{"id":6099,"date":"2020-07-24T16:21:28","date_gmt":"2020-07-24T14:21:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=6099"},"modified":"2020-07-27T00:57:56","modified_gmt":"2020-07-26T22:57:56","slug":"ejchah-klagelieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/ejchah-klagelieder\/","title":{"rendered":"Ejchah (Klagelieder)"},"content":{"rendered":"\n<p>Ejcha mit kurzen Erkl\u00e4rungen [in Klammern]<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"das-1.-kapitel\">1. Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup> <strong>Wie<\/strong> [konnte es soweit kommen, dass] <strong>einsam<\/strong> [allein und ohne Bewohner] <strong>sitzt die einst<\/strong> [in der Vergangenheit] <strong>so volkreiche Stadt<\/strong> [Jerusalem] <strong>;<\/strong> [einsam und] <strong>einer Witwe gleich geworden ist die<\/strong> [damalige] <strong>Herrin \u00fcber V\u00f6lker<\/strong> [gro\u00df und geehrt war sie unter allen V\u00f6lkern] <strong>! Ehemals F\u00fcrstin \u00fcber L\u00e4nder <\/strong>[die nach Jerusalem Abgaben sandten], <strong>ist sie jetzt<\/strong> [selbst] <strong>zinspflichtig geworden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>2.<\/sup> <strong>Sie<\/strong> [Israel] <strong>weint in der Nacht, ihre Tr\u00e4nen rinnen auf ihre Wangen, niemand tr\u00f6stet sie von all ihren Freunden<\/strong> [von all dem G\u00f6tzendienst, den sie liebte], <strong>all ihre Vertrauten sind ihr treulos geworden<\/strong> [nicht nur, dass sie ihr treulos worden], <strong>sie wurden ihre Feinde.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>3.<\/sup> <strong>Jud\u00e4a ist<\/strong> [aus ihrem Land] <strong>in Gefangenschaft gewandert vor Elend<\/strong> [das sie nicht ertragen konnte] <strong>und schwerem Fron<\/strong> [das die Babylonier ihr aufb\u00fcrdeten] <strong>; sie weilte unter V\u00f6lkern, findet aber da keine Ruhe<\/strong> [in Gefangenschaft und als sie von da fliehen wollte] <strong>Alle ihre Verfolger erreichten<\/strong> [und ergriffen] <strong>sie zwischen den Grenzen<\/strong> [wo es kein Entkommen gibt].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>4.<\/sup> <strong>Die Wege Zions<\/strong> [Jerusalems] <strong>trauern, weil niemand zum Feste kommt<\/strong> [Pessach, Schawuot, Sukkot] <strong>; all ihre Tore sind \u00f6de<\/strong> [und leer, niemand geht mehr durch sie], <strong>die Priester seufzen, die Jungfrauen wimmern; ach, ihr<\/strong> [Jerusalem] <strong>ist so weh!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>5.<\/sup> <strong>Ihre Widersacher<\/strong> [ihre Bedr\u00e4nger] <strong>sind oben auf<\/strong> [ernannten sich als F\u00fchrer], <strong>ihren Feinden geht es wohl<\/strong> [sitzen in Ruhe und Frieden, ohne zu bef\u00fcrchten, dass Israel zur\u00fcckkommen wird] <strong>; denn der Herr hat sie<\/strong> [Jud\u00e4a] <strong>betr\u00fcbt wegen der Menge ihrer Missetaten <\/strong>[als Strafe f\u00fcr zahlreiche S\u00fcnden] <strong>; ihre Kinder<\/strong> [jung und ohne S\u00fcnden] <strong>werden von Feind gefangen weggef\u00fchrt<\/strong> [bestraft f\u00fcr Israels S\u00fcnden].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>6.<\/sup> <strong>Gewichen ist von der Tochter Zion all ihr Glanz<\/strong> [Ehre, Bescheidenheit, das Sanhedrin] <strong>; ihre F\u00fcrsten<\/strong> [die Gro\u00dfen und Wichtigen] <strong>sind gleich Rehen , die<\/strong> [in in der W\u00fcste Nahrung suchend] <strong>keine Weide finden<\/strong> [und deshalb vor ihren Feinden nicht fliehen verm\u00f6gen, deshalb] <strong>sie fliehen ohnm\u00e4chtig<\/strong> [schwach vor hungrig] <strong>vor dem Verfolger.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>7.<\/sup> <strong>Jerusalem gedenkt<\/strong> [als sie sich befand] <strong>in den Tagen seines Elends und seines Jammers<\/strong> [wegen ihrer Schmerzen und] <strong>all der Herrlichkeiten, die es ehemals<\/strong> [vor der Zerst\u00f6rung] <strong>besessen, jetzt da sein Volk sinkt durch Feindes Hand und ihm keiner beisteht <\/strong>[weil sie alle untreu geworden]. <strong>Es sehen die Feinde und lachen seines<\/strong> [Jerusalems] <strong>Unterganges.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[Nachdem die einzelnen Schmerzen beschrieben wurden, wird jetzt ihr Grund angegeben].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>8.<\/sup> [All das geschah, weil] <strong>Vers\u00fcndigt hat sich Jerusalem, darum wurde es dem abgesonderten<\/strong> [verbannten] <strong>Weibe gleich; alle Verehrer<\/strong> [alle V\u00f6lker, die sie geehrt haben] <strong>beschimpfen sie, weil sie ihre Bl\u00f6\u00dfe<\/strong> [Scham] <strong>gesehen; sie seufzt<\/strong> [der Beschimpfungen wegen] <strong>und zieht sich zur\u00fcck<\/strong> [vor ihren Feinde].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>9.<\/sup> [Jerusalem wurde zur einer entbl\u00f6\u00dften Frau, vor aller Augen, als] <strong>mit ihrer Unreinheit<\/strong> [des Blutes] <strong>an ihres Kleides Schleppe<\/strong> [sie s\u00fcndigte vermehrt \u00f6ffentlich und] <strong>gedachte nicht <\/strong>[der Strafe, als sie s\u00fcndigte, die sie treffen wird in] <strong>ihrer Zukunft<\/strong> [am Ende der Tage], <strong>da sank sie schrecklich tief<\/strong> [und] <strong>niemand tr\u00f6stet sie.<\/strong> [So sprach Jerusalem:] <strong>siehe, Herr, mein Elend, denn der Feind ist m\u00e4chtig geworden<\/strong> [er r\u00fchmt und br\u00fcstet sich].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>10.<\/sup> <strong>Seine Hand breitete der Feind \u00fcber all ihre Herrlichkeiten<\/strong> [und entweiht sie]. <strong>Sie sah V\u00f6lker<\/strong> [Amon und Moab, die] <strong>in ihr Heiligtum<\/strong> [des Tempels] <strong>dringen, von denen du befohlen, dass sie nicht kommen d\u00fcrfen in deine Versammlung<\/strong> [durch Heirat mit ihnen und jetzt zerst\u00f6ren sie dein Heiligtum].