{"id":7271,"date":"2021-04-02T00:46:26","date_gmt":"2021-04-01T22:46:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=7271"},"modified":"2021-04-02T19:51:45","modified_gmt":"2021-04-02T17:51:45","slug":"land-fuer-frieden-tauschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/land-fuer-frieden-tauschen\/","title":{"rendered":"Land f\u00fcr Frieden tauschen?"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"\u00fcberlegungen-zur-haschkafah\">\u00dcberlegungen zur Haschkafah<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Friedensverhandlungen und Abkommen zwischen Israel und seinen Nachbarn haben in den letzten Jahren viele Kontroversen ausgel\u00f6st. In den n\u00e4chsten beiden Kapiteln diskutieren wir, ob es zul\u00e4ssig ist, israelischen Boden abzutreten in der Absicht, Frieden mit anderen Nationen zu erreichen. In diesem Abschnitt werden wir uns mit Fragen der <em>Haschkafah<\/em> befassen (Anschauungen oder Anspr\u00fcche, die auf einer religi\u00f6sen Sichtweise im Gegensatz zu einem religi\u00f6sen Gesetz basieren).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-wichtigkeit-des-landes-israel\">Die Wichtigkeit des Landes Israel<\/h2>\n\n\n\n<p>Bevor die \u00bbtechnische\u00ab Zul\u00e4ssigkeit von Landabtretungen diskutiert wird, sollte hervorgehoben werden, dass jeder die gro\u00dfe Bedeutung von <em>Eretz Jisrael<\/em> (des Landes Israel) anerkennt. Die gro\u00dfe Liebe, die die j\u00fcdische Nation f\u00fcr <em>Eretz Jisrael<\/em> hegt, befeuert eine leidenschaftliche Debatte \u00fcber dieses Thema. Die folgende Anekdote aus der Gemara (Ketubot 112a) veranschaulicht die Liebe, die wir f\u00fcr <em>Eretz Jisrael<\/em> empfinden:<\/p>\n\n\n\n<p>Rabbi Abba k\u00fcsste die Felsen von Akko. Rabbi Chanina reparierte die Stra\u00dfen von <em>Eretz Jisrael<\/em> (Raschi: \u00bbAus Liebe zu <em>Eretz Jisrael<\/em> unternahm er diese Anstrengung, damit niemand die Qualit\u00e4t der Stra\u00dfen in <em>Eretz Jisrael<\/em> verunglimpfen w\u00fcrde\u00ab). Rabbi Ami und Rabbi Assi verlegten die Studenten [im Sommer] von der Sonne in den Schatten und [im Winter] vom Schatten in die Sonne (Raschi: damit sie sich nicht \u00fcber das Wetter in Israel beschweren). Rabi Chija bar Gamda pflegte sich im Schmutz von <em>Eretz Jisrael<\/em> zu w\u00e4lzen, wie geschrieben steht (Tehillim 102,15): \u00bbDenn deine Diener begehren ihre Steine und finden Reiz in ihrem Schmutz.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Wir lieben sogar die Steine und den Dreck von <em>Eretz Jisrael<\/em>, obwohl sie keinen wirtschaftlichen Wert haben. W\u00e4hrend alle darin \u00fcbereinstimmen, dass <em>Eretz Jisrael<\/em> f\u00fcr das j\u00fcdische Volk sehr wichtig ist, glauben einige, dass die zentrale Rolle von <em>Eretz Jisraels<\/em> im Judentum und besonders seine Rolle f\u00fcr die Erl\u00f6sung jede Diskussion \u00fcber die Abtretung von Land ausschlie\u00dfe, selbst dann, wenn das Ergebnis Frieden w\u00e4re. Andere meinen, dass Umst\u00e4nde eintreten k\u00f6nnten, unter denen der Austausch von Teilen von Eretz Jisrael f\u00fcr Frieden zul\u00e4ssig ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"opposition-gegen\u00fcber-jeder-abtretung\">Opposition gegen\u00fcber jeder Abtretung<\/h2>\n\n\n\n<p>Raw Jaakov Mosche Charlap glaubte, dass <em>Eretz Jisrael<\/em> so lebenswichtig f\u00fcr das j\u00fcdische Volk sei, dass es niemals aufgegeben werden d\u00fcrfte. Er schrieb eine gl\u00fchende Reaktion auf die, von der Peel-Kommission 1937, vorgeschlagene Teilung Pal\u00e4stinas (ver\u00f6ffentlicht in Techumin 9,271-273 [siehe S. 280 f\u00fcr eine Karte, die die vorgeschlagenen Grenzen skizziert]).