Jehoschua – Das Buch Josua

Das Buch Jehoschua (Josua) in der (angepassten) Übertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.

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Kapitel 1

Josua wird Nachfolger Moses.
1. Nach dem Tode Moses, des Knechtes des Herrn, sprach der Herr zu Josua Sohn Nuns, dem Diener Moses, also:
2. Mose, mein Knecht, ist tot; mache dich nun auf, ziehe über den Jordan, du und das ganze Volk, nach dem Lande, das ich den Kindern Israel gebe.
3. Jeden Ort, worauf euer Fußballen tritt, gebe ich euch, wie ich dem Mose verheißen.
4. Von der Wüste und dem Libanon dort bis zu dem großen Strome, dem Strome Euphrat, das ganze Land der Hittim bis zum großen Meere nach Westen soll euer Gebiet sein.
5. Niemand soll gegen dich Stand halten all die Tage deines Lebens. Wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich auch mit dir sein; ich verlasse dich nicht und verstoße dich nicht.
6. Sei stark und fest, denn durch dich soll das Volk das Land in Besitz nehmen, das ich zugeschworen ihren Vätern, ihnen zu geben.
7. Nur sei sehr stark und fest, zu beobachten und zu tun ganz nach der Lehre, die dir mein Knecht Mose geboten. Weiche nicht davon rechts oder links, damit du Glück hast überall, wo du gehst.
8. Dies Buch der Lehre weiche niemals von deinem Mund, du sollst sinnen darüber Tag und Nacht, damit du beobachtest zu thun, alles was darin geschrieben; dann wirst du durchführen deinen Weg, und dann wirst du Glück haben.
9. Ich gebiete dir also, sei stark und fest, zage nicht und sei nicht bange, denn mit dir ist der Herr, dein Gott, überall, wo du ghest.
10. Josua gebot alsdann den Beamten des Volkes also:
11. Gehet im Lager umher und gebietet dem Volke: Bereitet euch Mundvorrat; denn binnen drei Tagen zieht ihr über den Jordan, das Land in Besitz zu nehmen, welches der Herr, euer Gott, euch gibt, es zu besitzen.
12. Und zu den Stämmen Ruben und Gad und dem halben Stamme Manasse sprach Josua also:
13. Gedenket dessen, was euch geboten Mose, der Knecht des Herrn, also: Der Herr, euer Gott, schaffte euch Ruhe und gab euch dieses Land.
14. Euere Frauen, euere Kinder und euere Herden sollen nun bleiben in dem Lande, das euch Mose gegeben, jenseits des Jordan, ihr aber sollt gerüstet vor euren Brudern herziehen, alle Waffenfähigen, und ihnen beistehen;
15. Bis der Herr euren Brüdern Ruhe gibt wie euch, und auch sie das Land einnehmen, welches der Herr, euer Gott, ihnen gibt; dann kehret zurück nach dem Lande eures Besitzes und besitzet es, das euch gegeben Mose der Knecht des Herrn jenseits des Jordan gen Osten.
16. Sie antworteten darauf dem Josua also: Alles, was du uns geboten, werden wir thun, und wohin du uns schicken wirst, werden wir gehen.
17. Wie wir dem Mose gehorcht, so werden wir dir gehorchen. Der Herr, dein Gott, sei mit dir, wie er mit Mose gewesen ist.
18. Jeder Mann, der dir widerspricht und auf deine Worte nicht hört in allem, was du ihm gebietest, werde getötet. Nur sei stark und fest.

Kapitel 2

Die Kundschafter.
1. Josua Sohn Nuns schickte nun von Sittim zwei Männer aus als Kundschafter, in der Stille, und sprach: Gehet, sehet das Land und [hauptsächlich] Jericho. Und sie gingen und kamen in das Haus eines Weibes, einer Buhlerin, deren Name Rahab war, und sie legten sich daselbst nieder.
2. Es ward aber dem König von Jericho gesagt also: Diese Nacht sind Männer hierher gekommen von den Kindern Israel, auszuspähen das Land.
3. Der König von Jericho sandte darauf zu Rahab und sprach: Gib heraus die Männer, welche in dein Haus gekommen, denn auszuspähen das ganze Land sind sie gekommen.
4. Aber die Frau hatte die beiden Männer genommen und verborgen. Und sie sprach: Gewiß, die Männer sind zu mir gekommen, aber ich wusste nicht, woher sie sind.
5. Und es geschah um die Zeit des Torschlusses, da es finster war, da gingen die Männer hinaus. Ich weiß nicht, wohin die Männer gegangen. Setzet ihnen eilends nach, denn ihr holt sie ein.
6. Sie hatte sie aber hinaufgeführt auf das Dach und verbarg sie unter ihren Flachsstengeln, die aufgeschichtet lagen auf dem Dache.
7. Die Männer setzten ihnen nach, den Weg des Jordan an den Furten, und das Tor wurde geschlossen, sobald jene hinaus waren, die ihnen nachsetzten.
8. Sie aber hatten sich noch nicht niedergelegt, da ging [Rahab] zu ihnen hinauf auf das Dach,
9. Und sprach zu den Männern: Ich weiß, dass der Herr euch dies Land gegeben und dass euer Schrecken auf uns gefallen, und dass alle Bewohner des Landes vor euch in Angst aufgelöst sind.
10. Denn wir haben gehört, dass der Herr ausgetrocknet das Wasser des Schilfmeeres vor euch, bei eurem Auszuge aus Ägypten, und was ihr getan den beiden Königen des Emori, die jenseits des Jordan, dem Sichon und dem Og, welche ihr gebannt habt.
11. Als wir dies hörten, schmolz unser Herz und es blieb kein Mut mehr in einem Mann vor euch; denn der Herr, euer Gott, ist der Gott des Himmels oben und auf der Erde hier unten.
12. Und nun schwöret mir bei dem Herrn, weil ich euch Liebe erwiesen, dass auch ihr Liebe erweiset dem Hause meines Vaters, und gebet mir darauf ein Zeichen der Gewähr:
13. Dass ihr leben lasset meinen Vater und meine Mutter und meine Brüder und meine Schwestern und all das Ihrige, und unser Leben vom Tode rettet.
14. Die Männer sprachen zu ihr: Unser Leben statt euer dem Tode — wenn ihr unser Vorhaben nicht aussaget; wenn der Herr uns das Land gibt, so werden wir dir Liebe und Treue erweisen.
15. Sie ließ sie darauf hinunter an einem Seil durch das Fenster, denn ihr Haus war in der Wand der Stadtmauer, und in der Stadtmauer wohnte sie.
16. Und sie sprach zu ihnen: Gehet in das Gebirge, dass die Verfolger euch nicht treffen, und verberget euch daselbst drei Tage bis zur Rückkehr der Verfolger, und nachher gehet eures Weges.
17. Und die Männer sprachen zu ihr: Wir sind frei dieses deines Schwures, den du uns hast schwören lassen.
18. Nämlich wenn wir in das Land kommen, so knüpfest du die Schnur dieses Purpurfadens an das Fenster, wodurch du uns heruntergelassen, und dein Vater und deine Mutter und deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters versammelst du zu dir ins Haus.
19. Jeder nun, der aus der Türe deines Hauses auf die Straße gehet, deß Blut ist auf seinem Haupte, wir aber sind schuldfrei; jeder aber, der bei dir im Hause sein wird, deß Blut ist auf unserm Haupte, wenn eine Hand an ihn gelegt wird.
20. Wenn du aber unser Vorhaben verrätst, so sind wir frei deines Schwures, den du uns hast schwören lassen.
21. Sie sprach: Nach euren Worten, so sei es! Sie entließ sie dann und sie gingen. Und sie band die Purpurschnur an das Fenster.
22. [Die Männer] gingen und kamen ins Gebirge und verweilten daselbst drei Tage, bis zur Rückkehr der Verfolger, und die Verfolger suchten auf dem ganzen Wege und fanden sie nicht.
23. Die beiden Männer stiegen wieder hinab von dem Gebirge und zogen über [den Jordan] und kamen zu Josua Sohn Nuns und erzählten ihm alles, was sie betroffen.
24. Und sie sprachen zu Josua: Gegeben hat der Herr in unsere Hand das ganze Land, denn alle Bewohner des Landes sind vor uns in Angst aufgelöst.

Kapitel 3

Der Zug durch den Jordan.
1. Josua stand morgens früh auf, und sie brachen auf von Sittim und kamen bis zum Jordan, er und all die Kinder Israel, und übernachteten dort, ehe sie über [den Jordan] gingen.
2. Nach Verlauf von drei Tagen gingen die Beamten im Lager umher,
3. Und geboten dem Volke also: Wie ihr die Bundeslade des Herrn, eures Gottes, sehet und die Priester, die Leviten, tragen sie, so brechet ihr auf von eurem Orte und folget ihr.
4. (Aber ihr sollt gegen zwei tausend Ellen nach dem Maße von [der Bundeslade] fern sein; nahet ihr nicht). Auf dass ihr wisset den Weg, auf dem ihr gehen sollet; denn ihr seid des Weges nicht gezogen gestern und ehegestern.
5. Josua sprach zum Volke: Seid bereit, denn morgen wird der Herr in eurer Mitte Wunder thun.
6. Josua sprach dann zu den Priestern also: Traget die Bundeslade und ziehet hin vor dem Volke. Und sie trugen die Bundeslade und gingen vor dem Volke.
7. Und der Herr sprach zu Josua: Diesen Tag beginne ich, dich groß zu machen in den Augen von ganz Israel, die erkennen sollen, dass, wie ich gewesen mit Mose, ich auch mit dir sein werde.
8. Gebiete den Priestern, den Trägern der Bundeslade, also: Wie ihr an den Rand der Wasser des Jordan kommet, steht im Jordan still.
9. Josua sprach zu den Kindern Israel: Tretet her und vernehmet die Worte des Herrn, eures Gottes.
10. Josua sprach ferner: Hieran sollt ihr erkennen, dass ein lebendiger Gott in eurer Mitte ist, und dass er austreiben wird vor euch den Kanaani und den Hitti und den Hivi und den Perisii und den Girgasi und den Emori und den Jebusi —
11. Die Bundeslade des Herrn der ganzen Erde ziehet vor euch her im Jordan.
12. Nehmet euch [als Zeugen] zwölf Männer von den Stämmen Israels, je einen Mann für den Stamm.
13. Es wird geschehen, wie die Fußballen der Priester, der Träger der Lade des Herrn, des Herrn der ganzen Erde, in den Wassern des Jordan stehen, wird das Wasser des Jordan sich trennen, das von oben herabfließende Wasser wird dastehen wie ein Damm.
14. Das Volk brach auf aus seinen Zelten, über den Jordan zu ziehen, und die Priester, die Träger der Bundeslade, gingen vor dem Volke her;
15. Und wie die Träger der Lade bis zum Jordan kamen, und die Füße der Priester, der Träger der Lade, benetzt wurden am Rande des Wassers — der Jordan aber war voll über all seine Ufer, alle Tage der Erntezeit: —
16. Da stand das von oben herabfließende Wasser still, aufrecht wie ein Damm, sehr weit von der Stadt Adam, die zur Seite von Zortan; das herabfließende Wasser ergoß sich nach dem Meer der Steppe, der Salzsee, und schwand völlig, und das Volk zog hindurch nach Jericho zu. [Das vom Norden kommende Wasser staute bei Adam, während das andere Wasser abfloß; es entstand somit ein trockener Weg mitten durch den Jordan.]
17. Die Priester, die Träger der Bundeslade des Herrn, standen auf dem Trocknen mitten im Jordan fest. Israel ging durch im Trocknen, bis das ganze Volk vollends über den Jordan gegangen war.

Kapitel 4

1. Als das ganze Volk vollends über den Jordan gegangen war, da sprach der Herr zu Josua also:
2. Nehmet aus dem Volke zwölf Männer, je einen Mann aus einem Stamme,
3. Und gebietet ihnen also: Nehmet von hier aus der Mitte des Jordan von der Stelle, wo die Füße der Priester festgestanden, zwölf Steine, und führet sie hinüber mit euch und leget sie hin in dem Nachtlager, worin ihr die Nacht übernachten werdet.
4. Josua rief die zwölf Männer, welche er bestellt aus den Kindern Israel, je einen Mann aus einem Stamme.
5. Josua sprach zu ihnen: Ziehet voraus der Lade des Herrn, eures Gottes, in den Jordan und ladet euch jeder einen Stein auf seine Schulter nach Anzahl der Stämme der Kinder Israel.
6. Damit dieses ein Wahrzeichen sei unter euch, wenn eure Söhne künftig fragen und sprechen: Was sollen euch diese Steine?
7. So sprecht ihr zu ihnen, dass sich getrennt das Wasser des Jordan vor der Bundeslade des Herrn; als sie durch den Jordan zog, trennte sich das Wasser des Jordan, und es sollen diese Steine den Kindern Israel zum Andenken sein auf ewig.
8. Die Kinder Israel taten nun also, wie Josua geboten, und sie trugen zwölf Steine aus dem Jordan, wie der Herr zu Josua geredet, nach Anzahl der Stämme der Kinder Israel, und sie führten sie mit sich hinüber in das Nachtlager und legten sie daselbst hin.
9. Und zwölf [andere] Steine richtete Josua mitten im Jordan auf, an der Stelle, wo die Füße der Priester, der Träger der Bundeslade, gestanden. Und sie blieben daselbst bis auf diesen Tag.
10. Und die Priester, die Träger der Lade, standen im Jordan, bis alles verrichtet war, was der Herr dem Josua geboten zu reden zu dem Volke, ganz so wie Mose dem Josua geboten, und das Volk eilte und zog hindurch.
11. Als das ganze Volk vollends hindurchgezogen, da zog auch die Lade des Herrn und die Priester vor dem Volke her.
12. Und es zogen die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse gerüstet vor den Kindern Israel, wie Mose zu ihnen geredet.
13. Bei vierzig tausend zum Heer Gerüstete zogen sie vor dem Herrn in den Krieg in die Ebene von Jericho.
14. An jenem Tage machte der Herr den Josua groß in den Augen von ganz Israel, und sie fürchteten ihn, wie sie gefürchtet den Mose alle Tage seines Lebens.
15. Der Herr sprach zu Josua also:
16. Gebiete den Priestern, den Trägern der Lade des Zeugnisses, dass sie heraufkommen aus dem Jordan.
17. Josua gebot den Priestern und sprach: Kommt herauf aus dem Jordan.
18. Als die Priester, die Träger der Bundeslade des Herrn, aus dem Jordan kamen, als entrückt worden die Fußballen der Priester auf das Trockene, da kehrte das Wasser des Jordan an seine Stelle und floss wie gestern und ehegestern über all seine Ufer.
19. Das Volk kam über den Jordan am zehnten des ersten Monats, und sie lagerten in Gilgal ostwärts von Jericho.
20. Die zwölf Steine, welche sie genommen aus dem Jordan, richtete Josua auf in Gilgal.
21. Und er sprach zu den Kindern Israel also: Wenn eure Söhne künftig ihre Väter fragen: Was sind diese Steine?
22. So tut euren Söhnen also kund: Auf trocknem Boden ist Israel gegangen durch den Jordan.
23. Dass der Herr euer Gott das Wasser des Jordan vor euch ausgetrocknet, bis ihr hinüber wart, wie der Herr, euer Gott, dem Schilfmeere getan, das er vor uns ausgetrocknet, bis wir hinüber waren.
24. Auf dass alle Völker der Erde erkennen die Hand des Herrn, dass sie stark ist, damit ihr fürchtet den Herrn, euern Gott, alle Tage.

