{"id":1912,"date":"2016-01-22T12:53:43","date_gmt":"2016-01-22T10:53:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=1912"},"modified":"2025-07-09T09:34:18","modified_gmt":"2025-07-09T07:34:18","slug":"die-juedische-hochzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-juedische-hochzeit\/","title":{"rendered":"Die j\u00fcdische Hochzeit"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<p>Wenn zwei, die zusammen geh\u00f6ren, getrennt werden, wenn sie sich suchen und schlie\u00dflich wieder finden, dann herrscht gro\u00dfer Jubel.<br>Diese Erfahrung bildet den Hintergrund f\u00fcr eine j\u00fcdische Hochzeit.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"840\" height=\"780\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/jozef_israels_juedische_Hochzeit.jpg?resize=840%2C780&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-5906\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/jozef_israels_juedische_Hochzeit.jpg?w=850&amp;ssl=1 850w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/jozef_israels_juedische_Hochzeit.jpg?resize=300%2C278&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/jozef_israels_juedische_Hochzeit.jpg?resize=768%2C713&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">J\u00fcdische Hochzeit, Jozef Isra\u00ebls, 1903<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Zweimal am Tag bezeugen Juden in der Ausrufung des \u201eSchma Israel\u201c die Einzigkeit des Ewigen <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\"> Siehe \u201eSchma Jisrael\u201c z.B. im Siddur Schma Kolenu, Verlag Morascha, Basel\/Z\u00fcrich, 1997; Seiten 30, 54, 183<\/span>. <\/p>\n\n\n\n<p>Als der Ewige den Menschen schuf, schuf Er ihn in Seinem Ebenbild, Mann und Frau schuf Er ihn, einen Menschen, einzig wie Er  (Torah, <a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/bereschit-mit-kommentar-1\/\">I. BM 1, 27<\/a> und 5, 1-2 ). Der Mensch aber war einsam, hatte kein Gegen\u00fcber. Da trennte der Ewige den Menschen in Mann und Frau, einander Gegen\u00fcber zu sein. Und in der Folge verlie\u00df der Mann seine Eltern und folgte seiner Frau, um bei ihr zu sein, um mit ihr wieder ein Leib zu werden, das eine Ebenbild des Ewigen<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Torah, <a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/bereschit-mit-kommentar-1\/\">I. BM 2, 18-24 <\/a>und Talmud Bawli, Traktat Kidduschin 2b<\/span>.<br>Rabbi Eleazar dr\u00fcckte es so aus: Ein Mensch, der keine Frau hat, ist kein Mensch \u2026<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Talmud Bawli, Traktat <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/jewamot\/\">Jewamot<\/a> 63a zu I. BM 5, 2<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>In sp\u00e4terer Zeit ver\u00e4nderten gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen das Verhalten der Menschen. Die V\u00e4ter gewannen Gewalt \u00fcber die M\u00fctter, das vaterschaftliche Zeitalter begann, das bis in unsere Tage reicht. Nun verlie\u00df die Frau ihr Elternhaus und wurde Teil der Familie ihres Mannes. Die Vorlage hierf\u00fcr finden wir im 24. Kapitel des I. Buch Moses:<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der betagte Vater, Abraham, schickte einen Knecht als Brautwerber in seine alte Heimat, um dort f\u00fcr seinen Sohn Isaak eine Braut zu finden. Dort angekommen, fand jener bei Verwandten Abrahams eine anmutige, auch geneigte junge Frau, Rebekka, der er zwar von dem mitgebrachten Schmuck gab, mit der er aber nicht verhandelte. Das tat er mit ihrem Bruder und ihrem Vater, die angesichts der Brautgeschenke sofort damit einverstanden waren, sie zur Heirat in die Fremde ziehen zu lassen. Immerhin waren sie bereit, sie vorher noch um ihr Einverst\u00e4ndnis zu befragen. Aus ihrer eigenst\u00e4ndigen Pers\u00f6nlichkeit heraus, die sie hatte, entschied sie sich daf\u00fcr, dem Brautwerber ins unbekannte Land, zu dem