<br>\nAls es noch gar keinen j\u00fcdischen Staat gab, war Raw Charlap dagegen, irgendetwas zu akzeptieren, das weniger als das gesamte <em>Eretz Jisrael<\/em> umfasste:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbEs gibt keinen Zweifel, dass, wenn es dazu kommen sollte, G-tt bewahre, dass wir gezwungen werden, ein internationales Abkommen zu unterzeichnen, das Zugest\u00e4ndnisse seitens unserer Rechte auf <em>Eretz Jisrael<\/em> erforderlich machen w\u00fcrde, es f\u00fcr die Unterzeichner besser w\u00e4re, sich die Daumen abzuschneiden [!], als irgendeinen Teil des \u2026 sch\u00f6nen Zions wegzuschneiden, auf dem G-ttes Sch\u00f6nheit erscheint. So wie jemand, der behauptet, dass die gesamte Torah bis auf einen Buchstaben G-ttlichen Ursprungs ist, als Ketzer gilt, so schadet auch jemand, der sagt, dass ganz <em>Eretz Jisrael<\/em> den Juden geh\u00f6rt, bis auf einen Zentimeter, der Heiligkeit des Landes<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a>.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Gegner von \u00bbLand f\u00fcr Frieden\u00ab zitieren auch bestimmte <em>aggadische<\/em> Aussagen, um ihre Position zu unterst\u00fctzen. Sie zitieren oft Rabi Schimon Bar Jochais Aussage (Berachot 5a), dass G-tt das j\u00fcdische Volk mit drei kostbaren Geschenken beschenkt hat, die nur unter gro\u00dfen Schwierigkeiten erworben werden k\u00f6nnen: Tora, <em>Eretz Jisrael<\/em> und die kommende Welt. Sie verweisen auch auf die Erkl\u00e4rung des Raschbam, warum G-tt Avraham der Pr\u00fcfung unterzog, Jitzchak zu binden (Bereschit 22,1). Er schl\u00e4gt vor, dass G-tt Awraham daf\u00fcr bestrafe, dass er einen Friedensvertrag mit Awimelech, dem K\u00f6nig der Philister, geschlossen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die leidenschaftliche Liebe zu <em>Eretz Jisrael<\/em> wird weiter befeuert durch das, was manche \u00fcber die Wiederbesiedlung des Landes Israel im vergangenen Jahrhundert glauben. Raw Tzvi Jehudah Kook soll oft die Gemara (Sanhedrin 98a) zitiert haben, um zu zeigen, dass der Staat Israel die <em>atchalta dig&#8217;ulah<\/em>, den Beginn der \u00bbendg\u00fcltigen Erl\u00f6sung\u00ab, darstelle:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbRabi Abba sagt, dass es kein gr\u00f6\u00dferes Anzeichen daf\u00fcr gibt, dass die Erl\u00f6sung eingetroffen ist, als das, was vom Nawi (Jechezkel 36,9) beschrieben wird: \u203aH\u00f6rt, ihr Berge Israels, eure Zweige sollen Fr\u00fcchte tragen f\u00fcr Mein Volk Israel.\u2039\u00ab<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der <em>Maharscha<\/em> (der diese Passage kommentiert) pr\u00e4sentiert zwei alternative Interpretationen, ob die Fr\u00fcchte, von denen gesprochen wird, \u00bbnat\u00fcrliche\u00ab Fr\u00fcchte oder \u00bb\u00fcbernat\u00fcrliche\u00ab Fr\u00fcchte seien. Raw Tzwi Jehudahs Ansicht, dass die Verhei\u00dfung der Gemara bereits erf\u00fcllt wurde, nimmt vermutlich erstere Interpretation an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die tiefe Verbundenheit mit <em>Eretz Jisrael<\/em> wird noch verst\u00e4rkt durch den Glauben einiger, dass die gegenw\u00e4rtige