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Was hat Weinbau mit dem Berufsrabbinertum zu tun?Raschi von Troyes und die Thora als Spaten von Mirjam Lea Lübke Biographisches Rabbi Schlomo ben Jitzchak , bekannt als Raschi, wurde im Jahre 1040 in einer Gegend geboren, die damals weniger für ihre Gelehrten als für ihre Schaumweine bekannt war: In Troyes in der Champagne. Dort besaß auch seine Familie einen großen Weinberg, von dem sie ihren Lebensunterhalt bestritt. Auch noch am Vorabend der Kreuzzüge lebten die Juden in Aschkenas relativ unbehelligt, ja oft sogar in Freundschaft mit ihren christlichen Nachbarn. Der mittelalterliche Mensch war es gewöhnt, mit den Angehörigen verschiedener Völker an einem Ort zu leben, nationalstaatliches Denken in der ausgeprägten Form der Neuzeit gab es nicht. Unterschiedliche Kulturen und Rechtssysteme gab es durch die zunehmende Bedeutung der Handelswege an jedem größeren Ort. Nordfrankreich, wo Raschi seine Jugend verbrachte, ist ein besonders herausragendes Beispiel für dieses Zusammenleben. Viel ist über sein Leben nicht bekannt, so tat die Phantasie seiner Nachfahren und Bewunderer ein Übriges, um die Biographie des wohl berühmtesten jüdischen Gelehrten des Mittelalters auszuschmücken. Bereits die Umstände seiner Geburt waren der Überlieferung zufolge legendär: Nachdem sein Vater einen Edelstein ins Meer geworfen hatte, den ihm Christen zur Herstellung eines Heiligenbildes abnehmen wollten, hörte er eine Stimme vom Himmel. Diese prophezeite ihm einen Sohn, der die Welt mit seiner Weisheit erleuchten würde. Ein Klassiker der jüdischen Legende ist auch die Geschichte seiner hochschwangeren Mutter, die in einer engen Gasse von einem Wagen fast überrollt worden wäre, hätte nicht die Mauer hinter ihr nachgegeben und eine schützende Nische um sie geformt – eine ganz ähnliche Geschichte wird auch über eine Einbuchtung an der Wand der Wormser Synagoge erzählt... Neben seinem Studium der Tora erhielt Raschi in seiner Jugend auch eine kunsthandwerkliche Ausbildung im Umgang mit kostbaren Stoffen und der Herstellung von Reliefs aus Stein und Metall. Darüber hinaus erlernte er in seiner Familie die Grundlagen des Handelswesens, denn Troyes war ein bedeutender Treffpunkt von Kaufleuten und Händlern. Für die damaligen Verhältnisse war Raschi fast ein Nesthocker. Erst im Alter von 18 Jahren, als er bereits verheiratet war, verließ er sein Elternhaus, um in Worms und Mainz zu studieren. Ein Auslandsstudium war im Mittelalter nichts außergewöhnliches, viele Studenten suchten weit entfernte Lehrer auf, um bei ihnen ihre Ausbildung zu vollenden, manche sogar schon als Zwölfjährige. Die bedeutenden aschkenasischen Jeschiwot lagen im Hochmittelalter im Rheinland, in den Städten Speyer, Worms und Mainz. Wer eine fundierte Ausbildung in jüdischem Recht und halachischer Weisheit erhalten wollte, begab sich in eine dieser Städte, um dort zu studieren. Auch Raschi lebte einige Zeit in Worms und wurde Schüler in der Tradition des 1028 verstorbenen Rabbi Gershom ben Jehuda, dem Licht des Exils. Dessen Schüler, zum Beispiel Eleasar ben Levi von Worms, waren inzwischen selbst zu Lehrern ausgebildet und unterrichteten in dem kleinen Lehrhaus, das – im 16. Jahrhundert nachgebaut – noch heute in der Judengasse zu besichtigen ist. Dass Raschi von der berühmten Wandnische aus selbst dort gelehrt habe, behaupten heute allerdings noch