Kapitel 5

Auf palästinensischem Boden.
1. Als alle Könige des Emori, diesseits des Jordan westwärts, und alle Könige des Kanaan am Meere, hörten, dass der Herr ausgetrocknet das Wasser des Jordan vor den Kindern Israel, bis sie hinüber waren, da schmolz ihr Herz, und es war kein Mut mehr in ihnen vor den Kindern Israel.
2. In jener Zeit sprach der Herr zu Josua: Mache dir scharfe Messer und beschneide die Kinder Israel zum zweiten Male.
3. Josua machte sich scharfe Messer und beschnitt die Kinder Israel am Hügel der Vorhäute.
4. Und dies ist die Bewandtnis mit der Beschneidung durch Josua. All das Volk, das aus Ägypten kam, die Männlichen, all die Kriegsmänner, waren gestorben in der Wüste auf dem Wege bei ihrem Auszuge aus Ägypten.
5. Denn beschnitten war das ganze ausziehende Volk, aber das ganze Volk, welches in der Wüste geboren worden auf dem Wege bei ihrem Auszuge aus Ägypten, hatte man nicht beschnitten.
6. Denn vierzig Jahre zogen die Kinder Israel in der Wüste, bis dahin war das ganze Volk der Kriegsmänner, die aus Ägypten gegangen, welche nicht gehört auf die Stimme des Herrn, denen Gott geschworen, sie nicht sehen zu lassen das Land, das der Herr ihren Vätern zu geben geschworen, ein Land fließend von Milch und Honig.
7. Aber ihre Kinder ließ er bestehen an ihrer statt. Diese beschnitt Josua, denn unbeschnitten waren sie, denn man hatte sie nicht beschnitten auf dem Wege.
8. Als das ganze Volk sämtlich beschnitten war, blieben sie an ihrem Orte im Lager bis zu ihrer Genesung.
9. Der Herr sprach zu Josua: Heut hab‘ ich abgewälzt die Schmach Ägyptens von euch. Und er nannte den Namen dieses Ortes Gilgal, bis auf diesen Tag.
10. Die Kinder Israel lagerten in Gilgal, und sie opferten das Pessach am vierzehnten Tage des Monats am Abend in den Ebenen von Jericho.
11. Sie aßen von dem Ertrage des Landes, vom folgenden Tage des Pessach an, ungesäuerte Brote und Geröstetes an eben diesem Tage.
12. Das Manna blieb nun aus vom folgenden Tage an, da sie von dem Ertrage des Landes aßen, und es kam für die Kinder Israel kein Manna mehr. Sie aßen von dem Ertrage des Landes Kanaan in diesem Jahre.
13. Als Josua vor Jericho war, da hub er seine Augen auf und sah einen Mann vor ihm stehen und ein gezücktes Schwert in seiner Hand. Und Josua ging auf ihn zu und sprach zu ihm: Bist du für uns oder für unsere Feinde?
14. Und er sprach: Nein, ich bin ein Heerführer des Herrn. Eben bin ich gekommen. Josua fiel auf sein Angesicht zur Erde und bückte sich und sprach zu ihm. Was hat mein Herr seinem Knecht zu sagen?
15. Der Heerführer des Herrn sprach zu Josua: Ziehe deinen Schuh von deinem Fuße, denn der Ort, auf dem du stehest, ist heilig. Josua tat also.

Kapitel 6

Die Eroberung Jerichos.
1. Jericho war geschlossen und versperrt vor den Kindern Israel. niemand ging aus, niemand ein.
2. Da sprach der Herr zu Josua: Siehe, ich gebe in deine Hand Jericho und seinen König, alle Kriegsstarken.
3. Ihr sollt umringen die Stadt, alle Kriegsmänner die Stadt umgehen einmal. So sollst du sechs Tage tun.
4. Und sieben Priester sollen tragen sieben schmetternde Posaunen vor der Lade; am siebenten Tage umgehet die Stadt sieben Mal, und die Priester sollen in die Posaune stoßen.
5. Wenn das schmetternde Horn anhaltend ertönt, wie ihr höret die Stimme der Posaune, so erhebe das ganze Volk großes Lärmgeschrei, dann wird die Mauer der Stadt zusammenstürzen, und das Volk soll hineinziehen, jeder grade vor sich hin.
6. Josua, Sohn Nuns, berief die Priester und sprach zu ihnen: Traget die Bundeslade, und sieben Priester sollen tragen sieben schmetternde Posaunen vor der Lade des Herrn.
7. Und zum Volke sprach er: Gehet hin und umziehet die Stadt, und die Vorhut soll voranziehen vor der Lade des Herrn.
8. Es geschah, wie Josua zum Volke sprach: die sieben Priester, tragend die sieben schmetternden Posaunen, zogen vor dem Herrn [vor der Bundeslade] voran und stießen in die Posaunen, und die Bundeslade des Herrn ging hinter ihnen her.
9. Und die Vorhut ging vor den Priestern, die in die Posaune stießen, und der Nachzug ging hinter der Lade, fort und fort in die Posaunen stoßend.
10. Dem Volke gebot Josua also: Lärmet nicht und lasset eure Stimme nicht hören, und nicht gehe ein Wort aus eurem Munde bis zum Tage, da ich zu euch sage: Lärmet, dann sollt ihr lärmen.
11. Die Lade des Herrn umzog die Stadt, sie einmal umringend. Und sie kamen zurück in das Lager, und übernachteten im Lager.
12. Josua stand früh morgens auf, und die Priester trugen die Lade des Herrn.
13. Und die sieben Priester, sieben schmetternde Posaunen tragend vor der Lade des Herrn, gingen und stießen fort und fort in die Posaunen. Die Vorhut ging vor ihnen her, und der Nachzug ging hinter der Lade des Herrn, fort und fort in die Posaunen stoßend.
14. Sie umzogen die Stadt auch am zweiten Tage einmal, und kehrten zurück in das Lager. So taten sie sechs Tage
15. Am siebenten Tage machten sie sich morgens auf, als die Frühe heraufkam, und umzogen die Stadt nach dieser Ordnung sieben Mal; nur an diesem Tage umzogen sie die Stadt sieben Mal.
16. Beim siebenten Mal, als die Priester in die Posaunen stießen, da sprach Josua zu dem Volke: Lärmet, denn der Herr hat euch die Stadt gegeben.
17. Die Stadt und alles, was darin, sei ein Bann dem Herrn; nur Rahab, die Buhlerin, soll leben bleiben, sie und alles, was mit ihr im Hause, denn sie hat versteckt die Boten, die wir gesandt.
18. Allein hütet euch vor dem Bann, dass ihr nicht verbannet und doch nehmet von dem Bann, und das Lager Israel zum Bann machet und es ins Verderben bringet.
19. Alles Silber und Gold und kupferne und eiserne Gerät sei heilig dem Herrn. In den Schatz des Herrn soll es kommen.
20. Das Volk lärmte, [die Priester] stießen in die Posaunen; als das Volk den Schall der Posaunen hörte, da erhob das Volk ein großes Lärmgeschrei, die Mauer stürzte zusammen, und das Volk zog hinein in die Stadt, jeder gerade vor sich hin, und sie nahmen die Stadt ein.
21. Sie bannten alles, was in der Stadt, von Mann bis Weib, von Jung bis Alt, bis auf Ochs und Schaf und Esel, mit der Schärfe des Schwertes.
22. Den beiden Männern, die das Land ausgekundschaftet, sagte Josua: Gehet in das Haus des Weibes, der Buhlerin, und führet von da heraus die Frau und all das Ihre, wie ihr ihr zugeschworen.
23. Die Jünglinge, die Kundschafter, gingen und führten Rahab heraus und ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brüder und all das Ihre und all ihre Geschlechter führten sie heraus, und ließen sie außerhalb des Lagers Israels.
24. Die Stadt verbrannten sie im Feuer und alles, was darin; nur das Silber und das Gold und die kupfernen und eisernen Geräte gaben sie in den Schatz des Herrn.
25. Rahab, die Hure, und das Haus ihres Vaters und all das Ihre ließ Josua leben; und sie blieb mitten unter ihnen bis auf diesen Tag, denn sie hatte die Boten versteckt, welche Josua gesandt hatte, Jericho auszukundschaften.
26. Josua sprach in jener Zeit folgenden Schwur aus: Verflucht sei der Mann vor dem Herrn, der diese Stadt Jericho wieder aufbaut. Mit seinem Erstgeborenen leg‘ er ihren Grund und mit seinem Jüngsten stell‘ er ihre Türme! [er verliere beim Bau alle Kinder.]
27. Der Herr war mit Josua und sein Ruf war im ganzen Lande.

Kapitel 7

Die erste Niederlage.
1. Aber die Kinder Israel begingen Untreue an dem Bann, es nahm Achan, Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs vom Stamme Jehuda, von dem Bann, und der Zorn des Herrn erglühte über die Kinder Israel.
2. Josua schickte unterdessen Männer von Jericho nach Ai, welches bei Bet Awen im Osten von Bet El, und sprach zu ihnen also: Ziehet hin und kundschaftet das Land aus. Und es zogen die Männer hin und kundschafteten Ai aus.
3. Sie kehrten zu Josua zurück und sprachen zu ihm: Es ziehe nicht das ganze Volk; bei zweitausend Mann oder bei dreitausend Mann mögen hinziehen, und sie werden Ai erobern; mühe nicht das ganze Volk dahin ab, denn ihrer sind wenig.
4. Und es zogen von dem Volke dahin an dreitausend Mann; aber sie mussten fliehen vor den Männern von Ai.
5. Die Leute von Ai schlugen von ihnen an sechs und dreißig Mann und verfolgten sie vor das Tor bis zu den Brüchen und schlugen sie am Abhange. Da schmolz das Herz des Volks und wurde zu Wasser.
6. Josua zerriss seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur Erde nieder vor der Lade des Herrn bis zum Abend, er und die Ältesten Israels, und legten Asche auf ihr Haupt.
7. Und Josua sprach: Wehe, Herr Gott! warum hast du doch dieses Volk herübergeführt über den Jordan, uns in die Hand des Emori zu geben, dass er uns vernichte? O dass wir uns entschlossen hätten und geblieben wären jenseits des Jordan.
8. Bitte, Herr! was soll ich sagen, nachdem Israel den Rücken gewandt vor seinen Feinden?
9. Es werden hören die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes und sie werden über uns herfallen und ausrotten unsern Namen aus dem Lande. Und was wirst du tun deinem großen Namen?
10. Da sprach der Herr zu Josua: Erhebe dich! wozu liegst du da auf deinem Angesicht?
11. Gesündigt hat Israel, sie haben meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten, genommen haben sie von dem Bann und gestohlen und veruntreuet und haben in ihre Geräte getan.
12. Die Kinder Israel werden nicht aufkommen können vor ihren Feinden. Den Rücken werden sie kehren vor ihren Feinden, denn sie sind zum Bann geworden. Nicht werde ich forthin mit euch sein, so ihr nicht tilget den Bann aus eurer Mitte.
13. Auf, lasse das Volk sich rüsten und sprich: Seid bereit auf morgen. Denn also spricht der Herr, der Gott Israels: Bann ist in deiner Mitte, Israel; du vermagst nicht aufzukommen vor deinen Feinden, bis ihr entfernt den Bann aus eurer Mitte.
14. Am Morgen sollt ihr hervortreten nach euren Stämmen; der Stamm, welchen der Herr fassen wird, der soll hintreten nach Geschlechtern, und das Geschlecht, welches der Herr fassen wird, soll hintreten nach Häusern, und das Haus, welches der Herr fassen wird, soll hintreten nach den Männern.
15. Und der auf den Bann Ergriffene soll im Feuer verbrannt werden, er und alles das Seine, weil er übertreten hat den Bund des Herrn und weil er eine Schandtat verübt in Israel.
16. Josua stand morgens früh auf und ließ herantreten Israel nach seinen Stämmen. Und es ward der Stamm Jehuda gefasst.
17. Er ließ herantreten jedes Geschlecht von Jehuda, und er fasste das Geschlecht Sarhi; und er ließ herantreten das Geschlecht Sarhi nach Männern, und es ward gefasst Sabdi.
18. Er ließ herantreten sein Haus nach Männern, und es ward gefasst Achan, Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs vom Stamme Jehuda.
19. Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, tue doch dem Herrn, dem Gott Israels, Ehre an und gib ihm ein Bekenntnis, und thue mir doch kund, was du getan, verleugne mir nichts!
20. Achan antwortete dem Josua und sprach: Fürwahr, ich habe gesündigt gegen den Herrn, den Gott Israels, und so und so habe ich getan.
21. Ich sah unter der Beute einen schönen Mantel aus Sinar und zweihundert Sekel Silber und eine Barre Gold, fünfzig Sekel an Gewicht, und mich gelüstete danach und ich nahm sie. Sie sind vergraben in der Erde in meinem Zelte und das Silber darunter.
22. Josua schickte Boten und sie liefen in das Zelt, [sie fanden] es vergraben in seinem Zelt und das Silber darunter.
23. Sie nahmen es aus dem Zelte, und brachten es zu Josua und zu allen Kindern Israel, und stellten es hin vor dem Herrn.
24. Und Josua nahm den Achan Sohn Serahs und das Silber und den Mantel und die Barre Gold, und seine Söhne und seine Töchter und seine Ochsen und seine Esel und seine Schafe und sein Zelt und all das Seine — und ganz Israel war mit ihm, und sie führten jene nach dem Tale Achor.
25. Josua sprach zu ihm: Welch Verderben hast du uns gebracht! so verderbe dich der Herr an diesem Tage. Und es steinigte ihn ganz Israel; sie verbrannten sie in Feuer und bewarfen sie mit Steinen.
26. Dann errichteten sie über ihm einen großen Steinhaufen, noch bis auf diesen Tag [zu sehen], und der Herr ließ ab von seiner Zornesglut. Deshalb nannte man den Namen dieses Ortes Tal Achor [des Verderbens] — bis auf diesen Tag.

