{"id":3097,"date":"2018-06-05T21:19:09","date_gmt":"2018-06-05T19:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=3097"},"modified":"2024-05-08T10:18:23","modified_gmt":"2024-05-08T08:18:23","slug":"kitzur-schulchan-aruch-kapitel-18-bis-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/kitzur-schulchan-aruch-kapitel-18-bis-23\/","title":{"rendered":"Kitzur Schulchan Aruch &#8211; Kapitel 18 bis 23"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"100\" height=\"140\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Shlomo_Ganzfried.jpg?resize=100%2C140&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3056\"\/><\/figure><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><em>Die \u00dcbersetzung des Kitzur Schulchan Aruch von Schlomoh Ganzfried auf talmud.de<\/em> <br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"><strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/der-kitzur-schulchan-aruch\/\">Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 18.&nbsp; Vorschriften f\u00fcr das Schemone-Esre-Gebet.<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Enth\u00e4lt 22 Paragraphen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a71.<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Zeit des Morgengebetes: Die Mizwa ist, dasselbe mit dem Aufgang der Sonne zu beginnen, wie geschrieben (Ps. 72,5), sie nahen Dir voll Ehrfurcht beim Aufgang der Sonne; geschehenenfalls hat man seine Pflicht erf\u00fcllt, wenn man bereits nach Beginn der Morgenr\u00f6te gebetet hat. Die Zeit erstreckt sich bis zu einem Drittel des Tages; l\u00e4nger darf man nicht z\u00f6gern; dennoch, geschehenenfalls, wenn man \u00fcbertreten und l\u00e4nger gez\u00f6gert, selbst mutwillig, kann man bis zur H\u00e4lfte des Tages beten; wenn man auch nicht den Lohn wie f\u00fcr ein Gebet zur rechten Zeit daf\u00fcr hat, so ist f\u00fcr das Gebet doch Lohn bestimmt. Hat jemand mutwillig bis zur H\u00e4lfte des Tages gewartet und nicht gebetet, so kann er es nicht mehr ersetzen, und davon hei\u00dft es (Koh. 1,15), Fehlendes kann nicht mitgez\u00e4hlt werden. Wenn jemand aus Versehen oder durch Verhinderung vers\u00e4umt hat, wird Kap. 21 erl\u00e4utert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a72.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man zu \u05ea\u05d4\u05dc\u05d5\u05ea \u05dc\u05d0\u05f3 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05df gekommen, stehe man auf und bereite sich zum Schemone-Esre-Gebet vor, entferne Speichel und Schleim und jede Sache, die seine Andacht st\u00f6ren k\u00f6nnte, gehe drei Schritte r\u00fcckw\u00e4rts und sage ..\u05ea\u05d4\u05dc\u05d5\u05ea \u05dc\u05d0\u05f3 \u05e2\u05dc\u05d9\u05df bis \u05d2\u05d0\u05dc \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc und kehre dann drei Schritte nach vorn zur\u00fcck, wie man einem K\u00f6nig naht und vor ihn hintritt. Man unterbreche nicht zwischen \u05d2\u05d0\u05dc \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc und Schemone-Esre, selbst nicht f\u00fcr Kaddisch, Keduscha und Barechu, weil man die Erl\u00f6sung mit dem Gebet verbinden soll. Es ist gut, es ein zurichten, die Beracha \u05d2\u05d0\u05dc \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc gleichzeitig mit dem Vorbeter zu vollenden; denn, wenn man zuerst schlie\u00dft und nachher der Vorbeter, ist zweifelhaft, ob man auf die Beracha des Vorbeters mit \u05d0\u05de\u05df antworten soll oder nicht; wenn man aber selbst auch gleichzeitig die Beracha zu Ende spricht, braucht man bestimmt nicht mit \u05d0\u05de\u05df zu antworten, da man auf die eigene Beracha nicht \u05d0\u05de\u05df sagt (siehe oben Kap. 6 \u00a7 11). Beim Maariv-Gebet, da die Beracha vor Schemone-Essre nicht mit \u05d2\u05d0\u05dc \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc schlie\u00dft, darf man wie sonst zwischen einem Abschnitt und dem anderen unterbrechen. \u2014 Vor Schemone-Esre sagt man den Vers (Ps. 51,17), Ewiger, \u00f6ffne meine Lippen . . .; das ist keine Unterbrechung, denn er geh\u00f6rt zum Gebet; aber den Vers (Deut. 32,3), wenn ich den Namen des Ewigen anrufe, sage man nicht, nur bei Mussaf und Mincha spreche man ihn vor \u05d4 \u05e9\u05e4\u05ea\u05d9 \u05ea\u05e4\u05ea\u05d7<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a73.<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Betende soll wissen, dass die Gegenwart des Ewigen vor ihm ist, wie geschrieben steht (Echa 2,19), gie\u00dfe wie Wasser dein Herz aus vor dem Angesicht des Ewigen. Er erwecke seine Andacht und entferne alle ihn st\u00f6renden Gedanken, so dass sein Denken und Sinnen beim Gebet lauter verbleibe; er stelle sich vor, dass, wenn er vor einem K\u00f6nig von Fleisch und Blut zu reden h\u00e4tte, er sicherlich seine Worte ordnen und sie gut \u00fcberlegen w\u00fcrde, um nicht zu straucheln, um so mehr muss man vor dem K\u00f6nig \u00fcber alle K\u00f6nige, dem Heiligen, gelobt sei Er, muss man vor Ihm seine Gedanken ordnen; denn vor Ihm, gepriesen sei Sein Name, ist das Denken gleich dem Sprechen, und alle Gedanken pr\u00fcft Er. Vor dem Gebet denke man an die Gr\u00f6\u00dfe Gottes, gepriesen sei Sein Name, und die Schw\u00e4che des Menschen und entferne alle irdischen L\u00fcste aus seinem Herzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a74.<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Betende muss sich im Herzen den Sinn der Worte, die er mit seinen Lippen ausspricht, vergegenw\u00e4rtigen; so hei\u00dft es (Ps. 10,17), Du achtest auf ihr Herz, Dein Ohr vernimmt. Es sind bereits viele Gebetb\u00fccher mit deutscher Erkl\u00e4rung gedruckt worden, so dass jeder Mensch lernen und verstehen kann, was er betet. Wenn man sich den Sinn der Worte nicht vergegenw\u00e4rtigen kann, so denke man wenigstens w\u00e4hrend des Gebetes Dinge, die das Herz dem\u00fctigen und seinen Sinn seinem Vater im Himmel zuwenden; wenn einem ein fremder Gedanke w\u00e4hrend des Gebetes aufsteigt, schweige man und warte, bis der Gedanke sich verfl\u00fcchtigt hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a75.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man stelle die F\u00fc\u00dfe nebeneinander, als ob sie nur ein Fu\u00df w\u00e4ren, um sich den Engeln \u00e4hnlich zu machen, von denen es hei\u00dft (Jech. 1,7), ihre F\u00fc\u00dfe ein grader Fu\u00df, das hei\u00dft, ihre F\u00fc\u00dfe erscheinen wie ein Fu\u00df; man neige sein Haupt etwas nach unten und schlie\u00dfe die Augen, um nicht irgendeinen Gegenstand zu betrachten; und wenn man aus einem Gebetbuch betet, entferne man die Augen nicht davon. Man lege seine H\u00e4nde auf sein Herz, die Rechte auf die Linke, und bete mit ganzem Herzen, mit Beben, Ehrfurcht und Demut wie ein an der T\u00fcr stehender Armer; man spreche die Worte achtsam und genau mit seinem Munde aus, und jeder bete seinem Ritus gem\u00e4\u00df, sei es der von Aschkenas oder der von Sephard oder, ein \u00e4hnlicher; alle sind sie auf heilige Berge gegr\u00fcndet; aber man vermenge nicht Worte von einem Ritus in den anderen; denn in jeder Pr\u00e4gung sind die Worte auf Grund tiefer Erw\u00e4gungen gez\u00e4hlt und bestimmt, so dass man weder hinzuf\u00fcgen noch davon wegnehmen darf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a76.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man achte darauf, leise zu beten; nur h\u00f6re man selbst, was man sagt, aber der N\u00e4chste, der neben einem steht, vernehme nicht die Stimme, wie es von Chana hei\u00dft (I Sam. 1,13), nur ihre Lippen bewegten sich, aber ihre Stimme wurde nicht vernommen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a77.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man lehne sich nirgends an, nicht einmal leicht sich st\u00fctzend; wenn jemand leidend ist, darf er auch im Sitzen oder im Liegen beten, nur muss er Andacht haben k\u00f6nnen; wenn er nicht mit dem Munde beten kann, so denke er wenigstens sein Gebet im Herzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a78.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man halte w\u00e4hrend des Sehemone-Esre-Gebetes nur das Gebetbuch oder das Machsor in der Hand, wenn man es braucht. Man soll vorher die Stellen, an denen man zu beten hat, im Gebetbuch oder im Machsor bezeichnen, damit man nicht mitten im Gebet zu suchen braucht. Es trenne einen kein Gegenstand von der Wand, so hei\u00dft es (Jes. 38,2), Chiskijahu wandte sein Angesicht zur Wand und betete. Eine Trennung wird ein Gegenstand nur dann genannt, wenn er zehn Handbreiten hoch und vier (auf vier) Handbreiten breit ist; ein kleiner Gegenstand aber wird nicht als Trennung betrachtet; und selbst ein solcher Gegenstand, der feststeht, wie ein Schrank oder eine Lade, wird nicht als Trennung angesehen; ein Mensch trennt auch nicht. Im Notfall braucht man darauf \u00fcberhaupt nicht zu achten, wenn man die Augen schlie\u00dft oder aus dem Gebetbuch betet, damit einem die Andacht nicht gest\u00f6rt wird. Ebenso bete man nicht einem Bild gegen\u00fcber; wenn es sich so gef\u00fcgt hat, dass man einem bemalten Tuch oder einer bemalten Wand gegen\u00fcber betet, schlie\u00dfe man die Augen; vor einem Spiegel darf man selbst mit geschlossenen Augen nicht beten. Man bete nicht auf einem offenen Platz, wie auf einem Felde; denn, wenn man sich in einem geschlossenen Raum aufh\u00e4lt, f\u00e4llt auf einen die Furcht vor dem K\u00f6nig, dass einem das Herz zerknirscht und dem\u00fctig wird; wenn man sich auf dem Wege befindet, darf man auch auf dem Felde beten, wom\u00f6glich bete man dann zwischen B\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a79.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man sto\u00dfe nicht auf und g\u00e4hne nicht (\u05d2\u05d4\u05d5\u05e7 bedeutet: zuweilen bringt der Mensch infolge von S\u00e4ttigung einen Hauch mit dem Geschmack der Speise, die er gegessen, aus seinem Inneren in seinen Mund; manche sagen: infolge von M\u00fcdigkeit den K\u00f6rper und die Arme recken. \u05e4\u05d4\u05d5\u05e7 bedeutet: den Mund weit zu \u00f6ffnen, wie ein Mensch, der schlafen will oder vom Schlaf aufsteht). Wenn man es notgedrungen tun muss, lege man die Hand auf den Mund, dass seine \u00d6ffnung nicht gesehen wird. Ebenso darf man nicht ausspeien; wenn einem Speichel in den Mund kommt und einem sehr unangenehm ist, dass man im Gebet gest\u00f6rt wird, nehme man ihn in ein Tuch oder in das Gewand auf; ist einem das widerlich, so wende man sich nach links und speie nach hinten aus, kann man nicht nach hinten, so speie man nach links aus; kann man nicht nach links, speie man nach rechts. Wenn ein Insekt einen sticht, fasse man die Kleider an, um es zu entfernen, damit die Andacht nicht gest\u00f6rt wird, aber man entferne es nicht mit der Hand. Wenn einem das Talit heruntergleitet, kann man es wieder zur\u00fcckbringen, sogar wenn der gr\u00f6\u00dfte Teil heruntergefallen; wenn es aber ganz heruntergefallen, darf man sich nicht damit einh\u00fcllen, das w\u00e4re eine Unterbrechung. Wenn ein heiliges Buch vor einem zur Erde gefallen ist, und man wird dadurch in seiner Andacht gest\u00f6rt, darf man es zwischen einer Beracha und der anderen aufheben. Alles, was w\u00e4hrend des Schemone-Esre-Gebetes verboten ist, ist verboten, bis man die Schritte r\u00fcckw\u00e4rts gemacht hat, (nur bez\u00fcglich einer Unterbrechung ist, wie in \u00a7 15 ausgef\u00fchrt wird, ein Unterschied.)