Die Mischna – Kelim

Traktat Kelim (»Gefäße« כְּלִים) behandelt eine große Anzahl verschiedener Utensilien in Bezug auf Reinheit. Es hat dreißig Kapitel und ist damit das umfangreichste in der Mischna. Die Übersetzung stammt von Lazarus Goldschmidt.

ERSTER ABSCHNITT

  1. HAUPTUNREINHEITEN1Wörtl. Väter oder Erzeuger der Unreinheiten; sie übertragen durch Berührung erstgradige Unreinheit (ראשון לטומאה) auf alles andere, u. das Berührte noch weiter eine zweitgradige Unreinheit (שני לטומאה), jedoch nur auf Speisen u. Getränke u. nicht auf Menschen u. Geräte. SIND DAS KRIECHTIER, DER SAMENERGUSS, DER LEICHENUNREINE, DER AUSSÄTZIGE WÄHREND SEINER ZÄHLTAGE2Die 7 Tage seit seiner Heilung bis zu seiner Reinsprechung nach der Darbringung seiner Opfer: cf. Lev. Kap. 14. UND DAS ENTSÜNDIGUNGSWASSER3Aus der Asche der roten Kuh; cf. Num. 19,9ff., DAS DAS ZUR BESPRENGUNG ERFORDERLICHE QUANTUM4Cf. Para XII,5. NICHT HAT. DIESE VERUNREINIGEN MENSCHEN UND GERÄTE5Für Gerät u. Gefäß, od. Sache, hat der Text das gleiche Wort (כלי), u. ist in der Übersetzung nach dem Zusammenhange wiedergegeben.DURCH BERÜHRUNG UND TONGEFÄSSE IM LUFTRAUME6Wenn sie sich in diesem schwebend befinden, ohne sie zu berühren.; SIE VERUNREINIGEN ABER NICHT DURCH TRAGEN7Von Ort zu Ort, ohne direkt zu berühren..
  2. HÖHER8In der Intensität der Unreinheit. ALS DIESE SIND DAS AAS UND DAS ENTSÜNDIGUNGSWASSER, DAS DAS ZUR BESPRENGUNG ERFORDERLICHE QUANTUM HAT; DIESE VERUNREINIGEN AUCH EINEN MENSCHEN DURCH TRAGEN, SODASS ER AUCH DIE KLEIDER UNREIN MACHT, NICHT ABER KLEIDER DURCH BERÜHRUNG9Wenn er das Unreine nur berührt hat..
  3. HÖHER ALS DIESE IST [DIE UNREINHEIT DESSEN,] DER EINER MENSTRUIERENDEN BEIGEWOHNT HAT; ER VERUNREINIGT DAS UNTERPOLSTER WIE DIE OBER[DECKE]10Cf. Nid. Fol. 32b.. HÖHER ALS DIESE IST DER FLUSS DES FLUSSBEHAFTETEN, SEIN SPEICHEL, SEIN SAMENERGUSS, SEIN URIN UND DAS BLUT DER MENSTRUIERENDEN; SIE VERUNREINIGEN DURCH BERÜHREN UND TRAGEN. HÖHER ALS DIESE IST DAS REITZEUG11Des Flußbehafteten; die beim Reiten erforderlichen Geräte; cf. infra XXIII,2.; ES VERUNREINIGT AUCH UNTER EINEM BLOCKSTEINE12Vgl. S. 527 Anm. 9.. HÖHER ALS DAS REITZEUG IST DAS LAGER; BEI DIESEM GLEICHT DIE BERÜHRUNG DEM TRAGEN13Es verunreinigt die Person samt den Kleidern.. HÖHER ALS DAS LAGER IST DER FLUSSBEHAFTETE; DER FLUSSBEHAFTETE MACHT DAS LAGER [UNREIN], NICHT ABER DAS LAGER DAS LAGER14Es überträgt auf ein anderes Lager nicht die intensive Lager-Unreinheit, sondern nur die vorher genannte erstgradige Unreinheit..
  4. HÖHER ALS [DIE UNREINHEIT DES] FLUSSBEHAFTETEN IST DIE DER FLUSSBEHAFTETEN; SIE VERUNREINIGT DEN IHR BEIWOHNENDEN. HÖHER ALS DIE DER FLUSSBEHAFTETEN IST DIE DES AUSSÄTZIGEN; ER VERUNREINIGT DURCH DAS EINTRETEN15In einen geschlossenen Raum; was sich darin befindet, ist unrein.. HÖHER ALS DIE DES AUSSÄTZIGEN IST DIE EINES GERSTENGROSSEN KNOCHENS16Von einem Toten.; ER VERUNREINIGT SIEBENTÄGIG. HÖHER ALS ALLE IST DIE EINES TOTEN; ER VERUNREINIGT DURCH BEZELTUNG, WODURCH JENE ALLE NICHT VERUNREINIGEN.
  5. ZEHN GRADE VON UNREINHEIT GEHEN VOM MENSCHEN AUS. DEM DER SÜHNE ERMANGELNDEN17Der reingesprochene Unreine (Aussätziger, Flußbehafteter), der bereits das Reinigungsbad genommen, aber noch am folgenden Tage seine Opfer darzubringen hat; cf. Lev. 14,10ff. u. ib. 15,14ff.IST HEILIGES VERBOTEN, JEDOCH HEBE UND ZEHNT ERLAUBT18Nach Sonnenuntergang.. DEM, DER AM SELBEN TAGE UNTERGETAUCHT IST, SIND19Vor Sonnenuntergang.HEILIGES UND HEBE VERBOTEN, DER ZEHNT ABER ERLAUBT. IST JEMAND ERGUSSBEHAFTET, SO SIND IHM ALLE DREI VERBOTEN. HAT JEMAND EINER MENSTRUIERENDEN BEIGEWOHNT, SO VERUNREINIGT ER DAS UNTERPOLSTER WIE DIE OBER[DECKE]. IST JEMAND FLUSSBEHAFTETER NACH ZWEI WAHRNEHMUNGEN, SO VERUNREINIGT ER LAGER UND SITZ UND BENÖTIGT DES UNTERTAUCHENS IN QUELLWASSER, IST JEDOCH VON EINEM OPFER FREI. HAT JEMAND DREIMAL WAHRGENOMMEN, SO IST ER AUCH EIN OPFER SCHULDIG. IST JEMAND ABGESCHLOSSENER AUSSÄTZIGER20Zur Untersuchung des Aussatzes, wenn er noch nicht als solcher festgestellt ist; cf. Lev. 13,5., SO VERUNREINIGT ER DURCH EINTRETEN21In einen geschlossenen Raum; was sich darin befindet, ist unrein., JEDOCH IST ER FREI VOM WACHSENLASSEN DES HAARES, VOM EINREISSEN22Cf. Lev. 13,45. DER KLEIDER, VON DER HAARSCHUR23Cf. ib. 14,4ff.UND [DER DARBRINGUNG] DER VÖGEL. IST JEMAND ABSOLUTER UNREINER, SO IST ER ZU ALL DIESEM VERPFLICHTET. WIRD VON EINEM EIN GLIED ABGESONDERT, WORAN NICHT GEHÖRIG FLEISCH IST, SO VERUNREINIGT ES DURCH BERÜHRUNG UND TRAGEN, NICHT ABER VERUNREINIGT ES DURCH BEZELTUNG. IST DARAN GEHÖRIG FLEISCH, SO VERUNREINIGT ES DURCH BERÜHRUNG, DURCH TRAGEN UND DURCH BEZELTUNG. GEHÖRIG FLEISCH HEISST ES, WENN ES SOVIEL IST, DASS ES HEILEN KANN. R. JEHUDA SAGT, IST AN EINER STELLE SOVIEL VORHANDEN, DASS ES IN DER DICKE EINES EINSCHLAGFADENS24Wenn man das Fleisch dehnen würde.[DAS GLIED] UMGEBEN WÜRDE, SO GENÜGT ES, UM HEILEN ZU KÖNNEN.
  6. ES GIBT ZEHN GRADE DER HEILIGKEIT: DAS JISRAÉLLAND IST HEILIGER ALS ALLE ANDEREN LÄNDER. WORIN BESTEHT SEINE HEILIGKEIT? DASS MAN AUS DIESEM DIE SCHWINGEGARBE, DIE ERSTLINGE UND DIE ZWEI BROTE25Cf. Lev. 23,10,17 u. Dt. 26,2.BRINGT, WÄHREND MAN SIE VON ALLEN ANDEREN LÄNDERN NICHT BRINGT.
  7. HEILIGER ALS DIESES SIND DIE MIT EINER MAUER UMRINGTEN STÄDTE26Seit der Zeit vor der Einwanderung., AUS DIESEN SIND DIE AUSSÄTZIGEN HINAUSZUWEISEN, UND IN DIESEN DARF MAN ZWAR EINEN TOTEN UMHERTRAGEN SOLANGE MAN WILL27Dh. bis zu seiner Bestattung., IST ER ABER HINAUSGEKOMMEN, SO DARF MAN IHN NICHT WIEDER HINEINBRINGEN.
  8. HEILIGER ALS DIESE IST [DAS GEBIET] INNERHALB DER MAUER28Der Stadt Jerušalem.; IN DIESEM DARF MAN MINDERHEILIGES UND ZWEITEN ZEHNTEN ESSEN. HEILIGER ALS DIESES IST DER TEMPELBERG; DIESEN DÜRFEN MÄNNLICHE UND WEIBLICHE FLUSSBEHAFTETE, MENSTRUIERENDE UND WÖCHNERINNEN NICHT BETRETEN. HEILIGER ALS DIESER IST DER ZWINGER; DIESEN DÜRFEN NICHTJUDEN UND LEICHENUNREINE NICHT BETRETEN. HEILIGER ALS DIESER IST DER FRAUENVORHOF29Cf. Mid. II,5.; DIESEN DARF JEMAND, DER AM SELBEN TAGE UNTERGETAUCHT IST, NICHT BETRETEN, JEDOCH IST MAN DIESERHALB KEIN SÜNDOPFER SCHULDIG. HEILIGER ALS DIESER IST DER JISRAÉLITENVORHOF; DIESEN DARF EIN DER SÜHNE ERMANGELNDER30Der reingesprochene Unreine (Aussätziger, Flußbehafteter), der bereits das Reinigungsbad genommen, aber noch am folgenden Tage seine Opfer darzubringen hat; cf. Lev. 14,10ff. u. ib. 15,14ff.NICHT BETRETEN, AUCH IST MAN DIESERHALB EIN SÜNDOPFER SCHULDIG. HEILIGER ALS DIESER IST DER PRIESTERVORHOF; DIESEN DÜRFEN JISRAÉLITEN NICHT BETRETEN, AUSSER WENN SIE ES MÜSSEN, ZUM STÜTZEN, ZUM SCHLACHTEN UND ZUM SCHWINGEN31Der Opferstücke..
  9. HEILIGER ALS DIESER IST [DER RAUM] ZWISCHEN DER VORHALLE UND DEM ALTAR; DIESEN DÜRFEN FEHLERBEHAFTETE UND ZAUSHAARIGE32Cf. Lev. 13,45.NICHT BETRETEN. HEILIGER ALS DIESER IST DAS TEMPELSCHIFF; WER HÄNDE UND FÜSSE NICHT GEWASCHEN HAT, DARF ES NICHT BETRETEN. HEILIGER ALS ALLE IST DAS ALLERHEILIGSTE; DIESES DARF NUR DER HOCHPRIESTER AM VERSÖHNUNGSTAGE BEIM TEMPELDIENSTE BETRETEN. R. JOSE SAGTE: IN FÜNF HINSICHTEN GLEICHT [DER RAUM] ZWISCHEN DER VORHALLE UND DEM ALTAR DEM TEMPELSCHIFFE: IHN DÜRFEN FEHLERBEHAFTETE, ZAUSHAARIGE, WEINTRUNKENE UND, WER HÄNDE UND FÜSSE NICHT GEWASCHEN HAT, NICHT BETRETEN, AUCH ENTFERNE MAN SICH AUS [DEM RAUME] ZWISCHEN DER VORHALLE UND DEM ALTAR WÄHREND DER RÄUCHERUNG33Des Räucherwerkes am Versöhnungstage..

ZWEITER ABSCHNITT

  1. VON GERÄTEN AUS HOLZ, GERÄTEN AUS LEDER, GERÄTEN AUS KNOCHEN UND GERÄTEN AUS GLAS SIND DIE FLACHEN REIN34Unter ‘rein’ u. ‘unrein’ ist hier u. in den weiter folgenden entsprechenden Fällen die Verunretnigungsunfähigkeit, bezw. die Verunreinigungsfähigkeit zu verstehen. UND DIE VERTIEFTEN35Wörtl. die Aufnehmenden, die eine Vertiefung zur Aufnahme haben. UNREIN36Unter ‘rein’ u. ‘unrein’ ist hier u. in den weiter folgenden entsprechenden Fällen die Verunretnigungsunfähigkeit, bezw. die Verunreinigungsfähigkeit zu verstehen.. ZERBRECHEN SIE37Wenn sie nicht mehr gebrauchsfähig sind., SO WERDEN SIE REIN; MACHT MAN WIEDER AUS IHNEN GERÄTE, SO SIND SIE VON DANN AB WIEDER FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH. GERÄTE AUS TON UND AUS NATRON38Mineralisches Alkali, in der Bibel (Jer. 2,22) als Reinigungsmittel bekannt; der T. (Az. Fol. 33b) erklärt alaunhaltige Erde u. unterscheidet (Nid. Fol. 62a) zwischen alexandrinischem u. antipatrischem N. GLEICHEN EINANDER HINSICHTLICH DER UNREINHEIT: SIE WERDEN UNREIN UND MACHEN UNREIN VON IHREM HOHLRAUME39Wenn die unreine, bezw. reine Sache sich in ihrem Hohlraume befindet, ohne sie zu berühren. AUS; SIE WERDEN UNREIN VON IHRER HINTERSEITE40Die äußere Vertiefung im Boden oder Fuße des Gefäßes. AUS UND NICHT VON IHRER AUSSENSEITE AUS, UND IHR ZERBRECHEN IST IHRE REINIGUNG41Das Tauchbad ist wirkungslos..
  2. FÜR WINZIGE VON TONGEFÄSSEN42Ganz kleine oder Bruchstücke von größeren., VON DEN BÖDEN UND VON DEN WÄNDEN, DIE UNGESTÜTZT STEHEN KÖNNEN, GILT ALS MASS43Für die Verunreinigungsfähigkeit., WENN SIE [VORHER] BIS ZU EINEM LOG FASSTEN, DER INHALT ZUM SALBEN EINES KLEINEN [KINDES44Des kleinsten Gliedes eines solchen. קטן schlechthin kann sich nur auf das Kind u. nicht auf das Glied beziehen.], WENN SIE VON EINEM LOG BIS ZU EINER SEÁ FASSTEN, DER EINES VIERTELLOG, WENN SIE VON EINER SEÁ BIS ZWEI SEÁ FASSTEN, DER EINES HALBEN LOG, UND WENN SIE VON ZWEI SEÁ BIS DREI UND BIS FÜNF SEÁ FASSTEN, DER EINES LOGSO R. JIŠMA͑ÉL. R. A͑QIBA SAGTE: ICH RICHTE MICH NICHT NACH DEM [FRÜHEREN] MASSINHALT; VIELMEHR, WINZIGE VON TONGEFÄSSEN, VON DEN BÖDEN UND VON DEN WÄNDEN, DIE UNGESTÜTZT STEHEN KÖNNEN, BIS ZUR GRÖSSE VON KLEINEN TÖPFEN, WENN SIE GENÜGEND ZUM SALBEN EINES KLEINEN [KINDES] FASSEN; VON KLEINEN TÖPFEN BIS ZU DEN FÄSSERN VON LUD, WENN SIE EIN VIERTELLOG FASSEN; VON SOLCHEN AUS LUD BIS ZU SOLCHEN VON BETH LEḤEM, WENN SIE EIN HALBES LOG FASSEN; VON SOLCHEN AUS BETH LEḤEM BIS ZU DEN GROSSEN KANNEN, WENN SIE EIN LOG FASSEN. R. JOANAN B. ZAKKAJ SAGT, DAS MASS BEI SOLCHEN VON GROSSEN KANNEN SEI ZWEI LOG. BEI SOLCHEN VON GALILÄISCHEN KRÜGLEIN UND FÄSSCHEN GENÜGT FÜR DIE BÖDEN IRGENDWELCHE GRÖSSE, UND [STÜKKE VON DEN] WÄNDEN SIND ÜBERHAUPT NICHT [VERUNREINIGUNGSFÄHIG].
  3. FOLGENDE SIND VON TONGEFÄSSEN REIN: EINE PLATTE OHNE RANDLEISTEN, EINE RANDLOSE KOHLENSCHIPPE, EIN RÖSTEROHR, RINNEN, AUCH WENN SIE GEBOGEN45Nach oben, sodaß Wasser darin bleibt.SIND, AUCH WENN SIE EINE VERTIEFUNG46Eine Spalte, die nicht von vornherein zur Aufnahme gemacht wurde.HABEN, EINE ALS BROTKORB VERWANDTE STÜRZE47Die nicht zur Aufnahme, sondern zum Zudecken bestimmt ist., EINE FÜR TRAUBEN48Zum Zudecken derselben.HERGERICHTETE KUMME, EIN SCHWIMMFASS49Von allen Seiten geschlossen, ähnl. der Schwimmblase., EIN AM BODEN EINES ZOBERS HAFTENDES FASS50Nach den Kommentaren, unten am Boden haftend, um den Zober hochheben zu können., EIN BETT, EIN STUHL, EINE BANK, EIN TISCH, EIN BOOT UND EIN TONLEUCHTER. DIESE SIND REIN. DIE REGEL HIERBEI IST: TONGEFÄSSE, DIE KEINEN INNENRAUM HABEN, HABEN AUCH KEINE AUSSENSEITE51Hinsichtl. der Unreinheit; sie bleiben rein, wenn diese von einer Unreinheit berührt wird..
  4. EINE LATERNE, DIE EINEN ÖLBEHÄLTER HAT, IST UNREIN, UND DIE KEINEN HAT, IST REIN. DIE TÖPFERSCHEIBE, MIT DER ER BEGINNT, IST REIN, UND MIT DER ER ENDET, IST UNREIN52Erstere ist flach, letztere ist vertieft.. EIN TRICHTER FÜR DEN HAUSGEBRAUCH IST REIN, EINER DER GEWÜRZKRÄMER IST UNREIN, WEIL ER ZUGLEICH ALS MASS53Er schließt dabei das Loch mit dem Finger.DIENTSO R. JEHUDA B. BETHERA. R. A͑QIBA SAGT, WEIL ER IHN AUF DIE SEITE NEIGT54Und einen Tropfen hineintut.UND DEN KÄUFER DARAN RIECHEN55Handschriften u. die allen Drucke haben ומדיח, für den Käufer ausspült.LÄSST.
  5. DECKEL VON WEINKRÜGEN UND ÖLKRÜGEN, EBENSO DECKEL VON PAPIERFÄSSERN56Wohl aus Papyrusstauden; nach anderen ist ניירות Ortsname.SIND REIN; HAT MAN SIE ZUR BENUTZUNG HERGERICHTET, SO SIND SIE UNREIN. DER DECKEL EINER KASSEROLLE IST, WENN ER EIN LOCH ODER EINE SPITZE57Oben, sodaß man ihn nicht umkippen u. benutzen kann.HAT, REIN, UND WENN ER KEIN LOCH UND KEINE SPITZE HAT, UNREIN, WEIL [DIE KÖCHIN] DARIN KRAÚT SEIHT. R. ELIE͑ZER B. R. ÇADOQ SAGT, WEIL SIE DARAUF MUS UMSCHÜTTET.
  6. EIN IM BRENNOFEN GEFUNDENES BRAKSTÜCK IST, WENN ES58Beim Brennen.NOCH UNFERTIG IST, REIN, UND WENN ES FERTIG IST, UNREIN. DER TITAROS59Eine Art Stoehheber; ein unten durchlöchertes Gefäß, in dem die Flüssigkeit sich nur dann hält, wenn die obere Öffnung verschlossen ist.IST NACH R. ELIE͑ZER B. R. ÇADOQ REIN UND NACH R. JOSE UNREIN, WEIL ER NUR TROPFENWEISE AUSFLIESSEN LÄSST.
  7. FOLGENDE SIND VON TONGEFÄSSEN UNREIN: EINE PLATTE MIT RANDLEISTEN, EINE VOLLSTÄNDIGE KOHLENSCHIPPE UND EINE SCHÜSSELPLATTE60Eine Art Kabarett, eine aus einzelnen Schüsseln zusammengesetzte Platte.; IST EINE VON IHNEN DURCH EIN KRIECHTIER UNREIN GEWORDEN, SO SIND NICHT ALLE UNREIN; HAT SIE ABER EINE ÜBERSTEHENDE RANDLEISTE, SO SIND, WENN EINE UNREIN GEWORDEN IST, ALLE UNREIN. EBENSO AUCH EIN IRDENER GEWÜRZBEHÄLTER UND EIN DOPPELTINTENFASS. IST VON EINEM HÖLZERNEN GEWÜRZBEHÄLTER EIN [FACH] UNREIN GEWORDEN, SO IST DAS ANDERE NICHT UNREIN. R. JOḤANAN B. NURI SAGT, MAN TEILE DIE ZWISCHENWAND; WAS FÜR DAS UNREINE DIENT, IST UNREIN, UND WAS FÜR DAS REINE DIENT, IST REIN. HAT ER EINE ÜBERSTEHENDE RANDLEISTE, SO IST, WENN EINES UNREIN GEWORDEN IST, AUCH DAS ANDERE UNREIN.
  8. DER FACKELNAPF IST UNREIN; DER LAMPENUNTERSATZ IST IN SEINEM HOHLRAUME UNREIN. DER KAMM61Der kammartige Deckel zum Verteilen des Wassers.DES GIESSKRUGES IST NACH R. ELIE͑ZER REIN UND NACH DEN WEISEN UNREIN.

