{"id":3928,"date":"2019-01-03T15:36:02","date_gmt":"2019-01-03T13:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=3928"},"modified":"2021-04-25T23:32:15","modified_gmt":"2021-04-25T21:32:15","slug":"die-mischna-pea-kapitel-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischna-pea-kapitel-1\/","title":{"rendered":"Die Mischna \u2013 Pea > Kapitel 1"},"content":{"rendered":"<p>[widgets_on_pages id=&#8220;mischnapea&#8220;]<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"244\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/peah_intro.png?resize=450%2C244&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3969\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/peah_intro.png?w=450&amp;ssl=1 450w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/peah_intro.png?resize=300%2C163&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mischna 1<\/h2>\n\n\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\u05d0\u05b5\u05dc\u05bc\u05d5\u05bc \u05d3\u05b0\u05d1\u05b8\u05e8\u05b4\u05d9\u05dd \u05e9\u05b6\u05c1\u05d0\u05b5\u05d9\u05df \u05dc\u05b8\u05d4\u05b6\u05dd \u05e9\u05b4\u05c1\u05e2\u05d5\u05bc\u05e8. \u05d4\u05b7\u05e4\u05b5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4, \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05d1\u05b4\u05bc\u05db\u05bc\u05d5\u05bc\u05e8\u05b4\u05d9\u05dd, \u05d5\u05b0\u05d4\u05b8\u05e8\u05b5\u05d0\u05b8\u05d9\u05d5\u05b9\u05df, \u05d5\u05bc\u05d2\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05dc\u05d5\u05bc\u05ea \u05d7\u05b2\u05e1\u05b8\u05d3\u05b4\u05d9\u05dd, \u05d5\u05b0\u05ea\u05b7\u05dc\u05b0\u05de\u05d5\u05bc\u05d3 \u05ea\u05bc\u05d5\u05b9\u05e8\u05b8\u05d4.<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p>Folgendes sind die Dinge <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_3928\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_3928-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_3928-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Tosafot Jom Tov: Folgendes sind die Dinge. Er z\u00e4hlt die Hebe nicht darunter auf, weil es die Hebe vom Zehnten gibt, die kein gesetzliches Ma\u00df hat. Deswegen verzichtet er auch, Hebe schlechthin aufzuz\u00e4hlen.(Jerusalemer Talmud). Man kann weiter antworten, dass es einen Unterschied zu den anderen Dingen gibt, wie sp\u00e4ter erkl\u00e4rt wird. Will man sein ganzes Feld als Pea lassen, kann man das tun, was bei der Hebe nicht der Fall ist. (Schlie\u00dflich kann man antworten, dass hier nur Dinge aufgez\u00e4hlt werden, bei denen man durch Vermehrung das Gebot auch besser erf\u00fcllt. So antwortet der Jerusalemer Talmud auf Fragen mit anderen Beispielen. Bei der Hebe ist es gerade verkehrt. Man gibt dem Kohen Unverzehntetes zu essen, wenn man nach einer ersten Abgabe weitere Hebe hinzuf\u00fcgen will. (\u05e8\u05e9&#8220;\u05d9) Es bedarf weiterer Untersuchung, weil dasselbe auch f\u00fcr Pea gilt, wie in Mischna 3 gelehrt wird. <\/span>, die (von der Tora) kein gesetzliches Ma\u00df haben. Die Ecke des Feldes<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_3928\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_3928-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_3928-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Tosafot Jom Tov: Pea. L\u00e4sst er Pea auf die vorgeschriebene Weise am Ende des Feldes, erf\u00fcllt er durch Vermehren tats\u00e4chlich das Gebot besser, ist aber trotzdem verpflichtet, Zehnt daf\u00fcr abzusondern.<\/span>, die Erstlinge, das Erscheinen, die Wohlt\u00e4tigkeit und das Studium des Gesetzes.