{"id":281,"date":"2013-11-29T09:58:49","date_gmt":"2013-11-29T07:58:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=281"},"modified":"2026-02-26T12:25:42","modified_gmt":"2026-02-26T10:25:42","slug":"pessach-alles-was-man-wissen-sollte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/pessach-alles-was-man-wissen-sollte\/","title":{"rendered":"Pessach &#8211; alles was man wissen sollte"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber den Begriff \u201ePessach\u201c<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Fest Pessach erinnert an die Knechtschaft der Bne Jisrael (Kinder Israel) in \u00c4gypten sowie an die Befreiung durch G-tt aus dieser Sklaverei unter der F\u00fchrung von Mosche. Dar\u00fcber hinaus erinnert es aber auch an die Weigerung des Pharao, das Volk ziehen zu lassen, und die darauf einsetzenden zehn Plagen. Dies alles lesen wir in <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-torah-eine-deutsche-uebersetzung\/die-torah-schemot\/\">Schmot 1-15<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Jezijat Mizrajim<\/em> (der Auszug aus \u00c4gypten) wurde gerade deshalb zum Mittelpunkt j\u00fcdischer Geschichte, weil es durch ihn zur Geburt eines freien j\u00fcdischen Volkes kam und er eine nationale j\u00fcdische Identit\u00e4t erm\u00f6glichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff Pessach verweist auch auf die Landwirtschaft: In der Antike bezeichnete er den Beginn der Erntezeit der Gerste.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Synonyme Begriffe<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Chag HaMazot <\/em>&#8211; Das Fest der unges\u00e4uerten Brote<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chag HaPessach<\/em> &#8211; Das Fest des \u00dcberschreitens<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd wenn ich das Blut sehe, werde ich \u00fcber euch hinwegschreiten (passachti), dass kein G-ttesschlag euch treffe\u201c (<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-torah-eine-deutsche-uebersetzung\/die-torah-bo\/#Kapitel_12\">Schmot 12,13<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Seman Cherutenu<\/em> &#8211; Die Zeit unserer Freiheit<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Chamez und Mazza<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Als Chamez bezeichnet man eine der f\u00fcnf Getreidesorten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Spelt, wenn sie mindestens 18 Minuten mit Wasser in Kontakt tritt, denn dann tritt ein S\u00e4u-rungsprozess in Kraft.<br>Chamez ist dar\u00fcber hinaus jede Speise und Getr\u00e4nk, das aus diesen Getreidesorten hergestellt wurde.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/mazzot_mantua_1560.png\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"612\" height=\"225\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/mazzot_mantua_1560.png?resize=612%2C225\" alt=\"Backen von Mazzot - nach der Pessach-Haggadah von Mantua (1560)\" class=\"wp-image-672\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/mazzot_mantua_1560.png?w=612&amp;ssl=1 612w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/mazzot_mantua_1560.png?resize=300%2C110&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 612px) 100vw, 612px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Backen von Mazzot &#8211; aus der Pessach-Haggadah von Mantua (1560)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><em>Aschkenasim<\/em> haben den Brauch, zus\u00e4tzlich dazu kein Reis, Mais, Erbsen und Erdn\u00fcsse zu essen (Kitnijot), da sie mancherorts zu Mehl gemahlen und zu Brot verarbeitet werden. Am Vortag von Pessach ist das Essen von Mazza untersagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl das Essen als auch der Besitz von Chamez \u2013 Ges\u00e4uertem ist an Pessach untersagt, s. <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-torah-eine-deutsche-uebersetzung\/die-torah-bo\/#Kapitel_12\">Schmot 12,15<\/a>: \u201eSieben Tage sollt ihr unges\u00e4uertes Brot essen, doch am ersten Tag m\u00fcsst ihr den Sauerteig wegschaffen aus euren H\u00e4usern, denn alles, was Ges\u00e4uertes isst, dies Leben soll vertilgt werden aus Israel\u201c; und<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-torah-eine-deutsche-uebersetzung\/die-torah-bo\/#Kapitel_13\">Schmot 13,7<\/a>: \u201eUnges\u00e4uertes Brot soll gegessen werden diese sieben