R\u00fcckkehr nach Israel unumkehrbar ist. Diese Haltung mag aus den Verhei\u00dfungen vieler Propheten herr\u00fchren, dass G-tt die endg\u00fcltige Erl\u00f6sung nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen wird. Amos, zum Beispiel, schlie\u00dft sein Buch mit diesen Gedanken (9,13-15):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbIch werde mein Volk Israel in das Land zur\u00fcckbringen, und sie werden verlassene St\u00e4dte wieder aufbauen und [sie] besiedeln, und sie werden Weinberge pflanzen und ihren Wein trinken, und sie werden G\u00e4rten anlegen und ihren Ertrag essen. Und ich werde sie in ihr Land pflanzen, und sie werden nicht mehr von ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, entfernt werden, spricht HaSchem, dein G-tt.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In der Tat gibt es eine Geschichte, die von Raw Jitzchak Herzogs R\u00fcckreise nach Israel im Jahr 1943, erz\u00e4hlt wird. Dies war, w\u00e4hrend die Schlacht von El Alamein tobte. Sie vermittelt diesen festen Glauben. Als er vor der Gefahr gewarnt wurde, die mit der R\u00fcckreise nach Israel zu dieser Zeit verbunden war, antwortete Raw Herzog, dass das Beit Hamikdash zweimal zerst\u00f6rt wurde und nicht wieder zerst\u00f6rt werden w\u00fcrde. Raw Herzog sprach diese Worte aus, als die Nazis (m\u00f6gen ihre b\u00f6sen Namen ausgel\u00f6scht werden) nur noch neunzig Meilen von <em>Eretz Jisrael<\/em> entfernt waren und erwartet wurde, dass sie die Alliierten bei El Alamein besiegen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ramban erkl\u00e4rt in seinem Kommentar zu Wajikra (26,16), dass die dort beschriebene Zerst\u00f6rung sich auf die Zerst\u00f6rung des Ersten Tempels beziehe, und eine \u00e4hnliche Zerst\u00f6rung, wie sie in Dewarim (Kapitel 28) beschrieben wird, spiele auf die Zerst\u00f6rung des Zweiten Tempels an.<\/p>\n\n\n\n<p>Raw Herschel Schachter (<em>Be&#8217;ikvei Hatzon<\/em> 32,15-16) versteht es so, dass gem\u00e4\u00df dem Ramban, keine Zerst\u00f6rung in Israel nach der Zerst\u00f6rung des Zweiten Tempels stattfinden wird. Raw Schachter stellt fest, dass sich der Ramban in seiner Beschreibung der Zerst\u00f6rung des Zweiten Tempels auf die Zerst\u00f6rung der j\u00fcdischen Regierung bezieht und nicht auf die Zerst\u00f6rung des Tempels selbst. Da sich das, was damals geschah, niemals wiederholen soll, schl\u00e4gt Raw Schachter vor, dass die Erl\u00f6sung unumkehrbar wird, sobald ein souver\u00e4ner j\u00fcdischer Staat in <em>Eretz Jisrael<\/em> errichtet werden w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"hashkafah-hinter-dem-tausch-von-land-gegen-frieden\">Hashkafah hinter dem Tausch von Land gegen Frieden<\/h2>\n\n\n\n<p>Raw Jehuda Amital (<em>Alon Schewut<\/em> 100, 34-62) argumentiert, dass wir unsere nationalen Werte priorisieren m\u00fcssten. Ausgehend von den Grundwerten des physisch existierenden j\u00fcdischen Volkes, der Tora und des Landes, versucht Raw Amital zu beweisen, dass eine klare Hierarchie bestehe (in der genannten Reihenfolge), so dass die Rettung der Menschen Vorrang vor dem Land Israel habe. Wenn es also im Interesse der Rettung von Menschenleben ist, auf Teile von <em>Eretz Jisrae<\/em>l zu verzichten, dann sollten wir das tun<a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>In \u00e4hnlicher Weise zitiert Raw Owadia Yosef (<em>Techumin<\/em> 10,8) eine Geschichte aus