{"id":4515,"date":"2019-05-27T10:21:35","date_gmt":"2019-05-27T08:21:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=4515"},"modified":"2023-04-18T08:48:43","modified_gmt":"2023-04-18T06:48:43","slug":"more-newuchim-buch-1-kapitel-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-buch-1-kapitel-31\/","title":{"rendered":"More Newuchim \u2013 Buch 1 \u2013 Kapitel 31 bis 34"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einunddrei\u00dfigstes Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><em>In diesem Kapitel bespricht der Ver\u00adfasser zum Teil die menschliche Vernunft. Er sagt, da\u00df sie eine Grenze hat, die sie nicht \u00fcberschreiten kann, und da\u00df es Dinge gibt, die die Vernunft nicht erkennen kann und da\u00df es Menschen gibt, die manche Wissenschaften verstehen, andere hingegen, die sie unge\u00adachtet aller M\u00fche und allen Studiums nicht verstehen da\u00df aber das Wissen im allgemeinen mangelhaft ist. Er sagt, da\u00df es vier Dinge gibt, welche den Menschen hindern, die Wissenschaft zu erlangen, die Herrschsucht, die Tiefe der Geheimnisse der Wissenschaft die Unzul\u00e4nglichkeit der Geisteskraft des Lernenden und seine Nachl\u00e4ssigkeit, sowie das Festhalten an \u00fcblen Gewohnheiten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Erkenntnisse, die der menschliche Geist verm\u00f6ge seiner F\u00e4higkeit und seiner Natur zu erreichen vermag; es gibt aber im Seienden auch Dinge und Zust\u00e4nde, die er seiner An\u00adlage zufolge auf keine Weise und durch keine Ursache \u00b7zu er\u00adkennen imstande ist, zu deren Erkenntnis ihm vielmehr die Pforten verschlossen sind. Es gibt aber auch im Seienden Dinge, von denen er manche Umst\u00e4nde erkennt, wahrend er \u00fcber andere in Unkenntnis bleibt. Wenn er aber etwas davon erkennt, so folgt nicht notwendig, dass er das Ding ganz er\u00adkennen muss, wie ja auch die Sinne wahrnehmen k\u00f6nnen, ohne jedoch deshalb imstande zu sein, in jeder beliebigen Entfernung wahrzunehmen. Und ebenso verh\u00e4lt es sich mit den anderen K\u00f6rperkr\u00e4ften, da ein Mann beispielsweise wohl zwei Zentner, nicht aber zehn zu tragen verm\u00f6chte. Die \u00dcberlegenheit ein\u00adzelner Individuen dieser Art \u00fcber die anderen ist hinsichtlich der Sinneswahrnehmungen und der \u00fcbrigen K\u00f6rperkr\u00e4fte jeder\u00admann klar und einleuchtend. Doch sind Sinneswahrnehmungen und K\u00f6rperkr\u00e4fte begrenzt; man kann ihren Gegenstand nicht in jeder beliebigen Entfernung und Gr\u00f6\u00dfe erfassen. Genau das\u00adselbe gilt von den menschlichen Vernunfterkenntnissen. Auch hinsichtlich ihrer sind einige Individuen dieser Art den anderen sehr \u00fcberlegen. Auch dies ist den Gelehrten wohlbekannt und einleuchtend, so dass der eine einen Gedanken von selbst, durch sein Studium allein, zutage f\u00f6rdern, ein anderer diesen n\u00e4m\u00adlichen Gedanken \u00fcberhaupt niemals verstehen kann, weil sein Erkenntnisverm\u00f6gen in keiner Weise zu ihm gelangen kann, selbst wenn man ihm diesen in allen Sprachen, durch allerhand Beispiele und durch eine lange Zeit begreiflich zu machen suchte, einfach infolge der Unf\u00e4higkeit seines Geistes, ihn zu verstehen. Aber auch diese \u00dcberlegenheit ist keine unbegrenzte. Viel\u00admehr gibt es f\u00fcr die menschliche Vernunft zweifellos eine Grenze, bei der sie haltmachen muss, so dass es Dinge gibt, deren Erkenntnis offenbar dem Menschen unm\u00f6glich ist, und die er gar nicht zu wissen begehrt, weil er wohl wei\u00df, dass dies unm\u00f6glich ist, und dass es keinen Zugang gibt, zu ihnen zu gelangen, wie z. 8. unsere Unwissenheit \u00fcber die Zahl der Ge\u00adstirne, ob sie paarweise oder jedes abgesondert f\u00fcr sich existieren, oder unsere Unwissenheit \u00fcber die Zahl der Tierarten, der Minerale, der Pflanzen u. dgl. Es gibt aber auch Dinge, die zu erkennen der Mensch ein m\u00e4chtiges Verlangen hat, in\u00addem der unwiderstehliche Trieb, nach ihrer wahren Wesenheit zu forschen und ihnen auf den Grund zu kommen, bei jeder Nation und zu jeder Zeit in der Klasse der Denker anzutreffen ist. In Bezug auf solche Dinge bilden sich zahlreiche Ansichten, es entsteht eine Meinungsverschiedenheit unter den Denkern, es erheben sich Zweifel, weil die Vernunft an diesen Dingen h\u00e4ngt, n\u00e4mlich eine Sehnsucht nach ihnen hat, und weil jeder einzelne einen Weg gefunden zu haben glaubt, auf dem er die wahre Wesenheit des Dinges erkennen kann, w\u00e4hrend es jedoch au\u00dferhalb der Kraft des menschlichen Geistes liegt, einen Be\u00adweis daf\u00fcr zu erbringen. Denn bei dem, dessen Wahrheit be\u00adweism\u00e4\u00dfig erkannt worden ist, gibt es keine Meinungsverschie\u00addenheit, keinen Widerspruch und keine Ablehnung, und nur ein Tor wird gegen\u00fcber dem, was bewiesen ist, eine abweichende Meinung haben, die man demonstrative Polemik nennt, wie. man z. B. Leute findet, die der Kugelgestalt der Erde oder der Kreisf\u00f6rmigkeit der Sph\u00e4re und \u00e4hnlichen Dingen widersprechen. Diesen aber sind solche Dinge unzug\u00e4nglich. Am h\u00e4ufigsten entsteht eine solche Verwirrung in betreff der metaphysischen Dinge, seltener in der Naturwissenschaft und ist in der Mathe\u00admatik \u00fcberhaupt nicht vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_idIndexMarker008\"><\/a>Alexander aus Aphrodisias<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4515\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4515-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4515-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Genannt \u00bbder Exeget\u00ab, ein Kommentator der Werke von Aristoteles, lebte zu Aphrodisias in Karien zwischen dem 2.