{"id":4881,"date":"2019-11-21T00:43:08","date_gmt":"2019-11-20T22:43:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=4881"},"modified":"2020-09-03T10:32:12","modified_gmt":"2020-09-03T08:32:12","slug":"ueber-den-messias","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/ueber-den-messias\/","title":{"rendered":"\u00dcber den Messias"},"content":{"rendered":"<p><em>Zw\u00f6lfter Glaubenssatz: <\/em><br \/>\n\u00bbIch glaube fest an das Kommen des Messias; und mag es auch noch so ferne scheinen, so hoffe ich doch t\u00e4glich auf sein Kommen.\u00ab<\/p>\n<p>Als Abraham von Gott erw\u00e4hlt wurde, der Gr\u00fcnder eines Volkes zu werden, das die Einheit Gottes lehrt, als ihm das Gehei\u00df wurde, sich von seinen Verwandten und Freunden zu trennen und als Fremdling in ein fremdes Land zu wandern, da sollte nicht er den ihm versprochenen Segen gleich genie\u00dfen, sondern erst seine Nachkommen in ferner Zukunft: \u00bbAlle V\u00f6lkerfamilien der Erde sollen durch dich gesegnet werden\u00ab (Gen.12, 3).<br \/>\nDasselbe Versprechen wurde wiederholt, als Abraham die Pr\u00fcfung bestand und bereit war, dem Willen des h\u00f6chsten Wesens gehorsam jedes Opfer zu bringen: \u00bbAlle V\u00f6lker der Erde sollen durch deine Nachkommen gesegnet werden\u00ab (ebend. 22, 18).<br \/>\nDie \u00dcberzeugung, dass die Nachkommen Abrahams die Auszeichnung und die Mission haben, f\u00fcr die ganze Menschheit eine Quelle des Segens zu werden, wurde von Geschlecht zu Geschlecht fortgepflanzt; von Abraham durch Isaak zu Jakob oder Israel, dessen Nachkommen, die Israeliten, die ererbte Aufgabe als besonderen Schatz bewahrten. Vor dem Empfang der zehn Worte am Berge Sinai wurden die Israeliten an diese ihre Mission mit den Worten erinnert: \u00bbUnd ihr sollt mir ein Reich von Priestern sein und ein heiliges Volk\u00ab (Exod.19, 6). Nicht durch Waffengewalt oder \u00dcberredung sollten sie die ganze Erde beeinflussen, sondern durch das Vorbild eines edlen, reinen und heiligen Lebenswandels. Eine besondere St\u00e4tte wurde ihnen ausgesucht, wo sie, abseits von der \u00fcbrigen Welt, in wahrer Gottesverehrung und in der Aus\u00fcbung der Tugend erzogen werden sollten. Zion und Jerusalem wurden im Laufe der Zeit das religi\u00f6se Zentrum, von dem \u00bbdie Lehre ausging und das Wort Gottes\u00ab.<br \/>\nDie Israeliten vernachl\u00e4ssigten ihre Mission und wurden ihrer heiligen Aufgabe untreu. Anstatt andere V\u00f6lker zur wahren Gottesverehrung anzuleiten, lie\u00dfen sie sich von ihnen zum G\u00f6tzendienst verf\u00fchren; anstatt ein lauteres Leben der Gerechtigkeit und Redlichkeit zu f\u00fchren, ergaben sie sich dem Luxus und der Lust, waren ungerecht und bedr\u00fcckten ihre Mitmenschen. Sie wurden bestraft. Leiden folgten auf Leiden; sie verloren ihre Unabh\u00e4ngigkeit und ihren religi\u00f6sen Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner Gottes, die Propheten, von Moses bis zum letzten der Propheten Maleachi verk\u00fcndeten die Katastrophe im Voraus, f\u00fcgten aber gleichzeitig Worte des Trostes und der Ermunterung hinzu, indem sie auf eine ferne Zukunft hinwiesen, da \u00bbdie festgesetzte Zeit des Leidens vollendet sein werde und ihre Schuld ges\u00fchnt\u00ab; da Israel in sein Land zur\u00fcckkehren w\u00fcrde und unter F\u00fchrung des Messias \u00bbdes Gesalbten des Herrn\u00ab erf\u00fcllt sein w\u00fcrde von der Gottesfurcht und dem ernsten Wunsche, zu tun, was gerecht und richtig ist. Moses sagte in einer seiner letzten Reden von Israel: \u00bbWenn all dieses, der Segen und der Fluch, den ich dir vorgelegt habe, \u00fcber dich kommen wird, und du es dir zu Herzen nimmst unter allen V\u00f6lkern, unter die dich der Ewige, dein Gott, versto\u00dfen hat, und du