dem Ersten Weltkrieg, um zu betonen, dass der Wunsch nach Erl\u00f6sung nicht \u00fcber dem Wert des menschlichen Lebens stehen sollte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbLeute sagten zu Raw Chaim Soloveitchik w\u00e4hrend eines Gespr\u00e4chs, dass, wenn dieser Krieg (der Erste Weltkrieg) die Erl\u00f6sung bringen w\u00fcrde, dieser sich vielleicht lohnen w\u00fcrde. Raw Chaim wies sie zurecht und sagte: \u203aEs ist besser, dass viele Erl\u00f6sungen vom j\u00fcdischen Volk aufgeschoben werden, als dass ein j\u00fcdisches Leben verloren geht. Und deshalb, wenn uns die Frage gestellt werden w\u00fcrde, ob durch das Opfern eines Juden der Maschiach kommen w\u00fcrde, dann w\u00fcrden wir nat\u00fcrlich entscheiden, dass es besser sei, dass der Maschiach nicht kommt und ein Jude nicht sterben muss. Setzt nicht <em>pikuach nefesch<\/em> jede Mitzwa in der Tora au\u00dfer Kraft, einschlie\u00dflich des Maschiach und der Erl\u00f6sung?\u2039\u00ab<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wie wir bereits bemerkt haben, bedeutet die <em>Haschkafah<\/em> derjenigen, die die R\u00fcckgabe von Land erlauben, in keiner Weise, dass der Wert von <em>Eretz Jisrael<\/em> geschm\u00e4lert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Raw Aharon Lichtenstein, der auch den Tausch von Land f\u00fcr Frieden erlaubt, zitierte einmal eine Geschichte von Raw Tzvi Jehudah Kook, um diesen Punkt zu illustrieren. Raw Tzvi Jehudah weinte an dem Tag, an dem der Staat Israel gegr\u00fcndet wurde \u2013 aus Entt\u00e4uschung dar\u00fcber, dass ein gro\u00dfer Teil von <em>Eretz Jisrael<\/em> unter nichtj\u00fcdische Kontrolle geraten w\u00fcrde. Raw Lichtenstein erkl\u00e4rte mit Nachdruck, dass, auch wenn man mit Raw Tzvi Jehudahs Ansicht \u00fcber den Tausch von Land gegen Frieden nicht \u00fcbereinstimmt, seine Ansicht \u00fcber die Heiligkeit von <em>Eretz Jisrael<\/em> akzeptiert werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das j\u00fcdische Volk ist <em>Eretz Jisrael<\/em> nicht nur ein nationales Heimatland, sondern das Heilige Land, das G-tt seinem Volk gegeben hat. Das Land f\u00fcr den Frieden aufzugeben, muss f\u00fcr einen Juden gro\u00dfe Schmerzen bedeuten, analog zur Amputation eines Gliedes, um das Leben eines Menschen zu retten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"halachische-argumente\">Halachische Argumente<\/h2>\n\n\n\n<p>Abgesehen von ihren \u00dcberlegungen der <em>Haschkafah<\/em> stellt jede Seite in der Debatte \u00fcber die Abtretung von Land, im Gegenzug f\u00fcr Frieden, halachische Anspr\u00fcche. Wir werden zun\u00e4chst eine Reihe von Quellen zitieren, um die sich die Debatte dreht, und dann erkl\u00e4ren, wie jede Seite diese Quellen interpretiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-meinung-des-ramban\">Die Meinung des Ramban<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Tora (Bemidbar 33,53) gebietet: \u00bbUnd ihr sollt das Land [Kanaan] erobern und euch darin niederlassen, denn euch habe ich das Land gegeben, um es zu erben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ramban kommentiert dies:<\/p>\n\n\n\n<p>Meiner Meinung nach ist dies ein positives Gebot, mit dem uns befohlen wird, das Land zu besiedeln und zu erobern,<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a> da es uns gegeben ist und wir unser Erbe von G-tt nicht ablehnen