Hauptseite | Kontakt
English

Titel

 

 

Heute ist der



Jüdischkeit (die, f, Substantiv)

Die Jüdischkeit ist eine Spielart der jüdischen Neshumme (siehe dort) und unterliegt bisher keinen feststellbaren wissenschaftlichen Parametern. Führende Ethnologen diskutieren seit Jahrzehnten, ob es sich um ein soziokulturelles oder genetisch verankertes Phänomen handelt, pädagogische Feldstudien an nichtjüdischen Adoptivkindern jüdischer Eltern liegen bisher mangels Evidenz nicht vor. Einige Psychologen vermuten, dass es einen bestimmten Zusammenhang von verbaler und nonverbaler Kommunikation gibt, die in ihrem Zusammenspiel einen Teil der Jüdischkeit ausmachen.

So beobachteten Barbara & Allan Pease in ihrem neuen Buch "Warum Juden nicht zuhören und Gojim so schlecht einparken" eine Gruppe charedischer Talmudstudenten im Vergleich zum Schachclub der Reformgemeinde "Tempel Beth Shalom" auf Long Island. Die Probanden hielten sich in voneinander getrennten Räumen auf und konnten durch eine schalldichte Glaswand das Gespräch der anderen Gruppe zwar sehen, aber nicht hören. Anschließend sollten sie anhand der verwendeten Gestik beurteilen, worüber sich die jeweils andere Gruppe unterhalten hatte. Mit einer erstaunlichen Treffsicherheit von 59% gaben die Mitglieder beider Kontrollgruppen die Gesprächsinhalte der anderen Probanden wieder, womit zumindest die These aufgestellt werden kann, dass ein genetischer Zusammenhang besteht und die Gründe der kommunikativen Bestandteile der Jüdischkeit von der biologischevolutionären Entwicklung des Judentums bedingt sind. Pease & Pease vermuten als Ursache die 40-jährige Wüstenwanderung, bei der zurückbleibenden Gruppen durch Gesten überlebenswichtige Nachrichten übermittelt wurden. Diese Verhalten wirkt auch noch im 21. Jahrhundert nach, auch wenn den Beteiligten dies nicht mehr bewusst ist.

Die psychologische Komponente der Jüdischkeit ist weitaus schwerer zu erfassen und hängt mit einem normativen Komplex ab, der sich vor allem unter sogenannten nicht-observanten Orthodoxen, im allgemeinen Sprachgebrauch auch traditionellen Juden genannten Gruppen ausgeprägt hat. Verhaltensforscher der Universität Berkley konnten dies vor allem durch vergleichende Beobachtungen bei nicht-obervant orthodoxen und observanten Gruppen beobachten, zu denen neue Mitglieder von außen hinzustießen. Während die observanten Gruppen ein klares Regelwerk vorgaben, das Neumitgliedern die Integration ermöglicht, wurden die Parameter der Jüdischkeit von den Alfamännchen und -weibchen der nicht-observanten Gruppen scheinbar willkürlich festgelegt, vor allem beim Grad der Einhaltung gruppenrelevanter Speisevorschriften, der bereits oben erwähnten Kommunikationsformen und dem erwarteten Kenntnisstand der internen Gebräuche und Riten. Es wurden Fälle von verzweifeltem Mimikriverhalten der sogenannten Proselyten ("Übergetretenen" siehe dort) beobachtet, die dennoch nicht zum erwünschten Toleranzverhalten führten. Kürzlich wurde der Presse ein Fall bekannt, in dem eines der führenden Alfamännchen einer Fernsehjournalistin, die seiner Gruppe angehören wollte, einen rigorosen Verzicht auf bestimmte Lebensmittel verordnete, obwohl er selbst offenbarte, diese regelmäßig zu sich zu nehmen. Manchmal wurden neue Gruppenmitglieder aber auch ohne objektiv erkennbare Verhaltenskonformität akzeptiert und übernahmen danach gruppenidentische Vorgehensweisen, worauf ihnen Jüdischkeit attestiert wurde. Die Forscher berichteten übereinstimmend, diese Vorgehensweise ähnele dem Gruppenverhalten antarktischer Kragenpinguine, die Neuzugängen aus anderen Kolonien ähnliche Initiationsriten auferlegten.

Eine weitere Äußerungsform der Jüdischkeit fällt ebenfalls in den Bereich der Psychologie und zeigt sich in schriftlichen und filmischen Medien als sarkastischer und schwarzer Humor. Bekannte Vertreter dieser Öffentlichkeitsarbeit sind Mel Brooks, Ephraim Kishon und seit kurzem Dany Levy.

talmud.de Das Judentum in Deutschland © 1998-2011 talmud.de - Impressum; Disclaimer und Hinweise zur Benutzung von talmud.de hier