zur\u00fcckkehrst zu dem Ewigen, deinem Gotte, und auf seine Stimme h\u00f6rst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, so wird der Ewige, dein Gott, dein Geschick wenden und Mitleid mit dir haben und dich wieder sammeln aus allen den V\u00f6lkern, unter die dich der Ewige, dein Gott, zerstreut hat. Wenn einer deiner Versto\u00dfenen an den \u00e4u\u00dfersten Enden des Himmels sich befindet, so wird auch von dort der Ewige, dein Gott, dich sammeln und von dort wird er dich holen\u00ab usw. (Deut. 30,1\u20143). Die herrlichen Zeiten des Messias werden von Jesaja in folgenden Worten beschrieben: \u00bbAm Ende der Tage wird der Berg des Gotteshauses als der h\u00f6chste der Berge feststehen und erhaben sein \u00fcber die H\u00fcgel, und alle V\u00f6lker werden zu ihm hinstr\u00f6men. Und viele V\u00f6lker werden gehen und sprechen: Kommt, lasst uns auf den Berg des Ewigen gehen, in das Haus des Gottes Jakobs, und er wird uns seine Wege lehren, und wir wollen wandeln auf seinen Pfaden, denn von Zion wird die Lehre ausgehen und das Wort Gottes von Jerusalem. Und er wird Gericht halten unter den V\u00f6lkern, und viele V\u00f6lker zurechtweisen; und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern; kein Volk wird mehr das Schwert gegen das andre erheben, noch werden sie \u00fcberhaupt den Krieg erlernen\u00ab (Jes. 2,2\u20144).<\/p>\n<p>Dasselbe wird mit fast gleichen Worten von Micha (4,1-4), einem Zeitgenossen des Jesaja, geweissagt. Der Friede der messianischen Zeit wird bildlich von Jesaja in folgenden Versen beschrieben: \u00bbUnd der Wolf wird bei dem Lamme wohnen und der Leopard sich niederlegen bei dem B\u00f6ckchen; Kalb und junger L\u00f6we werden zusammen weiden, und ein kleiner Knabe f\u00fchret sie. Kuh und B\u00e4r werden weiden: ihre Jungen werden nebeneinander lagern, und der L\u00f6we wird Stroh essen wie das Rind. Und der S\u00e4ugling wird an der H\u00f6hle der Otter spielen, und das entw\u00f6hnte Kind wird seine Hand auf die Grube der Natter legen. Sie werden nicht schaden noch zerst\u00f6ren auf meinem ganzen heiligen Berge; denn die Erde wird voll sein der Erkenntnis des Ewigen, wie Wasser das Meer bedeckt\u00ab (Jes. 11,6\u20149).<\/p>\n<p>In den Tagen des Messias werden alle sich vereinen, die Einheit Gottes und seine Verehrung zu k\u00fcnden: \u00bbUnd der Ewige wird K\u00f6nig sein \u00fcber die ganze Erde: an jenem Tage wird der Ewige einzig sein und sein Name einzig\u00ab . (Sachar. 14,9). \u00bbDann will ich den V\u00f6lkern eine lautere Sprache schaffen, dass sie alle den Namen des Ewigen anrufen, ihm einstimmig zu dienen\u00ab (Zeph. 3,9). Die Israel und seinem Lande verliehene Auszeichnung wird wiederum in all ihrer Herrlichkeit erscheinen: Israel wird zwar bestraft, seiner Unabh\u00e4ngigkeit beraubt, zuzeiten sogar verachtet und \u00fcbel behandelt; aber bei alldem wird es von Gott geliebt und nicht f\u00fcr immer von ihm verworfen. Jesaja prophezeit folgendes: \u00bbBedenke dies, Jakob und Israel, denn du bist mein Knecht: Ich habe dich gebildet; du bist mein Knecht; Israel, du wirst von mir nicht vergessen werden\u00ab (Jes. 44,21). \u00bbDenn die Berge werden weichen, und die H\u00fcgel wanken; aber meine Liebe wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der Ewige, der sich deiner erbarmt\u00ab (ebend. 54,10). Vgl. 59, 20, 21; 60,19\u201421; 66, 22; Jer. 33, 25,26; Hos. 2, 21,22.