DRITTER ABSCHNITT

  1. DIES IST DAS GRÖSSENMASS62Eines Loches, das das Gefäß gebrauchsunfähig macht. BEI TONGEFÄSSEN, WODURCH SIE REIN WERDEN: DIENEN SIE FÜR SPEISEN, IN DER GRÖSSE, DASS OLIVEN [DURCHFALLEN], DIENEN SIE FÜR FLÜSSIGKEITEN, IN DER GRÖSSE, DASS FLÜSSIGKEITEN [EINDRINGEN], UND WENN FÜR DIESE UND JENE, DANN ERSCHWEREND, WENN OLIVEN [DURCHFALLEN].
  2. EIN FASS, BEI DER GRÖSSE EINER DÖRRFEIGESO R. ŠIMO͑N; R. JEHUDA SAGT, EINER NUSS; R. MEÍR SAGT, EINER OLIVE. EINE KASSEROLLE UND EIN KOCHTOPF, BEI DER GRÖSSE EINER OLIVE. EIN KRÜGLEIN UND EIN TROPFGEFÄSS, DASS ÖL [EINDRINGT]; EIN GIESSKRUG, DASS WASSER [EINDRINGT]. R. ŠIMO͑N SAGT, ALLE DREI, DASS SAATKÖRNER [DURCHFALLEN]. EINE LAMPE, DASS ÖL [EINDRINGT]. R. ELIE͑ZER SAGT, DASS EINE KLEINE MÜNZE [DURCHFÄLLT]. FEHLT VON EINER LAMPE DIE DILLE, SO IST SIE REIN; IST VON EINER IRDENEN DIE DILLE DURCH DEN DOCHT ANGEBRANNT WORDEN, SO IST SIE REIN.
  3. WENN EIN FASS, DAS DURCHLÖCHERT WAR UND MIT PECH HERGERICHTET WORDEN IST, ZERBRICHT, SO IST EIN VERPICHTES STÜCK, WENN ES EIN VIERTELLOG FASST, UNREIN, WEIL DER NAME EINES GEFÄSSES VON IHM NICHT GESCHWUNDEN IST. WENN ABER EINE SCHERBE DURCHLÖCHERT WAR UND MAN SIE MIT PECH HERGERICHTET HAT, SO IST SIE, AUCH WENN SIE EIN VIERTELLOG FASST, REIN, WEIL SIE NICHT MEHR DEN NAMEN EINES GEFÄSSES HATTE.
  4. WENN EIN FASS ZERPLATZT WAR UND MAN ES MIT RINDERMIST VERSCHMIERT HAT, SO IST ES, SELBST WENN DIE SCHERBEN, FALLS MAN DEN RINDERMIST ENTFERNT, AUSEINANDERFALLEN, UNREIN, WEIL DER NAME EINES GEFÄSSES DAVON NICHT GESCHWUNDEN WAR. WENN ES ABER ZERBROCHEN WAR UND MAN SCHERBEN DAVON ZUSAMMENGEKLEBT HAT, ODER WENN MAN SCHERBEN VON ANDERWÄRTS GEHOLT UND SIE MIT RINDERMIST ZUSAMMENGEKLEBT HAT, SO IST ES, SELBST WENN DIE SCHERBEN, FALLS MAN DEN RINDERMIST ENTFERNT, ZUSAMMENHALTEN, REIN, WEIL DER NAME EINES GEFÄSSES DAVON GESCHWUNDEN WAR. IST DARAN EINE EIN VIERTELLOG FASSENDE SCHERBE, SO IST DAS GANZE DURCH BERÜHREN UNREIN, UND DER HOHLRAUM [NUR] DIESER GEGENÜBER.
  5. HAT MAN EIN UNVERSEHRTES TONGEFÄSS ÜBERKLEBT, SO IST [DAS ÜBERKLEBTE] NACH R. MEÍR UND R. ŠIMO͑N UNREIN; DIE WEISEN SAGEN, DAS ÜBERKLEBTE EINES UNVERSEHRTEN SEI REIN, UND EINES BESCHÄDIGTEN SEI UNREIN. DASSELBE GILT AUCH VOM REIFEN EINER KÜRBISFLASCHE.
  6. DAS JABLITH63Eine Pflanze, die zu einem Brei verrieben zum Verkleben von Tongefäßen dient., WOMIT MAN DIE WEINFÄSSER VERSCHMIERT, VERUNREINIGT, WAS ES BERÜHRT. DER SPUND EINES FASSES GILT NICHT ALS VERBUNDEN. WER DEN PUTZ EINES [UNREINEN] OFENS BERÜHRT, IST UNREIN64Der Putz gegehört wegen der Erhaltung der Wärme zum Ofen..
  7. HAT MAN EINEN WÄRMEKESSEL MIT LEHM UND MIT TÖPFERTON ÜBERKLEBT, SO IST, WER DEN LEHM BERÜHRT, UNREIN, UND WER DEN TÖPFERTON BERÜHRT, REIN. WENN EIN WASSERKESSEL EIN LOCH BEKOMMEN HATTE UND MAN ES MIT PECH HERGERICHTET HAT, SO IST ER, WIE R. JOSE SAGT, REIN, WEIL ER NICHT HEISSES WIE KALTES AUFNEHMEN KANN; DASSELBE SAGTE ER AUCH VON PECHGEFÄSSEN. HAT MAN EIN KUPFERNES GEFÄSS MIT PECH ÜBERZOGEN, SO IST ES65Weil es entfernt wird. REIN; WENN ABER FÜR WEIN, SO IST ES UNREIN.
  8. WENN EIN FASS EIN LOCH BEKOMMEN HATTE UND MAN ES MEHR ALS NÖTIG MIT PECH VERKLEBT HAT, SO IST, WAS DAS NÖTIGE BERÜHRT HAT, UNREIN, UND WAS DAS UNNÖTIGE, REIN. IST PECH AUF EIN FASS GETROPFT, SO IST, WAS ES BERÜHRT, REIN. HAT MAN EINEN TRICHTER AUS HOLZ ODER AUS TON MIT PECH VERSTOPFT, SO IST ER, WIE R. ELEA͑ZAR B. A͑ZARJA SAGT, UNREIN. NACH R. A͑QIBA IST EINER AUS HOLZ UNREIN UND EINER AUS TON REIN. NACH R. JOSE SIND BEIDE REIN.

VIERTER ABSCHNITT

  1. WENN EINE SCHERBE WEGEN DES OHRS NICHT STEHEN KANN, ODER WENN EINE ZACKE DARAN IST UND SIE DURCH DIE ZACKE SICH NEIGT, SO IST SIE REIN. WIRD DAS OHR ENTFERNT, ODER DIE ZACKE ABGEBROCHEN, SO IST SIE REIN, UND NACH R. JEHUDA UNREIN. WENN EIN FASS [AM BODEN] DURCHBROCHEN IST, ABER DIE SEITENWÄNDE NOCH ETWAS FASSEN KÖNNEN, ODER ES SICH IN ZWEI MULDEN GETEILT HAT, SO IST ES NACH R. JEHUDA REIN UND NACH DEN WEISEN UNREIN.
  2. WENN EIN FASS MORSCH IST UND NICHT MIT EINEM HALBEN KAB DÖRRFEIGEN FORTBEWEGT WERDEN KANN, SO IST ES REIN. WENN EIN BRAKSTÜCK MORSCH IST UND KEINE FLÜSSIGKEIT FASSEN KANN, OBGLEICH ES SPEISEN FASSEN KANN, SO IST ES REIN, DENN ES GIBT KEINE ÜBERBLEIBSEL VON ÜBERBLEIBSELN66Schon das Brakstück ist ein Überbleibsel eines Gefäßes, u. ebenso ist es auch das Morsche..
  3. WELCHES HEISST EIN BRAK? WENN AUCH NUR DIE OHREN FEHLEN. STEHEN ZACKEN HERVOR67An der Stelle, wo oben abgebrochen ist., SO IST ALLES, WAS OLIVEN MITFASSEN KANN, DURCH BERÜHREN UNREIN, UND EBENSO UNREIN DER HOHLRAUM GEGENÜBER, UND WAS NICHT OLIVEN MITFASSEN KANN, DURCH BERÜHREN UNREIN, JEDOCH IST DER HOHLRAUM GEGENÜBER NICHT UNREIN. IST ES AUF DIE SEITE GENEIGT68Dh. wenn eine Seite der Wandung fehlt u. die übriggebliebene eine Art Lehne bildet., WIE EIN LEHNSESSEL, SO IST ES, SOWEIT ES OLIVEN MITFASSEN KANN, DURCH BERÜHRUNG UNREIN, UND EBENSO UNREIN DER HOHLRAUM GEGENÜBER, UND SOWEIT ES NICHT OLIVEN MITFASSEN KANN, DURCH BERÜHRUNG UNREIN, JEDOCH IST NICHT DER HOHLRAUM GEGENÜBER UNREIN. DIE BÖDEN DER SPITZBECHER UND DIE BÖDEN DER ÇIDONISCHEN SCHALEN69Die unten spitz waren u. nicht allein stehen konnten. SIND UNREIN, OBGLEICH SIE UNGESTÜTZT NICHT STEHEN KÖNNEN, DENN SIE SIND VON ANFANG AN SO GEFERTIGT WORDEN.
  4. WENN EIN TONGEFÄSS DREI RÄNDER HAT, SO IST, WENN DER INNERE ÜBERSTEHT, ALLES70Außerhalb dieses Randes. REIN, WENN DER ÄUSSERE ÜBERSTEHT, ALLES UNREIN, UND WENN DER MITTELSTE ÜBERSTEHT, WAS VON DIESEM EINWÄRTS, UNREIN, UND WAS VON DIESEM AUSWÄRTS, REIN. SIND ALLE GLEICH, SO IST, WIE R. JEHUDA SAGT, DER MITTELSTE ZU TEILEN71Die Hälfte nach innen ist unrein, u. die Hälfte nach außen ist rein., UND WIE DIE WEISEN SAGEN, ALLES REIN. VON WANN AB SIND TONGEFÄSSE FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH? SOBALD SIE IM OFEN GEBRANNT SIND. DIES IST DIE VOLLENDUNG IHRER HERSTELLUNG.

FÜNFTER ABSCHNITT

  1. EIN BACKOFEN72Ist verunreinigungsfähig. ANFANGS BEI VIER [HANDBREITEN] UND SEIN ÜBERBLEIBSEL BEI VIERSO R. MEÍR. DIE WEISEN SAGEN, DIES GELTE NUR VON EINEM GROSSEN, EIN KLEINER ABER ANFANGS BEI IRGEND WELCHER GRÖSSE UND SEIN ÜBERBLEIBSEL BEI DER GRÖSSEREN HÄLFTE. SOBALD SEINE HERSTELLUNG VOLLENDET IST. WANN ERFOLGT DIE VOLLENDUNG SEINER HERSTELLUNG? SOBALD MAN IHN SO GEHEIZT HAT, DASS MAN DARIN SCHWAMMKUCHEN BACKEN KANN. R. JEHUDA SAGT, SOBALD MAN EINEN NEUEN SO GEHEIZT HAT, WIE MAN IN EINEM ALTEN SCHWAMMKUCHEN BACKEN KANN.
  2. DER KOCHHERD BEI DREI [HANDBREITEN] UND SEIN ÜBERBLEIBSEL BEI DREI. SOBALD SEINE HERSTELLUNG VOLLENDET IST. WANN ERFOLGT DIE VOLLENDUNG SEINER HERSTELLUNG? SOBALD MAN IHN SO GEHEIZT HAT, DASS MAN DAS LEICHTESTE UNTER DEN EIERN KOCHEN KANN, ZERSCHLAGEN UND IN DEN TIEGEL GETAN. BEI EINEM KOCHOFEN73Kleiner Herd mit nur einem Kochloche. GILT, WENN ER ZUM BACKEN GEMACHT IST, DAS MASS DES BACKOFENS, UND WENN ER ZUM KOCHEN GEMACHT IST, DAS MASS DES HERDES. EIN STEIN, DER AUS DEM OFEN EINE HANDBREITE UND AUS DEM HERDE DREI FINGER HERAUSRAGT, GILT ALS VERBUNDEN74Sodaß er mit dem Ofen unrein wird; größer gehört er nicht mehr zum Ofen, da er entfernt wird.. BEI DEM, DER AUS EINEN KOCHOFEN HERAUSRAGT, GILT, WENN ER ZUM BACKEN GEMACHT IST, DAS MASS DES OFENS, UND WENN ER ZUM KOCHEN GEMACHT IST, DAS MASS DES HERDES. R. JEHUDA SAGTE: DAS MASS EINER HANDBREITE GILT NUR ZWISCHEN DEM OFEN UND DER WAND75Da er das Heranrücken hindert u. größer entfernt wird.. BEFINDEN SICH ZWEI ÖFEN NEBEN EINANDER, SO GEHÖRT EINE HANDBREITE ZU EINEM UND EINE HANDBREITE ZUM ANDEREN, UND DAS ÜBRIGE IST REIN.
  3. DER KRANZ DES HERDES IST REIN. DIE UMFRIEDUNG DES OFENS IST, WENN SIE VIER HANDBREITEN HOCH IST, UNREIN DURCH BERÜHRUNG UND DURCH DEN HOHLRAUM, UND WENN WENIGER, REIN; IST ER MIT DIESEM VERBUNDEN, AUCH WENN NUR AUF DREI STEINEN76Der Sinn ist dunkel, da auch die Bauart dieser Öfen unbekannt ist., SO IST ER UNREIN. DER ÖLBEHÄLTER, DER GEWÜRZBEHÄLTER UND DER LAMPENBEHÄLTER AM HERDE WERDEN UNREIN DURCH BERÜHRUNG UND WERDEN NICHT UNREIN DURCH DEN HOHLRAUMSO R. MEÍR; NACH R. JIŠMA͑ÉL SIND SIE REIN.
  4. IST EIN OFEN VON AUSSEN GEHEIZT WORDEN, ODER IST ER OHNE SEIN WISSEN GEHEIZT WORDEN, ODER IST ER IM HAUSE DES MEISTERS GEHEIZT WORDEN, SO IST ER UNREIN. EINST EREIGNETE ES SICH, DASS UNTER DEN ÖFEN VON KEPHAR SIGNA FEUER AUSBRACH, UND ALS DIE SACHE NACH JABNE KAM, ERKLÄRTE SIE R. GAMLIÉL ALS UNREIN.
  5. DER ANSATZ DES OFENS FÜR DEN HAUSGEBRAUCH IST REIN UND FÜR DEN DER BÄCKER IST UNREIN, WEIL ER DARAN DEN BRATSPIESS LEHNT. R. JOḤANAN DER SCHUSTER SAGT, WEIL ER IM BEDARFSFALLE DARIN BACKT. DESGLEICHEN IST DER KESSELANSATZ DER OLIVENSIEDER UNREIN UND DER DER FÄRBER REIN.
  6. HAT MAN IN EINEN OFEN BIS ZUR HÄLFTE ERDE GETAN, SO IST ER VON DER ERDE ABWÄRTS UNREIN DURCH BERÜHRUNG, UND VON DER ERDE AUFWÄRTS UNREIN [AUCH] DURCH DEN HOHLRAUM. HAT MAN IHN ÜBER DIE MÜNDUNG EINER GRUBE ODER EINER ZISTERNE GESTELLT UND DA[RUNTER] EINEN STEIN77Zur Befestigung. GESETZT, SO IST ER, WIE R. JEHUDA SAGT, FALLS ER, WENN MAN IHN UNTEN HEIZT, OBEN MITGEHEIZT WIRD, UNREIN; WIE DIE WEISEN SAGEN, WENN ER NUR GEHEIZT WORDEN IST, IN WELCHER WEISE AUCH, SEI ER UNREIN.
  7. WIE IST EIN UNREIN GEWORDENER OFEN REIN ZU MACHEN? MAN TEILE IHN IN DREI TEILE UND KRATZE AUCH DEN PUTZ WEG, BIS ER SICH AUF DER ERDE78Der Sinn ist dunkel, da auch die Bauart dieser Öfen unbekannt ist. BEFINDET. R. MEÍR SAGT, MAN BRAUCHE DEN PUTZ NICHT WEGZUKRATZEN, AUCH NICHT BIS ER SICH AUF DER ERDE BEFINDET, VIELMEHR VERRINGERE MAN IHN INWENDIG AUF UNTER VIER HANDBREITEN. R. ŠIMO͑N SAGT, MAN MÜSSE IHN AUCH WEGRÜCKEN. HAT MAN IHN IN ZWEI TEILE GETEILT, EINER GRÖSSER UND EINER KLEINER, SO IST DER GRÖSSERE UNREIN UND DER KLEINERE REIN. HAT MAN IHN IN DREI GETEILT, EINER ABER SO GROSS WIE DIE BEIDEN ANDEREN, SO IST DER GROSSE UNREIN79Weil er viell. etwas größer als die Hälfte ist. UND DIE BEIDEN KLEINEN SIND REIN.
  8. HAT MAN IHN IN DER BREITE IN RINGE80Wie schon oft erklärt, bildete der Backofen eine Art Zylinder, an dessen Wände die Brotfladen geklebt wurden. UNTER VIER HANDBREITEN ZERSCHNITTEN, SO IST ER REIN. HAT MAN IHN WIEDER MIT LEHM ÜBERSTRICHEN, SO IST ER FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH, SOBALD MAN IHN SO GEHEIZT HAT, DASS MAN DARIN SCHWAMMKUCHEN BACKEN KANN. HAT MAN DEN PUTZ ABSTEHEND AUFGETRAGEN UND DAZWISCHEN81Zwischen dem Putze u. der Wand des Ofens. SAND ODER GERÖLL GETAN, – VON EINEM SOLCHEN SAGTEN SIE, EINE MENSTRUIERENDE UND EINE REINE DÜRFEN DARIN BACKEN, UND ER BLEIBE REIN82Er ist für die Unreinheit nicht empfänglich..
  9. WENN EIN OFEN ZERSCHNITTEN AUS DEM HAUSE DES WERKMEISTERS GEKOMMEN IST UND MAN IHN, ALS ER NOCH REIN WAR, MIT KLAMMERN BEFESTIGT HAT UND ER DARAUF UNREIN GEWORDEN IST, SO IST ER, WENN MAN DIE KLAMMERN ENTFERNT, REIN; LEGT MAN SIE WIEDER AN, SO BLEIBT ER REIN. VERSCHMIERT MAN IHN ABER MIT LEHM, SO IST ER FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH, OHNE GEHEIZT WERDEN ZU MÜSSEN, WEIL ER BEREITS GEHEIZT WORDEN IST.
  10. HAT MAN IHN IN RINGE ZERSCHNITTEN UND ZWISCHEN DIE RINGE SAND GETAN, SO IST ER NACH R. ELIE͑ZER REIN UND NACH DEN WEISEN UNREIN. DIES IST DER OFEN DESKHNAJ83Wohl Name eines Ofenbauers; nach der Erklärung des T. Schlangenofen: cf. Bm. Fol. 59b.. ARABISCHE KESSEL, DIE MAN IN DIE ERDE EINGRÄBT UND MIT LEHM ÜBERSTREICHT, SIND, WENN DER LEHMBEWURF ALLEIN STEHEN KANN, UNREIN, WENN ABER NICHT, REIN. DIES IST DER OFEN DES BETH DINAJ.
  11. EIN OFEN AUS STEIN ODER AUS METALL IST REIN, JEDOCH [IST LETZTERER] UNREIN ALS METALLGERÄT. WENN ER EIN LOCH BEKOMMEN HAT, BESCHÄDIGT WORDEN ODER GEPLATZT IST UND MAN IHN MIT PUTZ ODER EINEM AUFSATZ AUS LEHM VERSEHEN HAT, SO IST ER UNREIN. WIE GROSS MUSS DAS LOCH SEIN84Um den Ofen unbrauchbar u. rein zu machen.? DASS DAS FEUER DURCHSCHLÄGT. DASSELBE GILT AUCH VON EINEM KOCHHERDE. EIN KOCHHERD AUS STEIN ODER AUS METALL IST REIN, JEDOCH [IST LETZTERER] UNREIN ALS METALLGERÄT. WENN ER EIN LOCH BEKOMMEN HAT, BFSCHÄDIGT WORDEN ODER GEPLATZT IST UND MAN IHN MIT HALTEFÜSSEN85Zum Aufsetzen des Kochtopfes.VERSEHEN HAT, SO IST ER UNREIN. HAT MAN IHN MIT LEHM ÜBERSCHMIERT, OB INNEN ODER AUSSEN, SO BLEIBT ER REIN. R. JEHUDA SAGT, WENN INNEN, SEI ER UNREIN, WENN AUSSEN, SEI ER REIN.