unbekannten Mann und dessen Familie folgen zu wollen. Sie begab sich mit ihm auf die wochenlange Reise. Sp\u00e4t am Nachmittag kamen sie in Kanaan an. Von weitem sah Rebekka Isaak auf dem Felde stehen. Ihm n\u00e4her kommend, lie\u00df sie sich vom Dromedar herab, um Isaak auf Augenh\u00f6he zu begegnen, und verschleierte sich zur ersten Begegnung mit ihm. Isaak f\u00fchrte sie in das Zelt seiner (verstorbenen) Mutter. Sie wurde seine Frau und er gewann sie lieb<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-4\">4<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Torah, I. BM 24<\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Dies ist die Grundlage f\u00fcr j\u00fcdische Hochzeiten bis heute, insbesondere in orthodoxen Kreisen.<br>Hier ist die Heirat kein egalit\u00e4rer Vorgang. Der Mann erwirbt sich eine Frau. Das geht zwar nur mit ihrem Einverst\u00e4ndnis und unterliegt auch strengen, zivilrechtlichen Regeln, ist aber kein gleichberechtigtes Ereignis zwischen den Geschlechtern. Und auch nur mit dem aktiven Einverst\u00e4ndnis des Mannes, durch Ausstellen eines Scheidebriefes, kann die geschlossene Ehe wieder aufgel\u00f6st werden.<br>Die Gesellschaft hat ein starkes Interesse an geordneten Eheschlie\u00dfungen zwischen Mann und Frau, als der Grundlage f\u00fcr den Fortbestand der menschlichen Gemeinschaft. Die neu gegr\u00fcndete Familie sollte wirtschaftlich unabh\u00e4ngig sein, zugleich erhofften Kindern den geeigneten Rahmen f\u00fcr ihr Gedeihen geben. Darum sollte der Mann idealerweise auch erst ein eigenes Haus, dann ein zuverl\u00e4ssiges Einkommen haben bevor er sich verm\u00e4hlt<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-5\">5<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel20\">Torah, V. BM 20, 5-6<\/a>; Talmud Bawli, Traktat Sota 44a<\/span>. Da junge M\u00e4nner aber oft nicht in der Lage waren, den Brautpreis, der fr\u00fcher f\u00fcr den Erwerb der Braut zu entrichten war, aufzubringen, und sie daher im w\u00fcnschenswerten Alter nicht heiraten konnten, entschieden die Gelehrten schon im ausgehenden Altertum, diesen Brautpreis zu stunden bis zum Augenblick einer eventuellen Ehescheidung bzw. der Verwitwung der Frau. Dies wurde im Ehevertrag festgehalten. Die dann f\u00e4llige \u201eBrautpreis\u201c-Zahlung sollte ihr dann ein Auskommen sichern <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-6\">6<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-6\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">\u201eKetubah\u201c; Beitrag in Wikipedia.org am <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ketubah&amp;oldid=678110329\">01.09.2015 (zuletzt erg\u00e4nzt am 27.08.2015)<\/a><\/span>. Auch die junge Frau sollte nicht mittellos in die Ehe gehen (und damit in v\u00f6llige materielle Abh\u00e4ngigkeit vom Ehemann geraten). Es gilt daher als gro\u00dfes Verdienst, eine arme junge Frau mit Aussteuer und Mitgift materiell in Stand zu setzen, eine Ehe eingehen zu k\u00f6nnen. Zu diesem Zweck entstanden wohlt\u00e4tige Vereine, die mittellose M\u00e4dchen mit Spenden unterst\u00fctzen (<em>Kallah-Chavarot<\/em>)<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"7\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-7\">7<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-7\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"7\">S. Ph. DeVries, J\u00fcdische Riten und Symbole, Fourier Verlag GmbH, Wiesbaden, 1982<\/span>.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image size-full wp-image-1916\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"362\" height=\"480\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/362px-V03p128a01_Ketubah1.jpg?resize=362%2C480\" alt=\"Eine illustrierte Ketubah (etwa 18. Jhdt.)