Kapitel 8

Weitere Siege.
1. Der Herr sprach zu Josua: Sei nicht furchtsam und nicht bang. Nimm mit dir das ganze Kriegsvolk und ziehe nach Ai; siehe, ich gebe in deine Hand den König von Ai und sein Volk und seine Stadt und sein Land.
2. Du sollst mit Ai und seinem Könige verfahren wie mit Jericho und seinem König, nur dass ihr seine Beute und sein Vieh für euch plündern sollt. Lege dir einen Hinterhalt für die Stadt in ihren Rücken.
3. Josua machte sich auf und das ganze Kriegsvolk, nach Ai zu ziehen. Josua hob dreißigtausend tapfere Männer aus und sandte sie bei Nacht ab.
4. Er gebot ihnen also: Sehet, ihr belauert die Stadt im Rücken. Entfernet euch nicht weit von der Stadt, sondern bleibet alle bereit.
5. Und ich und das ganze Volk, das mit mir, werden uns der Stadt nähern, und wenn sie herauskommen uns anzugreifen wie zuvor, so wollen wir fliehen vor ihnen;
6. Dass sie uns nachziehen, bis wir sie fortgezogen von der Stadt, denn sie werden denken, sie fliehen vor uns wie zuvor — und so wollen wir vor ihnen fliehen.
7. Ihr aber erhebet euch aus dem Hinterhalte und besetzet die Stadt, und der Herr, euer Gott, wird sie in eure Hand geben.
8. Wenn ihr die Stadt erobert, sollt ihr sie in Feuer stecken, nach dem Worte des Herrn thuet. Sehet, ich habe es euch geboten.
9. Josua schickte sie ab, und sie gingen nach dem Hinterhalt und hielten zwischen Bet El und Ai, im Westen von Ai. Josua übernachtete in dieser Nacht unter dem Volke.
10. Am Morgen stand Josua früh auf und musterte das Volk, und zog hinauf, er und die Ältesten Israels vor dem Volke nach Ai.
11. Und das ganze Kriegsvolk, das mit ihm, rückte heran und kam vor die Stadt, und lagerten nördlich von Ai, und das Tal war zwischen ihm und Ai.
12. Er nahm weitere fünftausend Mann und legte sie als Hinterhalt zwischen Bet El und Ai, im Westen von Ai.
13. Das Volk stand also gerüstet, das ganze Lager, welches auf der Nordseite der Stadt, und dessen Hinterhalt zur Westseite der Stadt; Josua ging diese Nacht mitten durch das Tal.
14. Als nun der König von Ai dies sah, da machten sich die Männer der Stadt eilends früh auf und zogen hinaus, Israel entgegen in den Streit, [der König] und sein ganzes Volk zum Wahlplatz vor die Ebene. Er wusste nicht, dass ihm ein Hinterhalt drohte im Rücken der Stadt.
15. Josua und ganz Israel ließen sich von ihnen schlagen und sie flohen in der Richtung der Wüste.
16. Es ward nun zusammengerufen das ganze Volk, das in Ai, sie zu verfolgen; sie verfolgten den Josua und wurden fortgezogen von der Stadt.
17. Es blieb kein Mann in Ai und Bet El, der nicht hinausgegangen hinter Israel her; sie ließen die Stadt offen und verfolgten Israel.
18. Da sprach der Herr zu Josua: Strecke die Lanze aus, die in deiner Hand, gen Ai hin, denn in deine Hand werde ich es geben. Und Josua streckte aus die Lanze, die in seiner Hand, gegen die Stadt hin.
19. Da erhob sich der Hinterhalt eilends von seinem Orte, und stürzte davon, da [Josua] seine Hand ausstreckte, und kam in die Stadt und nahm sie ein und zündete eilends die Stadt mit Feuer an.
20. Die Leute von Ai kehrten sich um und schauten, wie der Rauch der Stadt zum Himmel aufstieg, und sie hatten keine Kraft zu fliehen dahin oder dorthin, denn das Volk [Israel], das nach der Wüste zu geflohen war, wandte sich gegen den Verfolger.
21. Denn da Josua und ganz Israel sahen, dass der Hinterhalt die Stadt eingenommen und dass der Rauch der Stadt aufstieg, so kehrten sie um und schlugen die Leute von Ai.
22. Jene kamen aus der Stadt ihnen entgegen und Israel bekam sie in die Mitte, die einen hier, die andern dort, und sie schlugen sie, bis dass ihnen kein Entronnener und kein Flüchtling übrigblieb.
23. Den König von Ai ergriffen sie lebendig und führten ihn zu Josua.
24. Als Israel alle Bewohner von Ai getötet auf dem Felde, in der Wüste, wohin sie dieselben verfolgt hatten, und sie alle durch die Schärfe des Schwertes gefallen waren, bis sie dahin waren, — da kehrte ganz Israel nach Ai zurück und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes.
25. Alle Gefallenen an diesem Tage Männer und Frauen waren zwölftausend; die ganze Einwohnerschaft von Ai.
26. Josua zog seine Hand nicht zurück, die er ausgestreckt mit der Lanze, bis man alle Bewohner von Ai aufgerieben.
27. Nur das Vieh und die Beute aus dieser Stadt plünderte Israel für sich, nach dem Worte des Herrn, das er Josua geboten.
28. Josua verbrannte Ai und machte es zu einem ewigen Schutthaufen, zur Einöde, bis auf diesen Tag.
29. Den König von Ai hängte er an das Holz bis zur Zeit des Abends, erst beim Untergange der Sonne gebot Josua und sie nahmen seine Leiche von dem Holze herab und warfen sie vor den Eingang des Stadttores, und errichteten darüber einen großen Steinhaufen, bis auf diesen Tag [zu sehen].
30. Damals baute Josua einen Altar dem Herrn, dem Gotte Israels, auf dem Berge Ebal;
31. So wie Mose, der Knecht des Herrn, den Kindern Israel geboten, wie geschrieben im Buche der Lehre Moses: Einen Altar, aus ganzen Steinen, worüber man nicht Eisen geschwungen; sie brachten darauf dar Ganzopfer dem Herrn und schlachteten Mahlopfer.
32. Und man schrieb daselbst auf die Steine die Wiederholung der Lehre Moses, die er vorgeschrieben den Kindern Israel.
33. Und ganz Israel und seine Ältesten, die Beamten und seine Richter standen zu beiden Seiten der Lade, im Angesichte der Priester, der Leviten, der Träger der Bundeslade des Herrn, der Fremdling wie der Eingeborene; die eine Hälfte gewandt zum Berge Gerisim und die andere Hälfte gewandt zum Berge Ebal, wie Mose, der Knecht des Herrn, geboten, das Volk Israel zuvörderst zu segnen.
34. Und nachher las er all die Worte der Lehre, den Segen und den Fluch, ganz wie geschrieben ist im Buche der Lehre.
35. Es war nicht ein Wort von allem, was Mose geboten, das Josua vor der ganzen Versammlung Israels und den Frauen und Kindern und dem Fremdling, der unter ihnen mitzog, nicht gelesen hat.

Kapitel 9

Die List der Gibeoniten.
1. Als nun die Könige, die diesseits des Jordan auf dem Gebirge und in der Niederung und an der ganzen Küste des großen Meeres in der Nähe des Libanon, der Hitti und der Emori, der Kanaani, der Perisi, der Hivi und der Jebusi dies hörten,
2. Da zogen sie zusammen, zu kämpfen gegen Josua und Israel einmütig.
3. Auch die Bewohner von Gibeon hörten, was Josua getan an Jericho und an Ai.
4. Da handelten sie mit List und gingen und stellten sich als Boten, und nahmen abgenutzte Säcke für ihre Esel, und Weinschläuche abgenutzt und geborsten und zusammengebunden;
5. Und abgetragene und geflickte Schuhe an ihre Füße, und abgetragene Kleider taten sie an, und das Brot ihrer Reisekost war vertrocknet und schimmlig.
6. So gingen sie zu Josua in das Lager nach Gilgal und sprachen zu ihm und zu den Männern Israel: Aus einem fernen Lande sind wir gekommen und nun schließet mit uns einen Bund.
7. Aber die Männer Israel sprachen zu dem Hivi: Vielleicht wohnst du mitten unter uns, und wie soll ich mit dir einen Bund schließen?
8. Sie antworteten dem Josua: Deine Knechte sind wir. Josua sprach zu ihnen: Wer seid ihr und woher kommt ihr?
9. Sie sprachen zu ihm: Aus einem sehr fernen Lande kommen deine Knechte um des Namens des Herrn deines Gottes; denn wir hörten seinen Ruf und alles, was er in Ägypten getan;
10. Und was er getan den beiden Königen des Emori, die jenseits des Jordan, dem Sichon, König von Hesbon, und dem Og, König von Baschan, dem zu Astarot.
11. Da sprachen zu uns unsere Ältesten und all die Bewohner unseres Landes also: Nehmet in eure Hand Zehrung auf den Weg und gehet ihnen entgegen und sprechet zu ihnen: Eure Knechte sind wir und nun schließet mit uns einen Bund.
12. Dies unser Brot war warm, als wir es als Reisezehrung mitgenommen aus unsern Häusern am Tage, da wir auszogen, zu euch zu gehen; und nun ist es vertrocknet und schimmlig geworden.
13. Und diese Weinschläuche, die wir gefüllt, sie sind geborsten, und diese unsere Kleider und Schuhe sind abgenutzt über der sehr weiten Reise.
14. Die Männer nahmen [den Beweis] von ihrer Zehrung an; aber den Herrn befragten sie nicht.
15. Josua schloss mit ihnen Frieden und einen Bund, sie leben zu lassen, und es schwuren ihnen die Fürsten der Gemeinde.
16. Aber nach Verlauf von drei Tagen, nachdem sie mit ihnen einen Bund geschlossen, da hörten sie, dass sie ihnen nahe waren und dass sie mitten unter ihnen wohnten.
17. Die Kinder Israel brachen auf und kamen in ihre Städte am dritten Tage, ihre Städte waren Gibeon und Kefira und Beerot und Kirjat Jearim.
18. Die Kinder Israel schlugen sie wohl nicht, weil ihnen die Fürsten der Gemeinde geschworen bei dem Herrn, dem Gott Israels; aber die ganze Gemeinde murrte über die Fürsten.
19. Die Fürsten sprachen aber zur ganzen Gemeinde: Wir haben geschworen bei dem Herrn dem Gott Israels, also können wir sie nicht antasten.
20. Das müssen wir ihnen halten und sie leben lassen, dass über uns kein Zorn komme wegen des Schwurs, den wir ihnen geschworen.
21. Und [weiter] sprachen zu ihnen die Fürsten: Sie sollen leben (und sie werden Holzhauer und Wasserschöpfer für die ganze Gemeinde), wie die Fürsten zu ihnen gesagt.
22. Josua berief sie und sprach zu ihnen also: Warum habt ihr uns betrogen und gesprochen: Wir sind sehr weit von euch, und ihr wohnt doch mitten unter uns.
23. Und nun seid verflucht; niemals sollt ihr aufhören Knechte und Holzhauer und Wasserschöpfer für das Haus meines Gottes zu sein.
24. Sie antworteten dem Josua und sprachen: Weil kund getan worden deinen Knechten, was der Herr dein Gott verheißen dem Mose, seinem Knecht, euch das ganze Land zu geben und vor euch auszutilgen alle Bewohner des Landes; da fürchteten wir sehr für unser Leben von euch und taten diese Sache.
25. Und nun sind wir in deiner Hand: wie es gut und recht ist in deinen Augen, tue mit uns.
26. Er tat ihnen also und rettete sie aus der Hand der Kinder Israel, und sie töteten sie nicht.
27. Josua machte sie an diesem Tage zu Holzhauern und Wasserschöpfern für die Gemeinde und für den Altar des Herrn bis auf diesen Tag, an dem Orte, den er erwählen wird.

