{"id":487,"date":"2013-12-09T23:57:54","date_gmt":"2013-12-09T21:57:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=487"},"modified":"2018-12-13T10:47:35","modified_gmt":"2018-12-13T08:47:35","slug":"mischnah-berachot-kapitel-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/mischnah-berachot-kapitel-6\/","title":{"rendered":"Mischna Berachot &#8211; Kapitel 6"},"content":{"rendered":"<p><em>Die verschiedenen Lobspr\u00fcche vor dem Verzehr von Baumfr\u00fcchten, Erdfr\u00fcchten, Brot, Wein und andren Nahrungsmitteln, beim Trinken von Wasser, nach der Mahlzeit.<\/em><\/p>\n<h2>1.<\/h2>\n<p> Wie spricht man den Segen \u00fcber Fr\u00fcchte aus? \u00dcber Baumfr\u00fcchte sagt man: \u00bbDer du die Baumfrucht schufst\u00ab, ausgenommen Wein, denn \u00fcber den Wein sagt man: \u00bbDer du die Frucht der Rebe schufst\u00ab.<!--more--> \u00dcber Erdfr\u00fcchte spricht man: \u00bbDer du die Frucht des Bodens schufst\u00ab, ausgenommen Brot, denn \u00fcber Brod sagt man: \u00bbDer du Speise aus der Erde hervorbringst.\u00ab Auch \u00fcber Gr\u00fcnes spricht man: \u00bbDer du Frucht des Bodens schufst\u00ab. R. Jehuda sagt: \u00bbDer du allerlei Kr\u00e4uter schufst.\u00ab <\/p>\n<h2>2.<\/h2>\n<p> Wer \u00fcber Baumfr\u00fcchte den Segen: \u00bbDer du die Frucht des Bodens schufst\u00ab,gesprochen hat, gen\u00fcgt der Pflicht; wer dagegen \u00fcber Erdfr\u00fcchte \u00bbder du die Baumfr\u00fcchte schufst\u00ab gesprochen, gen\u00fcgt nicht; bei allen aber ist es genug, wenn er gesprochen: \u00bbDurch dessen Wort Alles geworden\u00ab<\/p>\n<h2>3.<\/h2>\n<p> \u00dcber eine Sache, deren Wachsthum nicht von der Erde kommt, spricht man: \u00bbSchehakol\u00ab. \u00dcber Essig, \u00fcber unreif abgefallene Frucht, \u00fcber Heuschrecken, spricht man: \u00bbSchehakol\u00ab. \u00fcber Milch, \u00fcber K\u00e4se, \u00fcber Eier, spricht man: \u00bb Schehakol\u00ab. R. Jehuda sagt: \u00fcber alles, was eine Art Fluch ist, spreche man keinen Segen. <\/p>\n<h2>4.<\/h2>\n<p> Wer mehrere Arten vor sich hat, soll, wie R. Jehuda meint, wenn darunter von den sieben Arten eine ist, \u00fcber diese den Segen sprechen. Die Weisen sagen: Er spreche den Segen \u00fcber welche er will. <\/p>\n<h2>5.<\/h2>\n<p> Hat man \u00fcber den Wein vor der Mahlzeit den Segen gesprochen, so befreit man dadurch den Wein nach der Mahlzeit. Hat man \u00fcber Nebengerichte vor der Mahlzeit den Segen gesprochen, so befreit man die Nebengerichte nach der Mahlzeit. Spricht man den Segen \u00fcber das Brot, so befreit man die Nebengerichte, (spricht man dagegen den Segen) \u00fcber Neben- gerichte, so befreit man nicht das Brot. Die Schule Schammais sagt: Auch nicht gekochte Speise. <\/p>\n<h2>6.<\/h2>\n<p>Setzen sich mehrere zu essen, so spricht Jeder f\u00fcr sich den Tischsegen; lagern sie aber herum, so spricht ihn Einer f\u00fcr Alle. Wird ihnen Wein bei der Mahlzeit gereicht, so spricht jeder f\u00fcr sich den Segen; geschieht dies aber nach der Mahlzeit, spricht ihn einer f\u00fcr alle, und derselbe spricht ihn \u00fcber die R\u00e4ucherung, obgleich die R\u00e4ucherung erst nach  dem Gastmahl gebracht wird.<\/p>\n<h2>7.<\/h2>\n<p>Bringt man einem Gesalzenes zuerst und Brot dazu, so spricht man den Segen \u00fcber das Gesalzene und befreit das Brot; denn das Brod ist dabei nur Nebensache. Das ist die allgemeine Regel: Wenn eine Hauptspeise und eine Nebenspeise dazu, spricht man den Segen \u00fcber die Hauptspeise und befreit die Nebenspeise. <\/p>\n<h2>8.<\/h2>\n<p> Hat einer Feigen, Weintrauben oder Granat\u00e4pfel gegessen, so spricht er danach die drei Segensspr\u00fcche. Dies ist die Meinung des R.Gamliel; die Weisen sagen: Einen Segensspruch, der den Inhalt von den dreien hat. R. Akiba lehrt: Selbst wenn einer Gem\u00fcse als seine Mahlzeit isst, spricht er danach drei Segensspr\u00fcche. Wer Wasser des Durstes wegen trinkt, spricht: \u00bbdurch dessen Wort Alles geworden\u00ab. R. Tarfon sagt: (Gepriesen sei) der viele belebte Wesen erschuf (und ihren Bedarf u.s.w.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Text der Mischna Berachot &#8211; Kapitel 6 in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[97],"tags":[158],"class_list":["post-487","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-mischna-berachot","tag-berachot"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=487"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3887,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487\/revisions\/3887"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=487"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=487"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=487"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}