Tage; und es soll bei dir nichts Ges\u00e4uertes gesehen werden, und es soll bei dir kein Sauerteig gesehen werden in deinem ganzen Gebiet\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem darf man w\u00e4hrend der Pessach-Woche keinerlei Nutzen oder Gewinn aus Chamez ziehen: Man darf damit also keinen Handel treiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mazza ist eine Brotart, bei deren Herstellung jeglicher S\u00e4urungsprozess vermieden wird. Der gesamte Backprozess darf 18 Minuten nicht \u00fcbersteigen. Wenn die Mazza fertig ist, besteht keine S\u00e4urungsgefahr mehr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vorbereitungen auf Pessach<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Erstgeborene S\u00f6hne fasten am Vortag von Pessach als Ausdruck der Dankbarkeit gegen\u00fcber G-tt, der die Erstgeborenen der Bne Jisrael bei der zehnten Plage in \u00c4gypten verschonte. Fastenbeginn ist die Morgend\u00e4mmerung. F\u00e4llt der Vortag sonst auf einen Schabbat, wird das Fasten auf Donnerstag vorverlegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da das Mazza-Essen eine Mizwa ist, die ab dem Seder-Abend verpflichtend ist, darf am Pessach-Vortag keine Mazza gegessen werden, denn ansonsten w\u00fcrde diese Mizwa herabgesetzt.<br>Am Vortag von Pessach werden folgende Vorbereitungen abgeschlossen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>gr\u00fcndliche S\u00e4uberung von Wohnung\/Haus.<\/li>\n\n\n\n<li>Kaschern von Ofen\/Herd und eventuell Geschirr\/Besteck.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Man benutzt gesondertes Geschirr und Ger\u00e4te zu Pessach. F\u00fcr Pessach k\u00f6nnen nur Metalle und Glas koscher gemacht werden, jedoch kein Tongeschirr und Porzellan. Metalle, wie etwa Besteck, werden nach deren Reinigung in kochendes Wasser getaucht; Bratpfannen werden gegl\u00fcht; T\u00f6pfe werden bis zum Rand mit Wasser gef\u00fcllt und so zum Kochen gebracht, dass das Wasser \u00fcberl\u00e4uft. \u00d6fen werden zun\u00e4chst gr\u00fcndlich gereinigt und dann etwa eine Stunde auf h\u00f6chster Stufe angeschaltet.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bereitstellen von Pessach-Geschirr\/-Besteck und sonstigen Pessach-Utensilien.<\/li>\n\n\n\n<li>Vollziehen von Bedikat-Chamez am Vorabend des Pessach-Vortags (=13. Nissan) und Verbrennen der Chamez-Reste am Vormittag des Pessach-Vortags (=14. Nissan) (s.u.).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Chamez darf nur bis etwa 9.30 Uhr am Vortag von Pessach gegessen werden, das Verbot von Chamez beginnt am Mittag.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Abschlie\u00dfen der Planung und Eink\u00e4ufe f\u00fcr die Seder-Abende.<\/li>\n\n\n\n<li>Decken des Seder-Tischs.<\/li>\n\n\n\n<li>man geht zum Friseur, da w\u00e4hrend der Omer-Zeit der Brauch besteht, sich weder die Haare zu schneiden noch sich zu rasieren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Suche nach Chamez<\/h3>\n\n\n\n<p>Am Vorabend des 14. Nissan sucht man nach Einbruch der Nacht bei Kerzenlicht nach Chamez. [F\u00e4llt der erste Pessach-Tag auf einen Schabbat, findet die Chamez-Suche am Donnerstag-abend statt. Chamez wird am Freitag verbrannt, die Erkl\u00e4rung wird am Schabbatmorgen ge-sprochen.]Vor Beginn der Suche spricht man:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGelobt seist du, Ewiger, unser G-tt, K\u00f6nig der Welt, der uns durch seine Gebote geheiligt und uns befohlen hat, alles Chamez wegzur\u00e4umen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Baruch Ata HaSchem Elohenu Melech HaOlam Ascher Kidschanu BeMizwotaw WeZiwanu Al Biur Chamez<\/em>.\u201c Nach Abschluss der Suche spricht man:\u201eAller Sauerteig und alles ges\u00e4uerte Brot, das sich in meinem Besitz befindet, das ich nicht wahrgenommen und nicht wegger\u00e4umt habe, und das mir sonst unbekannt geblieben ist, soll als nicht vorhanden angesehen werden und dem Staub der Erde gleich sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Kol Chamira WaChamija De\u00b4ika WiReschuti DeLo Chamite UdeLo WiArte UDeLoJedana Le LiBatel WeLehewe Hefker KeAfra DeAr\u00b4a.