Kapitel 10

Ein Bündnis gegen Israel.
1. Alls Adoni-Zedek König von Jernsalem hörte, dass Josua Ai eingenommen und es gebannt, — wie er Jericho und seinem König getan, also tat er Ai und seinem König, — und dass die Bewohner Gibeons mit Israel Frieden gemacht und mitten unter ihnen geblieben;
2. Da fürchteten sie sich sehr; weil Gibeon eine große Stadt war, wie eine der königlichen Städte [Gibeon war augenscheinlich Republik, weshalb es sich gleich unterwarf.], und weil sie größer war als Ai und ihre Männer waren als tapfer [bekannt].
3. Adoni-Zedek König von Jerusalem schickte zu Hoham König von Hebron, und zu Piream König von Jarmut, zu Jafia König von Lachisch, und zu Debir König von Eglon und sprach:
4. Kommt und steht mir bei, dass wir Gibeon züchtigen, weil es Friede gemacht mit Josua und den Kindern Israel.
5. Die fünf Könige des Emori: König von Jerusalem, König von Hebron, König von Jarmut, König von Lachisch, König von Eglon, zogen ihre Heere zusammen und lagerten vor Gibeon und griffen es an.
6. Die Männer von Gibeon schickten zu Josua in das Lager nach Gilgal also: Ziehe nicht ab deine Hände von deinen Knechten. Komme eilends und hilf uns und steh uns bei; denn es haben sich gegen uns zusammengetan all die Könige des Emori, die das Gebirge bewohnen.
7. Josua zog hinauf von Gilgal, und mit ihm das ganze Kriegsvolk und alle Tapferen.
8. Der Herr sprach zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich gebe sie in deine Hand; kein Mann wird vor dir bestehen.
9. Josua überfiel sie plötzlich; denn die ganze Nacht hindurch war er hervorgerückt von Gilgal.
10. Der Herr verwirrte sie vor Israel, dass es ihnen eine große Niederlage bereitete bei Gibeon und sie verfolgte in der Richtung der Anhöhe von Bet-Horon und schlug sie bis Aseka und Matteda.
11. Und als sie vor Israel flohen — sie waren am Abhange von Bet-Horon — da warf der Herr auf sie große Steine vom Himmel, bis Aseka, dass sie starben. Mehr waren derer, die durch die Hagelsteine starben, als welche die Kinder Israel getötet durch das Schwert.
12. Damals redete Josua vor dem Herrn, am Tage, da der Herr hingegeben den Emori vor den Kindern Israel; er sprach vor den Augen Israels: Sonne in Gibeon harre, und du, Mond, im Tale Ajalon!
13. Und es harrte die Sonne, und der Mond stand still, bis sich gerächt das Volk an seinen Feinden. Dies Lied ist geschrieben im Buche Jaschar. — Und die Sonne stand still in der Mitte des Himmels und eilte nicht zum Untergange, wie am vollen Tage.
14. Wie dieser Tag war keiner zuvor und keiner nachher, dass der Herr der Stimme des Menschen gehorchte, denn der Herr stritt für Israel.
15. Josua kehrte dann zurück und ganz Israel mit ihm ins Lager nach Gilgal.
16. Die fünf Könige flohen und verbargen sich in der Hohle zu Makkeda.
17. Dem Josua ward berichtet also: Die fünf Könige hat man verborgen gefunden in der Höhle zu Makkeda.
18. Da sprach Josua: Wälzet große Steine an die Mündung der Höhle und bestellet darüber Männer, sie zu bewachen.
19. Ihr aber steht nicht still, verfolget eure Feinde und fallet sie von hinten an, lasset sie nicht in ihre Städte gelangen; denn der Herr euer Gott hat sie in eure Hand gegeben.
20. Als Josua und die Kinder Israel fertig waren, sie völlig zu schlagen, bis sie dahin waren; und die Entronnenen von ihnen, die sich gerettet, in die festen Städte gelangt waren:
21. Da kehrte das ganze Volk zurück in das Lager zu Josua nach Makkeda in Frieden; es spitzte gegen Keinen von den Kindern Israels [irgendwer] seine Zunge.
22. Dann sprach Josua: Öffnet die Mündung der Höhle und bringet mir die fünf Könige aus der Höhle.
23. Sie taten also und brachten ihm die fünf Könige aus der Höhle: den König von Jerusalem, den König von Hebron, den König von Jarmut, den König von Lachisch, den König von Eglon.
24. Als sie die Könige zu Josua brachten, da rief Josua alle Männer von Israel und sprach zu den Häuptlingen der Kriegsmänner, die mit ihm gegangen: Tretet her, setzet eure Füße auf die Hälse dieser Könige. Und sie traten herzu und setzten ihre Füße auf ihre Hälse.
25. Und Josua sprach zu ihnen: Seid nicht furchtsam und nicht bang, seid stark und fest; denn also wird der Herr tun an allen euren Feinden, gegen welche ihr Krieg führt.
26. Josua tötete sie nachher und hängte sie auf fünf Bäume; sie blieben aufgehangen an den Bäumen bis zum Abend.
27. Um die Zeit des Sonnenuntergangs gebot Josua, dass man sie herabnahm von den Bäumen, man warf sie in die Höhle, woselbst sie sich verborgen hatten, und legte große Steine auf die Mündung der Hohle — bis auf diesen Tag.
28. Josua nahm Makkeda ein an demselben Tage, und schlug es mit der Schärfe des Schwertes, und seinen König bannte er und alle Seelen, die in [der Stadt]; er ließ keinen Entronnenen übrig. Er tat dem König von Makkeda, wie er getan dem Könige von Jericho.
29. Josua und ganz Israel zogen von Makkeda nach Libna, und bekriegten Libna.
30. Der Herr gab auch dies in die Hand Israels samt seinem König, und es schlug es mit der Schärfe des Schwertes und alle Seelen, die darin; es ließ keinen Entronnenen übrig; es tat dessen Könige, wie es getan dem Könige von Jericho.
31. Josua und ganz Israel zogen von Libna nach Lachisch, und belagerten und bekriegten es.
32. Der Herr gab Lachisch in die Hand Israels, das es am zweiten Tage nahm und es mit der Schärfe des Schwertes schlug und alle Seelen, die darin; ganz so, wie es Libna getan.
33. Da zog aber Horam König von Geser heran, Lachisch beizustehen, Josua schlug ihn und sein Volk und ließ ihm keinen Entronnenen übrig.
34. Josua und ganz Israel zogen von Lachisch nach Eglon, sie belagerten es und griffen es an.
35. Sie nahmen es ein an demselben Tage und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, und alle Seelen, die darin, bannten sie an demselben Tage, ganz so, wie sie in Lachisch getan.
36. Josua und ganz Israel zogen von Eglon nach Hebron und griffen es an.
37. Sie nahmen es ein, und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes und seinen König und all seine Städte und alle Seelen, die darin; sie ließen keinen Entronnenen übrig, ganz so, wie sie getan Eglon. Sie bannten es und alle Seelen, die darin.
38. Josua und ganz Israel wandten sich nach Debir und griffen es an.
39. Sie bezwangen es und seinen König und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, sie bannten alle Einwohner und ließen keine übrig; wie sie Hebron getan und Libna und seinem König, taten sie auch Debir und seinem König.
40. Josua besiegt das ganze Land, das Gebirge und den Süden und die Niederung und die Bergrücken und all ihre Könige, er ließ keinen Entronnenen, alles Lebenatmende bannte er, so wie der Herr geboten, der Gott Israels.
41. Josua eroberte von Kades-Barnea bis Gasa und das ganze Land Gosen bis Gibeon.
42. All diese Könige und ihr Land nahm Josua ein auf einen Schlag; denn der Herr, der Gott Israels, stritt für Israel.
43. Josua und ganz Israel kehrten dann ins Lager zurück nach Gilgal.

Kapitel 11

1. Als Jabin König von Hazor dies hörte, schickte er zu Jobab Könige von Madon und zu dem Konige von Simron und dem König von Achsaf.
2. Und zu den Königen, die nördlich auf dem Gebirge und in der Ebene südlich von Kinnarot und in der Niederung und in den Landschaften Dor gegen Westen.
3. Der Kanaani zur Westseite und der Emori und Hitti und Perisi und Jebusi auf dem Gebirge, und der Hivi unterhalb des Hermon im Lande Mizpa.
4. Sie zogen alle aus, sie und ihre Heere, zahlreich wie der Sand am Ufer des Meeres an Menge, auch Rosse und Wagen sehr viel.
5. All diese Könige trafen zusammen und lagerten an dem Wasser Merom, da mit Israel zu streiten.
6. Aber der Herr sprach zu Josua. Fürchte dich nicht vor ihnen, denn morgen um diese Zeit gebe ich sie alle erschlagen vor Israel. Ihre Rosse lähme dann und ihre Wagen verbrenne im Feuer.
7. Josua überfiel sie mit dem ganzen Kriegsvolk an dem Wasser Merom plotzlich und griff sie an.
8. Der Herr gab sie in der Hand Israels, sie schlugen sie und verfolgten sie bis Zidon, der großen Stadt, und bis zu den Wassergräben und bis zur Ebene Mizpa gegen Osten, bis kein Entronnener übrigblieb.
9. Josua tat ihnen, wie der Herr zu ihm gesprochen; ihre Rosse lähmte er und ihre Wagen verbrannte er im Feuer.
10. Josua kehrte zurück in jener Zeit und nahm Hazor ein; seinen König schlug er durchs Schwert; denn Hazor war vordem die Vormacht all dieser Königreiche.
11. Sie schlugen alle Einwohner, die darin, mit der Schärfe des Schwertes und bannten sie. Nichts Lebenatmendes blieb übrig, und Hazor verbrannte er im Feuer.
12. Alle Städte dieser Könige und die Könige selbst bezwang Josua und schlug sie mit der Scharfe des Schwertes, und bannte sie, sowie Mose der Knecht des Herrn geboten.
13. Alle Städte, welche in ihren Mauern stehen geblieben, verbrannte Israel nicht, nur Hazor allein verbrannte Josua.
14. Aber die Beute dieser Städte und das Vieh plünderten die Kinder Israel für sich; die Menschen schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, bis sie sie vertilgt. Sie ließen nichts Lebenatmendes übrig.
15. Wie der Herr seinem Knechte Mose geboten, so gebot Mose dem Josua, und so tat Josua; er unterließ nichts von Allem, was der Herr dem Mose geboten.
16. Josua nahm dies ganze Land ein, das Gebirge und den ganzen Süden und das ganze Land Gosen und die Niederung und die Ebene und das Gebirge Israel und seine Niederung,
17. Von dem kahlen Gebirge, das sich hinaufziehet nach Séir, bis Baal Gad in der Ebene des Libanon am Fuße des Berges Hermon, und all ihre Könige überwand er und schlug sie und tötete sie.
18. Lange Zeit führte Josua mit all diesen Königen Krieg.
19. Es war keine Stadt, die sich friedlich ergab an die Kinder Israel, außer dem Hivi, den Bewohnern von Gibeon. Alles nahmen sie im Kriege.
20. Denn von dem Herrn war es gefügt, ihr Herz fest zu machen zum Kriege mit Israel, um sie zu bannen, damit ihnen keine Schonung werde, sondern um sie zu vertilgen, wie der Herr dem Mose geboten.
21. Josua kam in jener Zeit und rottete die Anakim aus vom Gebirge von Hebron, von Debir, von Anab und vom ganzen Gebirge Jehuda und vom ganzen Gebirge Israel; sammt ihren Städten bannte sie Josua.
22. Es wurden keine Anakim übrig gelassen im Lande Israel, nur in Gasa, in Gat und in Aschdod blieben sie zurück.
23. Josua nahm das ganze Land ein, ganz so wie der Herr geredet zu Mose, Josua gab es Israel als Besitz nach ihren Abteilungen auf ihre Stämme. Das Land ruhete dann vom Kriege.

Kapitel 12

Verzeichnis der besiegten Könige.
1. Dies sind die Könige des Landes, welche die Kinder Israel schlugen und ihr Land einnahmen jenseits des Jordan gen Osten, vom Flusse Arnon bis zum Berge Hermon und die ganze Ebene gegen Osten:
2. Sichon, König des Emori, der in Hesbon wohnte, er herrschte von Aroêr, das am Ufer des Flusses Arnon, und das im Flusse, und die Hälfte von Gilead bis zum Jabbok, dem Flusse der Grenze der Ammoniter.
3. Und die Ebene bis zum See Kinnarot gegen Osten und bis zum Meere der Ebene der Salzsee, östlich in der Richtung nach Bet-Hajesimot, und im Süden am Fuße der Bergrücken der Pisga.
4. Und das Gebiet des Og, Königs von Baschan vom Ueberrest des Refaim, der wohnte zu Astarot und zu Edrêi.
5. Er herrschte auf dem Berge Hermon und in Salcha und im ganzen Baschan, bis zum Gebiete des Gesur und Maachati und dem halben Gilead, der Grenze des Sichon, Königs von Hesbon.
6. Mose, der Knecht des Herrn, und die Kinder Israel schlugen sie, und Mose, der Knecht des Herrn, gab es als Erbbesitz dem Ruben und dem Gad und dem halben Stamme Manasse.
7. Dies sind die Könige des Landes, welche Josua und die Kinder Israel diesseits des Jordan gegen Westen besiegt haben, von Baal Gad in der Ebene des Libanon bis zum kahlen Gebirge, das sich hinaufzieht nach Sëir; Josua gab es den Stämmen Israels zum Erbsitz nach ihren Abteilungen:
8. Auf dem Gebirge und in der Niederung und in der Ebene und an den Bergrücken und in der Wüste und im Süden: der Hitti, Emori und. Kanaani, Perisi, Hivi und Jebusi.
9. Der König von Jericho — einer, der König von Ai, das von der Seite von Bet El war, einer,
10. Der König von Jerusalem einer, der König von Hebron einer,
11. Der König von Jarmut einer, der König von Lachisch einer,
12. Der König von Eglon einer, der König von Geser einer,
13. Der König von Debir einer, der König von Geder einer,
14. Der König von Horma einer, der König von Arad einer,
15. Der König von Libna einer, der König von Addullam einer,
16. Der König von Makkeda einer, der König von Bet El einer,
17. Der König von Tappuah einer, der König von Hefer einer,
18. Der König von Afek einer, der König in Saron einer,
19. Der König von Madon einer, der König von Hazor einer,
20. Der König von Simron Meron einer, der König von Achsaf einer,
21. Der König von Taanach einer, der König von Megiddo einer,
22. Der König von Kedes einer, der König von Jokneam in Karmel einer,
23. Der König von Dor in der Landschaft Dor einer, der König von Gojim in Gilgal einer,
24. Der König von Tirza einer. Sämtliche [besiegte] Könige; ein und dreißig.