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>11.<\/sup> <strong>Ihr<\/strong> [Jerusalems] <strong>ganzes Volk seufzt<\/strong> [des gro\u00dfen Hungers], <strong>verlangt nach Brot; sie geben ihre Kostbarkeiten hin <\/strong>[die sie leidenschaftliche begehrten] <strong>f\u00fcr Speise, sich zu laben. <\/strong>[So spricht Jerusalem] <strong>Sieh, Herr, und schau doch<\/strong> [unsere Scham, erbarme dich unser], <strong>denn verachtet bin ich!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>12.<\/sup> [So sprach Jerusalem vor Kummer zu den H\u00f6renden] <strong>Es treffe euch nicht solches<\/strong> [Leid], <strong>alle, die ihr des Weges vorbeizieht! Schauet<\/strong> [mit euren Augen] <strong>und sehet<\/strong> [versteht], <strong>ob ein Schmerz gleichet meinem<\/strong> [gro\u00dfen] <strong>Schmerze, der mir angetan worden, mit dem der Herr mich betr\u00fcbt am Tage seiner Zornesglut.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>13.<\/sup> <strong>Aus der<\/strong> [Himmels-] <strong>H\u00f6he sandte er Feuer in meine Gebeine und dr\u00fcckte sie nieder, er breitete ein Netz meinen F\u00fc\u00dfen<\/strong> [um sich zu fangen], <strong>trieb mich<\/strong> [zum Feind] <strong>zur\u00fcck und machte mich zur Verst\u00f6rten, zur immer Siechen<\/strong> [krank und gequ\u00e4lt].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>14.<\/sup> <strong>Fest gekn\u00fcpft ist das Joch meiner Missetaten durch seine <\/strong>[Gottes] <strong>Hand, verflochten<\/strong> [verzweigt wie Zweige der Rebe] <strong>stieg es meinen Nacken hinan und<\/strong> [wegen meiner S\u00fcnden] <strong>l\u00e4hmte meine Kraft. Der Herr gab mich<\/strong> [als Strafe] <strong>in die H\u00e4nde solcher <\/strong>[Feinde], <strong>gegen die ich nicht Stand halten kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>15.<\/sup> <strong>Der Herr trat all meine Starken<\/strong> [Krieger] <strong>nieder; er bestimmte gegen mich eine Zeit<\/strong> [der Versammlung der Armeen], <strong>meine J\u00fcnglinge zu zermalmen. Wie eine Kelter<\/strong> [voller Trauben, auf die getreten wird, so] <strong>trat der Herr die jungfr\u00e4uliche Tochter Judas <\/strong>[und die Feinde t\u00f6teten Israel bis ihr Blut die erde f\u00fcllte, wie der Kelter voller Wein].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>16.<\/sup> <strong>Dar\u00fcber<\/strong> [der genannten Sachen wegen] <strong>weine ich, von meinen Augen, von meinen Augen str\u00f6men Tr\u00e4nen herab<\/strong> [ununterbrochen],<strong> denn fern ist von mir der Tr\u00f6ster, mich zu st\u00e4rken. Meine S\u00f6hne sind machtlos, denn der Feind hat gesiegt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>17.<\/sup> <strong>Zion breitet<\/strong> [zum Gebet] <strong>ihre H\u00e4nde aus <\/strong>[hilfebittend], <strong>niemand tr\u00f6stet sie<\/strong> [ihr Gebet wird nicht beantwortet]. <strong>Von allen Seiten hat der Herr gegen Jakob seine Widersacher entboten, Jerusalem ist zum abgesonderten Weibe unter ihnen geworden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>18.<\/sup> [Jerusalem rechtfertigt sich und spricht:] <strong>Gerecht ist der Herr<\/strong> [mit Gerechtigkeit hat er mich gestraft, ich gestehe meine Vergehen], <strong>denn seinem Gebot war ich widerspenstig. H\u00f6ret doch, ihr V\u00f6lker alle, und sehet meinen Schmerz: Meine Jungfrauen und meine J\u00fcnglinge sind in die Gefangenschaft gegangen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>19.<\/sup> <strong>Ich rief meine<\/strong> [scheinbaren] <strong>Freunde<\/strong> [mir zu Hilfe, doch] <strong>sie haben mich betrogen<\/strong> [und zogen im Kampf gegen mich] <strong>; meine Priester und Greise verschieden in der Stadt<\/strong> [vor Hunger, noch bevor sie ins Exil gingen] <strong>; sie bettelten Speise f\u00fcr sich, dass sie sich laben<\/strong> [aber sie fanden nichts].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>20.<\/sup> [Als ich all dies sah, schrie ich zum Herrn und betete:] <strong>Schau, o Herr, wie mir so weh ist. Meine Eingeweide gl\u00fchen, es wendet sich mein Herz in mir um<\/strong> [ich bereue], <strong>weil ich widerspenstig gewesen<\/strong> [weil ich mich weigerte auf die Gebote zu h\u00f6ren, meine S\u00fcnden haben verursacht, dass] <strong>drau\u00dfen rafft hin das Schwert<\/strong> [des Feindes] <strong>wie im Hause der<\/strong> [Hungers] <strong>tod.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>21.<\/sup> <strong>Sie<\/strong> [meine Freunde] <strong>h\u00f6rten, dass ich \u00e4chze, aber niemand tr\u00f6stete mich. Alle meine Feinde h\u00f6rten mein Ungl\u00fcck, aber sie freuen sich, dass du es getan.<\/strong> [Ich flehe dich an] <strong>bringe den Tag, den du verk\u00fcndet, dass sie mir gleich werden<\/strong> [im Ungl\u00fcck] <strong>!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>22.<\/sup> [Ich flehe dich an] <strong>m\u00f6ge all ihre Bosheit<\/strong> [die sie mir angetan] <strong>vor dich kommen<\/strong> [am Tage des gro\u00dfen Gerichts], <strong>und tue ihnen an, wie du mir angetan wegen all meiner Missetaten<\/strong> [eine gro\u00dfe Strafe] <strong>; denn viel sind meine Seufzer, und mein Herz ist krank!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup> <strong>Wie<\/strong> [ist es so weit gekommen, dass] <strong>der Herr in seinem Zorn die Tochter Zion<\/strong> [Israel] <strong>verd\u00fcstert<\/strong> [verabscheut] <strong>hat! Er schleuderte vom Himmel zur Erde die Herrlichkeit Israels und gedachte <\/strong>[verschonte] <strong>nicht des Schemels seiner F\u00fc\u00dfe<\/strong> [seinen Tempel] <strong>am Tage seines Zorns.