{"id":750,"date":"2014-05-29T00:49:04","date_gmt":"2014-05-28T22:49:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=750"},"modified":"2016-08-25T12:03:17","modified_gmt":"2016-08-25T10:03:17","slug":"zeiten-halachische-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/zeiten-halachische-zeiten\/","title":{"rendered":"Zeiten \u2013 halachische Zeiten"},"content":{"rendered":"<p>Viele Elemente des j\u00fcdischen Lebens sind von bestimmten Zeiten, <em>Zmanim<\/em> \u05d6\u05b0\u05de\u05b7\u05e0\u05b4\u05bc\u05d9\u05dd\u200e, abh\u00e4ngig. Etwa, wann der Schabbat beginnt oder wann er aufh\u00f6rt.<br \/>\nUnd wer regelm\u00e4\u00dfig betet, wird wissen wollen, wann es tats\u00e4chlich Zeit f\u00fcr das Nachmittagsgebet (<em>Minchah<\/em>) ist. So sagt etwa die <em>Halachah<\/em>, es sei besonders verdienstvoll, das <em>Schma Jisrael<\/em> des Morgengebets vor Sonnenaufgang zu sprechen und die<em><a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/der-deutsche-text-der-wochentagsamidah\/\">Schmoneh Essre<\/a><\/em> nach Sonnenaufgang, wenn der Horizont schon erleuchtet ist. <\/p>\n<p>Die f\u00fcr das Morgengebet notwendigen <em>Tefillin<\/em> d\u00fcrfen aber erst getragen werden, wenn ein wenig Licht vorhanden ist.<br \/>\nModerne j\u00fcdische <a href=\"http:\/\/www.myzmanim.com\/\" target=\"_blank\">Onlinekalender<\/a> erlauben die Berechnung aller halachischen Zeiten, es gibt auch Varianten f\u00fcr Smartphones.<\/p>\n<p>Welche Zeiten es gibt und woran sich ihre Berechnung orientiert, kl\u00e4rt dieser Artikel. <!--more--><\/p>\n<p>Viele Zeiten des Tages sind abh\u00e4ngig vom genauen Stand der Sonne f\u00fcr einen bestimmten Ort. Grundlegende Eckwerte sind Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Die Zeit dazwischen wird nicht in Stunden \u00e1 60 Minuten angegeben, sondern in einer Stunde im<em> halachischen<\/em> Sinne. Diese wird <em>Scha&#8217;ah Zmanit<\/em> genannt. Sie ist ein Zw\u00f6lftel der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, oder ein Zw\u00f6lftel der Nacht.<br \/>\n3 <em>halachische Stunden<\/em> entsprechen also einem Viertel des <em>Tages<\/em>.<br \/>\nUm zu errechnen, wann die vierte Stunde des Tages beginnt, muss man also den Zeitraum von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang durch zw\u00f6lf teilen, mit vier multiplizieren und auf die Zeit des Sonnenaufgangs addieren. <\/p>\n<p>Ein vereinfachtes Beispiel:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/sonnenaufgang_untergang.png?resize=595%2C279\" alt=\"Sonnenaufgang - Sonnenuntergang\" width=\"595\" height=\"279\" class=\"aligncenter size-full wp-image-751\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/sonnenaufgang_untergang.png?w=595&amp;ssl=1 595w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/sonnenaufgang_untergang.png?resize=300%2C140&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 595px) 100vw, 595px\" \/><\/p>\n<p>An unserem fiktiven Tag geht die Sonne um 7 Uhr am Morgen auf und um 20 Uhr wieder unter. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang vergehen also 13 Stunden. Das sind 780 Minuten. Diese 780 Minuten teilt man durch zw\u00f6lf <em>Einheiten<\/em> und erh\u00e4lt 65. Die <em>halachische Stunde<\/em> hat 65 Minuten.<br \/>\nUm die vierte Stunde zu errechnen, multipliziert man also die 65 Minuten mit 4 und erh\u00e4lt 260 Minuten. Diese Zahl addiert man dann auf 7 Uhr und erh\u00e4lt 11:20 Uhr. Die vierte Stunde beginnt also um 11:20 Uhr.<\/p>\n<h2>Der Tag<\/h2>\n<p>Der <em>j\u00fcdische<\/em> Tag beginnt am Abend. Deshalb beginnt der Schabbat am Freitagabend und nicht am Samstagmorgen. Dies wird mit dem 1. Buch Mosche (Vers 5) begr\u00fcndet: \u00bbUnd es wurde Abend und es wurde Morgen, ein Tag.\u00ab<\/p>\n<h3>Sonnenuntergang<\/h3>\n<p>Sonnentuntergang <em>Schkijat HaChamah<\/em> (\u05e9\u05b0\u05c1\u05e7\u05b4\u05d9\u05e2\u05b7\u05ea \u05d4\u05b7\u05d7\u05b7\u05de\u05b8\u05bc\u05d4) ist genau der Zeitpunkt, an dem die Sonne unter den Horizont sinkt.<br \/>\nMitzwot, die nur w\u00e4hrend des Tages durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, k\u00f6nnen nun nicht mehr durchgef\u00fchrt werden.<br \/>\n<em>Schkijat HaChamah<\/em> ist der allerletzte Zeitpunkt f\u00fcr das Sprechen des Minchah-Gebets.<\/p>\n<p>Auf den Sonnenuntergang folgt eine Zeit, die <em>Bein HaSchemaschot<\/em> \u05d1\u05b5\u05bc\u05d9\u05df \u05d4\u05b7\u05e9\u05b0\u05bc\u05c1\u05de\u05b8\u05e9\u05c1\u05d5\u05b9\u05ea, <em>zwischen den Sonnen<\/em>, genannt wird. Das ist die kurze Zeit zwischen Sonnenuntergang und <em>Einbruch der Nacht<\/em>.<\/p>\n<h3><a name=\"tzet\">Einbruch der Nacht<\/a><\/h3>\n<p>Der Einbruch der Nacht, <em>Tzet haKochawim<\/em> (\u05e6\u05b5\u05d0\u05ea \u05d4\u05b7\u05db\u05bc\u05d5\u05db\u05b8\u05d1\u05b4\u05d9\u05dd), wird \u00fcblicherweise als der Zeitpunkt betrachtet, an dem drei (mittelgro\u00dfe) Sterne am Himmel zu sehen sind. Damit w\u00e4re die Nacht ohne Zweifel angebrochen.<\/p>\n<p>Ab diesem Zeitpunkt kann das Abendgebet (Ma&#8217;ariw) gebetet werden und das Schma Jisrael am Abend gesprochen werden. Omer kann ab nun ebenfalls f\u00fcr den neuen Tag gez\u00e4hlt werden. An Chanukkah k\u00f6nnten ab diesem Zeitpunkt die Kerzen der Chanukkiah gez\u00fcndet werden.<br \/>\nDer Talmud (Schabbat 35b) hat festgelegt, dass dieser Zeitpunkt gekommen ist, wenn die Zeit vor\u00fcber ist, die man br\u00e4uchte, um eine Entfernung von drei Viertel Mil \u05de\u05d9\u05dc, zu gehen. Eine Mil entspricht etwa 960 bis 1152 Meter. Drei Viertel Mil w\u00e4ren also ungef\u00e4hr 750 Meter. Man geht f\u00fcr diese Distanz von einer Dauer von 12 bis 18 Minuten aus.<\/p>\n<p>Der <strong>Schabbat beginnt<\/strong> mit dem Anz\u00fcnden der Kerzen vor Sonnenuntergang. \u00dcblicherweise werden die Kerzen 18 Minuten vor Sonnenuntergang gez\u00fcndet. Rein technisch gesehen, beginnt er auch ohne das Entz\u00fcnden der Kerzen mit der Zeit des Sonnenuntergangs. In Jerusalem werden die Kerzen 40 Minuten vor Sonnenuntergang gez\u00fcndet. Aber: Warum?