{"id":1572,"date":"2015-12-25T15:10:40","date_gmt":"2015-12-25T13:10:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=1572"},"modified":"2018-12-12T16:16:42","modified_gmt":"2018-12-12T14:16:42","slug":"megillat-esther-das-buch-esther","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/megillat-esther-das-buch-esther\/","title":{"rendered":"Megillat Esther \u2013 das Buch Esther"},"content":{"rendered":"<p>Die Megillat Esther &#8211; das Buch Esther im Volltext<!--more--><br \/>\n<\/p>\n<h2>Die Berachot<\/h2>\n<p>Vor dem Lesen der Megillah spricht man:<\/p>\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\n\u05d1\u05bc\u05b8\u05e8\u05d5\u05bc\u05da\u05b0 \u05d0\u05b7\u05ea\u05bc\u05b8\u05d4 \u05d9\u05b0\u05d9\u05b8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b5\u05bd\u05d9\u05e0\u05d5\u05bc<br \/>\n\u05de\u05b6\u05bd\u05dc\u05b6\u05da\u05b0 \u05d4\u05b8\u05e2\u05d5\u05b9\u05dc\u05b8\u05dd,<br \/>\n\u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8 \u05e7\u05b4\u05d3\u05bc\u05b0\u05e9\u05c1\u05b8\u05bd\u05e0\u05d5\u05bc \u05d1\u05bc\u05b0\u05de\u05b4\u05e6\u05b0\u05d5\u05b9\u05ea\u05b8\u05d9\u05d5,<br \/>\n\u05d5\u05b0\u05e6\u05b4\u05d5\u05bc\u05b8\u05bd\u05e0\u05d5\u05bc \u05e2\u05b7\u05dc \u05de\u05b4\u05e7\u05b0\u05e8\u05b8\u05d0 \u05de\u05b0\u05d2\u05b4\u05dc\u05bc\u05b8\u05d4:\n<\/div>\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p class=\"comment\">\nBaruch atah Adonaj Elohejnu<br \/>\nMelech HaOlam,<br \/>\nascher kideschanu bemitzwotaw<br \/>\nwe\u2019tziwanu al mikra megillah.\n<\/div>\n<p> <\/p>\n<div class=\"divider\"><\/div>\n<p>Gepriesen seist Du, HaSchem, unser G-tt, K\u00f6nig der Welt, der du uns geheiligt durch deine Gebote und uns geboten hat, die Megillah zu lesen.<\/p>\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\n\u05d1\u05bc\u05b8\u05e8\u05d5\u05bc\u05da\u05b0 \u05d0\u05b7\u05ea\u05bc\u05b8\u05d4 \u05d9\u05b0\u05d9\u05b8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b5\u05bd\u05d9\u05e0\u05d5\u05bc<br \/>\n\u05de\u05b6\u05bd\u05dc\u05b6\u05da\u05b0 \u05d4\u05b8\u05e2\u05d5\u05b9\u05dc\u05b8\u05dd,<br \/>\n\u05e9\u05c1\u05b6\u05e2\u05b8\u05e9\u05c2\u05b8\u05d4 \u05e0\u05b4\u05e1\u05bc\u05b4\u05d9\u05dd \u05dc\u05b7\u05d0\u05b2\u05d1\u05d5\u05b9\u05ea\u05b5\u05bd\u05d9\u05e0\u05d5\u05bc<br \/>\n\u05d1\u05bc\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05de\u05b4\u05d9\u05dd \u05d4\u05b8\u05d4\u05b5\u05dd<br \/>\n\u05d1\u05bc\u05b7\u05d6\u05bc\u05b0\u05de\u05b7\u05df \u05d4\u05b7\u05d6\u05bc\u05b6\u05d4:\n<\/div>\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p class=\"comment\">\nBaruch atah Adonaj, Elohejnu<br \/>\nMelech HaOlam,<br \/>\nsche&#8217;asah nissim La&#8217;wotejnu<br \/>\nbajamim hahem<br \/>\nbasman haseh.\n<\/div>\n<p> <\/p>\n<div class=\"divider\"><\/div>\n<p>Gepriesen seist Du, HaSchem, unser G-tt, K\u00f6nig der Welt, der Du Wunder erwiesen unseren Vorfahren in jenen Tagen zu dieser Zeit.<\/p>\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\n\u05d1\u05bc\u05b8\u05e8\u05d5\u05bc\u05da\u05b0 \u05d0\u05b7\u05ea\u05bc\u05b8\u05d4 \u05d9\u05b0\u05d9\u05b8<br \/>\n\u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b5\u05d9\u05e0\u05d5\u05bc \u05de\u05b6\u05dc\u05b6\u05da\u05b0 \u05d4\u05b8\u05e2\u05d5\u05b9\u05dc\u05b8\u05dd<br \/>\n\u05e9\u05c1\u05b6\u05d4\u05b6\u05d7\u05b1\u05d9\u05b8\u05e0\u05d5\u05bc \u05d5\u05b0\u05e7\u05b4\u05d9\u05bc\u05b0\u05de\u05b8\u05e0\u05d5\u05bc<br \/>\n\u05d5\u05b0\u05d4\u05b4\u05d2\u05bc\u05b4\u05d9\u05e2\u05b8\u05e0\u05d5\u05bc \u05dc\u05b7\u05d6\u05bc\u05b0\u05de\u05b7\u05df \u05d4\u05b7\u05d6\u05bc\u05b6\u05d4.\n<\/div>\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p class=\"comment\">\nBaruch atah Adonaj,<br \/>\nElohejnu Melech HaOlam,<br \/>\nschehechijanu, wekijemanu<br \/>\nwehigianu la&#8217;seman haseh.\n<\/div>\n<p> <\/p>\n<div class=\"divider\"><\/div>\n<p>Gepriesen seist Du, HaSchem, unser G-tt, K\u00f6nig der Welt, der Du uns hast Leben und Erhaltung gegeben und uns hast diese Zeit erreichen lassen.<\/p>\n<h2>Esther 1<\/h2>\n<p>1. Und es passierte in den Tagen des Achaschwerosch, das ist der Achaschwerosch, der von Hodu bis Kusch \u00fcber hundertsiebenundzwanzig Provinzen regierte,<br \/>\n2. in diesen Tagen, als der K\u00f6nig Achaschwerosch auf dem Throne seines K\u00f6nigreiches sa\u00df, der in der Hauptstadt Schuschan war,  3. im dritten Jahr seiner Regierung, da machte er ein Gastmahl allen seinen F\u00fcrsten und Knechten, in dem die M\u00e4chtigen von Persien und Medien, die Vornehmen und F\u00fcrsten der Provinzen vor ihm waren,  4. als er den herrlichen Reichtum seines K\u00f6nigreiches und die gl\u00e4nzende Pracht seiner Gr\u00f6\u00dfe viele Tage lang, hundertachtzig Tage, sehen lie\u00df.<br \/>\n5. Und als diese Tage abgelaufen waren, machte der K\u00f6nig allem Volke, das sich in der Hauptstadt Schuschan befand, vom Gr\u00f6\u00dften bis zum Kleinsten, ein Gastmahl von sieben Tagen, im Hofe des Gartens des k\u00f6niglichen Palastes.<br \/>\n6. Wei\u00dfe und purpurblaue baumwollene Vorh\u00e4nge waren befestigt mit Schn\u00fcren von Byssus und Purpur an silbernen Ringen und wei\u00dfen Marmors\u00e4ulen; Polster von Gold und Silber lagen auf einem Pflaster von gr\u00fcnem und wei\u00dfem Marmor und Perlmutterstein und schwarzem Marmor.<br \/>\n7. Und man reichte das Getr\u00e4nk in goldenen Gef\u00e4\u00dfen, und die Gef\u00e4\u00dfe waren von einander verschieden; und k\u00f6niglichen Wein gab es in Menge, nach der Freigebigkeit des K\u00f6nigs.  8. Und das Trinken geschah dem Befehle gem\u00e4\u00df ohne Zwang; denn also hatte der K\u00f6nig allen Obersten seines Hauses verordnet, dass sie tun sollten nach jedermanns Belieben.  9. Auch die K\u00f6nigin Waschti machte ein Gastmahl f\u00fcr die Frauen im k\u00f6niglichen Hause des K\u00f6nigs Achaschwerosch.  10. Am siebten Tage, als das Herz des K\u00f6nigs vom Weine fr\u00f6hlich war, befahl er Mehuman, Bistha, Harbona, Bigtha und Abagtha, Sethar und Karkas, den sieben K\u00e4mmerern, welche vor dem K\u00f6nig Achaschwerosch dienten,  11. die K\u00f6nigin Waschti mit der k\u00f6niglichen Krone vor den K\u00f6nig zu bringen, um den V\u00f6lkern und F\u00fcrsten ihre Sch\u00f6nheit zu zeigen; denn sie war sch\u00f6n von Ansehen.  