{"id":456,"date":"2013-12-08T00:30:05","date_gmt":"2013-12-07T22:30:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=456"},"modified":"2013-12-08T00:30:05","modified_gmt":"2013-12-07T22:30:05","slug":"das-buch-kohelet-kapitel-4-bis-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/das-buch-kohelet-kapitel-4-bis-7\/","title":{"rendered":"Das Buch Kohelet &#8211; Kapitel 4 bis 7"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kapitel 4<\/strong><\/p>\n<p>1. Und ich wandte mich um und sah all die Unterdr\u00fcckungen, die getan werden unter der Sonne. Und siehe, Tr\u00e4nen der Unterdr\u00fcckten und <es gibt> f\u00fcr sie keinen Tr\u00f6ster und von der Hand der Unterdr\u00fccker ging Gewalt aus, und <es gibt> keinen Tr\u00f6ster f\u00fcr sie.<!--more--><br \/>\n2. Und ich pries die Toten, die bereits gestorben sind, mehr als die Lebenden, die noch leben.<br \/>\n3. Und mehr als beide <pries ich> den, der noch nicht ist, der nicht gesehen hat das b\u00f6se Tun, das unter der Sonne getan wird.<br \/>\n4. Und ich sah all die M\u00fche und all die T\u00fcchtigkeit des Tuns, da\u00df es Wetteifer des einen gegen den anderen >ist<. Auch dies ist Hauch und Streben nach Wind.\n5. Der Tor legt die H\u00e4nde ineinander und i\u00dft sein <eigenes> Fleisch.<br \/>\n6. Besser eine Hand voll Ruhe als beide H\u00e4nde voll M\u00fche und Streben nach Wind.<br \/>\n7. Und ich wand mich um und sah Hauch unter der Sonne.<br \/>\n8. Da ist einer und kein zweiter, auch hat er weder Sohn noch Bruder und es gibt kein Ende f\u00fcr all seine M\u00fche, auch seine Augen werden nicht satt am Reichtum. F\u00fcr wen m\u00fche ich mich ab und lasse meine Seele Gutes entbehren? Auch dies <ist> Hauch und ein b\u00f6ses Gesch\u00e4ft.<br \/>\n9. Zwei <sind> besser <dran> als einer, denn sie haben guten Lohn f\u00fcr ihre M\u00fchen.<br \/>\n10. Denn wenn sie st\u00fcrzen, richtet einer seinen Gef\u00e4hrten auf und wehe dem, der allein ist, wenn er f\u00e4llt und kein anderer da ist ihn aufzurichten.<br \/>\n11. Auch wenn zwei zusammenliegen, so wird ihnen warm, aber einem <allein> wird nicht warm.<br \/>\n12. Und wenn einer den einzelnen \u00fcberw\u00e4ltigt, zwei widerstehen ihm. Und der dreifache Faden wird nicht so schnell zerrissen.<br \/>\n13. Besser einen Jungen, arm und weise, als eine K\u00f6nig, alt und t\u00f6richt, der nicht erkennt sich warnen zu lassen.<br \/>\n14. Denn aus dem Gef\u00e4ngnis geht er hervor um K\u00f6nig zu werden, obwohl ein Armer unter seiner K\u00f6nigsherrschaft geboren wurde.<br \/>\n15. Ich sah alle Lebenden, die unter der Sonne gehen mit dem Jungen, dem Zweiten, der an seine Stelle treten soll.<br \/>\n16. Endlos <ist> das Volk, alle die, vor denen er ist. Auch \u00fcber ihn werden sich die Folgenden nicht freuen. Denn auch dies ist Hauch und Streben nach Wind<br \/>\n17. Bewahre deine F\u00fc\u00dfe, wenn du in das Haus G-ttes gehst! Und: N\u00e4hern um zu h\u00f6ren, ist besser als wenn die Tore opfern, denn sie sind Unwissende, so das sie B\u00f6ses tun.