SECHSTER ABSCHNITT

  1. HAT MAN AUF DER ERDE DREI HALTEFÜSSE GEMACHT UND SIE MIT LEHM VERBUNDEN, UM DARAUF EINEN KOCHTOPF ZU SETZEN, SO IST ES UNREIN. HAT MAN DREI NÄGEL IN DIE ERDE GESCHLAGEN, UM DARAUF EINEN KOCHTOPF ZU SETZEN, SO IST DIES, OBGLEICH MAN OBEN EINE VORRICHTUNG ZUM AUFSETZEN DES KOCHTOPFES GEMACHT HAT, REIN. HAT MAN ZWEI STEINE MIT LEHM VERBUNDEN UND DARAUS EINEN KOCHHERD GEMACHT, SO IST ES, WIE R. JEHUDA SAGT, REIN, BIS MAN EINEN DRITTEN DAZU NIMMT, ODER SIE NAHE AN DIE WAND SETZT. WENN EINEN MIT LEHM UND EINEN OHNE LEHM, SO IST ES REIN.
  2. EIN STEIN, AUF DEN MAN MIT DEM OFEN ZUSAMMEN, MIT DEM KOCHHERDE ZUSAMMEN ODER MIT DEM KOCHOFEN ZUSAMMEN [DEN KOCHTOPF] AUFSETZT, IST UNREIN; WENN AUF DIESEN UND EINEN STEIN, AUF DIESEN UND EINEN FELSEN ODER AUF DIESEN UND DIE WAND, SO IST ER REIN. SOLCHES WAR DER FELSENHERD DER NAZIRÄER86Im Tempelhofe, wo sie ihre Heilsopfer kochen; cf. Mid. II,5. IN JERUŠALEM. WENN VOM SCHLÄCHTERHERDE, BEI DEM MAN EINEN STEIN NEBEN DEN ANDEREN87Die Schlächter verkauften gekochtes Fleisch, u. die vielen Töpfe wurden neben einander auf je 2 Steine gesetzt. SETZT, EINER VON IHNEN UNREIN GEWORDEN IST. SO SIND ALLE ÜBRIGEN NICHT UNREIN.
  3. WENN MAN AUS DREI STEINEN ZWEI KOCHHERDE HERGERICHTET HAT, SO IST, WENN EINER VON DEN ÄUSSEREN UNREIN GEWORDEN IST, VOM MITTELSTEN DER DEM UNREINEN DIENENDE TEIL UNREIN, UND DER DEM REINEN DIENENDE TEIL REIN. WIRD DER REINE FORTGENOMMEN, SO GEHÖRT DER MITTELSTE VOLLSTÄNDIG ZUM UNREINEN, UND WIRD DER UNREINE FORTGENOMMEN, SO GEHÖRT DER MITTELSTE VOLLSTÄNDIG ZUM REINEN. SIND DIE BEIDEN ÄUSSEREN UNREIN GEWORDEN, SO GEHÖRT, WENN DER MITTELSTE GROSS88Größer als zum Aufsetzen der Töpfe an beiden Seiten nötig. IST, ZU DEM EINEN AN DER EINEN SEITE SOVIEL, ALS ZUM AUFSETZEN NÖTIG IST, UND ZUM ANDEREN AN DER ANDEREN SOVIEL, ALS ZUM AUFSETZEN NÖTIG IST, UND DAS ÜBRIGE IST REIN; IST ER ABER KLEIN, SO IST ER VOLLSTÄNDIG UNREIN. WIRD DER MITTELSTE FORTGENOMMEN, SO IST DAS GANZE, WENN MAN DARAUF EINEN GROSSEN KESSEL AUFSETZEN KANN, UNREIN. STELLT MAN IHN WIEDER HIN, SO IST ALLES REIN89Die beiden äußeren Steine bildeten einen großen Kochherd, der nunmehr zerstört worden ist.. ÜBERSTREICHT MAN IHN MIT LEHM, SO IST [DER KOCHHERD] FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH, SOBALD MAN IHN SO HEIZT, DASS MAN DARAUF EIN EI KOCHEN KANN.
  4. WENN MAN ZWEI STEINE ZU EINEM KOCHHERDE HERGERICHTET HAT UND SIE UNREIN GEWORDEN SIND, SO IST, WENN MAN AN DER EINEN SEITE EINEN STEIN NEBEN DEN EINEN UND AN DER ANDEREN SEITE EINEN STEIN NEBEN DEN ANDEREN GESETZT HAT, DER EINE ZUR HÄLFTE UNREIN UND ZUR HÄLFTE REIN, UND DER ANDERE ZUR HÄLFTE UNREIN UND ZUR HÄLFTE REIN. WERDEN DIE REINEN FORTGENOMMEN, SO GELANGEN DIE ANDEREN ZURÜCK ZU IHRER UNREINHEIT.

SIEBENTER ABSCHNITT

  1. WENN EIN HEIZKORB90Eine Art Gestell zum Aufsetzen des Kochtopfes; nach anderer Erklärung Untersatz für den Kochherd. FÜR DEN HAUSGEBRAUCH WENIGER ALS DREI HANDBREITEN DURCHBROCHEN WIRD, SO IST ER UNREIN, WEIL MAN UNTEN HEIZEN UND DER TOPF OBEN KOCHEN KANN; WENN MEHR, SO IST ER REIN. HAT MAN EINEN STEIN91Die Lesart אבר (Blei) in der ed. Lowe ist nichts weiter als ein Schreibfehler. ODER GERÖLL HINEINGETAN92Zum Ausfüllen der durchbrochenen Stelle., SO BLEIBT ER REIN; HAT MAN IHN MIT LEHM VERSCHMIERT, SO IST ER VON DANN AB FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH. DIES WAR ES, WORAUF R. JEHUDA SICH BEZOG BEI SEINER ERWIDERUNG HINSICHTLICH EINES OFENS, DEN MAN AUF EINE GRUBE ODER EINE ZISTERNE GESETZT HAT93Ob. V,6..
  2. DIE WÄRMEPLATTE94An der Seite des Kochherdes; diese war dreieckig u. hatte 2 freie Seiten, während die 3. durch die Breitseite des Herdes gebildet wurde. Nach anderer Erklärung ist דכון eine Art längliche Wärmekiste, die mit heißer Asche gefüllt wurde., DIE VERTIEFUNGEN FÜR DIE TÖPFE HAT, IST ALS KOCHHERD REIN UND ALS AUFNEHMENDES GEFÄSS UNREIN; WAS DIE SEITEN BERÜHRT, IST NICHT WIE BEIM KOCHHERDE UNREIN, UND DIE BREITE95Die Seite am Herde.IST NACH R. MEÍR REIN UND NACH R. JEHUDA UNREIN. DESGLEICHEN AUCH, WENN MAN EINEN KORB UMSTÜLPT UND OBEN EINEN KOCHHERD HERRICHTET96Er gehört nicht zum Herde..
  3. IST EIN KOCHHERD IN DER LÄNGE GETEILT97Von oben nach unten. WORDEN, SO IST ER REIN, UND WENN IN DER BREITE, UNREIN98Da man auf die einzelnen Teile einen Topf aufsetzen kann.. IST EIN KOCHOFEN GETEILT WORDEN99Der nur einen Topf fassen kann., OB IN DER LÄNGE ODER IN DER BREITE, SO IST ER REIN. DER HOF DES KOCHHERDES100Ein mit Seitenrändern versehener Tonuntersatz.IST, WENN ER DREI FINGERBREITEN HOCH IST, DURCH BERÜHRUNG UND DURCH DEN HOHLRAUM UNREIN; WENN WENIGER, SO IST ER DURCH BERÜHRUNG UNREIN UND DURCH DEN ḤOHLRAUM NICHT UNREIN. WIE BERECHNET MAN DIES? R. JIŠMA͑ÉL SAGTE, MAN LEGE DEN BRATSPIESS VON OBEN NACH UNTEN101Ein Ende auf den Herd u. ein Ende auf die Hofwand, sodaß der Hohlraum dazwischen abgeschrägt wird.AN, UND DIESEM ENTSPRECHEND IST DER HOHLRAUM UNREIN. R. ELIE͑ZER B. JA͑QOB SAGT, WIRD DER KOCHHERD UNREIN, SEI AUCH DER HOF UNREIN, WIRD DER HOF UNREIN, SEI DER KOCHHERD NICHT UNREIN.
  4. IST ER VOM KOCHHERDE GETRENNT102Lose, nicht mit diesem verbunden., SO IST ER, WENN ER DREI FINGERBREITEN HOCH IST, DURCH BERÜHRUNG UND DURCH DEN HOHLRAUM UNREIN, WENN ABER WENIGER, ODER WENN ER FLACH IST, REIN. DREI HALTEFÜSSE EINES KOCHHERDES103Auf die der Kochtopf gesetzt wird.SIND, WENN SIE DREI FINGERBREITEN HOCH SIND, DURCH BERÜHRUNG UND DURCH DEN HOHLRAUM UNREIN, UND WENN WENIGER, SO SIND SIE ERST RECHT UNREIN, AUCH WENN ES VIER SIND104Sie gehören zum Kochherde..
  5. IST EINER VON IHNEN FORTGENOMMEN WORDEN, SO SIND SIE UNREIN DURCH BERÜHRUNG, NICHT ABER SIND SIE UNREIN DURCH DEN HOHLRAUMSO R. MEÍR; NACH R. ŠIMO͑N SIND SIE REIN. WAREN ES [VON VORNHEREIN] NUR ZWEI, EINER GEGENÜBER DEM ANDEREN, SO SIND SIE UNREIN DURCH BERÜHRUNG UND DURCH DEN HOHLRAUMSO R. MEÍR; NACH R. ŠIMO͑N SIND SIE REIN. SIND SIE HÖHER ALS DREI FINGERBREITEN, SO SIND SIE UNTERHALB DREI UNREIN DURCH BERÜHRUNG UND DURCH DEN HOHLRAUM, OBERHALB DREI ABER SIND SIE UNREIN DURCH BERÜHRUNG, NICHT ABER UNREIN DURCH DEN HOHLRAUMSO R. MEÍR; NACH R. ŠIMO͑N SIND SIE REIN. RAGEN SIE ÜBER DEN RAND HINAUS, SO SIND SIE INNERHALB DREI FINGERBREITEN UNREIN DURCH BERÜHRUNG UND DURCH DEN HOHLRAUM, AUSSERHALB DREI FINGERBREITEN ABER UNREIN DURCH BERÜHRUNG UND NICHT UNREIN DURCH DEN HOHLRAUMSO R. MEÍR; NACH R. ŠIMO͑N SIND SIE REIN.
  6. WIE BERECHNET MAN DIES? R. ŠIMO͑N B. GAMLIÉL SAGTE, MAN LEGE DAS LINEAL ZWISCHEN DIESE105Von einem Haltefuße zum anderen., WAS AUSSERHALB DES LINEALS IST, IST REIN, UND WAS INNERHALB DES LINEALS IST, UND DER RAUM DES LINEALS, SIND UNREIN.

ACHTER ABSCHNITT

  1. HAT MAN EINEN BACKOFEN DURCH EINE SCHEIDEWAND VON BRETTERN ODER HÄNGETEPPICHEN GETEILT, SO IST, WENN EIN KRIECHTIER AN EINER STELLE GEFUNDEN WIRD, ALLES UNREIN. WENN MAN EINEN BESCHÄDIGTEN, ABER MIT STROH VERSTOPFTEN BIENENKORB, IN DEM EIN KRIECHTIER SICH BEFINDET, IM HOHLRAUME EINES OFENS HÄNGEN LÄSST, SO IST DER OFEN UNREIN; BEFINDET SICH EIN KRIECHTIER IM OFEN, SO SIND DIE SPEISEN IN JENEM UNREIN; NACH R. ELIE͑ZER ABER REIN. R. ELIE͑ZER SPRACH: WENN DIES VOR DER SCHWEREN LEICHEN[UNREINHEIT] SCHÜTZT106Cf. Ah. IX,3., WIE SOLLTE ES NICHT VOR DER LEICHTEREN DES TONGEFÄSSES SCHÜTZEN!? MAN ERWIDERTE IHM: WENN DIES AUCH VOR DER SCHWEREN LEICHEN[UNREINHEIT] SCHÜTZT, WOBEI ABER DIE BEZELTUNG107Wodurch die Übertragung der Unreinheit erfolgt. GETEILT WIRD, SOLLTE DIES DENN BEI DER LEICHTEN DES TONGEFÄSSES SCHÜTZEN, WO DOCH DAS TONGEFÄSS NICHT GETEILT WERDEN KANN!?
  2. IST ER GANZ, EBENSO EINE KIEPE ODER EIN SCHLAUCH, SO IST, WENN EIN KRIECHTIER SICH IN DIESEM BEFINDET, DER OFEN REIN, UND WENN EIN KRIECHTIER IM OFEN SICH BEFINDET, SO SIND DIE SPEISEN IN JENEM REIN. HABEN SIE EIN LOCH, SO GILT BEI DIESEN, WENN SIE FÜR SPEISEN DIENEN, DAS GRÖSSENMASS EINER OLIVE, WENN SIE FÜR FLÜSSIGKEITEN DIENEN, DAS BEI FLÜSSIGKEITEN BESTIMMTE GRÖSSENMASS108Wenn solche durch das Loch eindringen; ob. III,1ff., UND WENN FÜR DIESE UND FÜR JENE, DAS ERSCHWERENDE [MASS], WENN FLÜSSIGKEITEN EINDRINGEN KÖNNEN109Schon dann dringt die Unreinheit durch..
  3. LIEGT AUF DER MÜNDUNG EINES OFENS EIN IN DIESEN HINEINSINKENDER LÖCHERDECKEL OHNE RAND, SO IST, WENN EIN KRIECHTIER SICH IN DIESEM BEFINDET, DER OFEN UNREIN, UND WENN EIN KRIECHTIER SICH IM OFEN BEFINDET, SIND DIE SPEISEN IN DIESEM UNREIN, DENN NUR GEFÄSSE110Was ein randloser Löcherdeckel nicht ist. SCHÜTZEN VOR [DER UNREINHEIT] DES TONGEFÄSSES. WENN EIN MIT REINEN FLÜSSIGKEITEN GEFÜLLTES FASS UNTERHALB DER SOHLE EINES OFENS GESETZT IST UND IM OFEN EIN KRIECHTIER SICH BEFINDET, SO SIND DAS FASS UND DIE FLÜSSIGKEITEN REIN. IST ES UMGESTÜLPT111Über dem Ofen, ohne diesen zu berühren. MIT DER MÜNDUNG GEGEN DEN HOHLRAUM DES OFENS, SO IST, WENN EIN KRIECHTIER SICH IM OFEN BEFINDET, DIE DEN BODEN DES FASSES BEFEUCHTENDE FLÜSSIGKEIT REIN.
  4. WIRD EIN KOCHTOPF IN EINEN OFEN GESETZT, SO IST, WENN EIN KRIECHTIER SICH IM OFEN BEFINDET, DER KOCHTOPF REIN, DENN EIN TONGEFÄSS MACHT GERÄTE NICHT UNREIN; IST ABER DARIN EINE BEFEUCHTENDE FLÜSSIGKEIT, SO WIRD SIE UNREIN UND MACHT UNREIN. DIESER112Der Topf, der durch den unreinen Ofen nicht unrein wird. KANN ALSO SAGEN: WAS DICH UNREIN GEMACHT HAT, MACHT MICH NICHT UNREIN, DU ABER HAST MICH UNREIN GEMACHT.
  5. WENN EIN HAHN EIN KRIECHTIER VERSCHLUNGEN HAT UND IN DEN HOHLRAUM EINES OFENS GEFALLEN IST, SO IST DER OFEN REIN; VERENDET ER, SO IST ER UNREIN. WIRD EIN KRIECHTIER IN EINEM OFEN GEFUNDEN, SO IST DAS IN DIESEM BEFINDLICHE BROT ZWEITGRADIG [UNREIN], DENN DER OFEN IST ERSTGRADIG.
  6. WENN EIN MIT EINEM FESTSCHLIESSENDEN DECKEL VERSEHENER SAUERTEIGBEHÄLTER, IN DEM DURCH DIE TEILUNGSWAND GETRENNT SAUERTEIG UND EIN KRIECHTIER SICH BEFINDEN, IN EINEN OFEN GETAN WIRD, SO IST DER OFEN UNREIN UND DER SAUERTEIG REIN. IST ES113Was sich in dem einen Abteile des Behälters befindet. EIN OLIVENGROSSES VON EINEM TOTEN, SO SIND DER OFEN UND DAS HAUS UNREIN UND DER SAUERTEIG REIN; IST [AM BEHÄLTER] EINE ÖFFNUNG VON FAUSTWEITE, SO IST ALLES UNREIN.
  7. WIRD EIN KRIECHTIER IM AUGE114Ein Zugloch unten am Ofen. DES BACKOFENS GEFUNDEN, IM AUGE DES KOCHHERDES ODER IM AUGE DES KOCHOFENS, SO IST ER, WENN VOM INNEREN RANDE NACH AUSSEN, REIN. BEFINDET SICH [DER OFEN] IM FREIEN, SO IST ER, SELBST WENN ES EIN OLIVENGROSSES VON EINEM TOTEN IST, REIN; HAT ER EINE ÖFFNUNG VON FAUSTWEITE115Wenn die Wand so dick ist, daß das Kriechtier eine Handbreite bedeckt ist., SO IST ALLES UNREIN.
  8. FINDET ES SICH AN DER STELLE, WO DAS HOLZ HINEINGETAN WIRD, SO IST ER, WIE R. JEHUDA SAGT, WENN VOM ÄUSSEREN RANDE NACH INNEN, UNREIN. DIE WEISEN SAGEN, WENN VOM INNEREN RANDE NACH AUSSEN, REIN116Sie streiten über die Dicke der Wand. Unter Faustweite ist ein Hohlraum von einer Handbreite in Länge, Breite u. Höhe zu verstehen, der in dieser Dimension den Charakter eines selbständigen Raumes hat.. R. JOSE SAGT, WENN GEGENÜBER DER STELLE, WO DER KOCHTOPF AUFGESETZT WIRD, NACH INNEN, SEI ER UNREIN, UND WENN GEGENÜBER DER STELLE, WO DER KOCHTOPF AUFGESETZT WIRD, NACH AUSSEN, REIN. FINDET ES SICH AUF DEM SITZPLATZE DES BADERS, AUF DEM SITZPLATZE DES FÄRBERS, AUF DEM SITZPLATZE DES OLIVENSIEDERS117Wohl am Ofen od. Herde angebaut., SO IST ER REIN; ER IST NUR DANN UNREIN, WENN ES SICH VOM VERSCHLUSSE118Wo die Öffnung durch den Kochtopf geschlossen wird.NACH INNEN BEFINDET.
  9. EIN SCHMELZLOCH119Ein in die Erde gemauertes Loch., DAS EINE VORRICHTUNG ZUM AUFSETZEN120Eines Kochtopfes.HAT, IST UNREIN; EBENSO IST [DER OFEN] DER GLASMACHER, WENN ER EINE VORRICHTUNG ZUM AUFSETZEN HAT, UNREIN. DER SCHMELZOFEN DER KALKBRENNER, DER GLASER UND DER TÖPFER IST REIN. DER BÄCKEROFEN121Ein großer Backofen mit einer Tür an der Seite, in dem das Brot auf der Sohle gebacken wird.IST, WENN ER LEISTEN122Und fortbewegt werden kann.HAT, UNREIN. R. JEHUDA SAGT, WENN ER EIN LÖCHERDACH123So nach manchen Erklärern; auch die anders lautenden Erklärungen sind nicht befriedigend.HAT. R. GAMLIÉL SAGT, WENN ER EINEN SAUM124So nach manchen Erklärern; auch die anders lautenden Erklärungen sind nicht befriedigend.HAT.
  10. WENN JEMAND, DER EINEN LEICHENUNREINEN BERÜHRT HAT, SPEISEN UND FLÜSSIGKEITEN IM MUNDE HAT UND DEN KOPF IN DEN HOHLRAUM EINES REINEN OFENS STECKT, SO HABEN SIE IHN UNREIN GEMACHT. WENN EIN REINER SPEISEN UND FLÜSSIGKEITEN IM MUNDE HAT UND DEN KOPF IN DEN HOHLRAUM EINES UNREINEN OFENS STECKT, SO WERDEN SIE UNREIN. WENN JEMAND EINE PRESSFEIGE MIT NICHT REINEN HÄNDEN ISST UND DIE HAND IN DEN MUND STECKT, UM EIN SPÄNCHEN HERAUSZUNEHMEN, SO IST ER NACH R. MEÍR UNREIN UND NACH R. JEHUDA REIN. R. JOSE SAGT, HAT ER IHN UMGEWENDET, SEI ER UNREIN, UND HAT ER IHN NICHT UMGEWENDET, SEI ER REIN. HATTE ER EINEN PONDION IM MUNDE, SO IST ER, WIE R. JOSE SAGT, WENN WEGEN DES DURSTES125Damit sich Speichel im Munde ansammle., UNREIN.
  11. WENN EINEM [UNREINEN] WEIBE MILCH AUS DER BRUST GETROPFT UND IN DEN HOHLRAUM EINES BACKOFENS GEFALLEN IST, SO IST ER UNREIN, DENN DIE [UNREINE] FLÜSSIGKEIT MACHT UNREIN OB GEWOLLT ODER UNGEWOLLT. WENN SIE EINEN AUSRAFFT, SICH AN EINEM SPLITTER STICHT UND BLUT HERAUSKOMMT, ODER SIE SICH VERBRENNT UND DEN FINGER IN DEN MUND STECKT, SO IST ER UNREIN.

