{"id":458,"date":"2013-12-08T00:32:08","date_gmt":"2013-12-07T22:32:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=458"},"modified":"2018-06-04T08:26:19","modified_gmt":"2018-06-04T06:26:19","slug":"das-buch-kohelet-kapitel-1-bis-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/das-buch-kohelet-kapitel-1-bis-3\/","title":{"rendered":"Das Buch Kohelet &#8211; Kapitel 1 bis 3"},"content":{"rendered":"<h2>Kapitel 1<\/h2>\n<p>1. Die Worte Kohelets, Sohn Davids, K\u00f6nig in Jerusalem<br \/>\n2. (Nichtigkeit der Nichtigkeiten) Nichtig und fl\u00fcchtig, sprach Kohelet, (Nichtigkeit der Nichtigkeiten) nichtig und fl\u00fcchtig, das alles ist nichtig. <!--more--><br \/>\n3. Welchen Gewinn >hat< der Mensch von aller seiner M\u00fche, mit dem er sich abm\u00fcht unter der Sonne?\n4. Eine Generation geht und eine Generation kommt und die Erde bleibt stehen in Ewigkeit.\n5. Und die Sonne geht auf und die Sonne geht unter und zu ihrem Ort strebt sie, wo sie wieder aufgeht.\n6. Und er geht nach S\u00fcden und er dreht sich nach Norden und er dreht, er dreht, er\ngeht, der Wind und weil er sich dreht, kehrt der Wind zur\u00fcck.\n7. Alle Fl\u00fcsse gehen in das Meer und das Meer wird nicht voll. An den Ort, an den die Fl\u00fcsse gehen, dorthin kehren sie wieder, um zu gehen.\n8. Alle W\u00f6rter m\u00fchen sich ab. Nichts kann der Mensch sagen. Nicht satt wird ein Augezu sehen und nicht voll ein Ohr vom H\u00f6ren.\n9. Das, was war, es ist das, was sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was getan wird. Und es gibt nichts v\u00f6llig Neues unter der Sonne.\n10. Gibt es ein Ding, von dem einer spricht: \"Siehe, das ist neu\"? Es war l\u00e4ngst in den Zeiten, die vor uns waren.\n11. >Es ist< kein Andenken an die Fr\u00fcheren und an die Folgenden, die sein werden, kein Andenken gibt es f\u00fcr sie bei denen, die die Nachfolgenden sind\n12. Ich Kohelet war K\u00f6nig \u00fcber Israel in Jerusalem.\n13. Und ich richtete mein Herz darauf in Weisheit zu suchen und auszukundschaften, was unter dem Himmel getan wird. Ein \u00fcbles Gesch\u00e4ft >gab< G-tt dem Menschen, sich in ihm abzum\u00fchen.\n14. Ich sah all das Tun, das unter der Sonne getan wurde und siehe, alles ist Hauch und Streben nach Wind.\n15. Gekr\u00fcmmtes kann nicht gerade werden und Fehlendes kann nicht gez\u00e4hlt werden.\n16. Ich sprach in meinem Herzen: \"Sieh, ich erwarb und vermehrte Weisheit mehr als jeder, der vor mir in Jerusalem war. Und mein Herz sah die F\u00fclle der Weisheit und und des Wissen.\n17. Und ich richtete mein Herz darauf, die Weisheit zu erkennen und das Wissen von\nTorheit und Torheit. Ich erkannte, da\u00df auch dieses Streben nach Wind war.\n18. Denn in der ganzen Weisheit >ist< viel Verdru\u00df und wer Erkenntnis mehrt, mehrt Leiden.\n\n\n\n<h2>Kapitel 2<\/h2>\n<p>1. Und ich sagte in meinem Herzen: &#8222;Geh doch, ich will mich der Freude weihen und<br \/>\ndas Gute genie\u00dfen.&#8220; Und siehe, es >war< auch Hauch.\n2. Zum Lachen sprach ich: \"T\u00f6richt.\" Und zur Freude: \"Was tut diese?\"\n3. Ich beschlo\u00df in meinem Herzen meinen Leib in Wein zu laben und mein Herz zu besch\u00e4ftigen mit Weisheit. Und Torheit zu ergreifen, bis ich s\u00e4he, was f\u00fcr die Menschen zu tun gut w\u00e4re unter dem Himmel in der Zahl der Tage ihres Lebens.\n4. Ich vollbrachte gro\u00dfe Werke. Ich baute f\u00fcr mich H\u00e4user. Ich pflanzte mir Wein-\ng\u00e4rten.