nicht einmal mehr die Fremdenführer der Stadt, die ihrem berühmtesten jüdischen Bewohner den Zustrom vieler orthodoxer Touristen verdankt. Viele möchten nur einmal in der selben Mikwe untertauchen wie der große Kommentator. Kein Bafög für Raschi? Unser Bild von jüdischem Leben im Mittelalter ist oft entweder romantisch verklärt wie in der Ivanhoe-Geschichte von Walter Scott oder bestimmt von den Berichten über die Verfolgungen während der Kreuzzüge und der Zeit der Pest. Diese einschneidenden Ereignisse spielten in Raschis Leben gleichwohl erst später eine Rolle. Die Realität sah für ihn und andere junge Juden meist weitaus banaler aus, wenn auch nicht erfreulicher: Dem Problem der Armut mussten sich die jüdischen Gemeinden ebenso stellen wie ihre christliche Umwelt, wenn sie sich auch alle Mühe geben, so wenig wie möglich über ihre sozialen Probleme nach außen dringen zu lassen. Wohnungsnot und leere Armenkassen machten den Gemeinden zu schaffen, oft appellierten die Rabbiner und Vorsteher vergebens an die reicheren Mitglieder, ihren sozialen Verpflichtungen nachzukommen. Die Studenten der Jeschiwot, der jüdischen Hochschulen, zählten nicht zwangsläufig zur Unterschicht der Gemeinden, aber das Leben eines Schülers im Mittelalter war hart, wenn er nicht über reiche Eltern oder eine beruftätige Frau verfügte. Mancher Student einer Jeschiwa, einer Talmudhochschule, musste sich mit entwürdigender Arbeit finanzieren, so etwa durch den Haustürverkauf von Kosmetikutensilien oder Nachhilfeunterricht für weniger begabte Kollegen. Ganz ohne weltlichen Broterwerb blieben aber auch die wohlhabenderen Studenten nicht, manchmal machten sie sogar ihren Lehrern die Geschäftspartner abspenstig, die zum Warenverkauf oder zur Abwicklung von Kreditgeschäften in das Lehrhaus kamen. Ein solches Vorgehen sorgte für böses Blut: Dies findet seinen Niederschlag in der juristischen Korrespondenz zur Monopolstellung des Geschäftsmannes gegenüber seinem Stammkunden, der Ma´arufia. Kurzum: Vom Studium der Tora allein konnte niemand leben. Die Erweiterung des eigenen halachischen Wissens galt in Aschkenas zwar als außerordentlich ehrenvoll, taugte aber nicht dazu, die Familie zu ernähren. Vom Berufsbild des Rabbiners, das es heute gibt, war die Tätigkeit eines jüdischen Rechtsgelehrten bis in die frühe Neuzeit noch meilenweit entfernt. Während die Schüler und Schülerinnen eines Rabbinerseminars heute auch nichtreligiöse Fächer wie Psychologie studieren und in Praktika Sozialarbeit in der Gemeinde leisten, beschränkte sich das Rabbineramt damals hauptsächlich auf die Lehrtätigkeit, ohne einen weltlichen Beruf zu integrieren. Es galt nahezu als unmoralisch, dafür eine Bezahlung zu verlangen. Auch Raschi war noch als Rabbiner arm, denn sein Ehrgeiz galt mehr dem Studium der Tora, als dem Erwerb finanziellen Wohlstands. Wenn von ihm auch der Ausspruch überliefert ist, dass die Thora nicht zum Spaten gemacht werden solle, so kann man doch davon ausgehen, dass er nicht nur aus Überzeugung, sondern auch aus purer Notwendigkeit heraus einem weltlichen Beruf nachging. Er hatte jung geheiratet, in Frankreich wartete seine Frau auf ihn. Oft reichte das Geld nicht aus, um seine Familie zu ernähren und zu kleiden. In den Städten des Rheinlands drängten sich viele Schüler, die ein Auskommen suchten. Raschis berufliche Zukunft lag aber nicht im Kreditwesen, wie bei vielen Geehrten, sondern in