{"id":9857,"date":"2023-12-12T00:41:16","date_gmt":"2023-12-11T22:41:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=9857"},"modified":"2024-07-23T21:12:08","modified_gmt":"2024-07-23T19:12:08","slug":"das-zweite-buch-der-makkabaeer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/das-zweite-buch-der-makkabaeer\/","title":{"rendered":"Das Zweite Buch der Makkab\u00e4er"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Das Zweite Buch der Makkab\u00e4er in der deutschen \u00dcbersetzung von Rabbiner Dr. David Cassel.<\/em><\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 id=\"kapitel-1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Den Br\u00fcdern, den Juden in \u00c4gypten, Heil! Die Br\u00fcder, die Juden in Jerusalem und im Lande Jud\u00e4a (w\u00fcnschen euch) gutes Wohlergehen.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Gott tue euch Gutes und gedenke seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob, seinen treuen Dienern.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Und er gebe euch allen ein Herz ihn zu verehren, um seinen Willen zu tun mit ganzem Herzen und williger Seele.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Und er \u00f6ffne euer Herz seinem Gesetz und seinen Vorschriften und stifte Frieden.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Er erh\u00f6re eure Bitten und sei euch gn\u00e4dig, und verlasse euch nicht in schwerer Zeit,<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Wie wir eben hier f\u00fcr euch beten.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Unter der Regierung des Demetrios im hundert und neun und sechzigsten Jahre haben wir Juden an euch geschrieben in dem Tr\u00fcbsal und dem Leiden, das uns zugesto\u00dfen in diesen Jahren, seitdem Jason und seine Anh\u00e4nger abgefallen waren vom heiligen Lande aus dem Reich.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Da man die Tore verbrannte, und unschuldig Blut vergoss. Und da wir zum Herrn beteten, wurden wir erh\u00f6rt und brachten Opfer und feines Mehl, und z\u00fcndeten die Lichter an, und legten die Brote auf.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Und nun feiert die Tage des Einweihungsfestes im Monat Kislew.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Im hundertundacht und achtzigstenJahre die (Juden) in Jerusalem und die in Jud\u00e4a und die \u00c4ltesten und Juda dem Aristobulos, Lehrer des Ptolemaios \u2014 welcher aus dem Geschlecht der gesalbten Priester abstammt \u2014 und den Juden in \u00c4gypten Heil und Wohlergehen!<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Aus gro\u00dfen Gefahren von Gott errettet, priesen wir ihn sehr, da wir gl\u00fccklich gegen den K\u00f6nig gek\u00e4mpft.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Denn er hat hinausgeschleudert die Streitenden aus der heiligen Stadt.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Denn da (der K\u00f6nig) an der Spitze seines Heeres, das un\u00fcberwindlich schien, nach Persien gekommen war, t\u00f6teten sie ihn im Tempel der Nann\u00e4a, indem die Priester der Nann\u00e4a sich einer List bedienten.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Da n\u00e4mlich, gleichsam um sich mit ihr zu verm\u00e4hlen, Antiochos und mit ihm seine Freunde an den Ort gekommen waren, um die Sch\u00e4tze an Stelle der Mitgift zu empfangen,<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Und als die Priester der Nann\u00e4a sie herbeibrachten, und Jener mit Wenigen in den Vorhof des Tempels trat, schloffen sie den Tempel zu, nachdem Antiochos hineingegangen,<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> \u00d6ffneten eine geheime T\u00fcr der Decke, warfen Steine herunter und zerschmetterten den K\u00f6nig, zerhieben (die Anderen) in St\u00fccke, hieben die K\u00f6pfe ab und warfen sie den drau\u00dfen Stehenden zu.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> F\u00fcr Alles sei unser Gott gepriesen, welcher die Frevler dahingegeben.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Da wir nun im Begriff sind, am f\u00fcnf und zwanzigsten des Monats Kislew die Reinigung des Tempels zu feiern, haben wir es f\u00fcr angemessen gehalten, euch davon zu benachrichtigen, damit auch ihr das Fest der Einweihung und des Feuers begehet, (wie damals) als Nehemias den Tempel und den Altar erbaute und Opfer darbrachte.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Denn da unsere V\u00e4ter nach Persien gef\u00fchrt wurden, nahmen die damaligen frommen Priester heimlich vom Feuer des Altars und verbargen es in der H\u00f6hlung einer wasserleeren Grube, wo sie es verwahrten, so dass der Ort Allen unbekannt blieb.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Nachdem nun viele Jahre vergangen, da es Gott gefiel, wurde Nehemias von dem K\u00f6nig der Perser entlassen, und schickte die Nachkommen der Priester, welche es verborgen halten, nach dem Feuer; da sie aber meldeten, dass sie kein Feuer, sondern dickes Wasser gesunden h\u00e4tten,<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Da befahl er ihnen, davon zu sch\u00f6pfen und ihm zu bringen. Da nun, was zum Opfer geh\u00f6rte, herbeigebracht wurde, befahl Nehemias den Priestern das Holz und das darauf Liegende mit dem Wasser zu begie\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Als das nun geschah und einige Zeit verging, da die Sonne hell leuchtete, nachdem sie vorher von Wolken verdunkelt war, entz\u00fcndete sich ein helles Feuer, so dass Alle sich wunderten.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Die Priester aber und Alle verrichteten, w\u00e4hrend das Opfer verzehrt wurde, folgendes Gebet, indem Jonathan anfing, und die Anderen einstimmten, auch Nehemias.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Das Gebet war in folgender Weise: Herr, Herr, Gott, Sch\u00f6pfer aller Dinge, Furchtbarer, Starker, Gerechter, Barmherziger, Alleinherrscher und Wohlt\u00e4ter.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Allein &#8211; Helfer, Allein &#8211; Gerechter, Allherrscher und Ewiger, der Israel aus allen Leiden rettet, der die V\u00e4ter auserw\u00e4hlt und sie geheiligt.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Nimm an das Opfer f\u00fcr dein ganzes Volk Israel, und beh\u00fcte dein Erbteil und heilige es.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> F\u00fchre unsere Zerstreuten zur\u00fcck, befreie die unter den V\u00f6lkern dienen, schaue auf die Gedr\u00fcckten und Verachteten, auf dass die V\u00f6lker erkennen, dass du unser Gott bist.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Z\u00fcchtige, die uns bedr\u00fccken, und in \u00dcbermut uns misshandeln.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Pflanze ein dein Volk an deinem heiligen Ort, wie Mose gesagt hat.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Die Priester aber stimmten Loblieder an.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Als aber das Opfer verzehrt war und das \u00fcbriggebliebene Wasser, befahl Nehemias gr\u00f6\u00dfere Steine herbeizuschaffen.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Als dies geschehen war, entz\u00fcndete sich eine Flamme, ward aber von dem auf dem Altar leuchtenden Lichte verzehrt.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> Als die Sache bekannt und dem K\u00f6nig der Perser gemeldet wurde, dass an dem Orte, wo die weggef\u00fchrten Priester das Feuer verborgen, Wasser erschienen sei, von wo die Leute des Nehemia die Opfer geheiligt h\u00e4tten,<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Lie\u00df der K\u00f6nig den Ort ummauern und das Heiligtum bauen, nachdem er die Sache untersucht hatte.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> Und f\u00fcr die, so er besonders begnadete, nahm der K\u00f6nig viele Geschenke und gab sie ihnen.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> Die Leute des Nehemias nannten dies <em>Neftar<\/em>, das \u00fcbersetzt ist Reinigung; von Vielen wird es <em>Neftai<\/em> genannt.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-2\">Kapitel 2<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Es findet sich in den Schriften, dass Jeremias, der Prophet, den Weggef\u00fchrten besohlen, von dem Feuer zu nehmen, wie angegeben worden,<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Und wie den Weggef\u00fchrten der Prophet, als er ihnen das Gesetz \u00fcbergab, geboten habe, dass sie nicht die Vorschriften des Herrn vergessen und nicht in ihrem Sinne irre werden sollten, wenn sie goldene und silberne Bilder und den Schmuck auf denselben s\u00e4hen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Und indem er anderes dergleichen sagte, ermahnte er sie, dass das Gesetz nicht aus ihrem Herzen weichen m\u00f6ge.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Es war auch in der Schrift (enthalten), wie der Prophet, da ihm eine Offenbarung geworden, befohlen habe, dass das Zelt und die Lade ihm Nachfolge, wie er hinauszog auf den Berg, den Moses bestieg und von da aus das Erbteil Gottes \u00fcberschaute.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Als Jeremias dahin kam, fand er eine H\u00f6hle, und brachte dahin das Zelt und die Lade und den R\u00e4ucheraltar, und verstopfte die T\u00fcr.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Einige von denen, die ihn begleitet hatten, traten herzu, um sich den Weg zu kennzeichnen, aber sie konnten ihn nicht finden.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Da Jeremias dies erfuhr, tadelte er sie und sprach zu ihnen: Der Ort wird unbekannt bleiben, bis der Herr sein Volk wieder sammeln und sich seiner erbarmen wird.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Und dann wird der Herr dieses kundtun, und sichtbar wird sein die Herrlichkeit des Herrn und die Wolke, wie sie sich \u00fcber Moses zeigte, wie auch Salomo betete, dass der Ort besonders geheiligt w\u00fcrde.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Er erz\u00e4hlte auch, wie er von Weisheit erf\u00fcllt, das Opfer der Einweihung und der Vollendung des Tempels dargebracht,<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Wie auch Moses zum Herrn betete und Feuer vom Himmel kam, und die Opferst\u00fccke verzehrte, so betete auch Salomo und es kam ein Feuer herab und verzehrte die Brandopfer.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Und Moses sprach: Weil das S\u00fcndopfer nicht gegessen worden, ist es verbrannt.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Ebenso feierte auch Salomo die acht Tage.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Dasselbe wird auch erz\u00e4hlt in den Schriften und in den Denkw\u00fcrdigkeiten des Nehemias; und wie er eine B\u00fcchersammlung anlegte und die Erz\u00e4hlungen von den K\u00f6nigen und Propheten und die (Schriften) Davids und die Briefe der K\u00f6nige \u00fcber die Weihgeschenke dazu sammelte.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> So trug auch Juda alles in dem Kriege, den wir gehabt, Vorgefallene zusammen, und dies befindet sich bei uns.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Wenn ihr desjenigen bed\u00fcrft, so schickt (Leute), die sie abholen sollen.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Da wir nun im Begriff sind, das Weihefest zu feiern, so haben wir euch geschrieben, recht werdet ihr tun, die Tage zu begehen.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Gott aber, der sein ganzes Volk gerettet, und Allen ihr Erbteil gegeben, und das K\u00f6nigtum und das Priestertum und das Heiligtum,<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Wie er verk\u00fcndet im Gesetz \u2014 wir hoffen zu Gott, dass er bald sich unser erbarme und uns (aus allen Gegenden) unter dem Himmel sammle an den heiligen Ort; denn er hat uns gerettet aus gro\u00dfen Leiden und den Ort gereinigt.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Alles was Juda, den Makkab\u00e4er, betrifft, und dessen Br\u00fcder und die Reinigung des gro\u00dfen Tempels und die Weihe des Altars,<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Ferner die Kriege gegen Antiochos Epiphanes und gegen dessen Sohn Eupator,<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Und die himmlischen Erscheinungen, die denen zu Theil wurden, welche f\u00fcr das Judentum tapfer k\u00e4mpften, so dass sie, obgleich gering an Zahl, des ganzen Landes sich bem\u00e4chtigten und die feindlichen Scharen verjagten,<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Und den auf der ganzen Erde ber\u00fchmten Tempel wiederherstellten, und die Stadt befreiten, und die Gesetze, die abgeschafft werden sollten, wieder aufrichteten, indem ihnen der Herr in aller Gnade barmherzig war.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Das, was Jason aus Kyrene in f\u00fcnf B\u00fcchern erz\u00e4hlt hat, wollen wir versuchen in ein Buch zusammenfassen.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Denn da wir die Menge der Zahlen bedachten, und die Schwierigkeit, welche f\u00fcr diejenigen, welche sich in die Erz\u00e4hlungen der Geschichte einlassen wollen, durch die Reichhaltigkeit des Stoffes entsteht,<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> So glaubten wir denen, welche lesen wollten, Vergn\u00fcgen, denen, welche sie gern in das Ged\u00e4chtnis fassen m\u00f6chten, Erleichterung, Allen aber, die dazu gelangen, Nutzen zu verschaffen.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Uns aber, die wir die M\u00fchsal des Auszuges \u00fcbernommen, war es nichts Leichtes, sondern eine Sache des Schwei\u00dfes und der Nachtwachen,<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Gleichwie es dem, der ein Mahl zur\u00fcstet und um den Nutzen Anderer sich bem\u00fcht nicht leicht wird; indes, um des Dankes der Vielen willen, wollen wir gern die M\u00fchsal \u00fcbernehmen,<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Das Nachforschen \u00fcber jedes (Einzelne) dem Schriftsteller \u00fcberlassend, und dem Auszuge der Schrift sorgf\u00e4ltig nachgehend.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Denn so wie dem Baumeister eines neuen Hauses obliegt, die ganze Auff\u00fchrung zu bedenken, dem aber, der anstreichen und malen soll, das zur Zierde N\u00f6tige anzuschaffen, so schien es auch mit uns der Fall zu sein.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Denn einzudringen und \u00fcber Alles Rechenschaft zu geben und jeden einzelnen Theil genau zu erforschen, geb\u00fchrt demjenigen, der die Geschichte zuerst erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Aber der K\u00fcrze im Ausdruck nachzugehen, und die Auseinandersetzung der Handlung von sich abzuweisen, ist demjenigen, der einen Auszug macht, zu gestatten.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Nun wollen wir denn die Erz\u00e4hlung anfangen, da wir uns mit dem Vorworte so lange aufgehalten; denn es ist unziemlich, in dem Eingang zu der Geschichte weitschweifig zu sein, die Geschichte selbst aber zu k\u00fcrzen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-3\">Kapitel 3<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Also, da die Heilige Stadt in vollem Frieden bewohnt, und da die Gesetze durch die Fr\u00f6mmigkeit und S\u00fcndenscheu des Hohepriesters Onias gehalten wurden,<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Geschah es, dass selbst K\u00f6nige den Ort ehrten, und das Heiligtum durch die besten Geschenke verherrlichten,<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> So dass Seleukos, K\u00f6nig von Asien, aus seinen eigenen Eink\u00fcnften alle zur Verrichtung der Opfer n\u00f6tigen Kosten leistete.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Simon aber, aus dem Stamme Benjamin, der als Vorsteher des Tempels eingesetzt war, geriet in Streit mit dem Hohepriester wegen der in der Stadt ver\u00fcbten Ungerechtigkeit.