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>2.<\/sup> <strong>Zerst\u00f6rt hat der Herr schonungslos alle Wohnungen Jakobs<\/strong> [H\u00e4user Israels], <strong>niedergerissen in seinem Grimm die Festungen<\/strong> [der Tochter] <strong>Juda, der Erde gleichgemacht und entweiht<\/strong> [gedem\u00fctigt] <strong>das Reich und seine F\u00fcrsten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>3.<\/sup> <strong>Er schlug ab in zorniger Glut das ganze Horn<\/strong> [Herrlichkeit, Kraft, St\u00e4rke] <strong>Israels, er wendet zur\u00fcck seine Rechte<\/strong> [und rettet nicht] <strong>vor dem Feind; es brennt<\/strong> [in zorniger Glut] <strong>in Jakob wie ein flammendes Feuer und verzehrt rings herum<\/strong> [alles, was es ber\u00fchrt].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>4.<\/sup> <strong>Er spannte seinen Bogen wie ein Feind, stemmte seine Rechte<\/strong> [zu schie\u00dfen seine Pfeile] <strong>wie ein Widersacher und metzelte die Teuersten nieder. \u00dcber das Zelt der Tochter Zions<\/strong> [dem Tempel] <strong>sch\u00fcttete er wie Feuer seinen Grimm aus.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>5.<\/sup> <strong>Der Herr ist<\/strong> [Israel] <strong>feindlich geworden, er hat Israel <\/strong>[Samaria] <strong>zerst\u00f6rt, zerst\u00f6rt all seine Pal\u00e4ste, verderbt seine Festungen und geh\u00e4uft \u00fcber die Bev\u00f6lkerung Judas Jammer und Klage.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>6.<\/sup> <strong>Er lie\u00df es auspl\u00fcndern wie einen Garten<\/strong> [sein Heiligtum],<strong> dessen Laub abgefallen ist; er st\u00f6rte die festliche Freude. Vergessen machen hat der Herr in Zion Fest<\/strong> [-freude] <strong>und Schabbat <\/strong>[-ruhe] <strong>und beschimpfte in seines Zornes Wut K\u00f6nigtum <\/strong>[Zedekia] <strong>und Priesterschaft<\/strong> [Serajahu].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>7.<\/sup> <strong>Verworfen hat der Herr seinen Altar, gesch\u00e4ndet sein Heiligtum, geliefert in Feindes Hand die Mauern ihrer<\/strong> [Jerusalems] <strong>Pal\u00e4ste. Ihre<\/strong> [der Feinde] <strong>Stimme erschallt im Hause des Herrn wie<\/strong> [die Stimme des Volkes beim Hallel-Gesang] <strong>am<\/strong> [Pessach-] <strong>Festtage.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>8.<\/sup> [So wie] <strong>beschlossen hat der Herr zu verderben die Mauer der Tochter Zion<\/strong> [so] <strong>entwarf er den Plan dazu<\/strong> [um sie f\u00fcr ihre S\u00fcnden zu strafen mithilfe der Unterdr\u00fccker] <strong>und wollte nicht ablassen von der Zerst\u00f6rung, er lie\u00df in Tr\u00fcmmer sinken Zwinger und Mauer, insgesamt wurden sie ver\u00f6det.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>9.<\/sup> <strong>Versunken in die Erde sind ihre Tore<\/strong> [des Vorhofes], <strong>zu Grunde gerichtet und zerbrochen hat er<\/strong> [Gott] <strong>ihre Riegel<\/strong> [mit denen man die Tore verschloss] <strong>; ihr K\u00f6nig und ihre F\u00fcrsten sind unter den V\u00f6lkern<\/strong> [verbannt] <strong>ohne Tora<\/strong> [weil sie sich an die Tora nicht hielten ist Israel ohne Lehre und ohne Lehrer], <strong>auch ihre Propheten erlangen kein Gesicht<\/strong> [Prophezeiung] <strong>vom Herrn.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>10.<\/sup> <strong>Sie sitzen zur Erde verstummt<\/strong> [aus Schmerz und Trauer], <strong>die Greise Zions<\/strong> [die Weisen Israels] <strong>sie legen Asche<\/strong> [von der Erde] <strong>auf ihr Haupt und g\u00fcrten sich S\u00e4cke um; es senken zur Erde ihr Haupt<\/strong> [aus Reue] <strong>die Jungfrauen Jerusalems<\/strong> [und haben keine Freude an ihrer Hochzeit].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>11.<\/sup> [So sprechen die \u00c4ltesten und Jungfrauen:] <strong>Meine<\/strong>[r] <strong>Augen<\/strong> [Licht] <strong>vergehen in Tr\u00e4nen, meine Eingeweide gl\u00fchen <\/strong>[schrumpfen zusammen], <strong>zur Erde versch\u00fcttet ist meine Leber <\/strong>[aus Verzweiflung] <strong>wegen dem Sturze meiner Nation,<\/strong> [und weil ich sah] <strong>da ohnm\u00e4chtig verschmachten Kind und S\u00e4ugling<\/strong> [vor Hunger und Durst] <strong>in den Stra\u00dfen der Stadt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>12.<\/sup> <strong>Zu ihren M\u00fcttern sprechen sie<\/strong> [die Kinder] <strong>: Wo ist Brot und Wein<\/strong> [zu finden] <strong>? wenn sie<\/strong> [vor Hunger auf der Erde] <strong>ohnm\u00e4chtig darniederliegen, gleich<\/strong> [vom Schwert] <strong>Erschlagenen in den Stra\u00dfen der Stadt, wenn sie ihre Leben aushauchen in dem Scho\u00df ihrer M\u00fctter.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>13.<\/sup> [Die M\u00fctter sprechen:] <strong>Womit soll ich dich ermutigen, was dir \u00e4hnlich finden, Tochter Jerusalems? was mit dir vergleichen<\/strong> [zu sagen: dem ist es auch passiert], <strong>dass ich dich tr\u00f6ste, jungfr\u00e4uliche Tochter Zion? Denn gro\u00df wie das Meer ist dein Ungl\u00fcck, wer kann dich heilen<\/strong> [denn zu gro\u00df ist der Sturz] <strong>?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>14.<\/sup> <strong>Deine<\/strong> [falschen] <strong>Propheten weissagten dir Falsches und Tr\u00fcgerisches und deckten nicht auf deine Schuld<\/strong> [deine Strafe, die Vergeltung f\u00fcr deine S\u00fcnden und auch nicht,] <strong>dass du hergestellt werdest<\/strong> [durch Teschuwa]. <strong>Sie weissagten dir falsche und verf\u00fchrerische Prophezeiungen<\/strong> [die dich vom rechten Weg abf\u00fchrten].