12. Aber die K\u00f6nigin Waschti weigerte sich, auf das Wort des K\u00f6nigs zu kommen, welches ihr durch die K\u00e4mmerer \u00fcberbracht wurde. Da erz\u00fcrnte der K\u00f6nig sehr, und sein Zorn entbrannte in ihm.  13. Und der K\u00f6nig sprach zu den Weisen, welche sich auf die Zeiten verstanden denn also wurden die Angelegenheiten des K\u00f6nigs vor allen Gesetz-und Rechtskundigen behandelt;  14. und die N\u00e4chsten bei ihm waren Karschena, Schethar, Admatha, Tarschisch, Meres, Marsena, Memuchan, die sieben F\u00fcrsten von Persien und Medien, welche das Angesicht des K\u00f6nigs sahen, die den ersten Sitz im K\u00f6nigreiche hatten:  15. Was ist nach dem Gesetz mit der K\u00f6nigin Waschti zu tun, daf\u00fcr dass sie das Wort des K\u00f6nigs Achaschwerosch durch die K\u00e4mmerer nicht befolgt hat?  16. Da sprach Memuchan vor dem K\u00f6nig und den F\u00fcrsten: Nicht an dem K\u00f6nig allein hat sich die K\u00f6nigin Waschti vergangen, sondern auch an allen F\u00fcrsten und an allen V\u00f6lkern, die in allen Provinzen des K\u00f6nigs Achaschwerosch wohnen. 17. Denn das Verhalten der K\u00f6nigin wird zu allen Frauenn auskommen, so dass ihre M\u00e4nner ver\u00e4chtlich sein werden in ihren Augen, indem sie sagen werden: Der K\u00f6nig Achaschwerosch befahl, die K\u00f6nigin Waschti vor ihn zu bringen, aber sie kam nicht! 18. Und an diesem Tage schon werden die F\u00fcrstinnen von Persien und Medien, welche das Verhalten der K\u00f6nigin erfahren haben, davon reden zu allen F\u00fcrsten des K\u00f6nigs; und es wird Verachtung und Zorn genug geben.<br \/>\n19. Wenn es den K\u00f6nig gut hei\u00dft, so gehe ein k\u00f6nigliches Wort von ihm aus und werde geschrieben in die Gesetze der Perser und Meder, dass es nicht vergehe: n\u00e4mlich dass Waschti nicht mehr vor den K\u00f6nig Achaschwerosch komme, und dass der K\u00f6nig ihre k\u00f6nigliche W\u00fcrde einer anderen gebe, die besser ist als sie.  20. Und wird man den Befehl des K\u00f6nigs, den er erlassen wird, in seinem ganzen K\u00f6nigreiche h\u00f6ren-denn es ist gro\u00df- so werden alle Frauen ihren M\u00e4nnern Ehre geben, vom Gr\u00f6\u00dften bis zum Kleinsten. 21. Und das Wort gefiel dem K\u00f6nig und den F\u00fcrsten; und der K\u00f6nig tat nach dem Worte Memuchans.  22. Und er sandte Briefe in alle Provinzen des K\u00f6nigs, in jede Provinz nach ihrer Schrift, und an jedes Volk nach seiner Sprache: dass jeder Mann Herr in seinem Hause sein und nach der Sprache seines Volkes reden solle.<\/p>\n<h2>Kapitel 2<\/h2>\n<p>1. Nach diesen Begebenheiten, als der Zorn des K\u00f6nigs Achaschwerosch sich gelegt hatte, gedachte er an Waschti und an das, was sie getan, und was \u00fcber sie beschlossen worden war. 2. Da sprachen die Diener des K\u00f6nigs, die ihn bedienten: Man suche dem K\u00f6nig M\u00e4dchen, die Jungfrauen sind und sch\u00f6n von Ansehen; 3. und der K\u00f6nig bestellte Beamte in allen Provinzen seines K\u00f6nigreiches, damit sie alle M\u00e4dchen, die Jungfrauen sind und sch\u00f6n von Ansehen, nach der Hauptstadt Schuschan in das Frauenhaus zusammenbringen unter die Aufsicht Heges, des k\u00f6niglichen K\u00e4mmerers, des H\u00fcters der Frauen; und man gebe ihnen Reinigungssalben. 4. Und das M\u00e4dchen, welches dem K\u00f6nig gefallen wird, werde K\u00f6nigin an Waschtis Stelle. Und das Wort gefiel dem K\u00f6nig; und er tat also.<\/p>\n<div class=\"yellow-box\">\nDer folgende Satz wird von der Gemeinde laut vorgelesen und vom Vorlesenden wiederholt:\n<\/div>\n<p><em>Isch jehudi haja beSchuschan habirah uschemo mordechaj ben Ja\u2019ir ben Schimi ben Kisch isch jemini.<\/em><br \/>\n5. Es war ein j\u00fcdischer Mann in der Hauptstadt Schuschan, sein Name war Mordechaj, der Sohn Jairs, des Sohnes Schimis, des Sohnes von Kisch, ein Benjaminit,<br \/>\n 6. der aus Jeruschalajim verbannt wurde mit den Verbannten, die mit Jechonja, dem K\u00f6nig von Juda, weggef\u00fchrt wurden, welche Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babel, weggef\u00fchrt hatte. 7. Und er erzog Hadassah, das ist Esther, die Tochter seines Onkels; denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Und das M\u00e4dchen war sch\u00f6n von Gestalt und sch\u00f6n von Angesicht. Und als ihr Vater und ihre Mutter gestorben waren, hatte Mordechaj sie als seine Tochter angenommen. 8. Und es geschah, als das Wort des K\u00f6nigs und sein Befehl geh\u00f6rt, und als viele M\u00e4dchen in die Hauptstadt Schuschan unter die Aufsicht Hegajs zusammengebracht wurden, da wurde auch Esther in das Haus des K\u00f6nigs aufgenommen, unter die Aufsicht Hegajs, des H\u00fcters der Frauen. 9. Und das M\u00e4dchen gefiel ihm und erlangte Gunst vor ihm. Und er beeilte sich, ihre Reinigungssalben und ihre Teile ihr zu geben, und ihr die sieben M\u00e4gde zu geben, welche aus dem Hause des K\u00f6nigs ausersehen waren; und er versetzte sie mit ihren M\u00e4gden in die besten Gem\u00e4cher des Frauenhauses. 10. Esther hatte ihr Volk und ihre Abstammung nicht kundgetan; denn Mordechaj hatte ihr geboten, dass sie es nicht kundtun sollte. 11. Und Tag f\u00fcr Tag wandelte Mordechaj vor dem Hofe des Frauenhauses, um das Wohlergehen Esthers zu erfahren, und was mit ihr gesch\u00e4he.<br \/>\n12. Und wenn die Reihe an ein jedes M\u00e4dchen kam, zum K\u00f6nig Achaschwerosch zu kommen, nachdem ihr zw\u00f6lf Monate lang nach der Vorschrift f\u00fcr die Frauen geschehen war denn also wurden die Tage ihrer Reinigung erf\u00fcllt, n\u00e4mlich sechs Monate mit Myrrhen-\u00d6l, und sechs Monate mit Gew\u00fcrzen und mit Reinigungssalben der Frauen,<br \/>\n13. und wenn alsdann das M\u00e4dchen zu dem K\u00f6nig kam, so wurde ihr alles gegeben, was sie verlangte, um es aus dem Frauenhaus in das Haus des K\u00f6nigs mitzunehmen.<br \/>\n14. Am Abend kam sie, und am Morgen kehrte sie in das zweite Frauenhaus zur\u00fcck, unter die Aufsicht Scha\u2019aschgas, des k\u00f6niglichen K\u00e4mmerers, des H\u00fcters der Nebenfrauen. Sie kam nicht wieder zu dem K\u00f6nig, es sei denn, dass der K\u00f6nig Gefallen an ihr hatte, und sie mit Namen gerufen wurde. 15. Und als die Reihe an Esther kam, die Tochter Awichajls, des Onkels Mordechajs, welche er als seine Tochter angenommen hatte, dass sie zu dem K\u00f6nig kommen sollte, verlangte sie nichts, au\u00dfer was Hegaj, der k\u00f6nigliche K\u00e4mmerer, der H\u00fcter der Frauen, sagte. Und Esther erlangte Gnade in den Augen aller, die sie sahen.