d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ramban erkl\u00e4rt seine Position ausf\u00fchrlicher in seiner Kritik des <em>Sefer Hamitzvot<\/em> des Rambam (zus\u00e4tzliches positives Gebot 4). Er schlie\u00dft seine Anmerkungen mit den Worten ab:<\/p>\n\n\n\n<p>Dementsprechend ist [das Erobern und Leben in <em>Eretz Jisrael<\/em>] ein positives Gebot, das in allen Generationen gilt und jedes Individuum verpflichtet, sogar w\u00e4hrend der Zeit des Exils, wie es aus vielen Stellen im Talmud ersichtlich ist. In <em>Sifrei<\/em> hei\u00dft es \u00bbes geschah, dass Rabi Jehudah Ben Beteira, Rabi Matja Ben Charasch, Rabbi Chananja Ben Achi, Rabbi Jehoschua und Rabbi Natan <em>Eretz Jisrael<\/em> verlie\u00dfen. Sie kamen nach Platia und erinnerten sich an <em>Eretz Jisrael<\/em>. Ihre Augen f\u00fcllten sich mit Tr\u00e4nen, sie zerrissen ihre Kleider und zitierten den folgenden Vers: Und ihr sollt es erobern und darin siedeln, und seid gewiss, dies zu tun. Sie verk\u00fcndeten, dass das Besiedeln und Erobern des Landes Israel gleichbedeutend ist mit allen Mitzvot.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesen Kommentaren des Ramban k\u00f6nnen wir erkennen, dass er es f\u00fcr eine Mitzwa h\u00e4lt, das Land Israel zu erobern. Der Ramban geht nicht darauf ein, das Land f\u00fcr Frieden abzutreten, aber wir werden bald sehen, wie sich diejenigen, die gegen die Abtretung von Land sind, auf seine Kommentare st\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"ein-argument-des-minchat-chinuch\">Ein Argument des Minchat Chinuch<\/h2>\n\n\n\n<p>Im <em>Sefer Hachinuch<\/em> (425) hei\u00dft es, dass, wenn jemand die M\u00f6glichkeit hat, ein Mitglied der sieben kanaanitischen V\u00f6lker zu t\u00f6ten, <strong>ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen<\/strong> und er es nicht tut, er dann die Mitzwa verletzt, sie zu vernichten (Dewarim 7,10). <em>Minchat Chinuch<\/em> (ein Kommentar zum <em>Sefer Hachinuch<\/em>) findet die Regelung des <em>Sefer Hachinuch<\/em> r\u00e4tselhaft. Warum sollte diese Mitzwa nur gelten, wenn keine Gefahr im Spiel ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl es die meisten Mitzwot nicht verlangen, dass wir unser Leben opfern, um sie zu erf\u00fcllen, verlangt die Tora hier, dass wir mit den sieben V\u00f6lkern in den Kampf ziehen. <em>Minchat Chinuch<\/em> weist darauf hin, dass die Gesetze der Tora nicht davon ausgehen, dass ein Wunder geschehen wird (wie die Kommentare des Ramban zu Bamidbar 5,20 und 13,2 erkl\u00e4ren). Da es der normale Lauf der Welt ist, dass Menschen im Kampf sterben, sehen wir, dass die Tora uns befiehlt, mit den sieben V\u00f6lkern zu k\u00e4mpfen, sogar unter Gefahr f\u00fcr uns selbst<a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Argument f\u00fcr das Verbot des Tausches \u00bbLand f\u00fcr Frieden\u00ab vereinigt die Kommentare des Ramban und des <em>Minchat Chinuch<\/em>. Es behauptet, dass die Tora uns verpflichtet, <em>Eretz Jisrael<\/em> mit Gewalt zu erobern, so dass diese Mitzwa von Natur aus ein Risiko f\u00fcr unser Leben mit sich bringt. Wir k\u00f6nnen, demnach, also nicht Teile von <em>Eretz Jisrael<\/em> aufgeben, selbst wenn wir sicher sind, dass wir dadurch Leben retten k\u00f6nnen, denn das w\u00fcrde unsere Verpflichtung zur Eroberung verletzen. Zu denen, die dieses Argument vorbringen, geh\u00f6rt Dajan Jehoschua Menachem Aaronberg (<em>Teschuwot Devar Jehoschua<\/em> 2,48 und <em>Techumin<\/em> 10,26-33).