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>15.<\/sup> <strong>Es schlagen \u00fcber dich die H\u00e4nde zusammen<\/strong> [als Zeichen des Ungl\u00fccks] <strong>alle, die des Weges<\/strong> [nach Jerusalem] <strong>ziehen, sie zischen und sch\u00fctteln das Haupt \u00fcber die Tochter Jerusalems<\/strong> [und ihren Schmerz und so betrauern sie dich] <strong>: Ist das die Stadt, von der man sagte, sie sei die Krone der Sch\u00f6nheit<\/strong> [alle Sch\u00f6nheit der Welt ist in ihr], <strong>die Lust<\/strong> [und Freude] <strong>der ganzen Erde?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>16.<\/sup> <strong>Deine Feinde rei\u00dfen<\/strong> [in Gel\u00e4chter] <strong>gegen dich den Mund auf, sie zischen<\/strong> [mit Hohn] <strong>und knirschen<\/strong> [aus Hass] <strong>mit den Z\u00e4hnen und sprechen: Wir haben sie verschlungen<\/strong> [Jerusalem zerst\u00f6rt]. <strong>Ha!<\/strong> [wahrlich] <strong>dies ist der Tag, den wir <\/strong>[gierig] <strong>erhofft, wir haben ihn erreicht, erlebt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>17.<\/sup> <strong>Vollbracht hat der Herr, was er ersonnen, seinen Spruch ausgef\u00fchrt, den er verhei\u00dfen seit der Vorzeit Tagen<\/strong> [durch Moses, Lev. 26:18], <strong>er hat schonungslos niedergerissen und frohlocken gemacht \u00fcber dich<\/strong> [und deine Zerst\u00f6rung] <strong>den Feind, er hat erh\u00f6ht das Horn<\/strong> [die Ehre] <strong>deiner Widersacher.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>18.<\/sup> <strong>Es jammert ihr<\/strong> [Israels] <strong>Herz zum Herrn<\/strong> [dass er sich ihrer erbarme]. <strong>Mauer der Volkschaft Zions, lasse wie B\u00e4che Tr\u00e4nen str\u00f6men Tag und Nacht<\/strong> [des Flehens und Gebetes wegen], <strong>g\u00f6nne dir keine Rast<\/strong> [im Gebet], <strong>keine Ruhe deinem Auge<\/strong> [von Weinen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>19.<\/sup> <strong>Stehe auf<\/strong> [Israel], <strong>wehklage in der Nacht, beim Beginn der Wachen<\/strong> [zu Beginn der Nacht]. <strong>Sch\u00fctte wie Wasser dein Herz aus <\/strong>[im Gebet] <strong>vor dem Herrn. Hebe empor zu ihm deine H\u00e4nde wegen des Lebens deiner Kinder, die vor Hunger verschmachten an allen Stra\u00dfenecken.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>20.<\/sup> <strong>Sieh, Herr,<\/strong> [erbarme dich] <strong>und schaue, wem<\/strong> [welchem Volk] <strong>hast du solches angetan<\/strong> [wie uns] <strong>? Frauen verzehren <\/strong>[vor Hunger] <strong>ihre Leibesfrucht, Kindlein zarter Pflege: ermordet werden im Heiligtum des Herrn Priester und Prophet!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>21.<\/sup> <strong>Knaben und Greise<\/strong> [die gewohnt waren auf Matratzen zu schlafen] <strong>liegen zur Erde in den Stra\u00dfen<\/strong> [und Marktpl\u00e4tzen],<strong> meine Jungfrauen und meine J\u00fcnglinge sind durch das Schwert gefallen. Du hast am Tage deines Zornes niedermetzeln und schonungslos sie abschlachten lassen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>22.<\/sup> <strong>Du ludest wie zu einem Festtag meine Umwohner rings um mich, und es gab am Tage des Zornes des Herrn keinen Fl\u00fcchtling und keinen Entronnenen. Was ich gepflegt und gro\u00dfgezogen<\/strong> [meine Kinder] <strong>\u2014 mein Feind hat es vernichtet<\/strong> [sie alle].<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup> <strong>Ich<\/strong> [Jeremia] <strong>bin der Mann, der<\/strong> [von allen Propheten mit meinen eigenen Augen] <strong>das Elend<\/strong> [des Exils] <strong>geschaut mit seiner <\/strong>[Gottes] <strong>furchtbaren Gei\u00dfel.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>2.<\/sup> <strong>Mich trieb er und lie\u00df mich wandern durch Finsternis<\/strong> [des Exils] <strong>\u2014 nirgends<\/strong> [war Hoffnung auf] <strong>ein Lichtschein<\/strong> [die Finsternis zu erhellen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>3.<\/sup> <strong>Nur gegen mich<\/strong> [und nicht gegen einen anderen Propheten vor mir] <strong>wendet er seine Hand wieder und wieder, immerw\u00e4hrend.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>4.<\/sup> <strong>Er<\/strong> [Gott] <strong>zerfetzte<\/strong> [durch seine Schl\u00e4ge] <strong>mir Fleisch und Haut und<\/strong> [darauf] <strong>zerbrach<\/strong> [er] <strong>meine Gebeine.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>5.<\/sup> <strong>Er umschloss und umringte mich mit Gift und Leid.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>6.<\/sup> <strong>In der Finsternis lie\u00df er mich sitzen gleich den Toten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>7.<\/sup> <strong>Er hat mich<\/strong> [in der Finsternis] <strong>eingez\u00e4unt<\/strong> [wie im Gef\u00e4ngnis], <strong>ich kann nicht hinaus, schwer machte er meine<\/strong> [Fu\u00df-] <strong>Fessel.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>8.<\/sup> <strong>Auch wenn ich wehklage und schreie, \u2014 mein Gebet wird nicht erh\u00f6rt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>9.<\/sup> <strong>Er vermauert<\/strong> [und verschloss] <strong>meine Wege mit Werkst\u00fccken <\/strong>[behauenen Steinen], <strong>meine Pfade macht er krumm<\/strong> [dass ich nicht entfliehen konnte].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>10.<\/sup> <strong>Wie ein lauernder B\u00e4r ist er<\/strong> [der Ewige] <strong>mir,<\/strong> [wie] <strong>ein Leu im Versteck<\/strong> [sitzend, ich kann vor ihnen nicht fliehen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>11.