<br \/>\nDie Israel w\u00e4hrend seiner Bestrafung verachtet und \u00fcbel behandelt haben, werden ihr Verhalten bereuen, wenn sie Zeugen seiner wunderbaren Erl\u00f6sung sind. Ihre Reue wird von Jesaja sch\u00f6n ausgemalt an der Stelle, die beginnt: \u00bbSiehe, mein Knecht wird Erfolg haben\u00ab (52, 13). Israel, Gottes Knecht, ertr\u00e4gt geduldig Beleidigung und Verfolgung und wartet vertrauensvoll auf die Erf\u00fcllung des g\u00f6ttlichen -Versprechens. Israels Unterdr\u00fccker werden dann, wenn sie sehen, wie Gott es liebt, ihr Unrecht eingestehen und bekennen, dass Israel durch ihre Hand unschuldig gelitten hat. Mit der Erl\u00f6sung Israels verbunden ist die Wiederaufrichtung des Thrones Davids. \u00bbEin Reis aus dem Hause Davids\u00ab wird an der Spitze des Volkes stehen, auf dem \u00bbder Geist des Ewigen ruhen wird, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht\u00ab (Jes. 11, 2).<br \/>\nSo prophezeit Jeremia: \u00bbSiehe, die Tage kommen, spricht der Ewige, dass ich David erwecken werde einen rechten Spross, und er wird regieren wie ein K\u00f6nig und weise handeln und Recht und Gerechtigkeit \u00fcben im Lande. In jenen Tagen wird Jehuda gerettet werden und Israel sicher wohnen; und dies ist sein Name, mit dem man ihn benennen wird: der Ewige ist unsere Gerechtigkeit\u00ab (25,5, 6). Alle Attribute des Messias sind die eines menschlichen Wesens in seiner h\u00f6chstm\u00f6glichen Vollendung. Keine \u00fcbermenschlichen Eigenschaften werden ihm beigelegt; all sein Ruhm, all sein Erfolg ist abh\u00e4ngig von dem Willen Gottes. Er ist ein idealer Mensch und ein idealer K\u00f6nig, doch nicht mehr; wenn Wunder geschehen sollen, so ist es nicht der Messias, der sie ausf\u00fchren wird, sondern Gott, der Wunder vollbringt f\u00fcr den Messias und f\u00fcr Israel. Von der Ankunft des Messias wird nicht erwartet, dass sie die Natur des Menschen \u00e4ndert, viel weniger den Lauf der Welt um uns. Der einzige Wandel, den wir erwarten, besteht darin, dass die Einheit Gottes allgemein anerkannt wird und Recht und Gerechtigkeit \u00fcberall auf Erden bl\u00fchen werden. Die an eine \u00fcbermenschliche Natur des Messias glauben, machen sich des G\u00f6tzendienstes schuldig. Unsre Weisen sprechen dies Prinzip in den Worten aus \u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05d9\u05df \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05dd \u05d4\u05d6\u05d4 \u05dc\u05d9\u05de\u05d5\u05ea \u05d4\u05de\u05e9\u05d9\u05d7 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05e9\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8 \u05de\u05dc\u05db\u05d9\u05d5\u05ea \u05d1\u05dc\u05d1\u05d3 \u00bbNur dadurch unterscheidet sich die Gegenwart von den Tagen des Messias, dass Israels Unabh\u00e4ngigkeit wiederhergestellt sein wird.\u00ab<\/p>\n<p>Im Talmud wird im Namen eines Rabbi Hillel \u2014 nicht des gro\u00dfen Hillel, des Babyloniers \u2014 eine Ansicht vertreten, nach der \u00bbes f\u00fcr die Israeliten keinen Messias g\u00e4be, weil sie den Segen des Messias schon unter der Regierung des Chiskia genossen h\u00e4tten\u00ab (Babyl. Talm. Sanhedrin 98b). Dies kann sich nur auf die wunderbare Niederlage des Feindes beziehen und die unmittelbaren Wohltaten, die die Israeliten daraus gewannen. Aber der Rabbi verwirft durchaus nicht unsern Glauben, dass der Messias kommen wird und mit ihm die allgemeine Verehrung des einzigen Gottes, die allgemeine \u00dcbung der Tugend in allen ihren Formen, allgemeiner Friede und allgemeine Gl\u00fcckseligkeit<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4881\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4881-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4881-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\"> Nach Raschi wollte Rabbi Hillel sagen, dass die Juden von keinem Messias w\u00fcrden erl\u00f6st werden au\u00dfer von Gott selbst. Vgl. Hagada f\u00fcr den Sederabend:<\/span>. Hillel fand \u00fcbrigens f\u00fcr seine \u00bbUnd ich will durch das Land \u00c4gypten ziehen; ich selbst und nicht ein Engel.