{"id":1470,"date":"2015-04-14T10:52:31","date_gmt":"2015-04-14T08:52:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=1470"},"modified":"2025-07-07T11:25:05","modified_gmt":"2025-07-07T09:25:05","slug":"midrasch-dewarim-rabba-paraschah-ekew-bis-101","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-ekew-bis-101\/","title":{"rendered":"Midrasch Dewarim Rabba &#8211; Paraschah Ekew (bis 10,1)"},"content":{"rendered":"\n<p>Midrasch Dewarim Rabba &#8211; Paraschah Ekew (bis 10,1)<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p><strong>Halacha. <\/strong>Darf ein Israelit einen aus Gelenken zusammengesetzten Leuchter am Schabbat von einem Ort zum andern tragen (bewegen)? Die Weisen haben so gelehrt. Wer die R\u00f6hren eines Leuchters am Schabbat zusammensetzt, macht sich einer S\u00fcnde schuldig. Warum verschuldet er sich? R. Abuhu im Namen des R. Jochanan sagte: Wer am Schabbat einen Leuchter zusammensetzt, ist wie ein Mensch, der am Schabbat baut und wer am Schabbat baut, l\u00e4d eine Schuld auf sich. R. Jose bar R. Chanina sagte: Wann haben die Israeliten den Schabbat so beobachtet (gehalten), wie es sich geh\u00f6rt? Als sie sich in Alusch befanden. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Ex. 16, 30: \u00bbDas Volk ruhte am siebenten Tage.\u00ab Glaubst du, dass ich dir den Schabbat vielleicht zu deinem Nachteile gegeben habe? Nein, ich habe dir den Schabbat zu deinem Besten gegeben? Wie das? R. Chija bar R. Abba sagte: Du heiligst den Schabbat durch Speise und Trank, durch einen reinen Anzug und vergn\u00fcgst deine Seele und ich gebe dir Lohn noch daf\u00fcr, wie es hei\u00dft Jes. 58, 13: \u00bbWenn du den Schabbat eine Erg\u00f6tzung nennst\u00ab u. s. w. Was folgt darauf? S. das. V. 14: \u00bbDann findest du Lust am Ewigen, und er gibt dir was dein Herz begehrt.\u00ab Wann gibst du uns den Lohn, fragten die Israeliten, f\u00fcr die von uns ausge\u00fcbten Gebote? Die Fr\u00fcchte der von euch ge\u00fcbten Gebote genie\u00dft ihr jetzt schon, antwortete ihnen G-tt, den Lohn aber gebe ich euch in der Folge (\u05d1\u05e2\u05e7\u05d1). Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Aus dem, was wir hier lesen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 7. Vers 12 . Und es geschieht, wenn ihr gehorcht.<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> \u00bbUnd es geschieht\u00ab u. s.w. In Verbindung mit Ps. 60, 9: \u00bbMein ist Gilead, mein ist Manasse, auf Edom werfe ich meinen Schuh.\u00ab Was hei\u00dft Gilead?<br>\nResch Lakisch sagte u. s. w. bis zu den  Worten \u05e2\u05d3 \u05e9\u05d4\u05df \u05de\u05d1\u05e0\u05d9 \u05d9\u05d4\u05d5\u05d3\u05d4 (s. Bemidbar r. Par. 14, Anf.). Oder: \u00bbMoab ist mein Waschbecken\u00ab (Ps. 60. 10), R. Simeon ben Chalaphtha sagte: G-tt sprach: Ich setzte f\u00fcr Moab einen Regen von Strafen. Was hei\u00dft das: \u00bbAuf Edom werfe ich meinen Schuh?\u00ab G-tt sprach: Alles ist bereit, Busse zu tun, und ich trete die Kelter Edoms mit der Ferse meines Fu\u00dfes. Wann? \u00bbUnd es geschieht, wenn ihr gehorchet.\u00ab G-tt sprach zu den Israeliten: Meine Kinder! glaubet nicht, dass ich euch behandle wie einen Knecht, welchen sein Herr teuer (eig. zu einem Preise, den er nur finden kann) verkaufen m\u00f6chte, ich bringe vielmehr Leiden \u00fcber euch, bis ihr eure Herzen auf mich richtet. R. Acha sagte: G-tt hat den Schwur getan, dass er die Israeliten nie verlassen werde. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Aus Am. 4, 12: \u00bbDarum werde ich dir, Israel, also tun.\u00ab Unter \u00bb\u05dc\u05db\u05df also\u00ab ist nichts anders als Schwur (\u05e9\u05c1\u05d1\u05d5\u05e2\u05d4) zu verstehen vgl. 1 Sam. 3, 14: \u00bbDarum (\u05d5\u05dc\u05db\u05df) schw\u00f6re ich dem Hause Elis.\u00ab Und bis wieweit werde ich euch z\u00fcchtigen? Bis an die Ferse (\u05e2\u05e7\u05d1 .(\u05e2\u05d3 \u05d4\u05e2\u05e7\u05d1, denn dies will ich dir tun, bis ihr beobachtet alle meine Gebote bis ans Ende (\u05e2\u05d3 \u05e2\u05e7\u05d1).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder<\/strong> was steht vorher? Deut. 7, 9: \u00bbUnd du erkennest, dass HaSchem dein G-tt ist, ein treuer G-tt.\u00ab Es verh\u00e4lt sich hiermit, sagte R. Chija bar Abba, wie mit dem Freunde eines K\u00f6nigs, welcher demselben ein Pfand zur Aufbewahrung \u00fcbergeben halte und dann gestorben war. Da kam sein Sohn und verlangte das Pfand aus seiner Hand. Er sprach zu ihm (dem K\u00f6nig): Gib mir das Pfand, das dir mein Vater anvertraut hat. Hast du etwa, antwortete ihm der K\u00f6nig, einen Bessern als ich, das Pfand, habe ich es nicht sorgf\u00e4ltig (eig. verdoppelt, zusammengerollt) bewahrt und in Ordnung gehalten? So auch, als die Israeliten zu Jeremias Zeit ges\u00fcndigt hatten, da sprach G-tt zu Jeremia: Geh, sage den Kindern Israel, Jerem. 2, 5: \u00bbWas haben eure V\u00e4ter Unrechtes an mir gefunden?\u00ab Habe ich nicht alles, was ich euern V\u00e4tern geschworen, gehalten? Ich habe ihnen geschworen, dass ich ihre Kinder segnen werde, wie es hei\u00dft Gen. 22, 17: \u00bbIch werde dich segnen\u00ab, habe ich euch nicht durch Moscheh gesegnet, wie es hei\u00dft Deut. 1, 10: \u00bbHaSchem, euer G-tt, hat euch vermehrt?\u00ab Ich habe ihm (dem Abraham) versprochen, dass ich euch mit gro\u00dfer Habe (aus \u00c4gypten) ausziehen lassen werde, wie es hei\u00dft Gen. 15, 14: \u00bbUnd nachher werden sie ausziehen mit gro\u00dfer \u00bbHabe\u00ab, habe ich nicht also getan (habe ich es nicht gehalten)? Es hei\u00dft doch Ps. 105, 37: \u00bbEr lie\u00df sie ausziehen mit Silber und Gold, und kein Wankender war in seinen St\u00e4mmen,\u00ab darum sagte Moscheh Deut. 7, 8: \u00bbWeil euch HaSchem liebte und den Schwur hielt, und er erl\u00f6ste dich aus dem Hause der Knechtschaft, V. 9: und du erkennest, dass HaSchem ein treuer G-tt ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> \u00bbHaSchem, dein G-tt, ist G-tt.