<\/sup> <strong>Meine Wege lenkte er ab<\/strong> [verstreute Dornen auf dem Weg] <strong>und <\/strong>[so] <strong>zermalmte mich<\/strong> [mein Fleisch], <strong>er machte mich zum Entsetzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>12.<\/sup> <strong>Er spannt seinen Bogen und stellt mich hin wie das Ziel f\u00fcr den Pfeil.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>13.<\/sup> <strong>Er brachte in meine Nieren seines K\u00f6chers Pfeile.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>14.<\/sup> <strong>Ich bin zum Gel\u00e4chter geworden meinem ganzen Volke, ihr Spottlied alle Tage.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>15.<\/sup> <strong>Er s\u00e4ttigte mich mit bitterem Kraute und f\u00fcllte mich an mit Wermut.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>16.<\/sup> <strong>Er lie\u00df an Kies meine Z\u00e4hne brechen, er bedeckte mich mit Asche.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>17.<\/sup> <strong>Mein Gem\u00fct kennt keine Ruhe mehr; ich verga\u00df des Gl\u00fccks<\/strong> [das ich einst hatte].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>18.<\/sup> <strong>Ich dachte<\/strong> [vor so viel Schmerz] <strong>bereits: Hin ist meine Hoffnung und meine Zuversicht von dem Herrn.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>19.<\/sup> <strong>Die Erinnerung meines Elends und meiner Qual ist wie Wermut und Gift.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>20.<\/sup> <strong>Dessen gedenke ich und mein Gem\u00fct wird niedergebeugt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>21.<\/sup> <strong>Aber das<\/strong> [folgendes] <strong>erwidere ich meinem Herzen<\/strong> [das sprach: \u201eHin ist meine Hoffnung und meine Zuversicht von dem Herrn&#8220;],<strong> darum hoffe ich<\/strong> [auf die Erl\u00f6sung] <strong>:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>22.<\/sup> <strong>Die Liebe des Herrn hat noch nicht aufgeh\u00f6rt, noch nicht zu Ende ist sein Erbarmen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>23.<\/sup> <strong>Neu an jeglichem Morgen, gro\u00df ist deine Treue!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>24.<\/sup> <strong>Mein Teil ist der Herr<\/strong> [und keiner sonst], <strong>dacht ich bei mir \u2014 darum hoffe ich auf ihn.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>25.<\/sup> <strong>G\u00fctig ist der Herr<\/strong> [gegen alle und besonders gegen] <strong>die ihm Vertrauenden, gegen alle, die ihn<\/strong> [und seine Wege in Wahrheit] <strong>suchen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>26.<\/sup> <strong>G\u00fctig gegen den, der harrt im Stillen der Hilfe des Herrn.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>27.<\/sup> <strong>G\u00fctig dem Manne, wenn er das Joch<\/strong> [Disziplin] <strong>in seiner Jugend<\/strong> [geduldig] <strong>tr\u00e4gt;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>28.<\/sup> <strong>Der einsam sitzt und schweigt<\/strong> [auf Hilfe harrend], <strong>weil er <\/strong>[Gott] <strong>es<\/strong> [[das Joch] <strong>ihm auferlegt;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>29.<\/sup> <strong>Der<\/strong> [beim Verbeugen im Gebet] <strong>seinen Mund in den Staub legt, vielleicht ist noch Hoffnung;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>30.<\/sup> <strong>Der seinem Schl\u00e4ger<\/strong> [absichtlich] <strong>die Wange bietet<\/strong> [damit er ihn schl\u00e4gt], <strong>die Schmach reichlich ertr\u00e4gt<\/strong> [und Beleidigungen h\u00f6rt].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>31.<\/sup> [Gut ist es, sein Schicksal geduldig zu tragen] <strong>Denn nicht auf ewig verwirft der Herr<\/strong> [Israel, seinen Diener].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>32.<\/sup> [Sogar] <strong>wenn er<\/strong> [am Anfang] <strong>betr\u00fcbt hat, so erbarmt er sich unser mit seiner reichen Huld<\/strong> [wenn wir Teschuwa machen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>33.<\/sup> <strong>Denn niemals qu\u00e4lt er<\/strong> [Gott] <strong>gerne<\/strong> [willentlich] <strong>und betr\u00fcbt die Menschenkinder<\/strong> [sondern wir und unsere S\u00fcnden verursachen dieses].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>34.<\/sup> [Gottes Wille ist nicht,] <strong>Dass er zermalme unter seinen F\u00fc\u00dfen all die Gefesselten<\/strong> [S\u00fcnder] <strong>der Erde;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>35.<\/sup> [Nicht nach seinem Willen,] <strong>Dass er beuge das Recht des Mannes<\/strong> [der schuldig ist] <strong>\u2014 das will der Herr nicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>36.<\/sup> [Er will nicht] <strong>Dass er beuge<\/strong> [das Recht] <strong>den Menschen in seinem Streit<\/strong> [mit Anderen], <strong>der Herr bestimmt solches nicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>37.<\/sup> [Wenn Gott nicht Ursacher der Qual ist, dann] <strong>Wer ist, der spr\u00e4che<\/strong> [dieses Verh\u00e4ngnis aus] <strong>und es gesch\u00e4he?,<\/strong> [Antwort:] <strong>der Herr hat es nicht geboten<\/strong> [sondern unsere Verbrechen und S\u00fcnden verursachten unser Ungl\u00fcck].<\/p>\n\n\n\n<p><span id=\"anchor\"><\/span><sup>38.<\/sup> <strong>Der Herr verh\u00e4ngt weder B\u00f6ses noch Gutes,<\/strong> [sondern die Menschen verdienen es durch ihre Taten; siehe Rambam Teschuwa 5:2].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>39.<\/sup> <strong>Was<\/strong> [warum] <strong>beklagt sich der lebende Mensch, der Mann beklage seine S\u00fcnden<\/strong> [denn sie bringen ihm B\u00f6ses] <strong>!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>40.