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Und da er des Onias nicht Herr werden konnte, ging er zu Apollonios, Sohn des Thrasaios, der zu jener Zeit Oberster \u00fcber das Hohle Syrien und Ph\u00f6nizien war,<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Und erz\u00e4hlte ihm, dass der Tempelschatz in Jerusalem von uns\u00e4glichen Kostbarkeiten angef\u00fcllt, dass die Menge der Geschenke unz\u00e4hlbar sei, und dass dies nicht n\u00f6tig sei zum Darbringen der Opfer, es sei aber m\u00f6glich, dass dies Alles in die Gewalt des K\u00f6nigs kommen k\u00f6nne.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Da nun Apollonios zum K\u00f6nig kam, teilte er ihm von dem angezeigten Schatz mi; dieser w\u00e4hlte Heliodoros, der \u00fcber die Eink\u00fcnfte bestellt war, und sandte ihn ab, indem er ihm den Auftrag gab, die Fortschaffung jener Sch\u00e4tze zu bewirken.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Sofort begab sich Heliodoros auf den Weg, dem Scheine nach, als wolle er die St\u00e4dte im Hohlen Syrien und Ph\u00f6nizien besuchen, in der Tat aber, um den Vorsatz des K\u00f6nigs auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Da er nach Jerusalem kam und freundlich vom Hohepriester der Stadt empfangen wurde, teilte er die geschehene Anzeige mit und erz\u00e4hlte, weshalb er gekommen, und erkundigte sich, ob sich die Sache in Wahrheit so verhalte.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Da nun der Hohepriester antwortete, es sei verwahrtes Gut von Witwen und Waisen,<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Einiges r\u00fchre auch her vom Hyrkanos, Sohn des Tobias, einem sehr vorz\u00fcglichen Manne, nicht wie der gottlose Simon angegeben; im Ganzen seien an Silber vierhundert, an Gold zweihundert Talente.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Dass aber diejenigen beraubt w\u00fcrden, welche der Heiligkeit des Ortes vertraut h\u00e4tten und der Erhabenheit und Unverletzlichkeit des in der ganzen Welt geehrten Heiligtums, das gehe durchaus nicht an.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Heliodoros aber, gem\u00e4\u00df den Befehlen, die er vom K\u00f6nig hatte, sagte, dass durchaus alles dies in den k\u00f6niglichen Schatz abgef\u00fchrt werden m\u00fcsste.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Er setzte nun einen Tag fest und ging hinein, um eine Besichtigung von Allem anzuordnen; es herrschte aber keine geringe Best\u00fcrzung in der ganzen Stadt.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Die Priester warfen sich vor den Altar in ihren Priesterkleidern nieder, und schrien zum Himmel, dass er, der das Gesetz \u00fcber anvertrautes Gut gegeben, es denen, die es anvertraut, unverletzt erhalte.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Wer aber das Gesicht des Hohepriesters ansah, musste im Gem\u00fcht tief bewegt werden; denn sein Aussehen und ver\u00e4nderte Farbe zeigte den Schmerz in seiner Seele.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Der Mann war \u00fcberfallen von Furcht und Schauder des K\u00f6rpers, wodurch denen, die ihn ansahen, deutlich der tiefe Schmerz in seinem Herzen offenbar wurde.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Die Leute liefen aus den H\u00e4usern zu einem \u00f6ffentlichen Gebet, weil der (heilige) i Ort der Verachtung anheimfallen sollte.!<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Die Weiber, die Brust mit S\u00e4cken umg\u00fcrtet, f\u00fcllten die Stra\u00dfen, und die eingeschlossenen Jungfrauen liefen, die einen an die Tore, die andern auf die Mauern, einige blickten durch die Fenster,<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Alle aber streckten die H\u00e4nde zum Himmel und beteten.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Erbarmenswert war es, wie das Volk haufenweise sich hinwarf, und der Anblick des in gro\u00dfer Angst befindlichen Hohenpriesters.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Die nun riefen Gott, den Allm\u00e4chtigen, an, dass er das Anvertraute denen, die es anvertraut, unverletzt und sicher erhalten m\u00f6ge.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Heliodoros aber vollendete, was er beschlossen.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Als er nun mit seinen Bewaffneten schon in der Schatzkammer war, da zeigte der Gott der V\u00e4ter und Herr aller Macht eine gro\u00dfe Erscheinung, so dass alle, die es wagten, heranzugehen, niedergeschlagen durch Gottes Macht, in Schrecken und Zaghaftigkeit gerieten.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Es erschien n\u00e4mlich ein Pferd mit einem furchtbaren Reiter, und mit sehr sch\u00f6nem Geschirr ger\u00fcstet, das gewaltig einher st\u00fcrzte, und mit den Vorderhufen aus Heliodoros trat. Der Reiter erschien mit einer goldenen R\u00fcstung angetan.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Noch zwei J\u00fcnglinge erschienen, ausgezeichnet an St\u00e4rke, sch\u00f6n von Pracht und in! vorz\u00fcglicher Kleidung; diese stellten sich zu beiden Seiten, und gei\u00dfelten ihn unabl\u00e4ssig, wobei sie ihm viele Wunden beibrachten.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Da siel er pl\u00f6tzlich zur Erde, und es wurde dunkel um ihn; man riss ihn schnell hinweg, und legte ihn auf eine Bahre.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Ihn also, der eben erst mit vieler Begleitung und bewaffneter Mannschaft in die besagte Schatzkammer getreten war, trug man jetzt als einen H\u00fclslosen fort, wodurch sie die Macht Gottes deutlich erkannten.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Und so lag er da, durch Gottes Werk sprachlos, aller Hoffnung und Rettung beraubt.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Jene aber priesen Gott, der seinen Ort so verherrlichte; und der Tempel, der vor Kurzem voll Furcht und Schrecken war, wurde jetzt durch den Beistand des allm\u00e4chtigen Gottes mit Freude und Wonne erf\u00fcllt.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Alsbald kamen einige von den Genossen des Helidoros und baten den Onias, zum H\u00f6chsten zu rufen, und dem in den letzten Z\u00fcgen liegenden Heliodoros das Leben zu erbitten.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Da nun der Hohepriester vermutete, der K\u00f6nig k\u00f6nnte Verdacht hegen, dass irgendeine Hinterlist von den Juden gegen Heliodoros ver\u00fcbt sei, so brachte er ein Opfer f\u00fcr die! Rettung des Mannes.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> Als der Hohepriester das S\u00fchnopfer verrichtete, erschienen dieselben J\u00fcnglinge wieder dem Heliodoros, bekleidet mit derselben Kleidung, und indem sie sich zu ihm hinstellten, sagten sie: Vielen Dank schuldest Du dem Hohepriester Onias, denn um seinetwillen hat Dir der Herr das Leben geschenkt.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Du aber, der Du von ihm gez\u00fcchtigt worden bist, verk\u00fcnde Allen die gro\u00dfe Macht Gottes. Als sie dies gesagt, verschwanden sie.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> Heliodoros aber brachte dem Herrn ein Opfer, und gelobte dem, der ihm das Leben geschenkt, gro\u00dfe Gel\u00fcbde, und nachdem sie von Onias verabschiedet, zog er zur\u00fcck zum K\u00f6nig.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> Er bezeugte Allen, wie gro\u00dfe Werke des gr\u00f6\u00dften Gottes er mit eigenen Augen geschaut hatte.<\/p>\n<p><sup>37.<\/sup> Als nun der K\u00f6nig den Heliodoros fragte, wer dazu geeignet w\u00e4re, noch einmal nach Jerusalem geschickt zu werden, so sagte er:<\/p>\n<p><sup>38.<\/sup> Wenn Du etwa einen Feind oder Gegner Deiner Regierung hast, schicke ihn dahin, und Du wirst ihn gez\u00fcchtigt wieder erhalten, wenn er \u00fcberhaupt gerettet wird, denn jener Ort wird in Wahrheit von Gottes Macht gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p><sup>39.<\/sup> Denn er selbst, der im Himmel thront, ist W\u00e4chter und Netter jenes Ortes, und schl\u00e4gt und vernichtet die in Bosheit Kommenden.<\/p>\n<p><sup>40.<\/sup> Also erging es dem Heliodoros und der Rettung des Tempelschatzes.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-4\">Kapitel 4<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Der vorbesagte Simon aber, der zum Verr\u00e4ter des Schatzes und des Vaterlandes geworden, redete \u00dcbles gegen Onias, als ob er selbst es sei, der den Heliodoros geschlagen, und Urheber seiner Leiden sei.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Er unterfing sich, den Wohlt\u00e4ter der Stadt und Besch\u00fctzer seiner Stammgenoffen und den Eiferer f\u00fcr das Gesetz einen Gegner der Regierung zu nennen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Da die Feindschaft so weit vorger\u00fcckt war, dass sogar durch einen von den Anh\u00e4ngern des Simon Morde ver\u00fcbt wurden,<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Bedachte Onias die Gefahr dieses Streites, und dass Apollonios, Oberster \u00fcber das Hohle Syrien und Ph\u00f6nizier: w\u00fcte, und die Bosheit des Simon noch \u00fcberbot,<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Und begab sich zum K\u00f6nig, nicht als Ankl\u00e4ger seiner Mitb\u00fcrger, sondern den Nutzen des Einzelnen und des ganzen Volkes im Auge habend.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Denn er sah, dass ohne k\u00f6nigliche F\u00fcrsorge die \u00f6ffentlichen Angelegenheiten nicht zum Frieden zu bringen, und Simon von seiner Schlechtigkeit nicht ablassen werde.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Da nun Seleukos starb, und Antiochos, j mit dem Beinamen Epiphanes, die Herrschaft antrat, erschlich sich Jason, Bruder des Onias. das Hohepriesteramt,<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Indem er dem K\u00f6nige in einer Zusammenkunft dreihundert und sechzig Talente und aus einer anderen Einnahme achtzig Talente versprach.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Au\u00dferdem versprach er noch andere hundert und f\u00fcnfzig Talente zu verschreiben, wenn er ihm die Erlaubnis g\u00e4be, ein Gymnasion und Ephebie zu errichten, und die Antiochier in Jerusalem zu besteuern.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Da der K\u00f6nig seine Zustimmung gab, und er die Gewalt erhielt, f\u00fchrte er bald seine Stammesgenossen zur griechischen Sitte hin.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Er vernichtete die menschenfreundlichen k\u00f6niglichen Rechte der Juden durch Johannes, Vater des Eupolemos, welcher die Gesandtschaft wegen Freundschaft und Bundesgenossenschaft an die R\u00f6mer unternommen, l\u00f6ste die gesetzlichen Verfassungen auf, und f\u00fchrte neue gesetzwidrige Satzungen ein.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Absichtlich grade unter die Burg baute er ein Gymnasion, und lie\u00df die besten J\u00fcnglinge in diese \u00dcbungen einf\u00fchren.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> So entstand die Lust nach hellenischem Wesen und die Annahme fremden Wesens durch die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Frevelhaftigkeit des gottlosen und nichthohepriesterlichen Jason,<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> So dass die Priester nicht mehr eifrig um den Dienst des Opferaltars waren, sondern den Tempel verachteten, sich um die Opfer nicht k\u00fcmmerten, und sich bestrebten, Theil zu nehmen an dem gesetzwidrigen Schauspiel auf dem Ringplatz und dem Werfen mit der Scheibe.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Die v\u00e4terlichen Ehren achteten sie f\u00fcr nichts, nur die hellenischen Ehren hielten sie f\u00fcr die sch\u00f6nsten.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Um deren willen kam \u00fcber sie schwere Bedr\u00e4ngnis, und diejenigen, deren Lebensart sie nachahmten, und denen sie ganz gleich werden wollten, diese bekamen sie zu ihren Feinden und Qu\u00e4lern.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Denn zu freveln gegen die g\u00f6ttlichen Satzungen geht nicht an, sondern die kommende Zeit wird Solches offenbaren.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Als das f\u00fcnfj\u00e4hrliche Kampfspiel in Tyros gefeiert wurde, und der K\u00f6nig zugegen war,<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Schickte Jason, der B\u00f6sewicht, Abgesandte aus Jerusalem, Antiochier, welche dreihundert Drachmen Silber zu einem Opfer des Herakles brachten, doch baten die \u00dcberbringer selbst, diese nicht zum Opfer zu verwenden, weil es sich nicht zieme, sondern zu einer anderen Ausgabe zu verwenden.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Er schickte sie also nach der Meinung des Absenders zu einem Opfer des Herakles, aber nach dem Willen der \u00dcberbringer zur R\u00fcstung der Dreiruder.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Als darauf Apollonios, Sohn des Menestheus, wegen der Thronbesteigung des K\u00f6nigs Ptolemaios Philometor nach \u00c4gypten geschickt wurde, so dachte Antiochos, da er erfuhr, dass er seiner Sache untreu geworden sei, sich seiner zu versichern; er begab sich daher nach Joppe, und kam nach Jerusalem.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Pr\u00e4chtig von Jason und der Stadt empfangen, zog er unter Fackelbeleuchtung und Beifallsruf ein, und zog von da gen Ph\u00f6nizien.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Nach einer Zeit von drei Jahren schickte Jason den Menelaos, Bruder des vorbenannten Simon, um dem K\u00f6nig das Geld zu bringen, und in Betreff gewisser notwendiger Dinge in Verhandlung zu treten.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Dieser fand Zutritt beim K\u00f6nig, und schmeichelte seiner Macht, und verschaffte sich selbst das Hohepriestertum, indem er den Jason um dreihundert Talente \u00fcberbot.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Nachdem er die k\u00f6nigliche Ernennung erhalten, kam er, zwar ohne etwas des Hohepriesteramtes W\u00fcrdiges, aber mit der Wut eines wilden Tyrannen, und mit dem Zorne eines grausamen Tieres.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Jason also, der seinen eigenen Bruder durch List verdr\u00e4ngt, ward nun durch einen andern verdr\u00e4ngt, und fl\u00fcchtete sich in das Gebiet der Ammoniter.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Menelaos hatte sich nun der Herrschaft bem\u00e4chtigt, aber von dem K\u00f6nig versprochenen Gelde bezahlte er nichts, obgleich Sostratos, Befehlshaber der Burg, ihn darum mahnte.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Dieser n\u00e4mlich hatte die Einziehung der Steuern unter sich, weshalb Beide vom K\u00f6nig vorgefordert wurden.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Menelaos lie\u00df nun als Stellvertreter im Hohepriesteramt seinen Bruder Lysimachos, Sostratos aber den Krates, Befehlshaber der Cyprier.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> W\u00e4hrend sich dieses ereignete, geschah es, dass die Tarser und Malloten sich emp\u00f6rten, weil sie der Antiochius, dem Kebsweib des K\u00f6nigs, zum Geschenk gegeben worden.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Der K\u00f6nig kam also schnell herbei, die Sache beizulegen, indem er den Andronikos, einen der Angesehenen, als Stellvertreter zur\u00fccklie\u00df.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Da nun Menelaos glaubte, eine g\u00fcnstige Gelegenheit erlangt zu haben, so entwendete er einige goldene Ger\u00e4te des Tempels, und schenkte sie dem Andronikos, und einige andere verkaufte er nach Tyros und den umliegenden St\u00e4dten.