\u00ab R. Levi sagte; Womit ist das zu vergleichen? Mit dem Freunde eines K\u00f6nigs. Er kam und gab demselben ein Pfand aufzubewahren und starb. Da kam sein Sohn und verlangte das Pfand zur\u00fcck. Der K\u00f6nig sprach  zu ihm: Bringe zwei Befehlshaber und zw\u00f6lf R\u00e4te, durch sie will ich dir das Pfand geben. So sprach auch G-tt, als die Israeliten aus \u00c4gypten zogen: Eure V\u00e4ter haben mir ein Pfand anvertraut. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Ex. 3, 16: \u00bbIch habe euch als Pfand bekommen.\u00ab Er sprach zu ihnen: Bringet zwei Befehlshaber und zw\u00f6lf R\u00e4te, n\u00e4mlich Moscheh und Aaron und die zw\u00f6lf Stammh\u00e4upter, wie es hei\u00dft Num. 1, 3, 4: \u00bbIhr sollt sie mustern nach ihren Heeren, und bei euch sei je ein Mann vom Stamme.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> \u00bbDer treue G-tt.\u00ab Die Rabbinen sagen: Aus der Redlichkeit eines menschlichen Wesens kannst du auf die Redlichkeit G-ttes schlie\u00dfen. R. Pinchas ben Jair wohnte in einer Stadt im S\u00fcden und es kamen Leute dahin, um sich zu ern\u00e4hren. Sie f\u00fchrten zwei Sea Gerste bei sich, welche sie ihm aufzuheben gaben, sie haben vergessen sie aber und reisten wieder ab. R. Pinchas ben Jair s\u00e4ete sie in jedem Jahr, brachte sie wieder auf die Tenne und sammelte sie. Nach Verlauf von sieben Jahren kamen die Handelsleute wieder dahin, um das \u00dcbergebene in Empfang zu nehmen. R. Pinchas ben Jair erkannte sie sogleich und sprach zu ihnen: Kommt und nehmt eure Sch\u00e4tze in Empfang. Siehe, das ist die Redlichkeit von Fleisch und Blut, wie gro\u00df ist erst die Redlichkeit G-ttes (eig. daraus kannst du auf die Redlichkeit G-ttes schlie\u00dfen)!<\/p>\n\n\n\n<p>Einstmals ging R. Pinchas ben Jair in eine Stadt, wo die M\u00e4use alles in dem Gebiete dieser Stadt frassen, die Einwohner kamen zu ihm und baten ihn um einen Rat. Was tat R. Pinchas ben Jair? Er fragte sie: Warum sondert (entrichtet) ihr nicht eure Zehnten, wie sich\u2019s geziemt? Wollt ihr, dass, wenn wir uns f\u00fcr euch verb\u00fcrgen, und ihr eure Zehnten, wie sich\u2019s geziemt, absondert, die M\u00e4use euch keinen Schaden mehr verursachen? Ja, antworteten sie. Er verb\u00fcrgte sich f\u00fcr sie, und die M\u00e4use zogen ab und wurden nicht mehr gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> Ein Brunnengr\u00e4ber war mit Brunnegraben f\u00fcr die Allgemeinheit besch\u00e4ftigt und seine Tochter war unterwegs und wollte durch einen Fluss gehen, wurde aber von ihm fortgerissen. Man kam und meldete dem R. Pinchas: Das und das ist der (deiner) Tochter von dem und dem zugesto\u00dfen. Er sprach zu ihnen: Es ist nicht m\u00f6glich (dass das vorgefallen sein kann), da ihr Vater im Wasser G-ttes Willen tut, so wird G-tt seine Tochter nicht im Wasser umkommen lassen. Sofort verbreitete sich das Ger\u00fccht (Geschrei) in der Stadt, die Tochter jenes Mannes sei wiedergekommen. Unsere Rabbinen sagen: Als R. Pinchas ben Jair jene Worte sprach, da kam ein Engel herab und zog sie heraus.  R. Simeon ben Schetach hatte von einem Ismaeliten einen Esel gekauft und seine Sch\u00fcler fanden einen Edelstein an dem Halse desselben h\u00e4ngen. Rabbi! sagte einer derselben (s. Prov. 10, 22): \u00bbDer Segen HaSchems macht reich.\u00ab Ich habe nur den Esel gekauft, sagte R. Simeon ben Schelach, aber nicht den Edelstein. Er ging und gab ihn dem Ismaeliten zur\u00fcck und dieser rief \u00fcber ihn aus: Gelobt sei HaSchem, der G-tt des Simeon ben Schetach. Von dieser Redlichkeit eines menschlichen Wesens kannst du auf die Redlichkeit G-ttes schlie\u00dfen, er ist treu und wird den Israeliten ihre guten Werke, welche sie tun, einst belohnen, wie es hei\u00dft Ex. 12, 17: \u00bbUnd ihr beobachtet die Gebote.\u00ab Aber was wird ihr Lohn sein? Und es geschieht, wenn ihr gehorcht u. s. w. In der Folge werde ich euch bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> So bewahret HaSchem dein G-tt dir. Was hei\u00dft \u05d5\u05e9\u05de\u05e8? R. Samuel ben Nachman sagte: Alles, was die Israeliten in dieser Welt genie\u00dfen, r\u00fchrt von der Kraft des Segens her, womit sie der ruchlose Bileam gesegnet hat, aber die Segnungen, womit die V\u00e4ter sie gesegnet haben, sind noch f\u00fcr die Zukunft aufbewahrt, wie es hei\u00dft: \u00bbHaSchem, dein G-tt, wird dir bewahren\u00ab u. s. w. Womit ist das zu vergleichen? Oder R. Chelbo sagte: Es verh\u00e4lt sich wie mit einer Waise, welche von einem Hausherrn aufgezogen wurde, sie a\u00df von dem Seinigen, trank von dem Seinigen und kleidete sich von dem Seinigen und erlernte ein Gewerbe. F\u00fcr das alles, was ich esse, trinke und wovon ich mich kleide, dachte die Waise, wird er einst seine Rechnung machen (eig. ist mein Lohn die Rechnung). Da sprach der Hausherr zu ihr: Bei deinem Leben! alles was du isst und wovon du dich kleidest, empf\u00e4ngst du in Folge (in der Kraft) des Fasses Wasser, welches du mir sch\u00f6pfst und in Folge (in der Kraft) des Holzes, welches du mir spaltest, dein Lohn aber bleibt dir noch f\u00fcr die Zukunft aufbewahrt. Ebenso alles, was die Israeliten in dieser Welt genie\u00dfen, genie\u00dfen sie in Folge (in Kraft) der Leiden, die \u00fcber sie kommen, ihr Lohn aber verbleibt ihnen f\u00fcr die Zukunft aufbewahrt, wie es hei\u00dft: \u00bbUnd HaSchem, dein G-tt, wird dir bewahren\u00ab u. s. w. Was hei\u00dft das: Der Bund und die Liebe, die er deinen V\u00e4tern zugeschworen? R. Chija sagte: Drei gute Eigenschaften finden sich im Besitze der Israeliten, sie sind schamhaft, barmherzig und menschenfreundlich. Schamhaft, woher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Ex. 20, 20; \u00bbAuf dass seine Furcht auf euern Gesichtern w\u00e4re;\u00ab barmherzig (mitleidig), woher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Deut. 13, 17: \u00bbUnd dir Barmherzigkeit erweise und sich deiner erbarme;\u00ab menschenfreundlich (mildt\u00e4tig), woher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Deut. 7, 12: \u00bbUnd so bewahret dir HaSchem, dein G-tt, den Bund und die Liebe.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> Vers 13. Er wird dich lieben, dich segnen und dich mehren u. s. w.