<\/sup> [Deshalb m\u00fcsssen wir Teschuwa machen] <strong>Durchforschen wir unsern Wandel und ergr\u00fcnden ihn<\/strong> [unser Herz], <strong>und lasset uns zur\u00fcckkehren zum Herrn!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>41.<\/sup> <strong>Erheben wir unser Herz mitsamt den H\u00e4nden<\/strong> [im Gebet] <strong>zu Gott <\/strong>[der] <strong>im Himmel<\/strong> [thront].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>42.<\/sup> <strong>Wir waren abgefallen und widerspenstig<\/strong> [haben deine Gebote verachtet], [und deshalb] <strong>du hast uns nicht verzeihen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>43.<\/sup> <strong>Du hast dich verh\u00fcllt im Zorn und uns verfolgt, uns gew\u00fcrgt schonungslos.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>44.<\/sup> <strong>Du hast dich verh\u00fcllt mit einer Wolke, dass<\/strong> [damit] <strong>kein Gebet zu dir hindurchdrang.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>45.<\/sup> <strong>Zum Wegwurf und Scheusal machst du uns inmitten der V\u00f6lker.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>46.<\/sup> <strong>Alle unsere Feinde rei\u00dfen gegen uns ihren Mund auf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>47.<\/sup> <strong>Angst und Falle ist \u00fcber uns gekommen, Verw\u00fcstung und Vernichtung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>48.<\/sup> <strong>Wasserb\u00e4che str\u00f6mt mein Auge um den Untergang meiner Nation <\/strong>[Israel].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>49.<\/sup> <strong>Mein Auge rinnt und ruht nicht, da es keine Linderung gibt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>50.<\/sup> <strong>Bis der Herr vom Himmel herabschauen und<\/strong> [unser Ungl\u00fcck und das Weinen] <strong>sehen wird.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>51.<\/sup> <strong>Mein Auge schmerzt mich<\/strong> [vom Weinen, mehr als] <strong>von all den T\u00f6chtern meiner Stadt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>52.<\/sup> <strong>Meine Feinde jagten mich wie einen Vogel, ohne Ursache<\/strong> [denn ich habe ihnen nichts angetan].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>53.<\/sup> <strong>Sie verk\u00fcmmerten mein Leben in der Grube<\/strong> [im Gef\u00e4ngnis] <strong>und warfen Steine auf mich<\/strong> [die Grube zu verschlie\u00dfen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>54.<\/sup> [Als ich in der Grube sa\u00df] <strong>Wasser str\u00f6mte \u00fcber mein Haupt, ich dachte bereits, ich sei vernichtet<\/strong> [es gibt keine Hoffnung mehr].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>55.<\/sup> <strong>Deinen Namen, Herr, rief ich aus der Tiefe der Grube.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>56.<\/sup> <strong>Erh\u00f6re meine Stimme<\/strong> [mein Gebet], <strong>wende nicht ab dein Ohr meinem Flehen um Linderung<\/strong> [und Freiheit].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>57.<\/sup> <strong>Nahe bist du mir am Tage, da ich rufe<\/strong> [im Gebet], <strong>du sprichst: F\u00fcrchte nicht!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>58.<\/sup> <strong>Du f\u00fchrst, Herr, meinen Streit, erl\u00f6sest mein Leben<\/strong> [aus den H\u00e4nden meiner Feinde].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>59.<\/sup> <strong>Du siehst, Herr, meine Unbill<\/strong> [meine Unterdr\u00fcckung durch den Feind, deshalb bitte ich dich] <strong>o schaffe mir Recht<\/strong> [gegen sie] <strong>!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>60.<\/sup> <strong>Du kennst alle ihre Rachegedanken<\/strong> [die sie an \u00fcbten], <strong>ihre Entw\u00fcrfe<\/strong> [die sie im verborgenen] <strong>gegen mich<\/strong> [hegen] <strong>;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>61.<\/sup> <strong>Du h\u00f6rst, Herr ihre L\u00e4sterung, ihre<\/strong> [b\u00f6sen] <strong>Anschl\u00e4ge gegen mich!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>62.<\/sup> [Du h\u00f6rst] <strong>Meiner Widersacher Reden und Trachten wider mich alle Tage.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>63.<\/sup> [Sogar] <strong>Bei ihrem Sitzen und bei ihrem Stehen \u2014 o schau dies \u2014 bin ich ihr Spottlied.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>64.<\/sup> <strong>Vergilt ihnen den<\/strong> [b\u00f6sen] <strong>Lohn, Herr, nach ihrer H\u00e4nde Wert <\/strong>[was sie uns taten, tue ihnen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>65.<\/sup> <strong>Vergilt ihnen nach ihrem verstockten Herzen. \u2014 Deinen Fluch auf sie!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>66.<\/sup> <strong>Verfolge sie<\/strong> [die Feinde] <strong>im Grimme<\/strong> [und Zorn] <strong>und tilge sie hinweg unter dem Himmel des Herrn<\/strong> [von jedem Ort auf der Welt].<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup> <strong>Wie ist<\/strong> [konnte es geschehen, dass] <strong>verdunkelt das Gold, verwandelt das Kleinod<\/strong> [im Aussehen] <strong>! Wie sind versch\u00fcttet die heiligen Steine<\/strong> [des Tempels] <strong>in allen Stra\u00dfenecken!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>2.<\/sup> <strong>Die Kinder Zions die k\u00f6stlichen, die mit gediegenem Golde Aufgewogenen, wie sind sie gleich den irdenen Scherben<\/strong> [in den Augen der V\u00f6lker], <strong>das Werk von T\u00f6pfers Hand.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>3.<\/sup> <strong>Selbst die<\/strong> [grausamen] <strong>Schakale reichen die Brust dar, s\u00e4ugen ihre Jungen \u2014<\/strong> [dagegen] <strong>meines Volkes Tochter ist zur Grausamen geworden<\/strong> [stillt nicht ihre Kinder], <strong>wie die Strau\u00dfe in der W\u00fcste.