<br \/>\n16. Und Esther wurde zu dem K\u00f6nig Achaschwerosch in sein k\u00f6nigliches Haus geholt im zehnten Monat, das ist der Monat Tewet, im siebten Jahre seiner Regierung.<br \/>\n17. Und der K\u00f6nig gewann Esther lieb, mehr als alle Frauen, und sie erlangte Gnade und Gunst vor ihm, mehr als alle die Jungfrauen. Und er setzte die k\u00f6nigliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur K\u00f6nigin an Waschtis Stelle. 18. Und der K\u00f6nig machte allen seinen F\u00fcrsten und Knechten ein gro\u00dfes Gastmahl, das Gastmahl Esthers; und er gab den Provinzen einen Steuererlass und gab Geschenke nach der Freigebigkeit des K\u00f6nigs.<br \/>\n19. Und als zum zweiten Male Jungfrauen zusammengebracht wurden, und Mordechaj im Tore des K\u00f6nigs sa\u00df 20. Esther tat ihre Abstammung und ihr Volk nicht kund, wie Mordechaj ihr geboten hatte; und Esther tat, was Mordechaj sagte, wie zur Zeit, da sie bei ihm erzogen wurde,  21. in selbigen Tagen, als Mordechaj im Tore des K\u00f6nigs sa\u00df, ergrimmten Bigthan und Teresch, zwei K\u00e4mmerer des K\u00f6nigs, von denen, welche die Schwelle h\u00fcteten, und trachteten danach, Hand an den K\u00f6nig Achaschwerosch zu legen.<br \/>\n22. Und die Sache wurde dem Mordechaj kund, und er berichtete es der K\u00f6nigin Esther; und Esther sagte es dem K\u00f6nig im Namen Mordechajs.<br \/>\n23. Und die Sache wurde untersucht und wahr gefunden; und sie wurden beide an ein Holz geh\u00e4ngt.<br \/>\nUnd es wurde vor dem K\u00f6nig in das Buch der Chroniken eingeschrieben.<\/p>\n<h2>Kapitel 3<\/h2>\n<p>1. Nach diesen Begebenheiten machte der K\u00f6nig Achaschwerosch Haman, den Sohn Hammedathas, den Agagiter, gro\u00df, und er erhob ihn und setzte seinen Stuhl \u00fcber alle F\u00fcrsten, die bei ihm waren.<br \/>\n2. Und alle Knechte des K\u00f6nigs, die im Tore des K\u00f6nigs waren, beugten sich und warfen sich nieder vor Haman; denn also hatte der K\u00f6nig seinetwegen geboten. Aber Mordechaj beugte sich nicht und warf sich nicht nieder.<br \/>\n3. Da sprachen die Knechte des K\u00f6nigs, die im Tore des K\u00f6nigs waren, zu Mordechaj: Warum \u00fcbertrittst du des K\u00f6nigs Gebot? 4. Und es geschah, als sie es Tag f\u00fcr Tag zu ihm sagten, und er nicht auf sie h\u00f6rte, so berichteten sie es Haman, um zu sehen, ob die Worte Mordechajs bestehen w\u00fcrden; denn er hatte ihnen kundgetan, dass er ein Jude w\u00e4re. 5. Und als Haman sah, dass Mordechaj sich nicht vor ihm beugte und niederwarf, da wurde Haman zornig.<br \/>\n6. Aber er war in seinen Augen ver\u00e4chtlich, die Hand an Mordechaj allein zu legen; denn man hatte ihm das Volk Mordechajs kundgetan. Und Haman suchte alle Juden, die im ganzen K\u00f6nigreiche des Achaschwerosch waren, das Volk Mordechajs, zu vertilgen. 7. Im ersten Monat, das ist der Monat Nissan, im zw\u00f6lften Jahre des K\u00f6nigs Achaschwerosch, warf man das Pur, das ist das Los, vor Haman, von Tag zu Tag und von Monat zu Monat, bis zum zw\u00f6lften Monat, das ist der Monat Adar. 8. Und Haman sprach zu dem K\u00f6nig Achaschwerosch: Da ist ein Volk<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1572\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1572-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1572-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Siehe <a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/schlafen-und-purim\/\">Kommentar dazu hier<\/a><\/span>, zerstreut und abgesondert unter den V\u00f6lkern in allen Provinzen deines K\u00f6nigreiches; und ihre Gesetze sind von denen jedes anderen Volkes verschieden, und die Gesetze des K\u00f6nigs tun sie nicht; und es ist f\u00fcr den K\u00f6nig nicht geziemend, sie gew\u00e4hren zu lassen. 9. Wenn es der K\u00f6nig f\u00fcr gut befindet, so werde geschrieben, dass man sie umbringe; und ich will zehntausend Talente Silber in die H\u00e4nde derer geben, welche die Gesch\u00e4fte besorgen, dass sie es in die Schatzkammern des K\u00f6nigs bringen.<br \/>\n10. Da zog der K\u00f6nig seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn Haman, dem Sohne Hammedathas, dem Agagiter, dem Widersacher der Juden. 11. Und der K\u00f6nig sprach zu Haman: Das Silber sei dir gegeben, und das Volk, um mit ihm zu tun, wie es gut ist in deinen Augen.<br \/>\n12. Da wurden die Schreiber des K\u00f6nigs berufen im ersten Monat, am dreizehnten Tage desselben; und es wurde nach allem, was Haman gebot, an die Satrapen des K\u00f6nigs geschrieben, und an die Landpfleger \u00fcber jede Provinz und an die F\u00fcrsten eines jeden Volkes, nach der Schrift jeder einzelnen Provinz und nach der Sprache jedes einzelnen Volkes; es wurde geschrieben im Namen des K\u00f6nigs Achaschwerosch und mit dem Siegelringe des K\u00f6nigs untersiegelt. 13. Und die Briefe wurden durch die Eilboten in alle Provinzen des K\u00f6nigs gesandt, um alle Juden zu vertilgen, zu ermorden und umzubringen, vom Knaben bis zum Greise, Kinder und Frauen, an einem Tage, am Dreizehnten des zw\u00f6lften Monats, das ist der Monat Adar, und um ihre Habe zu pl\u00fcndern.<br \/>\n14. Und auf dass der Befehl in jeder einzelnen Provinz erlassen w\u00fcrde, ward eine Abschrift des Schreibens allen V\u00f6lkern bekannt gemacht, damit sie auf diesen Tag bereit w\u00e4ren. 15. Die Eilboten zogen auf das Wort des K\u00f6nigs schnell aus. Und der Befehl wurde in der Hauptstadt Schuschan erlassen. Und der K\u00f6nig und Haman sa\u00dfen und tranken; aber die Stadt Schuschan war in Best\u00fcrzung.<\/p>\n<h2>Kapitel 4<\/h2>\n<p>1. Und als Mordechaj alles erfuhr, was geschehen war, da zerriss Mordechaj seine Kleider und legte Sacktuch an und Asche; und er ging hinaus in die Stadt und erhob ein lautes und bitterliches Geschrei.<br \/>\n2. Und er kam bis vor das Tor des K\u00f6nigs; denn zum Tore des K\u00f6nigs durfte man nicht in einem Sackkleide eingehen.<br \/>\n3. Und in jeder einzelnen Provinz, \u00fcberall wohin das Wort des K\u00f6nigs und sein Befehl gelangte, war eine gro\u00dfe Trauer bei den Juden, und Fasten und Weinen und Wehklage; viele sa\u00dfen auf Sacktuch und Asche.<br \/>\n4. Und die M\u00e4gde Esthers und ihre K\u00e4mmerer kamen und taten es ihr kund. Da geriet die K\u00f6nigin sehr in Angst. Und sie sandte Kleider, dass man sie Mordechaj anziehe und sein Sacktuch von ihm wegnehme; aber er nahm sie nicht an.