<br \/>\nDiese Hinzuf\u00fcgung von Zeit (<em>Tosefet Schabbat<\/em>), so schreibt es auch Josef Karo (1488\u20131575) in seinem Schulchan Aruch (Orach Chajim 261), ist eine Mitzwah. Man solle etwas von der Woche dem Schabbat hinzuf\u00fcgen. Rabbiner Karo schreibt auch, man sollte die Zeit hinzuf\u00fcgen, die man brauche, um ein <em>Mil<\/em> zu gehen. In vielen F\u00e4llen hat man sich auf 18 Minuten f\u00fcr diese Distanz geeinigt.<br \/>\nEine andere Quelle f\u00fcr die Herkunft dieses zus\u00e4tzlichen Zeitraums kann auch in der urspr\u00fcnglichen Bekanntmachung des Schabbats liegen: Im Talmud (Schabbat 35b) wird erkl\u00e4rt, dass der Schabbat durch sechs Schofart\u00f6ne angek\u00fcndigt wurde und es zwischen einer Folge von T\u00f6nen einen Zeitraum gab, der so lange war, \u00bbwie es dauerte, einen kleinen Fisch zu r\u00f6sten\u00ab.<\/p>\n<p>Der <strong>Schabbat endet<\/strong> nicht genau zum Zeitpunkt <em>Tzet haKochawim<\/em>, sondern zu einem Zeitpunkt, an dem man drei kleine Sterne sehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3>Mitternacht<\/h3>\n<p>Mitternacht, Chatzot haLajlah (\u05d7\u05b2\u05e6\u05d5\u05b9\u05ea \u05d4\u05b7\u05dc\u05b7\u05bc\u05d9\u05dc\u05b8\u05d4), ist die halachische Mitternacht. Sie wird ermittelt, indem man die Zeit zwischen Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang ermittelt. Geht die Sonne um 20 Uhr unter und um 7 Uhr am Morgen auf, dann l\u00e4gen zwischen diesen Zeitpunkten 11 Stunden. Um 2:30 Uhr w\u00e4re dementsprechend <em>halachische<\/em> Mitternacht.<br \/>\nBis Mitternacht sollte man das <em>Schma Jisrael<\/em> am Abend gesprochen haben und an Pessach das Afikoman essen.<\/p>\n<h3>Morgend\u00e4mmerung<\/h3>\n<p>Morgend\u00e4mmerung, <em>Alot HaSchachar<\/em> (\u05e2\u05b2\u05dc\u05d5\u05b9\u05ea \u05d4\u05b7\u05e9\u05b7\u05bc\u05c1\u05d7\u05b7\u05e8), ist der Zeitpunkt an dem die ersten Sonnenstrahlen \u00fcber den Horizont strahlen.<br \/>\nLaut Rabbiner Abraham Gombiner (1635 \u2013 1682) und seinem Kommentar zum Schulchan Aruch, <em>Magen Awraham<\/em>, beginnt schon mit der Morgend\u00e4mmerung die Kalkulation der <em>halachischen Stunde<\/em>. Er z\u00e4hlt jedoch bis zum Erscheinen der Sterne und nicht bis Sonnenuntergang. Das f\u00fchrt unter Umst\u00e4nden zu einer abweichenden L\u00e4nge der halachischen Stunden.<\/p>\n<p>Mit der Morgend\u00e4mmerung beginnt das Fasten an den Fastentagen (mit Ausnahme von <a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/jom-kippur-der-tag-der-versoehnung\/\" title=\"Jom Kippur\">Jom Kippur<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tischa-beav-und-die-drei-vorausgehenden-wochen\/\" title=\"Tischa beAw\">Tischa beAw<\/a>).<br \/>\nMan k\u00f6nnte nun das Schma Jisrael sprechen. Es hat sich jedoch durchgesetzt, dass damit bis zu einem Zeitpunkt gewartet wird, an dem man \u00bbeinen Bekannten aus einer Entfernung von 4 Ellen (1,90 m) erkennen kann\u00ab (Talmud, Berachot 9b). Dieser Zeitpunkt wird <em>Zman Tzitzit weTeffilin<\/em> (\u05d6\u05de\u05df \u05e6\u05d9\u05e6\u05d9\u05ea \u05d5\u05ea\u05e4\u05d9\u05dc\u05d9\u05df), Zeit f\u00fcr Tzitzit und Teffilin genannt.