<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"divider\"><\/div>\n\n\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\u05d0\u05b5\u05dc\u05bc\u05d5\u05bc \u05d3\u05b0\u05d1\u05b8\u05e8\u05b4\u05d9\u05dd \u05e9\u05b6\u05c1\u05d0\u05b8\u05d3\u05b8\u05dd \u05d0\u05d5\u05b9\u05db\u05b5\u05dc \u05e4\u05b5\u05bc\u05e8\u05d5\u05b9\u05ea\u05b5\u05d9\u05d4\u05b6\u05df \u05d1\u05b8\u05bc\u05e2\u05d5\u05b9\u05dc\u05b8\u05dd \u05d4\u05b7\u05d6\u05b6\u05bc\u05d4 \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05e7\u05b6\u05bc\u05e8\u05b6\u05df \u05e7\u05b7\u05d9\u05b6\u05bc\u05de\u05b6\u05ea \u05dc\u05d5\u05b9 \u05dc\u05b8\u05e2\u05d5\u05b9\u05dc\u05b8\u05dd \u05d4\u05b7\u05d1\u05b8\u05bc\u05d0. \u05db\u05b4\u05bc\u05d1\u05bc\u05d5\u05bc\u05d3 \u05d0\u05b8\u05d1 \u05d5\u05b8\u05d0\u05b5\u05dd , \u05d5\u05bc\u05d2\u05b0\u05de\u05b4\u05d9\u05dc\u05d5\u05bc\u05ea \u05d7\u05b2\u05e1\u05b8\u05d3\u05b4\u05d9\u05dd, \u05d5\u05b7\u05d4\u05b2\u05d1\u05b8\u05d0\u05b7\u05ea \u05e9\u05b8\u05c1\u05dc\u05d5\u05b9\u05dd \u05d1\u05b5\u05bc\u05d9\u05df \u05d0\u05b8\u05d3\u05b8\u05dd \u05dc\u05b7\u05d7\u05b2\u05d1\u05b5\u05e8\u05d5\u05b9, \u05d5\u05b0\u05ea\u05b7\u05dc\u05b0\u05de\u05d5\u05bc\u05d3 \u05ea\u05bc\u05d5\u05b9\u05e8\u05b8\u05d4 \u05db\u05b0\u05bc\u05e0\u05b6\u05d2\u05b6\u05d3 \u05db\u05bb\u05bc\u05dc\u05b8\u05bc\u05dd:<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p>Folgende Dinge sind es, deren Fr\u00fcchte der Mensch bereits in diesem Leben genie\u00dft,((Tosafot Jom Tov: Die der Mensch genie\u00dft. \u05e8\u05de\u05d1\u05dd schreibt, dass alle Gebote prinzipiell in zwei Gruppen geteilt werden. Die erste enth\u00e4lt alles, was die Beziehung zwischen Mensch und Gott betrifft, etwa Zizit, Tefillin und dergleichen. Die zweite Gruppe umfasst Dinge, die das Verh\u00e4ltnis einzelner Menschen untereinander betreffen, etwa das Verbot zu stehlen oder das Gebot, den N\u00e4chsten zu lieben. Tut der Mensch etwas aus der ersten Gruppe, so rechnet Gott dies f\u00fcr die kommende Welt an. Tut er dagegen etwas aus der zweiten Gruppe, rechnet Gott ihm das auch f\u00fcr die kommende Welt an, er sieht die positiven Auswirkungen aber schon in dieser Welt, weil er sich gut zu den Menschen verh\u00e4lt. \u2026 Alle zwischenmenschlichen Gebote fallen unter Wohlt\u00e4tigkeit.)) deren Stammgut((Ikar Tosafot Jom Tov: Stammgut. Im Vers \u00bber soll das Ges\u00fcndigte zum Haupt zur\u00fcckgeben\u00ab wird \u00bbges\u00fcndigt\u00ab als \u05e7\u05e8\u05df \u00fcbersetzt. (\u05e2\u05e8\u05d5\u05da) \u05e8\u05de\u05d1\u05df erkl\u00e4rt: Weil die Kraft in den H\u00f6rnern ruht, nennt man die Hauptsache das \u00bbHorn\u00ab.)) jedoch ihm f\u00fcr das k\u00fcnftige Leben verbleibt: Ehrerbietung gegen Eltern,((Ikar Tosafot Jom Tov: Ehrerbietung gegen Eltern. Es steht \u00bbdamit deine Tage lang werden und es dir gut geht\u00ab \u2014 das eine in dieser, das andere in der kommenden Welt. \u00dcber Wohlt\u00e4tigkeit hei\u00dft es: \u00bbWer Gerechtigkeit und Liebe verfolgt, findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre\u00ab. \u2026 \u00dcber das Friedenstiften steht es: \u00bbSuche den Frieden und verfolge ihn\u00ab. \u2026 Man lernt, dass es um Wohlt\u00e4tigkeit geht durch Vergleichung mit dem Wort \u00bbverfolge\u00ab oben. \u00dcber das Studium des Gesetzes hei\u00dft es: \u00bbEs ist dein Leben und die L\u00e4nge deiner Tage\u00ab.)) Wohlt\u00e4tigkeit, Friedenstiften unter Nebenmenschen, aber das Studium des Gesetzes((Ikar Tosafot Jom Tov: Durch das Studium n\u00e4mlich kommt man zu diesen Dingen, denn das Lernen f\u00fchrt zum Handeln. (\u05e8\u05de\u05d1\u05dd))) \u00fcbertrifft alle.<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"divider\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kommentar von R. Ovadja Bartenura \u05e8\u05d1\u05d9 \u05e2\u05d5\u05d1\u05d3\u05d9\u05d4 \u05de\u05d1\u05e8\u05d8\u05e0\u05d5\u05e8\u05d0<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Folgendes sind die Dinge, die kein gesetzliches Ma\u00df haben.<\/strong> Von der Tora; die Rabbiner haben aber ein Mindestma\u00df festgelegt, denn im Verlauf der Mischna lernen wir: (I:2) \u00bbMan mindere die Pea nicht unter einem Sechzigstel\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Ecke des Feldes.<\/strong> Die man f\u00fcr die Armen am Ende des Feldes zu lassen verpflichtet ist, wie es hei\u00dft: \u00bbbeende nicht die Ecke deines Feldes, wenn du erntest\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erstlinge.<\/strong> Da es hei\u00dft: \u00bbDas Erste der Erstlinge deines Bodens sollst du bringen in das Haus des Ewigen, deines Gottes.