NEUNTER ABSCHNITT

  1. WENN EINE NADEL ODER EIN RING AUF DER SOHLE EINES OFENS GEFUNDEN WIRD, SIE ZU SEHEN SIND, ABER NICHT HERAUSRAGEN, SO IST ER, FALLS DER TEIG SIE BEIM BACKEN BERÜHREN WÜRDE, UNREIN. VON WELCHEM TEIGE SPRECHEN SIE? VON MITTELMÄSSIGEM126Nicht sehr hart u. nicht sehr weich. TEIGE. FINDEN SIE SICH IM PUTZ DES OFENS, DER MIT EINEM FESTSCHLIESSENDEN DECKEL VERSEHEN IST, SO SIND SIE, WENN IN EINEM UNREINEN, UNREIN, UND WENN IN EINEM REINEN, REIN. FINDEN SIE SICH IM SPUNDE EINES FASSES, SO SIND SIE, WENN AN DER SEITE127Im dicken Teile des konischen Spundes, der nicht in das Spundloch dringt u. daher nicht zum Fasse gehört; was sich darin befindet, ist daher vor der Unreinheit geschützt., UNREIN, UND WENN GEGEN DIE MÜNDUNG, REIN. WENN SIE INNEN ZU SEHEN SIND, ABER NICHT IN DEN HOHLRAUM [RAGEN], SO SIND SIE REIN. WENN SIE HINEINSINKEN128In das Faß, dh. wenn sie am Spunde vorstehen., ABER DARUNTER NOCH WIE EINE KNOBLAUCHSCHALE [LEHM] IST, SO SIND SIE REIN.
  2. WENN EIN FASS VOLL MIT REINEN FLÜSSIGKEITEN, DER HEBER DARIN, MIT EINEM FESTSCHLIESSENDEN DECKEL VERSEHEN, SICH IN EINEM TOTENZELTE BEFINDET, SO SIND, WIE DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, DAS FASS UND DIE FLÜSSIGKEITEN REIN UND DER HEBER129Dessen längerer Schenkel herausragt. UNREIN, UND WIE DIE SCHULE HILLELS SAGT, AUCH DER HEBER REIN. DIE SCHULE HILLELS TRAT ABER ZURÜCK UND LEHRTE WIE DIE SCHULE ŠAMMAJS.
  3. WIRD EIN KRIECHTIER UNTERHALB DER SOHLE EINES OFENS GEFUNDEN, SO IST ER REIN, DENN ICH NEHME AN, ES SEI LEBEND HINEINGEKOMMEN UND ERST JETZT130Das tote Tier war nicht im Hohlraume. VERENDET. WENN EINE NADEL ODER EIN RING131Die unrein sind. UNTERHALB DER SOHLE EINES OFENS GEFUNDEN WERDEN, SO IST ER REIN, DENN ICH NEHME AN, SIE WAREN DORT, BEVOR DER OFEN HINGESETZT WURDE. WERDEN SIE IN DER BRANDASCHE GEFUNDEN, SO IST ER UNREIN, WEIL ES HIERBEI KEINE DERARTIGE ANNAHME GIBT132Sie waren entschieden im Hohlraume..
  4. WENN EIN SCHWAMM, DER UNREINE FLÜSSIGKEITEN EINGESOGEN HAT, AUSSEN ABER TROCKEN IST, IN DEN HOHLRAUM EINES OFENS GEFALLEN IST, SO IST DIESER UNREIN, WEIL ENDLICH DIE FLÜSSIGKEIT HERAUSKOMMT. EBENSO EIN STÜCK KOHLRÜBE ODER SCHILF. NACH R. ŠIMO͑N IST ER BEI DIESEN BEIDEN REIN.
  5. WENN SCHERBEN, DIE ZU UNREINEN FLÜSSIGKEITEN VERWENDET WORDEN SIND, IN DEN HOHLRAUM EINES OFENS GEFALLEN SIND UND ER GEHEIZT WORDEN IST, SO IST DER OFEN UNREIN, WEIL ENDLICH DIE FLÜSSIGKEIT HERAUSKOMMT. DASSELBE GILT AUCH VON FRISCHEN TRESTERN; WENN ABER ALTE, SO IST ER REIN. IST ES ABER SICHER, DASS AUS IHNEN NOCH FLÜSSIGKEIT HERAUSKOMMT, SO IST ER, AUCH WENN NACH DREI JAHREN, UNREIN.
  6. WENN AUF TRESTERN UND SCHLAUBEN, DIE IN REINHEIT ZUBEREITET WORDEN SIND, UNREINE GEGANGEN SIND, UND NACHHER FLÜSSIGKEITEN AUS IHNEN HERAUSGEKOMMEN SIND, SO SIND SIE REIN, WEIL SIE ANFANGS IN REINHEIT ZUBEREITET WORDEN SIND. WENN IN EINE SPINDEL DER HAKEN, IN EINEN OCHSENSTECKEN DER STACHEL ODER IN EINEN ZIEGELSTEIN EIN RING HINEINGESUNKEN SIND, ALS SIE REIN WAREN, UND DIESE IN EIN TOTENZELT KOMMEN, SO SIND SIE UNREIN. SCHÜTTELT SIE EIN FLUSSBEHAFTETER, SO SIND SIE UNREIN. FALLEN SIE DANN IN DEN HOHLRAUM EINES REINEN OFENSSO MACHEN SIE IHN UNREIN. BERÜHRT SIE EIN LAIB VON HEBE133Und um so mehr Profanes., SO BLEIBT ER REIN.
  7. WENN EIN LÖCHERDECKEL AUF DER MÜNDUNG EINES OFENS FESTSCHLIESSEND LIEGT UND ZWISCHEN DEM OFEN UND DEM LÖCHERDECKEL EINE SPALTE ENTSTEHT, SO GILT FÜR DIESE ALS MASS134Bei deren Größe der Deckel nicht als festschließend gilt.DAS ENDE EINES OCHSENSTECKENS135Das einen Umfang von einer Handbreite hat; die Spalte muß also ⅓ Handbreite betragen., WENN ER AUCH NICHT HINEINGEHT. R. JEHUDA SAGT, DASS ER HINEINGEHT. HAT DER LÖCHERDECKEL EINE SPALTE BEKOMMEN, SO GILT FÜR DIESE ALS MASS DAS ENDE EINES OCHSENSTECKENS, DASS ER HINEINGEHT. R. JEHUDA SAGT, WENN ER AUCH NICHT HINEINGEHT. IST SIE RUND, SO WIRD SIE NICHT ALS LÄNGLICH136Sodaß die Spalte länger sein würde.ANGESEHEN, VIELMEHR GILT FÜR DIESE ALS MASS DAS ENDE EINES OCHSENSTECKENS, DASS ES HINEINGEHT.
  8. HAT EIN OFEN AM AUGE137Vgl. S. 605 Anm. 9; wenn man es verklebt hat.EIN LOCH BEKOMMEN, SO GILT DAFÜR ALS MASS, DASS EINE SPINDEL BRENNEND HINEIN UND HERAUS KANN; R. JEHUDA SAGT, NICHT BRENNEND. HAT ER DAS LOCH AN DER SEITE DESSELBEN BEKOMMEN, SO GILT DAFÜR ALS MASS, DASS EINE SPINDEL NICHT BRENNEND HINEIN UND HERAUS KANN; R. JEHUDA SAGT, BRENNEND. R. ŠIMO͑N SAGT, WENN IN DER MITTE, MÜSSE SIE HINEINGEHEN KÖNNEN, WENN AN DER SEITE, BRAUCHT SIE NICHT HINEINGEHEN ZU KÖNNEN. EBENSO SAGT ER ES VOM SPUNDE EINES FASSES, DER EIN LOCH BEKOMMEN HAT, WOBEI DIE DICKE DES ZWEITEN KNOTENS AM ROGGENHALME ALS MASS GILT: WENN IN DER MITTE, MUSS ER HINEINGEHEN KÖNNEN, WENN AN DER SEITE, BRAUCHT ER NICHT HINEINGEHEN ZU KÖNNEN. UND EBENSO SAGTE ER ES [VON DEN SPUNDEN] DER GROSSEN KANNEN, DIE EIN LOCH BEKOMMEN HABEN, WOBEI DIE DICKE DES ZWEITEN KNOTENS AM SCHILFROHRE ALS MASS GILT: WENN IN DER MITTE, MUSS ER HINEINGEHEN KÖNNEN, WENN AN DER SEITE, BRAUCHT ER NICHT HINEINGEHEN ZU KÖNNEN. DIES NUR IN DEM FALLE, WENN SIE FÜR WEIN DIENEN, DIENEN SIE ABER FÜR ANDERE FLÜSSIGKEITEN, SO SIND SIE BEIM KLEINSTEN [LOCHE] VERUNREINIGUNGSFÄHIG. FERNER GILT DIES NUR IN DEM FALLE, WENN SIE NICHT DURCH MENSCHENHAND ENTSTANDEN SIND, SIND SIE ABER DURCH MENSCHENHAND ENTSTANDEN, SO SIND SIE BEIM KLEINSTEN VERUNREINIGUNGSFÄHIIG. HABEN [DIE GEFÄSSE SELBST] EIN LOCH BEKOMMEN, SO GILT DABEI, WENN SIE FÜR SPEISEN DIENEN, DAS GRÖSSENMASS EINER OLIVE, UND WENN SIE FÜR FLÜSSIGKEITEN DIENEN, DAS BEI FLÜSSIGKEITEN BESTIMMTE GRÖSSENMASS; WENN FÜR DIESE UND FÜR JENE, DANN ERSCHWEREND: EIN FESTSCHLIESSENDER DECKEL, UND DASS FLÜSSIGKEITEN EINDRINGEN.

ZEHNTER ABSCHNITT

  1. FOLGENDE GEFÄSSE SIND DURCH EINEN FESTSCHLIESSENDEN DECKEL GESCHÜTZT138Vor der Unreinheit in einem Totenzelte.. GEFÄSSE AUS RINDERMIST, GEFÄSSE AUS STEIN, GEFÄSSE AUS ERDE, GEFÄSSE AUS TON, GEFÄSSE AUS NATRON, AUS GRÄTEN UND HAUT VON EINEM FISCHE, AUS KNOCHEN UND HAUT VON EINEM SEETIERE UND REINBLEIBENDE139Wegen ihrer Größe; weiter XV,1. HOLZGERÄTE. SIE SCHÜTZEN, EINERLEI OB [DER DECKEL] SICH AN DER MÜNDUNG ODER AN DER SEITE BEFINDET, OB SIE AUF IHREM BODEN STEHEN ODER AUF DER SEITE LIEGEN; AUF DIE MÜNDUNG GESTÜLPT SCHÜTZEN SIE ALLES UNTER IHNEN BIS ZUM ABGRUNDE. NACH R. ELIE͑ZER IST ES140Was sich unter ihrer Mündung befindet. UNREIN. SIE SCHÜTZEN ALLES, AUSGENOMMEN DAS TONGEFÄSS, DAS NUR SPEISEN, GETRÄNKE UND TONGEFÄSSE SCHÜTZT.
  2. WOMIT KANN MAN VERBINDEN141Den Deckel mit dem Gefäße, daß die Unreinheit nicht eindringe.? MIT KALK, GIPS, PECH, WACHS, LEHM, KOT, MÖRTEL, TÖPFERLEHM UND ALLEM ANDEREN, WAS SICH VERSTREICHEN LÄSST. MAN KANN NICHT VERBINDEN MIT ZINN ODER BLEI, WEIL DIESE EIN VERSCHLUSS SIND, ABER KEINE BINDUNG. MAN VERBINDE NICHT MIT EINER FETTEN PRESSFEIGE ODER MIT TEIG, DER MIT FRUCHTSAFT GEKNETET IST, DAMIT MAN ES NICHT ZUR UNTAUGLICHWERDUNG142Speisen werden, wenn sie befeuchtet werden, verunreinigungsfühig. BRINGE. HAT MAN DAMIT VERBUNDEN, SO SCHÜTZT ES.
  3. DER GELOCKERTE SPUND EINES FASSES, DER ABER NICHT HERAUSFÄLLT, SCHÜTZT, WIE R. JEHUDA SAGT; DIE WEISEN SAGEN, ER SCHÜTZE NICHT. RAGT DIE FINGERVERTIEFUNG143Am Spunde, zum Anfassen beim Herausziehen. IN [DAS FASS] HINEIN, SO IST, WENN EIN KRIECHTIER DARIN IST, DAS FASS UNREIN, UND WENN EIN KRIECHTIER IM FASSE IST, SIND DIE SPEISEN DARIN UNREIN.
  4. HAT MAN EINEN BALL ODER EINEN KNÄUEL AUS SCHILF AUF DIE MÜNDUNG DES FASSES GELEGT UND NUR DIE SEITEN VERSTRICHEN, SO SCHÜTZT DIES NICHT; NUR WENN MAN DARÜBER UND DARUNTER VERSTRICHEN HAT. DASSELBE GILT AUCH VON EINEM STOFFLAPPEN. IST ES ABER AUS RAPIER ODER LEDER UND MIT EINER SCHNUR FESTGEBUNDEN, SO SCHÜTZT ES, AUCH WENN MAN NUR DIE SEITEN VERSTRICHEN HAT.
  5. EIN ABGEBLÄTTERTES FASS, DESSEN PECH SICH NOCH HÄLT, EBENSO AM RANDE144Der beschädigt ist. VERGIPSTE SALZBRÜHE-KRÜGE, SCHÜTZEN, WIE R. JEHUDA SAGT, NICHT; DIE WEISEN SAGEN, SIE SCHÜTZEN WOHL.
  6. WENN EIN FASS EIN LOCH BEKOMMEN UND DIE HEFE ES VERSTOPFT HAT, SO SCHÜTZT SIE ES. HAT MAN ES MIT EINEM BÜSCHEL VERSTOPFT, DANN NUR WENN MAN ES AN DEN SEITEN VERSTRICHEN HAT; SIND ES ZWEI, NUR DANN, WENN MAN ES AN DEN SEITEN UND ZWISCHEN DEM EINEN BÜSCHEL UND DEM ANDEREN VERSTRICHEN HAT. IST EIN BRETT AUF DIE MÜNDUNG EINES OFENS GELEGT, SO SCHÜTZT ES, WENN MAN ES AN DEN SEITEN VERSTRICHEN HAT; SIND ES ZWEI, NUR DANN, WENN MAN AN DEN SEITEN UND ZWISCHEN DEM EINEN BRETT UND DEM ANDEREN VERSTRICHEN HAT, SIND SIE DURCH ZAPFEN ODER FUGEN VERBUNDEN, SO BRAUCHT MAN IN DER MITTE NICHT ZU VERSTREICHEN.
  7. WENN EIN ALTER OFEN SICH IN EINEM NEUEN OFEN BEFINDET UND EIN LÖCHERDECKEL AUF DEM ALTEN IST, SO IST, WENN BEIM FORTNEHMEN DES ALTEN DER LÖCHERDECKEL HINEINFÄLLT, ALLES UNREIN, WENN ABER NICHT, ALLES REIN. BEFINDET SICH DER NEUE IM ALTEN, UND DER LÖCHERDECKEL AUF DEM ALTEN, SO IST, WENN ZWISCHEN DEM NEUEN UND DEM LÖCHERDECKEL KEINE FAUSTWEITE IST, ALLES, WAS SICH IM NEUEN BEFINDET, UNREIN.
  8. WENN KASSEROLLEN SICH IN EINANDER BEFINDEN UND IHRE RÄNDER OBEN GLEICH SIND, SO IST, WENN IN DER OBEREN ODER IN DER UNTEREN EIN KRIECHTIER SICH BEFINDET, DIESE UNREIN UND DIE ANDEREN SIND REIN. LASSEN SIE ABER FLÜSSIGKEITEN EINDRINGEN, SO SIND, WENN DAS KRIECHTIER SICH IN DER OBEREN BEFINDET, ALLE UNREIN; WENN IN DER UNTEREN, SO IST DIESE UNREIN UND ALLE ANDEREN SIND REIN; UND WENN DAS KRIECHTIER SICH IN DER OBEREN BEFINDET, UND DIE UNTERE DIESE ÜBERRAGT, SO SIND DIESE UND DIE UNTERE UNREIN. WENN IN DER OBEREN UND DIE UNTERE DIESE ÜBERRAGT, SO IST ALLES DARIN, WAS VON EINER FLÜSSIGKEIT BEFEUCHTET IST, UNREIN.