<\/h2>\n\n\n\n<p> Warum wird hier die Leibesfrucht der Erdfrucht gleichgestellt? G-tt sprach: Sowie es unter deiner Erdfrucht Schlacken gibt, so gibt es auch unter deiner Leibesfrucht Schlacken; oder sowie es unter deiner Erdfrucht nicht S\u00fcnde und Schuld gibt, so sei auch unter deiner Leibesfrucht nicht S\u00fcnde und Schuld; oder sowie deine Erdfrucht verzehntet werden muss, so muss auch deine Leibesfrucht verzehntet werden d. i. die Beschneidung. Oder R. Jehnda bar R. Simon sagt: Warum hat er die Leibesfrucht der Erdfrucht gleichgestellt? Weil deine Erdfr\u00fcchte deine Leibesfr\u00fcchte s\u00fchnen. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? So hei\u00dft es Deut. 32, 43: \u00bbUnd sein Boden s\u00fchnt sein Volk.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> Vers 14 Du wirst vor allen V\u00f6lkern gesegnet sein. <\/h2>\n\n\n\n<p>R. Chija bar Abba sagte: Eine Matrone f\u00fchlt sich nicht durch die Lobeserhebung ihrer Verwandten, sondern durch die ihrer Nebenbuhlerinnen geschmeichelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Unfruchtbarer noch Unfruchtbare wird unter dir sein d. i. es wird keine Verschnittene noch Unfruchtbare (Weiber) geben, nicht nur unter den Menschen, sondern auch nicht einmal unter dem Vieh. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Weil es hier hei\u00dft: noch unter deinem Vieh. Siehe, das ist unter Menschen und unter Vieh. Und woher l\u00e4sst sich beweisen, dass es auch im Lande nicht der Fall ist? Weil es hei\u00dft Ex. 23, 26: \u00bbKeine Fehlgeb\u00e4rende noch Unfruchtbare soll in deinem Lande sein.\u00ab Siehe, das ist unter Menschen und unter Vieh und im Lande, woher l\u00e4sst sich beweisen, dass das auch nicht unter den B\u00e4umen stattfinden wird? S. Mal. 3, 11: \u00bbUnd euch nicht unfruchtbar sei der Weinstock des Feldes.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder: <\/strong>\u00bbKein Unfruchtbarer noch Unfruchtbare wird unter dir sein.\u00ab R. Chanin ben Levi sagte: G-tt sprach: Dein Gebet wird nicht unfruchtbar sein, sondern es wird Fr\u00fcchte tragen. Oder R. Jonathan sagte: Es wird unter dir kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare an Antworten sein. R. Jonathan ging nach Neapolis, und er ritt auf einem Esel und der Treiber (ging) hinter ihm her. Da schloss sich ihnen ein Kuth\u00e4er ((Samaritaner)) an. Als sie an den Berg Garizim kamen, sagte der Kuth\u00e4er zu R. Jonathan: Rabbi, sieh, dies ist hier der heilige Berg. Warum ist er heilig? fragte ihn R. Jonathan. Es antwortete ihm jener Kuth\u00e4er: Weil er von dem Wasser der Flut nicht geschlagen worden (verschont geblieben) ist. R. Jonathan fragte ihn: Woher wei\u00dft du das? Jener antwortete: Aus Ezech. 22, 23: \u00bbMenschensohn, sprich zu ihr (der Stadt): Du bist ein Land, nicht gereinigt und ohne Regen am Tage des Zornes.\u00ab R. Jonathan sprach zu ihm: Da h\u00e4tte G-tt nur dem Noah zu befehlen brauchen, hierher (diesen Berg) zu steigen und nicht  sich eine Arche zu erbauen. Der Kuth\u00e4er sprach zu ihm: Das hat er nur getan, um ihn zu pr\u00fcfen (versuchen). R. Jonathan schwieg hier. Da sprach zu ihm der Eseltreiber: Erlaubst du mir wohl, ihm ein Wort zu erwidern? R. Jonathan sagte: Sprich! Ist dieser Berg, sagte nun der Treiber, nicht unter dem Himmel? Der Kuth\u00e4er sagte: Er ist au\u00dfer dem Himmel. Der Eseltreiber sagte:<br>\nHei\u00dft es nicht Gen. 7, 20: \u00bbF\u00fcnfzehn Ellen dar\u00fcber stiegen die Wasser und es wurden alle hohen Berge bedeckt, die unter dem Himmel sind?\u00ab R. Jonathan stieg sofort vom Esel und lie\u00df den Treiber vier Mil reiten und wandte auf ihn den Vers Jes. 54, 17 an: \u00bbJegliche Zunge, die gegen dich sich erhebt vor Gericht, wirst du besiegen.\u00ab Das wollen die Worte sagen: \u00bbKein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare wird unter dir sein.\u00ab Was hei\u00dft: \u00bbUnd in deinem Vieh (\u05d5\u05d1\u05d1\u05d4\u05de\u05ea\u05da)?\u00ab Unter deinen Viehtreibern (\u05d5\u05d1\u05d1\u05d4\u05de\u05d9\u05df \u05e9\u05dc\u05da).<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder:<\/strong> \u00bbHaSchem, dein G-tt, wird dir bewahren den Bund und die Liebe.\u00ab R. Simeon ben Chalaphtha sagte: Womit ist das zu vergleichen? Mit einem K\u00f6nige, welcher sich mit einer Matrone verm\u00e4hlte, welche ihm zwei Edelsteine (Diamanten) mitbrachte und der auch er zwei entgegenstellte. Als aber die Matrone die ihrigen verheimlichte (eig. um sie gekommen war), nahm auch der K\u00f6nig die seinigen wieder. Nach einiger Zeit erhob sie sich und rechtfertigte sich und brachte jene zwei Edelsteine herbei, in Folge dessen brachte auch der K\u00f6nig die seinigen wieder herbei und gab sie ihr. Der K\u00f6nig sprach zu ihr: Diese und jene zusammen sollen zu einer Krone gemacht und auf das Haupt der Matrone gegeben werden. So findest du, dass Abraham seinen Kindern zwei Edelsteine gab, wie es hei\u00dft Gen. 18, 19: \u00bbDenn ich kenne ihn, dass er seinen S\u00f6hnen und seinem Hause nach ihm gebieten wird.\u00ab Auch G-tt stellte diesen zwei Edelsteine gegen\u00fcber, n\u00e4mlich die Gnade und die Barmherzigkeit, wie es hier Deut. 7, 12 hei\u00dft: \u00bbHaSchem, dein G-tt, wird dir bewahren den Bund und die Liebe,\u00ab und ferner hei\u00dft es das. 13, 17: \u00bbUnd er dir Erbarmung erweise und sich deiner erbarme.\u00ab Als die Israeliten um die ihrigen gekommen waren, wie es hei\u00dft Am. 6, 12: \u00bbDass ihr in Galle verwandelt das Recht und der Gerechtigkeit Frucht in Wermut?\u00ab Da nahm auch G-tt die seinigen wieder, wie es hei\u00dft Jerem. 16, 5: \u00bbDenn ich habe meinen Frieden von diesem Volke weggenommen, spricht HaSchem, meine Liebe und Erbarmen\u00ab d. i. die Liebe und Barmherzigkeit. Die Israeliten erhoben sich sodann und rechtfertigten sich und brachten die zwei Edelsteine wieder herbei. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? So hei\u00dft es Jes. 1, 27: \u00bbZion wird durch Recht erl\u00f6st werden und seine Bekehrten durch Gerechtigkeit;\u00ab darum brachte auch G-tt die seinigen wieder herbei. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? So hei\u00dft es Jes. 54, 10: \u00bbWenn auch die Berge weichen und die H\u00fcgel wanken\u00ab u. s. w. Als die Israeliten die ihrigen herbeigebracht hatten, gab G-tt auch die seinigen wieder. G-tt sprach: Diese und jene sollen zusammen zu einer Krone gemacht und auf das Haupt der Israeliten gesetzt werden, wie es hei\u00dft Hos. 2, 21: \u00bbIch verlobe dich mir auf ewig, ich verlobe dich mir durch Recht und Gerechtigkeit, durch Liebe und Barmherzigkeit, und ich verlobe dich mir durch Treue und Erkenntnis HaSchems.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 9, Vers 1 H\u00f6re, Israel! du ziehst heute \u00fcber den Jordan. <\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Halacha.<\/strong> Ein Israelit, der vor Durst Wasser trinken will, soll sagen: Gelobt sei der, durch dessen Wort alles geworden. R. Tarphon schl\u00e4gt diesen Segen vor: Er erschafft viele Seelen und ihren Mangel (was ihnen fehlt). Die Rabbinen sagen: Komm und sieh!, alle Wunder, die G-tt an den Israeliten getan, geschahen nur am Wasser. Wie das? Als sie in \u00c4gypten waren, geschahen ihnen Wunder am Flusse. R. Jizchak sagte: Wenn n\u00e4mlich die \u00c4gypter und Israeliten gingen, um Wasser aus dem Flusse zu trinken, trank der \u00c4gypter Blut, aber der Israelit trank Wasser. Und so auch, als die Israeliten aus \u00c4gypten zogen, da geschahen ihnen Wunder nur am Wasser. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Ps. 114, 3: \u00bbDas Meer sah es und floh.\u00ab Was sah es?<br>\nR. Nehorai sagte: Es sah den G-ttesnamen eingegraben auf Moschehs Stab und es wurde gespalten. Nach R. Nechemja sah es die Hand des Allm\u00e4chtigen und es wurde gespalten, wie es hei\u00dft Ps. 77, 17: \u00bbDich sahen die Wasser und bebten.\u00ab Sie kamen nach Marah und als das Wasser aufstieg, war es bitter, da geschah ihnen wieder ein Wunder. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Aus Ex. 15, 25: \u00bbDa zeigte er ihm ein Holz und er warf es ins Wasser, da wurde das Wasser s\u00fc\u00df.\u00ab Beim Felsen tat ihnen G-tt auch mit Wasser Wunder. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Aus Num. 20, 8: \u00bbUnd redet zum Felsen vor ihren Augen.\u00ab Auch am Brunnen tat er ihnen Wunder, und sie sangen ein Lied, wie es hei\u00dft das. 21, 17: \u00bbDamals sang Israel dieses Lied.\u00ab Moscheh sprach zu ihnen: Wisset, alle Wunder, welche G-tt euch getan, hat er am Wasser getan, so wird er auch in der Stunde, wo ihr \u00fcber den Jordan zieht, um das Land einzunehmen, euch Wunder an den Wassern des Jordans tun.  Oder: \u00bbH\u00f6re, Israel! du gehest heute \u00fcber den Jordan\u00ab in Verbindung mit Ps. 44, 2: \u00bbG-tt! wir haben es mit unseren Ohren geh\u00f6rt, unsere V\u00e4ter haben uns erz\u00e4hlt: Gro\u00dftaten tatest du in ihren Tagen.\u00ab Was hei\u00dft das: \u00bbMit unseren Ohren?\u00ab Wir haben geh\u00f6rt, sagte R. Tanchuma, was du dem Moscheh am Dornbusch gesagt hast. Du hast n\u00e4mlich dem Moscheh am Dornbusch gesagt: Es ist offenbar und erschaut vor mir, dass sie einst mich erz\u00fcrnen werden, dennoch erl\u00f6se ich sie. Woher l\u00e4sst sich das beweisen, dass G-tt das zu ihm gesagt har? Weil es hei\u00dft Ex 3,7: \u00bbIch habe das Elend meines Volkes gesehen, welches in \u00c4gypten ist.\u00ab Was hei\u00dft: \u00bbDenn ich kenne seine Leiden (Schmerzen)?\u00ab G-tt sprach zu Moscheh: Ich wei\u00df, welches Weh (Leid) sie einst tun werden (sie werden sagen:) Ex. 32, 4: \u00bbDas sind deine G\u00f6tter, Israel!\u00ab und dennoch werde ich mich herablassen, um sie aus der Gewalt der \u00c4gypter zu erretten. Dies sind die \u00dcbereink\u00fcnfte (\u05ea\u05e0\u05d0\u05d9\u05df), die du mit Moscheh getroffen hast und sowie du mit ihm \u00fcbereingekommen bist, so haben es unsere Ohren geh\u00f6rt. Was hei\u00dft das: \u00bbUnsere V\u00e4ter haben uns erz\u00e4hlt?\u00ab Wer sind diese? Moscheh, welcher der Vater aller Propheten genannt wird. (Was haben sie uns erz\u00e4hlt?) S. Ps. 44, 3: \u00bbDu hast mit deiner Hand V\u00f6lker vertrieben und hast sie gepflanzt.\u00ab Er sprach zu ihnen: Von dem, was er an den beiden K\u00f6nigen Emoris, an Sichon und Og, die gro\u00df waren, getan hat, k\u00f6nnt ihr erkennen, was er, wenn ihr \u00fcber den Jordan zieht, an den 31 K\u00f6nigen tun wird. Das ist der Sinn der Worte: \u00bbH\u00f6re, Israel! du gehst heute \u00fcber den Jordan.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> \u00bbH\u00f6re, Israel\u00ab u. s. w. Was brauchte er ihnen hier zu sagen: \u00bbH\u00f6re, Israel!\u00ab Die Rabbinen sagen: Womit ist das zu vergleichen? Mit einem K\u00f6nige, der eine Matrone sich mit zwei Perlen angetraut hatte, von welchen aber eine verloren gegangen war. Da sprach der K\u00f6nig zu ihr: Du hast die eine verloren, nimm nur die zweite in Acht. So hat auch G-tt sich den Israeliten durch die zwei Worte: \u05e0\u05e2\u05e9\u05c2\u05d4 \u05d5\u05e0\u05e9\u05c1\u05de\u05e2 wir wollen tun und gehorchen, angetraut, sie verloren das \u05e0\u05e2\u05e9\u05d4 wir wollen tun, dadurch, dass sie das Kalb gemacht hatten. Da sprach Moscheh zu ihnen: Ihr habt das \u05e0\u05e2\u05e9\u05d4 wir wollen tun, verloren, beobachtet das \u05e0\u05e9\u05de\u05e2 wir wollen gehorchen. Das wollen die Worte sagen: \u00bbH\u00f6re, Israel!\u00ab  Oder: \u00bbDu gehst heute \u00fcber den Jordan.\u00ab Er sprach n\u00e4mlich zu ihnen: Wenn ihr \u00fcber den Jordan zieht, werden sich andere Dinge erneuern. Ihr sollt nicht denken, sowie ihr in der W\u00fcste wart und ihr s\u00fcndigtet und ich f\u00fcr euch um Erbarmen flehte. Er sprach n\u00e4mlich zu ihnen: Als ihr jene Tat begangen und G-tt euch aufreiben wollte, habe ich da nicht f\u00fcr euch als Anwalt gebetet? Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Deut. 9, 26 : \u00bbIch betete zu HaSchem und sprach: HaSchem, G-tt, verdirb nicht dein Volk!