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a710.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man stehe mit seinem Angesicht dem Lande Israel zugewandt, so hei\u00dft es (I K\u00f6n. 8,48), sie werden zu Dir beten, ihrem Lande zugewandt; man wende sich auch in Gedanken nach Jeruschalaim, zum Heiligtum und zum Allerheiligsten. Darum m\u00fcssen wir in unseren L\u00e4ndern, die wir im Westen von Erez Israel wohnen, mit dem Angesicht nach Osten stehen (nicht genau nach Osten, sondern schr\u00e4g nach S\u00fcdosten; siehe Tore sahab und Magen Abraham im Namen des Lebusch). Die im Norden von Erez Israel wohnen, wenden sich nach S\u00fcden; die im Osten wohnen, nach Westen; und die im S\u00fcden wohnen, nach Norden; findet sich, ganz Israel wendet sich in seinem Gebet nach einem Orte, das ist nach Jeruschalaim und dem Allerheiligsten, hin; denn dort ist das Tor des Himmels, durch welches alle Gebete emporsteigen; darum wird das Allerheiligste \u05ea\u05dc\u05e4\u05d9\u05d5\u05ea (Turm der M\u00fcnder) genannt, wie geschrieben (Schir 4,4), gleich Davids Feste ist Dein Hals, erbaut zur Waffenburg, als Turm, zu dem sich jeder hinwendet. Wenn man an einem Ort betet, an dem man die Richtung zum Lande Israel hin nicht bestimmen kann, wende man sein Herz zu seinem Vater im Himmel, so hei\u00dft es (I K\u00f6n. 8,44), sie werden zum Ewigen beten. Wenn man nach Norden oder nach S\u00fcden steht und erinnert sich mitten in Schemone-Esre, dass man nicht richtig steht, hebe man seine F\u00fc\u00dfe nicht auf, sondern wende sein Gesicht nach Osten; und wenn man das nicht kann, oder man steht nach Westen, vollende man sein Gebet so und wende sein Herz zum Allerheiligsten, hebe aber seine F\u00fc\u00dfe nicht auf. Ebenso, wenn man an einem Ort betet, an dem sich im Osten Bilder befinden, bete man nach einer anderen Seite, wenn auch nicht nach Osten gewandt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a711.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man muss viermal in Sehemone-Esre die Knie beugen und sich verneigen: am Anfang und am Ende der ersten Beracha und am Anfang und am Ende der Beracha Modim. Wenn man \u05d1\u05e8\u05d5\u05da sagt, beugt man die Knie, wenn man \u05d0\u05ea\u05d4 sagt, verneigt man sich so tief, dass die Erh\u00f6hungen der Wirbel des R\u00fcckgrates hervortreten, und auch das Haupt beuge man; und ehe man den Schem sagt, richtet man sich langsam auf (auf Grund des Verses (Ps. 146,8), der Ewige richtet die Gebeugten auf). Ebenso beugt man die Knie und verneigt man sich bei Modim und richtet sich auf, bevor man den Schem sagt. Man b\u00fccke sich nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig, das hei\u00dft, bis sich der Mund dem G\u00fcrtel gegen\u00fcber befindet; das w\u00e4re eine Form von Hochmut. F\u00fcr einen Greis oder einen Kranken, den das B\u00fccken anstrengt, gen\u00fcgt, wenn er den Kopf verneigt. Man darf bei den anderen Berachot keine Verneigungen hinzuf\u00fcgen, weder am Anfang noch am Ende.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a712.<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach Schemone-Esre sagt man&#8230; \u05d0\u05f3 \u05e0\u05e6\u05e8\u05e8 und vor&#8230;\u05e2\u05d5\u05e9\u05d4 \u05e9\u05dc\u05d5\u05dd b\u00fcckt man sich und geht drei (nicht mehr) Schritte r\u00fcckw\u00e4rts, wie ein Knecht, der sich von seinem Herrn verabschiedet; die Schritte seien mittelgro\u00df, wenigstens, dass man die gro\u00dfe Zehe hinter die Ferse setze, man mache keine gro\u00dfen Schritte und gehe nicht mehr als drei Schritte; man gehe zuerst mit dem linken Fu\u00df, dann mit dem rechten, und dann wieder mit dem linken; und w\u00e4hrend man noch geb\u00fcckt ist; wende man sein Gesicht nach links, das ist rechts der Schechina, die zur Zeit des Gebetes und&nbsp;&nbsp; beim Ausgang aus dem Gebet einem gegen\u00fcber ist, und sage, ,,Er, der Frieden stiftet in Seinen H\u00f6hen\u201c; dann wende man sein Gesicht nach rechts, das ist links der Schechina, und sage ,,Er stifte Frieden \u00fcber uns\u201c; dann verneige man sich nach vorn und sage \u05f4und \u00fcber ganz Israel; sprechet \u05d0\u05de\u05df\u201c. Dann richtet man sich auf und sagt \u05f4M\u00f6ge es wohlgef\u00e4llig sein&#8230;. dass der Tempel gebaut werde&#8230;&#8220; Denn das Gebet ist anstelle des Opferdienstes; darum beten wir f\u00fcr die Erbauung des Tempels, damit wir, bald in unseren Tagen, den Opferdienst selbst ausf\u00fchren k\u00f6nnen; und der Grund, dass man zuerst mit dem linken Fu\u00df r\u00fcckw\u00e4rts geht, ist: weil der Mensch beim Gehen gew\u00f6hnlich den rechten Fu\u00df zuerst aufhebt, darum hebe man hierzu erst den linken auf, um zu zeigen, dass es einem schwer f\u00e4llt, vom Allgegenw\u00e4rtigen, gelobt sei Er, hinweg zu gehen. Darum hebe ein Linksf\u00fc\u00dfiger seinen linken Fu\u00df, der bei anderen Menschen der rechte ist, zuerst auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a713.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wo die Schritte zu Ende sind, bleibe man mit geschlossenen F\u00fc\u00dfen wie beim Gebet stehen und wende sein Gesicht nicht nach Westen und kehre nicht an seine Stelle zur\u00fcck, bis der Vorbeter bei der Keduscha h\u00e4lt; ebenso, wenn man allein betet, bleibe man gleich dieser Zeit stehen. Wenn der Raum eng und beschr\u00e4nkt ist und ebenso wenn man Piutim sagt, kehrt man zur\u00fcck, wenn der Vorbeter mit dem Gebet beginnt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a714.<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Schemone-Esre-Gebetes gebe man kein Zeichen mit den Augen, verziehe nicht die Lippen, deute nicht mit den Fingern und unterbreche nicht einmal f\u00fcr Kaddisch, Keduscha und Barechu, sondern schweige und beherzige das, was der Vorbeter und die Gemeinde sprechen; das wird einem angerechnet, als h\u00e4tte man geantwortet, insofern, dass man befreit ist, und doch wird es nicht als Unterbrechung betrachtet<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a715.<\/h2>\n\n\n\n<p>Aber im Gebete &#8230;\u05d0\u05f3 \u05e0\u05e6\u05d5\u05e8 darf man f\u00fcr die Dinge unterbrechen, f\u00fcr die man in der Mitte eines Abschnittes in den Berachot vom Schmalesen und im Schmalesen (oben Kap. 16) unterbrechen darf. Dennoch sage man, wenn m\u00f6glich, zuerst \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df und wenn au\u00dferdem m\u00f6glich, gehe man auch drei Schritte zur\u00fcck. Manche haben den Gebrauch, gleich nach \u05d4\u05de\u05d1\u05e8\u05da \u05d0\u05ea \u05e2\u05de\u05d5 \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05d1\u05e9\u05dc\u05d5\u05dd den Vers . .. \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df zu sagen, dann sprechen sie &#8230; \u05d0\u05f3 \u05e0\u05e6\u05d5\u05e8 und noch einmal &#8230; \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df; das ist richtig so, und es scheint mir, dass man auf diese Weise im Gebet \u05d0 \u05e0\u05e6\u05d5\u05e8 um mit jedem \u05d0\u05de\u05df zu antworten, unterbrechen darf. Manche sagen, bevor man den Vers \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df spricht, sei gut, einen Vers aus der Thora oder den Propheten oder den anderen heiligen Schriften, der mit dem Anfangsbuchstaben des Namens des Betenden anf\u00e4ngt und mit dem Schlu\u00dfbuchstaben desselben aufh\u00f6rt, zu sagen (Elijahu rabba im Namen von \u05db\u05e0\u05e4\u05d9 \u05d9\u05d5\u05e0\u05d4); es scheint mir, wer \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df zweimal sagt, spreche seinen Namensvers erst vor dem zweiten \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a716.<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist bereits in Kap. 12 \u00a7 3 erkl\u00e4rt worden, dass, wenn man im geringsten auch nur die Empfindung hat, man m\u00fcsse seine Bed\u00fcrfnisse verrichten, man nicht beten d\u00fcrfe, bis man sich gereinigt hat. Und gewiss darf man sich beim Schemone-Esre-Gebet nicht zum Beten hinstellen, wenn man die Empfindung hat, man m\u00fcsse seine Bed\u00fcrfnisse verrichten, bis man sich gereinigt hat. Wenn man aber vorher nichts wahrgenommen hat, und nachher f\u00fchlt man w\u00e4hrend des Schemone-Esre-Gebetes, dass man seine Bed\u00fcrfnisse, sei es Entfernung von Unrat oder von Abwasser, verrichten muss, so halte man sich zur\u00fcck, bis man Sehemone-Esre vollendet hat und unterbreche nicht; selbst wenn die Empfindung stark ist, halte man sich doch so lang wie m\u00f6glich zur\u00fcck und unterbreche nicht, mitten in Schemone-Esre hinauszugehen, bis man mit \u05d4\u05de\u05d1\u05e8\u05da \u05d0\u05ea \u05e2\u05de\u05d5 \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05d1\u05e9\u05dc\u05d5\u05dd geschlossen hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a717.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man f\u00fchlt, dass man eine Bl\u00e4hung haben wird, und man kann sie nicht zur\u00fcckhalten, \u2014 wenn man zu Hause betet, gehe man vier Ellen r\u00fcckw\u00e4rts oder nach den Seiten, um die Bl\u00e4hung zu entfernen, und warte, bis der schlechte Geruch zu Ende; dann kehre man an seine Stelle zur\u00fcck und spreche: Herr der Welten, Du hast uns mit vielen \u00d6ffnungen und H\u00f6hlungen erschaffen; vor Dir ist unsere Schande und Schmach bekannt und offenbar, Schande und Schmach, so lang wir leben, Motte und Gew\u00fcrm, wenn wir tot sind; und vollende sein Gebet. Wenn man die Bl\u00e4hung notgedrungen an seiner Stelle gehabt hat, und ebenso, wenn man mit der Gemeinde betet und sich sch\u00e4men w\u00fcrde, sich r\u00fcckw\u00e4rts zu entfernen, braucht man sich nicht zu entfernen und auch nicht \u05e8\u05d9\u05d1\u05d5\u05df zu sprechen, sondern warte, bis der Geruch zu Ende, und vollende sein Gebet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a718.