ELFTER ABSCHNITT

  1. METALLGERÄTE, OB FLACH ODER VERTIEFT, SIND UNREIN; ZERBRECHEN SIE, SO SIND SIE REIN, MACHT MAN WIEDER AUS IHNEN GERÄTE, SO GELANGEN SIE ZURÜCK IN IHRE ALTE UNREINHEIT. R. ŠIMO͑N B. GAMLIÉL SAGT, DIES GELTE NICHT VON JEDER UNREINHEIT, SONDERN NUR VON DER LEICHENUNREINHEIT145Die 7 Tage dauert..
  2. JEDES METALLGERÄT, DAS EINEN EIGENEN NAMEN HAT146Und nicht Teile eines Gerätes sind., IST UNREIN, AUSGENOMMEN DIE TÜR, DER RIEGEL, DAS SCHLOSS, DIE PFANNE UNTER DER TÜRANGEL, DIE TÜRANGEL, DER BALKEN147Wohl der Vorlegebalken zum Abschließen der Tür; nach Raschi (Mq. Fol. 11a), ein Querbalken über der Tür. הקורא hat keine bekannte Handschrift u. keine alte Ausgabe, u. die Übersetzung Klopfer ist falsch. UND DIE RINNE148Nach Raschi (lc.), Angelloch., DIE AN DEN BODEN BEFESTIGT WERDEN.
  3. WENN MAN GERÄTE GEFERTIGT HAT AUS ROHEISEN, AUS BLOCKEISEN, AUS EINEM RADREIFEN, AUS PLATTEN, AUS ÜBERZÜGEN, AUS GESTELLEN VON GEFÄSSEN, AUS RÄNDERN VON GEFÄSSEN, AUS HENKELN VON GEFÄSSEN, AUS ABFÄLLEN ODER AUS FEILENSPÄNEN, SO SIND SIE REIN. R. JOANAN B. NURI SAGT, AUCH WENN AUS ZERSCHNITTENEN GEFÄSSEN. WENN AUS BRUCHSTÜKKEN VON GEFÄSSEN, AUS SCHROTEISEN ODER AUS NÄGELN, VON DENEN BEKANNT IST, DASS SIE AUS GEFÄSSEN GEMACHT WURDEN, SO SIND SIE UNREIN. WENN AUS NÄGELN149Von denen dies nicht bekannt ist., SO SIND SIE NACH DER SCHULE ŠAMMAJS UNREIN UND NACH DER SCHULE HILLELS REIN.
  4. HAT MAN UNREINES EISEN MIT REINEM EISEN GEMENGT, SO IST ES, WENN DAS UNREINE MEHR IST, UNREIN, WENN DAS REINE MEHR IST, REIN, UND WENN HÄLFTE GEGEN HÄLFTE, UNREIN. EBENSO AUCH BEI [EINEM GERÄTE] AUS ZEMENT UND RINDERMIST. DER SCHIEBERIEGEL150Aus Metall, der an der einen Seite einen Knauf hatte u. als Mörserkeule benutzt wurde. 7. So nach manchen Erklärern; nach anderen, Riegelstift u. Riegel. IST UNREIN, DER [MIT METALL] ÜBERZOGENE IST REIN. DER SCHLOSSBÜGEL UND DAS HÄNGESCHLOSS SIND UNREIN. DEN SCHIEBERIEGEL DARF MAN, WIE R. JEHOŠUA͑ SAGT, AM ŠABBATH AUS DER EINEN TÜR HERAUSZIEHEN UND IN EINE ANDERE TÜR EINSETZEN. R. TRYPHON SAGT, ER GLEICHE JEDEM ANDEREN GERÄTE UND DÜRFE [AM ŠABBATH] IM HOFE UMHERGETRAGEN WERDEN.
  5. DAS GEBISS DER TRENSE IST UNREIN, DIE KNEBEL SIND REIN; NACH R. ELIE͑ZER SIND DIE KNEBEL UNREIN. DIE WEISEN SAGEN, UNREIN SEI NUR DAS GEBISS, UND WENN SIE ZUSAMMEN SIND, SEI ALLES UNREIN.
  6. DIE SPINDELKUGEL AUS METALL IST NACH R. A͑QIBA UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN; IST SIE [MIT METALL] ÜBERZOGEN, SO IST SIE REIN. DIE SPINDELSTANGE, DER ROCKEN, DER STECKEN151Aus Metall., DIE SACKPFEIFE UND DIE FLÖTE AUS METALL SIND UNREIN; SIND SIE [MIT METALL] ÜBERZOGEN, SO SIND SIE REIN. HAT DIE SACKPFEIFE EINEN FLÜGELBEHÄLTER, SO IST SIE OB SO ODER SO UNREIN.
  7. EIN RUNDES BLASHORN IST UNREIN, EIN GESTRECKTES IST REIN; IST DAS MUNDSTÜCK AUS METALL, SO IST ES UNREIN. DIE BREITSEITE DERSELBEN IST NACH R. TRYPHON UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN. IST SIE ZUSAMMENGESETZT, SO IST ALLES UNREIN. DESGLEICHEN SIND DIE ARME DES ARMLEUCHTERS REIN, DIE KELCHE UND DIE BASIS UNREIN, SIND SIE ZUSAMMENGESETZT, SO IST ALLES UNREIN.
  8. DER HELM IST UNREIN, DIE STURMSCHIENEN SIND REIN; HABEN SIE EINEN BEHÄLTER FÜR WASSER, SO SIND SIE UNREIN. ALLE KRIEGSGERÄTE SIND UNREIN; DER SPEER, DIE LANZE, DIE BEINSCHIENEN UND DER PANZER SIND UNREIN. ALLE SCHMUCKSACHEN DER FRAUEN SIND UNREIN: DIE GOLDENE STADT152Eine Art Kopfschmuck od. Brosche mit dem Bilde der Stadt Jerušalem; cf. Sab. Fol. 59a., HALSKETTEN, OHRRINGE. FINGERRINGE, EINERLEI OB DER RING EIN SIEGEL HAT ODER KEIN SIEGEL HAT, UND NASENRINGE. WENN DIE GLIEDER DER KETTE AUS METALL SIND UND DER FADEN AUS LINNEN ODER WOLLE IST, SO SIND, WENN DER FADEN REISST, DIE GLIEDER UNREIN, DENN JEDES IST EIN GERÄT FÜR SICH. IST DER FADEN AUS METALL UND DIE GLIEDER AUS EDELSTEINEN, PERLEN ODER GLAS, SO IST, AUCH WENN DIE GLIEDER ZERBROCHEN SIND UND DER FADEN GANZ, DIESER UNREIN. DER REST EINER HALSKETTE153Sc. ist noch verunreinigungsfähig., WENN ER FÜR DEN HALS EINES KLEINEN MÄDCHENS REICHT. R. ELIE͑ZER SAGT, AUCH EIN EINZELNES RINGELCHEN SEI UNREIN, WEIL MAN ES AN DEN HALS HÄNGT.
  9. WENN EIN OHRGEHÄNGE, UNTEN TOPFFÖRMIG154Breit u. hohl.UND OBEN LINSENFÖRMIG, AUSEINANDERGEBROCHEN IST, SO IST DER TOPFFÖRMIGE TEIL ALS AUFNEHMENDES GEFÄSS UNREIN, DER LINSENFÖRMIGE FÜR SICH ALLEIN UNREIN, UND DAS HÄKCHEN IST REIN. IST ES TRAUBENFÖRMIG UND AUSEINANDERGEBROCHEN, SO IST ES REIN.

ZWÖLFTER ABSCHNITT

  1. DER RING FÜR MENSCHEN155Ein Fingerring zum Schmuck. IST UNREIN, DER RING FÜR VIEH, GERÄTE UND ALLE SONSTIGEN RINGE SIND REIN. DER BALKEN FÜR PFEILE156Nach den Kommentaren, der als Ziel bei Schießübungen dient u. zum Teil mit Eisen beschlagen ist. IST UNREIN, DER FÜR GEFANGENE157Woran der Gefangene geschmiedet wird. IST REIN. DAS HALSEISEN IST UNREIN. EINE KETTE, DIE EINEN VERSCHLUSS HAT, IST UNREIN, DIE ZUM FESSELN DIENT, IST REIN. DIE KETTE DER GETREIDEHÄNDLER158Zum Befestigen der Meßgeräte. IST UNREIN, DIE FÜR DEN HAUSGEBRAUCH IST REIN. R. JOSE SAGTE: DIES NUR DANN, WENN SIE NUR EINEN VERSCHLUSS HAT, WENN ABER ZWEI, ODER EINE SCHNECKE159Wohl ein schneckenförmiger Haken. AM ENDE ANGEBRACHT IST, SO IST SIE UNREIN.
  2. DER WAGEBALKEN DER WOLLKÄMMER IST UNREIN WEGEN DER HAKEN; DER FÜR DEN HAUSGEBRAUCH IST, WENN ER HAKEN HAT, UNREIN. DIE TRAGE DER LASTTRÄGER IST REIN UND DIE DER GEWÜRZKRÄMER IST UNREIN. R. JEHUDA SAGT, BEI DER DER GEWÜRZKRÄMER SEI DER VORDERE TEIL UNREIN UND DER HINTERE TEIL160Der nichts aufnimmt, sondern nur als Gegengewicht dient. REIN. DER HAKEN DES RUHEBETTES161Woran die Ledergurte befestigt werden; vgl. jed. Syn. Fol. 20a. IST UNREIN, DER DER BETTSTANGEN162Die die Stange für den Vorhang tragen. IST REIN. DER DES KASTENS IST UNREIN, DER DER FISCHREUSE IST REIN, DER DES TISCHES IST UNREIN, DER DES HÖLZERNEN LEUCHTERS IST REIN. DIE REGEL HIERBEI IST: DER MIT ‘UNREINEM VERBUNDEN IST, IST UNREIN, UND DER MIT REINEM VERBUNDEN IST, IST REIN. SIE ALLE ABER SIND ALLEIN REIN.
  3. DER METALLENE DECKEL EINES KORBES FÜR DEN HAUSGEBRAUCH IST NACH R. GAMLIÉL UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN; DER DER ÄRZTE163Die einen solchen auch als Gefäß für Medikamente benutzen. IST UNREIN. DIE TÜR EINES SCHRANKES FÜR DEN HAUSGEBRAUCH IST REIN, DIE EINES DER ÄRZTE IST164Da er daran Instrumente hängt.UNREIN. DIE ZANGEN165Zum Halten des Kochtopfes od. des Schmelztiegels über dem Feuer.SIND UNREIN, DIE ROSTEISEN SIND REIN. DER BALKENHAKEN166Wörtl. Skorpion, wohl wegen der diesem ähnlichen Form.DER ÖLKELTER IST UNREIN, DIE HAKEN AN DEN WÄNDEN SIND REIN.
  4. DER STIFT DES ADERLASSERS167Zum Schröpfen.IST UNREIN; DER DES STUNDENSTEINES168Eine Art Sonnenuhr.IST REIN, NACH R. ÇADOQ ABER UNREIN. DER STIFT DES WEBERS IST UNREIN. DER KASTEN DER GRÄUPNER IST NACH R. ÇADOQ UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN; IST DER WAGEN DAZU AUS METALL, SO IST ER UNREIN.
  5. EIN NAGEL169Der sonst nicht verunreinigungsfähig ist., DEN MAN ZUM ÖFFNEN UND ZUM SCHLIESSEN HERGERICH TET HAT, IST UNREIN, DEN MAN ZUR KONTROLLE170Wörtl. zum Bewachen; durch den festgestellt wird, ob jemand in der Wohnung war u. ihn verschoben hat.BENUTZT, IST REIN. EIN NAGEL, DEN MAN ZUM ÖFFNEN EINES FASSES HERGERICHTET HAT, IST NACH R. A͑QIBA UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN, BIS MAN IHN GESCHMIEDET HAT. DER NAGEL DES GELDWECHSLERS171Die Verwendung wird von den Kommentaren verschieden erklärt: zum Reinigen der Münzen vom Schimmel, zum Anhängen der Geldwage, zum Befestigen der Schalter.IST REIN, NACH R. ÇADOQ ABER UNREIN. DREI DINGE SIND NACH R. ÇADOQ UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN: DER NAGEL DES GELDWECHSLERS, DER KASTEN DER GRÄUPNER UND DER STIFT DES STUNDENSTEINES. DIESE SIND NACH R. ÇADOQ UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN.
  6. VIER DINGE SIND NACH R. GAMLIÉL UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN: DER METALLENE DECKEL EINES KORBES FÜR DEN HAUSGEBRAUCH, DER HENKEL DES STRIEGELS, UNGEFORMTE METALLGEUÄTE172Die noch nicht fertig sind.UND EINE IN ZWEI [HÄLFTEN] GETEILTE PLATTE. DIE WEISEN PFLICHTEN JEDOCH R. GAMLIÉL BEI, DASS, WENN EINE PLATTE IN ZWEI [HÄLFTEN] GETEILT WORDEN IST, EINE GRÖSSERE UND EINE KLEINERE, DIE GRÖSSERE UNREIN UND DIE KLEINERE REIN SEI.
  7. WENN EIN DENAR UNGÜLTIG GEWORDEN IST UND MAN IHN HERGERICHTET HAT, IHN EINEM KLEINEN MÄDCHEN AN DEN HALS ZU HÄNGEN, SO IST ER UNREIN. WENN EIN SELA͑ UNTAUGLICH GEWORDEN IST UND MAN IHN HERGERICHTET HAT, DAMIT ZU WÄGEN, SO IST ER UNREIN. BIS AUF WIEVIEL DARF ER REDUZIERT SEIN, UM IHN NOCH HALTEN ZU DÜRFEN? BIS AUF ZWEI DENARE173Der S. hat 4 D.; HAT ER WENIGER, SO IST ER ZU ZERSCHNEIDEN.
  8. DAS FEDERMESSER, DAS SCHREIBROHR, DER PENDEL, DAS SENKBLEI, DIE PRESSPLATTEN, DAS LINEAL UND DIE LINIERTAFEL SIND UNREIN. ALLE UNGEFORMTEN HOLZGERÄTE SIND UNREIN, AUSGENOMMEN DIE AUS BUCHSBAUMHOLZ. R. JEHUDA SAGT, AUCH DIE AUS OLIVENZWEIGEN SEIEN REIN, BIS MAN SIE GEKOCHT HAT.

DREIZEHNTER ABSCHNITT

  1. DAS SCHWERT, DAS MESSER, DER DOLCH, DER SPEER, DIE HANDSICHEL, DIE ERNTESICHEL, DAS SCHERMESSER UND DIE BARBIERSCHERE, AUCH WENN SIE GETEILT SIND, SIND UNREIN. R. JOSE SAGT, WAS NAHE DEM GRIFFE IST, SEI UNREIN, UND WAS NAHE DER SPITZE IST, SEI REIN174Dieser Teil ist nicht zu benutzen, da man ihn nicht anfassen kann.. IST EINE FEDERSCHERE IN ZWEI [TEILE] GETEILT WORDEN, SO IST SIE NACH R. JEHUDA UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN.
  2. FEHLT VON EINER SCHAUFELGABEL175Ein Heizgerät mit einem Blatte zum Schaufeln an der einen Seite u. Zinken an der anderen. DAS BLATT, SO IST SIE UNREIN WEGEN DER ZINKEN; FEHLEN DIE ZINKEN, SO IST SIE UNREIN WEGEN DES BLATTES. FEHLT VON EINEM SCHMINKSTIFTE DAS LÖFFELCHEN, SO IST ER UNREIN WEGEN DER SPITZE; FEHLT DIE SPITZE, SO IST ER UNREIN WEGEN DES LÖFFELCHENS. FEHLT VON EINEM GRIFFEL176Dieser, aus Metall, auf Wachs zu schreiben, hatte auf der einen Seite eine Spitze zum Schreiben u. auf der anderen einen Spatel zum Radieren. DER SCHREIBSTIFT, SO IST ER UNREIN WEGEN DES RADIERERS, FEHLT DER RADIERER, SO IST ER UNREIN WEGEN DES STIFTES. FEHLT VON EINEM SCHAUMLÖFFEL177Mit einer Gabel am anderen Ende. DIE KELLE, SO IST ER UNREIN WEGEN DER GABEL; FEHLT DIE GABEL, SO IST ER UNREIN WEGEN DER KELLE. DASSELBE GILT AUCH VOM ZINKEN DES KARSTES178An beiden Seiten verwendbar.. DIESE ALLE IN DER GRÖSSE179Wenn beim Fehlen der einen Seite vom Stiele soviel zurückbleibt; nur dann sind sie verunreinigungsfähig., DASS SIE FÜR IHRE VERWENDUNG BRAUCHBAR SIND.
  3. IST DAS SCHAUFELBLATT BESCHÄDIGT, SO IST [DIE SCHAUFEL] UNREIN, BIS DIE GRÖSSERE HÄLFTE FEHLT; IST DAS ÖHR ZERBROCHEN, SO IST SIE REIN. FEHLT VON EINER HACKE DIE SPITZE, SO IST SIE UNREIN WEGEN DER SCHNEIDE: FEHLT DIE SCHNEIDE, SO IST SIE UNREIN WEGEN DER SPITZE. IST DAS ÖHR ZERBROCHEN, SO IST SIE REIN.
  4. FEHLT VON EINER SCHIPPE DAS BLATT, SO IST SIE UNREIN, WEIL SIE NOCH EINEM HAMMER GLEICHT180Die andere Seite kann als solcher verwendet werden.SO R. MEÍR; NACH DEN WEISEN IST SIE REIN. WENN VON EINER SÄGE DIE ZÄHNE EINER ZWISCHEN [ZWEI] FEHLEN, SO IST SIE REIN; SIND ABER IN DER LÄNGE EINES SIṬ AN EINER STELLE ALLE ZURÜCKGEBLIEBEN, SO IST SIE UNREIN. WENN EIN HOBEL, EIN SCHNEIDEMESSER, EIN MEISSEL ODER EIN BOHRER BESCHÄDIGT WORDEN SIND, SO SIND SIE UNREIN; FEHLT IHNEN DIE SCHNEIDE181Die aus härterern Eisen (Stahl) angeschweifte Schneide., SO SIND SIE REIN. SIE ALLE SIND, WENN SIE IN ZWEI [TEILE] GETEILT WORDEN SIND, UNREIN, AUSGENOMMEN DER BOHRER. DER HOBELKASTEN IST AUCH ALLEIN UNREIN.
  5. FEHLT VON EINER NÄHNADEL DAS ÖHR ODER DIE SPITZE, SO IST SIE REIN. HAT MAN SIE ZUM SPANNEN HERGERICHTET, SO IST SIE UNREIN. FEHLT VON EINER PACKNADEL DAS ÖHR, SO IST SIE UNREIN, WEIL MAN DAMIT SCHREIBEN KANN; FEHLT IHR DIE SPITZE, SO IST SIE REIN. EINE SPANNADEL IST OB SO ODER SO UNREIN. HAT EINE NÄHNADEL ROST ANGESETZT, SO IST SIE, WENN ER BEIM NÄHEN HINDERT, REIN, WENN ABER NICHT, UNREIN. HAT MAN EINE SPANGE GESTRECKT, SO IST SIE REIN; HAT MAN SIE WIEDER GEKRÜMMT, SO GELANGT SIE ZURÜCK IN IHRE UNREINHEIT.
  6. DAS DEM METALL[GERÄTE ALS GRIFF] DIENENDE HOLZ IST UNREIN UND DAS DEM HOLZ[GERÄTE] DIENENDE METALL IST REIN. IST BEISPIELSWEISE DER ÖFFNER182Wahrscheinl. Schlüssel eines Schiebeschlosses, nach anderen das Schloß. AUS HOLZ UND SEINE ZAPFEN AUS METALL, WENN AUCH NUR EINER, SO IST ER UNREIN; WENN ABER DER ÖFFNER AUS METALL UND DIE ZAPFEN AUS HOLZ, SO IST ER REIN. IST DER RING AUS METALL UND DAS SIEGEL AUS KORALLE, SO IST ER UNREIN; IST ABER DER RING AUS KORALLE UND DAS SIEGEL AUS METALL, SO IST ER REIN. DER ZAHN DER PLATTE183Ist dunkel; als Status constructus gegen die Syntax., DES ÖFFNERS UND DES SCHLÜSSELS IST ALLEIN UNREIN.
  7. WENN VON ZERBROCHENEN AŠQELONISCHEN HEBESTANGEN184Wie die Lesart ist auch die Bedeutung unsicher; nach den Kommentaren eine mit vielen Haken versehene Stange od. Ring zum Herausholen der Schöpfgefäße aus dem Brunnen.DIE HAKEN NOCH ERHALTEN SIND, SO SIND SIE UNREIN. WENN VON EINER HEUGABEL, EINER WORFEL, EINER HARKE UND EBENSO EINEM KOPFKAMME EINER VON DEN ZÄHNEN GEFEHLT HATTE UND MAN EINEN AUS METALL EINGESETZT HAT, SO SIND SIE UNREIN. ÜBER DIES ALLES SAGTE R. JEHOŠUA͑: DIE SCHRIFTKUNDIGEN HABEN HIERBEI EINE NEUERUNG GETROFFEN185Es sind ‘flache Holzgeräte’, die keine Vertiefung haben, u. dennoch werden sie durch den eingesetzten Zahn verunreinigungsfähig., UND ICH KANN DAGEGEN NICHTS EINWENDEN.
  8. WENN VON EINEM FLACHSKAMME DIE ZÄHNE FEHLEN UND NUR ZWEI ZURÜCKGEBLIEBEN SIND, SO IST ER UNREIN, WENN NUR EINER, SO IST ER REIN. VON DIESEN IST JEDER EINZELNE ALLEIN UNREIN186Ein einzelner Metallzahn ist als Schreibstift für eine Wachstafel verwendbar.. FEHLT VON EINEM WOLLKAMME ZWISCHEN JE ZWEI ZÄHNEN EINER, SO IST ER REIN. BLEIBEN DREI AN EINER STELLE ZURÜCK, SO IST ER UNREIN; IST EINER VON IHNEN DER ÄUSSERSTE187Der breit ist u. nur als Schutz dient., SO IST ER REIN. HAT MAN ZWEI DAVON GENOMMEN UND DARAUS EINE PINZETTE GEMACHT, SO SIND SIE UNREIN; WENN EINEN UND IHN FÜR EINE LAMPE188Zum Putzen u. Herausziehen des Dochtes.ODER ZUM SPANNEN HERGERICHTET, SO IST ER UNREIN.