<br \/>\n5. Da rief Esther Hathach, einen von den K\u00e4mmerern des K\u00f6nigs, den er zu ihrem Dienste bestellt hatte, und entbot ihn an Mordechaj, um zu erfahren, was das w\u00e4re, und warum es w\u00e4re.<br \/>\n6. Da ging Hathach zu Mordechaj hinaus auf den Platz der Stadt, der vor dem Tore des K\u00f6nigs lag.<br \/>\n7. Und Mordechaj berichtete ihm alles, was ihm begegnet war, und den Betrag des Silbers, welches Haman versprochen hatte, in die Schatzkammern des K\u00f6nigs f\u00fcr die Juden darzuw\u00e4gen, um sie umzubringen.<br \/>\n8. Auch gab er ihm eine Abschrift des in Schuschan erlassenen schriftlichen Befehles, sie zu vertilgen: um sie der Esther zu zeigen und ihr kundzutun, und um ihr zu gebieten, dass sie zu dem K\u00f6nig hineingehe, ihn um Gnade anzuflehen und f\u00fcr ihr Volk vor ihm zu bitten.<br \/>\n9. Und Hathach kam und berichtete der Esther die Worte Mordechajs.<br \/>\n10. Da sprach Esther zu Hathach und entbot ihn an Mordechaj:<br \/>\n11. Alle Knechte des K\u00f6nigs und das Volk der Provinzen des K\u00f6nigs wissen, dass f\u00fcr einen jeden, Mann und Frau, der zu dem K\u00f6nig in den inneren Hof hineingeht, ohne dass er gerufen wird, ein Gesetz gilt, n\u00e4mlich dass er get\u00f6tet werde; denjenigen ausgenommen, welchem der K\u00f6nig das goldene Zepter entgegenreicht, dass er am Leben bleibe; ich aber bin seit nunmehr drei\u00dfig Tagen nicht gerufen worden, um zu dem K\u00f6nig hineinzugehen.<br \/>\n12. Und man berichtete Mordechaj die Worte Esthers.<br \/>\n13. Und Mordechaj lie\u00df der Esther antworten: Denke nicht in deinem Herzen, dass du im Hause des K\u00f6nigs allein vor allen Juden entkommen werdest.<br \/>\n14. Denn wenn du in dieser Zeit irgend schweigst, so wird Befreiung und Errettung f\u00fcr die Juden von einem anderen Orte her erstehen; du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer wei\u00df, ob du nicht f\u00fcr eine Zeit, wie diese, zum K\u00f6nigtum gelangt bist?<br \/>\n15. Da lie\u00df Esther dem Mordechaj antworten:<br \/>\n16. Gehe hin, versammle alle Juden, die sich in Schuschan befinden; und fastet meinetwegen, und esset nicht und trinket nicht drei Tage lang, Nacht und Tag; auch ich werde mit meinen M\u00e4gden ebenso fasten. Und alsdann will ich zu dem K\u00f6nig hineingehen, was nicht nach dem Gesetz ist; und wenn ich umkomme, so komme ich um!<br \/>\n17. Und Mordechaj ging hin und tat nach allem, was Esther ihm geboten hatte.<\/p>\n<h2>Kapitel 5<\/h2>\n<p>1. Und es geschah am dritten Tage, da kleidete sich Esther k\u00f6niglich und trat in den inneren Hof des Hauses des K\u00f6nigs, dem Hause des K\u00f6nigs gegen\u00fcber. Und der K\u00f6nig sa\u00df auf seinem k\u00f6niglichen Thron im k\u00f6niglichen Hause, dem Eingang des Hauses gegen\u00fcber.<br \/>\n2. Und es geschah, als der K\u00f6nig die K\u00f6nigin Esther im Hofe stehen sah, erlangte sie Gnade in seinen Augen; und der K\u00f6nig reichte Esther das goldene Zepter entgegen, das in seiner Hand war; und Esther nahte herzu und r\u00fchrte die Spitze des Zepters an.<br \/>\n3. Und der K\u00f6nig sprach zu ihr: Was hast du, K\u00f6nigin Esther? Und was ist dein Begehr? Bis zur H\u00e4lfte des K\u00f6nigreiches, und sie soll dir gegeben werden!<br \/>\n4. Und Esther sprach: Wenn es der K\u00f6nig gut hei\u00dft, so m\u00f6ge der K\u00f6nig und Haman heute zu dem Mahle kommen, das ich ihm bereitet habe.<br \/>\n5. Da sprach der K\u00f6nig: Bringet schnell Haman her, damit wir tun, was Esther gesagt hat. Und der K\u00f6nig und Haman kamen zu dem Mahl, das Esther bereitet hatte.<br \/>\n6. Und der K\u00f6nig sprach zu Esther beim Weingelage: Was ist deine Bitte? Und sie soll dir gew\u00e4hrt werden. Und was ist dein Begehr? Bis zur H\u00e4lfte des K\u00f6nigreiches, und es soll geschehen!<br \/>\n7. Da antwortete Esther und sprach: Meine Bitte und mein Begehr ist:<br \/>\n8. Wenn ich Gnade gefunden habe in den Augen des K\u00f6nigs, und wenn es der K\u00f6nig gut hei\u00dft, meine Bitte zu gew\u00e4hren und mein Begehr zu tun, so m\u00f6ge der K\u00f6nig und Haman zu dem Mahle kommen, das ich ihnen bereiten will; und morgen will ich tun nach dem Worte des K\u00f6nigs.<br \/>\n9. Und Haman ging an selbigem Tage hinaus, fr\u00f6hlich und guten Mutes. Als aber Haman den Mordechaj im Tore des K\u00f6nigs sah, und dass er weder aufstand, noch sich vor ihm r\u00fchrte, da wurde Haman zornig \u00fcber Mordechaj; aber Haman bezwang sich.<br \/>\n10. Und als er in sein Haus gekommen war, sandte er hin und lie\u00df seine Freunde und sein Frau Seresch kommen.<br \/>\n11. Und Haman erz\u00e4hlte ihnen von der Herrlichkeit seines Reichtums und von der Menge seiner S\u00f6hne; und alles, wie der K\u00f6nig ihn gro\u00df gemacht, und wie er ihn erhoben habe \u00fcber die F\u00fcrsten und Knechte des K\u00f6nigs.<br \/>\n12. Und Haman sprach: Auch hat die K\u00f6nigin Esther niemand mit dem K\u00f6nig zu dem Mahle kommen lassen, das sie bereitet hatte, als nur mich; und auch auf morgen bin ich mit dem K\u00f6nig von ihr geladen.<br \/>\n13. Aber dieses alles gilt mir nichts, solange ich Mordechaj, den Juden, im Tore des K\u00f6nigs sitzen sehe.<br \/>\n14. Da sprachen sein Frau Seresch und alle seine Freunde zu ihm: Man richte einen Baum her, f\u00fcnfzig Ellen hoch; und am Morgen sage dem K\u00f6nig, dass man Mordechaj daran h\u00e4nge. Dann gehe mit dem K\u00f6nig fr\u00f6hlich zum Mahl! Und das Wort gefiel Haman gut, und er lie\u00df den Baum herrichten.<\/p>\n<h2>Kapitel 6<\/h2>\n<p>1. In jener Nacht konnte der K\u00f6nig nicht schlafen; und er befahl, das Ged\u00e4chtnisbuch der Chroniken zu bringen; und sie wurden vor dem K\u00f6nig gelesen. 2. Da fand sich geschrieben, dass Mordechaj \u00fcber Bigthana und Teresch, die beiden K\u00e4mmerer des K\u00f6nigs, von denen, welche die Schwelle h\u00fcteten, berichtet hatte, dass sie danach getrachtet h\u00e4tten, Hand an den K\u00f6nig Achaschwerosch zu legen.<br \/>\n3. Und der K\u00f6nig sprach: Welche Ehre und Auszeichnung ist dem Mordechaj daf\u00fcr erwiesen worden? Und die Diener des K\u00f6nigs, die ihn bedienten, sprachen: Es ist ihm nichts erwiesen worden.<br \/>\n4. Da sprach der K\u00f6nig: Wer ist im Hofe? Und Haman war eben in den \u00e4u\u00dferen Hof des K\u00f6nigshauses gekommen, um dem K\u00f6nig sagen, man m\u00f6ge Mordechaj an den Baum h\u00e4ngen, welchen er f\u00fcr ihn bereitet hatte.