\" class=\"wp-image-1916\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/362px-V03p128a01_Ketubah1.jpg?w=362&amp;ssl=1 362w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/362px-V03p128a01_Ketubah1.jpg?resize=226%2C300&amp;ssl=1 226w\" sizes=\"auto, (max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine illustrierte Ketubah (etwa 18. Jhdt.)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>In vielen orthodoxen Kreisen ist es auch heute noch \u00fcblich, dass Ehen vermittelt werden, &#8211; ein wichtiger Vorgang in geschlechtergetrennten Gesellschaften. Ein Heiratsvermittler, der viele Leute kennt, bringt die in Frage kommenden Familien zueinander. Es kommt zu Verhandlungen auf der V\u00e4terebene. Die jungen Leute werden um ihr Einverst\u00e4ndnis befragt, kennen sich aber noch nicht. Wurde Einigkeit erzielt, wird ein m\u00f6glichst baldiges Datum f\u00fcr die Hochzeit ermittelt, wobei es im Kalender Zeiten gibt, die sich f\u00fcr Hochzeiten eignen, andere, an denen Trauungen nicht stattfinden. Auch sollte sich die Braut am Hochzeitstag f\u00fcr die Mikweh, das rituelle Tauchbad, ohne das die geschlechtliche Vereinigung nicht stattfinden darf<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"8\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-8\">8<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-8\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"8\">Torah, III. BM 20, 18 <\/span>, am Ende der ersten H\u00e4lfte ihres Monatszyklusses befinden. In liberaleren Kreisen haben sich die Heiratswilligen meist selbst gefunden, ohne Vermittlung. In L\u00e4ndern, in denen die standesamtliche Trauung vorgeschrieben ist, wird diese vor der religi\u00f6sen Hochzeit durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn vermittelte Eheschlie\u00dfungen in einer s\u00e4kularisierten Welt nicht mehr \u00fcblich sind, auch wenn die Partner sich ohne fremde Hilfe gefunden haben und vor einer Heirat schon l\u00e4ngere Zeit sich kannten, oft auch bereits zusammen lebten, ist hierdurch noch nicht gew\u00e4hrleistet, dass die Ehe gl\u00fccklich und von Dauer sein wird, wie die inzwischen zahlreichen Ehescheidungen zeigen. Egozentrik, an fremden Idolen sich orientierende Anspr\u00fcche an den Partner, mangelnde Geduld und Hinwendungsbereitschaft k\u00f6nnen Ursachen daf\u00fcr sein. Auch arrangierte Eheschlie\u00dfungen, vor allem wenn sie nur nach finanziellen oder machtpolitischen Gesichtspunkten vermittelt werden, k\u00f6nnen sehr ungl\u00fccklich enden. In Demut den Partner zu empfangen, ihn anzunehmen, ihn zu achten und zu ehren, bereit zu sein, mit ihm zu gehen und f\u00fcr ihn da zu sein, ist gewiss eine gute Ausgangshaltung, um die liebenswerten Seiten des Partners kennen und lieben zu lernen, eine Voraussetzung, um eine vertrauensvolle und sich entwickelnde Beziehung aufbauen zu k\u00f6nnen.<br>Im Hinblick auf die gro\u00dfe Bedeutung, die die Eheschlie\u00dfung f\u00fcr das eigene Leben, f\u00fcr die Familien und f\u00fcr die ganze Gemeinschaft hat, ist es unter religi\u00f6sen Menschen \u00fcblich, wie auch vor anderen Ereignissen, an denen sich unser weiteres Leben entscheiden wird, vom Morgen des Hochzeitstages an zu fasten<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"9\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-9\">9<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-9\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"9\">Tanach, Esther 4, 16 <\/span>, im Nachmittagsgebet nach dem <a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/der-deutsche-text-der-wochentagsamidah\/\">Achtzehn-Bitten-Gebet <\/a>das S\u00fcndenbekenntnis zu sprechen und rechtzeitig in die Mikweh, das rituelle Tauchbad, zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-light-gray-background-color has-background\"><strong><em>Zu welchen Zeiten kann NICHT geheiratet werden?