Jona – das Buch Jona

Das Buch Jona in der (angepassten) Übertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.

Kapitel
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Kapitel 1

Die Sendung Jonas und seine Flucht.

וַיְהִי דְּבַר־יְהוָה אֶל־יוֹנָה בֶן־אֲמִתַּי לֵאמֹר׃

1Es erging das Wort des Herrn an Jona, Sohn Amittai, also:

קוּם לֵךְ אֶל־נִינְוֵה הָעִיר הַגְּדוֹלָה וּקְרָא עָלֶיהָ כִּי־עָלְתָה רָעָתָם לְפָנָי׃

2Auf, gehe nach Ninive, der großen Stadt, und verkünde ihr, dass ihre Bosheit vor mich gekommen ist.

וַיָּקָם יוֹנָה לִבְרֹחַ תַּרְשִׁישָׁה מִלִּפְנֵי יְהוָה וַיֵּרֶד יָפוֹ וַיִּמְצָא אָנִיָּה בָּאָה תַרְשִׁישׁ וַיִּתֵּן שְׂכָרָהּ וַיֵּרֶד בָּהּ לָבוֹא עִמָּהֶם תַּרְשִׁישָׁה מִלִּפְנֵי יְהוָה׃

3Aber Jonas machte sich auf, vor dem Herrn nach Tarschisch zu fliehen. Er ging nach Jafo, wo er ein Schiff fand, das nach Tarschisch gehen sollte; da gab er den Fährlohn und bestieg es, um mit ihnen nach Tarschisch zu gehen, fort vor dem Herrn.

וַיהוָה הֵטִיל רוּחַ־גְּדוֹלָה אֶל־הַיָּם וַיְהִי סַעַר־גָּדוֹל בַּיָּם וְהָאֳנִיָּה חִשְּׁבָה לְהִשָּׁבֵר׃

4Aber der Herr erhob einen großen Wind gegen das Meer, es war ein großer Sturm im Meere, so dass das Schiff zu scheitern drohte.

וַיִּירְאוּ הַמַּלָּחִים וַיִּזְעֲקוּ אִישׁ אֶל־אֱלֹהָיו וַיָּטִלוּ אֶת־הַכֵּלִים אֲשֶׁר בָּאֳנִיָּה אֶל־הַיָּם לְהָקֵל מֵעֲלֵיהֶם וְיוֹנָה יָרַד אֶל־יַרְכְּתֵי הַסְּפִינָה וַיִּשְׁכַּב וַיֵּרָדַם׃

5Da fürchteten sich die Seeleute und flehten jeder zu seinen Göttern; dann warfen sie die Geräte, die im Schiffe waren, in das Meer, um es sich leichter zu machen. Jona aber war hinuntergestiegen in den inneren Schiffsraum, wo er sich hinlegte und entschlief.

וַיִּקְרַב אֵלָיו רַב הַחֹבֵל וַיֹּאמֶר לוֹ מַה־לְּךָ נִרְדָּם קוּם קְרָא אֶל־אֱלֹהֶיךָ אוּלַי יִתְעַשֵּׁת הָאֱלֹהִים לָנוּ וְלֹא נֹאבֵד׃

6Da trat zu ihm der Steuermeister und sprach ihn an: Was hast du zu schlafen? Auf, rufe zu deinem Gott, vielleicht besinnt sich Gott unsertwegen, dass wir nicht umkommen.

וַיֹּאמְרוּ אִישׁ אֶל־רֵעֵהוּ לְכוּ וְנַפִּילָה גוֹרָלוֹת וְנֵדְעָה בְּשֶׁלְּמִי הָרָעָה הַזֹּאת לָנוּ וַיַּפִּלוּ גּוֹרָלוֹת וַיִּפֹּל הַגּוֹרָל עַל־יוֹנָה׃

7Auch sprachen sie einer zum andern. Kommt und lasst uns Loose werfen, dass wir erfahren, um deswillen uns dieses Unglück heimsucht. Sie warfen das Loos das nun auf Jona fiel.