der traditionellen Tätigkeit seiner Familie, dem Weinbau. Nach seiner Ausbildung, im Alter von 25 Jahren, kehrte er in die Champagne zurück und arbeitete als Bauer und Weinhändler in Troyes. Diese Tätigkeit beanspruchte ihn so sehr, dass er nicht wie andere Gelehrte an halachischen Diskussionen teilnehmen konnte, sondern sich vieles im Selbststudium erarbeiten musste. Motiviert durch diesen Mangel an gelehrter Gesellschaft begann er um 1070 mit dem Aufbau eines eigenen Lehrhauses, das den Jeschiwot im Rheinland einmal zur Konkurrenz erwachsen sollte. Kerem Raschi- Raschis Weinberg Frankreich war damals wie heute ein wichtiges, wenn nicht das bedeutendste Exportland für Wein. Bis nach Irland wurde französischer Wein geliefert, und auch in Tintagel, dem ehemaligen Königssitz des legendären Königs Artus in Cornwall, trank man Wein aus Nantes und Burgund. Der Weinbau erlebte durch die Klimaerwärmung um die letzte Jahrtausendwende im elften Jahrhundert einen großen Aufschwung. Wegen der milden Temperaturen konnten auch weit im Norden des Landes, bis nach Flandern, Weinstöcke angepflanzt werden. Der Prozentsatz jüdischer Bauern war dort besonders hoch. Wein war nicht nur ein Getränk, das für den G`ttesdienst in Kirchen und Synagogen bestimmt war, sondern ein Grundnahrungsmittel wie Brot und Gemüse. Bedarf für Wein aller Qualitäten bestand demnach in allen Schichten der Bevölkerung, die Menschen tranken bis zu zwei Litern am Tag, egal ob jung oder alt. Nun bedeutete das nicht, dass ständige Trunkenheit eines der Hauptprobleme der Gesellschaft darstellte, vielmehr waren die Weine dieser Zeit von geringem Alkoholgehalt und genossen den Stellenwert eines Erfrischungsgetränks. Meist wurde milder Weißwein gekeltert, erst im Spätmittelalter kamen Rotweine und Likörweine dazu. Das schmälert aber nicht die religiöse Bedeutung des Weines für Christen und Juden. Für den Kiddusch am Schabbat und den Feiertagen, aber auch für den Seder des Pessachfestes musste koscherer Wein durch jüdische Produzenten hergestellt werden. Erst im 13. Jahrhundert erlaubten die Rabbinerkonferenzen offiziell den Zukauf von Christen angebauter Trauben. Besitzer der Weinberge waren allerdings meist die Klöster, die gerade im elften Jahrhundert, Raschis Lebenszeit also, eine Reformbewegung erlebten. Vielerorts besaßen sie das Monopol auf Weinhandel und –herstellung. Zu den Konventen gehörten große Besitzungen, die von abhängigen Bauern bearbeitet wurden. Aber auch die Mönche selbst forderten eine Rückkehr zur landwirtschaftlichen Arbeit und beschäftigten sich neben dem Weinbau mit der Zucht anderer Sonderkulturen, deren bekannteste wohl die Heilkräuter sind. Vielleicht hatte diese Aufbruchsstimmung im Christentum die Modernisierung der landwirtschaftlichen Techniken auch im Weinbau bewirkt? Raschi berichtet in seinem Kommentar zu Awoda Sara, dem Traktat zu allen Formen des Götzendienstes, ausführlich von den Anbau- und Keltertechniken im Norden Frankreichs. Diese unterschieden sich von den Herstellungsmethoden in Israel so grundlegend, dass er ich nicht sicher sein konnte, ob er sie selbst benutzen durfte, ohne sich einer Übertretung der Kaschrutvorschriften schuldig zu machen. In der Mischna zum Beispiel wird beschrieben, dass die Trauben in Fässern gestampft und der Saft durch Röhren abgeleitet wurde. In Frankreich benutzten die Winzer für den gleichen Vorgang durch Kanäle miteinander