<\/h2>\n\n\n\n<p>Innerhalb der vier Ellen eines Schemone-Esre Betenden darf man nicht sitzen, sei es vor ihm oder hinter ihm oder an den Seiten; wenn sich aber der Sitzende ebenfalls mit etwas, was zur Gebetordnung geh\u00f6rt, besch\u00e4ftigt, ist es erlaubt, manche erleichtern, dass selbst, wenn man sich nicht mit Worten des Gebetes besch\u00e4ftigt, sondern Thora mit dem Mund lernt, man sich nicht zu entfernen brauche. Wer das Wort des Ewigen f\u00fcrchtet, sitzt nicht vor einem Schemone-Esre Betenden, so weit er ihn sehen kann, auch wenn er selbst das Schma liest; hinter ihm und an den Seiten braucht man nicht zu erschweren; stehen darf man immer, auch vor ihm.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a719.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn der Sitzende ein schwacher Mensch ist, braucht man ihm nicht zu wehren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a720.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn der Sitzende bereits vorher sa\u00df, und dann kam der andere und stellte sich neben ihn oder vor ihm zum Beten hin, so dass sich der Sitzende hinter ihm befindet, braucht er nicht aufzustehen, weil der andere in sein Gebiet gekommen ist; wenn er sich aber hinter ihm zum Beten hingestellt hat, so dass sich der Sitzende vor ihm befindet, soll dieser sich in Acht nehmen und aufstehen. All dies gilt, wenn man zu Hause betet; wenn man aber in einem Raum betet, der f\u00fcr ein festes Minjan bestimmt ist, und um so mehr in der Synagoge, die f\u00fcr jeden bestimmt ist, da zu beten, muss man aufstehen, wenn man auch bereits vorher sa\u00df, weil der Raum f\u00fcr jeden zum Beten bestimmt ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a721.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man darf nicht innerhalb vier Ellen vor einem Schemone-Esre Betenden vor\u00fcbergehen. Wenn darum jemand betet und sein Gebet vollendet hat, und ein anderer steht hinter ihm und betet und ist noch nicht fertig, gehe der Vordere nicht die Schritte r\u00fcckw\u00e4rts, weil es so w\u00e4re, als ginge er vor einem Betenden vor\u00fcber. An den Seiten und gewiss hinter ihm vor\u00fcberzugehen, ist erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a722.<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Betrunkener, der vor einem gro\u00dfen, angesehenen Manne nicht sprechen k\u00f6nnte, darf nicht beten; h\u00e4tte er dies \u00fcbertreten und doch gebetet, so ist sein Gebet ein Gr\u00e4uel, und er muss noch einmal beten, wenn der Einfluss des Weines von ihm gewichen. Wenn inzwischen die Zeit des Gebetes vor\u00fcbergegangen, ersetzt er es beim n\u00e4chsten Gebet gleich der Vorschrift f\u00fcr einen, der aus Versehen oder infolge einer Verhinderung (weiter Kap. 21) nicht gebetet hat. (Die Vorschriften f\u00fcr das Gebet einer abgesonderten Frau siehe weiter Ende Kap. 153.)<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 19 \u2013 Die Vorschriften f\u00fcr \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7, \u05d8\u05dc \u05d5\u05de\u05d8\u05e8, \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d1\u05d0 &nbsp;und \u05e2\u05e0\u05e0\u05d5.<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a71.<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Winter sagt man \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 \u05d5\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d2\u05e9\u05dd, man f\u00e4ngt damit in Mussaf von Schemini-Azeret an, und zwar ruft der Synagogendiener vorher \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 \u05d5\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d2\u05e9\u05dd aus. Wenn er es nicht ausgerufen h\u00e4tte, sagt man es in diesem Falle in der leisen Mussaf-Schemone-Esre noch nicht. Ein Kranker, der allein zu Hause betet, oder Leute in D\u00f6rfern, die kein Minjan haben, sollen mit dem Mussafgebet bis zu der Stunde warten, da man in den St\u00e4dten bereits Mussaf gebetet hat; dann sollen auch sie Mussaf beten und es sagen. \u2014 Man sagt es bis Mussaf am ersten Tag Pessach; das hei\u00dft, die Gemeinde und auch der Vorbeter sagen es noch im leisen Gebet; bei der Wiederholung des Gebetes aber unterl\u00e4sst der Vorbeter, es zu sagen; und dann sagt es auch die Gemeinde nicht mehr in Mincha, da sie vom Vorbeter bereits vernommen, dass er unterlassen hat, es zu sagen. Wer allein betet, bete in diesem Fall das Mussafgebet recht fr\u00fch, so dass der Vorbeter in den St\u00e4dten noch nicht aufgeh\u00f6rt hat, es zu sagen; denn wer betet, nachdem der Vorbeter bereits aufgeh\u00f6rt hat, es in Mussaf zu sagen, sagt es nicht mehr. An manchen Orten sagen sie im Sommer \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 \u05d5\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d8\u05dc so rufe der Synagogendiener vor Mussaf am ersten Tag Pessach aus; dann fangen sie schon im leisen Mussafgebet so an und unterlassen, \u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d2\u05e9\u05dd zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a72.<\/h2>\n\n\n\n<p>Hat man sich geirrt und \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d5\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d2\u05e9\u05dd nicht gesagt, wenn man sich erinnert, bevor man die Beracha \u05de\u05d7\u05d9\u05d4 \u05d4\u05de\u05ea\u05d9\u05dd gesagt hat, spricht man es da, wo man sich erinnert, nur sei es nicht in der Mitte eines Satzes; wenn es einem z. B. nach den Worten \u05f4und Er h\u00e4lt die Treue&#8220; einf\u00e4llt, sage man auch noch \u05f4denen, die im Staube schlummern&#8220; und spreche \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 und dann \u05de\u05d9\u05db\u05de\u05d5\u05da; wenn man will, kann man das Ganze wiederholen \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 \u05d5\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d2\u05e9\u05dd \u05de\u05db\u05dc\u05db\u05dc \u05d7\u05d9\u05d9\u05dd \u2014 Wenn man sich aber erst erinnert, nachdem man die Beracha \u05de\u05d7\u05d9\u05d4 \u05d4\u05de\u05ea\u05d9\u05dd geschlossen hat, muss man zum Anfang des Schemone-Esre-Gebetes zur\u00fcckkehren, (und es gen\u00fcgt nicht, dass man bei \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d2\u05d1\u05d5\u05e8 anf\u00e4ngt; denn die drei ersten Berachot werden in der Beziehung wie eine betrachtet, dass, wenn man eine Beracha nicht richtig geschlossen hat, man zum Anfang des Gebetes zur\u00fcckkehren muss.) Hat man sich in Maariw oder Schacharit oder Mussaf vom ersten Tag Pessach geirrt und es nicht gesagt, braucht man nicht zu wiederholen (Derech hachaim).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a73.<\/h2>\n\n\n\n<p>H\u00e4tte man sich an Orten, wo man im Sommer \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 \u05d5\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d8\u05dc sagt, geirrt und auch im Winter so gesprochen, wenn man sich erst erinnert, nachdem man bereits &#8218;\u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d4 gesagt hat, schlie\u00dfe man die Beracha \u05de\u05d7\u05d9\u05d4 \u05d4\u05de\u05ea\u05d9\u05dd ; und man braucht, wegen der Erw\u00e4hnung des Regens nicht zu wiederholen, da man schon den Tau erw\u00e4hnt hat. Wenn man sich aber erinnert, ehe man den Schem ausgesprochen, sagt man, wo ein Satz zu Ende, \u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d2\u05e9\u05dd<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a74.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man sich im Sommer geirrt und \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 \u05d5\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d2\u05e9\u05dd gesagt h\u00e4tte, wenn man sich erinnert, bevor man die Beracha \u05de\u05d7\u05d9\u05d4 \u05d4\u05de\u05ea\u05d9\u05dd gesprochen, f\u00e4ngt man noch einmal &#8230; \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d2\u05d1\u05d5\u05e8 an (das ist nicht als neuer Beginn zu betrachten, sondern geschieht, damit die Beracha erkenntlich gemacht wird, dass man in ihr nicht \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 \u05d5\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d2\u05e9\u05dd sagt). Wenn man sich aber erst erinnert, nachdem man \u05de\u05d7\u05d9\u05d4 \u05d4\u05de\u05ea\u05d9\u05dd geschlossen hat, kehre man zum Anfang von Schemone-Esre zur\u00fcck. Wenn man nur \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 aber nicht \u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05d4\u05d2\u05e9\u05dd gesagt hat, schadet es nichts, und man f\u00e4hrt fort . .. \u05de\u05db\u05dc\u05db\u05dc \u05d7\u05d9\u05d9\u05dd. Wenn man sich in Maariw oder Schacharit von Schemini-Azeret geirrt und es gesagt h\u00e4tte, braucht man nicht noch einmal anzufangen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a75.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man beginnt \u05d8\u05dc \u05d5\u05de\u05d8\u05e8 im Maariw-Gebet des sechzigsten Tages von der Tekuphat Tischri an zu sagen, das ist am f\u00fcnften oder (im Dezember vor einem 29. Februar) sechsten Dezember, und sagt es bis Pe\u00dfach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a76.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man sich geirrt und \u05d8\u05dc \u05d5\u05de\u05d8\u05e8 nicht gesagt hat, wenn man sich erinnert, bevor man die Beracha \u05de\u05d1\u05e8\u05da \u05d4\u05e9\u05e0\u05d9\u05dd geschlossen hat, sagt man dort ,,und gib Tau und Regen zum Segen auf die Fl\u00e4che der Erde und s\u00e4ttige uns . . .&#8220; und schlie\u00dft, wie vorgeschrieben; wenn man sich aber erst erinnert, nachdem man die Beracha geschlossen hat, betet man weiter und sagt in der Beracha \u05e9\u05de\u05e2 \u05e7\u05d5\u05dc\u05d9\u05e0\u05d5 nach \u05d0\u05dc \u05ea\u05e9\u05d9\u05d1\u05e0\u05d5und gib Tau und Regen zum Segen; denn Du erh\u00f6rst. . .\u201c Und selbst, wenn man sich da noch nicht erinnert hat, bis man bereits \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d0\u05ea\u05d4 gesagt, kann man, solange man den Schem noch nicht gesagt, noch \u05f4und gib Tau und Regen zum Segen, denn Du erh\u00f6rst . . .\u201c sagen. Wenn man sich aber erst erinnert, nachdem man die Beracha \u05e9\u05d5\u05de\u05e2 \u05ea\u05e4\u05dc\u05d4 geschlossen, f\u00e4ngt man noch einmal bei .. . \u05d1\u05e8\u05da \u05e2\u05dc\u05d9\u05e0\u05d5 an. Wenn man sich erst erinnert, nachdem man den Schlu\u00dfvers . . . \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df gesprochen, f\u00e4ngt man Schemone-Esre noch einmal von vorne an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a77.