וַיֹּאמְרוּ אֵלָיו הַגִּידָה־נָּא לָנוּ בַּאֲשֶׁר לְמִי־הָרָעָה הַזֹּאת לָנוּ מַה־מְּלַאכְתְּךָ וּמֵאַיִן תָּבוֹא מָה אַרְצֶךָ וְאֵי־מִזֶּה עַם אָתָּה׃

8Da fragten sie ihn: Sag‘ uns doch, du, um deswillen uns dieses Unglück heimsucht, was ist dein Geschäft, und woher kommst du? Welche ist deine Heimat, und von welchem Volke bist du?

וַיֹּאמֶר אֲלֵיהֶם עִבְרִי אָנֹכִי וְאֶת־יְהוָה אֱלֹהֵי הַשָּׁמַיִם אֲנִי יָרֵא אֲשֶׁר־עָשָׂה אֶת־הַיָּם וְאֶת־הַיַּבָּשָׁה׃

9Er erwiderte ihnen: Ein Hebräer bin ich, und den Herrn, den Gott des Himmels, bete ich an, der das Meer und das Trockene geschaffen hat.

וַיִּירְאוּ הָאֲנָשִׁים יִרְאָה גְדוֹלָה וַיֹּאמְרוּ אֵלָיו מַה־זֹּאת עָשִׂיתָ כִּי־יָדְעוּ הָאֲנָשִׁים כִּי־מִלִּפְנֵי יְהוָה הוּא בֹרֵחַ כִּי הִגִּיד לָהֶם׃

10Da gerieten die Leute in große Angst und sprachen zu ihm: Was hast du getan? — denn die Leute wussten nun, dass er vor dem Herrn floh, er hatte es ihnen unterdessen gesagt.

וַיֹּאמְרוּ אֵלָיו מַה־נַּעֲשֶׂה לָּךְ וְיִשְׁתֹּק הַיָּם מֵעָלֵינוּ כִּי הַיָּם הוֹלֵךְ וְסֹעֵר׃

11Sie fragten ihn weiter: Was sollen wir mit dir machen, dass das Meer wieder ruhig werde? Denn das Meer stürmt fort und fort.

וַיֹּאמֶר אֲלֵיהֶם שָׂאוּנִי וַהֲטִילֻנִי אֶל־הַיָּם וְיִשְׁתֹּק הַיָּם מֵעֲלֵיכֶם כִּי יוֹדֵעַ אָנִי כִּי בְשֶׁלִּי הַסַּעַר הַגָּדוֹל הַזֶּה עֲלֵיכֶם׃

12Er erwiderte ihnen: Nehmet mich und werfet mich in das Meer, so wird das Meer auch ruhig werden; denn ich weiß, dass nur um meinetwillen dieser gewaltige Sturm euch bedroht.

וַיַּחְתְּרוּ הָאֲנָשִׁים לְהָשִׁיב אֶל־הַיַּבָּשָׁה וְלֹא יָכֹלוּ כִּי הַיָּם הוֹלֵךְ וְסֹעֵר עֲלֵיהֶם׃

13Die Leute mühten sich noch ab, [das Schiff] an das Land zu führen, aber sie vermochten es nicht; denn das Meer stürmte fort und fort um sie.

וַיִּקְרְאוּ אֶל־יְהוָה וַיֹּאמְרוּ אָנָּה יְהוָה אַל־נָא נֹאבְדָה בְּנֶפֶשׁ הָאִישׁ הַזֶּה וְאַל־תִּתֵּן עָלֵינוּ דָּם נָקִיא כִּי־אַתָּה יְהוָה כַּאֲשֶׁר חָפַצְתָּ עָשִׂיתָ׃

14Da riefen sie zum Herrn und sprachen: O Herr, lass uns doch nicht umkommen um das Leben dieses Mannes; leg’ uns nicht zur Last unschuldiges Blut! Denn du bist der Herr, so wie dir gefällt, tust du.