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> Als dies Onias in Erfahrung brachte, machte er es bekannt, nachdem er sich in eine Freistatt bei Daphne, welches bei Antiochien liegt, zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Daher nahm Menelaos den Andronikos bei Seite und redete ihm zu, den Onias aus dem Wege zu r\u00e4umen; dieser begab sich zu Onias, \u00fcberredete ihn mit List, und gab ihm &gt; Handschlag und Eid, und beredete ihn, obgleich er nicht frei von Verdacht war, aus der! Freistatt herauszugehen, und fiel sogleich, ohne! Scham vor dem Recht, \u00fcber ihn her.!<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> Wegen dieser Schuld waren nicht blo\u00df die Juden, sondern auch Viele von anderen V\u00f6lkern entr\u00fcstet, und z\u00fcrnten ob der ungerechten Ermordung des Mannes.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> Als nun der K\u00f6nig aus den Ortschaften in Kilikien zur\u00fcckkam, begaben sich die Juden in der Stadt zu ihm, indem auch die Hellenen ihren Unwillen zu erkennen gaben, dass Onias ungerechter Weise get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p><sup>37.<\/sup> Antiochos nahm es sich ausrichtig zu Herzen, und hatte Erbarmen, und beweinte des Verstorbenen Tugend und gro\u00dfe Redlichkeit.<\/p>\n<p><sup>38.<\/sup> Und von Zorn entbrannt, lie\u00df er dem Andronikos sogleich den Purpur abnehmen, und die Kleider herunterrei\u00dfen, und nachdem er ihn in der ganzen Stadt herumf\u00fchren lassen, an derselben Stelle, wo er gegen Onias gefrevelt, den M\u00f6rder hinrichten, so dass ihm der Herr die geb\u00fchrende Strafe zahlte.<\/p>\n<p><sup>39.<\/sup> Da viele Tempelberaubungen in der Stadt durch Lysimachos unter Zustimmung des Menelaos geschehen, und das Ger\u00fccht davon sich nach au\u00dfen verbreitet, so rottete sich das Volk gegen Lysimachos zusammen, weil viele goldene Ger\u00e4te entfernt worden waren.<\/p>\n<p><sup>40.<\/sup> Als nun das Volk aufstand und von Zorn erf\u00fcllt war, bewaffnete Lysimachos gegen dreitausend Mann, und schritt gewaltsam ein, wobei ein gewisser Tyrannos die Anf\u00fchrung hatte, der im Alter schon vorgeschritten, aber deshalb nicht geringer war an Schlechtigkeit.<\/p>\n<p><sup>41.<\/sup> Da das Volk das Beginnen des Lysimachos sah, so ergriffen die einen Steine, die anderen Holzscheite, andere fassten von der daliegenden hei\u00dfen Asche, und schleuderten alles hausenweise auf die Leute des Lysimachos.<\/p>\n<p><sup>42.<\/sup> Dadurch f\u00fcgten sie Vielen von ihnen Wunden bei, einige t\u00f6teten sie, und Alle schlugen sie in die Flucht, den Tempelr\u00e4uber selbst erschlugen sie bei der Schatzkammer.<\/p>\n<p><sup>43.<\/sup> Dar\u00fcber ward eine Untersuchung gegen Menelaos angestellt.<\/p>\n<p><sup>44.<\/sup> Da n\u00e4mlich der K\u00f6nig nach Tyros kam, erhoben drei von den \u00c4ltesten abgesandte M\u00e4nner Anklage gegen ihn.<\/p>\n<p><sup>45.<\/sup> Als Menelaos schon gefesselt war, versprach er dem Ptolemaios, Sohn des Dorymenes, viele Sch\u00e4tze, wenn er den K\u00f6nig bes\u00e4nftigte.<\/p>\n<p><sup>46.<\/sup> Daher nahm Ptolemaios den K\u00f6nig mit sich in ein Vorzimmer, als wollte er sich abk\u00fchlen, und brachte ihm eine andere Ansicht bei.<\/p>\n<p><sup>47.<\/sup> Er sprach den Menelaos, der doch an allem Unheil schuld war, von allen Anklagen frei, jene Ungl\u00fccklichen aber, welche, auch wenn sie sich gegen Skythen verteidigt h\u00e4tten, freigesprochen worden w\u00e4ren als Unschuldige, verurteilte er zum Tode.<\/p>\n<p><sup>48.<\/sup> So erlitten schnell eine ungerechte Strafe diejenigen, die f\u00fcr ihre Stadt und f\u00fcr ihr Volk und f\u00fcr die heiligen Ger\u00e4te das Wort gef\u00fchrt hatten.<\/p>\n<p><sup>49.<\/sup> Daher veranstalteten die Tyrier, die dar\u00fcber entr\u00fcstet waren, ihnen ein pr\u00e4chtiges Leichenbegr\u00e4bnis.<\/p>\n<p><sup>50.<\/sup> Menelaos aber blieb, verm\u00f6ge der Habsucht der Herrscher, in seiner W\u00fcrde, indem er an Bosheit noch zunahm, ein gef\u00e4hrlicher Feind seiner Mitb\u00fcrger.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-5\">Kapitel 5<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Um diese Zeit zog Antiochos zum zweiten Male gen \u00c4gypten.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Da ereignete es sich, dass fast in der ganzen Stadt vierzig Tage lang in der Luft rennende Reiter gesehen wurden, mit goldenen Kleidern angetan und mit Lanzen rottenweise bewaffnet.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Und in Schlachtordnung gestellte Abtheilungen von Reitern, und Angriffe und Abwehren, die von beiden Seiten geschehen, und das Schwingen der Schilder und eine Menge Speere und gezogene Schwerter und geschleuderte Geschosse und funkelnde goldene R\u00fcstungen und allerlei Panzer.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Da w\u00fcnschten nun Alle, dass die Erscheinung zum Guten ausfallen m\u00f6ge.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Als nun ein falsches Ger\u00fccht entstand, dass Antiochos gestorben sei, nahm Jason nicht weniger als tausend Mann, und machte einen pl\u00f6tzlichen Angriff gegen die Stadt; als sie nun die Mauer erstiegen hatten, und endlich schon die Stadt eingenommen war, fl\u00fcchtete sich Menelaos in die Burg.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Jason richtete schonungslos ein Blutbad unter seinen Mitb\u00fcrgern an, nicht bedenkend, dass Gl\u00fcck gegen die Stammesgenossen das gr\u00f6\u00dfte Ungl\u00fcck sei, und glaubend, Troph\u00e4en von Feinden und Fremden davon zu tragen.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Die Herrschaft erhielt er nicht, das Ende seiner Nachstellung war Schande, da er wieder als Fl\u00fcchtling nach dem Ammoniterland sich wendete.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Der Schluss seines schlechten Wandels war, dass er eingeschlossen von Aretas, dem Herrscher der Araber, wieder aus der Stadt fl\u00f6h, verfolgt von Allen, und verabscheut als Abtr\u00fcnniger von den Gesetzen, und gehasst als Henker des Vaterlandes und der Mitb\u00fcrger, und nach \u00c4gypten gejagt wurde.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Er, der so Viele aus dem Vaterlande in die Fremde getrieben, starb selbst in der Fremde, da er zu den Lakedaimoniern gewandert war, um bei den Stammverwandten Schutz zu suchen.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Er, der Viele unbegraben hingeworfen, blieb unbeweint, und ward weder eines Leichenbeg\u00e4ngnisses, noch eines v\u00e4terlichen Grabes teilhaft.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Als der K\u00f6nig erfuhr, was vorgefallen war, meinte er, Jud\u00e4a wolle aufbegehren; er brach daher aus \u00c4gypten mit tierischer Wut auf, und nahm die Stadt mit bewaffneter Macht.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Und befahl den Soldaten, Alle, die ihnen begegnen w\u00fcrden, ohne Schonung niederzuhauen, und die sich in die H\u00e4user fl\u00fcchten w\u00fcrden, zu ermorden.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Da wurden Junge und Alte get\u00f6tet; M\u00e4nner und Frauen und Kinder gemordet, Jungfrauen und J\u00fcnglinge erw\u00fcrgt.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Achtzigtausend gingen in diesen drei Tagen verloren; vierzigtausend fielen durch das Schwert; nicht weniger aber als die Umgekommenen waren die, welche verkauft wurden.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Und nicht zufrieden damit, erk\u00fchnten sie sich auch, in den heiligsten Tempel der ganzen Erde hineinzugehen, wobei Menelaos ihr F\u00fchrer war, dieser Verr\u00e4ter der Gesetze und des Vaterlandes.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Und mit den unreinen H\u00e4nden nahm er die heiligen Ger\u00e4te, und die von anderen K\u00f6nigen zur Verherrlichung und Ehre des Ortes geweihten Geschenke raffte er mit frevelhaften H\u00e4nden zusammen und verteilte sie.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Antiochos \u00fcberhob sich in seinem Sinn, indem er nicht bedachte, dass wegen der S\u00fcnden der Stadtbewohner der Herr nur kurze Zeit z\u00fcrne, und darum dem heiligen Orte Schmach widerfuhr.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> W\u00e4re dies nicht geschehen, dass (die Stadt) mit vielen S\u00fcnden belastet war, so w\u00e4re, wie Heliodoros, der vom K\u00f6nig Seleukos geschickt worden, um den Schatz in Augenschein zu nehmen, auch dieser sofort, als er vordrang, gegei\u00dfelt und von seiner Verwegenheit abgeschreckt worden.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Aber der Herr erw\u00e4hlte nicht wegen des Ortes das Volk, sondern wegen des Volkes den Ort.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Daher hat der Ort, so wie er mitbeteiligt war an den ungl\u00fccklichen Begebenheiten des Volkes, sp\u00e4ter auch teilgenommen an den Wohltaten des Herrn, und er, der jetzt durch den Zorn des Allm\u00e4chtigen verlassen war, wurde bei der Vers\u00f6hnung des h\u00f6chsten Herrschers mit allem Glanze wieder aufgerichtet.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Antiochos nun, nachdem er achtzehnhundert Talente aus dem Heiligtum entnommen, begab sich schnell nach Antiochien, indem er in seinem \u00dcbermut w\u00e4hnte, das Land schiff &#8211; l bar und das Meer wegbar machen zu k\u00f6nnen, aus \u00dcberhebung des Herzens.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Er hinterlie\u00df auch Aufseher, um das Volk zu qu\u00e4len, in Jerusalem Philippos, von Geschlecht ein Phryge, von Benehmen aber barbarischer als der, der ihn bestellt.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> In Garizim den Andronikos, dazu noch den Menelaos, der noch \u00fcberm\u00fctiger als die andern mit den B\u00fcrgern verfuhr, und feindliche Gesinnung gegen die j\u00fcdischen B\u00fcrger hatte.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Auch sandte er den ruchlosen Apollonios mit einem Heere von zwei und zwanzigtausend Mann, indem er ihm befahl, alle von erwachsenem Alter zu t\u00f6ten, die Frauen und Kinder aber zu verkaufen. .<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Als dieser nach Jerusalem kam, heuchelte er Frieden, und war still bis zum heiligen Tage des Schabbats; und da er sah, dass die Juden Ruhe hielten, befahl er seinen Leuten, eine Waffen\u00fcbung zu halten.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Alle nun, die herauskamen zu diesem Schauspiel, lie\u00df er t\u00f6ten, drang mit den Bewaffneten in die Stadt, und mordete viel Volk.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Juda, der Makkab\u00e4er, der zehnte seines Geschlechts, war in die W\u00fcste gezogen, und lebte nach der Tiere Weise mit den Seinigen in den Bergen, und ern\u00e4hrte sich von Kr\u00e4utern, um nicht der Befleckung teilhaft zu werden.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-6\">Kapitel 6<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Nach nicht langer Zeit schickte der K\u00f6nig einen alten Athener, um die Juden zu zwingen, die v\u00e4terlichen Gesetze zu verlassen, und den Gesetzen ihres Gottes nicht mehr anzuh\u00e4ngen;<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Auch den Tempel in Jerusalem zu entweihen, und ihn nach Zeus, dem Olympier, zu benennen, und den in Garizin (wie denn die Bewohner dieses Ortes Fremde waren) nach Zeus, dem Gastlichen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Schwer war selbst den V\u00f6lkern und schrecklich die \u00dcberhandnahme der Bosheit.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Denn der Tempel war angef\u00fcllt mit \u00dcppigkeit und Ausschweifung von den Heiden, welche mit den Buhlerinnen buhlten, und in den heiligen Vorh\u00f6fen sich mit den Weibern vermischten, und allerlei, was nicht hingeh\u00f6rte, hineinbrachten.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Der Altar wurde mit dem im Gesetz Verbotenen, Ungeweihten gef\u00fcllt.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Man durfte weder Schabbat halten, noch die v\u00e4terlichen Feste beobachten, nicht einmal sich als einen Juden bekennen.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Sie wurden mit bitterem Zwange am Geburtstag des K\u00f6nigs jeden Monat zum Opfern gef\u00fchrt. Als das Fest des Dionysos gefeiert wurde, zwang man die Juden, mit Efeukr\u00e4nzen dem Dionysos Festz\u00fcge zu halten.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Auch erging ein Befehl an die benachbarten hellenischen St\u00e4dte, indem die Ptolem\u00e4er dasselbe Verfahren gegen die Juden beobachteten, das Fest zu feiern und zu opfern.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Die aber die hellenischen Sitten anzunehmen nicht geneigt w\u00fcrden, solle man t\u00f6ten. Da war also gr\u00f6\u00dfer Jammer zu schauen.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Zwei Frauen n\u00e4mlich wurden abgef\u00fchrt, weil sie ihre Kinder beschnitten hatten; diesen wurden die Kinder an die Br\u00fcste geh\u00e4ngt, und nachdem man sie \u00f6ffentlich herumgef\u00fchrt, wurden sie von der Mauer herabgest\u00fcrzt.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Andere fl\u00fcchteten in nahegelegene H\u00f6hlen, um im Geheimen den Schabbat zu feiern; als sie aber dem Philippos verraten worden, wurden sie zusammen verbrannt, weil sie es f\u00fcr unrecht hielten, sich zu verteidigen, der Heiligkeit des Tages wegen.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Ich ermahne aber diejenigen, denen dies Buch in die H\u00e4nde f\u00e4llt, sich nicht beugen zu lassen durch diese Ereignisse, sondern zu denken, dass die Strafen nicht zum Verderben, sondern zur Zucht unseres Volkes dienen sollen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Dass man den S\u00fcndern nicht viele Zeit l\u00e4sst, sondern schnell mit den Strafen einschreitet, ist ein Zeichen gro\u00dfer Gnade.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Denn nicht, wie gegen andere V\u00f6lker der Herr sich langm\u00fctig erweist, und sie erst, wenn sie das Ma\u00df der S\u00fcnden vollgemacht, bestraft, hat er beschlossen, dass es auch mit uns so sei,<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Dass er uns nicht, wenn wir zur h\u00f6chsten Spitze unserer S\u00fcnden gelangt seien, dann erst am Ende bestrafe.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Daher entzieht er uns nie sein Erbarmen; durch Leiden z\u00fcchtigt er sein Volk, aber er verwirft es nichts<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Dies sei uns nur zur Erinnerung gesagt; nach diesen wenigen Worten wollen wir wieder zur Erz\u00e4hlung kommen.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Ein gewisser Eleazar, von den angesehensten Schriftgelehrten, ein Mann, schon im Alter vorger\u00fcckt und von sehr sch\u00f6nem Aussehen, sollte, indem man ihm den Mund aufsperrte, gezwungen Schweinefleisch essen.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Dieser aber zog einen ruhmvollen Tod einem frevelhaften Leben vor, schritt freiwillig zur Folter hin, und spie aus \u2014<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Nach Art derer, welche standhaft leiden \u2014 was selbst aus Liebe zum Leben nicht recht ist zu essen.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Die aber, welche \u00fcber das gesetzwidrige Opfer gesetzt waren, und welche den Mann von alten Zeiten her kannten, nahmen ihn bei Seite und ermahnten ihn, sich von ihm selbst zubereitetes Fleisch, das er essen d\u00fcrfe, zu bringen, und sich zu stellen, als wenn er nach dem Befehl des K\u00f6nigs von dem Opferfleisch \u00e4\u00dfe,<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Damit er, wenn er so t\u00e4te, vom Tode befreit w\u00fcrde, und wegen der alten Bekanntschaft mit ihnen Gnade f\u00e4nde.