-3. Jhdt. allg. Zeitrechnung. Seinen Kommentar zu Arist. Metaph. hat Bonitz B. 1847, seine Untersuchungen \u00fcber Natur und Moral Spengel 1842 herausgegeben. Seine Werke wurden fr\u00fchzeitig ins Arabische \u00fcbersetzt. In seinem Brief an Ibn Tibbon empfiehlt diesem der Verfasser, die Kommentare Alexanders eingehend zu studieren.<\/span> nimmt f\u00fcr die Meinungsver\u00adschiedenheiten in gewissen Fragen dreierlei Ursachen an. Die eine ist die Herrschsucht und die Rechthaberei, die den Men\u00adschen verhindert, die Wahrheit, so wie sie ist, zu erkennen. Die zweite ist die Subtilit\u00e4t des zu erkennenden Dinges an sich, seine Tiefe und Schwerbegreiflichkeit, die dritte aber, auch da, wo die Erkenntnis eines Dinges m\u00f6glich ist, der Unverstand und die Unzul\u00e4nglichkeit der Geisteskraft dessen, der es zu erkennen w\u00fcnscht. Soweit Alexander. F\u00fcr unsere Zeit gibt es jedoch eine vierte Ursache, die er nicht erw\u00e4hnt hat, weil man sie damals nicht kannte, und zwar die Angew\u00f6hnung<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4515\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4515-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4515-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Von der \u00fcbrigens auch Aristoteles spricht (Metaph. II, 3), wo er sagt, dass infolge der Macht der Gewohnheit auch die Gebildeten an die Mythen glauben. Unser Verfasser spricht hier von der Gewohnheit derjenigen, die an eine offenbarte Religion glauben, die Worte der H. Schrift w\u00f6rtlich aufzufassen.<\/span> und Erziehung. Denn es liegt in der Natur der Menschen, das zu lieben und dem sich zuzuneigen, woran sie sich gew\u00f6hnt haben. So kannst du sehen, dass die Dorfleute gem\u00e4\u00df ihrer Art, nur ein wenig Kopf und Leib zu baden, den Gen\u00fcssen zu entsagen und anstrengend f\u00fcr die Ern\u00e4hrung zu arbeiten, die St\u00e4dte verschm\u00e4hen und an deren Gen\u00fcssen keinen Gefallen finden, sondern vielmehr ihre gewohnten \u00fcblen Zust\u00e4nde den ungewohnten angenehmen vorziehen, so dass sie an dem Wohnen in Pal\u00e4sten, an seidenen Gew\u00e4ndern keine Befriedigung haben, und sich an B\u00e4dern, feinem \u00d6l und Wohlger\u00fcchen nicht er\u00adg\u00f6tzen. Ebenso ergeht es den Menschen auch hinsichtlich der \u00dcberzeugungen, indem er diejenigen liebt und festh\u00e4lt, die ihm gel\u00e4ufig sind und bei denen er aufgewachsen ist, und die anderen verabscheut. Aus dieser Ursache str\u00e4ubt sich der Mensch, die Wahrheit zu erkennen, und bleibt seinen gewohnten Vorstellun\u00adgen zugeneigt, wie dies bei der Menge der Fall ist hinsichtlich der k\u00f6rperlichen Vorstellung von Gott und zahlreichen meta\u00adphysischen Fragen, wie wir dartun wollen. Alles dies geschieht infolge der anhaltenden Gew\u00f6hnung an die heiligen Schriften, mit denen vertraut zu sein und an die zu glauben zur zweiten Natur geworden ist, deren Wortlaut allerdings auf die K\u00f6rper\u00adlichkeit Gottes und auf Einbildungen hinzudeuten scheint, denen keine Wahrheit zugrunde liegt, die jedoch nur als Bilder und Parabeln gemeint sind f\u00fcr Zwecke, die ich anzuf\u00fchren ge\u00addenke.<\/p>\n\n\n\n<p>Glaube aber nicht, dass das, was ich \u00fcber die Unzul\u00e4nglich\u00adkeit des menschlichen Geistes gesagt habe, sowie dar\u00fcber, dass ihm eine Schranke gezogen ist, bei der er haltmachen muss, ein Ausspruch ist, der nur im Sinne der Schrift gesprochen wurde; vielmehr haben auch schon die Philosophen diesen Gedanken ausgesprochen und ihn wirklich erkannt, ohne dabei zu irgend einer Ansicht oder Mutma\u00dfung hinzuneigen; er ist vielmehr eine Wahrheit, an welcher niemand zweifeln kann, ausgenommen derjenige, der in Unkenntnis des bereits Be\u00adwiesenen dahinlebt. Dieses Kapitel aber haben wir in der Tat als Grundlegung f\u00fcr die folgenden vorangestellt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"_idTextAnchor006\"><\/a>Zweiunddrei\u00dfigstes Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Der Verfasser setzt in diesem Kapitel auseinander, dass bei den Vernunfterkenntnissen ein Zustand der Ohnmacht eintritt und f\u00fchrt die Bedeutung des Schriftwortes an: \u00bbHast du Honig gefunden, so iss davon, bis du genug hast\u00ab.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wisse, lieber Leser, dass bei den Vernunfterkenntnissen, weil sie an der Materie haften, manchmal dem \u00c4hnliches sich er\u00adeignet, was bei den Sinneswahrnehmungen zu geschehen pflegt. Wenn du n\u00e4mlich etwas ins Auge fassest, wirst du das erkennen, was du mit deiner Sehkraft wahrzunehmen imstande bist. Strengst du aber deine Augen durch sehr genaues Betrachten an oder bem\u00fchst dich, auf eine gro\u00dfe Entfernung hin zu be\u00adtrachten, auf eine Entfernung, die gr\u00f6\u00dfer ist, als dein Ver\u00adm\u00f6gen zu betrachten f\u00e4hig ist, oder betrachtest du eine sehr kleine Schrift oder eine sehr feine Gravierung, die du nicht wahrnehmen kannst, du zwingst aber dennoch deine Sehkraft, sie nach ihrer wahren Beschaffenheit zu erkennen, so wird deine Sehkraft nicht nur in dem versagen, was du mit deinem Auge nicht bew\u00e4ltigen kannst, sondern auch in dem, was du wahr\u00adzunehmen vermagst. Deine Sehkraft wird ermatten, so dass du nicht einmal das erkennen kannst, was du vor der au\u00dfer\u00adordentlichen Anstrengung des Schauens sehen konntest. Und in diesem Zustande wird sich jeder, der irgend eine Wissen\u00adschaft studiert, hinsichtlich des Kombinationsverm\u00f6gens be\u00adfinden, denn, wenn er lange rechnet und seine Einbildungskraft anstrengt, wird er unruhig und sieht nicht einmal das ein, was er sonst immer eingesehen hat. Denn die Beschaffenheit aller K\u00f6rperkr\u00e4fte ist in dieser Beziehung \u00fcberall die gleiche.