<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich, merkt Dajan Aaronberg an, wenn die Besorgnis besteht, dass eine milit\u00e4rische Niederlage (G-tt bewahre) mehr Territorium der j\u00fcdischen Kontrolle entziehen w\u00fcrde, gilt die Verpflichtung, Krieg zu f\u00fchren, nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"eine-antwort-auf-das-ramban---minchat-chinuch-argument\">Eine Antwort auf das \u00bbRamban &#8211; Minchat Chinuch Argument\u00ab<\/h2>\n\n\n\n<p>Das vorgebrachte Argument gegen die Aufgabe von Land um des Friedens willen, fu\u00dft auf der \u00dcberzeugung des Ramban, dass es eine Mitzwa ist, <em>Eretz Jisrael<\/em> zu erobern, auch wenn es den Verlust von Menschenleben bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Raw Jehuda Amital (Alon Schewut 100,34-62) kontert hingegen, dass der Rambam (Maimonides) \u00fcberzeugt sei, dass die Mitzwa, <em>Eretz Jisrael<\/em> zu erobern, heute keine G\u00fcltigkeit mehr habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Er stellt die Bef\u00e4higung eines Rabbiners in Frage, zu entscheiden, ob wir in \u00dcbereinstimmung mit dem Ramban (Nachmanides) das Leben riskieren m\u00fcssen, wenn der Rambam nicht mit seiner Behauptung \u00fcbereinstimmt. Au\u00dferdem interpretieren einige Acharonim den Ramban dahingehend, dass nur die Mitzwa der Besiedlung des Landes, aber nicht der Eroberung des Landes, heute noch gilt. Der Pe&#8217;at Haschulchan (<em>Hilchot Eretz Jisrael<\/em> 1,3) entscheidet in \u00dcbereinstimmung mit dieser Ansicht.<a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Diesem Ansatz folgend, wird uns nicht mehr befohlen, <em>Eretz Jisrael<\/em> zu erobern. Wenn also die \u00dcbergabe von Land zu Frieden f\u00fchrt, w\u00e4re es zul\u00e4ssig, dies zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mitzwa, das Land Israel zu besiedeln, kann immer noch in den Gebieten erf\u00fcllt werden, die unter israelischer Kontrolle bleiben. Raw Aharon Lichtenstein zitierte in einer Rede an der Jeschiwat Har Etzion, in der er das Camp-David-Abkommen mit \u00c4gypten verteidigte, Raw Josef Dow Soloveitchik, Raw Mosche Feinstein und Raw Jitzchak Hutner, die der Meinung sind, dass es Israel erlaubt ist, Land f\u00fcr Frieden zu tauschen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"das-verbot-von-lo-techanem\">Das Verbot von Lo Techanem<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Mischna (Awodah Zarah 19b) verbietet den Verkauf von israelischem Grundbesitz an Nichtjuden und liefert damit einen weiteren m\u00f6glichen Grund f\u00fcr das Verbot der Landabtretung. Dies basiert auf den Worten der Tora, \u00bbLo techanem\u00ab (Dewarim 7,2). Die Gemara (Awodah Zarah 20a) interpretiert diese Worte als \u00bblo titen lahem chanajah bakarka\u00ab (\u00bbGib ihnen keine dauerhafte Wohnung im Land\u00ab). Einige verbieten es, Nichtjuden Land zu geben, selbst um Leben zu retten (siehe <em>Teschuwot Dwar Jehoschua<\/em> 2,48), w\u00e4hrend andere argumentieren, dass dieses Verbot ignoriert werden kann, wenn dadurch Leben gerettet w\u00fcrden (siehe Raw Owadia Josef, Techumin 10,34-47). Raw Owadia verweist auch auf die Minderheit der Autorit\u00e4ten, wie den <em>Bach<\/em> (Choschen Mischpat 249,2), die behaupten, dass <em>lo techanem<\/em> nicht f\u00fcr Nichtjuden gilt, die keine G\u00f6tzen anbeten, wie z.B. Muslime.