\u00ab Ansicht keinen Anhang; im Gegenteil wird ihm sofort sein Irrtum gezeigt, dass er n\u00e4mlich die Propheten nach Chiskia verga\u00df. Es gibt Theologen, die die messianische Zeit f\u00fcr den vollkommensten Zustand der Zivilisation halten, aber nicht an die Wiederaufrichtung des Davidischen Reiches, noch an den Wiederbau des Tempels glauben, auch nicht daran, dass die Juden Pal\u00e4stina wiederbesitzen werden. Sie verwerfen ganz und gar die nationale Hoffnung der Juden. Diese Theologen erkl\u00e4ren entweder die Lehre der Bibel und die Verhei\u00dfungen der Gottesm\u00e4nner f\u00fcr unrichtig oder kennen sie gar nicht.<\/p>\n<h2>Schlie\u00dft die Ankunft des Messias und der Wiederbau des Tempels in Jerusalem die Wiedereinrichtung des Opferdienstes ein?<\/h2>\n<p>Der letzte der Propheten Maleachi erkl\u00e4rt, dass \u00bbdann das Opfer Jehudas und Jerusalems dem Ewigen angenehm sein wird, wie in den Tagen der Vorzeit, wie in l\u00e4ngst vergangenen Jahren\u00ab (Mal. 3, 4). In demselben Geiste sprechen alle Propheten, und wenn Propheten in einigen F\u00e4llen Opfer r\u00fcgen, so r\u00fcgen sie nur die Opfer der Gottlosen. Den Opfern muss die Reinigung des Herzens vorhergehen und der ernste Entschluss, dem Worte Gottes zu gehorchen, sonst mehren sie die S\u00fcnde. Wenn wir unsrer Sehnsucht nach dem Wiederbau des Tempels und der Wiedereinrichtung des Tempeldienstes \u2014 der R\u00fcckkehr der Priester in ihren Dienst und der Leviten zu ihrem Gesang und Spiel \u2014 Ausdruck verleihen, so liegt darin nur unser Wunsch nach Gelegenheit, Gott nach seinem Willen und seinem Gebote zu dienen, und nicht ein Gef\u00fchl, das je nach der Mode oder dem Geschmack sich \u00e4ndert. Durch unsre S\u00fcnden haben wir unsren Tempel verloren; der Wiederaufbau des Tempels und die Wiedereinrichtung des Opferdienstes werden das Ergebnis unsrer eignen L\u00e4uterung und der darauf folgenden g\u00f6ttlichen Vergebung sein.<\/p>\n<h2>Wann wird dies stattfinden?<\/h2>\n<p>Wir wissen es nicht und bescheiden uns bei der \u00dcberlegung, dass die Zeit unsrer Erl\u00f6sung zu \u00bbden verborgenen Dingen geh\u00f6rt, die des Ewigen, unsres Gottes\u00ab sind. \u00bbWenn sie lange z\u00f6gert,\u00ab sagt Habakuk, \u00bbharre darauf, denn sie kommt sicherlich und nicht sp\u00e4ter als zur festgesetzten Zeit\u00ab (2,3). Gewisse Zahlen von Tagen und Wochen werden im Daniel erw\u00e4hnt, aber es steht nicht fest, wie sie zu rechnen sind und auf welche Zeitperiode sie angewandt werden sollen: ob auf die Zeit der R\u00fcckkehr unter Serubabel, auf die Zeit der Makkab\u00e4er, auf die Zerst\u00f6rung des Tempels oder auf die Zukunft und schlie\u00dfliche Erl\u00f6sung. Es ist auch m\u00f6glich, dass diese Zahlen symbolische Bedeutung haben, in bezug auf diese geheimnisvollen Zahlen sagt Daniel (12,8\u201410): \u00bbUnd ich h\u00f6rte dies, aber ich verstand es nicht; da sagte ich: O mein Gott, was wird das Ende von alledem sein? Und er antwortete: Geh, Daniel; denn die Worte bleiben verschlossen und versiegelt bis zur Endzeit. Viele werden gesichtet, gereinigt und gel\u00e4utert werden; aber die Gottlosen werden B\u00f6ses tun, und keiner der Gottlosen wird Einsicht haben; aber die Weisen werden es verstehen.\u00ab Diese Worte Daniels sind eine Warnung an alle, die geneigt sind, mit den von Daniel angegebenen Zahlen das genaue Jahr des Messias berechnen zu wollen. Viele haben die Warnung nicht beachtet und sind in grobe Irrt\u00fcmer verfallen. Pflicht des frommen Israeliten ist, Vertrauen auf Gottes Weisheit, G\u00fcte und Macht zu haben: \u00bbDer Fromme wird durch seinen Glauben leben\u00ab (Hab. 2, 4).