Kapitel 13

Die Austeilung Palästinas an die Stämme.
1. Josua wurde indessen alt und betagt, und der Herr sprach zu ihm: Du bist alt und betagt und vom Lande ist noch sehr viel übrig einzunehmen.
2. Dies ist das noch übrige Land: All die Kreise der Philister und das ganze Gesur.
3. Von dem Sihor, welcher vor Ägypten [fließt], bis zur Grenze von Ekron gegen Norden, wird zum Kanaan gerechnet; die fünf Fürsten der Philister, der von Gasa und der von Aschdod, der von Askolon, der von Gat und der von Ekron, und die Avim.
4. Im Süden das ganze Land des Kanaan und Meara, welches dem Zidoniter gehört, bis Afek, bis an die Grenze des Emori.
5. Und das Land des Gibli und der ganze Libanon gegen Osten von Baal Gad am Fuße des Berges Hermon bis Hamat.
6. All die Bergbewohner von dem Libanon bis an die Wassergraben, all die Zidoniter; ich werde sie austreiben vor den Kindern Israel; nur verteile es Israel als Besitz, wie ich dir geboten.
7. Teile somit das Land als Besitz unter die neun Stämme und die Hälfte des Stammes Manasse.
8. [Die andere Hälfte des Stammes Manasse] und Ruben und Gad haben ihren Anteil genommen, den ihnen Mose gegeben jenseits des Jordans gegen Osten [wie Mose, der Knecht des Herrn, ihnen gegeben hatte]:
9. Von Aroër an, welches am Ufer des Flusses Arnon liegt, und die Stadt, welche im Flusse, und die ganze Ebene Medeba bis Dibon:
10. Und all die Städte Sichons Königs des Emori, der in Hesbon regierte, bis zur Grenze der Ammoniter;
11. Und Gilead und das Gebiet des Gesuri und Maachati und der ganze Berg Hermon und das ganze Baschan bis Salcha,
12. Das ganze Reich des Og in Baschan, welcher regierte zu Astarot und zu Edrëi. Er war noch geblieben vom Ueberrest der Refaim, und Mose schlug sie und trieb sie aus. —
13. Die Kinder Israel vertrieben nicht den Gesuri und den Maachati, es wohnten Gesur und Maachat unter Israel bis auf diesen Tag —
14. Nur dem Stamm Levi gab er keinen Anteil; die Feueropfer des Herrn, des Gottes Israels, das ist sein Anteil, wie er ihm verheißen.
15. Mose gab dem Stamme der Söhne Ruben nach ihren Geschlechtern.
16. Es war ihr Gebiet von Aroër, das am Ufer des Flusses Arnon, und die Stadt, welche in der Flußniederung, und die ganze Ebene bei Medeba.
17. Hesbon und all seine Städte, die in der Ebene, Dibon und Bamot Baal und Bet Baal Meon,
18. Und Jahza und Kedemot und Mefaat;
19. Und Kirjatajim und Sibma und Zeret-Hasahar auf dem Talaufstieg.
20. Und Bet Peor und die Bergrücken der Pisga und Bet Hajesimot.
21. Alle Städte der Ebene und das ganze Reich des Sichon, Königs des Emori, der in Hesbon regierte, den geschlagen Mose, ihn und die Fürsten von Midjan, den Evi und den Rekem und den Zur und den Hur und den Reba, die Herren Sichons, Bewohner des Landes. —
22. Den Bileam Sohn des Beor, den Wahrsager, erschlugen die Kinder Israel mit dem Schwerte unter den anderen Erschlagenen.
23. Es war das Gebiet der Söhne Ruben der Jordan und sein Gebiet. Das war der Anteil der Söhne Ruben nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Flecken.
24. Dem Stamme Gad, den Söhnen Gad nach ihren Geschlechtern gab Mose:
25. Es war ihr Gebiet Jaser und all die Städte Gileads und das halbe Land der Ammoniter bis Aroër, welches vor Rabba liegt.
26. Und von Hesbon bis Rammat Mizpe und Betonim und von Mahanajim bis an das Gebiet von Debir.
27. Und im Tale Bet-Haram und Bet-Nimra und Sukkot und Zafon, der Rest des Reiches des Sichon, Königs von Hesbon, der Jordan und sein Gebiet, bis an das Ende des Sees Kinneret, jenseit des Jordan gegen Osten.
28. Dies war der Anteil der Söhne Gad nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Flecken.
29. Mose gab dem halben Stamm Manasse, und es ward dem halben Stamme der Söhne Manasse nach ihren Geschlechtern:
30. Ihr Gebiet von Mahanajim an, ganz Baschan, das ganze Reich des Og Königs von Baschan und all die Dörfer Jairs, die in Baschan, sechzig Städte,
31. Und das halbe Gilead und Astarot und Edrëi, die Städte des Reiches Og in Baschan gehörten den Söhnen Machirs, des Sohnes Manasse, die Hälfte der Söhne Machirs nach ihren Geschlechtern.
32. Diese sind es, denen Mose ihren Anteil gab in den Steppen Moab, jenseits des Jordan vor Jericho gegen Osten.
33. Aber dem Stamme Levi gab Mose keinen Anteil; der Herr, der Gott Israels, der ist ihr Anteil, wie er ihnen verheißen.

Kapitel 14

1. Dies bekamen die Kinder Israel im Lande Kanaan zum Anteil, das ihnen der Priester Elasar und Josua Sohn Nuns und die Häupter der Stammhäuser der Kinder Israel zuteilten.
2. Nach dem Lose ihres Anteils, wie der Herr geboten durch Mose, den neun Stämmen und dem halben Stamme zu geben.
3. Denn Mose hatte den Anteil der zwei Stämme und des halben Stammes jenseits des Jordan gegeben, aber den Leviten hatte er keinen Anteil gegeben unter ihnen.
4. Die Söhne Josefs waren zwei Stämme, Manasse und Efraim. Aber sie hatten den Leviten keinen Teil vom Lande gegeben nur Städte zum Wohnen und deren Bezirke für ihre Herden und ihre Habe.
5. Wie der Herr Mose geboten, so taten die Kinder Israel und teilten das Land.
6. Es traten die Söhne Jehuda zu Josua in Gilgal, und es sprach zu ihm Kaleb, Sohn Jefunnes der Kenisi: Du kennst das Wort, das der Herr geredet hat zu Mose, dem Manne Gottes, wegen meiner und wegen deiner in Kades Barnea.
7. Vierzig Jahre alt war ich, da Mose der Knecht des Herrn mich ausschickte von Kades Barnea, auszukundschaften das Land, und ich brachte ihm einen Bescheid, wie mir ums Herz war.
8. Aber die Andern, die mit mir gegangen waren, machten das Herz des Volks zag, nur ich war ganz nach dem Sinne des Herrn meines Gottes.
9. Mose schwur an jenem Tage also: Das Land, worauf dein Fuß getreten, dir und deinen Söhnen zum Erbe wird es sein auf ewig! denn du warst ganz nach dem Sinne des Herrn, meines Gottes.
10. Der Herr hat mich leben lassen, wie er geredet, diese fünf und vierzig Jahre, seitdem der Herr das Wort geredet zu Mose, da Israel in der Wüste umherzog; heut bin ich fünf und achtzig Jahre alt.
11. Ich bin aber heute noch rüstig, wie am Tage, da Mose mich ausgeschickt; wie meine Kraft damals, so ist meine Kraft jetzt zum Kriege, um auszuziehen und einzuziehen.
12. Und nun gib mir diesen Berg, von dem der Herr gesprochen an jenem Tage, denn du hast gehört an jenem Tage, dass Anakim daselbst wohnen und dass es große und feste Städte sind. Vielleicht ist der Herr mit mir und ich treibe sie aus, wie der Herr geredet.
13. Josua segnete ihn und gab Hebron dem Kaleb, Sohn Jefunnes, zum Anteil.
14. Daher blieb Hebron dem Kaleb, Sohn Jefunnes, dem Kenisi, zum Anteil bis auf diesen Tag, dafür, dass er ganz war nach dem Sinn des Herrn, des Gottes Israels.
15. Der Name Hebrons war vordem Kirjat Arba; der war der größte Mensch unter den Anakim. Das Land ruhete nun vom Kriege.

Kapitel 15

1. Es war das Los für den Stamm der Söhne Inda nach ihren Geschlechtern an die Grenze von Edom, die Wüste Zin, im Süden an der äußersten Südgrenze.
2. Es war ihre Südgrenze vom Rande des Salzsees, von der Zunge, die sich wendet gegen Süden;
3. Sie lief südlich von Maale Akrabbim und ging nach Zin, und zog hinauf südlich von Kades Barnea, und ging hinüber nach Hezron und zog hinauf nach Addar und wandte sich nach Karka;
4. Und ging über nach Azmon und lief aus am Bach Ägypten, es waren die Ausgänge der Grenze nach dem Meere hin. Dies war die Grenze nach Süden.
5. Die Grenze gegen Osten: die Salzsee bis an das Ende des Jordan; die Grenze nach der Nordseite: von der Meereszunge, dem Ende des Jordan.
6. Die Grenze zog sich hinauf nach Bet Hogla und ging nördlich Bet Araba vorbei; die Grenze zog sich hinauf nach Eben Bohans, Sohnes Ruben [Gebiete].
7. Die Grenze zog sich dann nach Debir vom Tale Achor, gen Norden wendet sie sich nach Gilgal, welches gegenüber Maale Adummim, das südlich vom Tale liegt, die Grenze ging über die Gewässer von En Semes und ihre Ausgänge reichten bis En Rogel.
8. Die Grenze ging dann nach dem Tale Ben Hinnom nach dem südlichen Rücken des Jebusi, das ist Jerusalem, die Grenze zog hinauf nach der Spitze des Berges, welcher vor dem Tale Hinnom zur Westseite, und am Rande des Tales Refaim zur Nordseite.
9. Die Grenze zog sich herum von der Spitze des Berges nach dem Quell des Gewässers Neftoah und ging nach den Städten des Berges Efron; und die Grenze zog sich herum nach Baala, das ist Kirjat Jearim.
10. Die Grenze wandte sich von Baala nach der Westseite zum Berge Seir und ging über den Rücken von Har Jearim, das ist Kesalon, von der nördlichen Seite, und zog sich hinab nach Bet Semes und ging hinüber nach Timna.
11. Die Grenze ging dann an den Rücken von Ekron nach Norden, die Grenze zog sich herum nach Sikron und ging hinüber nach dem Berg von Baala und nach Jabneel; so endet die Grenze am Meere.
12. Und die Westgrenze — am großen [mittelländischen] Meer und dessen Gebiet. Das war die Grenze der Sohne Jehuda ringsum nach ihren Geschlechtern.
13. Kaleb dem Sohne Jefunnes, gab man als Teil unter den Sohnen Jehuda nach dem Befehle des Herrn an Josua: Kirjat Arba [die Stadt des Arba], des Vaters des Anak, das ist Hebron. 14 Kaleb vertrieb von dort die drei Söhne des Anak: Sesai und Ahiman und Talmai [die Kinder des Anak].
15. Er zog von dort hinauf gegen die Bewohner von Debir, und der Name Debirs war vordem Kirjat Sefer.
16. Und Kaleb sprach: Wer Kirjat Sefer besiegt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Aksa zur Frau.
17. Da eroberte es Otniël Sohn Kenas Bruders des Kaleb, und er gab ihm seine Tochter Aksa zur Frau.
18. Als sie zu [ihrem Manne] kam, redete sie ihm zu, dass er von ihrem Vater ein Feld erbitte; [mit dieser Bitte besuchte sie ihren Vater und ihn erblickend] ließ sie sich vom Esel herab. Kaleb sprach zu ihr: Was ist dir?
19. Sie erwiderte: Gib mir einen Segen; denn dürres Land hast du mir gegeben, so gib mir Wasserquellen. Er gab ihr die oberen Quellen und die niederen Quellen.
20. Das ist das Erbe des Stammes Jnda nach seinen Geschlechtern.
21. Und es waren die Städte an der Mark des Stammes der Söhne Jehuda an der Grenze Edoms auf der Südseite: Kabzeel und Eder und Jagur,
22. Und Kina und Dimona und Adada,
23. Und Kedes und Hazor und Jitnan,
24. Sif und Telem und Bealot,
25. Und Hazor Hadatta und Kerijot Hezron, das ist Hazor,
26. Amam und Sema und Molada,
27. Und Hazar Gadda und Hesmon und Bet Palet,
28. Und Hazar Sual und Beer Seba und Bisjota,
29. Baala und Ijim und Ezem,
30. Und Eltolad und Kesil und Horma,
31. Und Ziklag und Madmanna und Sansanna,
32. Und Lebaot und Silhim und Ajin und Rimmon; insgesamt neun und zwanzig Städte und ihre Flecken.
33. In der Niederung: Estoal und Zora und Asna,
34. Und Sanoah und En Gannim, Tappnah und Enam,
35. Jarmut und Adullam, Socho und Aseka,
36. Und Saarajim und Aditajim und Gedera und Gederotajim, vierzehn Städte und ihre Flecken.
37. Zenan und Hadasa und Migdal Gad,
38. Und Dilean und Mizpe und Jokteel;
39. Lachisch und Bozkat und Eglon,
40. Und Kabbon und Lahmas [Lahmam] und Kitlis.
41. Und Gederot, Bet Dagon und Naama und Makkeda; sechzehn Städte und ihre Flecken,
42. Libna und Eter und Asan,
43. Jiftah und Asna und Nezib,
44. Këilah und Aksib und Moreschet; neun Städte und ihre Flecken,
45. Ekron und seine Tochterstädte und ihre Flecken,
46. Von Ekron westwärts alles, was bei Aschdod lag und die Flecken dazu.
47. Aschdod, seine Tochterstädte und ihre Flecken, Gasa, seine Tochterstädte und ihre Flecken bis an den Bach Ägypten und das große Meer und dessen Gebiet.
48. Und auf dem Gebirge: Samir und Jattir und Socho,
49. Und Danna und Kirjat Sanna, das ist Debir;
50. Anab und Estemo und Anim,
51. Und Gosen und Holon und Gilo; elf Städte und ihre Flecken.
52. Arab und Duma und Esan,
53. Und Janum und Bet Tappuah und Afeka,
54. Und Humta und Kirjat Arba, das ist Hebron, und Zior; neun Städte und ihre Flecken,
55. Maon, Karmel und Sif und Juta,
56. Und Jisreel und Jokdeam und Sanoah,
57. Kajin, Gibea und Timna; zehn Städte und ihre Flecken.
58. Halhul, Bet Zur und Gedor,
59. Und Maarat und Bet Anot und Eltekon; sechs Städte und ihre Flecken.
60. Kirjat Baal, das ist Kirjat Jearim, und Rabba, zwei Städte und ihre Flecken.
61. In der Wüste: Bet Haaraba, Middin und Sekaka;
62. Und Nibsan und Ir Hammelah [Salzstadt] und En Gedi; sechs Städte und ihre Flecken.
63. Aber den Jebusi, die Bewohner Jerusalems, vermochten die Söhne Jehuda nicht auszutreiben, und der Jebust blieb mit den Söhnen Jehuda in Jerusalem bis auf diesen Tag.