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"ein-fragw\u00fcrdiger-frieden\">Ein fragw\u00fcrdiger Frieden<\/h2>\n\n\n\n<p>Bis jetzt haben wir die Frage der Landabgabe zur Sicherung des Friedens diskutiert. Die Frage, vor der Israel jetzt (im Jahre 2000) steht, ist, ob es Land im Austausch f\u00fcr einen unsicheren Frieden aufgeben soll. Das Land ist gespalten in der Frage, ob der aktuelle Friedensprozess Frieden oder weitere Gefahr f\u00fcr Israel bringen wird. Selbst Israels Top-Gener\u00e4le sind sich nicht einig, ob die Abgabe von Land in diesem Fall tats\u00e4chlich Frieden bringen wird. Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Land ausgetauscht werden darf, wenn wir uns \u00fcber das Endergebnis dieses Prozesses nicht sicher sind. In dieser Situation bietet Raw Hershel Schachter (<em>Journal of Halacha and Contemporary Society<\/em>, 16,79-80) einen Vorschlag an, wie man in diesem Falle vorgehen sollte:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage, um die es hier geht, scheint vergleichbar zu sein, mit der eines kranken Menschen, der entscheiden muss, wie seine \u00c4rzte vorgehen sollen. Die <em>Poskim<\/em> diskutieren den Fall eines Patienten, der t\u00f6dlich erkrankt ist, der aber eine Behandlung erhalten k\u00f6nnte, die sein Leben verl\u00e4ngern w\u00fcrde, obwohl sie schmerzhafte Nebenwirkungen verursacht. Da es in einer solchen Situation keinen Konsens dar\u00fcber gibt, ob eine solche Behandlung w\u00fcnschenswert ist, wird die Entscheidung dem Kranken \u00fcberlassen [siehe Nischmat Awraham, Joreh Deah 155,2 und 349,3, und <em>B&#8217;ikvei Hatzon<\/em> 34]. Ebenso sollte im Fall einer Nation in Todesgefahr, die mit einer L\u00f6sung von zweifelhaftem Wert konfrontiert ist, die Entscheidung \u00fcber die zu ergreifende Ma\u00dfnahme in den H\u00e4nden der Mehrheit der Betroffenen liegen.<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Professor Eliaw Schochetman (Techumin 17,107-120) ist mit diesem Ansatz nicht einverstanden. Er zitiert zahlreiche Quellen, um zu zeigen, dass das Volk nicht \u00fcber Angelegenheiten der Halacha abstimmen und entscheiden kann. Weiter zitiert er die Entscheidung von Raw Mordechai Elijahu, dass in einem Fall, in dem sich die \u00c4rzte nicht einig sind \u00fcber die weitere Behandlung eines kranken Patienten, die \u00c4rzte eine Methode zur Beibehaltung des Status quo (<em>schew w&#8217;al ta&#8217;aseh<\/em>) ergreifen sollten. In \u00e4hnlicher Weise, so begr\u00fcndet Professor Schochetman, sollte der Status quo beibehalten werden, da unter Milit\u00e4rexperten Uneinigkeit dar\u00fcber besteht, ob der Austausch von Land gegen Frieden klug oder r\u00fccksichtslos ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"fazit\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist wichtig, die Komplexit\u00e4t dieses Themas zu erkennen. Viele gro\u00dfe Rabbiner erlauben den Austausch von Land f\u00fcr Frieden, w\u00e4hrend viele andere dies verbieten. M\u00f6ge G-tt dem Staat Israel helfen, ewige Sicherheit und Frieden zu erlangen.<\/p>\n\n\n\n<section class=\"footnotes\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr>\n<ol>\n<li id=\"fn1\" role=\"doc-endnote\"><p>Es muss zur Kenntnis genommen werden, dass zwei herausragende Autorit\u00e4ten, Raw Chaim Ozer Grodinski (Techumin 9:293-295) und Raw Tzvi Pesach Frank (Techumin 9:276-277), es erlaubten, den Vorschlag der Peel-Kommission zu akzeptieren. Ihre Urteile zeigen nicht notwendigerweise, wie sie heute \u00fcber die Abtretung von Land denken w\u00fcrden, weil das Land, das die Peel-Kommission den Arabern gab, noch nicht unter j\u00fcdischer Kontrolle war.