<\/h2>\n\n\n\n<p>Hat man sich im Sommer geirrt und \u05d8\u05dc \u05d5\u05de\u05d8\u05e8 gesagt, f\u00e4ngt man noch einmal &#8230; \u05d1\u05e8\u05da \u05e2\u05dc\u05d9\u05e0\u05d5 an; wenn man sich aber erst erinnert, nachdem man den Vers \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df gesagt, f\u00e4ngt man Schemone-Esre von vorne an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a78.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man im Zweifel ist, ob man \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 gesagt hat oder nicht, wenn es nach drei\u00dfig Tagen ist, dass man schon neunzigmal wie vorgeschrieben gebetet hat, ist anzunehmen, dass man auch jetzt gewohnheitsm\u00e4\u00dfig wie vorgeschrieben gebetet hat; aber innerhalb von drei\u00dfig Tagen muss man noch einmal beten; ebenso, wenn man bei \u05d8\u05dc \u05d5\u05de\u05d8\u05e8 im Zweifel ist, nachdem man bereits neunzig Gebete wie vorgeschrieben gebetet hat, nehmen wir an, dass man auch jetzt wie vorgeschrieben gebetet hat; vorher m\u00fcsste man noch einmal beten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a79.<\/h2>\n\n\n\n<p>Hat man sich in Maariw der ersten Nacht Pessach geirrt und Schemone-Esre-Gebet von Wochentag angefangen und erinnert sich, nachdem man \u05d1\u05e8\u05da \u05e2\u05dc\u05d9\u05e0\u05d5 beginnen, so dass man nach der Vorschrift (wie weiter in Kap. 76 vorkommt) jene ganze Beracha zu Ende sagen muss, spricht man nicht \u05d8\u05dc \u05d5\u05de\u05d8\u05e8 weil es auch die Gemeinde nicht sagt. Wenn der Beginn der Bitte (das ist der Tag, an dem man \u05d8\u05dc \u05d5\u05de\u05d8\u05e8 anf\u00e4ngt), auf Schabbat f\u00e4llt, und man h\u00e4tte sich geirrt und von Wochentag gebetet und \u05d1\u05e8\u05da \u05e2\u05dc\u05d9\u05e0\u05d5 angefangen, sagt man auch nicht \u05d8\u05dc \u05d5\u05de\u05d8\u05e8 weil die Gemeinde noch nicht damit begonnen hat und der Einzelne sich immer nach der Gemeinde richtet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a710.<\/h2>\n\n\n\n<p>Hat man am Rosch chodesch in Schacharit oder Mincha oder am Chol hamoed, sei es in Schacharit oder Mincha oder Maariw, \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d1\u05d0 vergessen, wenn man sich erinnert, bevor man \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df gesagt hat, f\u00e4ngt man noch einmal \u05e8\u05e6\u05d4 an; selbst wenn man sich erinnert, bevor man \u05de\u05d5\u05d3\u05d9\u05dd angefangen; weil man die Beracha \u05d4\u05de\u05d7\u05d6\u05d9\u05e8 \u05e9\u05db\u05d9\u05e0\u05ea\u05d5 \u05dc\u05e6\u05d9\u05d5\u05df bereits geschlossen hat, muss man noch einmal \u05e8\u05e6\u05d4 anfangen (wie auch bei \u05de\u05e9\u05d9\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7 steht). Wenn man sich aber vor der Beracha \u05d4\u05de\u05d7\u05d6\u05d9\u05e8 \u05e9\u05db\u05d9\u05e0\u05ea\u05d5 \u05dc\u05e6\u05d9\u05d5\u05df erinnert, sagt man es dort und schlie\u00dft .. \u05d5\u05ea\u05d7\u05d6\u05d9\u05e0\u05d4 \u05e2\u05d9\u05e0\u05d9\u05e0\u05d5 \u2014 Wenn man sich erst nach&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df erinnert, f\u00e4ngt man das Gebet von vorne an. Wenn man am Rosch chodesch \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d1\u05d0 in Maariw vergessen hat, ob Rosch chodesch zwei Tage oder nur ein Tag ist, sobald man \u05d1\u05ea\u05da \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d4\u05f3 gesagt und also bereits den Schem erw\u00e4hnt hat, wiederholt man nicht mehr, sondern schlie\u00dft \u05d4\u05de\u05d7\u05d6\u05d9\u05e8 \u05e9\u05db\u05d9\u05e0\u05ea\u05d5 \u05dc\u05e6\u05d9\u05d5\u05df und betet zu Ende. Der Grund hierf\u00fcr ist, weil man den Neumond nicht in der Nacht heiligte (der oberste Gerichtshof die Festsetzung des Rosch chodesch nur am Tag vornahm).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a711.<\/h2>\n\n\n\n<p>Hat man am Rosch chodesch oder am Chol hamoed \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d1\u05d0 in Schacharit vergessen, muss man, wenn man sich erst erinnert, nachdem man Mussaf gebetet (so dass man Rosch chodesch und Chol hamoed bereits erw\u00e4hnt hat), trotzdem noch einmal Schacharit beten. W\u00e4re die Zeit bereits vor\u00fcbergegangen, erg\u00e4nze man es beim Mincha-Gebet (siehe Schaare-Teschuba 108,12), wie weiter Kap. 21 \u00a7 4, \u2014 Siehe weiter Kap. 20 \u00a7 10.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a712.<\/h2>\n\n\n\n<p>Jedesmal, wenn man noch einmal von vorn anfangen muss zu beten, warte man so lange, dass man vier Ellen weit gehen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a713.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn sich der Vorbeter im leisen Gebet geirrt hat, betet er, um nicht die Gemeinde zu bel\u00e4stigen, nicht noch einmal von vorn an, sondern verl\u00e4sst sich auf das Gebet, das er laut beten wird (darum sage er nach der Wiederholung des Gebetes . . . \u05d0&#8216; \u05e0\u05e6\u05d5\u05e8 und gehe drei Schritte r\u00fcckw\u00e4rts).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn er sich jedoch in den drei ersten Berachot geirrt und sich (bald) erinnert hat, bevor er sein Gebet vollendet hat, so dass er durch seine Wiederholung die Gemeinde nicht bel\u00e4stigt, bete er noch einmal.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a714.<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Fasttag, sei es am Fasttag der Gemeinde oder dem Fasten eines Einzelnen, sagt man im Mincha-Gebet \u05e2\u05e0\u05d9\u05e0\u05d5 in der Beracha \u05e9\u05de\u05e2 \u05e7\u05d5\u05dc\u05d9\u05e0\u05d5 und wenn man bei \u05d1\u05db\u05dc \u05e2\u05ea \u05e6\u05e8\u05d4 \u05d5\u05e6\u05d5\u05e7\u05d4 h\u00e4lt, schlie\u00dft man \u05db\u05d9 \u05d0\u05ea\u05d4 \u05e9\u05d5\u05de\u05e2&nbsp; Wenn man \u05e2\u05e0\u05d9\u05e0\u05d5 vergessen hat zu sagen, wenn man sich erst erinnert, nachdem man den Schem in der Beracha \u05e9\u05d5\u05de\u05e2 \u05ea\u05e4\u05dc\u05d4 gesagt hat, sagt man es nicht noch einmal, sondern sage es, nachdem man das ganze Gebet vollendet hat, nach \u05d0\u05f3 \u05e0\u05e6\u05d5\u05e8 ehe man r\u00fcckw\u00e4rts geht, bis \u05d1\u05db\u05dc \u05e2\u05ea \u05e6\u05e8\u05d4 \u05d5\u05e6\u05d5\u05e7\u05d4 und schlie\u00dfe mit&nbsp; \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df; wenn man sich erst erinnert, nachdem man r\u00fcckw\u00e4rts gegangen, sagt man es nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 20 \u2013 Vorschrift f\u00fcr die Wiederholung des Gebetes durch den Vorbeter.<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Enth\u00e4lt 12 Paragraphen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a71.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn der Vorbeter nach dem leisen Gebet r\u00fcckw\u00e4rts gegangen, bleibe er an seiner Stelle so lange stehen, dass man vier Ellen weit gehen k\u00f6nnte, dann kehre er an seinen Ort zur\u00fcck, sage leise &nbsp;&nbsp;\u05d4\u05f3 \u05e9\u05e4\u05ea\u05d9 \u05ea\u05e4\u05ea\u05d7 und beginne laut &nbsp;\u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d0\u05ea\u05d4. Jeder achte dann sehr darauf, dass er schweige und gut zuh\u00f6re und das beherzige, was der Vorbeter sagt, und auf jede Beracha, wie vorgeschrieben, mit \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d5\u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05e9\u05de\u05d5 und \u05d0\u05de\u05df antworte. Selbst lernen darf man nicht in der Zeit, wenn der Vorbeter das Gebet wiederholt, und man braucht nicht zu sagen, dass man sich vor \u00fcberfl\u00fcssigen Reden in Acht zu nehmen habe. Wem es nicht schwer f\u00e4llt, stehe, als ob er selbst Sehemone-Esre bete, entweder mit geschlossenen Augen, oder verfolge im Gebetbuch, was der Vorbeter sagt. Manche pflegen nach der Keduscha die Raschis-Tefillin abzunehmen und Rabbenu Tams-Tefillin zu legen; diese tuen nicht recht (siehe Peri Megadim 34 Mischbez. 2).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a72.<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der Wiederholung des Gebetes durch den Vorbeter m\u00fcssen, da der Vorbeter f\u00fcr sich bereits leise gebetet hat und er das Gebet nur wegen der Zuh\u00f6rer wiederholt, bestimmt neun zuh\u00f6ren und antworten, damit seine Berachot nicht vergeblich seien (und das gleicht nicht dem, was Kap. 15 \u00a7 7 steht). Wenn darum genau Minjan ist, muss man darauf achten, dass der Vorbeter nicht anfange, das Gebet zu wiederholen, bis alle ihr Gebet vollendet, damit sie antworten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a73.<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Vorbeter muss darauf achten, wenn er eine Beracha geschlossen, die n\u00e4chste Beracha nicht anzufangen, bis der gr\u00f6\u00dfte Teil der Gemeinde \u05d0\u05de\u05df gesagt hat. Wenn er gleich die n\u00e4chste Beracha angefangen h\u00e4tte, er h\u00e4tte z. B. \u05de\u05d2\u05df \u05d0\u05d1\u05e8\u05d4\u05dd geschlossen und gleich \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d2\u05d1\u05d9\u05e8 angefangen, dann w\u00fcrde man, da er schon \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d2\u05d1\u05d5\u05e8 angefangen zu sagen, nicht mehr \u05d0\u05de\u05df sprechen; und die Strafe f\u00fcr die Vers\u00e4umnis des \u05d0\u05de\u05df w\u00fcrde auf ihn fallen. (Siehe Abodat hakod. hechadasch Ende Kap. 9.)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a74.<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der Keduscha achte jeder darauf, die F\u00fc\u00dfe so zu stellen, dass sie zusammen seien, als w\u00e4ren sie ein Fu\u00df (wie es hei\u00dft Jech. 1,7) ihre F\u00fc\u00dfe waren ein gerader Fu\u00df, wenn man dreimal \u05e7\u05d3\u05d5\u05e9 sagt, und ebenso bei \u05d1\u05e8\u05d5\u05da und \u05d9\u05de\u05dc\u05da hebe man seinen K\u00f6rper und seine Fersen empor; auch pflegt man seine Augen zum Himmel zu erheben; es ist aber gut, wenn sie dabei geschlossen sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a75.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn der Vorbeter bei Modim h\u00e4lt, b\u00fcckt sich die ganze Gemeinde und sagt das von den Weisen angeordnete Modim, das ganze in gebeugter Haltung. Wer im Schemone-Esre-Gebet steht und h\u00f6rt, wie der Vorbeter zu Modim kommt, wenn er mitten in einer Beracha h\u00e4lt, b\u00fcckt er sich ebenfalls; wenn er aber am Anfang oder am Ende einer Beracha h\u00e4lt, darf er sich nicht b\u00fccken, weil man am Anfang oder am Ende einer Beracha zu den von unseren Lehrern sel. Andenkens festgesetzten Verneigungen (wie oben Kap. 18 \u00a7 11) nicht hinzuf\u00fcgen darf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a76.