Hakkafot (הַקָּפוֹת »Umzüge«) werden im Tanach als kriegerisches Ereignis bei der Eroberung von Jericho erwähnt. Im Tempelritus wurden Prozessionen anlässlich von Sukkot abgehalten; an den ersten Tagen zog man je einmal, am siebenten siebenmal um den Altar. Daraus hat sich die Sitte gebildet, dass in der Synagoge nach dem Mussafgebet die Torarolle ausgehoben wird und mit dem Lulaw in der Hand Prozessionen um diese herum gehalten werden. Bei dieser Gelegenheit werden die Hoschanot gebetet. Weitere Hakkafot werden am Simchat Tora gehalten, und zwar mit sämtlichen vorhandenen Torarollen. Nach aschkenasischem Brauch finden sie am Abend und am Morgen statt, nach sefardischem jedoch nur einmal, manchmal auch zu Mincha. Auch für diese Umzüge gibt es eigene Lieder.

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