<\/p>\n\n\n\n<p>Eben dieses wird dir aber auch bei den Vernunfterkennt\u00adnissen begegnen. Wenn du \u00fcber irgend eine Frage im Zweifel bist und still h\u00e4ltst und zwingst dich nicht zu glauben, dass etwas Unerwiesenes bewiesen sei, und du versuchst nicht, etwas zu verwerfen, oder als falsch zu erkl\u00e4ren, wovon das Gegenteil nicht bewiesen ist, und du trachtest nicht, das zu erkennen, was du nicht zu erkennen vermagst, so hast du da\u00admit bereits die menschliche Vollkommenheit erreicht und be\u00adfindest dich auf der Geistesstufe des Rabbi Akiba, von dem gesagt wird, dass er unversehrt in den Garten eintrat und unversehrt wieder herauskam, indem er \u00fcber diese metaphysischen Fragen forschte. Wenn du dich aber bem\u00fchst, mehr zu erkennen, als dein Erkenntnisverm\u00f6gen zul\u00e4sst, oder du versuchst, Dinge zu negieren, deren Gegenteil nicht bewiesen ist, oder die auch nur entfernt m\u00f6glich sind, dann wirst du zur Stufe Elisa Achers gelangen und nicht nur nicht vollkommen, sondern noch mangel\u00adhafter werden als alle Mangelhaften, und dann wird es dir widerfahren, dass die Fantasie Gewalt \u00fcber dich bekommt und dass du dich den Lastern, den h\u00e4sslichen und schlechten Charaktereigenschaften zuneigst, weil die Vernunft gest\u00f6rt und ihr Licht ausgel\u00f6scht ist, wie es oft den Kranken geschieht, indem sie, wenn die Sehkraft schwach ist, viele Arten tr\u00fcge\u00adrischer Fantasien wahrnehmen, oder wie es denen geschieht, die unvorsichtiger Weise leuchtende oder feine Dinge betrach\u00adten. In diesem Sinne ist gesagt worden: \u00bbWenn du Honig findest, iss davon, bis du genug hast, damit du seiner nicht \u00fcberdr\u00fcssig werdest und ihn ausspeiest\u00ab [Spr\u00fcche 25, 16]. Diesen Satz hat man als Gleichnis auch auf Elisa Acher angewandt. Es ist dies aber ein wunderbares Gleichnis, indem die Wissen\u00adschaft, wie wir sagten, mit einer Speise verglichen wird, und zwar f\u00fchrt es die angenehmste aller Speisen an, den Honig, der die Eigenschaft hat, dass er, wenn man zuviel von ihm ge\u00adnie\u00dft, den Magen reizt, so dass man erbrechen muss, gleichsam als wollte dieses Gleichnis sagen, dass es die Natur dieser Er\u00adkenntnis sei, ungeachtet ihrer Gr\u00f6\u00dfe und Erhabenheit, ja un\u00adgeachtet der Vollkommenheit, die sie in sich tr\u00e4gt, sich in Mangelhaftigkeit zu verwandeln, wenn man in ihr nicht an der richtigen Grenze stehen bleibt, oder nicht mit Behutsam\u00adkeit in ihr vorw\u00e4rts schreitet. Diesem ergeht es ebenso wie dem, der Honig isst. Isst er ihn mit Ma\u00df, so n\u00e4hrt er ihn und schmeckt ihm gut, isst er aber zuviel, so verliert er alles. Darum sagt die Tora nicht: \u00bbdass du seiner nicht satt werdest lind einen Widerwillen dagegen bekommest\u00ab, sondern \u00bbund ihn ausspeiest\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auf diesen Gedanken deutet auch der Spruch: \u00bbViel Honig zu essen ist nicht zutr\u00e4glich\u00ab [ebenda 25, 27] und der Spruch: \u00bbTrachte nicht danach, im \u00dcberma\u00df weise zu werden, warum willst du dich selbst zerst\u00f6ren?\u00ab [Predig. 7, 16]; ebenso deutet darauf der Spruch: \u00bbH\u00fcte deinen Fu\u00df, wenn du in das Haus Gottes gehst\u00ab [ebenda 4, 17]. Und auf diesen Gedanken deutet auch David mit den Worten: \u00bbIch bin nicht in Dingen gewandelt, die mir zu gro\u00df und zu wunderbar waren\u00ab [Ps. 131, 1]. Diesen Gedanken hatten auch unsere Lehrer im Sinne bei ihrem Ausspruch: \u00bbForsche nicht in dem, was dir zu wunderbar ist, gr\u00fcble nicht \u00fcber das dir Verborgene; was zu wissen dir ge\u00adstattet ist, das betrachte, und befasse dich nicht mit Geheim\u00adnissen, d. h. lass deine Vernunft nicht schrankenlos walten, ausgenommen in dem, was der Mensch zu begreifen vermag; hingegen ist die Besch\u00e4ftigung mit dem Dinge, dessen Erkennt\u00adnis nicht in der Natur des Menschen liegt, wie wir gezeigt haben, sehr sch\u00e4dlich. Dies meinten unsere Weisen auch mit ihrem Ausspruche \u00bbWer folgende vier Dinge betrachtet\u00ab usw., wo sie am Schlusse dieses Satzes sagen: \u00bbund wer nicht R\u00fcck\u00adsicht nimmt auf die Ehre seines Sch\u00f6pfers\u00ab. Es ist dies ein Hinweis auf das, was wir erl\u00e4utert haben, n\u00e4mlich dass der Mensch nicht allzu voreilig irreale Gebilde der Einbildungskraft zum Gegenstand seiner Forschung mache und dass er, wenn ihm unerwartet Zweifel aufsteigen oder er f\u00fcr den Gegenstand seines Forschens keinen Beweis findet, er diesen Beweis nicht aufgebe, verwerfe oder f\u00fcr falsch zu erkl\u00e4ren versuche, sondern mit Be\u00adsonnenheit und mit R\u00fccksichtnahme auf die Ehre seines Sch\u00f6p\u00adfers von dieser Forschung abstehe und darin haltmache. Und dies ist ein Gegenstand, der bereits ganz einleuchtet. Es war aber keineswegs die Absicht, welche die Propheten und die Weisen bei diesen Schriftworten und Ausspr\u00fcchen hatten, die Pforte der wissenschaftlichen Forschung g\u00e4nzlich zu ver\u00adsperren, oder die Vernunft an der Erkenntnis dessen zu hin\u00addern, dessen Kenntnis m\u00f6glich ist, wie es die Unwissenden und L\u00e4ssigen meinen, denen es gef\u00e4llt, ihre Mangelhaftigkeit und Einfalt f\u00fcr Vollkommenheit und Weisheit, die Vollkommenheit und Weisheit anderer aber f\u00fcr Mangelhaftigkeit und \u00dcber\u00adtretung des Gesetzes zu halten, \u00bbFinsternis zu Licht und Licht zu Finsternis zu machen\u00ab [Jes. 5, 20]. Vielmehr wollten sie also dartun, dass die menschliche Vernunft eine Grenze hat, \u00fcber die sie nicht hinausgehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Du darfst aber die Worte, die in diesem und in anderen Kapiteln dieses Buches \u00fcber das Denken gesprochen wurden, nicht allzu w\u00f6rtlich nehmen, denn hier hatten wir nicht die Absicht, von dem wirklichen Wesen der Vernunft zu sprechen, sondern wir wollten dich nur zu dem Gedanken hinleiten, den wir im Sinne hatten, w\u00e4hrend die genaue Untersuchung dieses Gegenstandes die Aufgabe anderer Kapitel sein wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"_idTextAnchor007\"><\/a>Dreiunddrei\u00dfigstes Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Der Verfasser legt darin dar, wie man die Reihenfolge der Studien festsetzen und wie man die Be\u00adgriffe im Geiste derjenigen, die oberfl\u00e4chlich studieren, konso\u00adlidieren muss. Er gibt den Grund an, warum die Lehrer in R\u00e4tseln sprechen und warum diese Lehren \u201eGeheimnisse\u201c genannt werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sehr gef\u00e4hrlich, das Studium mit dieser Wissenschaft, n\u00e4mlich mit der Metaphysik, zu beginnen. Ebenso ist es sch\u00e4d\u00adlich, vor Anf\u00e4ngern die Bedeutungen der prophetischen Gleich\u00adnisse zu erkl\u00e4ren und auf den allegorischen Sinn der W\u00f6rter, die in den Schilderungen der Propheten \u00fcblich und deren die Prophetenb\u00fccher voll sind, aufmerksam zu machen. Vielmehr muss man Kinder nach dem Ma\u00dfe ihres Erkenntnisverm\u00f6gens unterrichten und Menschen von geringer Einsicht ihrer Fassungs\u00adkraft gem\u00e4\u00df beschwichtigen, denjenigen aber, der sich im Denken t\u00fcchtig erweist und f\u00fcr diese oberste Stufe, n\u00e4mlich f\u00fcr die demonstrative Forschung und f\u00fcr die vernunft\u00adgem\u00e4\u00dfen wahren Bedeutungen vorbereitet, soll man nach und nach emporsteigen lassen, bis er, sei es durch die An\u00adregungen, die ihm ein anderer gibt, sei es durch sich selbst, zu seiner Vervollkommnung gelangt. Allerdings wird, wenn er mit der Metaphysik anf\u00e4ngt, sein Glaube nicht nur verwirrt, sondern g\u00e4nzlich zerst\u00f6rt werden, und man kann meiner Meinung nach einen solchen mit dem vergleichen, der einen S\u00e4ugling mit Weizenbrot, Fleisch und Wein ern\u00e4hren wollte; denn damit w\u00fcrde er ihn zweifellos t\u00f6ten, nicht weil diese Nahrungsmittel schlecht oder der Natur des Menschen nicht angemessen sind, sondern weil der, der sie empf\u00e4ngt, zu schwach ist, sie zu ver\u00addauen, ehe er dahin gelangt, von ihnen Nutzen zu ziehen. Ebenso haben die Propheten und Lehrer diese Wahrheiten nicht deshalb geheim gehalten und in Bildern von ihnen ge\u00adsprochen, und nicht deshalb gebrauchen alle Gelehrten mannig\u00adfache Auskunftsmittel, um sie ohne Kommentar zu lehren, weil in ihnen irgend etwas B\u00f6ses verborgen ist oder weil sie den Fundamentallehren der Religion widerstreiten \u2013 so glauben n\u00e4mlich die Einf\u00e4ltigen, die sich einbilden, auf der Stufe der Forschung angelangt zu sein -sie haben sie vielmehr ge\u00adheim gehalten, weil der Geist derjenigen, die sie als Anf\u00e4nger lernen, sie aufzunehmen unzul\u00e4nglich ist, und nur Weniges davon offenbart, was der T\u00fcchtige erlernen mag. Und deshalb werden sie, wie wir dargelegt haben, Geheimlehren und Geheimnisse der Tora genannt. Dies ist der Grund, weshalb, wie wir anf\u00fchrten, die Tora in der Sprache der Menschen redet, damit sie f\u00fcr Anf\u00e4nger geeignet sei und damit man Frauen und Kinder, ja das ganze Volk darin unterrichte, welche die Worte nach ihrem wahren Sinne zu verstehen nicht f\u00e4hig sind. Und deshalb begn\u00fcgt sich die Tora bei diesen mit der \u00dcberlieferung aller wahren Dinge, von denen sie will, dass sie geglaubt werden und mit jeder Darstellung, die das Denken auf das Dasein dieses Dinges hinleitet, ohne aber sein Wesen und sein Was zu offenbaren. Erst wenn jemand t\u00fcchtig geworden ist, werden ihm die Geheimnisse der Tora entweder von einem anderen \u00fcberliefert, oder er gelangt von selbst zu ihnen, wenn ein Teil derselben ihn dazu anregt, sich mit den \u00fcbrigen zu befassen, und er kann zu jener Stufe gelangen, wo er den Glauben an diese Wahrheiten nach den Methoden des wahren Glaubens besitzt, entweder durch Be\u00adweise bei dem, was bewiesen werden kann, oder wo nur diese m\u00f6glich sind, durch starke Argumente. Dann wird er sich diese Dinge, die ihm bisher Gleichnisse und Bilder waren, nach ihrem wahren Sinne vorstellen und ihre wahre Wesenheit ver\u00adstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon mehrmals haben wir in diesem Buch den Ausspruch der Weisen erw\u00e4hnt, dass man die <em>Merkawah<\/em> (Metaphysik) nicht einmal einem einzelnen J\u00fcnger vortragen d\u00fcrfe, es w\u00e4re denn, dass er ein Gelehrter ist und verm\u00f6ge seiner Kenntnisse einsieht, dann d\u00fcrfe man sie ihm in den Hauptpunkten \u00fcber\u00adliefern. Und deshalb darf man mit der Unterweisung eines Menschen in dieser Disziplin nur nach dem Ma\u00dfe seines Er\u00adkenntnisverm\u00f6gens beginnen, und zwar nur unter diesen zwei Bedingungen, erstens dass er ein Gelehrter sei, n\u00e4mlich dass er diejenigen Wissenschaften beherrsche, aus denen die Vor\u00adbegriffe der Forschung entnommen werden, zweitens dass er ein Mensch von Einsicht und Klugheit sei, hellsehenden Geistes von Natur, der bei geringen Andeutungen die Absicht merkt. Dies ist die Bedeutung des Satzes \u00bbder verm\u00f6ge seiner Kennt\u00adnisse einsieht\u00ab. Und nun will ich die Ursachen darlegen, die dem Volke das Studium nach den Methoden der wahren For\u00adschung unm\u00f6glich machen, und die es verbieten, dass man ihm gleich anfangs das wahre Wesen der Dinge