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Er aber zeigte seine edle Denkungsart, w\u00fcrdig seines Alters und des Ansehens seines Greisentums und seines gl\u00e4nzenden wei\u00dfen Haares und der Fr\u00f6mmigkeit von Jugend an, mehr noch des heiligen, von Gott stammenden Gesetzes, und erkl\u00e4rte sofort, und sagte schnell, dass er in den Tod gehen wolle.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Denn es ziemt nicht unserem Alter, zu heucheln, damit nicht Viele der J\u00fcngeren, wenn sie glauben, dass der neunzigj\u00e4hrige Eleazar zum Heidentum \u00fcbergegangen sei,<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Selbst durch meine Verstellung und wegen meines kurzen und winzigen Lebens durch mich irregeleitet w\u00fcrden, so dass ich meinem Alter Schimpf und Schande bereite.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Denn wenn ich auch jetzt von der menschlichen Strafe befreit werde, so kann ich doch den H\u00e4nden des Allm\u00e4chtigen weder im Leben, noch im Tode entgehen.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Daher will ich jetzt mannhaft aus dem Leben gehen, und meines Alters w\u00fcrdig erscheinen.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Indem ich den J\u00fcngeren ein edles Beispiel zur\u00fccklasse, wie man mutig und edel f\u00fcr die erhabenen und heiligen Gesetze den Tod erleidet. Als er dies gesagt, ging er sogleich zur Folter hin.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Da verkehrten diejenigen, die ihn f\u00fchrten, das kurz vorher bewiesene Wohlwollen gegen ihn in Grausamkeit, von wegen der gehaltenen Reden, die sie f\u00fcr Torheit hielten.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Als er nun unter ihren Schl\u00e4gen sterben wollte, seufzte er auf und sprach: Dem Herrn, dem Allwissenden, ist es offenbar, dass ich, obgleich ich mich h\u00e4tte vom Tode befreien k\u00f6nnen, schwere Schmerzen an meinem K\u00f6rper, der gegei\u00dfelt wird, ertrage, aber in meiner Seele gern aus Furcht vor ihm dieses leide.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> So starb dieser nun auf solche Weise, nicht blo\u00df den J\u00fcnglingen, sondern auch den meisten der Heiden in seinem Tode ein Beispiel edler Gesinnung und ein Denkmal der Tugend hinterlassend.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-7\">Kapitel 7<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Es ereignete sich auch, dass sieben Br\u00fcder samt ihrer Mutter ergriffen wurden, und vom K\u00f6nige gezwungen werden sollten, Schweinefleisch zu essen, indem sie mit Gei\u00dfeln und Riemen geschlagen wurden.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Da ergriff einer von ihnen das Wort und sprach so: Was willst Du uns denn fragen und von uns erfahren? Wir sind bereit, lieber zu sterben, als die v\u00e4terlichen Gesetze zu \u00fcbertreten.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Da geriet der K\u00f6nig in Zorn und befahl, Kessel und Becken gl\u00fchend zu machen.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Als sie nun gl\u00fchten, befahl er sogleich, dem Wortf\u00fchrer die Zunge auszuschneiden, ihm die Haut abzuziehen, und die Glieder ab &#8211; zuhauen vor den Augen der \u00fcbrigen Br\u00fcder und der Mutter.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Als er nun g\u00e4nzlich verst\u00fcmmelt war, befahl er, ihn lebendig in \u2019 s Feuer zu werfen und zu braten; als nun der Rauch aus dem Kessel aufwirbelte, ermahnten sie einander samt der Mutter, edel zu sterben, indem sie sagten:<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Gott, der Herr, sieht es, und tr\u00f6stet uns mit seinen wahrhaften Reden, wie Moses in seinem \u00f6ffentlichen Zeugnis ablegenden Ges\u00e4nge es klar ausspricht: Und seine Knechte wird er tr\u00f6sten.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Als nun der erste auf diese Weise gestorben war, f\u00fchrten sie den zweiten zu der Marter, und indem sie ihm die Kopfhaut samt den Haaren abzogen, fragten sie ihn, ob er essen wolle, bevor der K\u00f6rper gliedweise gemartert w\u00fcrde.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Er aber antwortete in der v\u00e4terlichen Sprache: Nein! Daher wurde auch dieser gepeinigt wie der erste.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Als er seinen Geist aushauchte, sprach er: Du Misset\u00e4ter nimmst uns zwar gegenw\u00e4rtig das Leben. Aber der K\u00f6nig der Welt wird uns, die wir f\u00fcr seine Gesetze sterben, zur ewigen Wiederbelebung erwecken.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Nach diesem wurde der dritte gepeinigt, und da man ihm die Zunge abforderte, so reichte, er sie schnell hin und streckte auch die H\u00e4nde willig entgegen,<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Und sprach edelm\u00fctig: Vom Himmel habe ich diese erhalten, und f\u00fcr seine Gesetze gebe ich sie hin, und durch ihn hoffe ich, sie wieder zu erlangen.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> So dass selbst der K\u00f6nig und seine Begleiter \u00fcber den Mut des J\u00fcnglings erstaunten, dass er f\u00fcr nichts die Schmerzen achtete.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Nachdem dieser geendet, peinigten und marterten sie auch den vierten in derselben Weise.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Und da er dem Tode nahe war, sprach er so: Es ist sch\u00f6n, wenn man durch Menschen stirbt, die Hoffnung, von Gott selbst wieder erweckt zu werden, zu hegen; Dir aber wird Auferstehung nicht zu Theil.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Demn\u00e4chst f\u00fchrten sie den f\u00fcnften herzu und marterten ihn.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Dieser blickte ihn an und sagte: Da Du Macht unter den Menschen hast, obgleich Du verg\u00e4nglich bist, so tust Du, was Du willst; glaube aber nicht, dass unser Geschlecht von Gott verlassen werde.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Warte nur, so wirst Du schauen seine Macht, wie er Dich und Deinen Samen z\u00fcchtigen wird.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Nach diesem f\u00fchrten sie den sechsten herbei, und da er sterben wollte, sagte er: W\u00e4hne nicht Falsches, wir leiden Alles durch uns selbst, da wir gegen den eigenen Gott ges\u00fcndigt, und darum geschehen diese verwunderlichen Dinge.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Glaube aber nicht, ungestraft zu bleiben, da Du es versucht, wider Gott zu streiten.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Vorz\u00fcglich aber war die Mutter bewundernswert und r\u00fchmlichen Andenkens w\u00fcrdig, da sie sieben S\u00f6hne an einem Tage umkommen sah, und es mutig ertrug in der Hoffnung auf den Herrn.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Einen jeden von ihnen ermahnte sie in der v\u00e4terlichen Sprache voll edler Gesinnung, und die weibliche Denkart mit m\u00e4nnlichem Mut st\u00e4rkend, sprach sie zu ihnen:<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Ich wei\u00df nicht, wie ihr in meinem Scho\u00dfe euch gebildet habt; nicht ich habe euch den Atem und das Leben geschenkt, nicht ich habe die Bestandteile eines jeden berechnet.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Demnach wird der Sch\u00f6pfer der Welt, der den Menschen in seiner Entstehung bildet, und die Entstehung Aller bestimmt, euch auch den Atem und das Leben in Erbarmen wiedergeben, wie ihr dieselben jetzt um seiner Gesetze willen verliert.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Antiochos aber, welcher meinte, verspottet zu werden und ihre Rede f\u00fcr eine Beschimpfung ansah, ermahnte den J\u00fcngsten, der noch da war, nicht blo\u00df mit Worten, sondern versicherte ihm eidlich, dass er ihn zugleich reich und gl\u00fccklich machen wolle, wenn er von den v\u00e4terlichen Gesetzen abfiele, und dass er ihn f\u00fcr einen Freund halten und f\u00fcr seinen Bedarf sorgen wolle.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Da der J\u00fcngling aber durchaus nicht darauf achtete, rief der K\u00f6nig die Mutter herbei, und ermahnte sie, dem Kinde zum Heil zu raten.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Nachdem er sie lange ermahnt hatte, \u00fcbernahm sie es, den Sohn zu bereden.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Sie beugte sich zu ihm nieder und verspottete den grausen W\u00fcterich, und sprach so in v\u00e4terlicher Zunge: Sohn, erbarme dich meiner, die ich dich neun Monate in meinem Leibe getragen, und dich drei Jahre ges\u00e4ugt und dich ern\u00e4hrt, und bis zu diesem Alter auf &#8211; erzogen und dich versorgt habe.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Ich bitte dich, Kind, schaue zum Himmel und zur Erde, sieh alles was in ihnen ist, bedenke, dass Gott sie aus Nichts geschaffen, und dass auch das Menschengeschlecht so entstanden ist.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> F\u00fcrchte nicht diesen Henker, sondern w\u00fcrdig deiner Br\u00fcder gehe in den Tod, damit ich in Erbarmen mit deinen Br\u00fcdern auch dich erlange.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> W\u00e4hrend sie noch also sprach, sagte der J\u00fcngling: Was wartet ihr? Ich h\u00f6re nicht auf den Befehl des K\u00f6nigs; ich h\u00f6re auf das Gebot des Gesetzes, das unseren V\u00e4tern durch Moses gegeben worden.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Du aber, Urheber aller Leiden der Hebr\u00e4er, wirst nicht den H\u00e4nden Gottes entgehen.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Wir leiden der eigenen S\u00fcnden willen.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> Wenn aber, um uns zu strafen und uns zu z\u00fcchtigen, der lebendige Herr auf kurze Zeit uns z\u00fcrnt, so wird er sich auch wieder gegen seine Knechte bes\u00e4nftigen.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Du aber, Ruchloser und Abscheulichster aller Menschen, \u00fcberhebe dich nicht in deinem Wahne, gebl\u00e4ht von eitlen Hoffnungen, dass du gegen seine Knechte die H\u00e4nde erhebest.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> Denn noch bist du nicht dem Urteil des allm\u00e4chtigen und allsehenden Gottes entgangen.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> Denn unsere Br\u00fcder, nachdem sie eine kurze Qual erduldet, genie\u00dfen jetzt nach der Verhei\u00dfung Gottes eines ewigen Lebens; du aber wirst nach Gottes Gericht die gerechte Strafe f\u00fcr deinen HochMut erleiden.<\/p>\n<p><sup>37.<\/sup> Ich aber gebe gleich meinen Br\u00fcdern Leib und Leben f\u00fcr die v\u00e4terlichen Gesetze dahin, indem ich zu Gott flehe, dass er sich des Volkes bald erbarme, und du durch Pein und Marter gezwungen anerkennest, dass er allein Gott ist,<\/p>\n<p><sup>38.<\/sup> Und dass bei mir und meinen Br\u00fcdern der Zorn des Allm\u00e4chtigen \u00fcber unser ganzes Geschlecht einhalte.<\/p>\n<p><sup>39.<\/sup> Da nun der K\u00f6nig sehr zornig geworden, verfuhr er mit diesem noch schlimmer als mit dem Andern, da er \u00fcber den Spott sehr ergrimmt war.<\/p>\n<p><sup>40.<\/sup> So endete dieser in Reinheit sein Leben, vollst\u00e4ndig auf den Herrn vertrauend.<\/p>\n<p><sup>41.<\/sup> Zuletzt von allen S\u00f6hnen starb die Mutter.<\/p>\n<p><sup>42.<\/sup> Das nun sei von den Heidenopfern und den au\u00dferordentlichen Martern erz\u00e4hlt.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-8\">Kapitel 8<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Juda aber, der Makkab\u00e4er, und seine Begleiter gingen heimlich in die D\u00f6rfer, ermahnten ihre Stammesgenoffen, und nahmen die im Judentum Verbliebenen mit sich, gegen sechstausend.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Und sie flehten den Herrn an, dass er sich des von Allen zertretenen Volkes annehme, und dass er sich des von gottlosen Menschen entweihten Tempels erbarme.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Dass er sich auch erbarme der zerst\u00f6rten Stadt, die fast dem Erdboden gleich gemacht, und dass er das zu ihm schreiende Blut erh\u00f6re.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Dass er gedenke des frevelhaften Mordes schuldloser Kinder, und die gegen seinen Namen erhobenen L\u00e4sterungen bestrafe.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Da nun der Makkab\u00e4er eine Schar um sich gesammelt hatte, war er den Heiden unwiderstehlich, da der Zorn des Herrn sich in Mitleid gewandelt.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> St\u00e4dte und D\u00f6rfer \u00fcberfiel er unversehens und z\u00fcndete sie an, und paffende Gelegenheiten ausw\u00e4hlend besiegte er nicht wenige Feinde, und jagte sie in die Flucht.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Besonders nahm er die N\u00e4chte zu solchen, \u00dcberf\u00e4llen zu H\u00fclfe, und der Ruf seiner Tapferkeit verbreitete sich nach allen Seiten.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Da nun Philippos sah, dass der Mann in kurzer Zeit solche Fortschritte gemacht, und in seinem Gl\u00fcck immer vorw\u00e4rtsschreite, so schrieb er an Ptolemaios, Obersten im Hohlen Syrier und Ph\u00f6nizien, dass er der Sache des K\u00f6nigs zu H\u00fclfe komme.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Dieser erw\u00e4hlte sofort den Nikanor, Sohn des Patroklos, einen seiner ersten Freunde, \u00fcbergab ihm von verschiedenen V\u00f6lkern nicht weniger als zwanzigtausend Mann und trug ihm auf, das ganze Geschlecht der Juden auszurotten; er gesellte ihm den Gorgias bei, einen des Kriegswesens sehr kundigen Obersten.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Nikanor versprach, den Tribut von zweitausend Talenten, welchen der K\u00f6nig den R\u00f6mern schuldete, aus den gefangenen Juden zusammenzubringen.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Schnell schickte er nach den St\u00e4dten am Meer und lud sie ein zum Einkauf j\u00fcdischer Sklaven, indem er versprach, neunzig Sklaven f\u00fcr ein Talent zu liefern. Aber er erwartete nicht die Strafe, die ihm vom Allm\u00e4chtigen bevorstand.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Juda erfuhr von dem Anmarsche des Nikanor, und als er seinen Begleitern die Ankunft des Lagers mittheilte,<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Flohen die Feigen und die an Gottes Gericht nicht glaubten, und machten sich davon.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Manche verkauften Alles, was ihnen geblieben, und flehten zugleich zu Gott, sie zu retten, da sie der gottlose Nikanor schon verkauft, bevor er sie noch erlangt;<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Und wenn nicht ihretwegen, so doch wegen des Bundes mit den V\u00e4tern, und weil sein erhabener und herrlicher Name \u00fcber ihnen genannt sei.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Nun versammelte der Makkab\u00e4er die Seinigen, sechstausend an der Zahl, und ermahnte sie, nicht zu zagen vor den Feinden, und sich nicht vor der Menge derer, die ungerecht gegen sie heranz\u00f6gen, zu scheuen, sondern tapfer zu k\u00e4mpfen,<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Indem sie vor Augen h\u00e4tten den ungerechterweise gegen den heiligen Ort ver\u00fcbten Hochmut und die Qualen der geplagten Stadt, endlich auch die Aufl\u00f6sung der alten Verfassung.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Jene, sagte er, verlassen sich auf Waffen und Gewalt, wir aber auf den allm\u00e4chtigen Gott, der im Stande ist, die gegen uns Heranziehenden und die ganze Welt mit einem Hauch niederzuwerfen.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Er erinnerte sie auch an die H\u00fclse, die ihren Vorv\u00e4tern zu Theil geworden, wie gegen Sennachereim, da hundert und f\u00fcnf und achtzig tausend Mann umkamen.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Und an die bei Babylon gelieferte Schlacht gegen die Galater, wie im Ganzen achttausend Mann mit viertausend Makedonen in T\u00e4tigkeit kamen, und wie, da die Makedonen in Verwirrung gerieten, die achttausend durch die ihnen vom Himmel gewordene H\u00fclfe die hundert und zwanzig tausend schlugen und viele Beute machten.