<\/em><\/strong><br>an Schabbatot<br>an Festtagen<br>an Fasttagen<br>zwischen dem 17. Tammus und Tischa beAw (3 Wochen)<br>w\u00e4hrend der Omerzeit zwischen Pessach und Schawu&#8217;ot<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erwerb und Zeremonie<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image size-full wp-image-1915\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"317\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/chuppah_minhogim.png?resize=300%2C317\" alt=\"Chuppah - aus einem alten Minhoghim-Buch\" class=\"wp-image-1915\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/chuppah_minhogim.png?w=300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/chuppah_minhogim.png?resize=284%2C300&amp;ssl=1 284w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Chuppah &#8211; aus einem alten Minhoghim-Buch<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><br>Durch drei rechtswirksame Dinge kann ein Mann eine Frau nach j\u00fcdischem Recht erwerben, f\u00fcr die fr\u00fcher entweder\/oder\/oder galt, die heute aber alle drei gegeben sein m\u00fcssen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein materieller Wertgegenstand, heute nur noch von symbolisch-ritueller Bedeutung; es ist meist der Ehering.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Ehevertrag, die <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-ketubba\/\">Ketubbah<\/a>, von beiden Brautleuten und beiden obligaten, mit den Brautleuten nicht verwandten Trauzeugen unterschrieben, in der der Mann sich verpflichtet, seine Frau zu kleiden, sie zu ern\u00e4hren, ihre ehelichen Bed\u00fcrfnisse zu befriedigen und, im Fall der Ehescheidung oder seines Todes, ihr eine festgesetzte Ausgleichszahlung zu geben zu ihrer wirtschaftlichen Absicherung (dies entspricht dem gestundeten Brautpreis). Sie wird durch das Eingehen der Ehe verpflichtet, ihn zu ehren, ihn zu versorgen und ihm treu zu sein<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"10\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-10\">10<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-10\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"10\">Mischnah, Seder Naschim, Traktat Ketubbot V,5 und VII, 6-7<\/span>.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Vereinigung von Mann und Frau im Anschluss an die Hochzeit. Vor der Trauungszeremonie \u00fcberzeugen sich die Trauzeugen, dass der Wertgegenstand vorhanden ist und der Ehevertrag ordnungsgem\u00e4\u00df verfasst und unterschrieben ist.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Ort der Hochzeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Ort der Hochzeit ist nicht festgelegt.<br>Es kann die Synagoge sein, es kann der Festraum eines Restaurants sein; die Hochzeit kann auch im Freien stattfinden.<br>Immer findet sie statt unter einem Baldachin, der Chuppah, die das Haus des Mannes, in das die Frau einzieht und das der zu gr\u00fcndenden Familie darstellt. So wird auch der Br\u00e4utigam zuerst von den Br\u00e4utigamsf\u00fchrern, meist den Eltern, in die Chuppah gebracht, wo er die Braut erwartet. Dann erst wird die Braut, verschleiert, von den Brautf\u00fchrern herbeigef\u00fchrt, umkreist mit ihnen die Chuppah siebenmal, &#8211; es ist der weite Weg, den Erzmutter Rebekka ging &#8211; , und wird dann erst in die Chuppah gef\u00fchrt, wo der Br\u00e4utigam ihren Schleier l\u00fcftet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zeremonie<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Trauungszeremonie besteht aus zwei sehr verschiedenen Anteilen, die urspr\u00fcnglich nicht beieinander lagen, aus sittlichen Gr\u00fcnden aber m\u00f6glichst direkt aufeinander folgen sollten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Anverlobung (\u201eErussin\u201c = Kidduschin\u201c), ein zivilrechtlicher Vorgang, mit dem die Brautleute einander verpflichtet werden, durch die aber das Miteinanderleben noch nicht gestattet wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Eheschlie\u00dfung (\u201eNissu\u2019in\u201c).