<\/p>\n<p>Der Glaube an den Messias wird in der Mischna zwar nicht direkt gelehrt, aber als vorhanden angenommen; und von den Tagen des Messias (\u05d9\u05de\u05d5\u05ea \u05d4\u05de\u05e9\u05d9\u05d7) wird als von einem au\u00dfer allem Zweifel liegenden Ereignis gesprochen (vgl. Mischna Berachot 1,5). Die Einf\u00fchrung eines Gebetes um baldiges Erscheinen des Messias in die Amida zeigt deutlich, dass dieser Glaube in der Tat von den religi\u00f6sen F\u00fchrern der j\u00fcdischen Gemeinde gelehrt wurde. Der Glaube an das Erscheinen des Messias in einer zuk\u00fcnftigen Zeit ist, wie der Glaube an die Einheit Gottes, die Quelle verdrie\u00dflicher Disputationen zwischen Juden und Nichtjuden gewesen. Mohammedaner und Christen versuchten mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln die Juden zu \u00fcberzeugen, dass der Gesalbte, dessen Ankunft von den Propheten verk\u00fcndet war, bereits erschienen sei, wobei die ersteren auf Mohammed, die letzteren auf Jesus als die Person hinwiesen, die jene Weissagungen verwirklicht habe. Die Bibelstellen, die als Beleg angef\u00fchrt wurden, beweisen nichts dergleichen. Z. B. wurden die drei Namen Sinai, Seir und Paran im Deut. 33,2 von Muslimen auf die drei Offenbarungen durch Moses, Jesus und Mohammed bezogen; und da Mohammed zuletzt erw\u00e4hnt werde, sei seine Offenbarung die endg\u00fcltige. Solcher Beweisf\u00fchrung muss widersprochen werden; man braucht nur den Text zu lesen, um das Absurde der Beweisf\u00fchrung zu erkennen. Christen f\u00fchrten Stellen aus Jesaja an, die gar keine Beziehung zum Messias hatten, um die Messianit\u00e4t Jesu zu erh\u00e4rten. Die Geburt von Kindern zur Zeit Jesajas (7,14; 8,18), deren Namen auf gute oder b\u00f6se Ereignisse der Zeit Bezug hatten, wurde f\u00e4lschlich auf die Geburt Jesu bezogen; die Leiden und die endg\u00fcltige Erl\u00f6sung des Knechtes Gottes, d. i. Israels (Kap. 52 u. 53) wurden auf Jesus bezogen; der Psalmist, der von Siegen singt, die Gott David gew\u00e4hren wird (110), soll die G\u00f6ttlichkeit Jesu verk\u00fcnden. Erkl\u00e4rer und Philosophen haben diese Beweise widerlegt. Von den vielen Werken \u00fcber diese Gegenst\u00e4nde m\u00f6gen einige genannt werden: \u00bbNizachon\u00ab (\u05e0\u05e6\u05d7\u05d5\u05df), von Lippmann M\u00fchlhausen (1400), \u00bbSt\u00e4rkung des Glaubens\u00ab (\u05d7\u05d6\u05d5\u05e7 \u05d0\u05de\u05d5\u05e0\u05d4) von Isaak ben Abraham Troki (1594), \u00bbVindiciae Jehudaeorum\u00ab von Manasse ben Israel (1650).<br \/>\nWenn auch die Juden die von Christen und Muslimen gegen Juden und Judentum eingebrachten Argumente zu widerlegen suchen und Jesus und Mohammed als Messias ablehnen, so sind sie doch bereit, anzuerkennen, dass sowohl Christen wie Mohammedaner gute Arbeit geleistet haben in der Bek\u00e4mpfung des G\u00f6tzendienstes und in der Verbreitung der Zivilisation. Maimonides sagt: \u00bbDer K\u00f6nig Messias wird einst kommen, das Reich David wieder in seiner fr\u00fchem Macht aufrichten, die Zerstreuten Israels sammeln, und alle alten Gesetze werden wieder gelten: Opfer werden dargebracht werden, Erlassjahre und Jubeljahre werden wieder gehalten werden, wie es im Gesetze vorgeschrieben ist. Wer an ihn nicht glaubt oder auf sein Kommen nicht hofft, glaubt nicht an die Propheten und nicht an die Tora; denn die Tora bezeugt von ihm: ,Und der Herr dein Gott wird dein Geschick wenden, sich deiner erbarmen und dich wieder sammeln usw. Wenn deine Vertriebenen sich am Ende des Himmels befinden sollten, so wird der Herr von dort dich sammeln usw. und wird dich berufen\u00ab usw. (Deut. 50, 3\u20145), usw. \u00bbDu darfst nicht denken, dass der Messias sich durch Zeichen und Wunder ausweisen muss, indem er etwas Unerwartetes tut, die Toten belebt oder \u00e4hnliches usw. Die Hauptsache ist: die Lehren und Vorschriften der Tora bleiben bestehen, und nichts kann hinzugef\u00fcgt noch etwas