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>R. Chija bar Abba sagte: Als G-tt zu Moscheh im Himmel sagte: \u00bbAuf! steige eilends hinab von diesem Berge,\u00ab da h\u00f6rten es die f\u00fcnf W\u00fcrgengel und wollten ihm Schaden zuf\u00fcgen, n\u00e4mlich: \u05d0\u05e3 der Zorn, \u05d5\u05d7\u05d9\u05de\u05d4 der Grimm, \u05e7\u05e6\u05e3 die Wut, \u05de\u05e9\u05d4\u05d9\u05ea das Verderben und \u05d5\u05de\u05db\u05dc\u05d4 die Vertilgung. Als aber Moscheh das Verdienst (die Tugend) der drei Altv\u00e4ter erw\u00e4hnte, wie es hei\u00dft Ex. 32, 13: \u00bbGedenke an Abraham, Jizchak und Israel, deine Knechte,\u00ab nahmen die Wut, das Verderben und die Vertilgung die Flucht, und es blieben nur die zwei harten, der Zorn und der Grimm, \u00fcbrig. Da sprach er vor G-tt: Herr der Welt! ich habe drei erw\u00e4hnt (in Erinnerung gebracht) und drei sind davongeflohen, beharrst du noch auf dem Zorn?<br>\nWoher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>\nAus  Ps 7, 2: \u00bbAuf! HaSchem, mit deinem Zorn.\u00ab Siehe, da stand G-tt mit dem Zorn auf. Und woher l\u00e4sst sich beweisen, dass Moscheh mit dem Grimm bestanden hat? Wie es hei\u00dft Ps. 106, 23: \u00bbWenn nicht Moscheh, sein Erw\u00e4hlter, vor den Riss getreten w\u00e4re, um seinen Grimm zu wenden vom Verderben\u00ab. Moscheh stieg hierauf vom Himmel herab mit den Bundestafeln in seiner Hand und er zerbrach sie nicht eher, als bis er mit seinen Augen (die Tat) gesehen.<br>\nWoher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Ex. 32, 19: \u00bbUnd es geschah, als er dem Lager nahte und das Kalb sah\u00ab u. s. w. In dieser Stunde entbrannte der Zorn Moschehs und er warf die Tafeln aus seiner Hand. G-tt sprach zu ihm: Moscheh, du wolltest mir nicht glauben, dass sie sich ein Kalb gefertigt h\u00e4tten, wie es hei\u00dft das. V. 8: \u00bbSie sind bald abgewichen von dem Wege, den ich ihnen geboten.\u00ab Die Rabbinen sagen: Deshalb beeilte sich Moscheh, um etwas Verdienstliches f\u00fcr die Israeliten vorzubringen, weil G-tt ihm gesagt hatte: \u00bbDen ich ihnen geboten.\u00ab Herr der Welt! sprach er vor ihm, mir ist es geboten worden, habe ich vielleicht das Gebot \u00fcbertreten? Ihnen ist es nicht geboten worden und sie haben es nicht gewusst. Moscheh, sprach G-tt zu ihm, ihnen w\u00e4re es nicht geboten worden? Nein! antwortete Moscheh. Hast du denn auf dem Sinai etwa gesagt: Ich bin HaSchem, euer G-tt! Das hast du nicht gesagt, sondern Ex. 20, 2: \u00bbIch bin HaSchem, dein G-tt.\u00ab Hast du denn gesagt: Ihr sollt keine fremden G\u00f6tter haben? Das hast du nicht gesagt, sondern: \u00bbDu sollst keine fremden G\u00f6tter haben.\u00ab Das ist der Sinn der Worte: \u00bbHaSchem G-tt, verdirb nicht dein Volk und dein Erbteil.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Moscheh lie\u00df keinen Winkel im Himmel, sagte R. Chija bar Abba, in welchem er sich nicht hingeworfen h\u00e4tte. Und was sprach er? Was kann der Mund noch vorbringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> \u00bbHaSchem, G-tt, verdirb nicht dein Volk und dein Erbteil.\u00ab R. Chija bar Abba sagte: Als der F\u00fcrsprecher aufgeh\u00f6rt hatte, nahm der Heilige  zu Gunsten der Israeliten das Wort und sprach so zu ihnen Prov. 24, 28: \u00bbSei nicht ohne Ursache Zeuge wider deinen N\u00e4chsten, wolltest du \u00fcberreden mit deinen Lippen?\u00ab \u00bbSei nicht ohne Ursache Zeuge wider deinen N\u00e4chsten\u00ab d. s. die Israeliten, welche \u05e8\u05e2\u05d9\u05dd N\u00e4chsten (Freunde) G-ttes genannt werden, wie es hei\u00dft Ps. 122, 8: \u00bbWegen meiner Br\u00fcder und Freunde.\u00ab \u00bbWolltest du \u00fcberreden mit deinen Lippen?\u00ab wie es hei\u00dft Ps. 78, 36: \u00bbSie \u00fcberredeten (t\u00e4uschten) ihn mit ihrem Munde.\u00ab Auch das, was ihr am Sinai gesagt habt: \u00bbWir wollen tun und gehorchen!\u00ab habt ihr nicht gehalten. Zu G-tt sprach er  s. Prov. 24, 29: \u00bbSprich nicht, ich will vergelten; wie er mir getan, will ich ihm tun,\u00ab sondern: \u00bbHaSchem, G-tt, verdirb nicht dein Volk und dein Erbteil.\u00ab Darum erw\u00e4hnte er, als sie \u00fcber den Jordan gehen wollten, f\u00fcr sie alles, was er zu ihren Gunsten als Anwalt vorgebracht hatte, denn er dachte, sie w\u00fcrden nun auch f\u00fcr ihn um Erbarmung beten, dass er mit ihnen in das Land komme. Was  hei\u00dft das: \u05d0\u05ea\u05d4 \u05e2\u05d5\u05d1\u05e8 wenn du \u00fcber den Jordan gehest? R. Tanchuma sagte: Moscheh warf sich nieder vor ihnen und sprach zu ihnen: Ihr zieht hin\u00fcber, ich ziehe aber nicht hin\u00fcber. Er machte ihnen Gelegenheit (eig. er \u00f6ffnete ihnen eine Th\u00fcr), dass sie f\u00fcr ihn um Erbarmen flehen sollten, aber sie verstanden es nicht. Womit ist das zu vergleichen? Mit einem K\u00f6nige, der viele Kinder von einer Matrone hatte, da sich aber dieselbe gegen ihn vergangen hatte, so wollte er sie entlassen. Er sprach zu ihr: Wisse, dass ich eine andere nehmen werde. Gut, antwortete sie, m\u00f6chtest du mir nicht sagen, wer die ist, die du k\u00fcnftig nehmen willst? Die und die, antwortete er. Was tat die Matrone? Sie rief ihre Kinder zusammen und sprach zu ihnen: Wisset, euer Vater will sich von mir scheiden und die und die (eine andere) heiraten. K\u00f6nnt ihr wohl bewirken, dass er sie nicht sklavisch unterwirft? Ja, sagten sie. Wisset aber, was sie einst an euch tun wird? Sie dachte dabei: Vielleicht werden die Kinder es merken und eine F\u00fcrbitte f\u00fcr sie bei ihrem Vater tun, allein sie verstanden es (die Worte der Mutter) nicht. Als sie es nicht verstanden, sagte sie zu ihnen: Ich trage (befehle) es euch nur euretwegen auf, dass ihr auf die Ehre eures Vaters halten m\u00f6get. So auch Moscheh. Als G-tt zu ihm gesagt hatte Num. 27, 18: \u00bbNimm dir den Josua, den Sohn Nun\u00ab u. s. w., \u00bbdenn du sollst nicht \u00fcber diesen Jordan gehen,\u00ab sprach er zu den Kindern Israel Deut. 11, 29: \u00bbUnd es geschieht, wenn HaSchem, dein G-tt, dich in das Land bringt, wohin du kommst, um einzunehmen.\u00ab \u00bbDu gehst heute hin\u00fcber,\u00ab ich aber ziehe nicht hin\u00fcber. Er dachte n\u00e4mlich, sie w\u00fcrden es merken (den Wink verstehen) und f\u00fcr ihn um Erbarmen beten, sie merkten es aber nicht. Als das nicht der Fall war, sagte er: Ich befehle es nur euretwegen, dass ihr auf die Ehre eures himmlischen Vaters bedacht sein m\u00f6get. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Weil es hei\u00dft Deut. 6, 2: \u00bbDen Ewigen, deinen G-tt, sollst du f\u00fcrchten.