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 5<\/strong><\/p>\n<p>1. Eile nicht mit dem Mund und dein Herz eile nicht ein Wort hervorgehen zu lassenvor G-tt! Denn G-tt <ist> im Himmel und du auf der Erde, deshalb seien deine Worte wenig.<br \/>\n2. Denn in vielen M\u00fchen kommt der Traum und t\u00f6richte Rede bei vielen Worten.<br \/>\n3. Wenn Du ein Gel\u00fcbde ablegst vor G-tt, z\u00f6gere nicht es zu erf\u00fcllen! Denn er hat keinen Gefallen an den Toren. Was du geboten hast, erf\u00fclle!<br \/>\n4. Besser, da\u00df du nicht gelobst, als das du gelobst und nicht erf\u00fcllst!<br \/>\n5. La\u00df nicht zu, da\u00df dein Mund zur S\u00fcnde dein Fleisch gibt und sage nicht vor dem Boten: Es war ein Versehen! Wozu soll G-tt \u00fcber deine Stimme z\u00fcrnen und das Werk deiner H\u00e4nde verderben?<br \/>\n6. Denn bei vielen Tr\u00e4umen und viel Hauch sind viele Worte. So f\u00fcrchte G-tt<br \/>\n7. Wenn du Unterdr\u00fcckung eines Armen und Raum von Recht und Gerechtigkeit im Lande siehst, staune nicht \u00fcber die Sache, denn ein Hoher wacht \u00fcber einen anderen Hohen und ein Hoher \u00fcber sie.<br \/>\n8. Und Gewinn f\u00fcr das Land ist: Ein K\u00f6nig f\u00fcr ein bebautes Feld.<br \/>\n9. Der, der Silber liebt wird nicht satt an Silber und wer liebt Reichtum ohne Ertrag? Auch dies ist Hauch.<br \/>\n10. Mehr sich das Gute, vermehren sich die, die es essen und welchen Gewinn hat sein Besitzer, als das seine Augen es ansehen?<br \/>\n11. S\u00fc\u00df <ist> der Schlaf des Arbeiters, ob er wenig oder viel i\u00dft, der \u00dcberflu\u00df l\u00e4\u00dft den Reichen nicht schlafen.<br \/>\n12. Es gibt ein b\u00f6ses \u00dcber, das ich unter der Sonne sah: Reichtum, der bewahrt wird von seinem Besitzer zu seinem \u00dcbel.<br \/>\n13. Ein solcher Reichtum ging verloren durch eine b\u00f6se Sache und hat er eine Sohn gezeugt, so ist gar nicht in seiner Hand.<br \/>\n14. Wie er aus dem Leib der Mutter hervorgegangne ist, nackt wird er wieder zur\u00fcckgehen, wie er gekommen ist und nichts tr\u00e4gt er davon von seinen M\u00fchen, das er gehen lassen wird durch seine Hand.<br \/>\n15. Und auch dies ist ein b\u00f6ses \u00dcbel: Ganz wie er gekommen ist, so wird er gehen. Aber was f\u00fcr eine Gewinn hat er, da\u00df er sich um Wind m\u00fcht?<br \/>\n16. Auch a\u00df er alle seine Tage in Finsternis und <hatte> viele Verdruss und Krankheit und viel Zorn.<br \/>\n17. Sie, was ich als gut <sah>, was als sch\u00f6n: Zu essen und zu trinken und Gutes zu sehen in all seinem M\u00fchen womit er sich abm\u00fcht unter der Sonne die Zahl der Tage seines Lebens, die G-tt ihm gab, denn dies ist sein Teil.<br \/>\n18. Auch jeder Mensch, dem G-tt gab Reichtum und Sch\u00e4tze und den er erm\u00e4chtigt hat von diesem zu essen und zu trinken bei seiner M\u00fche und sich zu freuen, dies ist eine Gabe G-ttes.<br \/>\n19. Denn er denkt nicht viel an die Tage seines Lebens, da G-tt ihn besch\u00e4ftigt mit der Freude seines Herzens.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 6<\/strong><br \/>\n1. Es gibt B\u00f6ses, dass ich gesehen habe unter der Sonne und b\u00f6se ist es f\u00fcr den Menschen:<br \/>\n2. Ein Mensch dem G-tt gegeben hat Reichtum, und Sch\u00e4tze und Ruhm und seiner Seele fehlt nichts von allem, was er w\u00fcnscht und G-tt hat ihn nicht erm\u00e4chtigt davon zu essen, sondern ein fremder Mann i\u00dft davon. Dies ist Hauch und ein \u00fcbles Leiden.