Kapitel 16

1. Das Los der Söhne Josefs war vom Jordan vor Jericho bis an die Gewässer von Jericho gegen Osten, die Wüste hinansteigend von Jericho den Berg bis Bet El.
2. [Die Grenze] ging von Bet El nach Lus und da hinüber zu der Grenze des Arki nach Atarot.
3. Sie zog sich westwärts zu der Grenze des Jafleti bis an die Grenze von NiederBet-Horon und bis Geser, ihr Endpunkt war am Meere.
4. Die Söhne Josefs, Manasse und Efraim, erbten:
5. Es war die Grenze der Söhne Efraim nach ihren Geschlechtern; ihr Besitz gegen Osten war von Atrot Addar bis Ober Bet-Horon.
6. Die Grenze ging ans Meer nach Mikmetat in Norden, die Grenze wandte sich gen Osten nach Taanat Silo und ging dort vorbei ostwärts nach Janoah.
7. Sie zog sich von Janoah nach Atarot und Naarat, und stieß an Jericho und der Endpunkt war am Jordan.
8. Von Tappuah ging die Grenze westwärts nach dem Bach Kana und ihr Endpunkt war am Meere. Das, war der Besitz des Stammes der Söhne Efraim nach ihren Geschlechtern.
9. Und dazu die Städte, die abgesondert waren den Söhnen Efraim innerhalb des Erbes der Söhne Manasse, alle Städte und ihre Flecken.
10. Aber sie vertrieben nicht den Kanaani, der in Geser wohnte; der Kanaani blieb mitten unter Efraim bis auf diesen Tag, und wurde zinsbar.

Kapitel 17

1. Es war das Los des Stammes Manasse — [eigentlich] war er der Erstgeborene Josefs: — an Machir, den Erstgeborenen Manasses, den Vater des Gilead, da er ein Kriegsmann war — an ihn kam Gilead und Baschan.
2. An die übrigen Söhne Manasses kam nach ihren Geschlechtern: an die Söhne Abissers und an die Söhne Heleks und an die Söhne Asriêls und an die Söhne Sechems und an die Söhne Hefers und an die Söhne Semidas; das sind die Kinder Manasses Sohnes Josefs, die Männlichen, nach ihren Geschlechtern.
3. Aber Zelafhad, Sohn Hefers Sohnes Gileads, Sohnes Machirs, Sohnes Manasses hatte keine Söhne, sondern nur Töchter; und das sind die Namen seiner Töchter: Mahla und Noa, Hogla, Milka und Tirza.
4. Sie traten vor Elasar den Priester und vor Josua Sohn Nuns und vor die Fürsten und sprachen. Der Herr hat dem Mose geboten, uns ein Erbe zu geben unter unseren Stammbrüdern. Er gab ihnen nach dem Ausspruch des Herrn ein Erbe unter den Brudern ihres Vaters.
5. Und so fielen zehn Anteile auf Manasse; außer dem Lande Gilead und Baschan, die jenseits des Jordan.
6. Denn die Töchter Manasses erhielten Erbtum unter seinen Söhnen; und das Land Gilead kam an die übrigen Söhne Manasses.
7. Es war die Grenze Manasses von Asser nach Mikmetat, das vor Sechem, und dann ging die Grenze zur Rechten, bis zu den Bewohnern von En Tappnah.
8. An Manasse kam auch das Land Tappnah; Tappuah war an der Grenze Manasses an Efraim.
9. Die Grenze zog sich nach dem Bache Kana, südlich vom Bache; diese Städte gehörten Efraim inmitten der Städte Manasses; die Grenze Manasses war zur Nordseite des Baches, und ihr Endpunkt war am Meere.
10. Gen Süden war des Efraim und gen Norden des Manasse, da war das Meer seine Grenze; und an Asser stießen sie gegen Norden und an Issachar gegen Osten.
11. Es gehörte Manasse in Issachar und in Asser [als Enklave]: Bet Seon und seine Tochterstädte und Jibleam und seine Tochterstadte, nebst den Bewohnern von Dor und seinen Tochterstädten und den Bewohnern von En Dor und seinen Tochterstädten und den Bewohnern von Taanach und seinen Tochterstadten und den Bewohnern von Megiddo und seinen Tochterstädten, den drei Landschaften.
12. Die Söhne Manasse vermochten nicht [die Einwohner] dieser Städte auszutreiben; der Kanaani setzte es durch, in diesem Lande zu bleiben.
13. Als jedoch die Kinder Israel erstarkten, da machten sie den Kanaani zinsbar, aber sie trieben ihn nicht aus.
14. Die Söhne Josef sprachen zu Josua: Warum hast du mir als Besitz gegeben ein Los und ein Teil, wir sind so zahlreich, denn der Herr hat uns gesegnet.
15. Josua erwiderte ihnen: Wenn ihr so zahlreich seid, so gehet hinauf in den Wald und rode dir dort aus im Lande des Perisi und der Refaim, wenn dir eng ist das Gebirge Efraim.
16. Die Söhne Josef sprachen: Das Gebirge wird für uns nicht ausreichen; und eiserne Wagen gibt es bei dem Kanaani, der im Tal-Lande wohnt, bei denen in Bet Seon und seinen Tochterstädten und denen im Tale Israel, [wir können ihn nicht besiegen].
17. Josua erwiderte dem Hause Josefs, Efraim und Manasse, also: Ihr seid zahlreich und habt auch viel Kraft, gewiss wird euch ein Los nicht genügen; du hast große Kraft, also sollst du nicht ein Los haben.
18. Ihr habet Gebirge, welche waldreich sind, rode sie aus, und dein werden seine Lichtungen, treibe auch den Kanaani aus, ob er auch eiserne Wagen habe, wie stark er auch sei.

Kapitel 18

1. Es versammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Israel in Silo und stellte dort das Stiftszelt auf; das Land war unterworfen vor ihnen.
2. Es waren noch übrig unter den Kindern Israel, die nicht zu teil bekommen ihren Besitz, sieben Stämme.
3. Josua sprach zu den Kindern Israel: Wie lange noch werdet ihr euch lässig zeigen, hinzugehen in Besitz zu nehmen das Land, das der Herr, der Gott eurer Väter, euch gegeben?
4. Wählet je drei Männer vom Stamm, ich werde sie schicken, dass sie wandeln durch das Land und es aufschreiben nach Verhältnis ihres Anteils und zu mir kommen.
5. [Die Stämme] sollen es unter sich verteilen in sieben Teile; Jehuda bleibt auf seiner Grenze gen Süden, und die vom Hause Josef bleiben auf ihrer Grenze gen Norden.
6. Und ihr schreibt das Land auf in sieben Teilen, und bringt es mir hierher, und ich werde euch das Los werfen, hier vor dem Herrn, unserm Gott.
7. Denn die Leviten haben keinen Teil unter euch, sondern das Priestertum des Herrn ist ihr Erbe; und Gad und Ruben und die Hälfte des Stammes Manasse haben genommen ihren Besitz jenseits des Jordan im Osten, den ihnen gegeben Mose, der Knecht des Herrn.
8. Die Männer gingen nun, und Josua gebot denen, die hingingen, das Land aufzuschreiben: Gehet und wandelt durch das Land, und schreibet es auf, und kommet zu mir zurück; hier werde ich euch das Los werfen vor dem Herrn, in Silo.
9. Die Männer gingen und zogen durch das Land, und schrieben es auf nach den Städten zu sieben Teilen in ein Buch, und kamen darauf zu Josua ins Lager nach Silo.
10. Josua warf ihnen das Los in Silo vor dem Herrn, Josua verteilte dort das Land an die Kinder Israel nach ihren Abteilungen.
11. Es war das Los des Stammes der Söhne Benjamin nach ihren Geschlechtern: es ging die Grenze ihres Loses zwischen den Söhnen Jehuda und den Söhnen Josef.
12. Ihre Grenze war zur nördlichen Seite vom Jordan, es stieg [die Grenze] an die Seite von Jericho nördlich, dann den Berg hinan westwärts, und ihr Endpunkt war an der Wüste von Bet Awen.
13. Von dort ging die Grenze nach Lus, an die südliche Seite von Lus — das ist das Bet El — die Grenze stieg nieder nach Atrot Addar, auf dem Berge, der an der Nordseite von Nieder-Bet Horon.
14. Die Grenze zog sich herum und wandte sich zur Westseite, südwärts von dem Berge vor Bet Horon, südlich, und ihr Endpunkt war an Kirjat Baal — das ist Kirjat Jearim — eine Stadt der Söhne Jehuda; das ist die Westseite.
15. Die Südgrenze fing an am Ende von Kirjat Jearim, die Grenze wich aus der See und ging nach dem Quell des Gewässers Neftoah.
16. Die Grenze stieg an das Ende des Berges nieder, der vor dem Tale Ben Hinnom, der in dem Tale Refaim gen Norden, und stieg hinab das Tal Hinnom an dem Rücken des Jebusi gen Süden und dann nach En Rogel.
17. Sie zog herum nordwärts und ging nach En Semes und nach Gelilot, das gegenüber Maale Adummin, und stieg hinab nach Eben Bohan Sohn Ruben,
18. Dann hinüber an die Seite, Araba gegenüber, gen Norden und stieg hinab bis Araba.
19. Die Grenze zog hinüber an die Seite von Bet Hogla gen Norden, es war der Endpunkt der Grenze an der nördlichen Zunge des Salzsees, am südlichen Ende des Jordan; dies ist die Südgrenze.
20. Der Jordan begrenzt es auf der Ostseite. Das ist das Erbe der Söhne Benjamin nach seinen Grenzen ringsum, nach ihren Geschlechtern.
21. Es waren die Städte des Stammes der Söhne Benjamin nach ihren Geschlechtern: Jericho und Bet Hogla und Emek Keziz,
22. Und Bet Haaraba und Zemarajim und Bet El;
23. Und Awim und Para und Ofra;
24. Und Kefar Haammona und Ofni und Geba, zwölf Städte und ihre Flecken;
25. Gibeon und Rama und Beerot,
26. Und Mizpe und Kefira und Moza,
27. Und Rekem und Jirpeel und Tarala,
28. Und Zela, Elef und Jebusi — das ist Jerusalem — Gibat, Kirjat; vierzehn Städte und ihre Flecken: das ist das Erbe der Söhne Benjamin nach ihren Geschlechtern.

Kapitel 19

1. Das zweite Los war für Simeon, für den Stamm der Söhne Simeon nach ihren Geschlechtern, ihr Erbe war mitten in dem Erbe der Sohne Jehuda.
2. Es gehörte ihrem Besitz Beer Seba und Seba und Molada;
3. Und Hazar Sual und Bala und Ezem,
4. Und Eltolad und Betul und Horma;
5. Und Ziklag und Bet Hammarkabot und Hazar Sußa;
6. Und Bet Lebaot und Saruhen; dreizehn Städte und ihre Flecken.
7. Ajin Rimmon und Eter und Asan; vier Städte und ihre Flecken.
8. Und alle Flecken, die in den Umgebungen dieser Städte, bis Baalat Beer, Süd-Rama; das ist der Besitz des Stammes der Sohne Simeon, nach ihren Geschlechtern.
9. Von dem Anteil der Söhne Jehuda war das Erbe der Söhne Simeon; denn das Teil der Söhne Jehuda war zu viel für sie, und so erhielten die Söhne Simeon ihr Teil mitten in ihrem Erbe.
10. Das dritte Los war für die Söhne Sebulun nach ihren. Geschlechtern, und die Grenze ihres Besitzes reichte bis Sarid.
11. Ihre Grenze stieg westwärts, und zwar nach Marala und stieß an Dabeset, dann an den Fluß, der vor Jokneam.
12. Und kehrte um von Sarid nach der Ostseite an die Grenze von Kislot Tabor, Josua,
19. sie ging hinaus nach Dobrat und stieg auf gen Jafia.
13. Von dort ging sie hinüber ’nach der Ostseite nach Gat Hefer und Et Kazin, und reichte bis Rimmon-Hametoar, nach Nea.
14. Um dieses wandte sich die Grenze nördlich nach Hannaton, und ihr Endpunkt war im Tale Jiftah El.
15. Und Kattat und Nahalal und Simron und Jidala und Bet Lehem; zwölf Städte und ihre Flecken.
16. Das ist das Erbe der Söhne Sebulun nach ihren Geschlechtern. diese Städte und ihre Flecken.
17. Für Issachar kam das vierte Los heraus, für die Söhne Issachar nach ihren Geschlechtern.
18. Ihre Grenze ging bis Isreel, und Kesullot und Sunem;
19. Und Hafarajim und Sion und Anaharat;
20. Und Rabbit und Kisjon und Abez;
21. Und Remet und En Gannim und En Hada und Bet Pazez.
22. Und die Grenze stieß an Tabor und Sahazim und Bet Semes, und der Endpunkt ihrer Grenze war am Jordan; sechzehn Städte und ihre Flecken.
23. Das ist das Erbe des Stammes der Söhne Issachar nach ihren Geschlechtern; die Städte und ihre Flecken.
24. Das fünfte Los kam heraus für den Stamm der Söhne Asser, nach ihren Geschlechtern.
25. Und es war ihre Grenze; Helkat und Hali und Beten und Aksaf;
26. Und Allamelech und Amad und Misal, und sie stieß an den Karmel westwärts und an den Sihor-Libnat.
27. Und kehrte um gegen Osten nach Bet Dagon und stieß an Sebulun und an das Tal Jiftah-El nördlich, san] Bet Hasmek und Nëiel, und ging hinaus nach Kabul links.
28. Und Ebron und Rehob und Hammon und Kana bis nach der großen Stadt Zidon.
29. Die Grenze kehrte dann um nach Rama, bis an die Stadt Mibzar Zor: die Grenze kehrte von da um nach Hoßa, und ihr Endpunkt war nach dem Meer hin in dem Strich von Aksib.
30. Und Umma und Afek und Rehob; zwei und zwanzig Städte und ihre Flecken.
31. Das war der Besitz des Stammes der Söhne Asser nach ihren Geschlechtern; diese Städte und ihre Flecken.
32. Für die Söhne Naftali kam das sechste Los; für die Söhne Naftali nach ihren Geschlechtern.
33. Ihre Grenze war; von Helef, von Allon Bezaanannim und Adami Hannekeb und Jabneel bis Lakkum, ihr Endpunkt war am Jordan.
34. Die Grenze kehrte von da um westwärts nach Asnot Tabor und von dort nach Hukkok, stieß südlich an Sebulun, westlich an Asser, und an Jehuda am Jordan östlich.
35. Die befestigten Städte: Ziddim, Zer und Hammat, Rakkat und Kinneret:
36. Und Adama und Rama und Hazor;
37. Und Kedes und Edréi und En Hazor;
38. Und Jiron und Migdal El, Horem und Bet Anat und Bet Semes; neunzehn Städte und ihre Flecken.
39. Dies war der Besitz des Stammes der Söhne Naftali, nach ihren Geschlechtern; die Städte und ihre Flecken.
40. Für den Stamm der Söhne Dan nach ihren Geschlechtern kam das siebente Los;
41. Es war die Grenze ihres Besitzes: Zora und Estaol und Ir Semes;
42. Und Saalabbin und Ajalon und Jitla;
43. Und Elon und Timnat und Ekron;
44. Und Elteke und Gibton und Baalat;
45. Und Jehud und Bne Berak und Gat Rimmon;
46. Und Me-Hajarkon und Rakkon mit dem Gebiet vor Jafo.
47. Das Gebiet der Söhne Dan ging über diese hinaus; denn die Söhne Dan zogen hinauf und griffen Lesem an und nahmen es ein, sie schlugen es mit der Schärfe des Schwertes und nahmen es in Besitz und wohnten darin; sie nannten Lesem: Dan, nach dem Namen ihres Stammvaters Dan.
48. Das ist der Besitz des Stammes der Söhne Dan nach ihren Geschlechtern; diese Städte und ihre Flecken.
49. Sie beendeten somit die Verteilung des Landes nach seinen Grenzen, und die Kinder Israel gaben Josua, dem Sohne Nuns, ein Erbe unter ihnen.
50. Auf den Ausspruch des Herrn gaben sie ihm die Stadt, die er verlangte. Timnat Serah auf dem Berge Efraim; er baute die Stadt und wohnte darin.
51. Das sind die Erbteile, welche verteilten Elasar, der Priester, und Josua Sohn Nuns und die Häupter der Stammhäuser der Kinder Israel durch das Los in Silo vor dem Herrn am Eingange des Stiftszeltes. Sie beendeten die Verteilung des Landes.