וַיִּשְׂאוּ אֶת־יוֹנָה וַיְטִלֻהוּ אֶל־הַיָּם וַיַּעֲמֹד הַיָּם מִזַּעְפּוֹ׃

15Sie nahmen darauf Jona und warfen ihn in das Meer. Da hörte das Meer auf zu wüten.

וַיִּירְאוּ הָאֲנָשִׁים יִרְאָה גְדוֹלָה אֶת־יְהוָה וַיִּזְבְּחוּ־זֶבַח לַיהוָה וַיִּדְּרוּ נְדָרִים׃

16Die Leute gerieten nun in große Angst vor dem Herrn, sie opferten Mahlopfer dem Herrn und gelobten Gelübde.

Kapitel 2

Jonas Gebet.

וַיְמַן יְהוָה דָּג גָּדוֹל לִבְלֹעַ אֶת־יוֹנָה וַיְהִי יוֹנָה בִּמְעֵי הַדָּג שְׁלֹשָׁה יָמִים וּשְׁלֹשָׁה לֵילוֹת׃

1Der Herr entbot unterdessen einen großen Fisch, Jona zu verschlingen. Jona blieb in dem Bauche des Fisches drei Tage und drei Nächte.

וַיִּתְפַּלֵּל יוֹנָה אֶל־יְהוָה אֱלֹהָיו מִמְּעֵי הַדָּגָה׃

2Jona betete zum Herrn, seinem Gott, aus dem Bauche des Fisches

וַיֹּאמֶר קָרָאתִי מִצָּרָה לִי אֶל־יְהוָה וַיַּעֲנֵנִי מִבֶּטֶן שְׁאוֹל שִׁוַּעְתִּי שָׁמַעְתָּ קוֹלִי׃

3Und sprach: Aus meiner Bedrängnis habe ich zum Herrn gerufen, und er hat mich erhört; aus dem Schoß der Hölle habe ich geschrien, du hast meine Stimme vernommen.

וַתַּשְׁלִיכֵנִי מְצוּלָה בִּלְבַב יַמִּים וְנָהָר יְסֹבְבֵנִי כָּל־מִשְׁבָּרֶיךָ וְגַלֶּיךָ עָלַי עָבָרוּ׃

4Denn Du hast mich geworfen in die Tiefe, mitten in das Meer, und Ströme umgeben mich; all deine Brandungen und deine Wogen fahren über mich her.

וַאֲנִי אָמַרְתִּי נִגְרַשְׁתִּי מִנֶּגֶד עֵינֶיךָ אַךְ אוֹסִיף לְהַבִּיט אֶל־הֵיכַל קָדְשֶׁךָ׃

5Erst dachte ich, ich sei vor dir verstoßen, doch werde ich noch schauen deinen heiligen Tempel!

אֲפָפוּנִי מַיִם עַד־נֶפֶשׁ תְּהוֹם יְסֹבְבֵנִי סוּף חָבוּשׁ לְרֹאשִׁי׃

6Es umringt mich das Wasser [und bedroht] mein Leben; die Tiefe umringt mich; das Meergras ist um mein Haupt umschlungen.

לְקִצְבֵי הָרִים יָרַדְתִּי הָאָרֶץ בְּרִחֶיהָ בַעֲדִי לְעוֹלָם וַתַּעַל מִשַּׁחַת חַיַּי יְהוָה אֱלֹהָי׃

7In die tiefsten Gründe der Berge fuhr ich hinab, die Erde umschloss mich mit ihren Riegeln für immer; da brachtest du herauf aus der Grube mein Leben, Herr, mein Gott!

בְּהִתְעַטֵּף עָלַי נַפְשִׁי אֶת־יְהוָה זָכָרְתִּי וַתָּבוֹא אֵלֶיךָ תְּפִלָּתִי אֶל־הֵיכַל קָדְשֶׁךָ׃

8Wenn meine Seele in mir verschmachtete, gedachte ich des Herrn, und es kam zu dir mein Gebet in deinen heiligen Tempel.