darstelle, wie sie an sich sind. Dass dies mit Recht und notwendigerweise so ist und nicht anders sein kann, will ich im folgenden Kapitel vor\u00adbringen und er\u00f6rtern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"_idTextAnchor008\"><\/a>Vierunddrei\u00dfigstes Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Der Verfasser erl\u00e4utert darin die f\u00fcnf Ursachen, die es unm\u00f6glich machen, das Studium mit der Metaphysik zu beginnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es sind f\u00fcnf Ursachen, die es verbieten, den Unterricht mit der Metaphysik zu beginnen und die Laien. Oder das aufzukl\u00e4ren und ihnen das zu zeigen, worauf man sie eigentlich aufmerksam machen m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstens ist der Gegenstand an sich sehr schwierig und er\u00adfordert au\u00dfergew\u00f6hnlichen Scharfsinn und Tiefe. Daher sagt der Tanach: \u00bbFerne ist das, was ist, und sehr tief ver\u00adborgen, wer kann es finden?\u00ab [Pred. 7, 2-4]; und es wird gesagt: \u00bbDie Wissenschaft, wo wird sie gefunden ?\u00ab [Ijob 28, 12]. Es ist daher nicht zul\u00e4ssig, dass man im Unterrichte mit dem Schwierigen und Schwerverst\u00e4ndlichen beginne. Eines der Bilder, die in unserer Tora offenbart sind, ist die \u00c4hnlichkeit der Wissenschaft mit dem Wasser, welches unsere Weisen auf mannigfache Art erkl\u00e4ren, unter anderem auch damit, dass der, der schwimmen kann, Perlen aus dem Meeres\u00adgrund zu holen vermag, w\u00e4hrend derjenige, der es nicht kann, untergeht. Daher soll sich auf das Schwimmen nur derjenige einlassen, der es erlernt und ge\u00fcbt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens. Die anf\u00e4ngliche Mangelhaftigkeit der Erkenntnis\u00adt\u00e4tigkeit aller Menschen. Dem Menschen wurde n\u00e4mlich seine letzte Vollkommenheit nicht schon von Anfang an verliehen, sondern sie ist nur als Verm\u00f6gen in ihm vorhanden, und er ermangelt dieser F\u00e4higkeit im Anfange seines Daseins in Wirk\u00adlichkeit, wie die Tora sagt: \u00bbEin wilder Waldesel ist der Mensch bei seiner Geburt\u00ab [Ijob 11, 12]. Auch muss bei keinem Menschen eine Eigenschaft, die er als Verm\u00f6gen be\u00adsitzt, notwendig auch zu einer wirklichen werden; es ist viel\u00admehr m\u00f6glich, dass er in seiner Mangelhaftigkeit beharrt, sei es weil andere Umst\u00e4nde ihn hindern, sei es weil er zu wenig gelernt hat, wodurch er dieses Verm\u00f6gen in Wirklichkeit ver\u00adwandeln k\u00f6nnte. Darum sagt die Tora ausdr\u00fccklich:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbNicht viele werden weise\u00ab [ebenda 32, 9], und unsere Weisen sagen: Ich sah Menschen von hohem Rang, es waren aber ihrer wenige\u00ab. Denn die Hindernisse der Vervollkommnung sind zahlreich und die st\u00f6renden Umst\u00e4nde mannigfaltig. Und wann findet sich die vollkommene Vorbereitung und Mu\u00dfe, das unerl\u00e4sslich Notwendige zu erlernen, ehe die in diesem Individuum als Verm\u00f6gen vorhandene T\u00fcchtigkeit zur wirk\u00adlichen werden kann?<\/p>\n\n\n\n<p>Drittens: Die lange Dauer der Vorstudien. Es liegt ja in der Natur des Menschen, dass er das Verlangen hat, nach dem Ziele zu streben. Oft aber wird ihm dies beschwerlich, und dann unterl\u00e4sst er die Vorstudien. Wenn aber jemand ohne diese vorausgehenden Studien zu irgendeinem Endziele gelangen k\u00f6nnte, dann w\u00e4ren dies ja keine Vorstudien, sondern absolut st\u00f6rende und \u00fcberfl\u00fcssige Besch\u00e4ftigungen. Weckst du aber irgendeinen Menschen, selbst den unbesonnensten und d\u00fcmm\u00adsten, wie man einen Schlafenden weckt, und sprichst du zu ihm: Sehnst du dich nicht nach der Kenntnis der Himmel, ihrer Zahl und Beschaffenheit?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Kenntnis dessen, was darinnen ist?<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcnschtest du nicht zu wissen, was die Engel sind?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie die ganze Welt erschaffen worden und welcher gem\u00e4\u00df der Anordnung des einen ihrer Teile dem anderen gegen\u00ad\u00fcber ihr Zweck ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Seele ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sie im Leibe entstanden, ob sie sich vom Leibe trennen kann, und wie, wodurch und wozu dies geschehe?<\/p>\n\n\n\n<p>Und andere Fragen dieser Art, so wird er ohne Zweifel ja sagen, denn er besitzt ein nat\u00fcrliches Verlangen, diese Dinge nach ihrem wahren Wesen zu kennen, aber er will dieses Verlangen stillen und zur Kenntnis aller dieser Dinge schon dadurch gelangen, dass du ihm dar\u00fcber ein oder zwei Worte sagst. N\u00f6tigst du ihn jedoch, seine Ge\u00adsch\u00e4fte auch nur eine Woche lang zu vers\u00e4umen, bis er dies alles verstanden haben werde, so wird er es nicht tun, sondern sich mit tr\u00fcgerischen Fantasien begn\u00fcgen, mit denen er sich zufrieden gibt, und wird es verschm\u00e4hen, wenn man ihm sagt, das sei ein Ding, welches vieler Vorstudien und langer Zeit zur Untersuchung bed\u00fcrfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Du aber wei\u00dft, dass diese Dinge eins mit dem anderen ver\u00adkn\u00fcpft sind, dass es n\u00e4mlich nichts gibt als Gott und alle seine Werke, d. h. alles, was au\u00dfer Gott im Dasein inbegriffen ist, dass es also keinen Weg gibt, Gott zu erkennen, als durch seine Werke, und dass es diese sind, die sein Dasein beweisen und das, was wir von Gott glauben, n\u00e4mlich von ihm bejahen oder verneinen m\u00fcssen. Somit ist es unerl\u00e4sslich, hinsichtlich aller seienden Dinge zu untersuchen, wie sie an sich sind, damit wir von jeder ihrer Arten wahre und beweiskr\u00e4ftige Vorbegriff