\u00ab G-tt sprach: In dieser Welt wollten sie alle in das Land Israel, allein in Folge ihrer S\u00fcnden sind sie daraus verbannt worden, aber einst werdet ihr frei von S\u00fcnde und Schuld sein, dann pflanze ich euch in ungest\u00f6rter Ruhe (eig. als ruhige Pflanzung) hinein, wie es hei\u00dft Am. 9, 15: \u00bbIch pflanze sie fest in ihrem Lande, dass sie nicht mehr ausgerissen werden aus ihrem Lande.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 10. Vers 1. Zu derselben Zeit sprach HaSchem zu mir: Haue dir aus.\u00ab <\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Halacha.<\/strong> Wenn ein Israelit geheiratet hat, wer muss die Trauungskosten bezahlen? So haben die Weisen gelehrt: Man schreibt nicht eher die Trauungsurkunde, als bis beide (Verlobten) einverstanden sind, und der Br\u00e4utigam bezahlt die Kosten. Von wem haben wir das gelernt? Von G-tt. Als G-tt sich Israel am Sinai verm\u00e4hlte, da hei\u00dft es Ex. 19, 10: \u00bbHaSchem sprach zu Moscheh: Gehe zu dem Volke und heilige es heute und morgen.\u00ab<br>\nUnd wer hat die Urkunde (Ehevertrag) ausgefertigt? Moscheh, wie es hei\u00dft Deut. 31, 9: \u00bbMoscheh schrieb dieses Gesetz.\u00ab Und welchen Lohn hat G-tt ihm gegeben? Ein strahlendes Antlitz, wie es hei\u00dft Ex. 34, 29; \u00bbMoscheh wusste nicht, dass sein Antlitz Strahlen warf.\u00ab Wann? Als er (G-tt) mit ihm geredet hatte. Resch Lakisch sagte: Als Moscheh das Gesetz schrieb, empfing er ein gl\u00e4nzendes Antlitz. Wie das?<br>\nResch Lakisch sagte: Das Gesetz, was dem Moscheh gegeben wurde, befand sich auf einem Felle von wei\u00dfem Feuer, und geschrieben war es mit schwarzem Feuer und untersiegelt mit Feuer und eingewickelt mit Feuer. Und als er schrieb, reinigte er den Kalamos an seinem Haare und daher kam der Glanz des Angesichts. Nach R. Samuel bar Nachman erhielt Moscheh den Glanz des Angesichts von den Tafeln. Als ihm die Tafeln von G-ttes H\u00e4nden in seine H\u00e4nde gegeben wurden, empfing er von da den Glanz des Angesichts; als aber die Israeliten jene Tat begangen hatten, nahm Moscheh die Tafeln und zerbrach sie. Da sprach G-tt zu ihm: Als du sie f\u00fcr Israel geordnet, gab ich dir ein gl\u00e4nzendes Antlitz zum Lohne, jetzt aber hast du die Tafeln zerbrochen. R. Jizchak sagte: Unsere Rabbinen haben gelehrt: Ist das Fass zerbrochen, so hat der Vermittler (Unterh\u00e4ndler) den Schaden.<br>\nDu warst, sprach G-tt zu Moscheh, der Vermittler zwischen mir und meinen Kindern, du hast die Tafeln zerbrochen, folglich hast du auch das Verh\u00e4ltnis ge\u00e4ndert. <\/p>\n\n\n\n<p>Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Weil es so hei\u00dft Ex. 31, 1-3: \u00bbHaSchem sprach zu Moscheh: Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie die ersten und ich will auf die Tafeln die Worte schreiben, welche auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen. Und sei bereit auf morgen und steige am Morgen auf den Berg Sinai und stelle dich mir daselbst auf der Spitze des Berges. Und niemand soll mit dir hinaufsteigen und niemand soll sich sehen lassen auf dem ganzen Berge; auch kein Schaf noch Rind soll weiden gegen den Berg hin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder: <\/strong>\u00bbHaue dir\u00ab in Verbindung mit Koh. 3, 5: \u00bbSeine Zeit hat, Steine zu werfen und seine Zeit hat, Steine zu sammeln, seine Zeit hat, umarmen und seine Zeit hat, die Umarmung fliehen.\u00ab R. Tanchuma fragte: Was hei\u00dft das: \u00bbSteine werfen hat seine Zeit?\u00ab Es war die Zeit bestimmt, dass Hadrian, dessen Gebeine zermalmt werden m\u00f6gen! die Steine des Heiligtums zerst\u00f6ren sollte. \u00bbUnd Steine sammeln hat seine Zeit\u00ab d. i. es wird eine Zeit kommen, wo G-tt es (das Heiligtum) wieder aufbauen wird, wie es hei\u00dft Jes. 28,16-18: \u00bbDarum so spricht HaSchem, G-tt: Siehe, ich lege einen Grundstein in Zion, einen bew\u00e4hrten, einen Eckstein, kostbar und fest gegr\u00fcndet, wer darauf vertraut, darf nicht fliehen. Und ich mache das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zur Wage. Aber Hagel soll die Zuflucht der L\u00fcge wegraffen, und Fluten sollen ihren Schirm wegschwemmen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> \u00bbEine Zeit hat Steine werfen.\u00ab Die Rabbinen sagen: Dieser Vers redet von Moscheh. Es war eine Zeit, dass Moscheh die  Tafeln wegwarf, wie es hei\u00dft Ex. 32, 19: \u00bbUnd es geschah, als er dem Lager nahte und das Kalb und die Reigent\u00e4nze sah, da entbrannte der Zorn Moschehs und er warf die Tafeln aus seinen H\u00e4nden und er zerbrach sie unten am Fu\u00df des Berges.\u00ab \u00bbUnd eine Zeit hat Steine sammeln\u00ab d. i. es war eine Zeit bestimmt, dass er die Tafeln wieder an Israel zur\u00fcckgeben sollte, wie es hei\u00dft: \u00bbHaue dir zwei steinerne Tafeln.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Oder:<\/strong> \u00bbHaue dir\u00ab u. s. w. in Verbindung mit Koh. 7,9: \u00bb\u00dcbereile dich nicht in deinem Gem\u00fct zum Zorn, denn Zorn ruht in der Brust der Toren.\u00ab Wer war das, welcher in Zorn geriet? Das war Moscheh, wie es hei\u00dft Ex. 32, 19: \u00bbDa entbrannte der Zorn Moschehs und er warf die Tafeln aus seinen H\u00e4nden.\u00ab Da sprach G-tt zu ihm: Moscheh, du l\u00e4sst deinen Zorn an den Bundestafeln aus, willst du, dass auch ich meinen Zorn auslasse? Da wirst du sehen, dass die Welt nicht einmal eine Stunde bestehen kann. Moscheh sprach: Was habe ich zu tun? G-tt antwortete: Dich dem Urteilsspruche zu unterwerfen (zu f\u00fcgen), du hast sie zerbrochen, schaffe nun andere. Das ist der Sinn der Worte: \u00bbHaue dir zwei steinerne Tafeln.\u00ab  Oder: \u00bbHaue dir.\u00ab R. Jizchak sagte: Es hei\u00dft Lev. 5, 24: \u00bbWenn er so ges\u00fcndigt und sich verschuldet hat, so gebe er das Entwendete, das er entwendet, oder um was er bevorteilt hat, oder das Anvertraute, was man ihm anvertraut hat, oder das Verlorene, das er gefunden, zur\u00fcck.