מְשַׁמְּרִים הַבְלֵי־שָׁוְא חַסְדָּם יַעֲזֹבוּ׃

9Die auf nichtigen Tand vertrauen, verzichten auf ihr Heil.

וַאֲנִי בְּקוֹל תּוֹדָה אֶזְבְּחָה־לָּךְ אֲשֶׁר נָדַרְתִּי אֲשַׁלֵּמָה יְשׁוּעָתָה לַיהוָה׃

10Ich aber — mit der Stimme des Dankes werde ich dir opfern; was ich gelobt, werde ich bezahlen. Hilfe ist nur beim Herrn!

וַיֹּאמֶר יְהוָה לַדָּג וַיָּקֵא אֶת־יוֹנָה אֶל־הַיַּבָּשָׁה׃

11Der Herr befahl dem Fisch, dass er den Jona auf das Trockene ausspie.

Kapitel 3

Die Reue Ninives.

וַיְהִי דְבַר־יְהוָה אֶל־יוֹנָה שֵׁנִית לֵאמֹר׃

1Es erging das Wort des Herrn an Jona zum zweiten Male:

קוּם לֵךְ אֶל־נִינְוֵה הָעִיר הַגְּדוֹלָה וִּקְרָא אֵלֶיהָ אֶת־הַקְּרִיאָה אֲשֶׁר אָנֹכִי דֹּבֵר אֵלֶיךָ׃

2Auf, gehe nach Ninive, der großen Stadt, und rufe über sie den Ruf, den ich dich heißen werde.

וַיָּקָם יוֹנָה וַיֵּלֶךְ אֶל־נִינְוֶה כִּדְבַר יְהוָה וְנִינְוֵה הָיְתָה עִיר־גְּדוֹלָה לֵאלֹהִים מַהֲלַךְ שְׁלֹשֶׁת יָמִים׃

3Jona machte sich auf und ging nach Ninive nach dem Befehl des Herrn. Ninive aber war eine sehr weitläufige Stadt, drei Tagereisen im Umfang.

וַיָּחֶל יוֹנָה לָבוֹא בָעִיר מַהֲלַךְ יוֹם אֶחָד וַיִּקְרָא וַיֹּאמַר עוֹד אַרְבָּעִים יוֹם וְנִינְוֵה נֶהְפָּכֶת׃

4Jona fing an, in der Stadt herumzugehen, eine Tagereise; er rief und verkündete: Binnen vierzig Tagen wird Ninive zu Grunde gehen!

וַיַּאֲמִינוּ אַנְשֵׁי נִינְוֵה בֵּאלֹהִים וַיִּקְרְאוּ־צוֹם וַיִּלְבְּשׁוּ שַׂקִּים מִגְּדוֹלָם וְעַד־קְטַנָּם׃

5Die Leute von Ninive glaubten an Gott und riefen ein Fasten aus; sie kleideten sich in Säcke von Groß bis Klein.

וַיִּגַּע הַדָּבָר אֶל־מֶלֶך נִינְוֵה וַיָּקָם מִכִּסְאוֹ וַיַּעֲבֵר אַדַּרְתּוֹ מֵעָלָיו וַיְכַס שַׂק וַיֵּשֶׁב עַל־הָאֵפֶר׃

6Als die Sache an den König von Ninive gelangte, verließ er seinen Thron und legte seinen [königlichen] Mantel ab; er hüllte sich in einen Sack und setzte sich in Asche.