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>4.<\/sup> [Deshalb] <strong>Die Zunge des S\u00e4uglings klebt an seinem Gaumen vor Durst<\/strong> [nach Milch], [und auch] <strong>Kindlein fordern Brot, niemand bricht es ihnen<\/strong> [aus Mangel].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>5.<\/sup> <strong>Die einst leckere Kost genossen, vergehen jetzt auf den Stra\u00dfen, die<\/strong> [von Kindheit an] <strong>auf Purpur Getragenen umfassen jetzt Kothaufen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>6.<\/sup> <strong>Gr\u00f6\u00dfer ist die Strafe meines Volkes als der Fall Sodoms, der im Nu Zerst\u00f6rten, an die keine Hand gelegt<\/strong> [die nicht so gequ\u00e4lt] <strong>wurde <\/strong>[aber mein Volk erleidet viele Quallen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>7.<\/sup> <strong>Wei\u00dfer waren ihre F\u00fcrsten als Schnee, klarer als Milch, roter ihr Angesicht als Korallen, wie Saphir ihre Gestalt. \u2014<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>8.<\/sup> <strong>Verd\u00fcstert von Schwarz ist jetzt ihr Aussehen, sie sind nicht zu erkennen in den Stra\u00dfen; verschrumpft ist ihre Haut auf ihren Gebeinen, trocken sind sie wie Holz.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>9.<\/sup> <strong>Gl\u00fccklicher sind die unter dem Schwerte Gefallenen als die Verhungerten,<\/strong> [weil] <strong>jene, die durchstochen verbluten auf dem fruchtbaren Gefilde.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>10.<\/sup> <strong>Die H\u00e4nde liebevoller<\/strong> [und f\u00fcrsorglicher] <strong>Frauen kochten ihre Kinder; sie dienten ihnen zur Speise im Ungl\u00fcck meines Volkes.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>11.<\/sup> <strong>Ausgelassen hat der Herr seinen Grimm, ergossen seine Zornesglut; er z\u00fcndete ein Feuer in Zion, das seine Grundpfeiler fra\u00df.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>12.<\/sup> <strong>Es glaubten nicht die K\u00f6nige der Erde, alle Bewohner der Welt, dass der Dr\u00e4nger und Feind<\/strong> [Nebukadnezar und Nebusaradan] <strong>dringen werde in die Tore Jerusalems.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>13.<\/sup> [Aber dies geschah doch] <strong>wegen der S\u00fcnden ihrer<\/strong> [L\u00fcgen-] <strong>Propheten<\/strong> [die L\u00fcgen prophezeiten], <strong>der Schuld ihrer Priester <\/strong>[die G\u00f6tzen opferten], <strong>wegen derer, die in ihrer Mitte Blut der Gerechten vergossen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>14.<\/sup> [Die Stadt ist mit Leichen gef\u00fcllt bis] <strong>die Blinden in den Stra\u00dfen umher irren und sind mit Blut besudelt, dass niemand ihre <\/strong>[beschmutzten] <strong>Gew\u00e4nder ber\u00fchren mag.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>15.<\/sup> <strong>Fort<\/strong> [von uns] <strong>! unrein! ruft man<\/strong> [die Feinde] <strong>jenen <\/strong>[den Blinden] <strong>zu, fort! fort<\/strong> [ihr unreinen Blinden] <strong>! ber\u00fchret nichts<\/strong> [von uns] <strong>! die zerstreut sind und herumirren; unter den V\u00f6lkern spricht man: Die werden nimmer Wohnung Ruhe finden!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>16.<\/sup> [Die V\u00f6lker sprachen:] <strong>Des Herrn Zornblick hat sie<\/strong> [unter die V\u00f6lker] <strong>zerstreut; er wird nicht mehr<\/strong> [wie vormals] <strong>auf sie schauen.<\/strong> [Weil sie zur Friedenszeit] <strong>der Priester Ansehen haben sie nicht geachtet, Greise nicht geschont.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>17.<\/sup> <strong>Noch schmachtete unser Auge,<\/strong> [ausschauend] <strong>nach unserm nichtigen Beistande<\/strong> [seitens der V\u00f6lker] <strong>; als wir Hoffnung hegten, hofften wir auf ein Volk, das nicht hilft.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>18.<\/sup> <strong>Sie<\/strong> [die Feinde] <strong>stellen uns nach, dass wir nicht gehen k\u00f6nnen in unseren Stra\u00dfen, genaht ist unser Ende, voll sind unsere Tage; ach, gekommen ist unser Ende.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>19.<\/sup> <strong>Schneller waren unsere Verfolger als die Adler des Himmels<\/strong> [als wir versuchten zu fliehen] <strong>;<\/strong> [sogar] <strong>auf den Bergen jagten sie uns,<\/strong> [sogar] <strong>in den W\u00fcsten lauerten sie uns auf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>20.<\/sup> <strong>Unseres Lebens Odem, der Gesalbte des Herrn<\/strong> [Joschija], <strong>ist gefangen in ihren Schlingen, von dem wir hofften, in seinem Schutz w\u00fcrden wir leben<\/strong> [in Frieden] <strong>unter den V\u00f6lkern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>21.<\/sup> <strong>Juble und frohlocke, idum\u00e4ische Nation<\/strong> [\u00fcber den Untergang Israels], <strong>Bewohnerin des Landes Uz, aber<\/strong> [am Ende] <strong>auch an dich wird der Kelch<\/strong> [des Ungl\u00fccks] <strong>kommen, du wirst dich berauschen und entleeren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>22.<\/sup> <strong>Getilgt ist deine Schuld<\/strong> [f\u00fcr die S\u00fcnden], <strong>Volk Zion, <\/strong>[von jetzt an] <strong>er wird dich ferner nicht in die Verbannung schicken. Er ahndet deine Schuld, idum\u00e4ische Nation, und deckt deine S\u00fcnden auf<\/strong> [deine Zeit ist gekommen] <strong>!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup> <strong>Gedenke, Herr, was uns geschehen<\/strong> [wie viel Leid wir ertragen haben], <strong>schaue und sieh unsere Schmach.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>2.