<\/h2>\n\n\n\n<p>Ehe der Vorbeter \u05e9\u05d9\u05dd \u05e9\u05dc\u05d5\u05dd sagt, spricht er &#8230; \u05d0\u05f3 \u05d5\u05d0\u05f3 \u05d0\u05d1\u05d5\u05ea\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d1\u05e8\u05db\u05e0\u05d5 und wenn er \u05d5\u05d9\u05e9\u05de\u05e8\u05da gesagt, spricht die Gemeinde \u05d9\u05d4\u05d9 \u05e8\u05e6\u05d5\u05df \u05db\u05df sage aber nicht \u05d0\u05de\u05df; ebenso, wenn er \u05d5\u05d9\u05d7\u05e0\u05da und \u05e9\u05dc\u05d5\u05dd gesagt. Man sagt es nur morgens und in Mussaf, nicht in Mincha; nur am Fasttag der Gemeinde, wenn man auch in Mincha \u05e9\u05d9\u05dd \u05e9\u05dc\u05d5\u05dd sagt, dann spricht der Vorbeter auch \u05d0\u05f3 \u05d5\u05d0\u05f3 \u05d0\u05d1\u05d5\u05ea\u05d9\u05e0\u05d5 Man sagt es nicht im Hause eines Trauernden und nicht am neunten Aw in Schacharit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a77.<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem der Vorbeter das Gebet vollendet hat, spreche er leise &#8230; \u05d9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df aber drei Schritte r\u00fcckw\u00e4rts braucht er nicht zu gehen, da er sich auf die Schritte am Ende von ganz Kaddisch st\u00fctzen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a78.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn am Fasttag der Gemeinde zehn Fastende, die den ganzen Tag fasten, in der Synagoge sind, sagt der Vorbeter in Schacharit und Mincha Anenu vor \u05e8\u05e4\u05d0\u05e0\u05d5; wenn er sich geirrt und es nicht gesagt hat, wenn er sich erinnert bevor er den Schem der Beracha &#8230; \u05e8\u05d5\u05e4\u05d0 \u05d7\u05d5\u05dc\u05d9 gesagt hat, kehrt er zur\u00fcck und spricht Anenu und \u05e8\u05e4\u05d0\u05e0\u05d5 Wenn er sich aber erst erinnert, nachdem er den Schem gesprochen, vollendet er die Beracha \u05e8\u05d5\u05e4\u05d0 \u05d7\u05d5\u05dc\u05d9 \u05e2\u05de\u05d5 \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc und sagt Anenu in der Beracha \u05e9\u05d5\u05de\u05e2 \u05ea\u05e4\u05dc\u05d4 und schlie\u00dft mit \u05e9\u05d5\u05de\u05e2 \u05ea\u05e4\u05dc\u05d4 wie jeder Einzelne. Wenn er es auch dort vergessen hat, sagt er es nach Schluss des Gebetes, ohne mit \u05d1\u05e8\u05d5\u05da zu schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a79.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man wiederholt das Schemone-Esre-Gebet laut nur dann, wenn wenigstens sechs gro\u00dfj\u00e4hrige M\u00e4nnliche, das ist der gr\u00f6\u00dfte Teil von Minjan, jetzt mitgebetet haben; wenn aber nicht sechs gro\u00dfj\u00e4hrige M\u00e4nnliche jetzt mitgebetet haben, sagt man nicht ganz Schemone-Esre laut, sondern einer sagt laut bis \u05d4\u05d0\u05f3 \u05d4\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9; alle sprechen die Keduscha, und der eine vollendet leise sein Gebet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a710.<\/h2>\n\n\n\n<p>In allen F\u00e4llen, in denen der Einzelne wegen eines Irrtums noch einmal beten muss, muss auch der Vorbeter bei der Wiederholung des Gebetes, wenn er sich geirrt hat, noch einmal laut vorbeten, au\u00dfer Schacharit am R\u00f6sch chodesch und Chol hamoed; wenn er sich n\u00e4mlich da geirrt und \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d1\u05d0 nicht gesagt und sich erst erinnert hat, nachdem er das Gebet vollendet hat, l\u00e4sst man ihn nicht wiederholen. Denn, um die Gemeinde nicht zu bel\u00e4stigen, verlassen wir uns auf seine Erw\u00e4hnung im Mussafgebet. Wenn er sich aber erinnert, ehe er das Gebet vollendet hat, kehrt er zu \u05e8\u05e6\u05d4 zur\u00fcck; das ist keine Bel\u00e4stigung der Gemeinde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a711.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man ist verpflichtet, die Keduscha mit der Gemeinde zu sagen, ebenso ist \u05d0\u05de\u05df nach \u05d4\u05d0\u05f3 \u05d4\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9 und nach \u05e9\u05d5\u05de\u05e2 \u05ea\u05e4\u05dc\u05d4 eine Pflicht wie die Keduscha, ebenso ist man verpflichtet, auf die Kaddeschim, die der Vorbeter sagt, zu antworten, und ferner, sich mit der Gemeinde bei Modim zu b\u00fccken. Wenn man darum sp\u00e4t in die Synagoge gekommen, so dass man nicht mehr mit der Gemeinde zusammen Schemone-Esre beten kann und gen\u00f6tigt ist, allein zu beten, soll man, au\u00dfer wenn die Zeit vor\u00fcber gehen w\u00fcrde, darauf achten, Schemone-Esre nicht zu einer Zeit zu beten, in der er vers\u00e4umen w\u00fcrde, auf eines von diesen zu antworten; man warte vielmehr, bis man geantwortet, und bete dann Schemone-Esre. Man warte aber nicht zwischen \u05d2\u05d0\u05dc \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc und dem Schemone-Esre-Gebet, da man die Erl\u00f6sung mit dem Gebet verbinden muss und nicht dazwischen unterbrechen darf; sondern man warte vor \u05e9\u05d9\u05e8\u05d4 \u05d7\u05d3\u05e9\u05d4 (siehe weiter Kap. 69 \u00a7 7).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a712.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn ein Einzelner im Schemone-Esre-Gebet steht und die Gemeinde, wie er \u05de\u05d7\u05d9\u05d4 \u05d4\u05de\u05ea\u05d9\u05dd schlie\u00dft, die Keduscha von \u05d5\u05d1\u05d0 \u05dc\u05e6\u05d9\u05d5\u05df oder die Keduscha in \u05d9\u05d5\u05e6\u05e8 \u05d0\u05d5\u05e8 sagt, sagt er nicht mit ihr \u05e7\u05d3\u05d5\u05e9 weil die Keduschot nicht gleich sind; wenn aber die Gemeinde die Keduscha von Mussaf sagt, obschon er Schacharit betet, antworte er mit ihr .. . \u05e7\u05d3\u05d5\u05e9 ; und ebenso umgekehrt, da die Keduscha von Schacharit und die von Mussaf gleich sind.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 21 \u2013 Vorschrift, wie derjenige, der nicht gebetet hat, ersetzen soll.<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Enth\u00e4lt 10 Paragraphen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a71.<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist bereits in Kap. 18 \u00a7 1 erkl\u00e4rt worden, dass, wenn man die Zeit des Gebetes freventlich hat vor\u00fcbergehen lassen, man keinen Ersatz daf\u00fcr hat; wenn man aber aus Versehen oder infolge eines Notfalles nicht gebetet oder sich im Gebet bei einer solchen Sache geirrt hat, dass man noch einmal Sehemone-Esre beten muss, kann man es nach dem n\u00e4chsten Gebet ersetzen. Man muss unbedingt erst das Gebet, das an der Zeit ist, beten und dann das Ersatz-Gebet; das hei\u00dft, wenn man Schacharit nicht gebetet, wenn dann die Zeit des Mincha-Gebetes da ist, bete man zuerst Schemone-Esre f\u00fcr Mincha und sage Tachanun; dann spreche man gleich Aschre und bete noch einmal Schemone-Esre f\u00fcr Schacharit. Wenn man Mincha nicht gebetet hat, so bete man zuerst Maariw, warte nur so lang, dass man vier Ellen weit gehen k\u00f6nnte, und sage nicht Aschre, sondern bete gleich Schemone-Esre f\u00fcr Mincha. Wenn man Maariw nicht gebetet hat, so sage man nach dem Schacharit-Gebet Tachanun und Aschre und bete Schemone-Esre f\u00fcr Maariw; und dann spreche man \u05dc\u05de\u05e0\u05e6\u05d7 und &#8230;\u05d5\u05d1\u05d0 \u05dc\u05e6\u05d9\u05d5\u05df Man darf nicht essen, ehe man auch dieses Gebet, das f\u00fcr Arevit bestimmt ist, verrichtet hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a72.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn jemand nicht gebetet hat, als noch Zeit zum Beten war, weil er dachte, es bleibe ihm noch Zeit, wenn er die Sache beendet haben w\u00fcrde, mit der er besch\u00e4ftigt war, inzwischen ist aber die Gebetszeit vor\u00fcbergegangen; ebenso, wenn jemand wegen seines Verm\u00f6gens in Anspruch genommen war, um nicht zu Schaden zu kommen, dadurch hat er aber die Gebetszeit vers\u00e4umt, obschon man wegen Geldverlustes die Zeit des Gebetes nicht vor\u00fcbergehen lassen darf, so hei\u00dft dies doch ein Notfall, und er kann es ersetzen. Ebenso, wenn jemand infolge von Trunkenheit nicht zum Beten geeignet war, wird es ebenfalls wie ein Notfall angesehen, obschon er auf verbotene Weise, als n\u00e4mlich schon die Gebetszeit da war, angefangen hat zu trinken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a73.<\/h2>\n\n\n\n<p>Einen Ersatz f\u00fcr ein Gebet gibt es nur im n\u00e4chsten Gebet; wenn man aber noch l\u00e4nger gez\u00f6gert hat, gibt es keinen Ersatz mehr; wenn man z. B. Schacharit und Mincha nicht gebetet h\u00e4tte, dann g\u00e4be es f\u00fcr Mincha einen Ersatz nach Maariw, das darauf folgt, aber f\u00fcr Schacharit g\u00e4be es keinen Ersatz, weil daf\u00fcr schon zwei Gebetszeiten vor\u00fcber sind, in denen er es nicht gebetet, die eigentliche Zeit von Schacharit und die Zeit von Mincha.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a74.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man jedoch an einem Tag, an dem Mussaf gebetet wird, Schacharit vers\u00e4umt h\u00e4tte, k\u00f6nnte man es nach Mincha ersetzen, (weil n\u00e4mlich die Zeit des Mussafgebetes geschehenenfalls ebenso wie Mincha bis zur Nacht geht, hat man also noch nicht zwei Gebetszeiten vor\u00fcbergehen lassen); im Anschluss an das Mussafgebet aber kann man das Schacharitgebet nicht (durch eine Wiederholung des Mussafgebetes) ersetzen (denn, weil man darin das Mussafopfer erw\u00e4hnt, k\u00f6nnte es nicht f\u00fcr das Schacharitgebet eintreten; siehe Peri Megadim, Eschel Abraham 108,6); wenn jedoch die Zeit des Schacharitgebetes noch nicht vor\u00fcber ist, kann man noch Schacharit beten, obschon man bereits Mussaf gebetet hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a75.<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein Gebet, das man vers\u00e4umt hat, gibt es nur in der Zeit, da man das n\u00e4chste Gebet verrichtet, einen Ersatz, aber nicht zu einer anderen Zeit, in der man nicht betet; wenn man z. B. nach dem f\u00fcr diese Zeit vorgeschriebenen Gebet l\u00e4ngere Zeit gewartet h\u00e4tte, kann man den Ersatz f\u00fcr das vers\u00e4umte Gebet nicht mehr beten, weil unsere Lehrer sel. And. den Ersatz f\u00fcr ein vers\u00e4umtes Gebet nur f\u00fcr die Zeit, in der man mit dem f\u00fcr die darauffolgende Zeit vorgeschriebenen Gebet besch\u00e4ftigt ist, angeordnet haben; weil man da doch mit dem Gebet besch\u00e4ftigt ist, kann man auch das Fehlende erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a76.