{"id":700,"date":"2014-03-04T01:09:00","date_gmt":"2014-03-03T23:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=700"},"modified":"2015-03-22T19:54:25","modified_gmt":"2015-03-22T17:54:25","slug":"das-buch-esther-fuer-kinder-erzaehlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/das-buch-esther-fuer-kinder-erzaehlt\/","title":{"rendered":"Das Buch Esther f\u00fcr Kinder erz\u00e4hlt"},"content":{"rendered":"<p><em>Das Buch Esther ist an einigen Stellen nicht immer unbedingt auch f\u00fcr kleine Kinder geeignet. Einige Stellen sind nicht unblutig. Einen Kompromiss aus kindgerechter Sprache und Textn\u00e4he, versucht diese Nacherz\u00e4hlung des Buches Esther.<\/em><\/p>\n<p>In Persien gibt es eine Stadt, die hei\u00dft Schuschan.<br \/>\nDort lebte vor langer Zeit ein Mann der hie\u00df Mordechaj. Mordechaj war ein sehr guter Mann. Er versuchte immer, anderen Menschen zu helfen und jeder konnte zu ihm kommen. In Mordechajs Haus wohnte auch seine Nichte Esther. <!--more--><br \/>\nSie beide waren Juden. Also genau wie wir!<\/p>\n<p>In Schuschan gab es auch einen K\u00f6nig und der hie\u00df Achashwerosch. Achaschwerosch lebte dort in einem riesigen K\u00f6nigspalast und in diesem bewahrte er viele Reicht\u00fcmer auf.<br \/>\nEr war so reich, dass er viele Menschen in den Palast einladen konnte, um mit ihnen ein gro\u00dfes Fest zu feiern. Das Fest dauerte sechs Monate lang! Zu diesem Fest sollte auch seine Frau kommen. Ihr Name war Waschti. Aber Waschti war b\u00f6se und nicht sehr klug. Sie wollte nicht zum Fest des K\u00f6nigs kommen. Der K\u00f6nig war dar\u00fcber so w\u00fctend, dass er sie wegschickte. Nach dem Fest wollte er aber nicht allein sein und suchte nach einer neuen Frau.<\/p>\n<p>Dieses Mal sollte die Frau nicht nur sch\u00f6n, sondern auch besonders klug sein. Er sah sich \u00fcberall in seinem Reich um und schickte Boten in die (127) L\u00e4nder aus, \u00fcber die er herrschte. Sie sollten die beste Frau f\u00fcr ihn finden. Die Wahl fiel schlie\u00dflich auf unsere Esther.<br \/>\nSie sollte in den Palast kommen und K\u00f6nigin werden. Onkel Mordechaj sagte ihr aber, dass sie zun\u00e4chst nicht verraten sollte, dass sie eine J\u00fcdin war.<\/p>\n<p>Mordechaj hielt sich nun h\u00e4ufiger in der N\u00e4he des Palastes auf und so h\u00f6rte er eines Tages, dass zwei Diener des K\u00f6nigs, Bigtan und Teresch, sich dar\u00fcber unterhielten, dass sie den K\u00f6nig t\u00f6ten wollten! Mordechaj erz\u00e4hlte dies Esther und die verriet es dem K\u00f6nig und dieser lies es ein gro\u00dfes Buch eintragen. Niemand sollte das vergessen. Die Diener wurden verhaftet.<\/p>\n<p>Es gab aber noch einen anderen b\u00f6sen Mann, den der K\u00f6nig um sich hatte. Sein Name war Haman. Er durfte f\u00fcr den K\u00f6nig viele Dinge erledigen und durfte den Dienern und Soldaten des K\u00f6nigs sagen, was sie tun durften. Wenn jemand nicht genau das tat, was Haman ihm sagte, dann wurde er sehr w\u00fctend. Er wollte zum Beispiel, dass alle Menschen, die ihn auf der Stra\u00dfe trafen, sich vor ihm verbeugten. Er mochte auch keine Juden. Einfach so. Nur weil sie Juden waren!