Kapitel 20

1. Der Herr sprach zu Josua also:
2. Rede zu den Kindern Israel also: Bestimmet euch die Freistätten, von denen ich zu euch gesprochen durch Mose;
3. Dass dahin fliehe ein Mörder, der einen Menschen aus Versehen totgeschlagen, ohne Absicht, und sie seien euch zur Freistatt vor dem Bluträcher.
4. Er soll fliehen in eine von diesen Städten und sich stellen an den Eingang des Stadttores, und vor die Ältesten dieser Stadt sein Anliegen bringen; sie sollen ihn aufnehmen in die Stadt zu sich, und ihm einen Ort anweisen, dass er bei ihnen bleibe.
5. Wenn der Bluträcher ihm nachsetzt, sollen sie ihm den Mörder nicht ausliefern: denn ohne Wissen hat er seinen Nächsten erschlagen; er war ihm nicht feindlich von gestern und ehegestern.
6. Er bleibe also in dieser Stadt, bis er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden, [und im Falle seiner Unschuld] bis zum Tode des Hohepriesters, der in jenen Tagen sein wird. Dann darf der Mörder nach seiner Stadt und in sein Haus heimkehren, in die Stadt, aus welcher er geflohen.
7. Sie bestimmten dazu Kedes in Galiläa im Gebirge Naftali, und Sichem im Gebirge Efraim und Kirjat Arba — das ist Hebron — im Gebirge Jehuda.
8. Und jenseits des Jordan vor Jericho im Osten bestimmten sie Bezer in der Steppe, in der Ebene, vom Stamme Ruben, und Ramot in Gilead vom Stamme Gad, und Golan in Baschan vom Stamme Manasse.
9. Dies waren die angeordneten Städte für alle Kinder Israel und den Fremden, der unter ihnen weilte, dass dahin fliehe jeder, der einen Menschen totschlägt aus Versehen, dass er nicht sterbe durch die Hand des Bluträchers, bevor er gestanden vor der Gemeinde.

Kapitel 21

Die Wohnplätze der Leviten.
1. Die Familienhäupter der Leviten traten hin vor Elasar, den Priester, und vor Josua Sohn Nuns und vor die Stammhäupter der Kinder Israel,
2. Und sprachen zu ihnen in Silo im Lande Kanaan also: Der Herr hat geboten durch Mose, uns Städte zum Wohnen zu geben und deren Bezirke für unser Vieh.
3. Die Kinder Israel gaben den Leviten von ihrem Besitztum auf den Ausspruch des Herrn diese Städte und ihre Bezirke:
4. Das Los fiel für die Geschlechter des Kehat; an die Söhne Aarons, des Priesters, aus den Leviten kamen vom Stamme Jehuda und vom Stamme Simeon und vom Stamme Benjamin durch das Los dreizehn Städte.
5. An die übrigen Söhne des Kehat, von den Geschlechtern des Stammes Efraim und vom Stamme Dan und vom halben Stamme Manasse durch das Los zehn Städte.
6. An die Söhne Gerson, von den Geschlechtern des Stammes Issachar und vom Stamme Asser und vom Stamme Naftali und vom halben Stamme Manasse in Baschan durch das Los dreizehn Städte.
7. An die Söhne Merari, nach ihren Geschlechtern, vom Stamme Ruben und vom Stamme Gad und vom Stamme Sebulun zwölf Städte.
8. Die Kinder Israel gaben den Leviten diese Städte und ihre Bezirke, wie der Herr durch Mose geboten, durch das Los.
9. Sie gaben vom Stamme der Söhne Jehuda und vom Stamme der Söhne Simeon diese Städte, die sin der Folge) mit Namen genannt werden:
10. Es kamen an die Söhne Aarons von den Geschlechtern des Kehat aus den Söhnen Levi — denn sie hatten das erste Los —
11. Man gab ihnen Kirjat Arba, des Vaters von Anok — das ist Hebron — im Gebirge Jehuda und seine Bezirke ringsherum.
12. Aber das Gefilde der Stadt und ihre Flecken gaben sie Kaleb Sohn Jefunnes mit seinem Besitztum.
13. Und den Söhnen Aarons, des Priesters, gaben sie die Freistätte für den Mörder, Hebron und seine Bezirke und Libna und seine Bezirke;
14. Und Jattir und seine Bezirke und Estemoa und seine Bezirke,
15. Und Holon und seine Bezirke und Debir und seine Bezirke.
16. Und Ajin und seine Bezirke und Jutta und seine Bezirke und Bet Semes und seine Bezirke; neun Städte von diesen zwei Stämmen.
17. Vom Stamme Benjamin: Gibeon und seine Bezirke und Geba und seine Bezirke,
18. Und Anatot und seine Bezirke und Almon und seine Bezirke, vier Städte.
19. Alle Städte der Söhne Aarons, der Priester, waren dreizehn mitsamt den Bezirken.
20. Den Geschlechtern der Söhne Kehat, den noch übrigen Leviten von den Söhnen Kehat, wurden die Städte ihres Loses vom Stamme Efraim zu Teil.
21. Sie gaben ihnen die Stadt der Freistatt für den Mörder, Sichem und ihre Bezirke auf dem Gebirge Efraim und Geser und seine Bezirke,
22. Und Kibzajim und seine Bezirke und Bet Horon und seine Bezirke, vier Städte.
23. Vom Stamme Dan: Elteke und seine Bezirke und Gibton und seine Bezirke,
24. Ajalon und seine Bezirke, Gat Rimmon und seine Bezirke, vier Städte.
25. Von der Hälfte des Stammes Manasse: Taanach und seine Bezirke und Gat Rimmon und seine Bezirke, zwei Städte.
26. Alle Städte waren zehn nebst ihren Bezirken für die noch übrigen Geschlechter der Söhne Kehat.
27. Den Söhnen Gerson aus den Geschlechtern der Leviten sgab man) vom halben Stamme Manasse die Freistätte für den Mörder: Golan in Baschan und seine Bezirke und Beestera und seine Bezirke, zwei Städte.
28. Vom Stamme Issachar: Kisjon und seine Bezirke, Dobrat und seine Bezirke,
29. Jarmut und seine Bezirke, En-Gannim und seine Bezirke, vier Städte,
30. Vom Stamme Asser: Misal und seine Bezirke, Abdon und seine Bezirke,
31. Helkat und seine Bezirke und Rehob und seine Bezirke, vier Städte.
32. Vom Stamme Naftali: die Freistätte für Mörder Kedes in Galiläa und seine Bezirke und Hammot Dor und seine Bezirke und Karton und seine Bezirke, drei Städte.
33. Alle Städte des Geschlechts Gerson insgesamt dreizehn nebst ihren Bezirken.
34. Den Geschlechtern der Söhne Merari, den noch übrigen Leviten [gab man]: vom Stamme Sebulun Jokneam und seine Bezirke, Karta und seine Bezirke,
35. Dimna und seine Bezirke, Nahalal und seine Bezirke, vier Städte. [35a. Und vom Stamme Ruben: Bezer und seine Bezirke, Jahza und seine Bezirke. 35b. Kedemot und seine Bezirke, Mefaat und seine Bezirke, vier Städte.1 Diese zwei Verse befinden sich nicht im masoretischen Text; sie sind in vielen Ausgaben 1. Chron. 6, 63—64 entnommen.
36. Und vom Stamme Gad die Freistätte für Mörder: Ramot in Gilead und seine Bezirke und Machanajim und seine Bezirke,
37. Hesbon und seine Bezirke, Jaser und seine Bezirke; vier Städte.
38. Alle Städte der Söhne Merari nach ihren Geschlechtern, der noch übrigen von Geschlechtern der Leviten — ihr Los war zwölf Städte.
39. Sämtliche Orte der Leviten im Besitztume der Kinder Israel acht und vierzig Städte und ihre Bezirke.
40. Zu diesen Städten gehörten die Bezirke ringsum; bei allen diesen Städten.
41. Der Herr gab Israel das ganze Land, das er geschworen ihren Vatern zu geben; sie nahmen es ein und wohnten darin.
42. Der Herr schaffte ihnen Ruhe ringsherum, ganz wie er ihren Vätern zugeschworen, und keiner bestand vor ihnen von all ihren Feinden; all ihre Feinde gab der Herr in ihre Hand.
43. Nichts fehlte von all dem Guten, das der Herr verheißen dem Hause Israel; alles traf ein.

