re, Israel! HaSchem, unser G-tt, HaSchem ist einzig.\u00ab<br>\nOder: \u00bbH\u00f6re Israel.\u00ab Seit wann sind die Israeliten so gl\u00fccklich, das Schema zu lesen?<br>\n Seit der Stunde, da Jacob dem Tode sich nahte. Da rief er alle St\u00e4mme zusammen und sprach zu ihnen: Vielleicht werdet ihr nach meinem Hinscheiden von der Welt einen andern G-tt anbeten?<br>\n So hei\u00dft es Gen. 49, 2: \u00bbVersammelt euch und h\u00f6ret. S\u00f6hne Jacobs, h\u00f6ret auf Israel, euren Vater.\u00ab Jacob sprach n\u00e4mlich zu ihnen: Ist denn Israel euer Vater?<br>\n Sie antworteten: \u00bbH\u00f6re, Israel, HaSchem, unser G-tt, HaSchem ist einzig.\u00ab Da sprach er leise die Worte: Gelobt sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches immerdar! R. Levi sagte: (Das haben jene damals gesagt,) was sagen die Israeliten jetzt?<br>\n H\u00f6re, unser  Vater Israel! Das Wort, was du uns befohlen, lebt bei uns fort (Welches ist das?) \u00bbHaSchem, unser G-tt, HaSchem ist einzig.\u00ab<br>\n Oder: \u00bbH\u00f6re Israel.\u00ab Die Rabbinen sagen: Als Moscheh die Himmelsh\u00f6he erstiegen, h\u00f6rte er die Dienstengel zu G-tt sprechen: Gelobt sei der Name seines herrlichen Reiches immerdar. Diesen Ausspruch brachte er zu den Israeliten herab. Warum sagen es die Israeliten aber nicht \u00f6ffentlich?<br>\n Es verh\u00e4lt sich hiermit, sagte R. Asi, wie mit einem, der einen Schmuck aus dem Palaste des K\u00f6nigs entwendet und seinem Weibe gegeben hatte mit den Worten: Schm\u00fccke dich damit nicht \u00f6ffentlich, sondern nur im Innern deines Hauses. Aber am Vers\u00f6hnungstage, wo die Israeliten so unschuldig wie die Dienstengel erscheinen, da sagen sie laut: Gepriesen sei der Name seines herrlichen Reiches immerdar.  V. 5. Und liebe HaSchem, deinen G-tt mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele.<br>\nMit allen den Seelen, die er in dir erschaffen hat. R. Me\u00efr sagte: Bei jedem Atemzug ist der Mensch verpflichtet seinen Sch\u00f6pfer zu preisen. Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\n Es hei\u00dft Ps. 150, 6: \u00bbAlles was Odem hat, lobe HaSchem.\u00ab R. Simon sagt: Die Seele hat f\u00fcnf Namen, es sind: \u05d9\u05d7\u05d9\u05d3\u05d4, \u05d7\u05d9\u05d4, \u05e0\u05e9\u05de\u05d4, \u05e0\u05e4\u05e9, \u05e8\u05d5\u05d7.<br>\nDie Rabbinen sagen: Komm und sieh, G-tt f\u00fcllt seine Welt und die Seele f\u00fcllt den K\u00f6rper, G-tt tr\u00e4gt seine Welt und die Seele tr\u00e4gt den K\u00f6rper, G-tt ist einzig (\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3) in seiner Welt und die Seele ist einzig, vor G-tt gibt es keinen Schlaf und vor der Seele gibt es auch keinen Schlaf; G-tt ist rein in seiner Welt und die Seele ist rein im K\u00f6rper, G-tt sieht und wird nicht gesehen und die Seele sieht und wird nicht gesehen, so komme nun die Seele, welche sieht und nicht gesehen wird, und preise den Heiligen, gebenedeiet sei er, der auch sieht und nicht gesehen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr der Welt! sprachen die Israeliten, diese Seele, welche dich preiset, wie lange befindet sie sich im Staube?<br>\n s. Ps. 44, 26: \u00bbZum Staube gebeugt ist unsere Seele.\u00ab Darauf antwortet ihnen G-tt: Bei eurem Leben! es naht das Ende und eure Seelen freuen sich, deshalb tr\u00f6stet der Prophet Jesaia sie mit den Worten Jes. 61, 10: \u00bbFreuen will ich mich HaSchems, meine Seele frohlockt in meinem G-tt.\u00ab R. Berachja sagte: An zehn Stellen nennt G-tt Israel eine Braut, es sind Cant. 4, 8: \u00bbMit mir vom Libanon, Braut,\u00ab das. 5, 1: \u00bbIch komm in meinen Garten, meine Schwester, Braut,\u00ab das. 4, 9: \u00bbDu raubst mir das Herz, meine Schwester, Braut,\u00ab das. V. 10: \u00bbWie sch\u00f6n ist deine Liebe, meine Schwester, Braut;\u00ab das. V. 11: \u00bbHonigseim tr\u00e4ufeln deine Lippen, Braut;\u00ab Jes. 62, 5: \u00bbWie sich ein Br\u00e4utigam \u00fcber die Braut freuet,\u00ab Jerem. 7, 34: \u00bbStimme des Br\u00e4utigams und Stimme der Braut;\u00ab Jes. 49, 18: \u00bbDu sollst sie alle wie Schmuck  anziehen, sie dir anlegen gleich der Braut;\u00ab das. 6, 10: \u00bbUnd wie die Braut ihr Geschmeide anlegt.\u00ab Dem entsprechend schm\u00fccken die Israeliten HaSchem mit zehn Gew\u00e4ndern, n\u00e4mlich Hi. 29, 14: \u00bbGerechtigkeit zog ich an und und sie zog mich an,\u00ab siehe das sind zwei, Jes. 59, 17: \u00bbEr ziehet Gerechtigkeit an wie den Panzer,\u00ab das.: \u00bbEr ziehet der Rache Gew\u00e4nder als Kleid an,\u00ab siehe das sind f\u00fcnf; Dan. 7, 9: \u00bbSein Gewand war wei\u00df wie Schnee;\u00ab Jes. 63, 2: \u00bbWarum ist rot dein Gewand?\u00ab<br>\n Ps. 93, 1: \u00bbHaSchem ist K\u00f6nig, mit Hohheit gekleidet ist HaSchem, mit Macht umg\u00fcrtet,\u00ab das. 104, 1: \u00bbMit Glanz und Pracht bekleidet.\u00ab Siehe das sind zehn.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Oder:<\/h3>\n\n\n\n<p> \u00bbIch freue mich in HaSchem.\u00ab Womit ist das zu vergleichen?<br>\n Mit einer Frau, deren Gemahl, Sohn und Schwiegersohn zu einer Seestadt gereist sind. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"506\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/schaar_midrasch.png?resize=315%2C506&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3810\" style=\"width:416px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/schaar_midrasch.png?w=315&amp;ssl=1 315w, 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src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-rabbah-zu-dewarim-1\/\"><strong>Midrasch Rabbah zu Dewarim 1<\/strong><\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-dewarim-bis-kapitel-232\/\"><strong>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Dewarim (bis Kapitel 2,32)<\/strong><\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-waetchanan-323-bis-64\/\"><strong>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Wa\u2019etchanan (3,23 bis 6,4)<\/strong><\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-ekew-bis-101\/\"><strong>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Ekew (bis 10,1)<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Wa\u2019etchanan (3,23 bis 6,4) in deutscher 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