<\/p>\n<p>Kennt man den Zeitpunkt des Sonnenaufgangs, kann <em>Alot haSchachar<\/em> berechnet werden. Es hei\u00dft, <em>Alot haSchachar<\/em> liegt zeitlich so weit vom Sonnenaufgang entfernt, wie es dauern w\u00fcrde, 4 Milin (Plural von Mil) zu gehen. Wenn das Zur\u00fccklegen von einem Mil 18 Minuten dauert, w\u00fcrde dies etwa 72 Minuten entsprechen. Die Geschwindigkeit mit der Sonne sichtbar wird, h\u00e4ngt jedoch auch von dem Ort ab, an dem der Betrachter sich auf dem Globus aufh\u00e4lt. Deshalb k\u00f6nnte man die fr\u00fcheste Zeit f\u00fcr Tallit und Teffilin auch anhand des Sonnenwinkels feststellen: F\u00fcr die fr\u00fcheste Zeit von Tallit und Teffilin hat es sich durchgesetzt, dass die Sonne in einem Winkel von 11 Grad (oder 10,2) unter dem Horizont befindet (nautische D\u00e4mmerung).<\/p>\n<div id=\"attachment_757\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schema_daemmerung.png\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-757\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schema_daemmerung.png?resize=600%2C489\" alt=\"Schema der Morgend\u00e4mmerung\" width=\"600\" height=\"489\" class=\"size-full wp-image-757\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schema_daemmerung.png?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/schema_daemmerung.png?resize=300%2C244&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-757\" class=\"wp-caption-text\">Schema der Morgend\u00e4mmerung<\/p><\/div>\n<h3>Sonnenaufgang<\/h3>\n<p>Der Sonnenaufgang, <em>Hanetz Hachamah<\/em> (\u05d4\u05b7\u05e0\u05b5\u05e5 \u05d4\u05b7\u05d7\u05b7\u05de\u05b8\u05bc\u05d4), ist der Zeitpunkt, an dem die Sonne \u00fcber dem Horizont erscheint.<br \/>\nNach vielen halachischen Autorit\u00e4ten beginnt die Berechnung der halachischen Stunden um diese Zeit und man kann <em>Schmoneh Essre<\/em> sprechen. <\/p>\n<h3>Sp\u00e4tester Zeitpunkt f\u00fcr das Schma Jisrael<\/h3>\n<p>Der sp\u00e4teste Zeitpunkt f\u00fcr das Schma Jisrael, <em>Sof Zman Krijat Schma<\/em> (\u05e1\u05d5\u05b9\u05e3 \u05d6\u05b0\u05de\u05b7\u05df \u05e7\u05b0\u05e8\u05b4\u05d9\u05d0\u05b7\u05ea \u05e9\u05b0\u05c1\u05de\u05b7\u05e2), ist drei halachische Stunden nach Beginn des Tages.<\/p>\n<h3>Sp\u00e4tester Zeitpunkt f\u00fcr das Schmoneh Essre<\/h3>\n<p>Der sp\u00e4teste Zeitpunkt f\u00fcr das Schmoneh Essre, Sof Zman Teffilah (\u05e1\u05d5\u05b9\u05e3 \u05d6\u05b0\u05de\u05b7\u05df \u05ea\u05b0\u05bc\u05e4\u05b4\u05dc\u05b8\u05bc\u05d4), ist vier halachische Stunden nach Beginn des Tages.<br \/>\nDieser Zeitpunkt ist am Tag vor Pessach der letzte Zeitpunkt, an dem man Chametz (Ges\u00e4uertes) essen sollte.<\/p>\n<h3>Mittag<\/h3>\n<p>Mittag, Chatzot haJom (\u05d7\u05b2\u05e6\u05d5\u05b9\u05ea \u05d4\u05b7\u05d9\u05bc\u05d5\u05b9\u05dd), ist die halachische Mitte des Tages. Sie wird ermittelt, indem man die Zeit zwischen Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ermittelt. Wenn der Tag um 07:00 Uhr beginnt und um 20:00 endet, dann ist die halachische Mitte des Tages um 13:30 Uhr.<\/p>\n<h3>Minchah<\/h3>\n<p>Das Minchah-Gebet kann ab einer halben Stunde nach <em>Mittag<\/em> gesprochen werden. (Schulchan Aruch Orach Chajim 233,1). Die Zeit f\u00fcr <em>Minchah<\/em> endet mit <a href=\"#tzet\">Sonnenuntergang<\/a>.