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> So machte er sie mutig und bereit f\u00fcr die Gesetze und das Vaterland zu sterben; dann teilte er sein Heer in vier Theile.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Seine Br\u00fcder stellte er an die Spitze der einzelnen Abtheilungen, n\u00e4mlich Simon und Joseph und Jonathan, und \u00fcbergab jedem tausend und f\u00fcnfhundert Mann.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Ferner stellte er den Eleazar an. Dann las er aus der heiligen Schrift vor, gab das Versprechen g\u00f6ttlicher H\u00fclfe, und r\u00fcckte an der Spitze der ersten Abtheilung selbst gegen Nikanor vor.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Da ihnen der Allm\u00e4chtige beistand, so hieben sie von den Feinden mehr als neuntausend nieder, verwundeten und verst\u00fcmmelten den gr\u00f6\u00dften Theil des Heeres Nikanors, und zwangen sie s\u00e4mtlich zur Flucht.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Die Sch\u00e4tze derer aber, die zum Einkauf gekommen waren, nahmen sie sich; verfolgten jene weithin und lie\u00dfen nur nach, als ihnen die Zeit mangelte.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Denn es war der Tag vor dem Schabbat, aus welcher Ursache sie nicht fortfuhren, ihnen nachzujagen.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Nachdem sie noch Waffen gesammelt und den Feinden die R\u00fcstungen abgenommen, begingen sie den Schabbat und priesen und lobten gar sehr den Herrn, der sie an diesem Tage gerettet, und wieder angefangen hatte, sich ihrer zu erbarmen.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Nach dem Schabbat gaben sie den Leidenden und den Witwen und den Waisen einen Antheil an der Beute, das \u00dcbrige verteilten sie unter sich und ihre Kinder.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Nachdem sie dies vollbracht, stellten sie ein gemeinschaftliches Gebet an und flehten den Herrn um sein Erbarmen an, dass er sich g\u00e4nzlich mit seinen Knechten vers\u00f6hnen m\u00f6ge.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Als hierauf Timotheos und Bacchides zusammen sie angriffen, t\u00f6teten sie mehr als zwanzigtausend von ihnen und bem\u00e4chtigten sich der starken Festungen; die gro\u00dfe Beute verteilten sie zu gleichen Theilen unter sich und die Leidenden und Waisen und Witwen; auch den Alten teilten sie mit.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Nachdem sie noch Waffen gesammelt, legten sie Alles sorgsam an paffende Oerter, die \u00fcbrigen R\u00fcstungen brachten sie nach Jerusalem.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Den Anf\u00fchrer der Leute des Timotheos hatten sie auch get\u00f6tet, einen sehr gottlosen Mann, der den Juden viel Leid zugef\u00fcgt.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> Nun begingen sie das Siegessest in der! Vaterstadt; den Kallisthenes und einige andere, welche die heiligen Tore in Brand gesteckt, und nun in ein Haus geflohen waren, verbrannten sie, so dass sie den verdienten Lohn ihrer Gottlosigkeit erhielten.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Der ruchlose Nikanor aber, der tausend Kaufleute zum Ankauf der Juden herbeigebracht,<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> kam, ggedem\u00fctigt von denen, die er so gering gesch\u00e4tzt, mit H\u00fclse des Herrn, nachdem er sein Prachtkleid abgelegt, mittendurch das Land, nach Art eines Fl\u00fcchtlings, einsam nach Antiochien, au\u00dferordentlich niedergeschlagen \u00fcber den Verlust seines Heeres.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> Und er, der sich vorgenommen, den Tribut au die R\u00f6mer von den Gefangenen in Jerusalem abzutragen, meldete, dass die Juden einen hilfreichen Gott h\u00e4tten, und dass auf diese Weise die Juden unverwundbar seien, weil sie den ihnen anbefohlenen Gesetzen folgten.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-9\">Kapitel 9<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Um jene Zeit begab es sich, dass Antiochos aus eine unr\u00fchmliche Weise aus den Ortschaften in Persien zur\u00fcckkehrte.,<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Er war n\u00e4mlich bis Persepolis eingedrungen, und bestrebte sich, den Tempel zu berauben und die Stadt einzunehmen. Dar\u00fcber lief das Volk zusammen und griff zu den Waffen, und es begab sich, dass Antiochos, von den Einwohnern geschlagen, einen schimpflichen R\u00fcckzug antrat. .<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Da er nun bei Ekbatana war, erfuhr er, wie es dem Nikanor und dem Timotheos ergangen.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Erz\u00fcrnt im Gem\u00fcte, meinte er, sich f\u00fcr die Schlechtigkeit derer, die ihn in die Flucht geschlagen, an den Juden zu r\u00e4chen; daher befahl er dem Wagenlenker sofort weiterzufahren und die Fahrt zu beeilen, w\u00e4hrend doch die Strafe des Himmels schon nahe war. Denn so sprach er in seinem HochMut: Zum Begr\u00e4bnisplatz der Juden will ich Jerusalem machen, wenn ich dort angelangt bin.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Aber der allm\u00e4chtige Herr, der Gott Israels, schlug ihn mit unheilbarer und unsichtbarer Plage; kaum hatte er seine Rede beendet, ergriff ihn ein unertr\u00e4glicher Schmerz der Eingeweide und heftige Leiden im Innern.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Ganz gerecht, da er durch viele und au\u00dfergew\u00f6hnliche Leiden die Eingeweide Anderer gequ\u00e4lt.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Noch immer lie\u00df er nicht von seinem HochMut ab; noch war er voll \u00dcbermutes, Feuer schnaubend im Zorn gegen die Juden und befahl die Reise zu beschleunigen. Da begab es sich, dass er vom Wagen st\u00fcrzte, der rasch dahin fuhr, und dass er durch den schweren Fall sich alle Glieder im Leibe verrenkte.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Er, der eben sich vermessen, den Wogen des Meeres zu befehlen aus \u00fcbermenschlichem Stolz, und mit der Wage die H\u00f6hen der Berge zu messen, lag jetzt auf der Erde, und wurde aus einer Bahre getragen, und zeigte offenbar Allen die Macht Gottes.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Aus dem Leibe des Gottlosen wuchsen sogar W\u00fcrmer hervor, und w\u00e4hrend er noch lebte, fiel ihm unter Schmerzen und Qualen das Fleisch ab; von seinem Geruch aber wurde das ganze Lager mit Gestank bel\u00e4stigt.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Und ihn, der kurz vorher die Himmelssterne zu ber\u00fchren sich verma\u00df, konnte jetzt Niemand tragen, wegen der unertr\u00e4glichen Widrigkeit seines Geruchs.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Hier fing nun sein gro\u00dfer \u00dcbermut in seinem Leiden nachzulasten, und er kam zu der Erkenntnis, dass er durch g\u00f6ttliche Strafe von den jeden Augenblick wachsenden Schmerzen heimgesucht werde.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Da er nun selbst seinen eigenen Geruch nicht ertragen konnte, so dachte er, es sei recht, sich Gott zu unterwerfen, und da man ein Sterblicher sei, sich im HochMut nicht Gott gleich zu achten.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Nun betete der Ruchlose zu dem Herrn, der sich seiner nicht mehr erbarmen sollte, und sprach:<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Die heilige Stadt, welche er geeilt, dem Felde gleich und zu einem Begr\u00e4bnisplatz zu machen, wolle er f\u00fcr frei erkl\u00e4ren,<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Die Juden, welche er nicht einmal w\u00fcrdig hielt begraben, sondern von Raubv\u00f6geln gefressen und mit ihren Kindern den Tieren vorgeworfen zu werden, wolle er alle den Athenern gleichstellen.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Den heiligen Tempel, den er fr\u00fcher beraubt, wolle er mit den sch\u00f6nsten Gaben schm\u00fccken, und die heiligen Ger\u00e4te vielfach erstatten, und die zu den Opfern n\u00f6tigen Kosten aus seinen eigenen Eink\u00fcnften bestreiten.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Au\u00dferdem wolle er auch Jude werden und an jedem bewohnten Orte die Macht Gottes verk\u00fcnden.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Da aber die Schmerzen nicht nachlie\u00dfen \u2014 denn es kam \u00fcber ihn das gerechte Urteil Gottes \u2014 so schrieb er, an sich verzweifelnd, diesen Brief an Stelle einer Abbitte folgenden Inhalts:<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Den Juden, den braven B\u00fcrgern, w\u00fcnscht viel Heil und Gesundheit und Gl\u00fcck der K\u00f6nig und F\u00fchrer Antiochos.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Wenn ihr wohl seid und die Kinder, und Alles euch nach Wunsch geht, so gelobe ich Gott den gr\u00f6\u00dften Dank, indem ich auf den Himmel meine Hoffnung setze.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Ich nun liege krank danieder und erinnere mich in Liebe eurer Verehrung und eures Wohlwollens gegen mich. Da ich auf der R\u00fcckkehr aus den persischen Gegenden krank geworden und schwer darnieder liege, so habe ich es f\u00fcr notwendig gehalten, an die gemeinschaftliche Sicherheit Aller zu denken.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Zwar gebe ich mich noch nicht auf, sondern habe viele Hoffnung, der Krankheit zu entgehen.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Da ich aber sehe, dass auch mein Vater in den Zeiten, als er nach den oberen Gegenden zog, einen Nachfolger bezeichnete,<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Damit, wenn etwas Unerwartetes sich beg\u00e4be, oder etwas Ungl\u00fcckliches gemeldet w\u00fcrde, die Bewohner des Landes w\u00fcssten, wem die Nachfolge zugefallen sei, und nicht in Verwirrung gerieten.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Au\u00dferdem bemerkend, dass die angrenzenden Herrscher und Nachbarn des K\u00f6nigreichs die gelegene Zeit abwarten, um den Ausgang zu betrachten, so habe ich meinen Sohn Antiochos zum K\u00f6nig bestimmt, den ich schon oft, wenn ich nach oberen Statthalterschaften zog,, \u00fcber die Meisten von euch gesetzt und empfohlen habe. An ihn habe ich den beifolgenden Brief geschrieben.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Ich ermahne euch \u2019 also und bitte euch, eingedenk der Wohltaten im Allgemeinen und gegen Jeden insbesondere, das Wohlwollen gegen mich und meinen Sohn zu erhalten;<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Denn ich vertraue, dass er in G\u00fcte und Menschenfreundlichkeit meine Vorg\u00e4nge folgen und eure Zufriedenheit erlangen wird.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> So endete dieser M\u00f6rder und Gottesl\u00e4sterer sein Leben, nachdem er Schreckliches gelitten, wie er es Anderen zugef\u00fcgt, im fremden Lande im Gebirge auf eine kl\u00e4gliche Weise.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Philippos, sein Jugendfreund, begrub seinen Leichnam und begab sich dann aus Furcht vor dem Sohne des Antiochos zum Ptolemaios Philometor nach \u00c4gypten.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-10\">Kapitel 10<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Der Makkab\u00e4er nun und die Seinigen nahmen unter dem Beist\u00e4nde Gottes den Tempel und die Stadt wieder ein,<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Rissen die auf dem Markte von den Heiden errichteten Alt\u00e4re und die G\u00f6tzentempel nieder,<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Und machten, nachdem sie den Tempel gereinigt, einen anderen Altar, schlugen Feuer aus Steinen, und indem sie dies nahmen, brachten sie Opfer nach einem Zeitraum von zwei Jahren, und stellten R\u00e4ucherwerk und Leuchter und Schaubrode hin.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Nachdem sie dies getan, warfen sie sich auf ihr Angesicht und beteten zum Herrn, dass sie nie wieder in solches Ungl\u00fcck geraten m\u00f6chten, sondern, wenn sie gefehlt, mit Milde von ihm gestraft, und nicht gottesl\u00e4sterlichen und rohen Heiden \u00fcberliefert w\u00fcrden.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Es traf sich nun, dass an demselben Tage, an welchem der Tempel von den Heiden entweiht worden, auch die Reinigung geschah am f\u00fcnf und zwanzigsten desselben Monats, n\u00e4mlich des Kislew.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Und mit Freude feierten sie acht Tage nach der Weise des H\u00fcttenfestes, indem sie sich erinnerten, dass sie vor kurzer Zeit das Fest der H\u00fctten in den Gebirgen und in H\u00f6hlen unter wilden Tieren gefeiert.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> So trugen sie Epheust\u00e4be und bl\u00fchende Zweige und Palmen und lobten denjenigen, der es hatte gelingen lasten, dass sein Ort wieder gereinigt w\u00fcrde.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Auch setzten sie durch gemeinsamen Beschluss und Anordnung fest, dass das ganze Volk der Juden j\u00e4hrlich diese Tage feiere.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Mit dem Ende des Epiphanes zubenannten Antiochos verhielt es sich nun, wie gesagt.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Nun wollen wir darstellen, was sich unter Antiochos Eupator, Sohn des Gottlosen, zugetragen, indem wir die Leiden des Krieges in K\u00fcrze zusammenziehen.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Als dieser n\u00e4mlich die Regierung \u00fcbernommen, \u00fcbergab er die Verwaltung einem gewissen Lysias, dem obersten Befehlshaber des Hohlen Syriens und Ph\u00f6niziens.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Denn Ptolemaios, genannt Makron, hielt es f\u00fcr angemessen, gegen die Juden, denen so gro\u00dfe Ungerechtigkeit geschehen, gerecht zu verfahren und versuchte, die Sache friedlich beizulegen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Deshalb ward er bei Eupator von besten Freunden angeklagt, und da er \u00fcberall als Verr\u00e4ther bezeichnet wurde, weil er das ihm von Philometor anvertraute Kypros verlassen und zu Antiochos \u00fcbergegangen, so nahm er, da er kein edles Dasein fuhren konnte, aus Verzweiflung Gift, und endete so sein Leben.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Gorgias, der nun Befehlshaber jener Gegenden wurde, warb fremde Truppen an und r\u00fcstete sich auf alle Weise zum Kriege gegen die Juden.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Zugleich mit ihm beraubten die Jdum\u00e4er, welche Herren gutgelegener Festungen waren, die Juden, und, indem sie die aus Jerusalem Vertriebenen aufnahmen, versuchten sie, Krieg zu r\u00fcsten.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Aber die Leute des Makkab\u00e4ers hielten einen Gottesdienst, baten Gott, ihnen zur H\u00fclfe zu sein, und griffen die Festungen der Jdum\u00e4er an.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Da sie mutig auf sie losgegangen waren, bem\u00e4chtigten sie sich dieser Ortschaften, t\u00f6teten Alle, die auf der Mauer stritten, erschlugen Alle, die ihnen in den Weg kamen, und brachten nicht weniger als zwanzigtausend um.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Neuntausend flohen in zwei sehr feste T\u00fcrme, die mit Allem, was zur Belagerung geh\u00f6rte, wohl versehen waren.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Der Makkab\u00e4er selbst zog an die n\u00f6tigsten Orte, indem er Simon und Joseph nebst: Zachaios mit hinl\u00e4nglichen Leuten zu Belagerung dieser (Orte) zur\u00fccklie\u00df<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Die Leute des Simon aber, die geldgeizig waren, lie\u00dfen sich von denen in den T\u00fcrmen mit Geld bestechen; da sie siebzigtausend Drachmen bekamen, so lie\u00dfen sie einige entrinnen.