\u00ab Die Tora hat dabei kein Ma\u00df festgesetzt.((Tosafot Jom Tov: Sogar rabbinisch gibt es kein vorgeschriebenes Ma\u00df.))<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Erscheinen.<\/strong> Man ist verpflichtet, zu den drei Wallfahrtsfesten im Tempelhof zu erscheinen, wie es hei\u00dft: \u00bbDrei Mal im Jahr soll jedes deiner M\u00e4nnlichen gesehen werden.\u00ab Dieses Erscheinen hat kein vorgeschriebenes Ma\u00df; wie oft man will, kann man kommen, um sich zu zeigen, und wieder gehen. Einer anderen Erkl\u00e4rung zu Folge bezieht sich das auf das festliche Friedensmahlopfer, wie es hei\u00dft: \u00bbIhr sollt vor mir nicht leer erscheinen\u00ab. Dieses hat kein biblisch festgelegtes Mindestma\u00df, da es hei\u00dft: \u00bbjeder nach der Gabe seiner H\u00e4nde\u00ab. Die Weisen haben aber ein Ma\u00df vorgeschrieben: das Ganzopfer eine Silber-Maa und das Festopfer zwei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wohlt\u00e4tigkeit.<\/strong> Die mit dem K\u00f6rper geschieht, wie etwa Kranke zu besuchen, Tote zu bestatten und dergleichen. Aber finanzielle Wohlt\u00e4tigkeit, wie etwa die Nackten zu bekleiden oder die Hungrigen zu speisen und dergleichen, hat sehr wohl ein Ma\u00df. Wann immer man zur Erf\u00fcllung dieses Gebotes kommt, soll man ein F\u00fcnftel des erwirtschafteten Gewinnes geben, ist aber zu mehr nicht verpflichtet;<br>denn wir lernen folgenderma\u00dfen: Wer spendet, spende nicht mehr als ein F\u00fcnftel.((Das ist eine Verordnung von Uscha, wie im Traktat Ketubot (50) berichtet wird. Biblisch gibt es also kein gesetzliches Ma\u00df f\u00fcr finanzielle Wohltaten.)) Deshalb muss man immer ein F\u00fcnftel des Gewinnes beiseitelegen,<br>damit es bereit liegt, wenn sich ein Anlass zur Wohlt\u00e4tigkeit ergibt.<br>Auf diese Weise erf\u00fcllt man das Gebot.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Studium des Gesetzes.<\/strong> Es kennt kein Ma\u00df, wie es hei\u00dft:<br>\u00bbDenke dar\u00fcber Tag und Nacht\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Studium des Gesetzes \u00fcbertrifft alle.<\/strong> Hat gleichen Wert wie sie alle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mischna 2<\/h2>\n\n\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\u05d0\u05b5\u05d9\u05df \u05e4\u05bc\u05d5\u05b9\u05d7\u05b2\u05ea\u05b4\u05d9\u05df \u05dc\u05b7\u05e4\u05b5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4 \u05de\u05b4\u05e9\u05b4\u05bc\u05c1\u05e9\u05b4\u05bc\u05c1\u05d9\u05dd, \u05d5\u05b0\u05d0\u05b7\u05e3 \u05e2\u05b7\u05dc \u05e4\u05b4\u05bc\u05d9 \u05e9\u05b6\u05c1\u05d0\u05b8\u05de\u05b0\u05e8\u05d5\u05bc \u05d0\u05b5\u05d9\u05df \u05dc\u05b7\u05e4\u05b5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4 \u05e9\u05b4\u05c1\u05e2\u05d5\u05bc\u05e8. \u05d4\u05b7\u05db\u05b9\u05bc\u05dc \u05dc\u05b0\u05e4\u05b4\u05d9 \u05d2\u05b9\u05d3\u05b6\u05dc \u05d4\u05b7\u05e9\u05b8\u05bc\u05c2\u05d3\u05b6\u05d4, \u05d5\u05bc\u05dc\u05b0\u05e4\u05b4\u05d9 \u05e8\u05b9\u05d1 \u05d4\u05b8\u05e2\u05b2\u05e0\u05b4\u05d9\u05b4\u05bc\u05d9\u05dd, \u05d5\u05bc\u05dc\u05b0\u05e4\u05b4\u05d9 \u05e8\u05b9\u05d1 \u05d4\u05b8\u05e2\u05b2\u05e0\u05b8\u05d5\u05b8\u05d4:<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p>Man mindere die Pea nicht unter einem Sechzigstel (des Feldes), obgleich gelehrt wurde, die Pea habe kein Ma\u00df, so richtet man sich dennoch nach der Gr\u00f6\u00dfe des Feldes, nach der Zahl der Armen und dem Verh\u00e4ltnis zum Ertrag der K\u00f6rner.<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"divider\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kommentar von R. Ovadja Bartenura \u05e8\u05d1\u05d9 \u05e2\u05d5\u05d1\u05d3\u05d9\u05d4 \u05de\u05d1\u05e8\u05d8\u05e0\u05d5\u05e8\u05d0<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Man mindere die Pea nicht unter einem Sechzigstel.<\/strong> Rabbinisch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nach der Gr\u00f6\u00dfe des Feldes.