verbundene Gruben. Es scheint fast so, als habe es in Frankreich eine Frühform landwirtschaftlicher Industrie gegeben, deren Techniken erst in der Neuzeit weiter verbessert werden konnten. Es ist tragisch, dass gerade die Reformbewegung im Christentum, die zunächst auch die Lebensumstände der jüdischen Weinbauern in Frankreich so positiv beeinflusste, schließlich die Ausschreitungen der Kreuzzüge einleitete. Um 1096 verlor auch Raschi viele Freunde und Studienkollegen durch die an den Juden verübten Morde in den Städten des Rheinlands. Eine weitere Legende erzählt, dass Raschi schon zu diesem Zeitpunkt das unrühmliche Ende des Kreuzfahrers Gottfried von Bouillon vorhersah...
Die Arbeit Raschis als Kommentator Die berühmtesten Werke Raschis sind wohl seine Kommentare zum Tanach - der hebräischen Bibel - und zum babylonischen Talmud. Auch wenn Judaistik-Studenten heute über die komplizierte Sprache der Texte und ihr spezielles Alefbet stöhnen, so bedeuteten diese Kommentare damals eine revolutionäre Neuerung und Arbeitserleichterung für die Studierenden. In seinen Erläuterungen zum Pentateuch erschließt Raschi den Lesern die Bedeutung des Textes über ein ausführliches Studium des Midrasch, der rabbinischen Kommentare, die er den Büchern der Bibel zuordnet. Sehr interessant ist zum Beispiel seine Auslegung des Verses In allem, was Sara zu dir sagt, höre auf ihre Stimme (Gen. 21,12), der meinem Aufsatz über die Rolle der Frau im jüdischen G’ttesdienst den Titel verlieh: Aus dem Midrasch Tanchuma leitet Raschi ab, dass Sara in der Prophetie begabter war als Abraham und er deshalb auf die göttliche Stimme in ihr hören solle. Aber auch die Wortwahl der Bibel war für Raschi ein wichtiges Kriterium der Exegese, kein Dageschpunkt in einem Buchstaben war für ihn ohne Sinn. Zudem erläutert er den Lesern die Stilmittel biblischer Sprache, so zum Beispiel zu Genesis 22, 2, der Bindung Itzchaks: Nimm doch, ? ? ist stets der Ausdruck einer Bitte, Er sprach zu ihm, ich bitte dich, bestehe diese Prüfung, damit man nicht sage, an den früheren war nichts Wirkliches. Während heute jede relativ gut sortierte Universitätsbibliothek ein Exemplar des Talmud besitzt und jedes Stichwort per Bar-Mitzwa-CD-Rom auffindbar ist, besaßen die Gemeinden im Mittelalter oft nur einzelne Traktate des Textes. Zudem waren die Lebensumstände der Juden in Mitteleuropa vollkommen verschieden von denen im Orient, auf welche die halachischen Diskussionen zugeschnitten waren. Es bestand also Bedarf nach einem Kommentar, der die komplizierten Rechtsentscheide der Vorfahren aus Israel und Babylonien auch den Studenten im Rheinland zugänglich machte. Die Halacha sollte nicht nur studiert, sondern auch gelebt werden, gerade hier in der Diaspora. Raschi leitete damit ein Rahmenwerk zum Talmud ein, das später von seinen Schülern und deren Nachfahren, den sogenannten Tosafisten, fortgeführt wurde. Ihre begleitenden Anmerkungen umrahmen heute den Text fast jeder Talmudausgabe und wurden im 13. Jahrhundert durch Mordechai ben Hillel Aschkenas auch den sefardischen Schulen zugänglich gemacht. Auch wenn Raschi selbst nicht das Ziel hatte, eine halachische Autorität zu werden, sondern sich hauptsächlich als Lehrer sah, kam ihm dieser Status durch die Arbeit seiner Schüler sehr bald zu. Im Süden Europas hatte inzwischen eine geisteswissenschaftliche Entwicklung eingesetzt, deren Ausläufer auch die Gelehrten