<br \/>\n3. Wenn ein Mann hundert <Kinder> zeugt und viele Jahre lebt, das die Tage seiner Jahre viele w\u00e4ren und seine Seele sich nicht s\u00e4ttigte am Guten und auch kein Begr\u00e4bnis f\u00fcr ihn w\u00e4re, <von dem> sage ich: Eine Fehlgeburt <hat es> besser als er.<br \/>\n4. Denn im Hauch kommt sie und in Finsternis geht sie und in Finsternis wird ihr Name bedeckt.<br \/>\n5. Auch die Sonne sah sie nicht und kannte <sie> nicht. Diese hat mehr Ruhe als jener.<br \/>\n6. Und wenn er auch zweimal tausend Jahre gelebt, aber nichts Gutes gesehen h\u00e4tte, -geht nicht alles an seine Ort?<br \/>\n7. Alle M\u00fche des Menschen <ist> f\u00fcr seinen Mund, aber sein Verlangen wird nicht gestillt.<br \/>\n8. Denn was hat ein Weiser dem Tor voraus? Was hilft es dem Armen, da\u00df er wei\u00df, dass er unter Lebenden wandelt?<br \/>\n9. Besser das Sehen der Augen, als das Umhergehen des Verlangen. Auch dies ist Hauch und ein Streben nach Wind.<br \/>\n10. Was war, sein Name ist genannt und voraus ist bekannt, was ein Mensch ist. Und er kann nicht rechten mit dem, der st\u00e4rker ist als er.<br \/>\n11. Denn es gibt viele Worte die vermehren den Hauch. Welchen Nutzen <hat> der Mensch?<br \/>\n12. Denn wer erkennt, was gut ist f\u00fcr den Menschen im Leben, die Zahl der Tage seines nichtigen Lebens, die er verbringt wie ein Schatten? Wer kann dem Menschen erz\u00e4hlen, was noch ihm <sein wird> unter der Sonne?<\/p>\n<p><strong>Kapitel 7<\/strong><br \/>\n1. Besser einen <guten> Namen als gutes \u00d6l und der Tag des Todes als der Tag, da einer geboren wird.<br \/>\n2. Besser in das Haus der Trauer zu gehen, als in das Haus der Feier, denn dort <ist> das Ende aller Menschen und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.<br \/>\n3. Besser Verdru\u00df als Lachen, denn bei b\u00f6sem Gesicht <geht es> dem Herzen gut.<br \/>\n4. Das Herz der Weisen <ist> im Haus der Trauer und das Herz der Toren im Haus der Freude.<br \/>\n5. Besser die Schelte des Weisen zu h\u00f6ren als ein Mann, der das Singen des Toren h\u00f6rt.<br \/>\n6. Denn wie das Ger\u00e4usch der Dornen unter dem Topf, so <ist> das Lachen des Tors. Und auch dies ist Rauch.<br \/>\n7. Denn unrechter Gewinn macht den Weisen zum Toren und Bestechung ruiniert das Herz.<br \/>\n8. Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang und besser langm\u00fctig als hochm\u00fctig.<br \/>\n9. Sei nicht schnell in deinem Geist dich zu \u00e4rgern, den Zorn ruht im Busen der Tore.<br \/>\n10. Sprich nicht: Wie kommt es das fr\u00fchere Tage besser sind als diese. Denn nicht aus Weisheit fragst du danach.<br \/>\n11. Gut ist Weisheit mit Besitz und Gewinn f\u00fcr die, die die Sonne sehen.<br \/>\n12. Denn im Schatten der Weisheit <ist es> wie im Schatten des Geldes. Der Gewinn der Erkenntnis ist aber: Die Weisheit gibt ihrem Besitzer leben.<br \/>\n13. Siehe das Werk G-ttes! Denn wer kann gerade machen, was er gekr\u00fcmmt hat?