<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Ersatzgebet, das man betet, muss man ebenso beten, wie das f\u00fcr jene Zeit vorgeschriebene Gebet; wenn man z. B. am Erew-Schabbat Mincha nicht gebetet, betet man abends zwei Schemone-Esre von Schabbat, obschon das zweite als Ersatz f\u00fcr ein Wochentag-Gebet kommt, weil aber jetzt Schabbat ist, betet man doch von Schabbat; h\u00e4tte man von Wochentag gebetet, m\u00fcsste man noch einmal beten. Ebenso, wenn man am Erew Rosch chodesch nicht Mincha gebetet h\u00e4tte, bete man zweimal Maariw-Schemone-Esre und sage beide Male \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d1\u05d0 wenn man am Rosch chodesch Maariw nicht gebetet, so dass man Schacharit zweimal betet, und h\u00e4tte \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d1\u05d0 vergessen, auch wenn es im zweiten Schemone-Esre-Gebet w\u00e4re, muss man noch einmal beten, (obschon es der Ersatz f\u00fcr die Nacht ist und bei Nacht man nicht wiederholt h\u00e4tte; jetzt aber ist Tag). Wenn man am Schabbat Mincha nicht gebetet, betet man ebenfalls zweimal Maariw-Schemone-Esre von Wochentag, nur ist bei \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d7\u05d5\u05e0\u05e0\u05ea\u05e0\u05d5 ein Unterschied; im ersten Gebet sagt man \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d7\u05d5\u05e0\u05e0\u05ea\u05e0\u05d5 im zweiten sagt man es nicht. Der Grund hierf\u00fcr ist: \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d7\u05d5\u05e0\u05e0\u05ea\u05e0\u05d5 ist gleich einer Hawdala (Unterscheidung von Schabbat und Wochentag), und man spricht die Hawdala nicht zweimal im Gebet aus. Ebenso w\u00e4re es umgekehrt; wenn man beim Ausgang des Schabbat Maariw vergessen, betet man zweimal Schacharit-Schemone-Esre und sagt \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d7\u05d5\u05e0\u05e0\u05ea\u05e0\u05d5 im Ersatzgebet, weil die urspr\u00fcngliche Anordnung war, im Gebet die Hawdala einzuschalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a77.<\/h2>\n\n\n\n<p>Hat man sich am Rosch chodesch in Mincha geirrt und \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d1\u05d0 nicht gesagt, und am n\u00e4chsten Tag ist nicht Rosch chodesch, so dass man nichts gewinnt, auch wenn man zweimal Maariw betet, da man \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d1\u05d0 nicht mehr sagen kann und ohne \u05d9\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d1\u05d0 man bereits gebetet hat, betet man aus diesem Grund \u00fcberhaupt kein Ersatzgebet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a78.<\/h2>\n\n\n\n<p>Obschon die Zeit des Mussafgebetes den ganzen Tag und demnach Maariw das n\u00e4chste Gebet ist, gibt es doch in der Nacht keinen Ersatz mehr f\u00fcr Mussaf, weil das Mussafgebet angeordnet ist, (Hosch. 14,3) auf dass wir mit unseren Lippen die Stieropfer ersetzen, und das Opfer ausf\u00e4llt, wenn dessen Zeit vor\u00fcbergegangen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a79.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn jemand zweimal Schacharit oder zweimal Mincha beten muss und er vorbetet, gen\u00fcgt es f\u00fcr ihn, dass er das Gebet laut wiederholt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a710.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer im Zweifel ist, ob er gebetet hat oder nicht, wiederholt heutzutage (da wir ein freiwilliges Gebet nicht verrichten d\u00fcrfen) das Gebet nicht.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 22 \u2013 Die Vorschriften f\u00fcr Tachanun.<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Enth\u00e4lt 10 Paragraphen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a71.<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach Schemone-Esre sagt man Tachanun mit gesenktem Haupte. Zwischen Schemone-Esre und Tachanun darf man nichts Unheiliges sprechen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a72.<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Morgen neigt man sich, weil man die Tefillin auf dem linken Arm hat, auf die rechte Seite, aus Ehrerbietung f\u00fcr die Tefillin; zu Mincha neigt man sich auf die linke Seite.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a73.<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Senken des Hauptes geschehe im Sitzen; im Notfall jedoch kann man auch dabei stehen. Nach Tachanun sagt man ,,wir wissen nichts anderes.&#8220; Das sage man im Sitzen; dann stehe man auf und spreche ,,was wir tun sollen, als zu Dir unsere Augen zu erheben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a74.<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Senken des Hauptes geschieht nur in einem Raum, in dem sich eine Sefer-Thora befindet; in einem Raume aber, in dem sich keine Sefer-Thora befindet, wenn auch andere heilige B\u00fccher da sind, senkt man das Haupt nicht, sondern spricht den Psalm ohne Senken des Hauptes. Wenn man im Vorhof der Synagoge betet und der Eingang der Synagoge offen ist, wird das betrachtet, als w\u00e4re eine Sefer-Thora zugegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a75.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man im Hause eines Trauernden oder, wo jemand gestorben ist, wenn auch kein Trauernder da ist, (w\u00e4hrend der siebent\u00e4gigen Trauer) betet, sagt man an den sieben Tagen, selbst zu Mincha des siebten Tages, kein Tachanun; auch, wenn man nach Hause kommt, ist der Gebrauch, es nicht nachzuholen. Wenn ein Trauernder in der Synagoge ist, richtet sich die Gemeinde nicht nach ihm und sagt Tachanun, nur der Trauernde sagt es nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a76.<\/h2>\n\n\n\n<p>In einer Synagoge, in der eine Beschneidung stattfindet, sagt man kein Tachanun, oder wenn der Baal Berit (der Vater des Kindes) oder der Sandek (der das Kind bei der Beschneidung h\u00e4lt) oder der Mohel dort betet, wenn auch die Beschneidung in einem anderen Hause stattfindet. Wenn man im Hause des Kindes vor dem Festmahl des Berit oder w\u00e4hrend des Festmahles Mincha betet, sagt man es auch nicht; wenn man aber nach dem Tischgebet betet, sagt man es, nur der Baal Berit, der Sandek und der Mohel sagen es nach dem Tischgebet auch nicht, weil f\u00fcr sie Festtag ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a77.<\/h2>\n\n\n\n<p>Ebenso sagt man es nicht in einer Synagoge, in der sich ein Neuverheirateter befindet, w\u00e4hrend der ganzen sieben Tage seines Hochzeitsfestes, wenn der Neuverheiratete ein J\u00fcngling oder die Neuverheiratete eine Jungfrau war; ein Witwer aber, der eine Witwe geheiratet hat, hat nur drei Tage, und dann sagt man es wieder; zu Schacharit am Hochzeitstag sagt man es auch; zu Mincha kurz vor der Trauung sagt man es nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a78.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man sagt Tachanun nicht am Rosch chodesch, nicht am f\u00fcnfzehnten Aw und nicht am f\u00fcnfzehnten Schewat, nicht am Chanuka und nicht beide Tage von Gro\u00df-Purim und nicht beide Tage von Klein-Purim, nicht am dreiunddrei\u00dfigsten Tag im Omer, nicht den ganzen Monat Nissan, nicht am neunten Aw, nicht an den Tagen zwischen Jom hakipurim und Sukkot und nicht von Rosch chodesch Siwan bis nach Issru-chag von Schewuot (achten Siwan) und nicht am Issru-chag von Sukkot (vierundzwanzigsten Tischri). An allen diesen Tagen sagt man es auch zu Mincha vorher nicht; am Erew Roschhaschana aber und Erew Jom hakipurim sagt man es zu Mincha vorher; Erew Rosch-haschana sagt man es auch noch in den Selichot, nur nachher sagt man es nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a79.<\/h2>\n\n\n\n<p>Weil Montag und Donnerstag Tage des Wohlgefallens sind, denn in den vierzig Tagen zum Empfang der zweiten Bundestafeln bestieg unser Lehrer Mosche den Berg am Donnerstag und kam am Montag wieder herab; darum mehrt man an ihnen Bu\u00dfgebete und sagt \u05d5\u05d4\u05d5\u05d0 \u05e8\u05d7\u05d5\u05dd vor Tachanun. Man sagt es stehend und muss es and\u00e4chtig und langsam sprechen, wie es f\u00fcr ein Bu\u00dfgebet passt; an Tagen, an denen man kein Tachanun sagt, spricht man es nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a710.<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach Tachanun sagt man Halb-Kadisch; am Montag und Donnerstag sagt man stehend \u05d0\u05f3 \u05d0\u05e8\u05da \u05d0\u05e4\u05d9\u05dd . . . Siehe weiter Kap. 25 \u00a7 2, wann man es nicht sagt.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 23 \u2013 Einige Vorschriften f\u00fcr die Vorlesung aus der Sefer-Thora.<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Enth\u00e4lt 30 Paragraphen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a71.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man die Sefer-Thora aus der heiligen Lade nimmt und zu dem Pult tr\u00e4gt, auf dem man vorliest, tr\u00e4gt man sie an der Nordseite der Synagoge, das ist rechts f\u00fcr den, der sie tr\u00e4gt; und wenn man sie in die heilige Lade zur\u00fcckbringt, tr\u00e4gt man sie an der S\u00fcdseite; man h\u00e4lt die Sefer-Thora mit der rechten Hand, und f\u00fcr jeden, an dem die Sefer-Thora vor\u00fcberkommt, ist es Pflicht, sie bis zum Pult zu begleiten (siehe weiter \u00a7 28).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a72.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer zur Thora aufgerufen wird, soll sich mit einem mit Zizit versehenen Talit umh\u00fcllen (siehe oben Kap. 9 \u00a7 7), gehe den Weg hinauf, der f\u00fcr ihn der k\u00fcrzeste, und gehe den l\u00e4ngeren hinunter; wenn beide Wege gleich sind, gehe er rechts hinauf und den anderen Weg hinunter. Es ist Gebrauch, oben zu warten, bis der n\u00e4chste Aufgerufene die Nachberacha gesagt hat, und zwischen einem Aufgerufenen und dem anderen hinunterzugehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a73.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man \u00f6ffne die Sefer-Thora und sehe nach, wo vorzulesen ist, ergreife sie so ge\u00f6ffnet mit beiden H\u00e4nden, schlie\u00dfe die Augen und spreche: Lobet den Ewigen, Er ist lobenswert! Man sage es laut, damit die ganze Gemeinde es h\u00f6re; und sie antworte: Gelobt sei der Ewige, der Lobenswerte, immer und ewig! Wenn die Gemeinde nicht geh\u00f6rt hat, wie er die Beracha gesagt, wenn sie auch h\u00f6rt, dass der Vorbeter antwortet, antworte sie nicht mit ihm, sondern, wenn der Vorbeter fertig ist, antworte sie darauf mit \u05d0\u05de\u05df. Nachdem die Gemeinde \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d4\u05f3 \u05d4\u05de\u05d1\u05d5\u05e8\u05da \u05dc\u05e2\u05d5\u05dc\u05dd \u05d5\u05e2\u05d3 geantwortet, wiederholt der Aufgerufene und sagt ebenfalls . . . \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d4\u05f3 \u05d4\u05de\u05d1\u05d5\u05e8\u05da (siehe oben Kap. 16 \u00a7 3) und spreche die Beracha . . .\u05d0\u05e9\u05e8 \u05d1\u05d7\u05e8 \u05d1\u05e0\u05d5, und die Gemeinde antwortet \u05d0\u05de\u05df . Dann nehme er die linke Hand und halte w\u00e4hrend des Vorlesens die Sefer-Thora nur mit der Rechten. Der Vorleser liest vor, und er lese leise mit; der Vorleser darf nicht anfangen vorzulesen, bis das \u05d0\u05de\u05df aus dem Munde der Gemeinde zu Ende und die ganze Gemeinde richte ihren Sinn darauf, bei der Vorlesung aus der Thora gut zuzuh\u00f6ren. Nach der Vorlesung fasst der Aufgerufene auch wieder mit der Linken an, rollt zu und sagt die Nachberacha.