{"id":271,"date":"2013-11-29T09:36:06","date_gmt":"2013-11-29T07:36:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=271"},"modified":"2013-11-29T09:36:06","modified_gmt":"2013-11-29T07:36:06","slug":"tu-bi-schewat-das-neujahrsfest-der-baeume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tu-bi-schewat-das-neujahrsfest-der-baeume\/","title":{"rendered":"Tu Bi Schewat &#8211; Das Neujahrsfest der B\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>\u201e\u2026ein Mensch ist wie ein Baum auf einem Feld\u2026\u201c 5. Buch Mose 20:19<\/p><\/blockquote>\n<p>Tu Bi&#8217;schwat wird uns nicht direkt durch die Torah geboten, aber die erste Mischna aus dem Traktat Rosch Haschana im Talmud Bavli erw\u00e4hnt dieses Fest:<!--more--><\/p>\n<blockquote><p>    \u201eEs gibt vier Neujahrsfeste: den ersten Nissan, den Rosch Haschana f\u00fcr K\u00f6nige und Feste, den ersten Elul, den Rosch Haschana f\u00fcr den Zehnten der Tiere,<\/p>\n<p>    den ersten Tischri f\u00fcr die Jahre, die Schmitta und das Jubeljahr und zum Pflanzen und dem Gem\u00fcse,<\/p>\n<p>    den ersten Schwat f\u00fcr das Neujahr der B\u00e4ume, so sagt das Haus Schammai. Das Haus Hillels bestimmte aber den 15. des Monats Schwat, und die Halacha geht nach dem Haus Hillels und bestimmt, dass am 15. Schwat das Neujahr der B\u00e4ume ist.\u201d (Rosch HaSchanah 2b)<\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eTu BiSchewat\u201c bedeutet w\u00f6rtlich \u201e15. Schewat\u201c. Die hebr\u00e4ischen Buchstaben \u201eTet&#8220; und \u201eWaw&#8220; werden gemeinsam als\u201eTu&#8220; gelesen, das den numerischen Wert 15 hat. Im Regelfall w\u00fcrde man die 15 aus den hebr\u00e4ischen Buchstaben \u201eJod\u201c und \u201ehe bilden, man erh\u00e4lt dann jedoch einen Teil des G-ttesnamens.Die urspr\u00fcngliche Bedeutung dieses Festes war jedoch schon zu Zeiten des Talmuds unklar. Urspr\u00fcnglich lieferte man an diesem Tag den Zehnten seiner Baumfr\u00fcchte ab, das ist auch der Grund, warum dieser Tag von der Schule Hillels und Schammais besprochen wird. Das Volk betrachtete den 15. Schwat jedoch auch als &#8222;Gerichtstag der B\u00e4ume&#8220;, also als einen Tag an dem \u00fcber die B\u00e4ume ein Urteil gesprochen wird &#8211; wie an Pessach das Getreide gerichtet wird, an Schawuot die Baumfr\u00fcchte und an Rosch HaSchana die Menschen. Ein Weiser des Talmuds -Rabbi Elieser- erz\u00e4hlt davon (Taanit 26:2), das am 15. Aw die Kraft der Sonne schw\u00e4cher wird und am 15.Schwat die Kraft der Sonne wieder zunimmt. Rabbi Elieser spricht von zwei Sonnenwenden. Der 15. Aw ist als Fest v\u00f6llig in Vergessenheit geraten und der 15.Schwat ist der Tag, der markiert, wann die B\u00e4ume erneut ausschlagen.<\/p>\n<p>An Tu Bi&#8217;Schwat wird kein besonderes Gebet gesagt und es herrscht kein Arbeitsverbot (ausgenommen am Schabbat nat\u00fcrlich). Im Morgengebet von Tu Bi&#8217;Schwat wird kein Tachanun gesagt und am Schabbat kein Aw Harachamim. Man sollte eine Frucht verspeisen, die man im laufenden Jahr noch nicht gegessen hat, um Schehechejanu sagen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es ist heute Brauch geworden, am 15. Schwat einen Baum zu pflanzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e\u2026ein Mensch ist wie ein Baum auf einem Feld\u2026\u201c 5. 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