וַיַּזְעֵק וַיֹּאמֶר בְּנִינְוֵה מִטַּעַם הַמֶּלֶךְ וּגְדֹלָיו לֵאמֹר הָאָדָם וְהַבְּהֵמָה הַבָּקָר וְהַצֹּאן אַל־יִטְעֲמוּ מְאוּמָה אַל־יִרְעוּ וּמַיִם אַל־יִשְׁתּוּ׃

7Er ließ ausrufen und verkünden in Ninive: Auf Befehl des Königs und seiner Großen sollen weder Menschen noch Vieh, Rinder oder Schafe, das geringste genießen; sie sollen nicht weiden und nicht Wasser trinken.

וְיִתְכַּסּוּ שַׂקִּים הָאָדָם וְהַבְּהֵמָה וְיִקְרְאוּ אֶל־אֱלֹהִים בְּחָזְקָה וְיָשֻׁבוּ אִישׁ מִדַּרְכּוֹ הָרָעָה וּמִן־הֶחָמָס אֲשֶׁר בְּכַפֵּיהֶם׃

8Menschen und Vieh sollen sich in Trauer hüllen und zu Gott rufen mit aller Macht; sie sollen umkehren, jeder von seinem bösen Wandel und von dem Unrecht, das in ihren Händen ist.

מִי־יוֹדֵעַ יָשׁוּב וְנִחַם הָאֱלֹהִים וְשָׁב מֵחֲרוֹן אַפּוֹ וְלֹא נֹאבֵד׃

9Wer weiß, ob Gott sich dann wieder bedenken und von seiner Zornesglut lässt, dass wir nicht umkommen.

וַיַּרְא הָאֱלֹהִים אֶת־מַעֲשֵׂיהֶם כִּי־שָׁבוּ מִדַּרְכָּם הָרָעָה וַיִּנָּחֶם הָאֱלֹהִים עַל־הָרָעָה אֲשֶׁר־דִּבֶּר לַעֲשׂוֹת־לָהֶם וְלֹא עָשָׂה׃

10Da Gott nun ihr Tun sah dass sie umgekehrt waren von ihrem bösen Wandel, ließ es sich Gott gereuen wegen des Übels, das er ihnen anzutun gedacht hatte, und tat es nicht.

Kapitel 4

Jonas Zurechtweisung.

וַיֵּרַע אֶל־יוֹנָה רָעָה גְדוֹלָה וַיִּחַר לוֹ׃

1Dies missfiel aber dem Jona sehr, es verdross ihn.

וַיִּתְפַּלֵּל אֶל־יְהוָה וַיֹּאמַר אָנָּה יְהוָה הֲלוֹא־זֶה דְבָרִי עַד־הֱיוֹתִי עַל־אַדְמָתִי עַל־כֵּן קִדַּמְתִּי לִבְרֹחַ תַּרְשִׁישָׁה כִּי יָדַעְתִּי כִּי אַתָּה אֵל־חַנּוּן וְרַחוּם אֶרֶךְ אַפַּיִם וְרַב־חֶסֶד וְנִחָם עַל־הָרָעָה׃

2Er flehte zum Herrn und sprach: O Herr, das war ja mein Gedanke, als ich noch in meinem Lande war — darum eilte ich, nach Tarschisch zu fliehen — ich wusste, du bist ein gnädiger und barmherziger Gott, langmütig und von großer Huld, der sich wegen [des verheißenen] Unglücks leicht gereuen lässt.

וְעַתָּה יְהוָה קַח־נָא אֶת־נַפְשִׁי מִמֶּנִּי כִּי טוֹב מוֹתִי מֵחַיָּי׃

3Und nun, Herr, [da ich jetzt als Lügner erscheine] nimm mein Leben denn besser ist mein Tod als mein Leben.

וַיֹּאמֶר יְהוָה הַהֵיטֵב חָרָה לָךְ׃

4Der Herr fragte ihn: Verdrießt es dich so sehr?