gewinnen, die uns bei unseren metaphysischen Forschungen f\u00f6rderlich sein sollen. Und wie viele Vorbegriffe gewinnen wir aus der Natur der Zahlen und aus den Eigent\u00fcmlichkeiten der geometrischen Formen, die uns auf manche Begriffe hin\u00adweisen, die wir von Gott nicht aussagen d\u00fcrfen, und deren Verneinung uns vieles andere lehrt. Was nun die Astronomie der Sph\u00e4ren und die Naturwissenschaft betrifft, bist du, wie ich glaube, nicht im Zweifel, dass diese notwendige Dinge ent\u00adhalten, um zu erkennen, wie das Verh\u00e4ltnis der Welt zur g\u00f6ttlichen Weltregierung der Wahrheit gem\u00e4\u00df ist, nicht aber nach fantastischen Vorstellungen. Au\u00dferdem gibt es zahlreiche philosophische Begriffe, die, ohne als Vorkenntnisse zur Me\u00adtaphysik verwendet zu werden, doch das Denken \u00fcben und zur Beweisf\u00fchrung und zur Erkenntnis der wahren Beschaffen\u00adheit derjenigen Dinge bef\u00e4higen, die f\u00fcr den Beweis wesentlich sind und die Fehler beseitigen, die in den Ansichten vieler Denker sich vorfinden, weil sie in Zweifel sind, ob diese Dinge wesentlich oder zuf\u00e4llig sind, wie auch die falschen Mei\u00adnungen, die sich daraus ergeben, wozu noch kommt, dass man durch sie die Dinge nach ihrem wahren Wesen, wie sie an sich sind, begreift, und wenn diese Dinge auch nicht als Grundlage der Metaphysik zu betrachten sind, so bringen sie doch un\u00adfehlbar anderen Nutzen in Dingen, die dieser Wissenschaft nahe stehen. Deshalb ist es notwendig, ja f\u00fcr jeden, der die menschliche Vollkommenheit erreichen will, unerl\u00e4\u00dflich, zuerst die Logik, dann der Reihe nach die mathematischen Wissen\u00adschaften, dann die Naturwissenschaft und zuletzt die Meta\u00adphysik zu studieren. Wir bemerken ja viele, deren Geist schon bei einem Teile dieser Wissenschaften erm\u00fcdet und, falls auch der Geist nicht versagte, kann sie der Tod in ihrem Studium unter\u00adbrechen, w\u00e4hrend sie noch mitten in den vorbereitenden Hilfs\u00adwissenschaften sind. W\u00e4re uns also nicht durch die \u00dcber\u00adlieferung auf irgendeine Weise Kenntnis verliehen, und h\u00e4tte man uns nicht durch Bilder \u00fcber die Sache unterwiesen, w\u00e4ren wir also allein nur darauf angewiesen, dass wir zur richtigen Vorstellung durch Wesensbegriffe gelangen, und dass wir das, was wir glauben wollen, nur auf Grund von Beweisen glauben, was ja ohne lange Vorbereitung nicht m\u00f6glich ist, so m\u00fcsste dies dahin f\u00fchren, dass die meisten Menschen st\u00fcrben, ohne zu wissen, ob es f\u00fcr die Welt einen Gott gibt oder nicht, um so weniger aber, ob ihm eine Regierung zugesprochen oder eine Mangelhaftigkeit ihm abgesprochen werden muss, und diesem Schicksal w\u00fcrden nur sehr wenige Menschen entgehen, \u00bbeiner in einer Stadt oder zwei in einer Familie\u00ab [Jirm. 3, 14]. Die anderen aber, die \u00dcbriggebliebenen, die \u00bbGott ruft\u00ab [Joel 3, 5], k\u00f6nnen die T\u00fcchtigkeit, die ja das Endziel ist, nur nach ent\u00adsprechender Vorbereitung erreichen. Schon Salomo hat er\u00adkl\u00e4rt, dass die Notwendigkeit der Vorbereitung unumg\u00e4nglich und dass es unm\u00f6glich sei, ohne sie zur wahren Wissenschaft zu gelangen, und in diesem Sinne sagt er: \u00bbWenn das Eisen stumpf ist und die Oberfl\u00e4che nicht geschliffen, wie sollte es dann Heere \u00fcberwinden? Um so vorz\u00fcglicher ist es, das Wissen durch Vorbereitung zu erwerben\u00ab [Predig. 10, 10]. Ferner: \u00bbVer\u00adnimm den Rat und nimm Zurechtweisung an, damit du in Zu\u00adkunft weise werdest!\u00ab [Spruch. 19, 20].<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt aber noch einen anderen Grund, der uns n\u00f6tigt, die vorbereitenden Wissenschaften zu erlernen und zu kennen, und zwar ist es folgender: Beim Untersuchen dr\u00e4ngen sich dem Menschen bald zahlreiche Zweifel auf, er sieht auch bald die Einw\u00e4nde ein, n\u00e4mlich die Widerlegung irgendeines Satzes, denn dies ist so, wie wenn man ein Geb\u00e4ude einrei\u00dft. Allein die Bekr\u00e4ftigung der S\u00e4tze und die L\u00f6sung der Zweifel gelingt allerdings nur durch viele Voraussetzungen, die aus diesen vor\u00adbereitenden Wissenschaften gewonnen werden. Derjenige nun, der ohne Vorbereitung studiert, gleicht einem Menschen, der zu Fu\u00df geht, um an einen Ort zu gelangen, unterwegs aber in eine tiefe Grube f\u00e4llt, aus der hinauszukommen er kein Aus\u00adkunftsmittel hat, so dass er umkommen muss. H\u00e4tte er aber das Gehen unterlassen und w\u00e4re er an seinem Orte geblieben, so w\u00e4re es ihm dienlicher gewesen. Vortrefflich hat schon Salomo in seinen bilderreichen Spr\u00fcchen die Zust\u00e4nde der Tr\u00e4gen und die Tr\u00e4gheit geschildert, und alles dies sind Gleich\u00adnisse f\u00fcr die Tr\u00e4gheit in dem Trachten nach Wissenschaft. Er spricht von dem Begehren, n\u00e4mlich vom Begehren desjenigen, der blo\u00df die Endziele zu kennen w\u00fcnscht, aber nicht beflissen ist, die Vorkenntnisse zu besitzen, die zu diesen Endzielen f\u00fchren, der vielmehr blo\u00df begehrt. Von diesem sagt er: \u00bbDie Begierde des Tr\u00e4gen bereitet ihm den Tod, denn seine H\u00e4nde wollen nicht t\u00e4tig sein. Den ganzen Tag hat er nur Gel\u00fcste; der Gerechte aber gibt und spart nicht\u00ab [Spr\u00fcch. 21, 25]. Er meint damit, seine Begierde bringe ihm deshalb den Tod, weil er nicht danach trachtet, diese Begierde zu befriedigen; viel\u00admehr geschieht nichts anderes, als dass darum seine Begierde w\u00e4chst, und er auf etwas hofft, das zu erreichen er kein Mittel hat. H\u00e4tte er aber diese Begierde fahren lassen, w\u00e4re es f\u00fcr ihn besser gewesen. Achte aber darauf, wie