\n5. Ich machte mir G\u00e4rten und Parks und ich pflanzte in ihnen B\u00e4ume mit viel Frucht.\n6. Und ich machte f\u00fcr mich Wasserteiche um trinken zu lassen einen Park wachsender B\u00e4ume.\n7. Ich schuf mir Sklaven und Sklavinnen und auch im Haus Geborene besa\u00df ich. Rinder- und Kleinviehherden besa\u00df ich, mehr als alle, die vor mir in Jerusalem\nwaren.\n8. Ich h\u00e4ufte f\u00fcr mich Silber und Gold an und das Eigentum der K\u00f6nige und L\u00e4nder. Und ich machte mir S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen und die Lust der M\u00e4nner: Frau und Frauen.\n9. Und ich wurde gr\u00f6\u00dfer und reicher als alle die vor mir waren in Jerusalem. Auch meine Weisheit blieb mir erhalten.\n10. Und alles was mein Augen forderten, versagte ich ihnen nicht. Meinem Herzen enthielt ich nicht alle Freude, denn mein Herz freute sich an meinem ganzen Erwerb und dies war mein Teil von meinem Erwerb.\n11. Und ich wandte mich hin zu allem meinem Tun, welches ich mit meiner Hand getan hatte und zu allem Erwerb, mit dem ich mich abgem\u00fcht hatte. Und siehe alles ist Hauch und Streben nach Wind. Und kein Gewinn >ist< unter der Sonne.\n12. Ich wandte mich um, um Weisheit und Torheit und Tollheit zu sehen. Denn was wird der Mensch tun, der nach dem K\u00f6nig kommt? Das was man l\u00e4ngst schon getan hat.\n13. Und ich sah, da\u00df es einen Gewinn der Weisheit vor der Torheit gibt, wie Licht vor der Dunkelheit.\n14. Der Weise hat seinen Augen in seinem Kopf und der Tor wandelt in Finsternis. Und ich erkannte auch, da\u00df das Schicksal sie alle trifft.\n15. Und ich sprach in meinem Herzen: \"Das Schicksal trifft den Tor auch wie mich. Wozu bin ich so \u00fcberaus weise gewesen?\" Und ich sprach in meinem Herzen: \"Auch dieses ist Hauch.\"\n16. Denn es gibt kein Andenken in fernen Zeiten an den Weisen wie an den Tor, in den kommenden Tagen wird alles l\u00e4ngst vergessen sein. Und wie stirbt der Weise gleich dem Tor.\n17. Und ich ha\u00dfte das Leben, denn b\u00f6se f\u00fcr mich ist das Tun, das getan wurde unter der Sonne, denn alles >ist< Hauch und ein Haschen nach Wind.\n18. Und ich ha\u00dfte alle meine M\u00fche, mit denen ich mich abm\u00fchte unter der Sonne, die ich \u00fcberlassen mu\u00df dem Menschen, der nach mir sein wird.\n19. Und wer wei\u00df, ob er weise oder t\u00f6richt sein wird? Und doch hat er Macht \u00fcber alle meine M\u00fchen, mit denen ich mich abgem\u00fcht habe und worin ich weise gewesen bin unter der Sonne. Auch dies ist Hauch.\n20. Und ich wandte mich und lie\u00df mein Herz verzweifeln wegen all der M\u00fchen, mit\ndenen ich mich abgem\u00fcht habe unter der Sonne.\n21. Denn da >ist< ein Mensch, dessen M\u00fche in Erkenntnis, in Wissen, in T\u00fcchtigkeit\n>geschieht< und doch mu\u00df er sie einem Menschen als sein Teil geben. Auch dies\n>ist< Hauch und ein gro\u00dfes \u00dcbel.\n22. Denn was bleibt dem Menschen von all seiner M\u00fche und vom Streben seines\nHerzens, womit er sich abm\u00fcht unter der Sonne?\n23. Denn all seine Tage >sind< Schmerzen und Angst sein Gesch\u00e4ft, auch nachts ruht sein Herz nicht. Auch dies ist f\u00fcr ihn Hauch\n24. >Es gibt< nicht Gutes f\u00fcr den Menschen, der i\u00dft und trinkt und seine Seele Gutes sehen l\u00e4sst in seinen M\u00fchen. Auch dieses sah ich aus der Hand G-ttes kommen.\n25. Denn: \"Wer isst und wer genie\u00dft ohne mich?