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a74.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man darf die Sefer-Thora nicht unvermittelt mit blo\u00dfen H\u00e4nden anfassen, sondern ergreift sie mittels des Talit oder fasse ihre Holzs\u00e4ulen an; manche erschweren, dass man auch die Holzs\u00e4ulen nicht blo\u00df, sondern mittels des Talit anfasse.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a75.<\/h2>\n\n\n\n<p>Sowohl der Aufgerufene als auch der Vorleser m\u00fcssen stehen; selbst sich an irgend etwas anzulehnen, ist verboten, weil sie ehrf\u00fcrchtig stehen sollen; denn gleich der Ehrfurcht bei der Gesetzgebung m\u00fcssen auch wir der Thora Ehrfurcht bezeugen. Nur wer schwach ist, kann sich leicht etwas anlehnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a76.<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Aufgerufene \u05d1\u05e8\u05db\u05d5 sagt und die Gemeinde mit &nbsp;\u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d4\u05f3 \u05d4\u05de\u05d1\u05d5\u05e8\u05da antwortet, muss die ganze Gemeinde stehen; aber w\u00e4hrend er die Beracha \u05d0\u05e9\u05e8 \u05d1\u05d7\u05e8 \u05d1\u05e0\u05d5&nbsp; sagt, und ebenso w\u00e4hrend der Vorlesung und bei der Nachberacha, ist keine Pflicht, dass die Gemeinde steht; nur die es mit den Geboten sehr genau nehmen, erschweren f\u00fcr sich und stehen; und so ist richtig. Zwischen einem Aufgerufenen und dem anderen jedoch braucht man nicht zu erschweren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a77.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn der Vorleser selbst zur Thora aufgerufen wird, muss ein anderer neben ihm stehen; denn, wie die Thora durch einen Vermittler unseren Lehrer (Mosche, Friede sei mit ihm) gegeben wurde, so m\u00fcssen auch wir einen Vermittler dabei anwenden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a78.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn der Vorleser angefangen vorzulesen, darf in der ganzen Gemeinde keiner sprechen, nicht einmal Worte der Thora, auch nicht zwischen einem Aufgerufenen und dem anderen. Man darf die Synagoge nicht verlassen, w\u00e4hrend aus der Thora vorgelesen wird; aber zwischen einem Aufgerufenen und dem anderen, wenn die Sefer-Thora zugerollt ist, kann man, wenn es sehr n\u00f6tig ist, hinausgehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a79.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn ein Kohen in der Synagoge ist, muss man ihn zuerst aufrufen. Selbst wenn er ein Thoraunkundiger ist, nur ist er ein frommer Mensch, kommt er sogar vor einem Thoragelehrten. Auch wenn der Kohen verzichten will, n\u00fctzt es nichts. Nach dem Kohen ruft man einen Levi auf; wenn kein Levi da ist, ruft man an seiner Stelle den Kohen, der bereits aufgerufen war, nochmals auf und sagt dabei: \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05dc\u05d5\u05d9. Wenn kein Kohen in der Synagoge ist, ruft man an seiner Stelle einen Levi oder einen Israel auf; man rufe denjenigen, der am gr\u00f6\u00dften an Thorakenntnis von denen die da sind, auf (siehe Magen Abraham 135, 7), und sagt dabei: \u05d0\u05dd \u05d0\u05d9\u05df \u05db\u05d0\u05df \u05db\u05d4\u05df \u05dc\u05d5\u05d9 \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05db\u05d4\u05df oder \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05db\u05d4\u05df Wenn man einen Israel an der Stelle des Kohen aufgerufen, ruft man nach ihm keinen Levi auf. Eine Ortschaft, in der alle Kohanim oder Leviim sind, mache eine Anfrage bei einem Thoragelehrten, wie sie sich f\u00fchren solle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a710.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn der Kohen im Schmalesen oder in den Berachot des Schmalesens h\u00e4lt, und um so mehr, wenn er im Schemone-Esre-Gebet h\u00e4lt, rufe man ihn nicht, auch wenn kein anderer Kohen da ist. Man braucht nicht auf ihn zu warten, um die Gemeinde nicht zu bel\u00e4stigen, sondern man ruft einen Levi oder einen Israel auf, sagt aber nicht \u05d0\u05dd \u05d0\u05d9\u05df \u05db\u05d0\u05df \u05db\u05d4\u05df sondern sage nur: \u05dc\u05d5\u05d9 \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05db\u05d4\u05df oder \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05db\u05d4\u05df Geschehenenfalls, wenn man ihn doch aufgerufen, wenn er im Schmalesen oder in dessen Berachot h\u00e4lt, gehe er hinauf und sage die Beracha, lese aber mit dem Vorleser nicht mit, sondern h\u00f6re nur zu. Dennoch, wenn es ihm m\u00f6glich ist, vollende er erst die Sache, in der er h\u00e4lt, bis dahin, wo ein Gedanke zu Ende ist, bevor er hinaufgeht. Wenn er im Sehemone-Esre-Gebet h\u00e4lt, gehe er nicht hinauf, auch wenn man ihn bereits aufgerufen h\u00e4tte; ebenso gehe er zwischen \u05d2\u05d0\u05dc \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc und dem Gebet nicht hinauf; im Gebet \u05d0&#8216; \u05e0\u05e6\u05d5\u05e8 gehe er hinauf. Wenn er in den Versen des Lobgesanges h\u00e4lt, und es ist kein anderer Kohen da, darf man ihn sogar von vornherein aufrufen, nur lese er mit dem Vorleser nicht mit; wenn aber ein anderer Kohen da ist, rufe man ihn von vorneherein nicht auf. Dasselbe gilt auch f\u00fcr einen Levi.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a711.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man einen Kohen oder einen Levi aufgerufen, und sie sind nicht zugegen, rufe man einen anderen nicht mit seinem Namen auf, damit man nicht vom ersten sage, er sei (wegen entweihter Abstammung) unw\u00fcrdig; sondern man sage zu einem anderen: \u05f4komm du herauf\u2018\u2018, und dieser gehe hinauf; den Sohn aber kann man auch mit seinem Namen aufrufen, denn dadurch wird der Vater nicht f\u00fcr unw\u00fcrdig erkl\u00e4rt, weil, wenn der Vater unw\u00fcrdig w\u00e4re, der Sohn es auch w\u00e4re. Ebenso, wenn der Kohen oder der Levi nicht hinaufgehen k\u00f6nnen, weil sie im Gebete stehen, kann man einen anderen mit seinem Namen aufrufen, da alle sehen, dass er deshalb nicht hinaufgeht, weil er nicht darf. Wenn man einen Israel aufgerufen hat, und er ist nicht zugegen, kann man einen anderen mit seinem Namen aufrufen; denn bei einem Israel gibt es keine Unw\u00fcrdigkeit; ebenso, wenn man einen Kohen oder einen Levi am Schabbat oder Festtag als Acharon oder Maftir aufgerufen, und sie sind nicht zugegen, kann man einen anderen mit dem Namen aufrufen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a712.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn kein Kohen in der Synagoge war, oder er war da, nur wusste man nichts von ihm, und man hat an seiner Stelle einen Israel aufgerufen, und dieser ist hinaufgegangen und hat sogar bereits \u05d1\u05e8\u05db\u05d5 \u05d0\u05ea \u05d4\u05f3 \u05d4\u05de\u05d1\u05d5\u05e8\u05da gesagt, nur hat er die Beracha &#8230;\u05d0\u05e9\u05e8 \u05d1\u05d7\u05e8 \u05d1\u05e0\u05d5 noch nicht angefangen, und ein Kohen tritt ein, oder man wird aufmerksam, dass ein solcher zugegen, ruft man den Kohen auf, und er geht hinauf und sagt ebenfalls \u05d1\u05e8\u05db\u05d5. Und damit der Israel nicht besch\u00e4mt werde, bleibe er dort stehen, bis man Kohen und Levi aufgerufen, und dann rufe man ihn auf. Wenn aber der Israel bereits den Schem der Beracha gesagt hatte, er hatte schon \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d4&#8216; gesprochen, wird der Kohen nicht mehr aufgerufen. Ebenso ist die Vorschrift, wenn man einen Levi an der Stelle des Kohen aufgerufen, und der Kohen tritt ein, bevor der Levi \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d4\u05f3 gesagt hat, geht der Kohen hinauf und der Levi wartet, und man ruft ihn nach jenem auf. Ebenso ist die Vorschrift, wenn kein Levi zugegen war, oder man wusste nichts von ihm, und man hat den Kohen auch anstelle des Levi aufgerufen, und dann trat der Levi ein, bevor der Kohen &nbsp;\u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d4&#8217;gesagt hatte, ruft man den Levi auf, und er geht hinauf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a713.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man ruft nicht zwei Br\u00fcder nacheinander auf, ob sie v\u00e4terlicherseits oder m\u00fctterlicherseits Br\u00fcder sind; ebenso ruft man Vater und Sohn oder Enkel nicht nacheinander auf, aus Furcht vor b\u00f6sem Auge; auch wenn sie sagen, dass sie sich nicht davor f\u00fcrchten; auch wenn der eine Acharon und der andere Maftir ist; aber nur an einem Schabbat, an dem man f\u00fcr den Maftir keine andere Sefer-Thora herausnimmt; wenn man aber f\u00fcr den Maftir eine andere Sefer-Thora herausnimmt, ist es erlaubt. Ebenso ist es erlaubt, wenn der Maftir noch nicht Bar-Mizwa ist. In allen diesen F\u00e4llen, wenn man ihn aufgerufen und er bereits hinaufgegangen, gehe er nicht wieder herunter. Wenn man zwei Br\u00fcder, die nur m\u00fctterlicherseits Br\u00fcder sind, oder Vater und Enkel nacheinander aufgerufen, wenn der zweite auch noch nicht hinaufgegangen, kann er hinaufgehen; bei diesen kann man, wenn es n\u00f6tig ist, sogar von vornherein erlauben, sie nacheinander aufzurufen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a714.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn jemand in einer Synagoge bereits zur Thora aufgerufen wurde, und kommt nachher in eine andere Synagoge, und man ruft ihn da ebenfalls auf, sogar zu demselben Abschnitt, zu dem er bereits aufgerufen war, geht er zum zweiten Mal hinauf und spricht die Berachot (Mag. Abr. 282, 15).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a715.<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Fasttag der Gemeinde, wenn man \u05d5\u05d9\u05d7\u05dc vorliest, ruft man nur einen, der fastet, zur Thora auf; wenn kein anderer Kohen da ist als ein solcher, der nicht fastet, oder der nicht die Absicht hat, den ganzen Tag zu fasten, ruft man einen Israel oder einen Levi an seiner Stelle auf. Besser ist, wenn der Kohen vorher aus der Synagoge hinausgeht; ist aber ein anderer Kohen da, braucht er nicht hinauszugehen, sondern mache aufmerksam, dass man ihn nicht aufrufe; und wenn man ihn aufruft, gehe er nicht hinauf. Ist es am Montag oder Donnerstag, gehe er geschehenenfalls, wenn er nicht aus der Synagoge hinausgegangen und man ihn aufgerufen, hinauf, obschon man \u05d5\u05d9\u05d7\u05dc vorliest, weil es immerhin jetzt die Zeit einer Thoravorlesung ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a716.