\u00ab G-tt sprach zu ihm: Die Tafeln waren bei dir nicht aufbewahrt, du hast sie zerbrochen, schaffe f\u00fcr sie andere. R. Jizchak sagte ferner: Durch die zwei Tafeln s\u00f6hnte Moscheh G-tt mit Israel aus. Was tat er? Er kam zornig zu G-tt hinauf und sprach zu ihm: Deine Kinder s\u00fcndigen und mir b\u00fcrdest du die Strafe auf? Er stellte sich, als z\u00fcrne er gegen Israel, wie es hei\u00dft Ex. 32, 31. 32: \u00bbUnd so kehrte Moscheh zu HaSchem zur\u00fcck und sprach: Ach, dieses Volk hat eine gro\u00dfe S\u00fcnde getan, dass sie sich einen G-tt von Gold gemacht haben. Und nun vergib ihre S\u00fcnde, und wo nicht, so l\u00f6sche mich aus deinem Buche, das du geschrieben.\u00ab Als G-tt das sah, sprach er also zu Moscheh: Zwei sind in Zorn, ich und du z\u00fcrnen \u00fcber sie. Sogleich \u00bbredete HaSchem mit Moscheh von Angesicht zu Angesicht, sowie ein Mann redet mit seinem Freunde und er kehrte dann zum Lager zur\u00fcck, aber sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Knappe wich nicht aus seinem Zelte.\u00ab G-tt sprach zu ihm: Zwei d\u00fcrfen nicht im Zorne sein, sondern wenn du mich siehst, hei\u00dfes Wasser geben, gib du kaltes und wenn du mich kaltes geben siehst, gib du hei\u00dfes. Herr der Welt! sprach Moscheh, wie soll das geschehen? G-tt sprach: Flehe f\u00fcr sie um Erbarmen. Was tat er? Sofort \u00bbflehte Moscheh vor dem Ewigen, seinem G-tt und sprach: Warum, HaSchem, soll dein Zorn gegen dein Volk entbrennen, welches du aus dem Lande \u00c4gypten gef\u00fchrt hast mit gro\u00dfer Kraft und starker Hand? Warum sollen die \u00c4gypter sprechen: Zu ihrem Ungl\u00fcck hat er sie herausgef\u00fchrt, um sie zu t\u00f6ten im Gebirge und sie zu vertilgen vom Erdboden? Lass ab von dem Grimm deines Zornes und lass dich gereuen des B\u00f6sen wider dein Volk.\u00ab Da sprach er: Siehe, deine Kinder sind bitter, mache sie s\u00fc\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder Moscheh sprach vor G-tt: Herr der Welt! ich wei\u00df, dass du deine Kinder liebst und nur einen verlangst, der f\u00fcr sie den Verteidiger macht (der sich ihrer annimmt). R. Simon sprach: Womit ist das zu vergleichen? Mit einem K\u00f6nige, welcher mit seinem Sohne im innersten Gemache war und der Erzieher desselben war im Vorsaal, der K\u00f6nig schrie: Lasset mich, dass ich meinen Sohn erschlage. Hiermit wollte der K\u00f6nig nur zu verstehen geben, dass er w\u00fcnsche, jemand m\u00f6chte f\u00fcr seinen Sohn den Verteidiger machen. Ebenso sprach G-tt zu Moscheh Ex. 32, 10: \u00bbUnd nun lass mich, dass mein Zorn \u00fcber sie entbrenne und ich sie vertilge und ich will dich zu einem gro\u00dfen Volke machen.\u00ab Da sprach Moscheh: Halte ich denn G-tt an der Hand? Er verlangt nur einen, der f\u00fcr sie den Verteidiger macht. Und sogleich hei\u00dft es: \u00bbMoscheh flehte.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> \u00bbNun lass mich.\u00ab Moscheh sprach: Herr der Welten! wenn du sie vertilgen willst, so rei\u00dfe erst die Oberen und die Unteren aus und dann erst rei\u00dfe sie aus, wie es hei\u00dft Jes. 51, 6: \u00bbErhebet gen Himmel eure Augen und schauet zur Erde unten, denn die Himmel vergehen wie Rauch und die Erde zerfallt wie ein Gewand und ihre Bewohner sollen auch so sterben; aber meine Hilfe wird ewig dauern und mein Heil wird nicht zerst\u00f6rt.\u00ab Zuerst vergehen die Himmel wie Rauch und dann werden ihre Bewohner auch umkommen. Moscheh sprach zu G-tt: Und wenn du auch Himmel und Erde ausrei\u00dfest, Israel kannst du nicht ausrei\u00dfen, denn du hast es ihren V\u00e4tern zugeschworen und du hast es ihnen nicht etwa bei Himmel und bei Erde, sondern bei deinem gro\u00dfen Namen zugeschworen, denn es hei\u00dft: Du hast es ihnen bei dir geschworen, kannst du etwa deinen Namen vernichten? Moscheh sprach ferner vor G-tt: Achte sie wie Sodom, von dem du zu Abraham gesagt hast Gen. 18, 26: \u00bbWenn ich in Sodom f\u00fcnfzig Gerechte finde in der Stadt, so vergebe ich dem ganzen Orte um ihretwillen.\u00ab Und du gingst dann herab bis auf zehn, wie es hei\u00dft das. V. 32: \u00bbUnd er (Abraham) sprach: Ach! m\u00f6ge doch der Herr nicht z\u00fcrnen, wenn ich nur noch diesmal rede. Vielleicht werden daselbst zehn gefunden. Und er sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen.\u00ab Ich will dir von diesen achtzig Gerechte stellen. G-tt sprach: Stelle sie, Herr der Welt! fuhr Moscheh fort, siehe, die siebzig \u00c4ltesten, wie es hei\u00dft Num. 18, 16. 17: \u00bbDa sprach HaSchem zu Moscheh: Versammle mir siebzig M\u00e4nner von den \u00c4ltesten Israels, welche du kennst, dass sie \u00c4lteste des Volkes sind und seine Vorsteher und bringe sie vor das Versammlungszelt und lasse sie sich daselbst stellen neben dich. Und ich will herabkommen und mit  dir daselbst reden und will von dem Geiste nehmen, der auf dir ist und auf sie legen, dass sie mit dir an der Last des Volkes tragen und du sie nicht allein tragest.\u00ab Aaron, Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar, Pinchas und Kaleb, das sind siebenundsiebzig. G-tt sprach zu ihm: Siehe, Moscheh, wo sind die noch fehlenden drei Gerechten? Da er sie nicht fand, so sprach Moscheh vor ihm Herr der Welt! wenn diese unter den Lebenden nicht sind und sie f\u00fcr sie in diesen Riss treten k\u00f6nnen, so m\u00f6gen die Toten auferstehen.<br>\nEr sprach vor ihm: Tue es im Verdienste der drei V\u00e4ter, siehe, so sind es achtzig. \u00bbDenke an Abraham, Jizchak und Israel, deine Knechte.\u00ab Als Moscheh das Verdienst der V\u00e4ter erw\u00e4hnte, sprach G-tt sofort: Ich verzeihe, wie du geredet. Als nun Salomo aufstand und sah, dass Moscheh siebenundsiebzig lebende Gerechte erw\u00e4hnt hatte, und es ihm nichts geholfen h\u00e4tte, wenn er nicht das Verdienst der drei verstorbenen V\u00e4ter erw\u00e4hnt h\u00e4tte, sagte er die Worte Koh. 4, 23: \u00bbIch lobe mir die Toten, welche bereits gestorben sind, mehr als die Lebenden, welche jetzt noch am Leben sind. Und gl\u00fccklicher als sie beide ist der, welcher noch nicht ist, der nicht gesehen die \u00dcbeltaten, die unter der Sonne geschehen sind.