Jakob Levy und sein Wörterbuch
Anmerkung: Dieser Artikel wurde ohne den Einsatz von KI-Mitteln verfasst. Es war schon immer mein Traum das Neuhebräisches und Chaldäisches Wörterbuch über die Talmudim und Midraschim von Jakob Levy zu digitalisieren. Doch jeder Versuch endete in einem Albtraum. Nicht nur die monumentale Größe des Werkes, 4 Bände mit über 19.000 Stichwörtern, auch die Typographie ist es, die jedes OCR-Programm in die Knie zwingt. Denn hier sind auf engstem Raum Deutsch, Hebräisch, Aramäisch, Syrisch, Arabisch, Persisch, Latein und Griechisch zusammengedrängt. Daneben gibt es kursive Schrift, Sperrsatz, diakritische Zeichen usw. Eine digitale Erfassung des Werkes als Einzelner würde vielleicht so viel Zeit in Anspruch nehmen wie das Verfassen selbst1. Noch in dem Vorwort zum ersten Band 1876 versprach Levy eine systematische Darstellung der talmudischen Sprache und musste 13 Jahre später im Nachwort zum vierten Band aufgrund von „körperlichen Leiden“ sich entschuldigen, das Versprechen nicht gehalten zu haben. Er verwies lediglich auf längere Artikel wie מִדְרָשׁ, מִשְׁנָה und עִבְרִי. Sein Freund Heinrich Fleischer, Orientalist und Vater der arabischen Philologie, der mehr als 1.500 Ergänzungen zum Wörterbuch beitrug, überlebte …