<br \/>\nEines Tages begegnete er auf der Stra\u00dfe Mordechaj und wollte, dass dieser sich vor ihm verbeugte. Mordechaj wollte das aber nicht. Er war der Meinung, ein Jude d\u00fcrfe sich nur vor G-tt und vor dem K\u00f6nig verbeugen. Das machte Haman sehr w\u00fctend. Er wollte Mordechaj nicht mehr sehen. Aber nicht nur Mordechaj. Er wollte \u00fcberhaupt keine Juden mehr sehen. Also ging er zum K\u00f6nig und sagte zu ihm<br \/>\n\u00bbEs gibt ein paar Leute hier, die machen viele Dinge anders als viele Menschen. Sie tun viele Dinge nur so, wie sie wollen. Ich w\u00fcrde vorschlagen, sie m\u00fcssen weg. Ich w\u00fcrde Dir auch etwas Geld daf\u00fcr geben!\u00ab Der K\u00f6nig vertraute Haman und gab ihm einen Ring.<br \/>\n\u00bbMit diesem Ring kannst Du entscheiden, was Du m\u00f6chtest. Mach alles so, wie Du gesagt hast! Wenn diese Menschen uns st\u00f6ren, dann soll alles so gemacht werden, wie du es geplant hast.\u00ab<\/p>\n<p>Haman lie\u00df einen Brief schreiben und verk\u00fcnden, dass an einem bestimmten Tag, den 13. Adar, die Juden weg m\u00fcssten. Der Brief wurde \u00fcberall aufgeh\u00e4ngt und auch vorgelesen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich waren die Juden, die davon h\u00f6rten, sehr traurig und hatten gro\u00dfe Angst. Sie wollten nicht weg und wollten nicht, dass ihnen etwas passiert.<br \/>\nMordechaj erz\u00e4hlte das seiner Nichte Esther. Esther wohnte ja im Palast und deshalb konnte er sie um Hilfe bitten. Denn niemand konnte einfach so zum K\u00f6nig gehen und mit ihm sprechen. Man durfte den K\u00f6nig nur sehen, wenn er nach jemandem rief.<\/p>\n<p>\u00bbEsther! Wir alle brauchen deine Hilfe! Haman hat b\u00f6se Pl\u00e4ne mit uns. Von uns kann niemand mit dem K\u00f6nig sprechen. Du bist unsere einzige Hoffung!\u00ab<\/p>\n<p>Um Mordechaj und allen Juden zu helfen, musste Esther sehr mutig sein.<br \/>\nSie bereitete ein besonderes Abendessen vor. Sehr festlich und mit allen Speisen, die der K\u00f6nig besonders gerne mochte. Dann ging sie und stellte sich in den Hof des Palastes.<br \/>\nAls K\u00f6nig Achaschwerosch sie dort sah, ging er zu ihr und sagte:<br \/>\n\u00bbWas w\u00fcnscht meine K\u00f6nigin von mir? Du kannst von mir alles haben. Sogar etwas von meinem K\u00f6nigreich.\u00ab<br \/>\nEsther antwortete: \u00bbIch m\u00f6chte dich zu einem besonderen Abendessen einladen. Es gibt alles, was du besonders gerne isst. Bitte bring aber Haman mit.\u00ab<\/p>\n<p>Dem K\u00f6nig gefiel die Einladung von Esther und er versprach Esther, mit Haman zu kommen.<br \/>\nDer K\u00f6nig kam auch mit Haman und beide waren satt und zufrieden vom Essen. K\u00f6nig Achaschwerosch sagte zu Esther: \u00bbWas w\u00fcnscht du dir? F\u00fcr diesen Abend muss ich dir danken!\u00ab<br \/>\nAber Esther w\u00fcnschte sich nichts, au\u00dfer, dass der K\u00f6nig und Haman noch einmal zum Essen kommen. Der K\u00f6nig hatte nichts dagegen.<br \/>\nNach dem Festessen lie\u00df sich der K\u00f6nig aus seinem gro\u00dfen Buch vorlesen, in dem alle besonderen Ereignisse aufgeschrieben waren. Auch, dass der K\u00f6nig vor zwei b\u00f6sen Dienern besch\u00fctzt wurde.<br \/>\n\u00bbWer hat Esther das gesagt?