<br \/>\n5. Und die Diener des K\u00f6nigs sprachen zu ihm: Siehe, Haman steht im Hofe. Und der K\u00f6nig sprach: Er komme herein!<br \/>\n6. Und Haman kam herein. Und der K\u00f6nig sprach zu ihm: Was ist dem Manne zu tun, an dessen Ehre der K\u00f6nig Gefallen hat? Da dachte Haman in seinem Herzen: Wem anders als mir sollte der K\u00f6nig Gefallen haben, Ehre zu erweisen?<br \/>\n7. Und Haman sprach zu dem K\u00f6nig: Der Mann, an dessen Ehre der K\u00f6nig Gefallen hat-<br \/>\n8. man bringe ein k\u00f6nigliches Kleid, womit der K\u00f6nig sich bekleidet, und das Ross, auf welchem der K\u00f6nig reitet, und auf dessen Kopf die k\u00f6nigliche Krone gesetzt wird;<br \/>\n9. und man \u00fcbergebe das Kleid und das Ross den H\u00e4nden eines der vornehmsten F\u00fcrsten des K\u00f6nigs; und man bekleide den Mann, an dessen Ehre der K\u00f6nig Gefallen hat, und man lasse ihn auf dem Rosse durch die Stra\u00dfen der Stadt reiten und rufe vor ihm her: Also wird dem Manne getan, an dessen Ehre der K\u00f6nig Gefallen hat! 10. Da sprach der K\u00f6nig zu Haman: Eile, nimm das Kleid und das Ross, wie du gesagt hast, und tue so mit Mordechaj, dem Juden, der im Tore des K\u00f6nigs sitzt; lass nichts ausfallen von allem, was du gesagt hast. 11. Und Haman nahm das Kleid und das Ross, und er bekleidete Mordechaj, und lie\u00df ihn durch die Stra\u00dfen der Stadt reiten und rief vor ihm her: Also wird dem Manne getan, an dessen Ehre der K\u00f6nig Gefallen hat! 12. Und Mordechaj kehrte zum Tore des K\u00f6nigs zur\u00fcck. Haman aber eilte nach seinem Hause, traurig und mit verh\u00fclltem Haupte. 13. Und Haman erz\u00e4hlte seinem Fraue Seresch und allen seinen Freunden alles, was ihm begegnet war. Da sprachen seine Weisen und sein Frau Seresch zu ihm: Wenn Mordechaj, vor dem du zu fallen angefangen hast, vom Samen der Juden ist, so wirst du nichts gegen ihn verm\u00f6gen, sondern du wirst g\u00e4nzlich vor ihm fallen.<br \/>\n14. W\u00e4hrend sie noch mit ihm redeten, kamen die K\u00e4mmerer des K\u00f6nigs herbei und f\u00fchrten Haman schnell zu dem Mahl, welches Esther vorbereitet hatte.<\/p>\n<h2>Kapitel 7<\/h2>\n<p>1. Und der K\u00f6nig und Haman kamen zum Gelage bei der K\u00f6nigin Esther.<br \/>\n2. Und der K\u00f6nig sprach zu Esther auch am zweiten Tage beim Weingelage: Was ist deine Bitte, K\u00f6nigin Esther? Und sie soll dir gew\u00e4hrt werden. Und was ist dein Begehr? Bis zur H\u00e4lfte des K\u00f6nigreiches, und es soll geschehen.<br \/>\n3. Da antwortete die K\u00f6nigin Esther und sprach: Wenn ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, o K\u00f6nig, und wenn es der K\u00f6nig gut hei\u00dft, so m\u00f6ge mir mein Leben geschenkt werden um meiner Bitte willen, und mein Volk um meines Begehrs willen.<br \/>\n4. Denn wir sind verkauft, ich und mein Volk, um vertilgt, ermordet und umgebracht zu werden; und wenn wir zu Knechten und M\u00e4gden verkauft worden w\u00e4ren, so h\u00e4tte ich geschwiegen, obgleich der Bedr\u00e4nger nicht imstande w\u00e4re, den Schaden des K\u00f6nigs zu ersetzen. 5. Da sprach der K\u00f6nig Achaschwerosch und sagte ((\u00bbsprach\u00ab und \u00bbsagte\u00ab: Die doppelte Verwendung des Begriffs \u00bbsprachen\u00ab kommentiert ein Midrasch: Rab sagte im Namen  des R. Eleasar: So lange er (Achaschwerosch) nicht merkte, dass  Esther eine J\u00fcdin war, sprach er mit ihr \u00f6ffentlich, als er aber  merkte, dass sie eine J\u00fcdin war, sprach er mit ihr durch einen Dolmetscher und der Dolmetscher sprach wieder zu Esther, der K\u00f6nigin.)) zu der K\u00f6nigin Esther: Wer ist der, und wo ist der, welchen sein Herz erf\u00fcllt hat, also zu tun? 6. Und Esther sprach: Der Bedr\u00e4nger und Feind ist dieser b\u00f6se Haman! Da erschrak Haman vor dem K\u00f6nig und der K\u00f6nigin.<br \/>\n7. Und der K\u00f6nig stand in seinem Zorn auf von dem Weingelage und ging in den Garten des Palastes. Haman aber blieb zur\u00fcck, um bei der K\u00f6nigin Esther f\u00fcr sein Leben zu bitten; denn er sah, dass das Ungl\u00fcck gegen ihn beschlossen war von Seiten des K\u00f6nigs.  8. Und als der K\u00f6nig aus dem Garten des Palastes in das Haus des Weingelages zur\u00fcckkam, da war Haman auf das Polster gesunken, auf welchem Esther sa\u00df. Da sprach der K\u00f6nig: Will er gar der K\u00f6nigin Gewalt antun bei mir im Hause? Das Wort kam aus dem Munde des K\u00f6nigs, da verh\u00fcllte man das Angesicht Hamans.  9. Und Harbona, einer von den K\u00e4mmerern, die vor dem K\u00f6nig standen, sprach: Auch siehe, der Baum, welchen Haman f\u00fcr Mordechaj hat machen lassen, der Gutes f\u00fcr den K\u00f6nig geredet hat, steht im Hause Hamans, f\u00fcnfzig Ellen hoch. Und der K\u00f6nig sprach: H\u00e4ngt ihn daran! 10. Und man h\u00e4ngte Haman an den Baum, welchen er f\u00fcr Mordechaj bereitet hatte. Und der Zorn des K\u00f6nigs legte sich.<\/p>\n<h2>Kapitel 8<\/h2>\n<p>1. Am gleichen Tag gab der K\u00f6nig Achaschwerosch der K\u00f6nigin Esther das Haus Hamans, des Widersachers der Juden. Und Mordechaj kam vor den K\u00f6nig, denn Esther hatte ihm kundgetan, was er ihr w\u00e4re.<br \/>\n2. Und der K\u00f6nig zog seinen Siegelring ab, den er Haman weggenommen hatte, und gab ihn Mordechaj. Und Esther setzte Mordechaj \u00fcber das Haus Hamans.<br \/>\n3. Und Esther redete wiederum vor dem K\u00f6nig und fiel zu seinen F\u00fc\u00dfen nieder; und sie weinte und flehte ihn an, die Bosheit Hamans, des Agagiters, abzuwenden und seinen Anschlag, den er wider die Juden ersonnen hatte.<br \/>\n4. Und der K\u00f6nig reichte Esther das goldene Zepter entgegen. Da erhob sich Esther und stand vor dem K\u00f6nig; und sie sprach:<br \/>\n5. Wenn es der K\u00f6nig gut hei\u00dft, und wenn ich Gnade vor ihm gefunden habe, und die Sache vor dem K\u00f6nig recht ist und ich ihm wohlgef\u00e4llig bin, so werde geschrieben, die Briefe zu widerrufen, n\u00e4mlich den Anschlag Hamans, des Sohnes Hammedathas, des Agagiters, die er geschrieben hat, um die Juden umzubringen, welche in allen Provinzen des K\u00f6nigs sind.<br \/>\n6. Denn wie verm\u00f6chte ich das Ungl\u00fcck anzusehen, welches mein Volk treffen wird? Und wie verm\u00f6chte ich den Untergang meines Geschlechtes anzusehen?