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Als das Geschehene dem Makkab\u00e4er gemeldet wurde, rief er die F\u00fchrer des Volkes und klagte sie an, dass sie f\u00fcr Geld die Br\u00fcder verkauften und die Feinde gegen sie loslie\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Diese als Verr\u00e4ter lie\u00df er t\u00f6ten und bem\u00e4chtigte sich bald der beiden T\u00fcrme.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Und da die Waffen in seiner Hand \u00fcberall einen gl\u00fccklichen Fortgang hatten, so t\u00f6tete er in der: beiden Festungen mehr als zwanzigtausend.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Timotheos aber, der fr\u00fcher von den Juden besiegt worden, brachte eine gro\u00dfe Streitmacht aus fremden Truppen, brachte auch nicht weniger Reiter Asiens zusammen, und erschien, um Jud\u00e4a zu unterwerfen.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Bei seiner Ann\u00e4herung wendeten sich die Leute des Makkab\u00e4ers mit Gebet an Gott, indem sie die H\u00e4upter mit Erde bestreuten und ihre Lenden mit Sack umg\u00fcrteten.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Und vor dem Fu\u00dfe des Altars niederfallend baten sie ihn, dass er ihnen gn\u00e4dig sei, ihre Feinde anfeinde und ihren Gegnern entgegen sein m\u00f6ge, wie das Gesetz verhei\u00dfe.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Nach Verrichtung des Gebetes ergriffen sie die Waffen und marschierten weit aus der Stadt hinaus; als sie dem Feind nahe gekommen waren, hielten sie an.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Als der Morgen anbrach, trafen sie von beiden Seiten zusammen, die eine als B\u00fcrgschaft des Gl\u00fcckes und Sieges neben der Tapferkeit das Vertrauen auf Gott habend, die anderen als F\u00fchrer im Kampfe dem Zorne folgend.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Da nun ein hitziger Kampf entstand, erschienen den Gegnern vom Himmel her f\u00fcnf pr\u00e4chtige M\u00e4nner auf goldgez\u00e4umten Pferden; zwei von ihnen stellten sich an die Spitze der Juden.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Sie nahmen den Makkab\u00e4er in die Mitte und mit ihren R\u00fcstungen ihn bedeckend, sch\u00fctzten sie ihn vor Wunden, schleuderten aber gegen die Feinde Geschosse und Blitze, so dass sie geblendet, verwirrt und voller Best\u00fcrzung geschlagen wurden.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Es fielen zwanzigtausend f\u00fcnfhundert zu Fu\u00df und sechshundert Reiter.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Timotheos selbst floh in eine Feste, genannt Gazara, die sehr verwahrt war, und unter dem Befehl des Eh\u00e4reas stand.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> Der Makkab\u00e4er aber und die Seinigen belagerten sofort die Feste vier Tage lang.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Die in der Feste, vertrauend auf die Festigkeit des Ortes, l\u00e4sterten gar sehr und stie\u00dfen sch\u00e4ndliche Reden aus.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> Als der f\u00fcnfte Tag anbrach, st\u00fcrzten sich zwanzig J\u00fcnglinge von den Begleitern des Makkab\u00e4ers, zornentbrannt wegen der L\u00e4sterungen, auf die Mauer und schlugen mit m\u00e4nnlichem Mut in grimmiger Weise jeden, der ihnen vorkam, nieder.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> Die andern drangen auch von verschiedenen Seiten ihnen nach gegen die Befestigung, z\u00fcndeten die T\u00fcrme an und verbrannten die L\u00e4sterer lebendig. Andere zerschlugen die Tore, lie\u00dfen die \u00fcbrigen Leute hinein, und nahmen so die Stadt ein.<\/p>\n<p><sup>37.<\/sup> Den Timotheos, der sich in eine Grube versteckt, erschlugen sie nebst seinem Bruder Eh\u00e4reas und dem Apollophanes.<\/p>\n<p><sup>38.<\/sup> Als sie dies vollbracht, dankten sie mit Hymnen und Lobliedern dem Herrn, der Israel so gro\u00dfe Wohltaten erwiesen und ihnen Sieg gegeben.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-11\">Kapitel 11<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> 8ysias aber, Vormund und Verwandter des K\u00f6nigs, und Verwalter des Reiches, der \u00fcber das Geschehene sehr erz\u00fcrnt war,<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Versammelte nicht lange nachher achtzigtausend Mann und die gesamte Reiterei, und r\u00fcckte gegen die Juden aus, in dem Vorhaben, die Stadt zu einem Wohnort der Griechen,<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Den Tempel steuerpflichtig, wie die \u00fcbrigen G\u00f6tzentempel der Heiden und das Hohepriestertum jedes Jahr k\u00e4uflich zu machen.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Keineswegs dachte er an die Macht Gottes, sondern pochte auf die Myriaden Fu\u00dfvolk und die Tausende Reiter und achtzig Elefanten.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Er r\u00fcckte in Jud\u00e4a ein, und drang bis Baithsur vor, einem festen Orte, welcher von Jerusalem ungef\u00e4hr f\u00fcnf Stadien entfernt ist, und schloss es ein.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Da nun die Leute des Makkab\u00e4ers erfuhren, dass er die Festungen belagere, so beteten sie unter Klagen und Tr\u00e4nen mit dem Volke zum Herrn, dass er einen guten Engel Israel zur Rettung senden m\u00f6ge.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Der Makkab\u00e4er selbst aber ergriff zuerst die Waffen, und ermahnte die anderen, mit ihm zugleich sich in die Gefahr zu begeben, und den Br\u00fcdern zu helfen; so st\u00fcrzten sie bereitwillig mit ihm fort.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Gerade als sie bei Jerusalem waren, erschien ihnen als Anf\u00fchrer ein Reiter in wei\u00dfem Gew\u00e4nde, goldene Waffen schwingend.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Da priesen Alle zugleich den barmherzigen Gott, und fassten Mut in ihren Seelen, bereit, nicht nur Menschen, sondern auch die wildesten Tiere und eherne Mauern zu durchbohren.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Ger\u00fcstet zogen sie einher mit der H\u00fclfe des Himmels, da Gott sich ihrer erbarmte. * .,<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Wie L\u00f6wen st\u00fcrzten sie auf die Feinde, erschlugen von ihnen elftausend Fu\u00dfg\u00e4nger und sechzehnhundert Reiter; alle anderen schlugen sie in die Flucht.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Die meisten von diesen retteten sich verwundet und unbewaffnet, und selbst Lystas entkam nur durch schimpfliche Flucht.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Da er aber nicht ohne Verstand war, so bedachte er bei sich die erlittene Niederlage, und sah ein, dass die Hebr\u00e4er unbesiegbar seien, wenn der allm\u00e4chtige Gott f\u00fcr sie k\u00e4mpfe. Also sandte er hin,<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Und beredete sie, dass er sich mit ihnen in gerechter Weise einigen wolle, und dass er auch den K\u00f6nig bereden wolle, ihnen ein Freund zu sein.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Der Makkab\u00e4er willigte in Alles, was Lystas vorschlug, indem er den Nutzen bedachte. Denn Alles, was der Makkab\u00e4er dem Lystas schriftlich vorlegte, genehmigte der K\u00f6nig.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Und zwar hatten die von Lystas an die Juden geschriebenen Briefe folgenden Inhalt: Lystas dem Volke der Juden Heil!<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Johannes und Abessalom, eure Abgesandten, haben euer geschriebenes Gesuch \u00fcberreicht und wegen des darin Enthaltenen gebeten.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Was nun n\u00f6tig war, dem K\u00f6nige vorzulegen, habe ich gemeldet, und was sich tun lie\u00df, hat er genehmigt.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Wenn ihr nun in der guten Gesinnung gegen den Staat fortfahrt, so werde ich auch ferner versuchen, Gutes f\u00fcr euch auszuwirken.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> \u00dcber einige einzelne Dinge habe ich sowohl diese, als auch meine Leute angewiesen, mit euch zu sprechen.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Lebet wohl! Im hundert und acht und vierzigsten Jahre, am vier und zwanzigsten des Dioskorinthios.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Der Brief des K\u00f6nigs lautete folgenderma\u00dfen: Der K\u00f6nig Antiochos dem Bruder Lystas Heil!<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Seit mein Vater zu den G\u00f6ttern hingegangen, w\u00fcnschen wir, dass die Untertanen des Reiches ungest\u00f6rt seien im Besitz des Ihrigen.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Da wir nun geh\u00f6rt haben, dass den Juden die von meinem Vater erstrebte Umwandlung in die griechischen Sitten nicht gef\u00e4llt, sondern dass sie ihre eigene Verfaffung vorziehen, und daher bitten, man m\u00f6ge ihnen ihre eigenen Gesetze lassen,<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Und da wir w\u00fcnschen, dass auch dieses Volk frei von Unruhe sei, so bestimmen wir, dass der Tempel ihnen wiederhergestellt werde, und dass sie verwaltet werden nach den Sitten ihrer Vorfahren.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Du wirst also recht tun, wenn du Gesandte an sie schickest, Und mit ihnen abschlie\u00dfest, damit sie, unsere Zuneigung erkennend, guten Mutes seien, und vergn\u00fcgt an die Besorgung ihrer Angelegenheiten denken.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Der Brief des K\u00f6nigs an das Volk aber lautete so: Der K\u00f6nig Antiochos den \u00c4ltesten der Juden und den andern Juden Heil!<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Wenn ihr gesund seid, so ist es so, wie wir w\u00fcnschen; auch wir sind wohl.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Menelaos hat uns mitgeteilt, dass ihr w\u00fcnschet hinzugehen und eure Angelegenheiten zu besorgen.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Die nun, welche bis zum drei\u00dfigsten Lanthikos hingehen, haben die Versicherung sicheren Geleites.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Die Juden sollen nach ihren eigenen Gebr\u00e4uchen und Sitten leben k\u00f6nnen, wie fr\u00fcher, und Keiner von ihnen soll auf irgendeine Weise wegen begangener Vergehen bel\u00e4stigt werden.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Ich sende euch den Menelaos, um euch diese Versicherung zu geben.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> Lebet wohl. Im hundert und acht und vierzigsten Jahre, am f\u00fcnfzehnten des Xanthikos.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Auch die R\u00f6mer schickten an sie einen Brief, der so lautete: Quintus Memmius, Titus Manlius, Gesandte der R\u00f6mer, dem Volke der Juden Heil!<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> Das, was euch Lysias, Verwandter des K\u00f6nigs, zugestanden hat, gef\u00e4llt auch uns.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> In Anbetracht dessen, was er f\u00fcr gut befunden, dem K\u00f6nige vorzulegen, schicket sogleich Jemand, um dar\u00fcber nachzusuchen, damit wir ausmachen, wie es f\u00fcr euch passt; denn wir reisen nach Antiochien.<\/p>\n<p><sup>37.<\/sup> Eilet daher und schicket Einige, damit wir wissen, welcher Meinung ihr seid.<\/p>\n<p><sup>38.<\/sup> Lebt wohl. Im hundert und acht und vierzigsten Jahre, am f\u00fcnfzehnten des Xan &#8211; thikos.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-12\">Kapitel 12<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Nachdem dieser Friede geschlossen, ging Lysias zum K\u00f6nige ab, die Juden wendeten sich dem Landbau zu.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Aber von den Befehlshabern der Gegend lie\u00dfen Timotheos und Apollonios, Sohn des Gennaios, ebenso Hieronymos und Demophon, ferner Nikanor, Statthalter von Kypros, sie nicht in Ruhe und im Frieden leben.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Die Leute von Joppe aber ver\u00fcbten folgende Schandtat: Sie luden die bei ihnen wohnenden Juden ein, in die von ihnen bereit gehaltenen K\u00e4hne zu steigen, samt Frauen und Kindern, als wenn sie nichts B\u00f6ses gegen sie im Schilde f\u00fchrten.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Nach einem gemeinsamen Beschluss der Stadt aber, da diese es angenommen hatten, weil sie eben Frieden halten wollten, und keinerlei Verdacht hegten, fuhren sie dieselben hinaus und versenkten sie, nicht weniger als zweihundert.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Als Juda die seinen Stammesgenossen widerfahrene Grausamkeit erfuhr, teilte er sie den Seinigen mit.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Indem er Gott, den gerechten Richter, anrief, \u00fcberfiel er die M\u00f6rder seiner Br\u00fcder; den Hafen steckte er bei Nacht in Brand, und verbrannte die Schiffe; diejenigen, die dahin geflohen waren, t\u00f6tete er.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Nachdem der Ort eingeschlossen worden, zog er ab, in der Absicht, zur\u00fcckzukehren und den ganzen Staat der Joppiten zu vernichten.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Da er nun erfuhr, dass die Bewohner von Jamnia auf dieselbe Weise mit den bei ihnen wohnenden Juden verfahren wollten,<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> So \u00fcberfiel er auch die Jamniten bei Nacht, verbrannte den Hafen samt der Flotte, so dass der Schein des Brandes bis nach Jerusalem leuchtete, zweihundert und vierzig Stadien weit.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Als sie von da neun Stadien weggezogen, und gegen den Timotheos marschierten, fielen Araber sie an, nicht weniger als f\u00fcnftausend und f\u00fcnfhundert Reiter.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Es entstand ein hitziger Kamps, und nachdem die Leute des Juda durch g\u00f6ttliche H\u00fclfe gesiegt, baten die besiegten Nomaden &#8211; Araber den Juda, ihnen Frieden zu gew\u00e4hren, indem sie versprachen, Vieh zu liefern und in: klebrigen ihnen n\u00fctzlich zu sein.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Da Juda annahm, dass sie ihm vielfach n\u00fctzlich sein k\u00f6nnten, gew\u00e4hrte er ihnen den Frieden; nachdem sie einen Vertrag geschlossen, zogen sich Jene in ihre Zelte zur\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Er traf auch auf eine durch Br\u00fccken starke und von Mauern eingeschlossene Stadt, die von verschiedenen V\u00f6lkern bewohnt war und Kaspis hie\u00df.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Die Einwohner, vertrauend auf die Festigkeit der Mauern und den Vorrat an Lebensmitteln, bedienten sich \u00fcberm\u00fctiger L\u00e4sterungen gegen Juda, und l\u00e4sterten noch au\u00dferdem und stie\u00dfen s\u00fcndliche Reden aus.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Aber Juda mit den Seinigen rief den gro\u00dfen Herrscher der Welt an, der ohne Widder und k\u00fcnstliche Maschinen Jericho zur Zeit des Josua zerst\u00f6rt, und griffen mit Wut die Mauern an.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> . Sie eroberten mit Gottes H\u00fclfe die Stadt, richteten ein uns\u00e4gliches Blutbad an, so dass der dabei liegende See, der eine Breite von zwei Stadien hatte, von Blut vollgelaufen zu sein schien.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Von da zogen sie siebenhundert und f\u00fcnfzig Stadien weit und kamen nach Charaka zu den Juden, die Tubiener genannt werden.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Den Timotheos zwar trafen sie nicht an diesem Orte, da er unverrichteter Sache diese Gegend verlassen hatte, mit Zur\u00fccklassung einer starken Besatzung an einem Orte.