<\/h2>\n\n\n\n<p>Ebenso, wenn jemand im Lande Israel wohnt, wo man (mit Ausnahme von Rosch haschana) nur einen Tag Jom tow h\u00e4lt, und ist nach au\u00dferhalb des Landes gekommen und befindet sich am zweiten Tag Jom tow in einer Synagoge, soll man ihn nicht zur Thora aufrufen; und die Vorschrift ist, wie im vorigen Paragraphen steht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a717.<\/h2>\n\n\n\n<p>Einen Blinden pflegt man aufzurufen, obschon man Worte der schriftlichen Lehre nicht auswendig vortragen darf, ist es dennoch heutzutage, da der Vorleser ihm vorliest, erlaubt; und man pflegt nicht darauf zu achten, ob es ein Thoragelehrter oder ein Thoraunkundiger ist, da man ohne weiteres annimmt, dass er mit dem Vorleser mitsagen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a718.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man dem Aufgerufenen den Ort, wo man vorlesen wird, gezeigt hat, und er hat die Beracha gesprochen, und nachher erinnert man sich, dass es nicht die richtige Stelle, sondern dass man an einer anderen Stelle vorlesen muss, die ebenfalls vor ihm offen war, selbst nicht auf derselben Seite, aber nach der Stelle, die man ihm gezeigt hat, braucht er die Beracha nicht noch einmal zu sagen, weil seine Absicht sich auf die Stelle, wo er die Beracha gesprochen, und auf alles, was vor ihm offen war, bezog. Wenn aber die Stelle nicht vor ihm offen war und man die Sefer-Thora rollen muss oder wenn selbst die Stelle vor ihm offen war, aber sie ist vor dem Ort, den man ihm gezeigt hat, muss er die Beracha \u05d0\u05e9\u05e8 \u05d1\u05d7\u05dc \u05d1\u05e0\u05d5 noch einmal sprechen, \u05d1\u05e8\u05db\u05d5 aber sage er nicht noch einmal; vorher spreche er \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05e9\u05dd \u05db\u05d1\u05d5\u05d3 \u05de\u05dc\u05db\u05d5\u05ea\u05d5 \u05dc\u05e2\u05d5\u05dc\u05dd \u05d5\u05e2\u05d3 auf die erste Beracha, die er vergeblich ausgesprochen; wenn er nur \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d4\u05f3 gesagt hat, schlie\u00dfe er \u05dc\u05de\u05d3\u05e0\u05d9 \u05d7\u05e7\u05d9\u05da. Wenn sich die Stelle, wo man vorlesen muss, \u00fcber der Stelle, die man ihm gezeigt hat, befindet, aber so nahe, dass man ihm auch noch drei Verse von da an, wo er die Beracha gesagt hat, vorlesen kann, dass n\u00e4mlich alles zum Abschnitt des Tages geh\u00f6rt, tue man so, und er sage nicht noch einmal die Beracha.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a719.<\/h2>\n\n\n\n<p>Jeder, der aufgerufen wird, muss wenigstens drei Verse lesen; am Montag und am Donnerstag und ebenso am Schabbat zu Mincha m\u00fcssen alle drei zusammen zehn Verse vorlesen; man lese dem dritten vier Verse vor; geschehenenfalls, wenn man allen nur neun Verse, jedem drei, vorgelesen, hat man auch die Pflicht erf\u00fcllt. Dass man am Purim allen drei zusammen nur neun Verse vorliest, ist deshalb, weil der Gegenstand (der Abschnitt von Amalek) da zu Ende ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a720.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer aus der Thora vorliest, schlie\u00dfe nicht an einem Ort, von dem aus bis zum Abschnitt, das ist bis zu einem offenen oder einem geschlossenen Absatz, nicht wenigstens drei Verse \u00fcbrig sind. Wenn er bereits die Nachberacha gesagt, nachdem er bei weniger als drei Verse vor dem Abschnitt geschlossen hat, braucht der n\u00e4chste Aufgerufene nicht beim Vers vorher anzufangen, sondern fange da an, wo der erste aufgeh\u00f6rt, und lese dazu noch drei Verse vom n\u00e4chsten Abschnitt. Wenn ein Abschnitt nur zwei Verse hat, kann man vor demselben aufh\u00f6ren. Wenn ein Abschnitt mitten im Vers ist, wie z. B. am Anfang der Sidra Pinchas (Num. 26, 19), kann man sogar nach dem unmittelbar vorhergehenden Vers aufh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a721.<\/h2>\n\n\n\n<p>Ebenso fange man nicht weniger als drei Verse nach dem Anfang des Abschnittes an; darum h\u00f6re der Vorhergehende nicht weniger als drei Verse nach dem Anfang des Abschnittes auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a722.<\/h2>\n\n\n\n<p>Man richte es ein, immer mit einer f\u00fcr Israel guten Sache zu beginnen und mit einer f\u00fcr Israel guten Sache zu schlie\u00dfen; ebenso schlie\u00dfe man nicht, wo von einem, der etwas Schlechtes getan, die Rede ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a723.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man einem nur zwei Verse vorgelesen hat, und er hat die Nachberacha gesagt, muss man ihm noch einmal vorlesen, und er sage vorher und nachher Beracha; und da er durch die Nachberacha seinen Sinn abgewandt hat, muss er noch einmal mit \u05d1\u05e8\u05db\u05d5 anfangen und die zwei Verse, die er zuerst gelesen, und noch einen Vers dazu lesen. Wenn dies beim dritten (wenn nur drei aufgerufen werden) vorgekommen (und die zwei vorher haben jeder nur drei Verse gelesen), muss man ihm noch zwei Verse dazu, damit es im ganzen vier Verse sind, vorlesen. Wenn dies beim Kohen vorgekommen, dass er nur zwei Verse gelesen, und man hat nach ihm bereits den Levi aufgerufen, und dann erinnert man sich, so ist folgendes zu beachten: wenn der Levi die Vorberacha noch nicht gesagt hat; wenn er auch schon \u05d1\u05e8\u05db\u05d5 gesagt, ist das nicht der Anfang der Beracha; dann lese der Kohen noch einmal mit den Berachot drei Verse, wie oben steht; und der Levi warte und lese nachher. Wenn aber der Levi bereits die Beracha gesagt, lese man dem Levi von da an vor, wo der Kohen aufgeh\u00f6rt; (denn w\u00fcrde man dem Levi vorlesen, was man dem Kohen vorgelesen hat, so w\u00e4re das eine Herabw\u00fcrdigung f\u00fcr die Kohanim, die zugegen sind, da man sagen w\u00fcrde, der Levi habe angefangen, aus der Thora vorzulesen.) Nach dem Levi sollen zwei Israelim vorlesen, damit drei aufgerufen werden, und der Kohen z\u00e4hlt nicht mit, (da er nur zwei Verse gelesen). Wenn das beim Levi vorgekommen, dass er nur zwei Verse gelesen und der Israel hat bereits die Vorberacha gesagt, lese man dem Israel diese zwei Verse, die der Levi gelesen, und noch einen Vers vor und rufe noch einen Israel auf, um die drei Aufzurufenden zu vervollst\u00e4ndigen. Wenn kein Kohen in der Synagoge war, und man hat an seiner Stelle einen Israel aufgerufen, und da kam vor, dass man ihm nur zwei Verse vorlas, und man bemerkte es erst, nachdem man den zweiten Israel aufgerufen und dieser die Beracha gesagt hatte, so fange der zweite Israel am Anfang der Sidra an, und der erste Israel warte und lese nach ihm, und nach ihm rufe man noch einen Israel auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a724.<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Kind lese nicht vor und werde auch nicht aufgerufen. (Siehe weiter Kap. 97 \u00a7 9.)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a725.<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach der Vorlesung aus der Thora sagt man Halbkaddisch und hebt die Sefer Thora in die H\u00f6he. Der sie emporhebt, \u00f6ffnet die Sefer-Thora, dass drei Seiten der Schrift offen sind, und zeigt sie nach rechts und nach links, nach vorn und nach hinten, da allen M\u00e4nnern obliegt, die Schrift zu sehen; und sie sprechen dabei . . . \u05d5\u05d6\u05d0\u05ea \u05d4\u05ea\u05d5\u05e8\u05d4 Dann rollt man die Thora zu; man soll sie so zurollen, dass sich in der Mitte zwischen den beiden Rollen eine Naht befindet. Man rolle so, dass die n\u00e4chste Naht in die Mitte kommt; wenn die Naht vorher n\u00e4her ist, rolle man dahin, und wenn die sp\u00e4tere Naht n\u00e4her ist, rolle man dahin; denn aus Ehrfurcht vor dem Buch der Thora ist besser, so wenig wie m\u00f6glich zu rollen. (Antworten von R. Meir b. Baruch 69).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a726.<\/h2>\n\n\n\n<p>Jedesmal, wenn man aus der Thora vorliest, sagt man nachher Halbkaddisch, au\u00dfer am Schabbat zu Mincha und am Festtag zu Mincha; da verl\u00e4sst man sich auf Kaddisch, den man vor dem Schemone-Esre-Gebet spricht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a727.<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Montag und am Donnerstag sagt der Vorbeter nach dem Emporheben der Thora . . .\u05d9\u05d4\u05d9 \u05e8\u05e6\u05d5\u05df Die Gemeinde soll zuh\u00f6ren und mit \u05d0\u05de\u05df antworten. Wenn man kein Tachnun sagt, sagt man auch nicht &nbsp;\u05d9\u05d4\u05d9 \u05e8\u05e6\u05d5\u05df<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a728.<\/h2>\n\n\n\n<p>Dann bringt man die Sefer-Thora in die heilige Lade zur\u00fcck. Es ist f\u00fcr jeden, an dem die Sefer-Thora vor\u00fcberkommt, ebenso f\u00fcr den, der sie emporgehoben, und f\u00fcr den, der sie zugerollt hat, eine Pflicht, sie bis vor die heilige Lade zu begleiten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a729.<\/h2>\n\n\n\n<p>An einem Ort, an dem keine Sefer-Thora vorhanden, lese einer laut aus einem gedruckten Pentateuch vor, und die Gemeinde h\u00f6re zu, damit die Vorschrift des Vorlesens nicht in Vergessenheit gerate.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a730.<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn zehn zusammen beten und keine Sefer-Thora zum Vorlesen haben, bringt man ihnen keine Sefer-Thora, um vorlesen zu k\u00f6nnen, selbst wenn sie im Gef\u00e4ngnis eingeschlossen sind, nicht einmal am Rosch haschana und Jom hakipurim. Wenn sie aber einen oder zwei Tage vorher eine Lade oder einen Schrank zurechtgemacht, dass sie f\u00fcr die Thora eine feste St\u00e4tte bereitet haben, ist es erlaubt. F\u00fcr einen hervorragenden Menschen, der krank ist, darf man es auch zur Vorlesung allein hinbringen; manche sagen, f\u00fcr einen hervorragenden Menschen, auch wenn er nicht krank ist, und f\u00fcr einen Kranken, auch wenn es kein hervorragender Mensch ist, ist es erlaubt. F\u00fcr den Schabbat vom Abschnitt \u05d6\u05db\u05d5\u05e8 und vom Abschnitt \u05e4\u05e8\u05d4 kann man erleichtern, weil viele sagen, dass diese vorzulesen von der Thora geboten ist. (Siehe weiter Kap. 140.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kitzur Schulchan Aruch &#8211; Kapitel 18 bis 23 in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[210,133],"tags":[],"class_list":["post-3097","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-creative-commons","category-kitzur-schulchan-aruch"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3097"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3097\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9980,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3097\/revisions\/9980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}