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Trauungszeremonie findet in Anwesenheit der Trauzeugen und unter der Leitung eines von der j\u00fcdischen Gemeinschaft zivilrechtlich Beauftragten, meist eines Rabbiners, auch des Vorbeters oder Gemeindelehrers, statt. Sie ist ein mit religi\u00f6sen Elementen geschm\u00fcckter zivilrechtlicher Vorgang.<br>Die Anverlobung wird mit dem Segen \u00fcber einem Becher Wein eingeleitet. Darauf folgt ein Segensspruch, in dem die Gebote des z\u00fcchtigen Umgangs angesprochen werden und betont wird, dass das Miteinanderleben als nur Anverlobte nicht gestattet ist, dass aber Anverlobung mit anschlie\u00dfender Heirat Israel heiligt. Dann trinken beide Brautleute aus dem Becher Wein. Mit den Worten: <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u00bbSiehe, mit diesem Ring bist Du f\u00fcr mich abgesondert nach dem Gesetz von Moses und Israel.\u00ab<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00bbSiehe, mit diesem Ring bist Du f\u00fcr mich abgesondert (d.h. aus der Schar heiratsf\u00e4higer Frauen) nach dem Gesetz Moses\u2019 und Israels\u00ab<br>streift der Br\u00e4utigam nun den Ring \u00fcber ihren rechten Zeigefinger. (Der reziproke Vorgang ist nur in liberal-j\u00fcdischen Kreisen \u00fcblich.) Damit ist der erste Teil der Trauungszeremonie beendet. Um den Unterschied zwischen beiden Teilen zu verdeutlichen, folgt nun eine kleine Pause, in der die Ketubbah laut vorgelesen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die nun folgende Eheschlie\u00dfung wird ein zweiter Becher Wein gef\u00fcllt, das Symbol f\u00fcr all das Gute, das der Mensch vom Ewigen erh\u00e4lt, und dar\u00fcber der Segen gesprochen. Nun folgen sechs Segensspr\u00fcche, die zusammen mit dem Segen \u00fcber den Wein als <em>\u201eSchewa\u2019 Berachot<\/em>\u201c = \u201eSieben Segensspr\u00fcche\u201c bezeichnet werden. <br>Mit diesen Segensspr\u00fcchen wird die Verbindung hergestellt zwischen einerseits dem Ewigen, der die Welt erschaffen hat, der den Menschen in Seinem Ebenbild gestaltete, der den Menschen als Mann und Frau bildete als Grundlage f\u00fcr die Weitergabe des Lebens, der das kinderlos gewordene, verwaiste Zion durch seine eingesammelten Kinder erfreuen wird, und andererseits dem Brautpaar, das der Ewige erfreut wie Er einst Seine Gesch\u00f6pfe im Garten Eden erfreute; Er erschuf die Freude, die Liebe, das Brautpaar und den Frieden.<br>Die Segensspr\u00fcche gipfeln in der innigen Bitte, dass die Gassen Jerusalems bald wieder voll des Jubels, voll der Freude der Brautleute miteinander und voll der Freudenrufe junger Menschen beim Festmahl sein m\u00f6gen. Darauf trinken die Brautleute aus dem zweiten Becher Wein. Auch wenn nach der Zerst\u00f6rung des Tempels die j\u00fcdische Familie eine Erh\u00f6hung erfahren hat, indem sie nun die Kernzelle allen j\u00fcdischen Lebens wurde, deren Tisch das kleine Heiligtum werden kann, in dem die Menschen auch am Ort der Vertreibung die Anwesenheit des Ewigen erleben k\u00f6nnen<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"11\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-11\">11<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-11\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"11\">Tanach, Jechezkel 11, 16<\/span>, so wird die Freude des Hochzeitstages doch durch den Zustand des immer noch zerst\u00f6rten Tempels getr\u00fcbt, weshalb nun ein Glas zertreten wird, &#8211; dies hat nichts zu tun mit dem anderen Ortes oft zitierten Spruch \u201eScherben bringen Gl\u00fcck\u201c. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jichud<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Brautleute begeben sich nun in einen geschlossenen Raum, in dem sie alleine gelassen werden. Das ist das \u201e<em>Jichud<\/em>\u201c, das erstmals Miteinander-alleine-gelassen-werden, die Erf\u00fcllung der dritten Bedingung f\u00fcr eine g\u00fcltige Heirat. In der Regel dauert dies kurz, ist mehr symbolisch, bildet aber zivilrechtlich den Rahmen der nun erlaubten Vereinigung. Meist isst das Brautpaar eine Kleinigkeit, insbesondere wenn es gefastet hat<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"12\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_1912\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-12\">12<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_1912-12\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"12\">S. Ph. DeVries, J\u00fcdische Riten und Symbole, Fourier Verlag GmbH, Wiesbaden, 1982<\/span>.<br>Erst jetzt sind die beiden miteinander verheiratet. Gl\u00fcckw\u00fcnsche, Lieder, Jubel folgen und dann das Hochzeitsmahl.<br>Nach dem H\u00e4ndewaschen und dem Segen \u00fcber Brot und Salz wird gegessen, begleitet von Darbietungen, insbesondere auch musikalischen, und, traditionell, den humorigen Einlagen eines Spassmachers.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Mahl werden zwei Becher Wein gef\u00fcllt. Mit dem ersten wird mittels einer f\u00fcr das Hochzeitsmahl besonderen Formulierung zum Tischgebet eingeladen. Hernach werden \u00fcber dem zweiten Becher Wein erneut die sieben Segensspr\u00fcche gesprochen. Dann gie\u00dft man den Inhalt beider Becher zusammen, der von den Frischverm\u00e4hlten nun ausgetrunken wird.<br>Ein neues Haus ist in Israel entstanden, dessen Tisch den Altar des noch zerst\u00f6rten Tempels bergen wird.<\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div> Siehe \u201eSchma Jisrael\u201c z.B. im Siddur Schma Kolenu, Verlag Morascha, Basel\/Z\u00fcrich, 1997; Seiten 30, 54, 183<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Torah, <a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/bereschit-mit-kommentar-1\/\">I. BM 2, 18-24 <\/a>und Talmud Bawli, Traktat Kidduschin 2b<\/div><\/li><li><span>3<\/span><div>Talmud Bawli, Traktat <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/jewamot\/\">Jewamot<\/a> 63a zu I. BM 5, 2<\/div><\/li><li><span>4<\/span><div>Torah, I. BM 24<\/div><\/li><li><span>5<\/span><div><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel20\">Torah, V. BM 20, 5-6<\/a>; Talmud Bawli, Traktat Sota 44a<\/div><\/li><li><span>6<\/span><div>\u201eKetubah\u201c; Beitrag in Wikipedia.org am <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ketubah&amp;oldid=678110329\">01.09.2015 (zuletzt erg\u00e4nzt am 27.08.2015)<\/a><\/div><\/li><li><span>7<\/span><div>S. Ph. DeVries, J\u00fcdische Riten und Symbole, Fourier Verlag GmbH, Wiesbaden, 1982<\/div><\/li><li><span>8<\/span><div>Torah, III. BM 20, 18 <\/div><\/li><li><span>9<\/span><div>Tanach, Esther 4, 16 <\/div><\/li><li><span>10<\/span><div>Mischnah, Seder Naschim, Traktat Ketubbot V,5 und VII, 6-7<\/div><\/li><li><span>11<\/span><div>Tanach, Jechezkel 11, 16<\/div><\/li><li><span>12<\/span><div>S. Ph. DeVries, J\u00fcdische Riten und Symbole, Fourier Verlag GmbH, Wiesbaden, 1982<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was geschieht auf einer j\u00fcdischen Hochzeit? Wie heiratet man j\u00fcdisch?<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1915,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[10,171],"tags":[173,172],"class_list":["post-1912","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leben","category-hochzeit","tag-chuppah","tag-hochzeit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/chuppah_minhogim.png?fit=300%2C317&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1912","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1912"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1912\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10275,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1912\/revisions\/10275"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1915"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1912"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1912"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1912"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}