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Dositheos aber und Sosipatros, von den F\u00fchrern der Leute des Makkab\u00e4ers, zogen aus und t\u00f6teten die von Timotheos in der Festung zur\u00fcckgelassenen M\u00e4nner, mehr als zehntausend.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Der Makkab\u00e4er teilte nun sein Heer in verschiedene Abtheilungen, stellte Jene an die Spitze der Abtheilungen, und ging aus den! Timotheos los, der hundert und zwanzigtau &#8211; i send Fu\u00dfg\u00e4nger und f\u00fcnfzehnhundert Reiter! bei sich hatte.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Als Timotheos von dem Heranr\u00fccken des Juda Kunde erhielt, schickte er die Frauen und Kinder und den \u00fcbrigen Tross nach Karnion; denn dieser Ort war schwer zu belagern und I schwer zug\u00e4nglich wegen der Enge der Gegend.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Als nun die erste Abtheilung des Juda erschien, und Furcht und Schrecken die Feinde befiel in Folge der ihnen von dem Allessehen &#8211; den gewordenen H\u00fclfe, so eilten sie alle fliehend davon, einer dahin, der andere dorthin, so dass sie einander selbst Schaden zuf\u00fcgten, und von den eigenen Schwertern durchbohrt wurden.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Juda jagte ihnen sehr hitzig nach, schlug die Gottlosen nieder, und t\u00f6tete gegen drei\u00dfigtausend Mann,;<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Timotheos selbst aber fiel den Leuten des Dositheos und Sosipatros in die H\u00e4nde, und bat flehentlich, ihn lebend zu entlassen, da er von Vielen die Eltern, von Andern die Br\u00fcder in der Gewalt habe, und es diesen schlecht ergehe, wenn er get\u00f6tet w\u00fcrde.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Da er nun einen feierlichen Eid leistete, diese unversehrt zu entlassen, so lie\u00dfen sie ihn der Rettung ihrer Br\u00fcder willen los.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Dann zog Juda gegen Karnion und Atargateion, und t\u00f6tete f\u00fcnf und zwanzigtausend Menschen.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Nach der Besiegung und der Niederlage dieser zog Juda gegen die feste Stadt Ephron, in welcher Lysias und vielerlei Leute wohnten. Kr\u00e4ftige J\u00fcnglinge, die vor den Mauern standen, k\u00e4mpften wacker, auch waren viele Zur\u00fcstungen von Maschinen und Geschossen.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Sie aber riefen zum Herrn, der mit Macht die St\u00e4rke der Feinde zermalmt, eroberten die Stadt, und streckten von den Einwohnern f\u00fcnf und zwanzigtausend nieder.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Von dort brachen sie auf, und zogen gegen eine Stadt der Skythen, die von Jerusalem sechshundert Stadien entfernt war.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Da aber die dort wohnenden Juden versicherten, dass die skythischen Einwohner voll &#8211; Wohlwollen gegen sie seien, und dass sie ihnen in den b\u00f6sen Zeiten freundlich entgegengekommen,<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> So statteten sie ihnen Dank ab, ermahnten sie, auch ferner freundlich gegen ihr Geschlecht zu sein, und kamen nach Jerusalem, als eben das Wochenfest eintraf.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Nach dem Wochenfest zogen sie gegen Gorgias, Befehlshaher von Jdum\u00e4a.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> Der zog aus mit dreitausend Fu\u00dfg\u00e4ngern und vierhundert Reitern.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Und da es zum Treffen kam, begab es sich, dass Einige der Juden fielen.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> Dositheos aber, ein tapferer Reiter von den Leuten des Bakenor, fasste den Gorgias, und indem er ihn am Mantel ergriff, riss er ihn kr\u00e4ftig mit fort, und wollte den Verfluchten lebendig fangen, als einer von den thrakischen Reitern auf ihn lossprengte, und ihm den Arm abhieb, woraus Gorgias nach Marisa! entfloh.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> Da nun die Leute des Ezris sehr tapfer k\u00e4mpften und in Bedr\u00e4ngnis waren, so rief Juda den Herrn um H\u00fclfe an, ihn, den Wegweiser im Streite.<\/p>\n<p><sup>37.<\/sup> Er stimmte in v\u00e4terlicher Sprache laut einen Lobgesang an, st\u00fcrzte mit Geschrei und unerwartet aus die Leute des Gorgias los, und trieb sie in die Flucht.<\/p>\n<p><sup>38.<\/sup> Daraus nahm Juda das Heer und r\u00fcckte gegen die Stadt Adullam; da nun der siebente Tag eintraf, so heiligten sie und begingen dort nach der Sitte den Schabbat.<\/p>\n<p><sup>39.<\/sup> Am folgenden Tage kam Juda mit den Seinigen, da es notwendig geworden war, um die Leiber der Gefallenen aufzuheben, und in den Gr\u00e4bern der Verwandten zu bestatten.<\/p>\n<p><sup>40.<\/sup> Sie fanden aber bei Jedem der Gefallenen unter den Kleidern Kleinodien von den Bildern aus Jamnia, welche doch das Gesetz den Juden untersagt; da wurde es Allen klar, dass sie um dessen willen gefallen seien.<\/p>\n<p><sup>41.<\/sup> So priesen sie Alle den Herrn, den gerechten Richter, der das Verborgene an \u2019 s Licht bringt.<\/p>\n<p><sup>42.<\/sup> Dann wendeten sie sich zum Gebet, und beteten, dass die geschehene S\u00fcnde g\u00e4nzlich vergeben sein m\u00f6chte. Der edle Juda ermahnte das Volk, sich von S\u00fcnden reinzuhalten, da sie mit ihren Augen gesehen, was geschehen war durch die Schuld der Gefallenen,<\/p>\n<p><sup>43.<\/sup> Dann sammelte er durch eine Kopfsteuer zweitausend Drachmen Silber, und sandte sie nach Jerusalem, um f\u00fcr die S\u00fcnde Opfer zu bringen, worin er sehr sch\u00f6n und edel handelte, indem er an die Auferstehung dachte.<\/p>\n<p><sup>44.<\/sup> Denn wenn er nicht erwartete, dass die Gefallenen auferstehen w\u00fcrden, so w\u00e4re es ja! unn\u00fctz und t\u00f6richt gewesen, f\u00fcr die Toten zu, beten. i<\/p>\n<p><sup>45.<\/sup> Er bedachte aber, dass den in Fr\u00f6mmigkeit Gestorbenen ein sch\u00f6ner Lohn bevorstehe,, ein heiliger und frommer Gedanke! Daher s\u00fchnten sie die Gestorbenen, indem sie von der Schuld gel\u00f6st w\u00fcrden.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-13\">Kapitel 13<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Im hundert und neun und vierzigsten Jahre ward dem Juda die Kunde, dass An &#8211; &#8211; tiochos Eupator mit einem Heere gegen die Juden heranziehe.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Und mit ihm Lysias, der Vormund und Reichsverwalter, jeder mit einem Hellenischen Heere von hundert und zehntausend Fu\u00dfg\u00e4ngern und f\u00fcnftausend dreihundert Reitern und zwei und zwanzig Elefanten, so wie drei\u00dfig Sichelwagen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Auch Menelaos stie\u00df zu ihnen, und ermahnte den Antiochos mit vieler Verstellung nicht zum Heil des Vaterlandes, sondern in der Hoffnung, die Herrschaft zu erlangen.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Aber der K\u00f6nig der K\u00f6nige erweckte den Zorn des Antiochos gegen den Gottlosen, und da Lysias nachwies, dass dieser die Schuld aller Ungl\u00fccksf\u00e4lle sei, so befahl er, ihn nach Beroia zu f\u00fchren und dort der Sitte gem\u00e4\u00df hinzurichten.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> In diesem Orte befindet sich ein Thurm, f\u00fcnfzig Ellen hoch, voll Asche; dieser hatte eine ringsherum gehende Maschine, welche in die Asche schleudert.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Dahinunter st\u00fcrzt man zum Tode die des Tempelraubes Schuldigen, oder wer sonst eines Verbrechens \u00fcberf\u00fchrt worden ist.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Auf solche Weise musste der gottlose Menelaos sterben, und nicht in die Erde gelangen; vollkommen mit Recht.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Denn nachdem er viele S\u00fcnden gegen den Altar begangen hatte, dessen Feuer und Asche heilig war, fand er den Tod in der Asche.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Der K\u00f6nig aber zog heran mit wilder Gesinnung, um den Juden das Schlimmste, was ihnen unter seinem Vater widerfahren war, anzuthun.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Als Juda dies erfuhr, befahl er dem Volke, Tag und Nacht den Herrn anzurufen, dass er, wenn je, so jetzt denen helfen m\u00f6ge, die im Begriff seien, ihres Gesetzes, ihres Vaterlandes und heiligen Tempels beraubt zu werden,<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Und dass er das Volk, das eben erst aufgelebt, nicht in die H\u00e4nde abscheulicher Heiden gelangen lasse.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Das taten nun alle gemeinsam und riefen den barmherzigen Herrn mit Weinen und Fasten und Kniebeugen drei Tage unausgesetzt an, dann ermahnte sie Juda und befahl ihnen, bereit zu sein.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Er kam nun besonders mit den \u00c4ltesten zusammen, und hielt mit ihnen Rath, dass er, bevor das Heer des K\u00f6nigs in Jud\u00e4a einfiele, und sich der Stadt bem\u00e4chtigte, ausziehen und mit des Herrn H\u00fclfe die Sache zur Entscheidung bringen wolle.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Er setzte sein Vertrauen auf den Sch\u00f6pfer per Welt, ermahnte die Seinigen, tapfer bis zum Tode f\u00fcr die Gesetze, f\u00fcr den Tempel, die Stadt, das Vaterland, den Staat zu k\u00e4mpfen; dann schlug er ein Lager bei Modem auf.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Er gab den Seinen die Losung: \u00bbGottes Sieg\u00ab fiel mit auserw\u00e4hlten J\u00fcnglingen Nachts das k\u00f6nigliche Lager an, erschlug in demselben gegen viertausend Mann, auch den ersten Elefanten mit den Leuten im Hause.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Zuletzt erf\u00fcllten sie das Lager mit Furcht und Schrecken, und zogen siegreich ab.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Als der Tag schon anbrach, war dies geschehen durch den so hilfreichen Beistand Gottes.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Da der K\u00f6nig nun eine Probe von der Verwegenheit der Juden bekommen, so versuchte er durch List die Ortschaften einzunehmen.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Bei Baithsur traf er eine starke Besatzung der Juden, und ward in die Flucht geschlagen, gedem\u00fctigt und besiegt.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Denen in der Stadt schickte Juda, was sie brauchten, hinein.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Rodokos, einer aus den j\u00fcdischen Reihen, meldete die Geheimnisse den Feinden; aber er ward entdeckt, ergriffen und hingerichtet.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Der K\u00f6nig wandte sich noch einmal an die in Baithsur, bot und erhielt Frieden, zog ab, traf auf die Leute Judas und ward besiegt.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Da erfuhr er, dass Philippos, den er als Verwalter seiner Angelegenheiten in Antiochien zur\u00fcckgelassen, abtr\u00fcnnig geworden, und erschrak. Da redete er den Juden zu, bewilligte und beschwor alle gerechten Forderungen; dann vers\u00f6hnte er sich und brachte ein Opfer, ehrte den Tempel, und er zeigte der Stadt Freundlichkeit.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Auch den Makkab\u00e4er ehrte er und lie\u00df ihn als Obersten von Ptolemais bis zu der Landschaft Gerara.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Dann ging er nach Ptolemais; die Leute von Ptolemais waren \u00fcber diese Vertr\u00e4ge unwillig, sie f\u00fcrchteten sich davor und wollten sie gern ung\u00fcltig machen.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Lysias aber stieg auf die Rednerb\u00fchne, hielt eine Verteidigungsrede, beredete sie, beruhigte sie, machte sie bereitwillig, und zog dann zur\u00fcck nach Antiochien. So endete es mit dem Aufzug und Abzug des K\u00f6nigs.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-14\">Kapitel 14<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Nach einer Zeit von drei Jahren erfuhr Juda, dass Demetrios, Sohn des Seleukos, im Hafen von Tripolis eingelaufen sei mit starkem Heer und Flotte,<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Dass er sich des Landes bem\u00e4chtigt, und den Antiochos samt dessen Vormund Lysias umgebracht habe.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Ein gewisser Alkimos aber, der fr\u00fcher Hohepriester gewesen, und sich freiwillig in den Zeiten der Verwirrung verunreinigt hatte, bedachte, dass auf keine Weise f\u00fcr ihn Heil zu erwarten sei, und dass er keinen Zutritt zum heiligen Altar habe.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Er ging daher zum K\u00f6nige Demetrios im hundert und ein und f\u00fcnfzigsten Jahre, brachte ihm einen goldenen Kranz und Palmzweig, und von den so hochgesch\u00e4tzten \u00d6lzweigen des Tempels; an jenem Tage hielt er sich noch ruhig.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Dann w\u00e4hlte er eine passende Zeit zur Ausf\u00fchrung seiner Bosheit, da er vom Demetrios zur Versammlung berufen wurde; und da er gefragt ward, in welcher Lage und in welcher Gesinnung die Juden sich bef\u00e4nden, so sagte er Folgendes:<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Die bei den Juden sogenannten Asid\u00e4er, an deren Spitze Juda, der Makkab\u00e4er, steht, n\u00e4hren den Krieg und die Emp\u00f6rung, indem sie das Land nicht zur Ruhe kommen lassen.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Daher bin ich, nachdem ich die von den Vorfahren ererbte W\u00fcrde, n\u00e4mlich das Hohepriestertum, aufgegeben, nun hierhergekommen,<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Zun\u00e4chst, da ich rechtlich dachte \u00fcber das, was dem K\u00f6nig zukommt, dann aber auch aus F\u00fcrsorge f\u00fcr die eigenen Mitb\u00fcrger; denn durch die Sinnlosigkeit der vorhin Genannten leidet unser ganzes Geschlecht nicht geringen Schaden.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Wenn du, o K\u00f6nig, alles dies untersucht hast, so sorge f\u00fcr das Land und f\u00fcr unser gedr\u00fccktes Geschlecht mit der Menschenfreundlichkeit, die du Allen gew\u00e4hrst.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> So lange Juda da ist, wird es niemals Frieden geben.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Nachdem er solches \u00fcber ihn gesprochen, so entflammten die \u00fcbrigen Freunde, die eine feindselige Gesinnung gegen Juda hatten, den Demetrios noch mehr.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Sofort rief er den Nikanor, Obersten der Elefanten, ernannte ihn zum Befehlshaber von Jud\u00e4a, und sandte ihn ab,<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Indem er ihm befahl, den Juda selbst zu t\u00f6ten, seine Leute zu zerstreuen, und Alkimos als Hohepriester des gro\u00dfen Tempels einzusetzen.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Die Heiden, welche aus Jud\u00e4a vor dem Juda entflohen waren, schlossen sich haufenweise dem Nikanor an, indem sie erwarteten, dass das Ungl\u00fcck und der Untergang der Juden ihr eigenes Gl\u00fcck sein werde.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Als nun diese von dem Anzuge des Nikanor und dem Zulauf der Heiden h\u00f6rten, so bestreuten sie sich mit Erde und beteten zu dem, der von jeher seinem Volke beigestanden, und der immer sichtbar sich seines Antheils angenommen habe.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Auf Anordnung ihres F\u00fchrers brachen sie bald von dort auf, und trafen bei dem Dorfe Dessau mit ihnen zusammen.