<\/sup> <strong>Unser Erbe<\/strong> [Felder und Weinberge] <strong>ist \u00fcbergegangen<\/strong> [als Erbe] <strong>an Fremde<\/strong> [die zuvor als Fremde in unserem Land galten],<strong> unsere H\u00e4user an Barbaren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>3.<\/sup> <strong>Waisen sind wir, vaterlos<\/strong> [unsere V\u00e4ter k\u00f6nnen uns nicht helfen], <strong>unsere M\u00fctter sind Witwen<\/strong> [ihre M\u00e4nner k\u00f6nnen ihnen nicht helfen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>4.<\/sup> <strong>Unser Wasser<\/strong> [das wir fr\u00fcher umsonst sch\u00f6pften] <strong>m\u00fcssen wir um Geld kaufen, unser Holz<\/strong> [das fr\u00fcher jeder im Wald gehackt hat] <strong>erlangen wir<\/strong> [vom Feind] <strong>f\u00fcr Kaufpreis.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>5.<\/sup> <strong>Dicht an unserm Nacken werden wir verfolgt<\/strong> [unser Leben wird durch harte Arbeit erschwert], <strong>wir sind m\u00fcde<\/strong> [Geld zu sammeln],<strong> und keine Rast wird uns<\/strong> [die Frucht unserer Arbeit geht and den Feind].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>6.<\/sup> <strong>\u00c4gypten reichten wir die Hand<\/strong> [sie m\u00f6gen uns finanziell helfen] <strong>und Assyrien<\/strong> [reichen wir die Hand], <strong>um uns an Brot zu s\u00e4ttigen <\/strong>[aber sie haben uns nicht geholfen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>7.<\/sup> <strong>Unsere V\u00e4ter haben ges\u00fcndigt und sind nicht mehr<\/strong> [sie sind tot], <strong>wir aber m\u00fcssen leiden um ihre<\/strong> [und unsere] <strong>Schuld.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>8.<\/sup> [Die einst unsere] <strong>Sklaven<\/strong> [waren] <strong>herrschen <\/strong>[jetzt] <strong>\u00fcber uns, niemand erl\u00f6st uns aus ihrer Hand.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>9.<\/sup> <strong>Mit Lebensgefahr gewinnen wir unser Brot<\/strong> [unsere Nahrung vom Feld, denn wir sind in Gefahr] <strong>vor dem Schwert in der W\u00fcste<\/strong> [wo der Feind auf uns lauert].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>10.<\/sup> <strong>Unsere Haut brennt wie im Ofen vor der Glut des Hungers.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>11.<\/sup> <strong>Frauen in Zion<\/strong> [die Sklaven] <strong>bezwangen<\/strong> [und vergewaltigten] <strong>sie, Jungfrauen<\/strong> [vergewaltigten sie] <strong>in den St\u00e4dten Judas.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>12.<\/sup> <strong>F\u00fcrsten wurden geh\u00e4ngt durch ihre<\/strong> [des Feindes] <strong>Hand, der Greise Ansehen wurde nicht geachtet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>13.<\/sup> <strong>J\u00fcnglinge trugen den M\u00fchlstein<\/strong> [auf dem Weg nach Babylon],<strong> und Knaben wankten<\/strong> [beim Tragen] <strong>unter dem<\/strong> [schweren] <strong>Holz.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>14.<\/sup> <strong>Die \u00c4ltesten<\/strong> [der Leviten] <strong>sind aus den Toren<\/strong> [die sie \u00f6ffneten und schlo\u00dfen] <strong>verscheucht, J\u00fcnglinge<\/strong> [der Leviten, verscheucht] <strong>von ihren Liedern<\/strong> [die sie auf dem Podium sangen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>15.<\/sup> <strong>Es hat aufgeh\u00f6rt die Freude unseres Herzens, verwandelt in Trauer ist unser Reigen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>16.<\/sup> <strong>Gefallen ist die Krone unseres Hauptes. Weh uns! Denn wir haben ges\u00fcndigt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>17.<\/sup> <strong>Deshalb<\/strong> [wegen der Zerst\u00f6rung des Tempels] <strong>ist unser Haupt krank, darum<\/strong> [wegen des Leids] <strong>unsere Augen umd\u00fcstert<\/strong> [vor vielem Weinen].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>18.<\/sup> <strong>Auf dem Zionsberg<\/strong> [Tempelberg], <strong>der ver\u00f6det ist, Schakale ergehen sich auf ihm.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>19.<\/sup> <strong>Du aber, Herr, bleibst ewiglich, dein Tron in alle Geschlechter.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>20.<\/sup> <strong>Warum willst du uns f\u00fcr immer vergessen, uns verlassen<\/strong> [im Exil] <strong>auf lange Zeit?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>21.<\/sup> <strong>F\u00fchr uns zur\u00fcck, Herr, zu dir<\/strong> [nach Hause], <strong>und wir wollen zur\u00fcckkehren<\/strong> [und in deinem Tempel dienen] <strong>; verj\u00fcnge unsere Tage wie vormals.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>22.<\/sup> <strong>Hast du doch uns verworfen<\/strong> [wegen unserer S\u00fcnden], <strong>gez\u00fcrnt uns ohne Ma\u00dfen<\/strong> [wir haben unsere Strafe erhalten, erl\u00f6se uns und f\u00fchre uns zur\u00fcck zu dir und wir wollen zur\u00fcckkehren, verj\u00fcngere unsere Tage wie vormals]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Ejchah (Klagelieder) in deutscher \u00dcbersetzung mit Erkl\u00e4rungen (in Klammern)<\/p>\n","protected":false},"author":32,"featured_media":5817,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[22,57],"tags":[],"class_list":["post-6099","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tanach","category-tischa-beaw"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/titel_kinnot.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/32"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6099"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6099\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6108,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6099\/revisions\/6108"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5817"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}