<\/strong> Ist das Feld gro\u00df und die Armen wenige,<br>f\u00fcgt man gem\u00e4\u00df der Gr\u00f6\u00dfe des Feldes zu dem Sechzigstel hinzu. Ist das Feld klein und die Armen viele, f\u00fcgt man zum Sechzigstel gem\u00e4\u00df der Anzahl der Armen hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u05e2\u05e0\u05d5\u05d4.<\/strong> Manche lesen \u05e2\u05e0\u05d5\u05d4 mit \u05d5, d.&nbsp;h., im Verh\u00e4ltnis zum Ertrag soll man den Armen mehr geben, wie in \u00bbund deinen Ertrag vermehre ich\u00ab. \u05e8\u05de\u05d1\u05dd erkl\u00e4rt es als \u00bbReaktion\u00ab, was das Feld gleichsam antwortet. Manche lesen das Wort mit \u05d1, was Gr\u00f6\u00dfe der K\u00f6rner bedeutet.<br>Sind die \u00c4hren an einer Stelle voll und gut, andern Orts schwach und d\u00fcnn, soll man nicht die ganze Pea an den schlechten Stellen lassen,<br>sondern das Sechzigstel auf gute und schlechte Stellen verteilen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mischna 3<\/h2>\n\n\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\u05e0\u05d5\u05b9\u05ea\u05b0\u05e0\u05b4\u05d9\u05df \u05e4\u05b5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4 \u05de\u05b4\u05ea\u05b0\u05bc\u05d7\u05b4\u05dc\u05b7\u05bc\u05ea \u05d4\u05b7\u05e9\u05b8\u05bc\u05c2\u05d3\u05b6\u05d4 \u05d5\u05bc\u05de\u05b5\u05d0\u05b6\u05de\u05b0\u05e6\u05b8\u05e2\u05b8\u05d4\u05bc. \u05e8\u05b7\u05d1\u05b4\u05bc\u05d9 \u05e9\u05b4\u05c1\u05de\u05b0\u05e2\u05d5\u05b9\u05df \u05d0\u05d5\u05b9\u05de\u05b5\u05e8, \u05d5\u05bc\u05d1\u05b4\u05dc\u05b0\u05d1\u05b7\u05d3 \u05e9\u05b6\u05c1\u05d9\u05b4\u05bc\u05ea\u05b5\u05bc\u05df \u05d1\u05b7\u05bc\u05e1\u05bc\u05d5\u05b9\u05e3 \u05db\u05b7\u05bc\u05e9\u05b4\u05bc\u05c1\u05e2\u05d5\u05bc\u05e8. \u05e8\u05b7\u05d1\u05b4\u05bc\u05d9 \u05d9\u05b0\u05d4\u05d5\u05bc\u05d3\u05b8\u05d4 \u05d0\u05d5\u05b9\u05de\u05b5\u05e8, \u05d0\u05b4\u05dd \u05e9\u05b4\u05c1\u05d9\u05b5\u05bc\u05e8 \u05e7\u05b6\u05dc\u05b7\u05d7 \u05d0\u05b6\u05d7\u05b8\u05d3, \u05e1\u05d5\u05b9\u05de\u05b5\u05da\u05b0 \u05dc\u05d5\u05b9 \u05de\u05b4\u05e9\u05bc\u05c1\u05d5\u05bc\u05dd \u05e4\u05b5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4. \u05d5\u05b0\u05d0\u05b4\u05dd \u05dc\u05b8\u05d0\u05d5, \u05d0\u05b5\u05d9\u05e0\u05d5\u05b9 \u05e0\u05d5\u05b9\u05ea\u05b5\u05df \u05d0\u05b6\u05dc\u05b8\u05bc\u05d0 \u05de\u05b4\u05e9\u05bc\u05c1\u05d5\u05bc\u05dd \u05d4\u05b6\u05e4\u05b0\u05e7\u05b5\u05e8:<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p>Man kann die Pea auch vom Anfang des Feldes oder von dessen Mitte geben.<br \/>\nRabbi Schimon behauptet: Nur muss man am Ende wenigstens das obige Ma\u00df stehen lassen. Rabbi Jehuda meint: Wenn einer nur *einen* Halm (am Rande) stehen l\u00e4sst, kann er von dem andern Getreide zugeben und es als Pea betrachten, wo nicht, wird es als herrenloses Gut angesehen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"divider\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kommentar von R. Ovadja Bartenura \u05e8\u05d1\u05d9 \u05e2\u05d5\u05d1\u05d3\u05d9\u05d4 \u05de\u05d1\u05e8\u05d8\u05e0\u05d5\u05e8\u05d0<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Vom Anfang des Feldes oder von dessen Mitte.<\/strong> Am Ende des Feldes muss man aber nichts lassen, da es hei\u00dft: \u00bbbeende nicht die Ecke deines Feldes zu ernten\u00ab. Die Tora sagt: Gib Pea, obwohl noch etwas zu ernten geblieben ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nur muss man am Ende wenigstens das obige Ma\u00df stehen lassen.<\/strong> Obwohl die Tora auch dem am Anfang oder Ende Gegebenen das Gesetz von Pea zugesteht, erf\u00fcllt man das Gebot erst, wenn man am Ende des Feldes ein Sechzigstel stehen l\u00e4sst, wozu man aber auch das am Anfang und in der Mitte Gegebene z\u00e4hlen darf. So wird im Jerusalemer Talmud erwiesen.<br>\u05e8\u05de\u05d1\u05dd verlangt aber, dass man am Ende ein Ma\u00df liegen l\u00e4sst, das als Pea f\u00fcr das gesamte Feld gen\u00fcgt, wenn man vom am Anfang und in der Mitte Gegebenen absieht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn einer nur einen Halm stehen l\u00e4sst.