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Simon, Bruder des Juda, traf mit Nikanor zusammen, wurde aber durch einen pl\u00f6tzlichen Angriff der Feinde zur\u00fcckgedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Trotzdem aber scheute sich Nikanor, der geh\u00f6rt hatte, was f\u00fcr Tapferkeit die Juden bes\u00e4\u00dfen, und welchen Hochsinn f\u00fcr ihr Vaterland, die Entscheidung durch Blutvergie\u00dfen herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Daher schickte er Posidonios und Theodotos und Mattathias, um Frieden zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Nachdem dar\u00fcber eine lange dauernde \u00dcberlegung gehalten worden, nachdem der F\u00fchrer sich mit dem Volke beraten, und eine einstimmige Ansicht sich gebildet hatte, willigten sie in die Vertr\u00e4ge.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Sie setzten nun einen Tag fest, an dem sie zusammenkommen wollten; er ging hin, und f\u00fcr jeden wurde ein pr\u00e4chtiger Stuhl hingestellt.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Juda stellte Bewaffnete bereit an passenden \u00d6rtern, damit nicht etwa unversehens von den Feinden eine schlechte Tat vollf\u00fchrt werde, und sie hatten nun eine feierliche Unterredung.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Nikanor verweilte in Jerusalem, tat aber nichts Schlechtes; die zusammengebrachten Haufen entlie\u00df er.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Den Juda hielt er in Allem sehr wert, und hatte eine aufrichtige Neigung zu ihm.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Er beredete ihn auch, zu heiraten und Kinder zu zeugen. Er heiratete, hatte Ruhe und ein angenehmes Leben.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Alkimos aber, der ihr Wohlwollen zueinander und die geschlossenen Vertr\u00e4ge sah, bedachte sich und ging hin zu Demetrios und sagte, dass Nikanor die Angelegenheiten schlecht verwalte; denn er habe den Feind des Reiches, den Juda, zu seinem Nachfolger bestimmt.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Der K\u00f6nig, zornig geworden und gereizt durch die Verleumdungen des B\u00f6sewichts, schrieb dem Nikanor, dass er mit dem Vertrage unzufrieden sei, und befahl, den Makkab\u00e4er alsbald gefesselt nach Antiochien zu senden.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Als dies an Nikanor gelangte, war er sehr erschrocken und betr\u00fcbt, dass er den Vertrag f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4ren solle, ohne dass der Mann ein Unrecht begangen.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Da er aber doch dem K\u00f6nige nicht zuwiderhandeln konnte, wartete er eine Gelegenheit ab, um die Hinterlist auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Als aber der Makkab\u00e4er sah, dass Nikanor gegen ihn sich rauher benahm, und der gewohnte Umgang entfremdet war, glaubte er, dass dieses rauhe Wesen nichts Gutes andeute, versammelte einige seiner Leute, und zog sich von Nikanor zur\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Da er nun erkannte, dass er von dem Andern in kluger Weise \u00fcberlistet sei, so ging er in den gro\u00dfen und heiligen Tempel, als grade die Priester die geb\u00fchrenden Opfer verrichteten, und befahl, den Mann auszuliefern.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Da diese nun eidlich versicherten, dass sie nicht w\u00fcssten, wo der Gesuchte sei,<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> So streckte er die Rechte gegen den Tempel aus und schwor: Wenn ihr mir nicht Juda gefangen \u00fcberliefert, so werde ich diese Wohnung Gottes der Erde gleich machen, den Altar umrei\u00dfen, und hier einen pr\u00e4chtigen Tempel dem Dionysos errichten.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Als er Solches gesprochen, ging er davon. Die Priester aber streckten ihre H\u00e4nde zum Himmel empor, und riefen den an, der immer f\u00fcr unser Volk gek\u00e4mpft, und sagten:<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> Du Herr, der du von Allem nichts bedarfst, hast in deinem Wohlgefallen diesen Tempel zu deinem Wohnsitz unter uns erw\u00e4hlt.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> Und nun, Heiliger, Herr aller Heiligkeit, erhalte auf immer unbefleckt dieses erst vor Kurzem gereinigte Haus.<\/p>\n<p><sup>37.<\/sup> Razis, einer von den \u00c4ltesten Jerusalems, wurde dem Nikanor bezeichnet als ein Freund der B\u00fcrger, von sehr gutem Ruf, und wegen seines Wohlwollens Vater der Juden zubenannt.<\/p>\n<p><sup>38.<\/sup> Denn er hatte in den fr\u00fcheren Zeiten der Verwirrung treu am Judentum festgehalten, und Leib und Seele mit Standhaftigkeit f\u00fcr das Judentum preisgegeben.<\/p>\n<p><sup>39.<\/sup> Da nun Nikanor offenkundig machen wollte, welchen Hass er gegen die Juden hege, so schickte er mehr als f\u00fcnfhundert Soldaten, um jenen zu fangen.,<\/p>\n<p><sup>40.<\/sup> Denn es schien ihm, dass er, wenn er jetten finge, diesen ein Ungl\u00fcck zuf\u00fcge.<\/p>\n<p><sup>41.<\/sup> Da aber der Haufe im Begriff war, den Thurm einzunehmen, und die T\u00fcr des Hofes einbrach, und Feuer zu holen, und die Tore zu verbrennen befahl, und als er eben ergriffen werden sollte, setzte er sich das Schwert an den Leib,<\/p>\n<p><sup>42.<\/sup> Da er lieber hochherzig sterben wollte, als in die H\u00e4nde der Ruchlosen fallen, und unw\u00fcrdig seines edlen Standes \u00fcberm\u00fctig behandelt werden.<\/p>\n<p><sup>43.<\/sup> Da aber der Streich nicht gut gef\u00fchrt war wegen des Eifers im Kampfe, und da die Menge durch die T\u00fcren einbrach, so lief er edelm\u00fctig auf die Mauer und st\u00fcrzte sich mutvoll in die Menge hinab,<\/p>\n<p><sup>44.<\/sup> Da nun diese schnell auseinander wichen, und ein freier Raum entstand, so fiel er mitten auf den Bauch.<\/p>\n<p><sup>45.<\/sup> Noch aber voller Leben und entflammt vom Zorne stand er auf, w\u00e4hrend das Blut herunterstr\u00f6mte, und die Wunden klafften, lief durch die Menge hindurch, und stellte sich auf einen steilen Felsen.<\/p>\n<p><sup>46.<\/sup> Und schon ganz blutig, riss er mit beiden H\u00e4nden die Eingeweide heraus, und warf sie in den Haufen, rief den Herrn des Lebens und des Geistes an, dass er sie ihm einst wiederg\u00e4be, und starb auf solche Weise.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-15\">Kapitel 15<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup> Da nun Nikanor erfuhr, dass die Juden in der Gegend von Samaria seien, so nahm er sich vor, am Ruhetage mit aller Sicherheit sie zu \u00fcberfallen.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup> Die ihm gezwungen folgenden Juden sagten: T\u00f6te sie doch nicht in so wilder und roher Weise, erweise doch Ehre dem von dem Alles &#8211; sehenden heiliggehaltenen Tage.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup> Der dreimal Verruchte aber fragte, ob denn im Himmel ein Herr sei, der befohlen habe, den Schabbattag zu feiern?<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup> Jene aber bezeugten: Es ist der lebendige Herr, Herrscher im Himmel, der befohlen hat, den siebenten Tag zu feiern.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup> Da sagte er: Auch ich bin Herr auf der Erde und befehle, die Waffen zu ergreifen, und den Dienst des K\u00f6nigs zu tun. Nun lie\u00df er sich nicht zur\u00fcckhalten, sein sch\u00e4ndliches Vorhaben auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup> Nikanor nun in all seinem Hochmut sich \u00fcberhebend, gedachte einen allgemeinen Sieg \u00fcber das Heer des Juda zu erlangen.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup> Der Makkab\u00e4er aber vertraute unausgesetzt mit voller Hoffnung, dass ihm H\u00fclfe vom Herrn werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup> Er ermahnte die Seinigen, nicht vor dem Angriff der Heiden zu zagen, sondern vor Augen zu haben, wie ihnen in fr\u00fcheren Tagen 1 H\u00fclfe vom Himmel geworden, und auch jetzt von dem Allm\u00e4chtigen Sieg und H\u00fclse zu erwarten.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup> Er redete ihnen zu aus dem Gesetz und den Propheten, erinnerte sie an die K\u00e4mpfe, die sie selbst vollf\u00fchrt, und machte sie mutiger.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup> Nachdem er so ihren Mut erweckt, rief er zu den Waffen, indem er zugleich auf die Treulosigkeit der Heiden und ihre Missachtung der Eide hinwies.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup> Er bewaffnete einen Jeden von ihnen nicht mit dem Vertrauen auf Schilde und Lanzen, sondern mit Ermahnung durchs sch\u00f6ne Reden, und indem er einen glaubw\u00fcrdigen Traum erz\u00e4hlte, erfreute er sie Alle.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup> Er hatte n\u00e4mlich Folgendes gesehen: Onias, den gewesenen Hohepriester, diesen tugendhaften Mann, so bescheiden in seinem Benehmen, sanft in seiner Weise, so anstandsvoll in seinen Reden, der von Jugend auf sich Alles dessen beflissen, was zur Tugend geh\u00f6rt, diesen sah er, wie er die H\u00e4nde emporstreckte, und f\u00fcr das gesamte Volk der Juden betete.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup> Dann sei ein Mann erschienen, durch graues Haar und W\u00fcrde hervorragend, der mit wunderbarer und verehrungsw\u00fcrdiger Hoheit umgeben war.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup> Da habe Onias angehoben und gesagt: Das ist der Bruderfreund, der so viel f\u00fcr das Volk und die heilige Stadt gebetet, Jeremias, der g\u00f6ttliche Prophet.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup> Da habe Jeremias die Rechte ausgestreckt, und dem Juda ein goldenes Schwert \u00fcberreicht, und, indem er es gab, Folgendes gesagt:<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup> Nimm das heilige Schwert als ein Geschenk von Gott, damit wirst du die Gegner schlagen.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup> Ermutigt durch diese so sch\u00f6nen Reden des Juda, die geeignet waren, zur Tapferkeit zu entflammen und den Mut der J\u00fcnglinge auszurichten, beschlossen sie, nicht ein Lager auszuschlagen, sondern heldenm\u00fctig einzufallen, und mit voller Tapferkeit k\u00e4mpfend die Sache zur Entscheidung zu bringen, da Stadt und Heiligt\u00fcmer und der Tempel in Gefahr seien.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup> Denn der Kampf f\u00fcr die Weiber und Kinder, f\u00fcr die Br\u00fcder und Verwandte schien ihnen nicht so wichtig; die gr\u00f6\u00dfte und vornehmste Sorge war f\u00fcr den geheiligten Tempel.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup> Die in der Stadt Zur\u00fcckgebliebenen waren in nicht geringer Besorgnis wegen der auf freiem Felde bevorstehenden Schlacht.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup> Da nun Alle schon erwarteten, dass die Entscheidung eintrete, da die Feinde schon heranr\u00fcckten, das Heer in Ordnung gestellt, und ebenso die Elefanten an einem passenden Ort aufgestellt, die Reiterei auf die Fl\u00fcgel verteilt war,<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup> Da erhob der Makkab\u00e4er, als er die N\u00e4he der Menge und die bunte Zur\u00fcstung der Waffen und die Wildheit der Elefanten sah, die H\u00e4nde zum Himmel und rief zu dem wundert\u00e4tigen Herrn, der Alles sieht, da er wusste, dass nicht durch Waffen der Sieg komme, wie aber die Entscheidung auch ausfalle, dem W\u00fcrdigen der Sieg verbleibe.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup> Er sprach in seinem Gebet folgenderma\u00dfen: Du, Herr, hast deinen Engel gesandt dem Ezekiah, K\u00f6nig von Juda, und t\u00f6tetest vom Heere des Sennachereim hundert und f\u00fcnf und achtzig tausend.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup> Und nun, Herr des Himmels, sende einen guten Engel vor uns her zur Furcht und zum Zagen.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup> Durch die Gr\u00f6\u00dfe deines Armes m\u00f6gen niedergeschlagen werden, die mit L\u00e4sterungen gegen dein heiliges Volk heranziehen. Hier h\u00f6rte er auf.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup> Nun r\u00fcckten die Leute des Nikanor mit Trompeten und Kriegsgeschrei an.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup> Juda und die Seinigen griffen mit Anrufung und Gebet die Feinde an.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup> Mit den H\u00e4nden k\u00e4mpften sie, mit den Herzen beteten sie zu Gott, und schlugen nicht weniger als f\u00fcnf und drei\u00dfig tausend Mann nieder, hocherfreut durch die H\u00fclfe Gottes.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup> Als sie die Sache beendet und mit Freude zur\u00fcckkehrten, erfuhren sie, dass Nikanor in seiner R\u00fcstung gefallen sei.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup> Nachdem nun Geschrei und L\u00e4rm entstanden, priesen sie den Herrn in v\u00e4terlicher Zunge.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup> Da befahl er, der mit Leib und Seele f\u00fcr die B\u00fcrger k\u00e4mpfte, der sein Leben hindurch seinen Landsleuten Wohlwollen bewiesen, dass man dem Nikanor den Kopf und die Hand abhaue, und mit der Schulter nach Jerusalem bringe.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup> Als er dahin kam, rief er seine Landsleute zusammen, stellte die Priester vor den Altar, und lie\u00df auch die aus der Burg kommen.:<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup> Und indem er den Kopf des verruchten Nikanor und die Hand des L\u00e4sterers zeigte, die er l\u00e4sternd ausstreckte gegen das heilige Haus des Allm\u00e4chtigen,<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup> Und indem er die Zunge des gottlosen Nikanor ausschnitt, befahl er, sie st\u00fcckweis den V\u00f6geln vorzuwerfen, die Zeichen der Bosheit aber vor dem Tempel aufzuh\u00e4ngen.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup> Alle aber priesen zum Himmel empor den sichtbaren Herrn, indem sie sagten: Gepriesen sei, der seine St\u00e4tte vor Entweihung bewahrt.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup> Er hing den Kopf des Nikanor auf der Burg auf, als ein Allen sichtbares und deutliches Zeichen der H\u00fclfe des Herrn.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup> Und sie setzten Alle durch gemeinsamen Beschluss fest, niemals diesen Tag ungefeiert zu lassen, und den dreizehnten des zw\u00f6lften Monats, der aus Syrisch Adar hei\u00dft, einen Tag vor dem Tage des Mardochai, zu begehen.<\/p>\n<p><sup>37.<\/sup> So endete die Sache mit dem Nikanor, und da von jener Zeit an die Stadt von den Hebr\u00e4ern behauptet wurde, so will ich hier die Erz\u00e4hlung beschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>38.<\/sup> Habe ich sch\u00f6n und geordnet erz\u00e4hlt, so war es, was ich gewollt; wenn aber schlecht und mittelm\u00e4\u00dfig, so tat ich, was ich vermochte.<\/p>\n<p><sup>39.<\/sup> So wie es uns zuwider, blo\u00dfen Wein zu trinken und ebenso blo\u00dfes Wasser, und so wie Wein mit Wasser gemischt s\u00fc\u00df ist und einen angenehmen Genuss gew\u00e4hrt, so erfreut auch der Inhalt der Erz\u00e4hlung die Ohren der Leser durch die Anordnung. Hier sei das Ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Zweite Buch der Makkab\u00e4er, aus dem Griechischen \u00fcbersetzt.<\/p>\n","protected":false},"author":54,"featured_media":9858,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[219,19,22],"tags":[157,293,292],"class_list":["post-9857","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-historische-texte","category-schriften","category-tanach","tag-chanukkah","tag-makkabaeer","tag-tanach"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/septuaginta_makkabi_2.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9857","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/54"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9857"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9857\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9860,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9857\/revisions\/9860"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9858"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}