<\/em>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Am Morgen des 14. Nissan verbrennt man das aufgefundene Chamez. Nach dem Verbrennen spricht man: \u201eAller Sauerteig und alles ges\u00e4uerte Brot, das sich in meinem Besitz befindet, das ich gesehen oder nicht gesehen, das ich wahrgenommen und das ich nicht wahrgenommen, das ich wegger\u00e4umt und das ich nicht wegger\u00e4umt habe, soll als nicht vorhanden angesehen werden und dem Staub der Erde gleich sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eKol Chamira WaChamija De\u00b4ika WiReschuti DaChasite UdeLo Chasite DeWiArte UdeLo WiArte LiBatel WeLehewe Hefker KeAfra DeAr\u00b4a.<\/em>\u201c<br>Eruw Tawschilin<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn einer der beiden ersten Tage Pessach auf einen Freitag fallen, wird vor Pessach-Beginn \u201eEruw Tawschilin\u201c gemacht, damit man das Recht hat, am Freitag (der ja eigentlich ein Feiertag ist, an dem man nicht f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag kochen darf) Essen f\u00fcr den Schabbat vorzubereiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Man legt gebratenes Fleisch, Fisch oder Ei auf eine ganze Mazza und spricht:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGelobt seist du, Ewiger, unser G-tt, K\u00f6nig der Welt, der uns durch seine Gebote geheiligt, und uns das Gebot des Eruw befohlen hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBaruch Ata HaSchem Elohenu Melech HaOlam Ascher Kidschanu BeMizwotaw WeZiwanu Al Mizwat Eruw.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDurch diesen Eruw sei es uns erlaubt, zu backen, zu kochen, die Speisen warm zu halten, zu braten, Lichter anzuz\u00fcnden, und alles N\u00f6tige f\u00fcr den Schabbat am Jom Tow zu verrichten, uns und allen, die in diesem Orte wohnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>BaHaden Eruwa Jehe Schare Lana LeMefe ULeWaschala ULeAtmana ULeAdlaka ScheRaga ULeMebad Kol Zorkana MiJoma Tawa LeSchabta Lanu ULekol HaDarim BaIr HaSot.<\/em>\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vorbereitungen auf den Seder-Abend<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Begriff \u201eSeder\u201c bedeutet \u201eOrdnung (der Feier)\u201c. Er erinnert daran, dass die beiden ersten Pessach-Abende eine Mahlzeit beinhalten, die nach einer besonderen Ordnung gestaltet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Seder wird ben\u00f6tigt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Koscherer Wein<\/strong> Man trinkt vier Becher Wein in Erinnerung an die vier Versprechen G-ttes:<br>\u201eIch (&#8230;) will euch wegf\u00fchren von den Lasten, die euch die \u00c4gypter auflegen.\u201c<br>\u201e(&#8230;) und ich will euch erretten von eurem Frondienst.\u201c<br>\u201e(&#8230;) ich will euch erl\u00f6sen mit ausgestrecktem Arm und durch gro\u00dfe Gerichte.\u201c<br>\u201eIch will euch annehmen zu meinem Volk.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-torah-eine-deutsche-uebersetzung\/die-torah-waera\/\">Schmot 6,5-7<\/a>)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mazzot<\/strong> Mazzot erinnern an die Eile, in der die Bne Jisrael \u00c4gypten verlassen mussten und nicht gen\u00fcgend Zeit hatten, ges\u00e4uertes Brot zu backen.<br>Man ben\u00f6tigt wenigstens drei Mazzot als Symbol f\u00fcr die drei Gruppen in Israel: Kohen, Levi, Israel. Diese drei Mazzot werden mit einer Decke bedeckt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Karpass<\/strong> \u2013 Gem\u00fcse (Petersilie, Radieschen oder Kartoffeln).<br>Karpass wird zu Beginn des Seders gegessen und erinnert an die \u201earmselige Mahlzeit\u201c, die die Bne Jisrael in \u00c4gypten a\u00dfen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Maror<\/strong> \u2013 Bitterkraut (Meerrettich). Es erinnert an die Bitterkeit, mit der die Bne Jisrael die Sklaverei erdulden mussten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Charosset<\/strong> \u2013 Gemisch aus \u00c4pfeln, N\u00fcssen, Zimt und Wein. Es symbolisiert den M\u00f6rtel, den die Bne Jisrael in \u00c4gypten herstellen mussten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Eine Schale mit Salzwasser<\/strong> steht f\u00fcr die Tr\u00e4nen, die die Bne Jisrael w\u00e4hrend der Sklaverei vergossen haben.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ein ger\u00f6steter Knochen<\/strong> steht f\u00fcr das Pessach-Opfer.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ein gekochtes Ei<\/strong> steht als Trauersymbol f\u00fcr die beiden zerst\u00f6rten Tempel.