von ihnen genommen werden. Wenn also ein Nachkomme Davids ernstlich die Tora studiert, wie David, sein Ahne, beobachtet, was die schriftliche und die m\u00fcndliche Lehre fordert, alle Israeliten veranlasst, das Gleiche zu tun, die ermahnt, die in der Befolgung der Gebote nachl\u00e4ssig sind, und die K\u00e4mpfe Gottes f\u00fchrt: der mag m\u00f6glicherweise der Messias sein. Wenn er Gl\u00fcck hat, den Tempel an seiner St\u00e4tte baut und die Versprengten Israels sammelt, so ist er gewiss der Messias; und wenn er kein Gl\u00fcck hat oder er wird get\u00f6tet, so ist er gewiss nicht der verhei\u00dfene Messias; er ist wie alle edlen und guten K\u00f6nige des Hauses David, die gestorben sind; und der Allm\u00e4chtige lie\u00df ihn nur erstehen, um uns dadurch zu pr\u00fcfen, wie es hei\u00dft: ,Und von den Weisen werden einige straucheln, um eine L\u00e4uterung, Sichtung und Reinigung unter ihnen zu vollziehen bis zur Zeit des Endes; denn dieses steht noch aus bis zur festgesetzten Zeit&#8216; (Dan. 11,35). Auch auf Jesus, den Nazarener, der glaubte, er sei der Messias, und der durch den Gerichtshof get\u00f6tet wurde, wird im Buche Daniel angespielt, wie es hei\u00dft: Und gewaltt\u00e4tige Volksgenossen von dir werden sich emp\u00f6ren, um die Weissagung zu erf\u00fcllen, aber sie werden zu Falle kommen (ebend. 11, 14). Kann es einen gro\u00dfem Sturz geben als diesen?<br \/>\nAlle Propheten sagten, der Messias werde ein Erl\u00f6ser und Erretter f\u00fcr die Israeliten sein, werde ihre Versprengten zusammenbringen und ihren Gehorsam gegen die g\u00f6ttlichen Vorschriften st\u00e4rken, aber er (Jesus) brachte Israel Vernichtung durch das Schwert, Zerstreuung der Verlassenen und ihre Erniedrigung; er ver\u00e4nderte das Gesetz und verf\u00fchrte viele, ein Wesen neben Gott zu verehren. Aber die Gedanken des Sch\u00f6pfers des Weltalls k\u00f6nnen von keinem menschlichen Wesen verstanden werden. Denn der Menschen Wege sind nicht seine Wege und ihre Gedanken nicht seine Gedanken; denn alle Ereignisse, die aus dem Auftreten von Jesus und Mohammed sich ergaben, dienten nur dazu, den Weg f\u00fcr den K\u00f6nig Messias zu bahnen, der die ganze Menschheit umgestalten wird und sie einm\u00fctig zum Dienste Gottes f\u00fchren, wie es hei\u00dft: .F\u00fcrwahr, dann will ich den V\u00f6lkern reine Lippen schaffen, dass sie alle den Namen Gottes anrufen und ihm einm\u00fctig dienen&#8216; (Zeph. 3,9).<\/p>\n<h2>Wie kann dies geschehen?<\/h2>\n<p>Fast alle Menschen sind durch sie \u2014 Jesus und Mohammed \u2014 mit der Idee des Messias, mit den Worten der Tora und mit den g\u00f6ttlichen Vorschriften bekannt geworden. Durch sie hat sich die Kenntnis der Bibel sogar bis zu den entferntesten Inseln und unter vielen Nationen verbreitet. Sie suchen ihren Ungehorsam gegen\u00fcber den Vorschriften der Tora zu rechtfertigen; einige sagen, diese Vorschriften seien g\u00f6ttlich, aber jetzt nicht in Geltung und sollten niemals ewige Gesetze sein; andere behaupten, sie seien nicht buchst\u00e4blich zu verstehen, da sie nur Symbole seien, deren Sinn bereits durch den Messias dargelegt sei. Aber wenn der wahre K\u00f6nig Messias erstehen wird, wird er Gl\u00fcck haben, hoch und erhaben sein; alle werden dann sofort wissen, dass Falsches ihre V\u00e4ter geerbt haben und dass ihre Propheten und Lehrer sie irregef\u00fchrt haben. \u00bbGlaube nicht, dass in den&#8217;Tagen des Messias der Lauf der Natur sich irgendwie \u00e4ndern wird oder dass irgendeine neue Sch\u00f6pfung stattfinden wird. Wenn Jesaja sagte: ,Der Wolf wird bei dem Lamm wohnen und der Leopard bei dem B\u00f6ckchen\u00ab, so brauchte er allegorische und bildliche Redeweise, und er wollte sagen, dass der Israelit in Ruhe und Frieden mit seinen