in Aschkenas erreichten: Im Hochmittelalter begannen die Menschen dort ihre Umwelt naturwissenschaftlich zu erfassen, indem sie sich auf die Gelehrten der Antike zurückbesannen. Über die Handelswege fanden die mathematischen und medizinischen Schriften aus Südspanien auch Einzug in die Gedankenwelt Mitteleuropas, Händler und Studenten führten Schriftstücke über tausende Kilometer mit sich, um sie in ihre Heimat zu bringen. In Nordafrika und im muslimischen Spanien analysierten die Gelehrten erstmals ihre Sprache nach wissenschaftlichen Kriterien und erfassten systematisch deren Grammatik. Die jüdischen Grammatiker schrieben ihre Arbeiten in arabischer Sprache, um sie auch ihren muslimischen Kollegen zugänglich zu machen. Neben Latein war Arabisch die Gelehrtensprache des Mittelalters und für viele südspanische Juden zudem die Umgangssprache. Die Rabbiner in Aschkenas allerdings waren ihrer nicht mächtig, auch Raschi nicht. Nur zögerlich fand deshalb die Arbeitsweise der spanischen und nordafrikanischen Gelehrten Einzug in die aschkenasischen Jeschiwot, die mit Übersetzungen arbeiten mussten. Raschi selbst kannte die hebräischen Kommentarwerke des Dunasch ibn Labrat, das geht aus einer Bemerkung zu Psalm 39 hervor. Andere Arbeiten zur Grammatik des Pentateuch blieben ihm wegen der Sprachbarriere verschlossen. Raschi befasste sich aber nicht nur mit der Grammatik des Talmud, sondern auch mit dessen Redaktionsgeschichte. Zwei Jahrhunderte früher hatte die Frage nach dem Wie und Warum der Entstehung schon den babylonischen Gelehrten Sherira bewegt. Auf die wahrscheinlich fiktive Anfrage der Akademie in Kairouan schickte er jenen Lehrbrief an die tunesische Gemeinde, der lange als das bedeutenste Werk zur Redaktionsgeschichte des babylonischen Talmud galt. Höchstwahrscheinlich war dieser Lehrbrief die Grundlage jeder redaktionsgeschichtlichen Arbeit am Talmud im Mittelalter, auch für Raschi. Der sogenannte Iggeret Raw Sherira Gaon schildert neben den Generationen der Gelehrten, deren Entscheidungen den Talmud ausmachen, auch die Gründe seiner Abfassung. Auch wenn Raschi selbst nie den Talmud als Gesamtkonzept aus den Augen verlor, so beschäftigte er sich doch mit den verschiedenen Sprachstilen der Texte, welche deren unterschiedliche Herkunft verdeutlichen. Damit zeigt er auf, dass es sich nicht um einen Text aus einheitlichem Guss handelt, sondern ein im Lauf er Jahrhunderte gewachsenes Werk. Bis zu seinem Tod im Jahre 1104 führte er seine Arbeit von der Champagne aus fort. Wohl erwog er, nach der Katastrophe der Schum-Städte (Speyer, Worms, Mainz) seine Lehrtätigkeit dort aufzunehmen, aber es ist, wie vieles in Raschis Biographie, ins Reich der Legende zu verweisen, dass er tatsächlich dorthin zurückkehrte. Zu Raschis Vermächtnis gehören nicht nur seine Kommentarwerke, sondern auch etwa 150 erhaltene Rechtgutachten, die von Israel Elfenbein 1943 in New York herausgegeben wurden. Viele davon hat Irving Agus ins Englische übersetzt und kommentiert. Eine weitere Übersetzung dieser Responsen liegt auch von Hans-Georg von Mutius vor, sie erreicht aber bei weitem nicht die Übersichtlichkeit des englischsprachigen Werks. Raschis Pentateuch-Kommentar ist inzwischen wieder als zweisprachige Ausgabe, sein Kommentar zum Talmud in hebräischer Sprache auf CD-Rom (Bar Ilan Bar-Mitzwa Edition) erhältlich. |
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