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ein besonderer Becher<\/strong> f\u00fcr Elijahu (\u201eKoss Elijahu\u201c). Die Erz\u00e4hlung \u00fcber den Propheten Elijahu findet sich im 1. und 2. K\u00f6nigebuch. Der \u00dcberlieferung zufolge ist er nicht gestorben, sondern auf einem Feuerwagen in den Himmel gefahren. Seitdem wartet man auf seine R\u00fcckkehr, da damit von manchen das Zeitalter des Messias ver-bunden wird. Der Weinbecher symbolisiert den Willkommensgru\u00df f\u00fcr den Propheten Elijahu.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Eine \u201e<a title=\"Die Haggadah\" href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-online-haggadah\/\">Haggada<\/a>\u201c<\/strong> (w\u00f6rtlich: \u201eErz\u00e4hlung\u201c). Dies ist das Buch mit der Erz\u00e4hlung \u00fcber die Ordnung des Seder-Abends.<\/li>\n\n\n\n<li>Manche stellen zus\u00e4tzlich <strong>Chasseret<\/strong> (Sellerie) auf den Tisch, das neben Maror als Bitterkraut gegessen wird]<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Etwa 20 Minuten vor Sonnenuntergang z\u00fcndet man die Festkerzen an und spricht dazu folgende Bracha:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGelobt seist du Ewiger, unser G-tt, K\u00f6nig der Welt, der uns durch seine Gebote geheiligt und uns befohlen hat, das Feiertagslicht anzuz\u00fcnden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Baruch Ata HaSchem Elohenu Melech HaOlam Ascher Kidschanu BeMizwotaw WeZiwanu LeHadlik Ner Schel Jom Tow.<\/em>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>An den ersten beiden Pessach-Abenden f\u00fcgt man hinzu:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGelobt seist du Ewiger, unser G-tt, K\u00f6nig der Welt, der uns Leben und Erhaltung gegeben und uns diese Zeit hat erreichen lassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBaruch Ata HaSchem Elohenu Melech HaOlam ScheHechejanu WeKijemanu WeHigijanu LaSman HaSe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Anordnung des Seder-Tellers<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ei<\/li>\n\n\n\n<li>KnochenMaror-Bitterkraut<\/li>\n\n\n\n<li>Karpass-Gem\u00fcse<\/li>\n\n\n\n<li>Charosset-\u00c4pfel-Gemisch<\/li>\n\n\n\n<li>Salzwasser<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die drei mit einer Decke bedeckten Mazzot stehen vor demjenigen, der den Seder leitet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eSfirat HaOmer\u201c \u2013 das Omer-Z\u00e4hlen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ab dem zweiten Seder-Abend erfolgt das Sfirat HaOmer (Omer-Z\u00e4hlen):<\/p>\n\n\n\n<p>Man z\u00e4hlt insgesamt sieben volle Wochen und verbindet somit das Pessach-Fest mit Schawu\u00b4ot (w\u00f6rtlich: Wochenfest, da ihm sieben abgez\u00e4hlte Wochen vorangehen).<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Zeit des Tempels wurde nach der Ernte ein gewisses Ma\u00df (=Omer) Gerste als Opfer dar-gebracht; anstelle des Opfers z\u00e4hlen wird heute die Tage dieser besonderen Opfergabe.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Z\u00e4hlen am Abend spricht man folgende Bracha:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGelobt seist du, Ewiger, unser G-tt, K\u00f6nig der Welt, der uns durch seine Gebote geheiligt und uns befohlen hat, das Omer zu z\u00e4hlen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBaruch Ata HaSchem Elohenu Melech HaOlam Ascher Kidschanu BeMizwotaw WeZiwanu Al Sfirat HaOmer.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dann sagt man, welcher Tag des Z\u00e4hlens anbricht und wie viele Tage und Wochen dies sind; z.B. \u201eheute sind f\u00fcnf Tage im Omer\u201c oder \u201eheute sind neun Tage im Omer, das sind eine Woche und zwei Tage im Omer\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles Wissenswerte \u00fcber das Pessach-Fest zusammengefasst.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":283,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[50],"tags":[122],"class_list":["post-281","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pessach","tag-pessach"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/mazzot.gif?fit=461%2C458&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=281"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/281\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10443,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/281\/revisions\/10443"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}