<\/p>\n<p>Der <em>Nach<\/em>mittag, im Bezug auf Minchah, in zwei Teile geteilt. In das <em><strong>Minchah Gedolah<\/strong><\/em> (das gro\u00dfe Minchah \u05de\u05b4\u05e0\u05b0\u05d7\u05b8\u05d4 \u05d2\u05b0\u05bc\u05d3\u05d5\u05b9\u05dc\u05b8\u05d4) und das <em><strong>Minchah Ketanah<\/strong><\/em> (das  kleine Minchah \u05de\u05b4\u05e0\u05b0\u05d7\u05b8\u05d4 \u05e7\u05b0\u05d8\u05b7\u05e0\u05b8\u05bc\u05d4).<br \/>\n<em>Minchah Gedolah<\/em> ist der Zeitraum, der eine halbe halachische Stunde nach Mittag beginnt, <em>Minchah Ketanah<\/em> beginnt 3,5 halachische Stunden nach <em>Mittag<\/em>.<br \/>\n<em><strong>Plag Hamincha<\/strong><\/em> (\u05e4\u05b0\u05bc\u05dc\u05b7\u05d2 \u05d4\u05b7\u05de\u05b4\u05bc\u05e0\u05b0\u05d7\u05b8\u05d4) ist ein weiterer Zeitpunkt, der mit dem Minchah-Gebet in Zusammenhang steht. <em>Plag Hamincha<\/em> bedeutet w\u00f6rtlich <em>Mitte von Minchah<\/em> und ist die Mitte zwischen <em>Minchah Ketanah<\/em> und Sonnenuntergang, also eineinviertel Stunden vor Sonnenuntergang. Spricht man Minchah vor diesem Zeitpunkt, kann man das Abendgebet (Ma&#8217;ariw) direkt anschlie\u00dfen. Wer <em>Zeit zum Schabbat hinzuf\u00fcgt<\/em>, dem dient <em>Plag Hamincha<\/em> als Orientierung f\u00fcr den fr\u00fchestm\u00f6glichen Beginn des Schabbat.<\/p>\n<h3>Mussaf<\/h3>\n<p>Das zus\u00e4tzliche Mussaf-Gebet am Schabbat und an Feiertagen sollte vor dem Ende der siebenten <em>halachischen Stunde<\/em> gesprochen werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/9b692b90d2064b6cae67031ac0afb491\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Elemente des j\u00fcdischen Lebens sind von bestimmten Zeiten, Zmanim \u05d6\u05b0\u05de\u05b7\u05e0\u05b4\u05bc\u05d9\u05dd\u200e, abh\u00e4ngig. Etwa, wann der Schabbat beginnt oder wann er aufh\u00f6rt. Und wer regelm\u00e4\u00dfig betet, wird wissen wollen, wann es tats\u00e4chlich Zeit f\u00fcr das Nachmittagsgebet (Minchah) ist. So sagt etwa die Halachah, es sei besonders verdienstvoll, das Schma Jisrael des Morgengebets vor Sonnenaufgang zu sprechen und dieSchmoneh Essre nach Sonnenaufgang, wenn der Horizont schon erleuchtet ist. Die f\u00fcr das Morgengebet notwendigen Tefillin d\u00fcrfen aber erst getragen werden, wenn ein wenig Licht vorhanden ist. Moderne j\u00fcdische Onlinekalender erlauben die Berechnung aller halachischen Zeiten, es gibt auch Varianten f\u00fcr Smartphones. Welche Zeiten es gibt und woran sich ihre Berechnung orientiert, kl\u00e4rt dieser Artikel.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[68,8,33,221],"tags":[96,95],"class_list":["post-750","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anleitungen","category-juedischer-alltag","category-dasjahr","category-lexikohn","tag-zeiten","tag-zmanim"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=750"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/750\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":856,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/750\/revisions\/856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}