VIERZEHNTER ABSCHNITT

  1. WELCHES MASS GILT FÜR METALLGEFÄSSE189Wenn sie beschädigt sind, od. für Bruchstücke von solchen, um noch verunreinigungsfähig zu sein.? EIN EIMER190Sc. ist noch verunreinigungsfähig., WENN MAN MIT IHM NOCH SCHÖPFEN KANN; EIN WASSERKESSEL, WENN MAN DARIN NOCH WÄRMEN KANN; EIN WÄRMEKESSEL191Ein kleiner Kessel, der auch als Geldbüchse diente., WENN ER SELAI͑M AUFNEHMEN KANN; EIN KOCHKESSEL, WENN ER BECHER192Die darin gespült werden.AUFNEHMEN KANN; EIN BECHER, WENN ER MÜNZEN193Wörtl. Peruṭoth, Name einer kleinen Scheidemünze. AUFNEHMEN KANN; WEINMASSE, WENN MAN WEIN, UND ÖLMASSE, WENN MAN ÖL MIT IHNEN MESSEN KANN. R. ELIE͑ZER SAGT, SIE ALLE, WENN SIE MÜNZEN [AUFNEHMEN KÖNNEN]. R. A͑QIBA SAGT, [EIN GEFÄSS], DEM NOCH DER DECKEL194So nach unserer Lesart; nach anderen, das Schaben, Schleifen. FEHLT, SEI UNREIN, DEM NOCH DAS GLÄTTEN FEHLT, SEI REIN.
  2. EIN STOCK, AN DESSEN ENDE EINE ART KEULENSPITZE ANGEBRACHT IST, IST UNREIN195Er gilt dann als Metallgerät.; IST ER MIT NÄGELN BESCHLAGEN, SO IST ER UNREIN. R. ŠIMO͑N SAGT, NUR WENN DARAN DREI REIHEN ANGEBRACHT SIND. ALLE ABER SIND REIN, WENN SIE ZUR VERZIERUNG ANGEBRACHT SIND. IST AM ENDE EIN ROHR196Wörtl. Sauger, Heber; wahrscheinl. eine Art Metallgriff. ANGEBRACHT, EBENSO AN EINER TÜR, SO IST ES REIN197Es ist kein selbständiges Metallgerät.. WENN ES ABER VORHER EIN GERÄT WAR UND MAN ES DARAN ANGEBRACHT HAT, SO IST ES UNREIN. WANN ERLANGT ES REINHEIT? DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, SOBALD MAN ES BESCHÄDIGT HAT, UND DIE SCHULE HILLELS SAGT, SOBALD MAN ES DARAN BEFESTIGT HAT198Mit Nägeln, während vorangehend von dem Falle gesprochen wird, wenn nur leicht angebracht..
  3. DAS BRECHEISEN DER BAUARBEITER UND DAS STEMMEISEN DER ZIMMERER SIND UNREIN. ZELTPFLÖCKE UND ABSTECKPFLÖCKE SIND UNREIN. DIE KETTE DER FELDMESSER IST UNREIN; DIE FÜR HOLZ DIENENDE199Zum Befestigen von Holzkloben.IST REIN. DIE KETTE EINES GROSSEN EIMERS BIS VIER HANDBREITEN200Sc. gehört zum Eimer u. ist mit diesem unrein.UND DIE EINES KLEINEN BIS ZEHN. DER SCHMIEDEBOCK201Wörtl. Esel; wohl Untersatz für den Blasebalg.IST UNREIN. EINE SÄGE, DEREN ZÄHNE IN LÖCHER EINGESETZT202Nicht aus einem Stücke mit dem Blatte. Gegen diese Erklärung der Kommentare sprechen der Singular החור mit dem bestimmten Artikel u. der folgende Satz.SIND, IST UNREIN; HAT MAN SIE VON UNTEN NACH OBEN EINGESETZT, SO IST SIE REIN. ALLE DECKEL SIND REIN, AUSGENOMMEN DER DES WÄRMEKESSELS.
  4. VON EINEM WAGEN IST FOLGENDES UNREIN: DIE METALLENE JOCHSTANGE203Auf dem Nacken der Zugtiere; nach anderen, die Deichsel., DIE QUERSTANGE, DIE SEITENTEILE ZUR AUFNAHME DER SIELEN, DAS EISEN UNTER DEM HALSE DES TIERES, DIE STÜTZE204Der Pflock, der die Deichsel mit dem Wagen zusammenhält; nach anderen, der eiserne Ring in der Mitte des Jochbalkens., DER GURT, DIE SCHÜSSELCHEN205Nach manchen Erklärern, Vertiefungen am Joche., DER KLÖPPEL206Der Schelle, die auch allein verunreinigungsfähig ist., DER HAKEN207Zum Befestigen der Ladung.UND DER NAGEL, DER [DIE TEILE] ZUSAMMENHÄLT.
  5. FOLGENDES IST VON EINEM WAGEN REIN: DAS [METALL]ÜBERZOGENE JOCH, DIE ZUR VERZIERUNG DIENENDEN SEITENTEILE, DIE ZUM TÖNEN DIE NENDEN RÖHREN, DAS BLEI208Wahrscheinl. Verzierungen.AN DEN HALSSEITEN DES TIERES, DER RADREIFEN, DIE BLECHE, DIE BESCHLÄGE UND ALLE SONSTIGEN NÄGEL209Die nicht zum Zusammenhalten dienen.SIND REIN. DIE METALLENEN HUFVERKLEIDUNGEN DES TIERES SIND UNREIN, DIE AUS KORK SIND REIN. WANN WIRD DAS SCHWERT FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH? SOBALD MAN ES GEGLÄTTET HAT: DAS MESSER, [ERST] WENN MAN ES GESCHLIFFEN HAT.
  6. HAT MAN AN EINEM METALLENEN KORBDECKEL EINEN SPIEGEL GEMACHT, SO IST ER NACH R. JEHUDA REIN UND NACH DEN WEISEN UNREIN. EIN ZERBROCHENER SPIEGEL IST, WENN ER NICHT DEN GRÖSSEREN TEIL DES GESICHTES ZEIGT, REIN.
  7. METALLGERÄTE KÖNNEN AUCH ZERBROCHEN UNREIN UND WIEDER REIN WERDEN – SO R. ELIE͑ZER. R. JEHOŠUA͑ SAGT, SIE WERDEN NUR VOLLSTÄNDIG REIN. UND ZWAR: WENN MAN SIE BESPRENGT210Zur Reinigung, am 3. Tage; cf. Lev. 19,17ff.HAT UND SIE AM SELBEN TAGE ZERBROCHEN SIND, WORAUF MAN SIE ZUSAMMENGELÖTET UND AM SELBEN TAGE ABERMALS BESPRENGT HAT, SO SIND SIE REIN – SO R. ELIE͑ZER. R. JEHOŠUA͑ SAGT, DIE BESPRENGUNG KÖNNE NICHT VOR DEM DRITTEN UND SIEBENTEN [TAGE] ERFOLGEN.
  8. WENN EIN KNIESCHLÜSSEL211Mit einer knieförmigen Verlängerung.AM KNIE ZERBROCHEN IST, SO IST ER REIN; NACH R. JEHUDA ABER UNREIN, WEIL MAN DAMIT INNEN ÖFFNEN KANN; IST EIN GAMMAFÖRMIGER212In der Form eines griech. Gamma, eine Art Dietrich.AM GAMMAWINKEL ZERBROCHEN, SO IST ER REIN. SIND DARAN ZÄHNE UND LÖCHER, SO IST ER UNREIN; FEHLEN DIE ZÄHINE, SO IST ER UNREIN WEGEN DER LÖCHER; SIND DIE LÖCHER VERSTOPFT, SO IST ER UNREIN WEGEN DER ZÄHNE. WENN ABER DIE ZÄHNE FEHLEN UND DIE LÖCHER VERSTOPFT SIND, ODER WENN SIE IN EINANDER DURCHGEBROCHEN213Nach den Kommentaren, gebogen, wenn die Zähne in die Löcher hineingebogen sind.SIND, SO IST ER REIN. SIND AN EINEM SENFSEIHER UNTEN DREI LÖCHER IN EINANDER DURCHGEBROCHEN, SO IST ER REIN. EIN MÜHLENTRICHTER AUS METALL IST214Obgleich er unten offen ist.UNREIN.

FÜNFZEHNTER ABSCHNITT

  1. VON HOLZGERÄTEN, LEDERGERÄTEN, KNOCHENGERÄTEN UND GLASGERÄTEN SIND DIE FLACHEN REIN UND DIE VERTIEFTEN UNREIN; ZERBRECHEN SIE, SO SIND SIE REIN; MACHT MAN WIEDER AUS IHNEN GERÄTE, SO SIND SIE VON DANN AB WIEDER UNREIN. EIN KASTEN, EINE TRUHE, EIN SCHRANK, EIN BIENENKORB AUS STROH, EIN BIENENKORB AUS ROHR, UND DER WASSERBEHÄLTER EINES ALEXANDRIINISCHEN SCHIFFES215Ein größeres Schiff für Auslandsreisen, von Palästina nach Alexandrien., DIE EINEN BODEN HABEN UND VIERZIG S FLÜSSIGES FASSEN, DAS SIND ZWEI KOR TROKKENES, SIND REIN. ALLE ANDEREN GEFÄSSE, OB SIE [SOVIEL] FASSEN ODER NICHT [SOVIEL] FASSEN, SIND UNREIN – SO R. MEÍR. R. JEHUDA SAGT, DER WAGENBOTTICH, DER SPEISESCHRANK DER KÖNIGE216Der im Staatswagen befindliche Vorratsschrank., DER GERBERTROG, DER WASSERBEHÄLTER EINES KLEINEN SCHIFFES UND EINE LADE SEIEN, AUCH WENN SIE [SOVIEL] FASSEN, UNREIN, DENN MAN PFLEGT SIE NUR MIT INHALT FORTZUBEWEGEN. ALLE ANDEREN GEFÄSSE SEIEN, WENN SIE [SOVIEL] FASSEN, REIN, UND WENN SIE NICHT [SOVIEL] FASSEN, UNREIN. EIN UNTERSCHIED ZWISCHEN R. MEÍR UND R. JEHUDA BESTEHT NUR HINSICHTLICH EINES TROGES FÜR DEN HAUSGEBRAUCH.
  2. DIE BACKBRETTER DER BÄCKER SIND UNREIN UND DIE FÜR DEN HAUSGEBRAUCH SIND REIN; HAT MAN SIE MIT RÖTEL ODER SAFRAN ANGESTRICHEN, SO SIND SIE UNREIN. EINE AN DIE WAND BEFESTIGTE BÄCKERPLATTE217Aus Metall; cf. Bb. Fol. 66b. IST NACH R. ELIE͑ZER REIN UND NACH DEN WEISEN UNREIN. DAS ANRICHTEBRETT218So nach der Lesart der Erstausgabe. Nach den übrigen Texten: kleine Mulde.DER BÄCKER IST UNREIN UND DAS FÜR DEN HAUSGEBRAUCH IST REIN. HAT ES EINE EINFASSUNG AN DEN VIER SEITEN, SO IST ES UNREIN; IST SIE AN EINER SEITE DURCHBROCHEN, SO IST ES REIN. R. ŠIMO͑N SAGT, HAT MAN ES ZUGERICHTET, DARAUF [DEN TEIG] ZU ZERTEILEN, SO IST ES UNREIN. EBENSO IST DAS WALGERHOLZ219Zum Rollen des Teiges; nach anderer Erklärung, das Brett, worauf das Gebäck gelegt wird. UNREIN.
  3. DER SIEBUNTERSATZ DER FEINMEHLSIEBER IST UNREIN UND DER FÜR DEN HAUSGEBRAUCH REIN. R. JEHUDA SAGT, AUCH DER DER HAARFLECHTERINNEN220Zum Aufnehmen des Abfalls. IST ALS SITZ221Den der Flußbehaftete unrein macht. UNREIN, WEIL DIE MÄDCHEN DARAUF SITZEN UND FLECHTEN.
  4. ALLE HENKEL SIND UNREIN, AUSGENOMMEN DER HENKEL EINER SCHWINGE UND EINES SIEBES FÜR DEN HAUSGEBRAUCH – SO R. MEÍR; DIE WEISEN SAGEN, SIE ALLE SEIEN REIN, AUSGENOMMEN DER HENKEL EINER SCHWINGE DER FEINMEHLSIEBER, DER HENKEL DES TENNENSIEBES, DER HENKEL DER HANDSICHEL UND DER HENKEL DES ZOLLFAHNDER-STOCKES, WEIL SIE BEI DER ARBEIT MITBENUTZT WERDEN. DIE REGEL HIERBEI IST: DER BEI DER ARBEIT MITBENUTZT WIRD, IST UNREIN, UND DER NUR ZUM AUFHÄNGEN DIENT, IST REIN.
  5. DIE: GRÄUPNERSCHAUFEL IST UNREIN, DIE DER SPEICHER IST REIN, DIE DER KELTERN IST UNREIN, DIE DER TENNEN IST REIN. DIE REGEL HIERBEI IST: DIE ZUM AUFNEHMEN DIENT, IST UNREIN, UND DIE ZUM ZUSAMMENSCHAR REN DIENT, IST REIN.
  6. MUSIKHARFEN222Weil sie eine Vertiefung zur Aufnahme von Geldmünzen haben. SIND UNREIN, DIE HARFEN DER LEVITEN223Für die Tempelmusik. SIND REIN. ALLE FLÜSSIGKEITEN SIND UNREIN, DIE FLÜSSIGKEITEN IM SCHLACHTRAUME224Im Vorhofe des Tempels. SIND REIN. ALLE BÜCHER225Der heiligen Schrift.MACHEN DIE HÄNDE UNREIN226Damit man sie nicht neben heilige Speisen lege., AUSGENOMMEN DAS BUCH IM TEMPELVORHOFE227Das mit besonderer Verehrung behandelt wurde. Manche lesen ספר עזרא, das von E͑zra geschriebene Exemplar.. DAS HOLZPFERD228Nach den Kommentaren, ein hölzernes Pferd der Possenreißer.IST REIN, DIE GUITARRE, DAS STELZENINSTRUMENT229Wohl ein Musikinstrument in der Form einer Stelze.UND DIE HANDTROMMEL SIND UNREIN. R. JEHUDA SAGT, DIE HANDTROMMEL SEI ALS SITZ230Den der Flußbehaftete unrein macht. UNREIN, WEIL DIE KLAGEFRAU DARAUF SITZT. DIE WIESELFALLE231Die, weil man das Fell braucht, als Gefäß gilt.IST UNREIN, DIE MAUSEFALLE IST REIN.