וַיֵּצֵא יוֹנָה מִן־הָעִיר וַיֵּשֶׁב מִקֶּדֶם לָעִיר וַיַּעַשׂ לוֹ שָׁם סֻכָּה וַיֵּשֶׁב תַּחְתֶּיהָ בַּצֵּל עַד אֲשֶׁר יִרְאֶה מַה־יִּהְיֶה בָּעִיר׃

5Jona verließ die Stadt und wohnte zur Ostseite der Stadt. Dort machte er sich eine Laube und saß darunter im Schatten, um abzuwarten, was aus der Stadt würde.

וַיְמַן יְהוָה־אֱלֹהִים קִיקָיוֹן וַיַּעַל מֵעַל לְיוֹנָה לִהְיוֹת צֵל עַל־רֹאשׁוֹ לְהַצִּיל לוֹ מֵרָעָתוֹ וַיִּשְׂמַח יוֹנָה עַל־הַקִּיקָיוֹן שִׂמְחָה גְדוֹלָה׃

6Gott, der Herr, gebot einen Rizinus, dass er aufwuchs über Jona, damit über seinem Haupte Schatten sei, um ihm seinen Verdruss zu vermindern. Jona hatte über den Rizinus eine große Freude.

וַיְמַן הָאֱלֹהִים תּוֹלַעַת בַּעֲלוֹת הַשַּׁחַר לַמָּחֳרָת וַתַּךְ אֶת־הַקִּיקָיוֹן וַיִּיבָשׁ׃

7Gott aber entbot dann einen Wurm, als das Morgenrot am Tag darauf aufstieg, und er stach den Rizinus, sodass er verdorrte.

וַיְהִי כִּזְרֹחַ הַשֶּׁמֶשׁ וַיְמַן אֱלֹהִים רוּחַ קָדִים חֲרִישִׁית וַתַּךְ הַשֶּׁמֶשׁ עַל־רֹאשׁ יוֹנָה וַיִּתְעַלָּף וַיִּשְׁאַל אֶת־נַפְשׁוֹ לָמוּת וַיֹּאמֶר טוֹב מוֹתִי מֵחַיָּי׃

8Wie die Sonne aufging, da entbot Gott einen schwülen Ostwind, und die Sonne stach Jona auf das Haupt, dass er verschmachtete. Da wünschte er sich den Tod herbei und sprach: Besser mein Tod als mein Leben.

וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים אֶל־יוֹנָה הַהֵיטֵב חָרָה־לְךָ עַל־הַקִּיקָיוֹן וַיֹּאמֶר הֵיטֵב חָרָה־לִי עַד־מָוֶת׃

9Da sprach Gott zu Jona: Verdrießt es dich so sehr um den Rizinus? Er erwiderte: Sehr verdrießt es mich, zum Sterben.

וַיֹּאמֶר יְהוָה אַתָּה חַסְתָּ עַל־הַקִּיקָיוֹן אֲשֶׁר לֹא־עָמַלְתָּ בּוֹ וְלֹא גִדַּלְתּוֹ שֶׁבִּן־לַיְלָה הָיָה וּבִן־לַיְלָה אָבָד׃

10Da sprach der Herr: Dir ist leid um den Rizinus, mit dem du keine Mühe gehabt, und den du nicht großgezogen, der in einer Nacht entstanden und in der andern Nacht verschwunden ist.

וַאֲנִי לֹא אָחוּס עַל־נִינְוֵה הָעִיר הַגְּדוֹלָה אֲשֶׁר יֶשׁ־בָּהּ הַרְבֵּה מִשְׁתֵּים־עֶשְׂרֵה רִבּוֹ אָדָם אֲשֶׁר לֹא־יָדַע בֵּין־יְמִינוֹ לִשְׂמֹאלוֹ וּבְהֵמָה רַבָּה׃

11Und mir sollte nicht leid sein um Ninive, die große Stadt, in welcher mehr als zwölf Myriaden Menschen sind, die nicht wissen [zu unterscheiden] zwischen rechts und links, dazu vieles Vieh?

  • Die Übersetzung stammt von Rabbiner Simon Bernfeld und wurde geringfügig an den heutigen Sprachgebrauch angepasst.

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