<\/strong> Am Ende des Feldes, so kann er sich auf ihn als Pea verlassen; alles, was er sonst zur\u00fccklegt, gilt trotzdem als Pea.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wo nicht.<\/strong> Wenn er noch nicht einmal einen Halm am Ende des Feldes stehen lassen hat, so z\u00e4hlt das am Anfang und in der Mitte Zur\u00fcckgelassene nicht als Pea, sonder als besitzerloses Gut. Er kontroversiert mit Rabbi Schimon, der zwar nicht zugibt, dass damit das Gebot von Pea erf\u00fcllt ist, diese Frucht aber doch als Pea gelten l\u00e4sst.<br>Die Halacha folgt Rabbi Schimon.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mischna 4<\/h2>\n\n\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\u05db\u05b0\u05bc\u05dc\u05b8\u05dc \u05d0\u05b8\u05de\u05b0\u05e8\u05d5\u05bc \u05d1\u05b7\u05bc\u05e4\u05b5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4. \u05db\u05b8\u05bc\u05dc \u05e9\u05b6\u05c1\u05d4\u05d5\u05bc\u05d0 \u05d0\u05b9\u05db\u05b6\u05dc, \u05d5\u05b0\u05e0\u05b4\u05e9\u05b0\u05c1\u05de\u05b8\u05e8, \u05d5\u05b0\u05d2\u05b4\u05d3\u05bc\u05d5\u05bc\u05dc\u05b8\u05d9\u05d5 \u05de\u05b4\u05df \u05d4\u05b8\u05d0\u05b8\u05e8\u05b6\u05e5, \u05d5\u05bc\u05dc\u05b0\u05e7\u05b4\u05d9\u05d8\u05b8\u05ea\u05d5\u05b9 \u05db\u05b0\u05d0\u05b7\u05d7\u05b7\u05ea, \u05d5\u05bc\u05de\u05b7\u05db\u05b0\u05e0\u05b4\u05d9\u05e1\u05d5\u05b9 \u05dc\u05b0\u05e7\u05b4\u05d9\u05bc\u05d5\u05bc\u05dd, \u05d7\u05b7\u05d9\u05b8\u05bc\u05d1 \u05d1\u05b7\u05bc\u05e4\u05b5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4. \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05ea\u05b0\u05bc\u05d1\u05d5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05e7\u05b4\u05bc\u05d8\u05b0\u05e0\u05b4\u05d9\u05bc\u05d5\u05b9\u05ea \u05d1\u05b7\u05bc\u05db\u05b0\u05bc\u05dc\u05b8\u05dc \u05d4\u05b7\u05d6\u05b6\u05bc\u05d4:<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p>Eine allgemeine Regel haben sie (die Weisen) in Betreff der Pea ausgesprochen: Alles, was zur Speise dient, was geh\u00fctet wird, was sein Wachstum unmittelbar aus der Erde entnimmt, dessen Ernte zu gleicher Zeit geschieht und was man zur Erhaltung einsammelt, unterliegt der Peapflicht. Getreide also und H\u00fclsenfr\u00fcchte sind in dieser Regel einbegriffen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"divider\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kommentar von R. Ovadja Bartenura \u05e8\u05d1\u05d9 \u05e2\u05d5\u05d1\u05d3\u05d9\u05d4 \u05de\u05d1\u05e8\u05d8\u05e0\u05d5\u05e8\u05d0<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Alles, was zur Speise dient.<\/strong> Das schlie\u00dft die Nachlese des Sates aus, welcher von selbst aufschie\u00dft. Obwohl er zur Not gegessen werden kann, wird man ihn sonst wohl kaum als Essen bezeichnen. Daher ist er frei von Pea, da es hei\u00dft: \u00bbwenn du erntest\u00ab \u2014 Ernte hei\u00dft nur, was essbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was geh\u00fctet wird.<\/strong> Das schlie\u00dft herrenloses Gut aus, weil keiner es h\u00fctet. Es ist frei von Pea, da es hei\u00dft \u00bbdem Armen und Konvertiten sollst du es lassen\u00ab \u2014 also nicht das herrenlose Gut, das bereits verlassen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was sein Wachstum unmittelbar aus der Erde nimmt.<\/strong> Das schlie\u00dft Schw\u00e4mme und Pilze aus, die nicht in der Erde wurzeln und aus der Luft wachsen. Sie sind frei von Pea, weil es hei\u00dft: \u00bbdie Ernte deines Landes\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dessen Ernte zu gleicher Zeit geschieht.<\/strong> Das schlie\u00dft Feigen und \u00e4hnliche B\u00e4ume aus, deren Fr\u00fcchte einzeln gepfl\u00fcckt werden, wann immer sie reif sind, da es hei\u00dft: \u00bbErnte\u00ab \u2014 etwas, das in gro\u00dfen Mengen gleichzeitig geerntet wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Getreide und H\u00fclsenfr\u00fcchte.<\/strong> Getreide von den f\u00fcnf Sorten: Weizen,<br>Gerste, Roggen, Dinkel und Hafer. H\u00fclsenfr\u00fcchte sind etwa Bohnen, Erbsen und Linsen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was man zur Erhaltung einsammelt.