<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\" role=\"doc-endnote\"><p>Dieser Autor hat Raw Jaakov Meidan geh\u00f6rt, der Raw Amitals Behauptung respektvoll widerspricht. Raw Meidan argumentiert, dass die Bed\u00fcrfnisse des Landes Israel und des Volkes Israel identisch seien. Es k\u00f6nne daher niemals im Interesse des Volkes sein, die Kontrolle \u00fcber Teile von <em>Eretz Jisrael<\/em> aufzugeben.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\" role=\"doc-endnote\"><p>F\u00fcr eine Diskussion dar\u00fcber, ob der Begriff des Ramban als \u00bbsouver\u00e4ne Kontrolle\u00ab oder \u00bbmilit\u00e4rische Eroberung\u00ab zu \u00fcbersetzen ist, siehe die Debatte zwischen Raw Nachum Rabinowitz und Raw Jaakov Ariel in Techumin (4,302-306 und 5,174-186).<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\" role=\"doc-endnote\"><p>Obwohl <em>Minchat Chinuch<\/em> mit dem Ausdruck eines gewissen Zweifels schlie\u00dft, schlie\u00dfen sich eine Reihe von <em>Acharonim<\/em> dessen Argument an, darunter Raw Naftali Tzvi Jehudah Berlin (Meromei Sadeh, Eruwin 45a und Kidduschin 43a) und Raw Jitzchak Ze\u2019ew Soloveitchik (Parschat Beschalach, S. 32; zitiert von Raw J. David Bleich, <em>Contemporary Halakhic Probems<\/em> 3,296-297).<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn5\" role=\"doc-endnote\"><p><em>Pe&#8217;at Haschulchan<\/em> gilt als ma\u00dfgebend in Bezug auf die Mitzwot des Landes Israel.<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\" role=\"doc-endnote\"><p>Siehe <em>B&#8217;ikvej Hatzon<\/em> (32:9), wo Raw Schachter genau er\u00f6rtert, wer in einem solchen Referendum abstimmen d\u00fcrfe.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n\n\n\n<p><em>\u00dcbersetzung von Chajm Guski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Buch \u00bbGray Matter\u00ab (Band I).<\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"75\" height=\"26\" class=\"wp-image-7272\" style=\"width: 75px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/by.png?resize=75%2C26&#038;ssl=1\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/by.png?w=403&amp;ssl=1 403w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/by.png?resize=300%2C105&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 75px) 100vw, 75px\" \/><\/a> Dieser Inhalt steht unter der Lizenz: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\">Namensnennung 3.0 Deutschland&nbsp;(CC BY 3.0 DE)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darf ein Teil des Landes Israel f\u00fcr den Frieden getauscht werden? Rabbiner Chaim Jachter betrachtet dieses Fragestellung im Detail.<\/p>\n","protected":false},"author":44,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[210,289],"tags":[],"class_list":["post-7271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-creative-commons","category-halachah"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/44"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7271"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7289,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7271\/revisions\/7289"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}