\"\n26. Denn dem Menschen, der ihm gef\u00e4llt, gibt er Weisheit, Erkenntnis und Freude. DemS\u00fcnder gibt er das Gesch\u00e4ft einzusammeln und anzuh\u00e4ufen, um es zu geben dem, der gut ist vor G-tt. Auch das ist Hauch und haschen nach Wind.\n\n\n\n<h2>Kapitel 3<\/h2>\n<p>1. Alles hat <seine> Zeit und f\u00fcr jedes Vorhaben unter dem Himmel <gibt es eine Zeit>.<br \/>\n2. Zeit zum Geb\u00e4ren und Zeit zum Sterben, Zeit zum Pflanzen und Zeit zum Ausrei\u00dfen des Gepflanzten.<br \/>\n3. Zeit zum T\u00f6ten und Zeit zum Heilen, Zeit zum Niederrei\u00dfen und Zeit zum Bauen.<br \/>\n4. Zeit zum Weinen und Zeit zum Lachen, Zeit zum Klagen und Zeit zum Tanzen.<br \/>\n5. Zeit zum Steinewerfen und Zeit zum Steinesammeln, Zeit zum Umarmen und Zeit zum Fernhalten vom Umarmen.<br \/>\n6. Zeit zum Suchen und Zeit zum Verloren gehen lassen, Zeit zum Bewachen und Zeit zum Wegwerfen.<br \/>\n7. Zeit zum Zerrei\u00dfen und Zeit zum Zusammenn\u00e4hen, Zeit zum Schweigen und Zeit zum Reden.<br \/>\n8. Zeit zum Lieben und Zeit zum Hassen, Zeit f\u00fcr Krieg und Zeit f\u00fcr Frieden.<br \/>\n9. Welchen Gewinn hat der Schaffende, von dem womit er sich abm\u00fcht?<br \/>\n10. Ich sah die Sache die G-tt den Menschen gab sich darin abzum\u00fchen.<br \/>\n11. Er hat alles sch\u00f6n gemacht zu seiner Zeit, auch legte er die Ewigkeit in ihr Herz, nur das der Mensch nicht herausfinden kann das Tun, das G-tt getan hat von Anfang bis Ende.<br \/>\n12. Ich erkannte, da\u00df es nichts Gutes f\u00fcr sie <gibt>, au\u00dfer sich zu freuen und Gutes zu tun f\u00fcr ihr Leben.<br \/>\n13. Aber auch, da\u00df jeder Mensch i\u00dft und trinkt und Gutes sieht in all seinen M\u00fchen, das ist eine Gabe G-ttes.<br \/>\n14. Ich erkannte, da\u00df alles, was G-tt gemacht hat f\u00fcr ewig sein wird. Ihm ist nichts hinzuzuf\u00fcgen und nicht davon wegzunehmen. Und G-tt hat es gemacht, damit man sich vor ihm freut.<br \/>\n15. Was da ist, war l\u00e4ngst und was sein wird, war l\u00e4ngst und G-tt sucht das Verschwundene <hervor>.<br \/>\n16. Und wiederum sah ich unter der Sonne dort am Ort des Gerichts die Ungerechtigkeit, dort am Ort der Gerechtigkeit war Ungerechtigkeit.<br \/>\n17. Ich sprach in meinem Herzen: Den Gerechten und den Frevler richtet G-tt, denn <es gibt> dort eine Zeit f\u00fcr jedes Vorhaben und jedes Tun.<br \/>\n18. Ich sprach in meinem Herzen: Wegen der Menschen <ist es>, da\u00df G-tt sie pr\u00fcft und sie sehen, da\u00df sie nichts anderes als Vieh sind.<br \/>\n19. Denn das Schicksal der Menschen, auch das Schicksal des Viehs &#8211; sie haben ein Schicksal &#8211; <ist dies>: wie diese sterben, sterben jene und ein Geist ist ihnen allen und einen Vorteil des Menschen vor dem Vieh gibt es nicht, denn dies alles <ist> Hauch.<br \/>\n20. Dies alles geht zu einem Ort, dies alles ist auch Staub und dies alles kehrt zur\u00fcck zum Staub.<br \/>\n21. Wer kennt den Odem der Menschen, ob er nach oben steigt oder den Odem des Viehs, ob er hinabsteigt unten zur Erde.<br \/>\n22. Und ich sah, da\u00df es nichts Gutes <gibt>, als das sich der Mensch freut an seinem Tun, denn es ist sein Teil. Denn wer will ihn dahin bringen, zu sehen das, was nach ihm sein wird?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 1 1. Die Worte Kohelets, Sohn Davids, K\u00f6nig in Jerusalem 2. 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