das Ende dieses Bildes den Anfang erl\u00e4utert, indem es sagt: \u00bbAber der Gerechte gibt und spart nicht\u00ab. Der Gerechte ist ja kein Gegensatz vom Tr\u00e4gen au\u00dfer in dem Sinne, wie wir es dargelegt haben, n\u00e4mlich dass er meint, der Gerechte unter den Menschen sei derjenige, der jedem Ding sein bestimmtes Ma\u00df gibt, d. h. seine be\u00adstimmte Zeit, um es zu erforschen, und ihm nichts von seiner Zeit um eines anderen Dinges willen vorenth\u00e4lt. Es ist, als h\u00e4tte er sagen wollen: Der Gerechte widmet seine Tage der Wissenschaft und spart damit nicht, \u00e4hnlich seinem Aus\u00adspruche: \u00bbGib nicht den Weibern dein Verm\u00f6gen\u00ab [Spr\u00fcch. 31, 3] Und sehr viele Gelehrte, n\u00e4mlich solche, denen man Gelehrsam\u00adkeit nachr\u00fchmt, sind von dieser Krankheit geplagt, n\u00e4mlich von dem Streben nach dem Endziel und dem Reden dar\u00fcber, ohne die grundlegenden Vorstudien gemacht zu haben. Manche von ihnen aber werden durch Unwissenheit und Herrschsucht verleitet, diese Vorkenntnisse, die sie nur fl\u00fcchtig erlernt und nachl\u00e4ssig gesucht haben, herabzuw\u00fcrdigen, und bem\u00fchen sich zu zeigen, dass sie sch\u00e4dlich oder unn\u00fctz sind. Aber die Wahr\u00adheit ist bei eingehender Erw\u00e4gung offenbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Viertens: Die nat\u00fcrlichen Anlagen. Es ist n\u00e4mlich voll\u00adkommen einleuchtend und erwiesen, dass die Vorz\u00fcge des Charakters die Grundlagen f\u00fcr die geistigen Vorzuge sind, und dass nur ein Mensch von wohlgebildetem Charakter, der ruhig und besonnen ist, die wahrhaften geistigen Vorz\u00fcge, n\u00e4mlich die vollkommenen Gedanken, besitzen kann. Es gibt aber Menschen, die vom Beginne ihrer Zeugung an ein derart gemischtes Temperament haben, dass bei einem solchen absolut keine T\u00fcchtigkeit in irgendeinem Sinne m\u00f6glich ist, wie z. B. bei demjenigen, der von Natur sehr hei\u00dfbl\u00fctig und heftig ist, denn ein solcher kann dem J\u00e4hzorn nicht entgehen, auch wenn er sich noch so sehr zu beherrschen sucht; oder bei demjenigen, dessen Genitalien bei festem Baue warm und feucht gemischt sind und dessen Hoden sehr viel Samen er\u00adzeugen, denn bei diesem ist es, auch wenn er sich mit \u00e4u\u00dferster Strenge zu beherrschen sucht, dennoch sehr unwahrscheinlich, dass er die S\u00fcnde scheuen werde. Ebenso wirst du unter den Menschen solche finden, die sich sehr laut und l\u00e4rmend ge\u00adhaben und deren Bewegungen sehr heftig und ungeordnet sind, was auf einen Mangel ihrer Zusammensetzung und auf eine schlechte Mischung hinweist, die man nicht n\u00e4her er\u00ad\u00f6rtern kann. Diese Leute werden nie eine vollkommene Einsicht erlangen, und es ist eine absolute Torheit, die derjenige begeht, der sich 1 mit ihnen in diesem Studium be\u00adm\u00fcht; denn diese Wissenschaft ist, wie du wei\u00dft, nicht mit der Arzneikunde oder der Geometrie zu vergleichen, und nicht jeder ist, und zwar aus den Gesichtspunkten, die wir schon angef\u00fchrt haben, dazu bef\u00e4higt. Sie kann ohne die voraus\u00adgehende Vorbereitung des Charakters nicht erworben werden, nicht, ehe der Mensch zur vollendeten Rechtschaffenheit und Tugend gelangt ist; \u00bbdenn der sittlich Entartete ist dem Herrn ein Gr\u00e4uel, und nur mit dem Rechtschaffenen ist sein vertrauter Umgang\u00ab [Spr. 3, 32]. Deshalb haben unsere Weisen es verboten, J\u00fcnglinge darin zu unterrichten, weil es diesen infolge ihrer Hei\u00dfbl\u00fctigkeit und ihres durch das Feuer des k\u00f6rperlichen Wachstums getr\u00fcbten Denkens unm\u00f6glich ist, sie aufzunehmen, ehe dieses verwirrende Feuer erloschen ist und sie die Besonnenheit und Bed\u00e4chtigkeit erlangt haben, ehe ihr Sinn von dem Temperament gebeugt und gedem\u00fctigt ist. Dann erst werden sie von selbst zu jener Stufe der Gottes\u00aderkenntnis emporsteigen, n\u00e4mlich zur Metaphysik, die <a id=\"_idIndexMarker009\"><\/a>Ma&#8217;ase <em>Merkawah<\/em> genannt wird. In diesem Sinne sagt die Tora: \u00bbDer Herr ist denen nahe, die gebrochenen Herzens sind\u00ab [Ps. 34, 19] und ferner: In H\u00f6he und Heiligkeit wohne ich, aber mit den Zerknirschten und Dem\u00fctigen\u00ab [Jes. 57, 1s]. Deshalb sagen unsere Lehrer im Talmud zu dem Satze \u00bbMan \u00fcberliefere ihnen die Hauptsachen\u00ab noch ferner, \u00bbdass man auch diese nur einem Gerichtsvorstande \u00fcberliefern d\u00fcrfe und diesem nur dann, wenn sein Herz in ihm besorgt ist\u00ab. Sie meinen damit die Bescheidenheit, Demut und gro\u00dfe Scheu vor der S\u00fcnde, die mit der Wissenschaft verbunden sein muss. Daselbst wird auch bemerkt: \u00bbMan \u00fcberliefere die Geheimnisse der Tora nur einem Rate, einem Kunstverst\u00e4ndigen oder einem, der sich auf ein gefl\u00fcstertes Wort versteht\u00ab. Diese Eigenschaften kann man aber ohne Naturanlagen nicht erlangen. Du wei\u00dft ja, dass es Leute gibt, die, obwohl sonst die verst\u00e4ndigsten Men\u00adschen, dennoch unf\u00e4hig sind, einen Rat zu erteilen, andere aber, die stets einen richtigen Rat und eine vortreffliche Anleitung, die zur Ordnung der menschlichen Verh\u00e4ltnisse und ihrer Glaubensmeinungen dienlich sind, geben k\u00f6nnen. Ein solcher wird \u00bbRatgeber\u00ab genannt; er muss jedoch darum noch nicht Vernunftbegriffe verstehen, auch wenn sie beinahe Axiome sind, er kann vielmehr sehr unwissend und (in wissenschaft\u00adlicher Beziehung) ohne jedes Auskunftsmittel sein. Von diesem sagt die Tora: \u00bbWozu soll der Kaufpreis in der Hand eines Toren, womit er Weisheit erwerben will, wenn er kein Herz hat?