<br \/>\n14. An guten Tagen sei guter <Dinge> und an b\u00f6sen Tagen siehe: Auch diesen hat G-tt gemacht, damit der gar nichts herausfindet, was nach ihm ist.<br \/>\n15. Dies alles habe ich gesehen in den Tagen meiner Nichtigkeit: Da ist ein Gerechter der zugrunde geht in seiner Gerechtigkeit und da ist ein Frevler, der lange lebt in seiner Bosheit.<br \/>\n16. Sei nicht allzu gerecht und sei nicht \u00fcbertrieben weise. Wozu willst du dich zerst\u00f6ren?<br \/>\n17. Sei nicht allzu ungerecht und sei kein Tor. Was willst du sterben, wenn deine Zeit <noch> nicht da ist?<br \/>\n18. Gut, da\u00df du an diesem festh\u00e4ltst und auch jenes nicht aus der Hand l\u00e4\u00dft, denn der,der G-tt f\u00fcrchtet entgeht dem allen.<br \/>\n19. Die Weisheit hilft dem Weisen mehr als zehn Machthaber, die in der Stadt sind.<br \/>\n20. Denn kein Mensch auf Erden <ist so> gerecht, da\u00df er Gutes tut und nicht s\u00fcndigt.<br \/>\n21. Auch zu allen Worten, die sie reden, gib sie nicht zu deinem Herzen, damit du nicht deinen Knecht h\u00f6rst, der dich verflucht.<br \/>\n22. Denn auch viele Male, dein Herz wei\u00df es, hast auch du andere verflucht.<br \/>\n23. Das alles habe ich in Weisheit gepr\u00fcft. Ich sprach: Ich will weise werden, sie aber blieb fern von mir.<br \/>\n24. Fern ist das, was ist und tief, tief. Wer <kann> es ergr\u00fcnden?<br \/>\n25. Ich wandte mich und mein Herz und zu suchen die Weisheit und ein Denkergebnis und zu erkennen Unrecht als Torheit und Torheit als Tollheit.<br \/>\n26. Und ich fand, bitterer als der Tod ist die Frau, die ein Netzt ist und deren Herzen ein Fischernetz und deren H\u00e4nde Stricke. Ein Guter vor dem Angesicht G-ttes wird ihr entkommen, der S\u00fcnder aber wird durch sie gefangen.<br \/>\n27. Siehe, dies fand ich, spricht Kohelet, eins zum anderen, zu finden ein Denkergebnis.<br \/>\n28. Was meine Seele suchte und ich nicht fand: Einen Mann von tausend fand ich, aber eine Frau von diesen allen fand ich nicht.<br \/>\n29. Allein dies, siehe, habe ich gefunden: G-tt hat den Menschen gerade gemacht, sie aber suchten viele R\u00e4nke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 4 1. Und ich wandte mich um und sah all die Unterdr\u00fcckungen, die getan werden unter der Sonne. Und siehe, Tr\u00e4nen der Unterdr\u00fcckten und f\u00fcr sie keinen Tr\u00f6ster und von der Hand der Unterdr\u00fccker ging Gewalt aus, und keinen Tr\u00f6ster f\u00fcr sie.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[61],"tags":[],"class_list":["post-456","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kohelet-prediger"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/456","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=456"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/456\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":457,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/456\/revisions\/457"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=456"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=456"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=456"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}