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder:<\/strong> \u00bbGedenke an Abraham, Jizchak und Israel, deine Knechte, denen du geschworen bei dir und ihnen gesagt hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne des Himmels, und dieses ganze Land, wovon ich geredet, will ich euerm Samen geben, dass sie es besitzen ewiglich. Da reuete G-tt des B\u00f6sen, das er geredet, seinem Volke zu tun\u00ab (Ex. 32, 13. 14). Nach R. Levi sprach Moscheh vor G-tt: Herr der Welt! leben die Toten? und er erhielt darauf die Antwort: Moscheh, auch du irrst? Habe ich dir nicht gesagt: ich t\u00f6te und belebe? Da sprach Moscheh: Wenn die Toten am Leben sind, so erachte es, als wenn die V\u00e4ter dast\u00e4nden und f\u00fcr ihre Kinder beteten, was w\u00fcrdest du ihnen antworten? Als Moscheh dieses Wort gesagt hatte, hei\u00dft es sogleich: \u00bbDa reuete dem Ewigen des B\u00f6sen.\u00ab<br>\n Oder: \u00bbHaue dir zwei Tafeln.\u00ab Warum zwei? Die Rabbinen sagen: G-tt sprach zu Moscheh: Diese (zwei Tafeln) sollen zeugen zwischen mir und meinen Kindern, wie zwei Zeugen, wie zwei Brautf\u00fchrer, wie Br\u00e4utigam und Braut, wie Himmel und Erde, wie diese und jene Welt.  Oder: \u00bbHaue dir.\u00ab Man fragte den Rabban Jochanan ben Sakkai: Warum waren die ersten Tafeln ein himmlisches und die zweiten ein menschliches Werk? Er antwortete ihnen: Womit ist das zu vergleichen? Mit einem K\u00f6nige, der eine Gemahlin nahm und Papier und Schreiber von dem Seinigen nahm, sie von dem Seinigen kr\u00f6nte (schm\u00fcckte) und sie in sein Haus f\u00fchrte. Als der K\u00f6nig sie einmal mit einem seiner Diener scherzen sah, geriet er \u00fcber sie in Zorn und wollte sie entlassen. Da kam der Brautf\u00fchrer zu ihm und sprach: Mein Herr, wei\u00dft du nicht, woher du sie genommen hast, ist sie nicht unter Knechten aufgewachsen? Und da sie unter Knechten aufgewachsen ist, so ist ihr Herz durch sie stolz geworden. Der K\u00f6nig antwortete: Was verlangst du, dass ich mit ihr ausges\u00f6hnt werde? Bringe mir Papier und Schreiber von dem Deinigen, siehe, ich will es dann mit meiner Hand unterzeichnen. So sprach auch Moscheh zu G-tt, als die Israeliten jene Tat begangen hatten. Er sprach n\u00e4mlich zu ihm: Wei\u00dft du nicht, aus welchem Orte du sie herausgef\u00fchrt hast, aus \u00c4gypten, aus einem g\u00f6tzendienerischen Orte? Du willst, antwortete ihm G-tt, dass ich mit ihnen ausges\u00f6hnt (bes\u00e4nftigt) werde, bringe nun Tafeln von dem Deinigen, siehe, ich will sie mit meiner Hand schreiben, wie es hei\u00dft: \u00bbIch will auf die Tafeln schreiben.\u00ab Bei deinem Leben! sprach G-tt zu Moscheh, sowie du dein Leben f\u00fcr sie in dieser Welt hingegeben hast, so sollt ihr einst, wenn ich ihnen den Propheten Elia bringe, beide zugleich kommen. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Nach. 1, 3. 4: \u00bbHaSchem ist langm\u00fctig und gro\u00df an Kraft und ungestraft l\u00e4sst er nicht; HaSchem wandelt in Schilf und Wetter und Gew\u00f6lk ist seiner F\u00fc\u00dfe Staub. Er schilt das Meer und trocknet es und alle Str\u00f6me l\u00e4sst er versiegen, es welket Baschan und Karmel und Libanons Bl\u00fcte verwelkt.\u00ab<br>\n\u00bbIn Schilf (\u05d1\u05e1\u05d5\u05e4\u05d4\u200e)\u00ab d. i. Moscheh, wie es hei\u00dft Ex. 2, 3: \u00bbDa sie ihn nicht l\u00e4nger verbergen konnte, so nahm sie f\u00fcr ihn einen Kasten von Binsen und verklebte ihn mit Harz und Pech und legte das Kind hinein und setzte ihn ins Schilf (\u05d1\u05e1\u05d5\u05e3\u200e) am Ufer des Nilstromes.\u00ab \u00bbIn Wetter\u00ab d. i. Elia, wie es hei\u00dft 2 Reg. 2, 11. 12; \u00bbUnd es geschah, als sie fortgingen und im Gehen redeten, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen und schied beide von einander und Elia fuhr im Wetter gen Himmel. Und Elisa sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter! und er sah ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider und zerriss sie in zwei St\u00fccke.\u00ab In dieser Stunde kommt er und tr\u00f6stet euch. Woher l\u00e4sst sich das beweisen? Es hei\u00dft Mal. 3, 23: \u00bbSiehe, ich sende euch den Propheten Elia u.s.w., er wird der V\u00e4ter Herz zu den S\u00f6hnen wenden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"506\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/schaar_midrasch.png?resize=315%2C506&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3810\" style=\"width:416px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/schaar_midrasch.png?w=315&amp;ssl=1 315w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/schaar_midrasch.png?resize=187%2C300&amp;ssl=1 187w\" sizes=\"auto, (max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><strong>Midrasch auf talmud.de<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch\/\" data-type=\"page\" data-id=\"2413\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <strong>Zur \u00dcbersicht<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-rabbah-zu-dewarim-1\/\"><strong>Midrasch Rabbah zu Dewarim 1<\/strong><\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-dewarim-bis-kapitel-232\/\"><strong>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Dewarim (bis Kapitel 2,32)<\/strong><\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-waetchanan-323-bis-64\/\"><strong>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Wa\u2019etchanan (3,23 bis 6,4)<\/strong><\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch-dewarim-rabba-paraschah-ekew-bis-101\/\"><strong>Midrasch Dewarim Rabba \u2013 Paraschah Ekew (bis 10,1)<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Midrasch Dewarim Rabba &#8211; Paraschah Ekew (bis 10,1) in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[210,130],"tags":[117],"class_list":["post-1470","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-creative-commons","category-dewarim-rabbah","tag-creative-commons"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1470"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1470\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10237,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1470\/revisions\/10237"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}