Feinden zusammen wohnen werde, der grausam gegen ihn war wie ein Wolf oder ein Leopard usw.; alle werden sich der wahren Religion anschlie\u00dfen; sie werden nicht rauben, noch irgendeine Gewalttat begehen usw., nur in den Tagen des Messias wird die Bedeutung der Allegorien klar erkannt werden. \u00bbUnsere Weisen sagten, es werde kein anderer Unterschied bestehen zwischen der Gegenwart und den Tagen des Messias als die Unabh\u00e4ngigkeit des Volkes Israel. \u00bbAus der w\u00f6rtlichen Bedeutung der Weissagungen der Propheten scheint hervorzugehen, dass der messianischen Periode der Krieg mit Gog und Magog vorhergehen wird und dass vor dem Kriege ein Prophet erscheinen wird, die Israeliten zu f\u00fchren und ihre Herzen zur Reue anzuleiten. Vgl. Siehe ich will dir Elia senden<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4881\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4881-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4881-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Er hei\u00dft Elia wahrscheinlich wegen des Eifers, den er entfalten wird, um die Menschen zum Dienste Gottes zur\u00fcckzubringen. <\/span>\u00ab usw. (Mal. 3,23). Elia wird nicht kommen, um f\u00fcr unrein zu erkl\u00e4ren, was rein ist, oder f\u00fcr rein das, was unrein ist; noch Leute f\u00fcr ungeeignet zu erkl\u00e4ren, die man f\u00fcr geeignet h\u00e4lt, sich Gottes Gemeinde anzuschlie\u00dfen oder umgekehrt; sondern er wird kommen, Frieden auf Erden zu stiften, wie es hei\u00dft: ,Er soll das Herz der V\u00e4ter den Kindern zuwenden\u00ab<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4881\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4881-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4881-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Mischna Edujot 8,7.<\/span> (ebenda 24). \u00bbEinige unserer Weisen glauben, dass Elia vor dem Messias kommen wird, aber von all dergleichen Dingen wei\u00df niemand, wie sie geschehen werden; sie werden in den Prophetenb\u00fcchern nicht aufgekl\u00e4rt, und unsere Weisen haben dar\u00fcber keine Tradition; sie halten f\u00fcr wahr, was ihrer Ansicht nach die Bedeutung der betreffenden biblischen Stellen ist. Daher die Meinungsverschiedenheit. Auf alle F\u00e4lle bilden die Ordnung und die Einzelheiten dieser Ereignisse keinen wesentlichen Teil unseres Glaubens. Wir d\u00fcrfen Agadot und Midraschim \u00fcber diese und \u00e4hnliche Gegenst\u00e4nde nicht allzu viel Bedeutung beilegen, denn sie f\u00fchren nicht zur Gottesfurcht und zur Liebe zu Gott. Alles, was wir zu tun haben, ist, an das Kommen des Messias zu glauben, zu warten und zu hoffen. \u00bbNicht weil sie \u00fcber alle L\u00e4nder und Nationen herrschen noch weil sie von allen V\u00f6lkern geehrt werden wollten, oder weil sie genusss\u00fcchtig waren, sehnten sich die Weisen und die Propheten nach der messianischen Zeit, sondern weil sie dann in Mu\u00dfe w\u00fcrden das Gesetz studieren k\u00f6nnen, ohne von irgendeinem Unterdr\u00fccker unterbrochen zu werden, und sich so des Lebens in der zuk\u00fcnftigen Welt w\u00fcrdig erweisen. \u00bb In jenen Tagen wird keine Hungersnot, kein Krieg, keine Eifersucht und kein Streit mehr sein, weil alles Gute reichlich vorhanden ist und selbst Luxus sich \u00fcberall findet; alle werden sich nur damit befassen, Gott zu erkennen. Die Israeliten werden sehr weise sein und Dinge wissen, die jetzt noch verborgen sind; sie werden von ihrem Sch\u00f6pfer Kenntnis erlangen, soweit es menschlichem Verst\u00e4nde \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist: \u00abdenn die Erde ist voll der Erkenntnis Gottes wie Wasser das Meer bedeckt\u00ab (Maimonides, Mischne-tora 14; <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/melachim\/#ELFTES_KAPITEL_Der_Koenig_Messias\">Hilchot Melachim 11\u201412<\/a>).