\u00ab wollte K\u00f6nig Achaschwerosch wissen? Und man erz\u00e4hlte ihm, dass es Mordechaj war.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen sagte der K\u00f6nig zu Haman:<br \/>\n\u00bbDu musst einen besonderen Mann eheren. Nimm die besten Kleider, belohne ihn und f\u00fchre ihn auf dem Pferd durch die Stadt. Jeder soll sehen, wie man belohnt wird, wenn man mir etwas gutes tun.\u00ab<\/p>\n<p>Als Haman aber h\u00f6rte, dass der Mann Mordechaj war, da wurde er sehr zornig.<br \/>\nDann kam der zweite Abend bei K\u00f6nigin Esther. Wieder gab es die besten Sachen zu essen. Und wieder sagte der K\u00f6nig zu Esther:<br \/>\n\u00bbWas w\u00fcnscht du dir? F\u00fcr diesen Abend muss ich dir danken!\u00ab<br \/>\nK\u00f6nigin Esther antwortete \u00bbIch bitte dich nicht f\u00fcr mich, sondern mein Onkel und meine Familie braucht Hilfe. Jemand will uns von hier vertreiben. Er mag meine Familie nicht.\u00ab<br \/>\n\u00bbWer k\u00f6nnte so etwas wollen? Wer ist dieser schreckliche Mensch?\u00ab<br \/>\nEsther zeigte auf Haman.<br \/>\n\u00bbDas ist der Mann! Er will meine Familie, die Juden, und meinen Onkel, Mordechaj, nicht mehr sehen und will sie verjagen.\u00ab<br \/>\nDa rief der K\u00f6nig seine Wachen und lie\u00df Haman verhaften und alle, die ihn bei seinem Plan helfen wollten. Die Juden waren gerettet.<br \/>\nMordechaj bekam den Ring des K\u00f6nigs und nahm Hamans Stelle ein und wurde ein wichtiger Mann im Palast.<br \/>\nZur Erinnerung daran wurde das Purimfest eingef\u00fchrt.<\/p>\n<h3>PDF zum Download<\/h3>\n<p>Eine pdf-Datei gibt es hier: <a href=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/050cde797212484494177f65d238bfad?l=http:\/\/www.sprachkasse.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/megpur.pdf\">Megillat Esther als pdf<\/a><br \/>\n<img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.sprachkasse.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/megille_titel.jpg?resize=262%2C329\" alt=\"megille_titel\" width=\"262\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6279\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/27190e2cc46b4fc8b81494aec46c8324\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Esther ist an einigen Stellen nicht immer unbedingt auch f\u00fcr kleine Kinder geeignet. Einige Stellen sind nicht unblutig. Einen Kompromiss aus kindgerechter Sprache und Textn\u00e4he, versucht diese Nacherz\u00e4hlung des Buches Esther. In Persien gibt es eine Stadt, die hei\u00dft Schuschan. Dort lebte vor langer Zeit ein Mann der hie\u00df Mordechaj. Mordechaj war ein sehr guter Mann. Er versuchte immer, anderen Menschen zu helfen und jeder konnte zu ihm kommen. In Mordechajs Haus wohnte auch seine Nichte Esther.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[24,22],"tags":[124,90,91,156],"class_list":["post-700","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-purim","category-tanach","tag-fuer-kinder","tag-kinder","tag-megillat-esther","tag-purim"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=700"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":706,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700\/revisions\/706"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}