<\/strong> Das schlie\u00dft Kraut aus. Man kann es nicht erhalten, sondern es verdirbt sofort, wie es hei\u00dft: \u00bbdie Ecke deines Feldes bei deiner Ernte\u00ab \u2014 das Kraut wird aber nicht in diesem Sinne geerntet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In dieser Regel.<\/strong> Sie sind peapflichtig, sofern sie diese Bedingungen erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mischna 5<\/h2>\n\n\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\u05d5\u05bc\u05d1\u05b8\u05d0\u05b4\u05d9\u05dc\u05b8\u05df, \u05d4\u05b8\u05d0\u05d5\u05b9\u05d2 \u05d5\u05b0\u05d4\u05b6\u05d7\u05b8\u05e8\u05d5\u05bc\u05d1\u05b4\u05d9\u05df \u05d5\u05b0\u05d4\u05b8\u05d0\u05b1\u05d2\u05d5\u05b9\u05d6\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05e9\u05b0\u05bc\u05c1\u05e7\u05b5\u05d3\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05d2\u05b0\u05bc\u05e4\u05b8\u05e0\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b0\u05d4\u05b8\u05e8\u05b4\u05de\u05bc\u05d5\u05b9\u05e0\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05d6\u05b5\u05bc\u05d9\u05ea\u05b4\u05d9\u05dd \u05d5\u05b0\u05d4\u05b7\u05ea\u05b0\u05bc\u05de\u05b8\u05e8\u05b4\u05d9\u05dd, \u05d7\u05b7\u05d9\u05b8\u05bc\u05d1\u05b4\u05d9\u05df \u05d1\u05b7\u05bc\u05e4\u05b5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4:<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p>Von B\u00e4umen: Der Sumak (Gerberbaum), die Johannisbrotb\u00e4ume, Nussb\u00e4ume,<br \/>\nMandelb\u00e4ume, Weinst\u00f6cke, Granatb\u00e4ume, Olivenb\u00e4ume und Dattelpalmen unterliegen der Peapflicht.<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"divider\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kommentar von R. Ovadja Bartenura \u05e8\u05d1\u05d9 \u05e2\u05d5\u05d1\u05d3\u05d9\u05d4 \u05de\u05d1\u05e8\u05d8\u05e0\u05d5\u05e8\u05d0<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Sumak.<\/strong> Ein Baum mit roten Fr\u00fcchten, den man \u05e7\u05d5\u05e8\u05e0\u00ab\u05d9 \u05d0\u05d5\u05dc\u05e1 nennt. \u05e8\u05de\u05d1\u05dd erkl\u00e4rt, dass es sich um eine Pflanze handelt, mit der man Fell gerbt.<br>Auf Arabisch hei\u00dft sie \u05e1\u05d5\u05de\u05d0\u00ab\u05e7. Ihre Beeren sind essbar. Nicht nur die hier aufgez\u00e4hlten B\u00e4ume sind pflichtig, sondern auch andere, wenn sie diesen \u00e4hneln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mischna 6<\/h2>\n\n\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p class=\"hetext\">\u05dc\u05b0\u05e2\u05d5\u05b9\u05dc\u05b8\u05dd \u05d4\u05d5\u05bc\u05d0 \u05e0\u05d5\u05b9\u05ea\u05b5\u05df \u05de\u05b4\u05e9\u05bc\u05c1\u05d5\u05bc\u05dd \u05e4\u05b5\u05bc\u05d0\u05b8\u05d4 \u05d5\u05bc\u05e4\u05b8\u05d8\u05d5\u05bc\u05e8 \u05de\u05b4\u05df \u05d4\u05b7\u05de\u05b7\u05bc\u05e2\u05b7\u05e9\u05b0\u05c2\u05e8\u05d5\u05b9\u05ea, \u05e2\u05b7\u05d3 \u05e9\u05b6\u05c1\u05d9\u05b0\u05bc\u05de\u05b8\u05e8\u05b5\u05d7\u05b7. \u05d5\u05b0\u05e0\u05d5\u05b9\u05ea\u05b5\u05df \u05de\u05b4\u05e9\u05bc\u05c1\u05d5\u05bc\u05dd \u05d4\u05b6\u05e4\u05b0\u05e7\u05b5\u05e8 \u05d5\u05bc\u05e4\u05b8\u05d8\u05d5\u05bc\u05e8 \u05de\u05b4\u05df \u05d4\u05b7\u05de\u05b7\u05bc\u05e2\u05b7\u05e9\u05b0\u05c2\u05e8\u05d5\u05b9\u05ea, \u05e2\u05b7\u05d3 \u05e9\u05b6\u05c1\u05d9\u05b0\u05bc\u05de\u05b8\u05e8\u05b5\u05d7\u05b7. \u05d5\u05bc\u05de\u05b7\u05d0\u05b2\u05db\u05b4\u05d9\u05dc \u05dc\u05b7\u05d1\u05b0\u05bc\u05d4\u05b5\u05de\u05b8\u05d4 \u05d5\u05b0\u05dc\u05b7\u05d7\u05b7\u05d9\u05b8\u05bc\u05d4 \u05d5\u05b0\u05dc\u05b8\u05e2\u05d5\u05b9\u05e4\u05d5\u05b9\u05ea \u05d5\u05bc\u05e4\u05b8\u05d8\u05d5\u05bc\u05e8 \u05de\u05b4\u05df \u05d4\u05b7\u05de\u05b7\u05bc\u05e2\u05b7\u05e9\u05b0\u05c2\u05e8\u05d5\u05b9\u05ea, \u05e2\u05b7\u05d3 \u05e9\u05b6\u05c1\u05d9\u05b0\u05bc\u05de\u05b8\u05e8\u05b5\u05d7\u05b7. \u05d5\u05b0\u05e0\u05d5\u05b9\u05d8\u05b5\u05dc \u05de\u05b4\u05df \u05d4\u05b7\u05d2\u05b9\u05bc\u05e8\u05b6\u05df \u05d5\u05b0\u05d6\u05d5\u05b9\u05e8\u05b5\u05e2\u05b7 \u05d5\u05bc\u05e4\u05b8\u05d8\u05d5\u05bc\u05e8 \u05de\u05b4\u05df \u05d4\u05b7\u05de\u05b7\u05bc\u05e2\u05b7\u05e9\u05b0\u05c2\u05e8\u05d5\u05b9\u05ea, \u05e2\u05b7\u05d3 \u05e9\u05b6\u05c1\u05d9\u05b0\u05bc\u05de\u05b8\u05e8\u05b5\u05d7\u05b7, \u05d3\u05b4\u05bc\u05d1\u05b0\u05e8\u05b5\u05d9 \u05e8\u05b7\u05d1\u05b4\u05bc\u05d9 \u05e2\u05b2\u05e7\u05b4\u05d9\u05d1\u05b8\u05d0. \u05db\u05b9\u05bc\u05d4\u05b5\u05df \u05d5\u05b0\u05dc\u05b5\u05d5\u05b4\u05d9 \u05e9\u05b6\u05c1\u05dc\u05b8\u05bc\u05e7\u05b0\u05d7\u05d5\u05bc \u05d0\u05b6\u05ea \u05d4\u05b7\u05d2\u05b9\u05bc\u05e8\u05b6\u05df, \u05d4\u05b7\u05de\u05b7\u05bc\u05e2\u05b7\u05e9\u05b0\u05c2\u05e8\u05d5\u05b9\u05ea \u05e9\u05b6\u05c1\u05dc\u05b8\u05bc\u05d4\u05b6\u05dd, \u05e2\u05b7\u05d3 \u05e9\u05b6\u05c1\u05d9\u05b0\u05bc\u05de\u05b8\u05e8\u05b5\u05d7\u05b7. \u05d4\u05b7\u05de\u05b7\u05bc\u05e7\u05b0\u05d3\u05b4\u05bc\u05d9\u05e9\u05c1 \u05d5\u05bc\u05e4\u05d5\u05b9\u05d3\u05b6\u05d4, \u05d7\u05b7\u05d9\u05b8\u05bc\u05d1 \u05d1\u05b0\u05bc\u05de\u05b7\u05e2\u05b7\u05e9\u05b0\u05c2\u05e8\u05d5\u05b9\u05ea, \u05e2\u05b7\u05d3 \u05e9\u05b6\u05c1\u05d9\u05b0\u05bc\u05de\u05b8\u05e8\u05b5\u05d7\u05b7 \u05d4\u05b7\u05d2\u05b4\u05bc\u05d6\u05b0\u05d1\u05b8\u05bc\u05e8:<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p>Man ist so lange berechtigt, das Geerntete als Pea zu geben und ist von den Zehnten befreit, bis man das aufgesch\u00fcttete Korn glatt gestrichen hat. Ebenso lange kann man Korn als herrenloses Gut fortgeben, ohne es zu verzehnten. Auch kann man Vieh, Wild und Gefl\u00fcgel ebenso lang damit f\u00fcttern und ist zehntenfrei. Man darf auch von der Scheune, ohne dasselbe zu verzehnten, nehmen, um es zu s\u00e4en, bis man das aufgesch\u00fcttete Korn bestrichen hat. So lehrt Rabbi Akiwa: Wenn ein Kohen oder Levit Getreide aus der Scheune, bevor dasselbe im Haufen bestrichen ist, kaufen, so geh\u00f6ren ihnen die Zehnten. Hat jemand etwas dem Heiligtum geschenkt und l\u00f6st dasselbe wieder aus, so muss er solches verzehnten, es sei denn, dass es der Schatzmeister bereits aufgesch\u00fcttet hatte.<\/p>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"divider\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kommentar von R. Ovadja Bartenura \u05e8\u05d1\u05d9 \u05e2\u05d5\u05d1\u05d3\u05d9\u05d4 \u05de\u05d1\u05e8\u05d8\u05e0\u05d5\u05e8\u05d0<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Man ist berechtigt, Pea zu geben.<\/strong> Wer keine Pea gegeben hat, solange die Frucht auf dem Feld stand. Die Pea, die man von der bereits geschnittenen Frucht absondert, ist frei von den Zehnten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bis man glattgestrichen hat.<\/strong> Bis er das Getreide auf einen Haufen gesch\u00fcttet hat. Gibt er die Pea danach, muss er zuvor Hebe und Zehnte abnehmen, denn nur vor dem Aufsch\u00fctten abgesonderte Pea ist von der Hebe und den Zehnten frei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Man kann als herrenloses Gut geben, ohne zu verzehnten.<\/strong> Erkl\u00e4rt einer sein Getreide f\u00fcr herrenlos und ein anderer eignet es sich an, so ist Letzterer nicht verpflichtet, Zehnt abzunehmen, da es hei\u00dft: \u00bbda kommt der Levite, weil er kein Erbe und Anteil bei dir hat\u00ab \u2014<br>das schlie\u00dft herrenloses Gut aus, bei welchem dein und sein Recht gleich sind. Erkl\u00e4rt er sein Getreide aber nach dem Aufsch\u00fctten f\u00fcr herrenlos,<br>befreit das nicht von den Zehnten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Man f\u00fcttert damit Vieh \u2026<\/strong> Er selbst darf einen Imbiss davon nehmen,<br>bevor es aufgesch\u00fcttet ist, das Vieh darf sogar eine feste Mahlzeit davon bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Man darf auch von der Scheune nehmen, um es zu s\u00e4en.<\/strong> Biblisch ist Saatgut vom Zehnt befreit, da es hei\u00dft: \u00bbdu sollst Zehnt verzehnten, und essen\u00ab \u2014 auf Saatgut passt die Aussage \u00bbund essen\u00ab nicht.