<br \/>\n7. Und der K\u00f6nig Achaschwerosch sprach zu der K\u00f6nigin Esther und zu Mordechaj, dem Juden: Siehe, das Haus Hamans habe ich Esther gegeben, und ihn hat man an das Holz geh\u00e4ngt, darum dass er seine Hand an die Juden gelegt hat.<br \/>\n8. So schreibet ihr nun im Namen des K\u00f6nigs betreffs der Juden, wie es euch gut hei\u00dft, und untersiegelt es mit dem Siegelringe des K\u00f6nigs. Denn eine Schrift, die im Namen des K\u00f6nigs geschrieben und mit dem Siegelringe des K\u00f6nigs untersiegelt ist, kann nicht widerrufen werden.<br \/>\n9. Da wurden die Schreiber des K\u00f6nigs gerufen zu selbiger Zeit, im dritten Monat, das ist der Monat Siwan, am Dreiundzwanzigsten desselben; und es wurde nach allem, was Mordechaj gebot, an die Juden geschrieben, und an die Statthalter der Provinzen und die Landpfleger und die F\u00fcrsten der Provinzen, die von Indien bis \u00c4thiopien waren, hundertsiebenundzwanzig Provinzen, nach der Schrift jeder einzelnen Provinz und nach der Sprache jedes einzelnen Volkes; und auch an die Juden nach ihrer Schrift und nach ihrer Sprache. 10. Und er schrieb im Namen des K\u00f6nigs Achaschwerosch und untersiegelte mit dem Siegelringe des K\u00f6nigs; und er sandte durch die berittenen Eilboten, welche auf den Rennern der k\u00f6niglichen Gest\u00fcte ritten, Briefe, 11. worin geschrieben stand, dass der K\u00f6nig den Juden, die in jeder einzelnen Stadt w\u00e4ren, gestattet habe, sich zu versammeln und f\u00fcr ihr Leben einzustehen, zu vertilgen, zu t\u00f6ten und umzubringen alle Heeresmacht von Volk und Provinz, die sie, ihre Kinder und Frauen bedr\u00e4ngen w\u00fcrden, und ihre Habe zu pl\u00fcndern:<br \/>\n12. an einem Tage in allen Provinzen des K\u00f6nigs Achaschwerosch, am dreizehnten Tage des zw\u00f6lften Monats, das ist der Monat Adar.<br \/>\n13. Und auf dass der Befehl in jeder einzelnen Provinz erlassen w\u00fcrde, ward eine Abschrift des Schreibens allen V\u00f6lkern bekannt gemacht, und zwar damit die Juden auf diesen Tag bereit w\u00e4ren, sich an ihren Feinden zu r\u00e4chen.<br \/>\n14. Die Eilboten, welche auf den k\u00f6niglichen Rennern ritten, zogen auf das Wort des K\u00f6nigs schleunig und schnell aus. Und der Befehl wurde in der Hauptstadt Schuschan erlassen. <\/p>\n<div class=\"yellow-box\">Der folgende Satz wird von der Gemeinde laut vorgelesen und vom Vorlesenden wiederholt:<\/div>\n<p><em>U\u2018Mordechaj jatsa millifnej hamelech bilwusch malchut techelet wachur wa\u02c8ateret sahaw gedola vetachrich buts we\u2018argaman  weha\u02c8ir Schuschan tsahala we\u2018samechah<\/em><br \/>\n15. Und Mordechaj ging von dem K\u00f6nig hinaus in k\u00f6niglicher Kleidung von prupurblauer und wei\u00dfer Baumwolle, und mit einer gro\u00dfen goldenen Krone, und in einem Mantel von Byssus und Purpur; und die Stadt Schuschan jauchzte und war fr\u00f6hlich. <\/p>\n<p><em>LeJehudim hajetah orah we\u2019simchah wesason wikar.<\/em><br \/>\n16. Den Juden war Licht und Freude und Wonne und Ehre zuteil geworden.<\/p>\n<p>17. Und in jeder einzelnen Provinz und in jeder einzelnen Stadt, \u00fcberall wohin das Wort des K\u00f6nigs und sein Befehl gelangte, war Freude und Wonne bei den Juden, Gastmahl und Festtag.<br \/>\nUnd viele aus den V\u00f6lkern des Landes wurden Juden,<br \/>\ndenn die Furcht vor den Juden war auf sie gefallen.<\/p>\n<h2>Kapitel 9<\/h2>\n<p>1. Und im zw\u00f6lften Monat, das ist der Monat Adar, am dreizehnten Tage desselben, als das Wort des K\u00f6nigs und sein Befehl zur Ausf\u00fchrung kommen sollte, an dem Tage, da die Feinde der Juden gehofft hatten, sie zu \u00fcberw\u00e4ltigen es wandte sich aber, so dass sie, die Juden, ihre Hasser \u00fcberw\u00e4ltigten,<br \/>\n2. da versammelten sich die Juden in ihren St\u00e4dten, in allen Provinzen des K\u00f6nigs Achaschwerosch, um Hand an diejenigen zu legen, welche ihr Ungl\u00fcck suchten. Und niemand konnte vor ihnen bestehen, denn die Furcht vor ihnen war auf alle V\u00f6lker gefallen.<br \/>\n3. Und alle F\u00fcrsten der Provinzen und die Satrapen und die Landpfleger und diejenigen, welche die Gesch\u00e4fte des K\u00f6nigs besorgten, unterst\u00fctzten die Juden; denn die Furcht vor Mordechaj war auf sie gefallen.<br \/>\n4. Denn Mordechaj war gro\u00df im Hause des K\u00f6nigs, und sein Ruf ging durch alle Provinzen; denn der Mann Mordechaj wurde immerfort gr\u00f6\u00dfer.<br \/>\n5. Und die Juden richteten unter allen ihren Feinden eine Niederlage an, indem sie sie erstachen, ermordeten und umbrachten; und sie taten an ihren Hassern nach ihrem Wohlgefallen. 6. Und in der Hauptstadt Schuschan t\u00f6teten die Juden und t\u00f6teten f\u00fcnfhundert Mann;<br \/>\n7. den Parschandatha und<br \/>\nDalfon und<br \/>\nAspatha<br \/>\n8. und den<br \/>\nPoratha und<br \/>\nAdalja und<br \/>\nAridatha<br \/>\n9. und<br \/>\nParmaschtha und<br \/>\nArisaj und<br \/>\nAridaj und<br \/>\nWajesatha,<br \/>\n10. die zehn<br \/>\nS\u00f6hne Hamans, des Sohnes Hammedathas, des Widersachers der Juden; aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht. 11. An selbigem Tage kam die Zahl der in der Hauptstadt Schuschan Get\u00f6teten vor den K\u00f6nig.<br \/>\n12. Und der K\u00f6nig sprach zu der K\u00f6nigin Esther: In der Hauptstadt Schuschan haben die Juden f\u00fcnfhundert Mann und die zehn S\u00f6hne Hamans get\u00f6tet und umgebracht; was m\u00f6gen sie in den \u00fcbrigen Provinzen des K\u00f6nigs getan haben! Doch was ist deine Bitte? und sie soll dir gew\u00e4hrt werden. Und was ist noch dein Begehr? und es soll geschehen. 13. Und Esther sprach: Wenn es den K\u00f6nig gut hei\u00dft, so werde auch morgen den Juden, die in Schuschan sind, gestattet, nach dem heutigen Befehle zu tun; und die zehn S\u00f6hne Hamans h\u00e4nge man an das Holz.<br \/>\n14. Da befahl der K\u00f6nig, dass also geschehen sollte; und der Befehl wurde zu Schuschan erlassen, und man h\u00e4ngte die zehn S\u00f6hne Hamans. 15. Und die Juden, die in Schuschan waren, versammelten sich auch am vierzehnten Tage des Monats Adar und t\u00f6teten in Schuschan dreihundert Mann; aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht. 16. Und die \u00fcbrigen Juden, die in den Provinzen des K\u00f6nigs waren, versammelten sich und standen f\u00fcr ihr Leben ein und erhielten Ruhe vor ihren Feinden; und sie t\u00f6teten unter ihren Hassern f\u00fcnfundsiebzigtausend; aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht.<br \/>\n17. Das geschah am dreizehnten Tage des Monats Adar; und am Vierzehnten des Monats ruhten sie, und sie machten ihn zu einem Tage des Gastmahls und der Freude.<br \/>\n18. Aber die Juden, die in Schuschan waren, hatten sich am Dreizehnten des Monats und des Vierzehnten des Monats versammelt; und sie ruhten am F\u00fcnfzehnten des Monats und machten ihn zu einem Tage des Gastmahls und der Freude.<br \/>\n19. Darum feiern die Juden des platten Landes, die in den offenen St\u00e4dten wohnen, den vierzehnten Tag des Monats Adar als einen Tag der Freude und des Gastmahls, und als einen Festtag, wo man einander Teile sendet.<br \/>\n20. Und Mordechaj schrieb diese Begebenheiten auf. Und er sandte Briefe an alle Juden, in allen Provinzen des K\u00f6nigs Achaschwerosch, die nahen und die fernen,<br \/>\n21. um ihnen festzusetzen, dass sie den vierzehnten Tag des Monats Adar und den f\u00fcnfzehnten Tag desselben Jahr f\u00fcr Jahr feiern sollten,<br \/>\n22. als die Tage, an welchen die Juden Ruhe erlangt hatten vor ihren Feinden, und als den Monat, wo sich ihnen Kummer in Freude, und Trauer in einen Festtag verwandelt hatte-dass sie dieselben feiern sollten als Tage des Gastmahls und der Freude, wo man einander Teile sendet und Geschenke an die Armen gibt.<br \/>\n23. Und die Juden nahmen als Brauch an, was sie zu tun angefangen, und was Mordechaj ihnen geschrieben hatte.<br \/>\n24. Denn Haman, der Sohn Hammedathas, der Agagiter, der Widersacher aller Juden, hatte gegen die Juden den Anschlag ersonnen, sie umzubringen, und hatte das Pur, das ist das Los, geworfen, um sie zu vertilgen und sie umzubringen.<br \/>\n25. Und als es vor den K\u00f6nig kam, befahl er durch einen Brief, dass sein b\u00f6ser Anschlag, den er gegen die Juden ersonnen hatte, auf seinen Kopf zur\u00fcckkehre; und man h\u00e4ngte ihn und seine S\u00f6hne an das Holz.<br \/>\n26. Darum nannte man diese Tage Purim, nach dem Namen des Pur. Deshalb, wegen all der Worte dieses Briefes, sowohl dessen, was sie selbst davon gesehen hatten, als auch was zu ihnen gelangt war,<br \/>\n27. setzten die Juden fest und nahmen auf sich und auf ihre Nachkommen und auf alle, die sich ihnen anschlossen, als eine ewige Satzung, diese beiden Tage zu feiern, nach dem, was dar\u00fcber geschrieben worden war, und nach ihrer bestimmten Zeit, Jahr f\u00fcr Jahr;<br \/>\n28. und dass diese Tage im Andenken bleiben und gefeiert werden sollten in jedem einzelnen Geschlecht, in jeder einzelnen Familie, in jeder einzelnen Provinz und in jeder einzelnen Stadt; und dass diese Purimtage unter den Juden nicht untergehen, und ihr Andenken nicht aufh\u00f6ren sollte bei ihren Nachkommen.<br \/>\n29. Und die K\u00f6nigin Esther, die Tochter Awichajls, und Mordechaj, der Jude, schrieben mit allem Nachdruck, um diesen zweiten Brief \u00fcber Purim festzusetzen.<br \/>\n30. Und er sandte Briefe an alle Juden, in die hundersiebenundzwanzig Provinzen, das K\u00f6nigreich von Achaschwerosch, Worte des Friedens und der Wahrheit,<br \/>\n31. um diese Purimtage in ihren bestimmten Zeiten festzusetzen, so wie Mordechaj, der Jude, und die K\u00f6nigin Esther es ihnen festgesetzt hatten, und wie sie es f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr ihre Nachkommen festgesetzt hatten, n\u00e4mlich die Angelegenheit der Fasten und ihrer Klage.<br \/>\n32. Und der Befehl Esthers setzte diese Purim-Angelegenheit fest, und er wurde in ein Buch geschrieben.<\/p>\n<h2>Kapitel 10<\/h2>\n<p>1. Und der K\u00f6nig Achaschwerosch legte dem Lande und den Inseln des Meeres eine Abgabe auf.<br \/>\n2. Und alle Taten seiner Gewalt und seiner Macht und die Beschreibung der Gr\u00f6\u00dfe Mordechajs, zu welcher der K\u00f6nig ihn erhob, sind sie nicht geschrieben in dem Buche der Chroniken der K\u00f6nige der Meder und Perser?<\/p>\n<div class=\"yellow-box\">Der folgende Satz wird von der Gemeinde laut vorgelesen und vom Vorlesenden wiederholt:<\/div>\n<p><em>Ki Mordechaj haJehudi mischneh lamelech Achaschwerosch wegadol laJehudim weratsuj lerow echaw doresch tow le\u02c8amo wedover cshalom<br \/>\nlechol-zar\u2018o<br \/>\n<\/em><br \/>\n3. Denn Mordechaj, der Jude, war der Zweite nach dem K\u00f6nig Achaschwerosch, und gro\u00df bei den Juden, und wohlgef\u00e4llig der Menge seiner Br\u00fcder; er suchte das Wohl seines Volkes und redete zum Wohlstand seiner ganzen Nachkommen.<\/p>\n<hr>\n<h2>Nach der Lesung<\/h2>\n<p>Nach der Lesung spricht man:<\/p>\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\n\u05d1\u05bc\u05b8\u05e8\u05d5\u05bc\u05da\u05b0 \u05d0\u05b7\u05ea\u05bc\u05b8\u05d4 \u05d9\u05b0\u05d9\u05b8 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b5\u05bd\u05d9\u05e0\u05d5\u05bc<br \/>\n\u05de\u05b6\u05bd\u05dc\u05b6\u05da\u05b0 \u05d4\u05b8\u05e2\u05d5\u05b9\u05dc\u05b8\u05dd,<br \/>\n(\u05d4\u05b8\u05d0\u05b5\u05dc) \u05d4\u05b8\u05e8\u05b8\u05d1 \u05d0\u05b6\u05ea \u05e8\u05b4\u05d9\u05d1\u05b5\u05bd\u05e0\u05d5\u05bc<br \/>\n\u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05d3\u05bc\u05b8\u05df \u05d0\u05b6\u05ea \u05d3\u05bc\u05b4\u05d9\u05e0\u05b5\u05bd\u05e0\u05d5\u05bc \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05e0\u05bc\u05d5\u05b9\u05e7\u05b5\u05dd<br \/>\n\u05d0\u05b6\u05ea \u05e0\u05b4\u05e7\u05b0\u05de\u05b8\u05ea\u05b5\u05bd\u05e0\u05d5\u05bc \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05de\u05b0\u05e9\u05c1\u05b7\u05dc\u05bc\u05b5\u05dd<br \/>\n\u05d2\u05bc\u05b0\u05de\u05d5\u05bc\u05dc \u05dc\u05b0\u05db\u05b8\u05dc \u05d0\u05d5\u05b9\u05d9\u05b0\u05d1\u05b5\u05d9 \u05e0\u05b7\u05e4\u05b0\u05e9\u05c1\u05b5\u05bd\u05e0\u05d5\u05bc<br \/>\n\u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05e0\u05bc\u05b4\u05e4\u05b0\u05e8\u05b8\u05e2 \u05dc\u05b8\u05bd\u05e0\u05d5\u05bc \u05de\u05b4\u05e6\u05bc\u05b8\u05e8\u05b5\u05bd\u05d9\u05e0\u05d5\u05bc.<br \/>\n\u05d1\u05bc\u05b8\u05e8\u05d5\u05bc\u05da\u05b0 \u05d0\u05b7\u05ea\u05bc\u05b8\u05d4 \u05d9\u05b0\u05d9\u05b8 \u05d4\u05b7\u05e0\u05bc\u05b4\u05e4\u05b0\u05e8\u05b8\u05e2 \u05dc\u05b0\u05e2\u05b7\u05de\u05bc\u05d5\u05b9 \u05d9\u05b4\u05e9\u05c2\u05b0\u05e8\u05b8\u05d0\u05b5\u05dc<br \/>\n\u05de\u05b4\u05db\u05bc\u05b8\u05dc \u05e6\u05b8\u05e8\u05b5\u05d9\u05d4\u05b6\u05dd \u05d4\u05b8\u05d0\u05b5\u05dc \u05d4\u05b7\u05de\u05bc\u05d5\u05b9\u05e9\u05c1\u05b4\u05bd\u05d9\u05e2\u05b7:\u200f\n<\/div>\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p class=\"comment\">\nBaruch atah Adonaj Elohejnu<br \/>\nMelech HaOlam,<br \/>\n(haEl) haRaw et riwejnu<br \/>\nwe\u2019hadan et dinenu we\u2019hanokem<br \/>\net nikmatejnu we\u2019hamschalem<br \/>\ngemul lekol ojwej nafschejnu<br \/>\nwe\u2019hanifra lanu mitzarejnu.