Kapitel 22

Die Heimkehr der zweieinhalb Stämme.
1. Darauf berief Josua die Stämme Ruben, Gad und den halben Stamm Manasse,
2. Und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was euch geboten Mose, der Knecht des Herrn; ihr habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch geboten.
3. Ihr habt euere Brüder nicht verlassen diese lange Zeit bis auf diesen Tag; ihr habt die Pflicht des Gebotes des Herrn eures Gottes erfüllt.
4. Und nun hat der Herr, euer Gott, euren Brüdern Ruhe geschafft, wie er ihnen zugesagt; jetzt könnt ihr nach euren Zelten ziehen in das Land eures Besitztums, das euch gegeben Mose, der Knecht des Herrn, jenseits des Jordan.
5. Nur seid sehr sorgsam, das Gebot und die Lehre zu üben, die euch geboten Mose, der Knecht des Herrn: den Herrn, euren Gott, zu lieben, in all seinen Wegen zu wandeln, seine Gebote zu halten, ihm anzuhangen und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und eurer ganzen Seele.
6. Josua segnete sie und entließ sie; sie zogen nach ihren Zelten.
7. Dem halben Stamme Manasse hatte Mose [den Anteil] im Baschan gegeben — der anderen Hälfte gab Josua unter ihren Brüdern diesseits des Jordan westwärts —. auch sie entließ Josua, dass sie in ihre Zelte [zurückkehrten] und segnete sie.
8. Er sprach zu ihnen also: Mit vielen Habseligkeiten kehret zurück in eure Zelte und mit sehr vielen Herden, mit Silber und mit Gold und mit Kupfer und mit Eisen und mit Gewändern in großer Menge. Teilet die Beute eurer Feinde mit euren Brüdern.
9. Die Söhne Ruben, die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse zogen ab von den Kindern Israel, von Silo, das im Lande Kanaan, um in das Land Gilead zu gehen, in das Land ihres Besitztums, worin sie sich ansässig gemacht auf Befehl des Herrn durch Mose.
10. Als sie in die Kreise des Jordan kamen, die im Lande Kanaan, bauten dort die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse einen großen Altar am Jordan zur Schau.
11. Die Kinder Israel vernahmen die Nachricht: Gebaut haben die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse den Altar angesichts des Landes Kanaan, in den Kreisen des Jordan, an der den Kindern Israel [zugewandten] Seite.
12. Als die Kinder Israel es hörten, versammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Israel nach Silo, wider sie in den Kampf zu ziehen.
13. Die Kinder Israel schickten zu den Söhnen Ruben und zu den Söhnen Gad und zum halben Stamme Manasse in das Land Gilead den Pinchas Sohn Elasars, des Priesters;
14. Und zehn Fürsten mit ihm, je einen Fürsten für ein Stammhaus aus allen Stämmen Israels, jeglicher war das Haupt seines Stammhauses von den Haufen Israels.
15. Sie kamen zu den Söhnen Ruben und zu den Söhnen Gad und zu dem halben Stamme Manasse in das Land Gilead, und redeten zu ihnen also.
16. So hat gesprochen die ganze Gemeinde des Herrn: Was ist das für eine Untreue, die ihr begangen an dem Gott Israels, euch heute abzuwenden von dem Herrn, indem ihr einen Altar bauet, euch heute zu empören gegen den Herrn?
17. Ist uns zu wenig die Schuld von Peor — von der wir noch nicht rein geworden bis auf diesen Tag — als die Seuche war in der Gemeinde des Herrn?
18. Und ihr wendet euch heute ab von dem Herrn? Ihr empört euch heute gegen den Herrn, und morgen zürnt er der ganzen Gemeinde Israels!
19. Haltet ihr für unrein das Land eures Besitztums, so ziehet in das Land des Besitztums des Herrn, woselbst die Wohnung des Herrn thront, und werdet ansässig unter uns; aber gegen den Herrn emport euch nicht und uns werdet nicht abtrünnig, indem ihr einen Altar bauet außer dem Altare des Herrn unseres Gottes.
20. Achan Sohn Serahs hatte Untreue begangen an dem Bann, und über die ganze Gemeinde Israels war Zorn. Und er, der Einzelne, starb nicht in seiner Verschuldung.
21. Da antworteten die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse und redeten zu den Häuptern der Haufen Israels:
22. Der Gott der Götter ist der Herr, der Gott der Götter ist der Herr, er weiß und Israel soll wissen: ob aus Empörung und in Untreue gegen den Herrn [wir dies getan] — so stehe uns nicht bei diesen Tag!
23. Ob wir uns einen Altar bauten, uns abzuwenden von dem Herrn, um darauf Ganzopfer und Speiseopfer darzubringen um darauf zu verrichten Mahlopfer — der Herr möge es ahnden.
24. Ob wir dies nicht vielmehr aus Besorgnis getan, in dem wir dachten: Künftig werden euere Kinder zu unseren Kindern sprechen: Was habt ihr mit dem Herrn, dem Gott Israels zu schaffen?
25. Der Herr hat eine Grenze gesetzt zwischen uns und euch, ihr Söhne Ruben und Söhne Gad; den Jordan; ihr habt keinen Teil an dem Herrn. Und so werden eure Kinder unsere Kinder stören, den Herrn anzubeten.
26. Da sprachen wir: Wir wollen doch für uns sorgen, den Altar zu bauen, nicht zum Ganzopfer und nicht zum Schlachtopfer;
27. Sondern ein Zeuge sei er zwischen uns und euch und zwischen unseren Geschlechtern nach uns: den Dienst des Herrn vor [Gott] zu verrichten mit unsern Ganzopfern und unsern Schlachtopfern und unsern Mahlopfern, dass nicht euere Kinder künftig sprechen zu unsern Kindern: Ihr habt keinen Teil an dem Herrn.
28. Wir sprachen: Wenn sie nun uns und unseren Geschlechtern künftig [also] sagen, so erwidern wir: Sehet das Abbild des Altars des Herrn, das unsre Väter gemacht, nicht zum Ganzopfer und nicht zum Schlachtopfer, sondern ein Zeuge ist er zwischen uns und euch.
29. Fern sei es von uns, uns zu empören gegen den Herrn, und uns heut abzuwenden von dem Herrn, einen Altar für Ganzopfer, für Speiseopfer und für Schlachtopfer zu bauen, außer dem Altare des Herrn, unseres Gottes, der vor seiner Wohnung.
30. Als Pinchas der Priester, und die Fürsten der Gemeinde und die Häupter der Haufen Israels, die mit ihm, die Worte hörten, welche die Söhne Ruben und die Söhne Gad und die Söhne Manasse geredet, gefiel es ihnen.
31. Und Pinchas, Sohn Elasar, der Priester sprach zu den Söhnen Ruben und zu den Söhnen Gad und zu den Söhnen Manasse: Heute erkennen wir, dass der Herr unter uns ist, weil ihr an dem Herrn diese Untreue nicht begangen. Nunmehr habt ihr die Kinder Israel geschützt vor der Hand des Herrn.
32. Pinchas, Sohn Elasar, der Priester, und die Fürsten kehrten zurück von den Söhnen Ruben und von den Söhnen Gad aus dem Lande Gilead in das Land Kanaan zu den Kindern Israel und brachten ihnen Antwort.
33. Die Sache gefiel den Kindern Israel, und die Kinder Israel priesen Gott und dachten nicht mehr, wider sie in den Kampf zu ziehen, das Land zu verderben, worin die Söhne Ruben und die Söhne Gad wohnten.
34. Die Söhne Ruben und die Söhne Gad nannten den Altar: Ein Zeuge ist er zwischen uns, dass der Herr Gott ist.

Kapitel 23

Josuas Alter.
1.Lange Zeit, nachdem der Herr Israel Ruhe verschafft von all seinen Feinden ringsum, und Josua wurde unterdessen alt und betagt;
2. Da berief Josua ganz Israel, seine Ältesten und seine Häupter und seine Richter und seine Beamten, und sprach zu ihnen: Ich bin alt und betagt geworden.
3. Ihr habt alles gesehen, was der Herr, euer Gott, all diesen Völkern getan euretwegen; denn der Herr, euer Gott, ist es, der für euch streitet.
4. Sehet‘ ich habe euch diese noch übrigen Völker zum Besitz verteilt nach euren Stämmen, vom Jordan und all den Völkern an, die ich ausgerottet, bis zu dem großen Meer im Westen.
5. Der Herr, euer Gott, wird sie ausstoßen und austreiben vor euch, und ihr werdet ihr Land einnehmen, wie der Herr euer Gott euch zugesagt.
6. Ihr sollt sehr standhaft sein, zu beobachten und zu tun alles, was geschrieben ist im Buche der Lehre Moses, davon weder rechts noch links zu weichen.
7. Geratet nicht unter diese Völker, die unter euch übriggeblieben, und bei dem Namen ihrer Götter gedenket nicht und schwöret nicht, und dienet ihnen nicht und bücket euch nicht vor ihnen.
8. Sondern dem Herrn, eurem Gotte, hanget an, wie ihr getan bis auf diesen Tag.
9. Denn der Herr trieb vor euch große und mächtige Volker aus, und keiner hielt Stand vor euch bis auf diesen Tag.
10. Ein Mann von euch jagte tausend, denn der Herr, euer Gott, er streitet für euch, wie er euch zugesagt.
11. Nehmet euch nun sehr in Acht: Den Herrn, euren Gott, immer zu lieben.
12. Denn wenn ihr euch abwendet und euch an den Rest dieser Völker hänget, die unter euch übriggeblieben, und ihr euch mit ihnen verschwägert, dass sie in eurer Mitte aufgenommen werden, oder ihr in ihrer Mitte;
13. So sollt ihr wissen, dass der Herr, euer Gott, nicht fortfahren wird, all diese Völker vor euch auszutreiben; sie werden euch werden zur Schlinge und zum Fallstrick und zur Geißel in eure Seiten und zu Stacheln in eure Augen, bis ihr verstoßen werdet von diesem schönen Boden, den der Herr, euer Gott euch gegeben.
14. Ich gehe bald den Weg alles Irdischen: so erkennt denn mit eurem ganzen Herzen und eurer ganzen Seele, dass nicht Eines ausgeblieben von all den guten Dingen, die der Herr, euer Gott, euch zugesagt. Alles ist bei euch eingetroffen, nichts ist ausgeblieben.
15. Wie nun über euch all das Gute gekommen, das der Herr, euer Gott, euch zugesagt, so wird der Herr über euch all das Böse bringen, bis er euch vertilgt von diesem schönen Boden, den der Herr, euer Gott, euch gegeben.
16. Wenn ihr den Bund des Herrn, eures Gottes übertretet, den er euch geboten, fremden Göttern nachgeht und dienet und bücket euch vor ihnen, wird der Zorn des Herrn über euch erglühen, und ihr werdet bald umkommen von dem schönen Lande hinweg, das er euch gegeben.

Kapitel 24

Josuas Ableben.
1. Josua versammelte die Stämme Israels nach Sichem, und er berief die Ältesten Israels und seine Häupter und seine Richter und seine Beamte und sie stellten sich vor Gott.
2. Und Josua sprach zu dem ganzen Volke: So spricht der Herr, der Gott Israels: Jenseits des Stromes [Euphrat] wohnten eure Väter von je: Terah, Vater Abrahams und Vater Nahors, und sie dienten fremden Göttern.
3. Ich aber nahm euren Vater, den Abraham, von jenseits des Stromes und führte ihn durch das ganze Land Kanaan, und mehrte seine Nachkommen und gab ihm den Isak.
4. Und gab dem Isak Jakob und Esau, dem Esau gab ich den Berg Seir, ihn zu besitzen, und Jakob und seine Söhne gingen hinab nach Ägypten.
5. Ich sandte Mose und Aaron und schlug Ägypten, wie ich in seiner Mitte getan, und dann führt ich euch hinweg.
6. Ich führte eure Väter aus Ägypten und ihr kamt ans Meer; die Ägypter jagten euren Vätern nach mit Wagen und Reitern ans Rote Meer.
7. Sie schrien zum Herrn und er setzte Finsternis zwischen euch und die Ägypter, und brachte über sie das Meer und es bedeckte sie; eure Augen haben gesehen, was ich an den Ägyptern getan; und ihr bliebet in der Wüste lange Zeit.
8. Ich brachte euch dann in das Land des Emori, der jenseits des Jordan wohnte, und sie griffen euch an und ich gab sie in eure Hand; ihr nahmet ihr Land ein und ich vertilgte sie vor euch.
9. Da trat auf Balak, Sohn Zippor, König von Moab, und bekriegte Israel; er schickte nach Bileam, Sohn Beors, euch zu fluchen.
10. Ich aber wollte nicht hören auf Bileam; er musste euch segnen, und ich rettete euch aus seiner Hand.
11. Dann ginget ihr über den Jordan und kamt nach Jericho, und es griffen euch die Leute von Jericho an, der Emori und der Perist und der Kanaani und der Hitti und der Girgasi, der Hivi und der Jebusi, und ich gab sie in eure Hand.
12. Ich sandte vor euch her die Hornissen, sie trieben sie aus vor euch, die beiden Könige des Emori, nicht mit deinem Schwerte und nicht mit deinem Bogen.
13. Ich gab euch ein Land, um das du dich nicht gemüht, und Städte, die ihr nicht gebaut, und ihr wohntet darin; von Weinbergen und Ölbäumen, die ihr nicht gepflanzt, esset ihr.
14. Und nun fürchtet den Herrn und dienet ihm mit Aufrichtigkeit und Wahrheit, und schaffet weg die Götter, welchen eure Väter gedient jenseits des Stromes und in Ägypten, und dienet dem Herrn.
15. Doch wenn es missfällig in euren Augen, dem Herrn zu dienen, so wählet euch heute, wem ihr dienen wollt: Ob den Göttern, welchen gedient eure Väter, die jenseits des Stromes, oder ob den Göttern des Emori, in dessen Land ihr wohnet. Ich aber und mein Haus werden dem Herrn dienen.
16. Darauf antwortete das Volk und sprach: Fern sei es von uns, den Herrn zu verlassen, fremden Göttern zu dienen.
17. Denn der Herr, unser Gott, hat uns und unsere Väter herausgeführt aus dem Lande Ägypten aus der Knechtschaft und vor unseren Augen diese großen Zeichen getan, uns behütet auf dem ganzen Wege, auf dem wir gegangen, und unter all den Völkern, durch welche wir hindurchgezogen.
18. Der Herr trieb vor uns aus all die Völker, auch den Emori, den Bewohner des Landes; so werden wir auch dem Herrn dienen, denn er ist unser Gott.
19. Josua sprach zum Volke: Ihr werdet nicht vermögen, dem Herrn zu dienen; denn ein heiliger, eifervoller Gott ist er; er wird nicht Nachsicht haben mit eurem Frevel und euren Sünden.
20. Wenn ihr den Herrn verlasset und fremden Göttern dienet, so wird er wiederum übel mit euch verfahren und euch aufreiben, nachdem er euch wohlgetan.
21. Aber das Volk sprach zu Josua. Nein: wir wollen doch dem Herrn dienen.
22. Josua sprach zum Volke: Ihr seid selbst Zeugen, dass ihr euch den Herrn erwählt, ihm zu dienen, und sie sprachen: Wir sind Zeugen.
23. Nun [fuhr Josua fort]: Schaffet weg die fremden Götter, die in eurer Josua,
24. Mitte, und neiget euer Herz zu dem Herrn, dem Gott Israels.
24. Das Volk sprach zu Josua: Dem Herrn, unserm Gott, wollen wir dienen und seiner Stimme gehorchen.
25. Und Josua schloss einen Bund mit dem Volke an diesem Tage, und gab ihm Satzung und Recht in Sichem.
26. Josua schrieb diese Worte auf in dem Buche der Lehre Gottes, und nahm einen großen Stein und richtete ihn auf daselbst unter der Terebinthe, die in dem Heiligtume des Herrn.
27. Josua sprach alsdann zu dem ganzen Volke: Dieser Stein sei uns ein Zeuge; denn er hat gehört all die Reden des Herrn, die er mit uns gesprochen, und er soll gegen euch Zeuge sein, dass ihr euren Gott nicht verleugnet.
28. Josua entließ darauf das Volk, jeglichen in sein Besitztum.
29. Nachher starb Josua Sohn Nuns, der Knecht des Herrn, hundert und zehn Jahre alt.
30. Sie begruben ihn in dem Gebiete seines Besitztums in Timnat Serah, das im Gebirge Efraim, an der nördlichen Seite des Berges Gaas.
31. Israel diente dem Herrn bei Lebzeiten Josuas und der Ältesten, die Josua überlebt haben, die gekannt haben die Worte des Herrn, welche er für Israel getan.
32. Die Gebeine Josefs, welche die Kinder Israel aus Ägypten geführt, begruben sie in Sichem in dem Stücke Feldes, das Jakob gekauft von den Söhnen Hamors, Vaters des Sichem, um hundert Kesita; sie blieben den Söhnen Josefs zum Besitztum.
33. Auch Elasar, Sohn Aarons, starb, und sie begruben ihn an dem Hügel seines Sohnes Pinchas, der ihm gegeben worden im Gebirge Efraim.

  • Die Übersetzung stammt von Rabbiner Simon Bernfeld und wurde geringfügig an den heutigen Sprachgebrauch angepasst.

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