<\/p>\n<p>Der Krieg Gogs und Magogs gegen das Heilige Land, auf den Maimonides Bezug nimmt, wird vom Propheten Hesekiel (Kap. 38, 59) als ein Ereignis geschildert, das der v\u00f6lligen Wiederherstellung Israels vorausgeht. Saadja hat eine andere Ansicht von diesem Kriege. Die Bestrafung Israels soll zu einer festgesetzten Zeit zu Ende sein, oder sobald die Israeliten durch ernstliche und gr\u00fcndliche Reue sich der g\u00f6ttlichen Gnade w\u00fcrdig zeigen. In dem Fall wird kein Krieg Gogs und Magogs gegen sie gef\u00fchrt werden. Wenn aber die Israeliten die f\u00fcr die Erl\u00f6sung bestimmte Zeit herankommen lassen, ohne Zeichen von Reue und Besserung an den Tag zu legen, dann werden gro\u00dfe Leiden \u00fcber sie kommen und sie zwangsweise an die Notwendigkeit mahnen, zu Gott zur\u00fcckzukehren, sie werden unter einem F\u00fchrer, Messias ben Joseph, sich sammeln und gegen ihre Feinde k\u00e4mpfen, geschlagen werden und Messias ben Joseph selbst wird fallen.<br \/>\nDann wird Messias ben David erscheinen und mit ihm die Zeit des Ruhmes, dauernden Friedens und Gl\u00fcckes, die Zeit, da alle Nationen den Einen Gott verehren werden. Die Idee von einem doppelten Messias, einem kriegerischen und einem friedlichen, einem erfolglosen und einem erfolgreichen findet sich bei den Propheten der Bibel nicht und scheint sp\u00e4teren Ursprungs zu sein. Maimonides spricht nicht von Messias ben Joseph; ebensowenig Albo in Ikkarim, noch Jehuda ha-Levi im Buche Kusari.<br \/>\nAlbo er\u00f6rtert die Frage \u00fcber den Messias in Kap. 42 des vierten Abschnittes der Ikkarim. Er verwirft die Ansicht derer, die die messianischen Weissagungen auf die Regierung Chiskias oder auf die Wiedererrichtung Israels unter Serubabel und Esra beziehen. Die Lage der Israeliten unter Chiskia war keine gl\u00fcckliche, ruhmreiche und friedliche, wie man sie vom messianischen Zeitalter erwartete; auf die Erf\u00fcllung jener messianischen Weissagungen hofft man noch immer, und unsere Hoffnung gr\u00fcndet sich auf unsern Glauben an die Wahrhaftigkeit des Gotteswortes (vgl. <em>Saadja, Em. wedeot<\/em> 8,3).<\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div> Nach Raschi wollte Rabbi Hillel sagen, dass die Juden von keinem Messias w\u00fcrden erl\u00f6st werden au\u00dfer von Gott selbst. Vgl. Hagada f\u00fcr den Sederabend:<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Er hei\u00dft Elia wahrscheinlich wegen des Eifers, den er entfalten wird, um die Menschen zum Dienste Gottes zur\u00fcckzubringen. <\/div><\/li><li><span>3<\/span><div>Mischna Edujot 8,7.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was sagt das Judentum \u00fcber den \u00bbMessias\u00ab? <\/p>\n","protected":false},"author":37,"featured_media":4884,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[94],"tags":[273],"class_list":["post-4881","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-judentum-erklaert","tag-messias"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/ikkarim_titel.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4881","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/37"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4881"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4881\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6181,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4881\/revisions\/6181"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4884"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4881"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4881"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4881"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}