SECHZEHNTER ABSCHNITT

  1. JEDES HOLZGERÄT, DAS IN ZWEI [TEILE] GETEILT WORDEN IST, IST REIN, AUSGENOMMEN DER DOPPELTISCH, DIE FÄCHERSCHÜSSEL232Eine Schüssel aus mehreren Abteilen für verschiedene Speisen. UND DER SCHEMEL FÜR DEN HAUSHERRN. R. JEHUDA SAGT, DIE DOPPELSCHÜSSEL UND DER BABYLONISCHE NAPF GLEICHEN DIESEN. WANN SIND HOLZGERÄTE FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH? DAS BETT UND DIE WIEGE, SOBALD MAN SIE MIT FISCHHAUT GEGLÄTTET HAT; HAT MAN SIE NICHT ZU GLÄTTEN BESCHLOSSEN, SO SIND SIE UNREIN. R. MEÍR SAGT, DAS BETT, SOBALD MAN DREI MASCHENREIHEN233Vom Netze des Bettrahmens. GEFLOCHTEN HAT.
  2. HÖLZERNE KÖRBE, SOBALD MAN DEN RAND GEMACHT UND GLATTGESCHNITTEN HAT; SOLCHE AUS PALMENZWEIGEN SIND UNREIN, AUCH WENN MAN SIE INNEN NICHT GLATTGESCHNITTEN HAT, WEIL MAN SIE SO LÄSST. EIN FRUCHTKORB, SOBALD MAN DEN RAND GEMACHT, IHN GLATTGESCHNITTEN UND DEN BÜGEL FERTIG GEMACHT HAT. EIN FLASCHENKORB UND EIN BECHERKORB SIND UNREIN, AUCH WENN MAN KEINEN RAND GEMACHT UND INNEN NICHT GLATTGESCHNITTEN HAT, WEIL MAN SIE SO LÄSST.
  3. KLEINE TISCHKÖRBCHEN UND HANDKÖRBCHEN, SOBALD MAN EINEN RAND GEMACHT UND GLATTGESCHNITTEN HAT; GROSSE TISCHKÖRBE UND GETREIDEKÖRBE, SOBALD MAN ZWEI KREISUNGEN UM IHRE BREITE GEMACHT HAT. DER UNTERSATZ DER SCHWINGE, DES SIEBES UND DER WAGESCHALE, SOBALD MAN EINE KREISUNG UM IHRE BREITE GEMACHT HAT. DIE KIEPE, SOBALD MAN ZWEI WINDUNGEN UM DIE BREITE GEMACHT HAT; DER BASTKORB, SOBALD MAN EINE WINDUNG GEMACHT HAT.
  4. WANN WERDEN LEDERNE GERÄTE FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH? DIE HIRTENTASCHE, SOBALD MAN EINEN RAND GEMACHT, GLATTGESCHMTTEN UND DARAN SCHLAUFEN GEMACHT HAT. R. JEHUDA SAGT, SOBALD MAN DARAN DIE OHREN GEMACHT HAT. DIE LEDERSCHÜRZE234Od. Lederkittel; Cf. Ned. 55b., SOBALD MAN EINEN SAUM GEMACHT, GLATTGESCHNITTEN UND DARAN DIE BINDEBÄNDER GEMACHT HAT. R. JEHUDA SAGT, SOBALD MAN DARAN DIE RINGE GEMACHT HAT. DIE LEDERDECKE, SOBALD MAN DARAN EINEN SAUM GEMACHT UND GLATTGESCHNITTEN HAT. R. JEHUDA SAGT, SOBALD MAN DARAN DIE SCHLAUFEN GEMACHT HAT. KISSEN UND POLSTER AUS LEDER, SOBALD MAN EINEN SAUM GEMACHT UND GLATTGESCHNITTEN HAT. R. JEHUDA SAGT, SOBALD MAN SIE ZUSAMMENGENÄHT UND WENIGER ALS FÜNF HANDBREITEN ZURÜCKGELASSEN235Zum Hineintun der Füllung. HAT.
  5. DER FEIGENKORB IST UNREIN, DER GETREIDEKORB IST REIN; KÖRBCHEN AUS BLÄTTERN SIND REIN, AUS WEIDENRUTEN UNREIN. DAS DATTEL GEFLECHT IST, WENN MAN HINEINTUN UND HERAUSNEHMEN KANN, UNREIN, WENN MAN DIES ABER NICHT EHER KANN, ALS BIS MAN ES AUFREISST ODER AUFLÖST, SO IST ES REIN.
  6. DER LEDERHANDSCHUH DER TENNENWORFLER, DER REISENDEN UND DER FLACHSARBEITER IST UNREIN, DER DER FÄRBER ABER UND DER SCHMIEDE IST REIN. R. JOSE SAGT, DIESEN GLEICHE AUCH DER DER GRÄUPNER. DIE REGEL HIERBEI IST: DER ZUM AUFNEHMEN236Als Schutz der Hände beim Anfassen. DIENT, IST UNREIN, UND DER NUR VOR SCHWEISS [SCHÜTZT]237Als Schutz der angefaßten Sache., IST REIN.
  7. DER MISTSACK DES RINDES238Der ihm heim Dreschen angehängt wird, damit das Getreide nicht beschmutzt werde. UND SEIN MAULKORB, DAS RÄUCHERGEFÄSS DER IMKER UND DER FÄCHER SIND REIN. DER DECKEL EINES SCHMUCKKASTENS IST UNREIN, DER DECKEL EINER KLEIDERTRUHE IST REIN. DER DECKEL EINER TRUHE, DER DECKEL EINES KORBES, DIE PRESSE DES ZIMMERMANNES, DES STUHL UNTER DER TRUHE UND DEREN AUFSATZ, DAS BÜCHERFUTTERAL239Nach anderen Lesepult., DAS RIEGELGEHÄUSE, DAS SCHLOSSGEHÄUSE, DIE MEZUZAKAPSEL, DAS PSALTERIONFUTTERAL, DAS HARFENFUTTERAL, DER FORMBLOCK DER KAPPENFLECHTER, DAS MUSIKANTENPFERDCHEN240Aus Holz; vgl. ob. S. 620 Anm. 14., DAS SPIELINSTRUMENT DER KLAGEFRAUEN, DER BETTLERSCHIRM241Wohl eine Art Kopfschutz gegen Sonne u. Regen; nach anderen Bettlertasche., DIE BETTSTÜTZEN, DIE TEPHILLINFORM242Zur Herstellung der Tephillinkapsel.UND DIE PUPPE DER KLEIDERARBEITER, SIE ALLE SIND REIN. FOLGENDE REGEL SAGTE R. JOSE: ALLES, WAS FÜR GEBRAUCHSGEGENSTÄNDE DES MENSCHEN SOWOHL BEI BENUTZUNG ALS AUCH AUSSERHALB DER BENUTZUNG [ALS SCHUTZ] DIENT, IST UNREIN, UND WAS NUR BEI BENUTZUNG, IST REIN.
  8. DIE SCHEIDE DES SCHWERTES, DES MESSERS, DES DOLCHES, DAS FUTTERAL DER FEDERSCHERE, DER SCHARNIERSCHERE UND DES SCHERMESSERS, DAS FUTTERAL DES SCHMINKSTIFTES UND DIE SCHMINKDOSE, DAS FUTTERAL DES SCHREIBHALTERS UND DES TINTENFASSES243Eigentl Doppelgefäß; ein aus zwei Abteilen bestehendes Gefäß., DAS FUTTERAL EINER TAFEL, DIE LEDERDECKE, DER PFEILKÖCHER UND DIE GESCHOSSTASCHE, SIE ALLE SIND UNREIN. DAS FUTTERAL DER SACKPFEIFE IST, WENN MAN SIE VON OBEN HINEINLEGT, UNREIN, UND WENN VON DER SEITE, REIN. DAS FLÖTENFUTTERAL IST NACH R. JEHUDA REIN, WEIL MAN SIE VON DER SEITE HINEINLEGT. DER ÜBERZUG DES SPEERES, DES BOGENS UND DER LANZE IST REIN. DIE REGEL HIERBEI IST: WAS ALS FUTTERAL DIENT, IST UNREIN, WAS ALS ÜBERZUG DIENT, IST REIN.

SIEBZEHNTER ABSCHNITT

  1. BEI ALLEN GEFÄSSEN FÜR DEN HAUSGEBRAUCH GILT DAS MASS EINES GRANATAPFELS244Hat das Gefäß ein Loch, daß ein solcher durchfällt, so ist es rein.. R. ELIE͑ZER SAGT, JE NACHDEM, WOFÜR SIE BESTIMMT245Ist es für kleinere Früchte bestimmt, so gelten diese als Maß. SIND. BEI KÖRBEN DER GÄRTNER GILT EIN KRAUTBÜNDEL ALS MASS, EIN STROH[BÜNDEL] BEI SOLCHEN FÜR DEN HAUSGEBRAUCH, UND STREU BEI SOLCHEN FÜR BADEMEISTER. R. JEHOŠUA͑ SAGT, BEI ALLEN EIN GRANATAPFEL.
  2. BEIM SCHLAUCHE GILT ALS MASS EIN KNÄUEL AUFZUGGARN. WENN ER AUCH DIESEN NICHT HÄLT, WOHL ABER EINEN KNÄUEL EINSCHLAGGARN, SO IST ER UNREIN. EIN TELLERBEHÄLTER, WENN ER AUCH KEINE TELLER HÄLT, WOHL ABER SCHÜSSELN HÄLT, IST UNREIN. EIN KOTBECKEN, WENN ES AUCH KEINE FLÜSSIGKEITEN HÄLT, WOHL ABER KOT HÄLT, IST UNREIN. NACH R. GAMLIÉL IST ES REIN, WEIL MAN EIN SOLCHES NICHT HÄLT.
  3. BEI BROTKÖRBEN GILT EIN LAIB BROT ALS MASS. HAT MAN AN PAPYRUSKÖRBEN ZUR BEFESTIGUNG VON UNTEN NACH OBEN LAUFENDE ROHRSTÄBE ANGEBRACHT, SO SIND SIE REIN; HAT MAN DARAN HANDHABEN246Nach anderen, Ränder. IRGENDWELCHER ART ANGEBRACHT, SO SIND SIE UNREIN. R. ŠIMO͑N SAGT, KANN ES NICHT AN DEN HANDHABEN GETRAGEN WERDEN, SEI ES REIN.
  4. UNTER GRANATÄPFELN, VON DENEN SIE SPRECHEN, IST ZU VERSTEHEN, WENN DREI EINANDER HALTEN. R. ŠIMO͑N B. GAMLIÉL SAGT, BEI EINER SCHWINGE ODER EINEM SIEBE, DASS MAN SIE NIMMT UND DAMIT UMHERGEHT247Wenn die Früchte dann durchfallen., BEI EINER KIEPE, WENN MAN SIE ÜBER DEN RÜCKEN HÄNGT. BEI ALLEN ANDEREN GEFÄSSEN, DIE KEINE GRANATÄPFEL AUFNEHMEN KÖNNEN, BEISPIELSWEISE EIN VIERTEL[KAB], EIN HALBES VIERTEL[KAB], KLEINE KÖRBCHEN, GILT DER GRÖSSERE TEIL248Des Bodens, wenn dieser durchgebrochen ist. ALS MASS – SO R. MEÍR. R. ŠIMO͑N SAGT, BEI OLIVENGRÖSSE. SIND SIE DURCHGEBROCHEN249An der Seite., SO GILT EINE OLIVE ALS MASS; IST EIN TEIL WEGGESCHNITTEN, WENN SIE NUR ETWAS HALTEN250Gelten sie als verwendbare Gefäße..
  5. DER GRANATAPFEL, VON DEM SIE SPRECHEN, IST NICHT KLEIN UND NICHT GROSS ZU VERSTEHEN, SONDERN MITTELGROSS. WESHALB ABER WERDEN BADENISCHE GRANATÄPFEL GENANNT251Als Norm bei manchen Lehren, beispielsweise Ori. III,7.? DASS SIE HEILIG252Zum Genüsse verboten, wenn sie verboten sind u. anderen Früchten beigemischt worden sind. MACHEN, IN WELCHEM VERHÄLTNISSE SIE AUCH SIND – SO R. MEÍR ; R. JOḤANAN B. NURI SAGT, DASS SIE ALS MASS FÜR GEFÄSSE253Unter Granatapfel schlechthin sind tatsächlich diese zu verstehen.DIENEN. R. A͑QIBA SAGT, SIE WERDEN IN DIESER UND IN JENER HINSICHT GENANNT: DASS SIE ALS MASS FÜR GEFÄSSE DIENEN, UND DASS SIE IN JEDEM VERHÄLTNISSE HEILIG MACHEN. R. JOSE SAGTE: BADENISCHE GRANATÄPFEL UND LAUCHGEWÄCHSE VON GEBA͑ WERDEN NUR DESHALB GENANNT, DASS SIE NÄMLICH ÜBERALL ALS SICHER UNVERZEHNTET ZU VERZEHNTEN SIND254Geba͑ u. Baddan waren samaritanische Orte, u. von den Samaritanern ist anzunehmen, daß sie diese nicht verzehntet haben..
  6. DAS EI, VON DEM SIE SPRECHEN255Als Größennorm bei manchen Gesetzen., IST NICHT GROSS UND NICHT KLEIN ZU VERSTEHEN, SONDERN MITTELGROSS. R. JEHUDA SAGT, MAN HOLE DAS GRÖSSTE UNTER DEN GROSSEN UND DAS KLEINSTE UNTER DEN KLEINEN UND LEGE SIE INS WASSER, UND DAS WASSER256Das aus dem vollgefüllten Gefäße überläuft.TEILE MAN. R. JOSE SPRACH: WER BEAYEIST MIR, WELCHES DAS GRÖSSTE UND WELCHES DAS KLEINSTE257Es gibt vieil, noch größere od. kleinere.IST!? VIELMEHR, ALLES NACH DER BEURTEILUNG DES SCHAUENDEN.
  7. DIE DÖRRFEIGE, VON DER SIE SPRECHEN258Als Größennorm bei manchen Gesetzen., IST NICHT GROSS UND NICHT KLEIN ZU VERSTEHEN, SONDERN MITTELGROSS. R. JEHUDA SAGTE : DIE GRÖSSTE IM JISRAÉLLANDE GLEICHT DER MITTELGROSSEN IN ANDEREN LÄNDERN.
  8. DIE OLIVE, VON DER SIE SPRECHEN259Als Größennorm bei manchen Gesetzen., IST NACHT GROSS UND NICHT KLEIN ZU VERSTEHEN, SONDERN MITTELGROSS, DAS IST DIE EGURI260Besonders gute Sorte; cf. Ber. Fol. 39a.. DAS GERSTENKORN, VON DEM SIE SPRECHEN261Als Größennorm bei manchen Gesetzen., IST NICHT GROSS UND NICHT KLEIN ZU VERSTEHEN, SONDERN MITTELGROSS, DAS DER WÜSTE. DIE LINSE, VON DER SIE SPRECHEN262Als Größennorm bei manchen Gesetzen., IST NICHT GROSS UND NICHT KLEIN ZU VERSTEHEN, SONDERN MITTELGROSS, DAS IST DIE ÄGYPTISCHE. «ALLE263Zitat aus Ah. XVI, 1, der da erklärt wird.BEWEGLICHEN SACHEN ÜBERTRAGEN DIE UNREINHEIT BEI DER DICKE EINES OCHSENSTECKENS», NICHT GROSS UND NICHT KLEIN264Soll wohl heißen: nicht dick u. nicht dünn., SONDERN MITTELGROSS; MITTELGROSS HEISST ER, WENN DER UMFANG EINE HANDBREITE BETRÄGT.
  9. UNTER ELLE, VON DER SIE SPRECHEN265Als Größennorm bei manchen Gesetzen., IST DIE MITTELGROSSE ZU VERSTEHEN. ZWEI ELLENMASSE WAREN IN DER ŠUŠANKAMMER266Cf. Mid. I,3., EINE IN DER NORDÖSTLICHEN ECKE UND EINE IN DER SÜDÖSTLICHEN ECKE; DIE DER NORDÖSTLICHEN ECKE WAR UM EINEN HALBEN FINGER GRÖSSER ALS DIE [ELLE ZUR ZEIT] MOŠES, UND DIE DER SÜDÖSTLICHEN ECKE WAR EINEN HALBEN FINGER GRÖSSER ALS JENE, MITHIN EINEN FINGER GRÖSSER ALS DIE [ELLE ZUR ZEIT] MOŠES. WOZU BESTIMMTEN SIE EINE GRÖSSERE UND EINE KLEINERE? DAMIT DIE HANDWERKER MIT DER KLEINEREN ÜBERNEHMEN UND MIT DER GRÖSSEREN ABLIEFERN, UM NICHT ZU EINER VERUNTREUUNG267Am Heiligturae, was beim genauen Messen vorkommen könnte.ZU KOMMEN.
  10. R. MEÍR SAGTE : ALLE ELLENMASSE WAREN MITTELGROSS, AUSGENOMMEN DAS DES GOLDENEN ALTARS, DER HÖRNER, DES RUNDGANGES UND DES FUNDAMENTES. R. JEHUDA SAGT, DIE ELLE BEIM BAUWERKE HATTE SECHS HANDBREITEN UND BEI DEN GERÄTEN FÜNF.
  11. ZUWEILEN MEINEN SIE KLEINE HOHLMASSE: BEI DEN FLÜSSIGKEITS UND TROCKENMASSEN IST DAS ITALISCHE MASS ZU VERSTEHEN, DAS IST DAS DER WÜSTE. ZUWEILEN268Wenn, wie in den folgenden Fällen, nicht mit einem Meßgeräte, sondern nach einem Körpergliede gemessen wird.AUCH BESTIMMTEN SIE DAS MASS INDIVIDUELL : BEIM HAUFEN DES SPEISOPFERS, BEI DEN VOLLEN HÄNDEN DES RÄUCHERWERKES, BEIM TRINKEN EINES MUNDVOLLS AM VERSÖHNUNGSTAGE269An dem das Trinken verboten ist., BEI DER SPEISE FÜR ZWEI MAHLZEITEN FÜR DENRUB, DAS SPEISEQUANTUM AM WOCHENTAGE UND NICHT AM ŠABBATH270An dem man mehr ißt.SO R. MEÍR. R. JEHUDA SAGT, AM ŠABBATH UND NICHT AM WOCHENTAGE. BEIDE WOLLEN ERLEICHTERND271Am Š. ißt man eine Mahlzeit mehr, somit bei jeder weniger.SEIN. R. ŠIMO͑N SAGT, ZWEI DRITTEL272Dies ist das Quantum für 2 Mahlzeiten.EINES LAIBES, DIE DREI AUF EINEN KAB GEHEN. R. JOḤANAN B. BEROQA SAGT, EINES PONDIONBROTES273Ein Brot im Preise eines Pondions., WENN VIER S [MEHL] EINEN SELA͑ KOSTEN.
  12. ZUWEILEN SPRECHEN SIE VON EINEM GROSSEN MASSE. «EIN LÖFFEL VOLL MODER»274Sc. ist verunreinigend; Zitat aus Ah. II,1., WIE DER GROSSE LÖFFEL DER ÄRZTE. DIE GRAUPENGRÖSSE BEIM AUSSATZE275Cf. Neg. VI,1., WIE DIE KILIKISCHE BOHNENGRAUPE. «WER AM VERSÖHNUNGSTAGE IM QUANTUM EINER GROSSEN DATTEL ISST»276Ist strafbar; cf. Jom. Fol. 73b., WIE DIESE MIT DEM STEINE. BEI SCHLÄUCHEN FÜR WEIN UND ÖL GILT DAS MASS277Des Loches, bei dem sie nicht verunreinigungsfähig sind.DES GROSSEN KNOPFES278Wo der Schlauch zugebunden wird.AN DIESEN. BEIM NICHT DURCH MENSCHENHÄNDE ENTSTANDENEN LICHTLOCHE279Cf. Bek. Fol. 37b.GILT DIE GRÖSSE EINER GROSSEN FAUST280Od. wie die Faust eines Erwachsenen.. DAS IST DIE FAUST DES BEN BAṬIAḤ. R. JOSE SAGTE: ES GIBT AUCH EINE WIE EIN GROSSER MENSCHENKOPF. BEIM DURCH MENSCHENHÄNDE ENTSTANDENEN GILT DIE GRÖSSE DES GROSSEN BOHRERS IN DER TEMPELKAMMER, DAS IST WIE EIN ITALISCHER PONDION ODER WIE EIN NERONISCHER SELA͑, ODER WIE DAS LOCH AM JOCHBALKEN.
  13. ALLE [GESCHÖPFE] IM MEERE SIND REIN, AUSGENOMMEN DER SEEHUND, WEIL ER SICH AUFS FESTLAND FLÜCHTET – SO R. A͑QIBA. WENN MAN GERÄTE FERTIGT AUS DEM, WAS IM MEERE WÄCHST, UND DARAN HAFTET ETWAS AUS DEM, WAS AUF DEM FESTLANDE WÄCHST, SEI ES AUCH NUR EIN FADEN ODER EINE SCHNUR, WENN ES NUR FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH IST, SO IST ES UNREIN.
  14. MANCHES NOCH: BEI DEM, WAS AM ERSTEN TAGE ERSCHAFFEN WORDEN IST281Wasser u. Erde., GIBT ES EINE UNREINHEIT; BEI DEM, WAS AM ZWEITEN TAGE282Der Himmel., GIBT ES KEINE UNREINHEIT ; BEI DEM, WAS AM DRITTEN283Die Vegetation., GIBT ES EINE UNREINHEIT ; BEI DEM, WAS AM VIERTEN UND AM FÜNFTEN284Die Himmelskörper u. die Seetiere., GIBT ES KEINE UNREINHEIT, AUSSER DEM GEFIEDER DESZ285Wohl eino Kürzung von עזניה (Lev. 11,13), der schwarze od. Seeadler.UND DEM STRAUSSENEI, DAS ÜBERZOGEN286Mit Metall; da es auch ohne Überzug haltbar ist, ist es verunreinigungsfähig.IST. R. JOḤANAN B. NURI SPRACH: WARUM SOLLTE DAS GEFIEDER DESZ ANDERS SEIN ALS JEDES ANDERE GEFIEDER? BEI DEM, WAS AM SECHSTEN TAGE ERSCHAFFEN WURDE, GIBT ES EINE UNREINHEIT.
  15. WENN MAN IRGENDWELCHES GERÄT287Auch wenn solche sonst gar nicht angefertigt werden, wie die weiter genannten.MIT VERTIEFUNG MACHT, SO IST ES UNREIN; WENN MAN IRGEND EIN LAGER ODER EINEN SITZ MACHT, SO SIND SIE UNREIN. MACHT MAN EINEN BEUTEL AUS ROHEM FELL ODER, AUS PAPIER, SO IST ER UNREIN. WENN KINDER EINEN GRANATAPFEL, EINE EICHEL, ODER EINE NUSS AUSGEHÖHLT HABEN, UM DAMIT ERDE ZU MESSEN, ODER SIE SOLCHE ALS WAGESCHALEN HERGERICHTET HABEN, SO SIND SIE UNREIN, DENN BEI DIESEN IST DIE HANDLUNG WIRKSAM UND NICHT DIE ABSICHT.
  16. EIN WAGEBALKEN ODER EIN ABSTREICHER, DER EINEN BEHÄLTER FÜR METALL HAT, EINE TRAGSTANGE, DIE EINEN BEHÄLTER FÜR GELD HAT, EIN BETTLERSTAB, DER EINEN BEHÄLTER FÜR WASSER HAT, UND EIN STOCK, DER EINEN BEHÄLTER FÜR EINE MEZUZA UND PERLEN HAT, SIND UNREIN. ÜBER ALL DIESE DINGE SAGTE R. JOHANAN B. ZAKKAJ : WEHE MIR, WENN ICH ES SAGE, UND WEHE MIR, WENN ICH ES NICHT SAGE288Solche Behälter werden zu betrügerischen Manipulationen benutzt (zum Beschweren der einen Seite der Wagschale od. des Abstreichers, od. zum Verstecken von gestohlenem Gelde u. zu anderen Schwindeleien, wie beispielsweise Bd. IX. S. 320 Anm. 192), u. durch das Verraten dieser Manipulationen sind einerseits die Menschen gewarnt, andererseits aber können andere dies lernen; cf. Bb. Fol. 89b..
  17. DER UNTERSATZ DER GOLDSCHMIEDE289Zum Aufsammeln des Goldabfalls.IST UNREIN UND DER GROBSCHMIEDE IST REIN. EIN SCHLEIF[BRETT], DAS EINEN ÖLBEHÄLTER HAT, IST UNREIN, UND DAS KEINEN HAT, IST REIN. EINE SCHREIBTAFEL, DIE EINEN WACHSBEHÄLTER HAT, IST UNREIN, DIE KEINEN HAT, IST REIN. EINE STROHMATTE UND EIN STROHHALM SIND NACH R. A͑QIBA UNREIN UND NACH R. JOḤANAN B. NURI REIN. R. ŠIMO͑N SAGT, DASSELBE GELTE AUCH VON SOLCHEN AUS KOLOQUINTEN290Nach anderen, wilde Gurken.. EINE MATTE AUS BINSEN ODER SCHILF IST REIN. HAT MAN EINE ROHRHÜLSE ZUGESCHNITTEN, DAMIT SIE ETWAS AUFNEHME, SO BLEIBT SIE REIN, BIS MAN DAS GANZE MARK HERAUSGENOMMEN HAT.