<br>Rabbinisch ist es allerdings pflichtig. Rabbi Akiwa meint, dass vor dem Aufsch\u00fctten noch nicht einmal eine rabbinische Verpflichtung besteht. Die Halacha folgt ihm nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die aus der Scheune kaufen.<\/strong> Sie haben das Getreide schon in der Scheune gekauft. Zur Strafe haben die Rabbiner sie verpflichtet, Hebe und Zehnt anderen Kohanim und Leviten zu geben, damit sie keinen Anreiz haben, Getreide oder Wein in der Scheune oder Kelter zu kaufen.<br>Kaufen sie es vor dem Aufsch\u00fctten, geh\u00f6rt der Zehnt ihnen, weil die Frucht noch nicht hebe- bzw. zehntpflichtig geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dem Heiligtum geschenkt und wieder ausgel\u00f6st.<\/strong> Wenn er seine Scheune dem Heiligtum geschenkt und von der Tempelkasse wieder ausgel\u00f6st hat, so muss der K\u00e4ufer davon Zehnt abnehmen, sofern die Scheune oder die noch ungeerntete Frucht nicht zehntpflichtig geworden sind, w\u00e4hrend sie dem Heiligtum geh\u00f6rte. Hat es aber der Schatzmeister der Tempelkasse aufsch\u00fctten lassen, ist der K\u00e4ufer frei vom Zehnt \u2014 Heiligt\u00fcmer sind allgemein frei vom Zehnt \u2014, denn es war im Besitz des Heiligtums, als es aufgesch\u00fcttet wurde, wodurch es zehntpflichtig geworden w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/4.0\/\" rel=\"license\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" style=\"border-width: 0;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/i.creativecommons.org\/l\/by-nc-sa\/4.0\/88x31.png?w=840&#038;ssl=1\" alt=\"Creative Commons Lizenzvertrag\"><\/a><br>Die Mischna \u2013 Pea von Alexander Adler ist lizenziert unter einer <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/4.0\/\" rel=\"license\">Creative Commons Namensnennung &#8211; Nicht-kommerziell &#8211; Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz<\/a>.<\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Tosafot Jom Tov: Folgendes sind die Dinge. Er z\u00e4hlt die Hebe nicht darunter auf, weil es die Hebe vom Zehnten gibt, die kein gesetzliches Ma\u00df hat. Deswegen verzichtet er auch, Hebe schlechthin aufzuz\u00e4hlen.(Jerusalemer Talmud). Man kann weiter antworten, dass es einen Unterschied zu den anderen Dingen gibt, wie sp\u00e4ter erkl\u00e4rt wird. Will man sein ganzes Feld als Pea lassen, kann man das tun, was bei der Hebe nicht der Fall ist. (Schlie\u00dflich kann man antworten, dass hier nur Dinge aufgez\u00e4hlt werden, bei denen man durch Vermehrung das Gebot auch besser erf\u00fcllt. So antwortet der Jerusalemer Talmud auf Fragen mit anderen Beispielen. Bei der Hebe ist es gerade verkehrt. Man gibt dem Kohen Unverzehntetes zu essen, wenn man nach einer ersten Abgabe weitere Hebe hinzuf\u00fcgen will. (\u05e8\u05e9&#8220;\u05d9) Es bedarf weiterer Untersuchung, weil dasselbe auch f\u00fcr Pea gilt, wie in Mischna 3 gelehrt wird. <\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Tosafot Jom Tov: Pea. L\u00e4sst er Pea auf die vorgeschriebene Weise am Ende des Feldes, erf\u00fcllt er durch Vermehren tats\u00e4chlich das Gebot besser, ist aber trotzdem verpflichtet, Zehnt daf\u00fcr abzusondern.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Text der Mischna, Traktat Pea, Kapitel 1, in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":4017,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[64],"tags":[117,191],"class_list":["post-3928","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-mischna","tag-creative-commons","tag-mischna"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/misch_pea_bild.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3928","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3928"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3928\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7479,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3928\/revisions\/7479"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3928"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3928"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3928"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}