Schulchan Aruch

Schulchan Aruch – Orach Chajim – Abschnitt 494 – Ordnung der Gebete an Schawuot

§1 Der fünfzigste Tag der Omer-Zählung ist Chag Schawuot. Die Ordnung der Gebete ist wie die des Feiertags Pessach, nur sprechen wir »Chag Schawuot, Zeit der Torahgabe«. Wir sprechen das volle Hallel. Wir nehmen zwei Torarollen heraus und lesen in der ersten von fünf [Abschnitten] von »Der dritte Monat« bis zum Ende der Ordnung. Der Maftir wird aus der zweiten Torahrolle gelesen, »Am Tag der ersten Früchte«. Als Haftarah lesen wir den »Streitwagen« von Jechezkiel und enden mit dem Vers »und der Wind trug mich hinauf.«

§2 Am zweiten Tag lesen wir aus dem Abschnitt (Dewarim 15,19) »Jeder Erstgeborene« bis zum Ende des Teils. Der Maftir wird wie am Vortag gelesen, und als Haftarah lesen wir in Chabakuk von »Und Haschem in seinem heiligen Heiligtum« bis »für den Anleiter mit meinen Melodien« (lamnazeach…).

§3 Es ist nicht gestattet, unmittelbar nach dem Feiertag Schawuot zu fasten.
Rama: Und wir sagen keinen Tachanun vom Beginn von Rosch Chodesch Siwan bis zum 8. Tag, der nach dem Nachfeiertag (Isru Chag) liegt (Hagahot Maimoni, Hil‘ Tefillah Umnagim).
Wir haben den Brauch, an Schawuot die Synagoge und die Häuser mit Pflanzen zu dekorieren, als Erinnerung an das Glück des Torahempfangs. Wir haben überall den Brauch, am ersten Tag von Schawuot Milchprodukte zu essen. Und es scheint mir, dass dies der Grund dafür ist: Es ist wie die zwei Speisen, die am Abend von Pesach eingenommen werden, eine Erinnerung an das Korban Pesach und eine Erinnerung an das Korban Chagiga, so essen wir auch eine Milchspeise gefolgt von einer Fleischspeise, und wir bringen mit ihnen zwei Brote auf den Esstisch, der die Stelle des Mizbeach einnimmt, und so wird es eine Erinnerung an die zwei Brote geben, die am »Tag der Bikkurim« (Schawu’ot) gebracht wurden.

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