\u00ab [Spr. 17, 16]. Es gibt auch welche, die verst\u00e4ndig und von Natur hellen Geistes sind, bef\u00e4higt, ihre Gedanken in kurzen und treffenden Worten zu verh\u00fcllen, und diese nennt man [Jes. 3, 3] solche, \u00bbdie zu fl\u00fcstern verstehen\u00ab, obgleich sie sich mit der Wissenschaft nicht besch\u00e4ftigt haben und diese zu ihnen auch nicht gelangt ist. Derjenige aber, der wirklich im Besitz der Wissenschaften ist, wird <em>chach&#8217;am charaschim<\/em>, (ein Kunstverst\u00e4ndiger) genannt, weil, wie die Lehrer sagen, sobald er spricht, \u00bballe vor ihm verstummen\u00ab. Achte nun darauf, wie die Weisen nach einem Worte der Tora, die Vollkommenheit eines Mannes von seinen politischen Tugenden und von seinen philosophischen Kennt\u00adnissen abh\u00e4ngig machen, zugleich aber die Klarheit des Geistes und Verstandes und die F\u00e4higkeit der guten Wiedergabe und des guten Ausdrucks der Gedanken in blo\u00dfen Andeutungen als Bedingungen aufgestellt haben, ohne die man die Geheimnisse der Tora nicht \u00fcberliefern d\u00fcrfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Daselbst wird auch folgendes erz\u00e4hlt: \u00bbR. Jochanan sagte einst zu R. Eliezer: Komm, ich will dich in der <em>Merkawah<\/em> unterrichten! Da sprach R. Eliezer: Dazu bin ich noch nicht alt genug\u00ab, d. h. noch f\u00fchle ich das siedende Blut und die Un\u00adruhe der Jugend in mir. Sieh also, wie sie in Verbindung mit jenen vorz\u00fcglichen Eigenschaften auch noch die Jahre als Erfordernis bezeichnet haben, und wie sollte es dann m\u00f6glich sein, dass jemand das Laienvolk, die Frauen und die Kinder in diese Gegenst\u00e4nde einf\u00fchre?<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcnftens: Die Besch\u00e4ftigung mit den Bed\u00fcrfnissen des Leibes, welche die erste Vervollkommnung (des Menschen) be\u00adwirken, insbesondere wenn sich damit die Sorge um Weib und Kinder verbindet, und noch mehr, wenn sich damit das Streben nach dem verbindet, was f\u00fcr die Lebenserhaltung nicht notwendig ist, ein Streben, das infolge des Charakters und der schlechten Gewohnheiten zur bleibenden Natur wird, indem selbst der T\u00fcchtige, von dem wir oben sprachen, wenn er sich viel mit den Dingen, die f\u00fcr den Lebensunterhalt erforderlich sind, zu besch\u00e4ftigen hat, dadurch gehindert werden wird, um so mehr aber, wenn er sich mit denen besch\u00e4ftigt, die zum Lebensunterhalt nicht notwendig sind. Denn je gr\u00f6\u00dfer sein Verlangen nach diesen, desto geringer wird sein Verlangen nach der Philosophie, bis es ganz verschwindet. Sein Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis wird dann ein ununterbrochenes, l\u00e4ssiges und unaufmerksames sein; er wird das nicht verstehen, was er zu verstehen bef\u00e4higt ist, oder er wird eine verworrene Kenntnis erlangen, eine Mischung von Verst\u00e4ndnis und Un\u00adkenntnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus allen diesen Gr\u00fcnden eignen sich diese Dinge ausschlie\u00df\u00adlich f\u00fcr einzelne Auserw\u00e4hlte, nicht aber f\u00fcr die gro\u00dfe Menge, und deshalb m\u00fcssen sie dem Anf\u00e4nger vorenthalten und der dazu nicht Geeignete an der Besch\u00e4ftigung mit ihnen gehindert werden, wie man kleinen Kindern untersagt, schwere Speisen zu essen oder schwere Lasten zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">More Newuchim<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der \u00bbF\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-fuehrer-der-unschluessigen\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/i.creativecommons.org\/p\/zero\/1.0\/88x31.png?w=840\" alt=\"CC0\"\/><\/figure>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">More Newuchim<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der \u00bbF\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-2 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-fuehrer-der-unschluessigen\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/zero\/1.0\/\" rel=\"license\"><br><br><\/a><\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Genannt \u00bbder Exeget\u00ab, ein Kommentator der Werke von Aristoteles, lebte zu Aphrodisias in Karien zwischen dem 2.-3. Jhdt. allg. Zeitrechnung. Seinen Kommentar zu Arist. Metaph. hat Bonitz B. 1847, seine Untersuchungen \u00fcber Natur und Moral Spengel 1842 herausgegeben. Seine Werke wurden fr\u00fchzeitig ins Arabische \u00fcbersetzt. In seinem Brief an Ibn Tibbon empfiehlt diesem der Verfasser, die Kommentare Alexanders eingehend zu studieren.<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Von der \u00fcbrigens auch Aristoteles spricht (Metaph. II, 3), wo er sagt, dass infolge der Macht der Gewohnheit auch die Gebildeten an die Mythen glauben. Unser Verfasser spricht hier von der Gewohnheit derjenigen, die an eine offenbarte Religion glauben, die Worte der H. Schrift w\u00f6rtlich aufzufassen.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 31 bis Kapitel 33 aus dem \u00bbF\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen\u00ab, dem More Newuchim, in deutscher \u00dcbersetzung. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4000,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[262],"tags":[117,151],"class_list":["post-4515","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fuehrer-der-unschluessigen","tag-creative-commons","tag-maimonides"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/mor_new_titelblatt.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4515"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4515\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9509,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4515\/revisions\/9509"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}