<br \/>\nBaruch atah Adonaj haNifra le\u2019amo Jisrael mikol tzarejhem ha\u2019el haMoschia.\n<\/div>\n<p> <\/p>\n<div class=\"divider\"><\/div>\n<p>Gepriesen seist Du, HaSchem, unser G-tt, K\u00f6nig der Welt, (der G-tt), der unseren Streit streitet und der unser Recht richtet und der unsere Rache r\u00e4cht und der Vergeltung \u00fcbt an allen Feinden unserer Seele und der unsere Schuld einfordert von unseren Bedr\u00e4ngern, gepriesen seist Du, G-tt, der f\u00fcr sein Volk Israel dessen Bedr\u00e4nger bestraft,  der G-tt der hilft.<\/p>\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\n\u05e9\u05c1\u05d5\u05b9\u05e9\u05c1\u05b7\u05e0\u05bc\u05b7\u05ea \u05d9\u05b7\u05e2\u05b2\u05e7\u05b9\u05d1 \u05e6\u05b8\u05d4\u05b2\u05dc\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b0\u05e9\u05c2\u05b8\u05de\u05b5\u05bd\u05d7\u05b8\u05d4<br \/>\n\u05d1\u05bc\u05b4\u05e8\u05b0\u05d0\u05d5\u05b9\u05ea\u05b8\u05dd \u05d9\u05b7\u05bd\u05d7\u05b7\u05d3 \u05ea\u05bc\u05b0\u05db\u05b5\u05bd\u05dc\u05b6\u05ea \u05de\u05b8\u05e8\u05b0\u05d3\u05bc\u05b0\u05db\u05b8\u05d9:<br \/>\n\u05ea\u05bc\u05b0\u05e9\u05c1\u05d5\u05bc\u05e2\u05b8\u05ea\u05b8\u05dd \u05d4\u05b8\u05d9\u05b4\u05bd\u05d9\u05ea\u05b8 \u05dc\u05b8\u05e0\u05b6\u05bd\u05e6\u05b7\u05d7 \u05d5\u05b0\u05ea\u05b4\u05e7\u05b0\u05d5\u05b8\u05ea\u05b8\u05dd<br \/>\n\u05d1\u05bc\u05b0\u05db\u05b8\u05dc \u05d3\u05bc\u05d5\u05b9\u05e8 \u05d5\u05b8\u05d3\u05d5\u05b9\u05e8:<br \/>\n\u05dc\u05b0\u05d4\u05d5\u05b9\u05d3\u05b4\u05bd\u05d9\u05e2\u05b7 \u05e9\u05c1\u05b6\u05db\u05bc\u05b8\u05dc \u05e7\u05b9\u05d5\u05b6\u05bd\u05d9\u05da\u05b8 \u05dc\u05b9\u05d0<br \/>\n\u05d9\u05b5\u05d1\u05b9\u05bd\u05e9\u05c1\u05d5\u05bc \u05d5\u05b0\u05dc\u05b9\u05d0 \u05d9\u05b4\u05db\u05bc\u05b8\u05dc\u05b0\u05de\u05d5\u05bc \u05dc\u05b8\u05e0\u05b6\u05bd\u05e6\u05b7\u05d7 \u05db\u05bc\u05b8\u05dc<br \/>\n\u05d4\u05b7\u05d7\u05d5\u05b9\u05e1\u05b4\u05d9\u05dd \u05d1\u05bc\u05b8\u05da\u05b0:<br \/>\n\u05d0\u05b8\u05e8\u05d5\u05bc\u05e8 \u05d4\u05b8\u05de\u05b8\u05df \u05d0\u05b2\u05e9\u05c1\u05b6\u05e8 \u05d1\u05bc\u05b4\u05e7\u05bc\u05b5\u05e9\u05c1 \u05dc\u05b0\u05d0\u05b7\u05d1\u05bc\u05b0\u05d3\u05b4\u05d9 .<br \/>\n\u05d1\u05bc\u05b8\u05e8\u05d5\u05bc\u05da\u05b0 \u05de\u05b8\u05e8\u05b0\u05d3\u05bc\u05b0\u05db\u05b7\u05d9 \u05d4\u05b7\u05d9\u05bc\u05b0\u05d4\u05d5\u05bc\u05d3\u05b4\u05d9 .<br \/>\n\u05d0\u05b2\u05e8\u05d5\u05bc\u05e8\u05b8\u05d4 \u05d6\u05b6\u05bd\u05e8\u05b6\u05e9\u05c1 \u05d0\u05b5\u05bd\u05e9\u05c1\u05b6\u05ea \u05de\u05b7\u05e4\u05b0\u05d7\u05b4\u05d9\u05d3\u05b4\u05d9.<br \/>\n\u05d1\u05bc\u05b0\u05e8\u05d5\u05bc\u05db\u05b8\u05d4 \u05d0\u05b6\u05e1\u05b0\u05ea\u05bc\u05b5\u05e8 \u05de\u05b0\u05d2\u05b4\u05e0\u05bc\u05b8\u05d4 \u05d1\u05bc\u05b7\u05e2\u05b2\u05d3\u05b4\u05d9 .<br \/>\n\u05d5\u05b0\u05d2\u05b7\u05dd \u05d7\u05b7\u05e8\u05b0\u05d1\u05d5\u05b9\u05e0\u05b8\u05d4 \u05d6\u05b8\u05db\u05d5\u05bc\u05e8 \u05dc\u05b0\u05d8\u05bc\u05d5\u05b9\u05d1:\u200f\n<\/div>\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p class=\"comment\">\nSchoschanat ja\u2019akow tzahalah we\u2019simchah<br \/>\nBir\u2019otam jachad techelet Mordechaj,<br \/>\nTeschuata hajiti lanetzach we\u2019tikwatam<br \/>\nBechol dor wa\u2019dor.<br \/>\nLe\u2019hodia schekol kowejcha lo<br \/>\nJewoschu we\u2019lo jikalmu lanetzach kol ha\u2019chosim bach.<br \/>\nArur haman ascher bikesch le\u2019awdi.<br \/>\nBaruch Mordechaj hajehudi.<br \/>\nArurah Seresch eschet mafchidi.<br \/>\nBeruchah Esther meginah ba\u2019adi.<br \/>\nWegam Charwonah sachur letow.\n<\/div>\n<p> <\/p>\n<div class=\"divider\"><\/div>\n<p>Jakobs Rose jubelte und freute sich, als sie Mordechais Purpur sahen. Du warst stets ihre Hilfe und ihre Hoffnung in jeder Generation. Zu lehren, dass alle die, die Deiner hoffen, nicht get\u00e4uscht werden, und diejenigen  niemals mehr err\u00f6ten m\u00fcssen, die auf Dich vertrauen. Verflucht sei Haman, der mein Verderben wollte; Gesegnet sei Mordechai, der Jehudi. Verflucht sei Seresch, die Frau von dem, der mich \u00e4ngstigte; Gesegnet sei Esther, die mich besch\u00fctzte. Und auch Charwonah sei zum Guten gedacht.<\/p>\n<hr>\n<p>Im Gebet geht es weiter mit:<br \/>\n<strong>Ma&#8217;ariw<\/strong><br \/>\n<strong><em>Wochentag<\/em><\/strong><br \/>\nMan f\u00e4hrt fort mit \u05d5\u05b0\u05d0\u05b7\u05ea\u05bc\u05b8\u05d4 \u05e7\u05b8\u05d3\u05d5\u05b9\u05e9\u05c1 und spricht das Ganz-Kaddisch, ohne die Zeile die mit \u05ea\u05bc\u05b4\u05ea\u05b0\u05e7\u05b7\u05d1\u05bc\u05b5\u05dc beginnt.<\/p>\n<p><strong><em>Schabbat-Ausgang<\/em><\/strong><br \/>\nMan f\u00e4hrt fort mit \u05d5\u05b4\u05d9\u05d4\u05b4\u05d9 \u05e0\u05b9\u05e2\u05b7\u05dd und spricht dann \u05d5\u05b0\u05d0\u05b7\u05ea\u05bc\u05b8\u05d4 \u05e7\u05b8\u05d3\u05d5\u05b9\u05e9\u05c1, gefolgt vom Ganz-Kaddisch, ohne die Zeile die mit \u05ea\u05bc\u05b4\u05ea\u05b0\u05e7\u05b7\u05d1\u05bc\u05b5\u05dc beginnt.<\/p>\n<p><strong>Schacharit<\/strong><br \/>\nMan f\u00e4hrt fort mit \u05d0\u05b7\u05e9\u05c1\u05b0\u05e8\u05b5\u05d9.<\/p>\n<hr>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Siehe <a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/schlafen-und-purim\/\">Kommentar dazu hier<\/a><\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Megillat Esther &#8211; das Buch Esther im Volltext<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":279,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[210,134,24],"tags":[117,91,156],"class_list":["post-1572","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-creative-commons","category-megillat-esther","category-purim","tag-creative-commons","tag-megillat-esther","tag-purim"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/purim_amsterdam.gif?fit=154%2C165&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1572"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8233,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1572\/revisions\/8233"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/279"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}