ACHTZEHNTER ABSCHNITT

  1. DER KASTEN IST291Hinsichtl. der Verunreinigungsfähigkeit, die bei einer Größe von 3 Quadratellen (40 Seá) aufhört., WIE DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, VON INNEN ZU MESSEN, UND WIE DIE SCHULE HILLELS SAGT, VON AUSSEN ZU MESSEN. DIESE UND JENE STIMMEN ÜBEREIN, DASS DIE DICKE DER FÜSSE UND DIE DICKE DER LEISTEN NICHT MITZUMESSEN SEIEN. R. JOSE SAGT, SIE STIMMEN ÜBEREIN, DASS DIE DICKE DER FÜSSE UND DIE DICKE DER LEISTEN MITZUMESSEN SEIEN, [DER RAUM] DAZWISCHEN ABER NICHT MITZUMESSEN SEI. R. ŠIMO͑N ŠEZORI SAGT, SIND DIE FÜSSE EINE HANDBREITE HOCH, SEI [DER RAUM] DAZWISCHEN NICHT MITZUMESSEN, WENN ABER NICHT, SEI [DER RAUM] DAZWISCHEN MITZUMESSEN.
  2. DIE VORRICHTUNG292Nach den Kommentaren ein Rad od. eine Walze zur leichteren Fortbewegung. DAZU GILT, WENN SIE ABNEHMBAR IST, NICHT ALS MIT DIESEM VERBUNDEN : SIE IST MIT DIESEM NICHT MITZUMESSEN, SIE SCHÜTZT NICHT BEI DER TOTENBEZELTUNG293Der fest verschlossene Kasten schützt den Inhalt vor Verunreinigung in einem Raume, in dem ein Toter sich befindet; ein Loch in Größe einer Handbreite hebt den Schutz auf (ob. X,1) u. wird durch eine derartige Vorrichtung nicht reduziert. UND MAN DARF SIE, WENN GELD DARIN IST, AM ŠABBATH NICHT FORTSCHLEIFEN. IST SIE NICHT ABNEHMBAR, SO GILT SIE ALS MIT DIESER VERBUNDEN: SIE IST MIT DIESEN MITZUMESSEN, SIE SCHÜTZT BEI DER TOTENBEZELTUNG UND MAN DARF SIE, AUCH WENN GELD DARIN IST, AM ŠABBATH FORTSCHLEIFEN. DER AUFSATZ DAZU GILT, WENN ER BEFESTIGT IST, ALS VERBUNDEN UND IST MITZUMESSEN, UND WENN ER NICHT BEFESTIGT IST, ALS NICHT VERBUNDEN UND IST NICHT MITZUMESSEN. WIE MESSE MAN IHN? ALS DREIECK294Die Rundung des Aufsatzes wird nicht voll mitgemessen, od. gar zur Höhe des Kastens mitgerechnet, vielmehr wird von der Höhe der Rundung bis zur Kasten wand eine gerade Linie gezogen.. R. JEHUDA SAGT, WENN ER NICHT ALLEIN295Der Kasten ohne Stütze. STEHEN KANN, SEI ER REIN.
  3. WENN VON EINEM KASTEN, EINER TRUHE ODER EINEM SCHRANKE EINER DER FÜSSE FEHLT, SO SIND SIE, OBGLEICH SIE NOCH AUFNEHMEN KÖNNEN, REIN; DIE AUF GEWÖHNLICHE WEISE NICHT AUFNEHMEN KÖNNEN, SIND NACH R. JOSE UNREIN. DIE STANGEN DES BETTES296Am Kopfende, für den Vorhang., DER BOCK297Wohl Stütze unter dem Bette; vgl. S. 617 Anm. 13. UND DER ÜBERZUG298Nach den Kommentaren Betthimmel oder Verzierungen. SIND REIN; UNREIN IST NUR DAS BETT SELBST UND DER RAHMEN. DIE RAHMEN DER LEVITEN299Der Zugehörigen der nach Jerušalem ziehenden Priesterwache. SIND REIN.
  4. HAT MAN EINEN BETTRAHMEN AUF DIE ECKSTÜCKE300Wörtl. Zungen; nach manchen Kommentaren die Eckverbindungen der Längs u. Querbretter des Bettes; wahrscheinl. aber Untersätze für ein Rahmenbett.GELEGT, SO SIND SIE NACH R. MEÍR UND R. JEHUDA UNREIN UND NACH R. JOSE UND R. ŠIMO͑N REIN. R. JOSE SPRACH : WIESO SOLLTEN DIESE ANDERS SEIN ALS DIE RAHMEN DER LEVITEN, UND DIE RAHMEN DER LEVITEN SIND JA REIN!?
  5. WENN VON EINEM DURCH AUFTRETEN UNREIN GEWORDENEN BETTE EIN QUERBRETT MIT DEN BEIDEN FÜSSEN FEHLT, SO BLEIBT ES UNREIN ; WENN EIN LÄNGSBRETT MIT DEN BEIDEN FÜSSEN, SO IST ES REIN. NACH R. NEḤEMJA IST ES UNREIN. HAT MAN ZWEI ECKSTÜCKE SCHRÄGÜBER WEGGESCHNITTEN, ODER HAT MAN ZWEI FÜSSE SCHRÄGÜBER WEGGESCHNITTEN, ODER HAT MIN SIE301Alle Füße, sodaß das Bett kaum von der Erde absteht.AUF WENIGER ALS EINE HANDBREITE REDUZIERT, SO IST ES REIN.
  6. WENN VON EINEM DURCH AUFTRETEN UNREIN GEWORDENEN BETTE EIN LÄNGSBRETT ZERBROCHEN WAR UND MAN ES WIEDER HERGESTELLT HAT, SO IST ES DURCH AUFTRETEN UNREIN; WENN ABER AUCH DAS ANDERE ZERBROCHEN WURDE UND MAN ES HERGESTELLT HAT, SO IST ES VON DER UNREINHEIT DURCH AUFTRETEN REIN, WOHL ABER DURCH BERÜHRUNG DES DURCH AUFTRETEN UNREINEN UNREIN. ZERBRACH ABER DAS ANDERE, BEVOR MAN DAZU KAM, DAS ERSTE HERZUSTELLEN, SO IST ES REIN.
  7. HAT MAN EINEN DURCH AUFTRETEN UNREIN GEWORDENEN FUSS AN EIN BETT ANGEBRACHT, SO IST ES DURCH AUFTRETEN UNREIN; WIRD ER ABGE NOMMEN, SO IST ER DURCH AUFTRETEN UNREIN, DAS BETT ABER DURCH BERÜHRUNG DES DURCH AUFTRETEN UNREINEN UNREIN. WENN IHM EINE SIEBENTÄGIGE UNREINHEIT302Durch Berührung eines Toten.ANHAFTET UND MAN IHN AN DAS BETT ANGEBRACHT HAT, SO IST DAS GANZE SIEBENTÄGIG UNREIN; WIRD ER ABGENOMMEN, SO IST ER SIEBENTÄGIG UNREIN, DAS BETT ABER BIS ZUM ABEND UNREIN. HAT MAN EINEN BIS ZUM ABEND UNREINEN AN EIN BETT ANGEBRACHT, SO IST DAS GANZE BIS ZUM ABEND UNREIN; WIRD ER ABGENOMMEN, SO IST ER BIS ZUM ABEND UNREIN, DAS BETT ABER IST REIN. DASSELBE GILT AUCH VON EINEM ZINKEN DES KARSTES.
  8. DIE TEPHILLINKAPSEL303Des Kopfes, die aus 4 Fächern besteht.BESTEHT AUS VIER GERÄTEN. HAT MAN EIN GEHÄUSE ABGELÖST UND WIEDER HERGESTELLT, SO BLEIBT SIE NOCH LEI CHENUNREIN304Falls sie mit einer solchen Unreinheit behaftet ist., EBENSO BEI DER ZWEITEN UND EBENSO BEI DER DRITTEN; HAT MAN DIE VIERTE ABGELÖST, SO IST SIE VON DER LEICHENUNREINHEIT REIN, WOHL ABER DURCH BERÜHRUNG EINES LEICHENUNREINEN UNREIN. HAT MAN ABERMALS DAS ERSTE ABGELÖST UND WIEDER HERGESTELLT, SO IST SIE DURCH BERÜHRUNG UNREIN, UND EBENSO BEI DER ZWEITEN; HAT MAN DAS DRITTE ABGELÖST, SO IST SIE REIN, DENN DIE VIERTE IST ES NUR DURCH BERÜHRUNG, UND DAS DURCH BERÜHRUNG UNREINE MACHT NICHT DURCH BERÜHRUNG UNREIN.
  9. EIN BETT, VON DEM DIE HÄLFTE GESTOHLEN WORDEN IST, ODER DIE HÄLFTE ABHANDEN GEKOMMEN IST, ODER DAS BRÜDER ODER GESELLSCHAFTER UNTER SICH GETEILT HABEN, IST REIN; HABEN SIE ES WILDER ZUSAMMENGE SETZT, SO IST ES VON DANN AB FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH. DAS BETT WIRD NUR ALS GANZES UNREIN UND ALS GANZES WIEDER REIN – SO R. ELIE͑ZER. DIE WEISEN SAGEN, ES WERDE AUCH GLIEDWEISE UNREIN UND GLIEDWEISE REIN.

NEUNZEHNTER ABSCHNITT

  1. HAT MAN DAS BETT AUSEINANDERGENOMMEN, UM ES UNTERZUTAUCHEN305Wenn es unrein war, nach der vorangehenden Mišna., SO IST, WER DIE STRICKE306Das Netz im Bettrahmen. BERÜHRT, REIN. VON WANN AB GILT DER STRICK ALS MIT DEM BETTE VERBUNDEN307Hinsichtl. der Unreinheit.? SOBALD MAN DREI MASCHENREIHEN GEFLOCHTEN HAT. WAS VOM KNOTEN EINWÄRTS308Nach den Kommentaren, wenn man an den genannten Strick einen anderen gebunden hat. BERÜHRT, IST UNREIN, UND WAS VOM KNOTEN AUSWÄRTS, IST REIN. WAS DIE ENDEN DES KNOTENS BERÜHRT, SOWEIT SIE FÜR DIESEN ERFORDERLICH309Damit er sich nicht auflöse. SIND, IST UNREIN. WIEVIEL HEISST ERFORDERLICH? R. JEHUDA SAGT, DREI FINGERBREITEN.
  2. DER VOM BETTE HERAUSRAGENDE STRICK310Was vom Netzgeflechle zurückbleibt. IST BEI [EINER LÄNGE VON] FÜNF HANDBREITEN REIN311Es ist nicht verwendbar., BEI FÜNF BIS ZEHN UNREIN, UND VON ZEHN UND DARÜBER REIN. MIT DIESEM PFLEGTE MAN DAS PESAḤLAMM ANZUBINDEN312Mehrere Tage vor dem Schlachten. UND DIE BETTEN HINABZULASSEN313Von einem Stockwerke zum anderen..
  3. DER AUS DEM BETTE HERAUSRAGENDE GURT314Zum Zusammenhalten der Bettstelle, sc. ist unrein.BEI JEDER GRÖSSE – SO R. MEÍR. R. JOSE SAGT, NUR BIS ZEHN HANDBREITEN. DAS ÜBERBLEIB SEL EINES GURTES [IST UNREIN] BEI SIEBEN HANDBREITEN, WORAUS MAN EINEN HALTEGURT315Den Sattel od. die Decke zu befestigen.FÜR EINEN ESEL MACHEN KANN.
  4. WIRD EIN FLUSSBEHAFTETER VOM BETTE UND DEM GURTE GETRAGEN, SO MACHT DIESER ZWEI GRADE UNREIN316Was vom zum Bette gehörigen Gurte berührt wird, wird erstgradig unrein u. macht andere zweitgradig unrein; letzteres macht Profanes nicht mehr unrein, sondern nur Hebe untauglich, dh. zum Genusse verboten.UND EINMAL UNTAUGLICH – SO R. MEÍR. R. JOSE SAGT, WIRD DER FLUSSBEHAFTETE VOM BETTE UND DEM GURTE GETRAGEN, MACHE ER ZEHN HANDBREITEN ZWEI GRADE UNREIN UND EINMAL UNTAUGLICH, VON ZEHN UND DARÜBER ABER MACHE ER EINEN GRAD UNREIN317Dieser Teil ist nicht Hauptunreinheit, sondern nur durch Berührung des ersteren erstgradig unrein.UND EINMAL UNTAUGLICH. WIRD ER NUR VOM GURTE GETRAGEN, SO IST ER, WENN INNERHALB ZEHN [HANDBREITEN], UNREIN, UND WENN AUSSERHALB ZEHN318Die nicht mehr zum Bette gehören; der Gurt allein gilt nicht als Sitz od. Lager u. wird nicht durch Auftreten (dh. durch einen Flußbehafteten) unrein., REIN.
  5. WENN EIN BETT DURCH AUFTRETEN UNREIN IST UND MAN DARAN EINEN GURT GEWICKELT HAT, SO IST DAS GANZE319Auch der Gurt.DURCH AUFTRETEN UNREIN; NIMMT MAN IHN AB, SO IST JENES DURCH AUFTRETEN UNREIN UND DER GURT DURCH BERÜHRUNG DES DURCH AUFTRETEN UNREINEN [UNREIN]. WENN IHM EINE SIEBENTÄGIGE UNREINHEIT320Durch Berührung eines Leichenunreinen.ANHAFTET UND MAN DARAN EINEN GURT GEWICKELT HAT, SO IST DAS GANZE SIEBENTÄGIG UNREIN; NIMMT MAN IHN AB, SO IST JENES SIEBENTÄGIG UNREIN UND DER GURT BIS ZUM ABEND UNREIN. WENN ES BIS ZUM ABEND UNREIN WAR UND MAN DARAN EINEN GURT GEWICKELT HAT, SO IST DAS GANZE BIS ZUM ABEND UNREIN; NIMMT MAN IHN AB, SO IST JENES BIS ZUM ABEND UNREIN UND DER GURT REIN.
  6. WENN MAN AN EIN BETT EINEN GURT GEWICKELT HAT UND SIE VON EINEM TOTEN BERÜHRT WORDEN SIND, SO SIND SIE SIEBENTÄGIG UNREIN; NIMMT MAN IHN AB, SO BLEIBEN SIE SIEBENTÄGIG UNREIN. SIND SIE VON EINEM KRIECHTIERE BERÜHRT WORDEN, SO SIND SIE BIS ZUM ABEND UNREIN; NIMMT MAN IHN AB, SO BLEIBEN SIE BIS ZUM ABEND UNREIN. SIND VON EINEM BETTE BEIDE LÄNGSBRETTER HERAUSGENOMMEN UND STATT DIESER NEUE EINGESETZT, DIE LÖCHER321An den Füßen, in die die Zapfen der Seitenbreiter eingelassen werden.ABER NICHT ABGEÄNDERT WORDEN, SO IST ES, WENN DIE NEUEN ZERBRECHEN, UNREIN322Da die alten eingesetzt werden können., UND WENN DIE ALTEN, REIN; MAN RICHTE SICH STETS NACH DEN ALTEN.
  7. EIN KASTEN MIT DER ÖFFNUNG OBEN KANN LEICHENUNREIN WERDEN; WIRD ER OBEN BESCHÄDIGT, SO BLEIBT ER LEICHENUNREIN. WIRD ER UNTEN BESCHÄDIGT, SO IST ER REIN; DIE DARIN BEFINDLICHEN FÄCHER SIND UNREIN UND GELTEN NICHT ALS MIT DIESEM VERBUNDEN.
  8. WIRD EINE HIRTENTASCHE BESCHÄDIGT, SO BLEIBT DER BEUTEL DARIN UNREIN UND ER GILT NICHT ALS MIT DIESER VERBUNDEN. WENN AN EINEM SCHLAUCHE DIE EIER323Kleine Beutclchen an beiden Seiten der Öffnung., DIE SICH MIT DIESEM ZUSAMMEN FÜLLEN, BESCHÄDIGT WERDEN, SO SIND SIE REIN, WEIL SIE NICHT AUF GEWÖHNLICHE WEISE324Vom Schlauche aus.AUFNEHMEN KÖNNEN.
  9. EIN KASTEN MIT DER ÖFFNUNG AN DER SEITE KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN325Da er als Sitz für einen Flußbehafteten verwendbar ist.UND KANN LEICHENUNREIN WERDEN. R. JOSE SAGTE: NUR DANN, WENN ER KEINE ZEHN HANDBREITEN HOCH326Höher od. mit einer Leiste ist er als Sitz unbequem.IST ODER KEINE LEISTE VON EINER HANDBREITE HAT. IST ER OBEN BESCHÄDIGT, SO KANN ER NUR NOCH LEICHENUNREIN SEIN; IST ER UNTEN BESCHÄDIGT, SO IST ER NACH R. MEÍR UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN, DENN WENN DIE HAUPTSÄCHLICHE [VERWENDUNG] AUFHÖRT, HÖRT AUCH DIE NEBENSÄCHLICHE327Ein Kasten ist hauptsächlich Behälter, als welcher er nicht mehr zu gebrauchen ist; die Verwendung als Sitz erfolgt nur nebenbei.AUF.
  10. IST EIN TRANSPORTKORB328Für Mist, Stroh udgl. (weit. XXIV,9), der zugleich als Sitz verwendet wird.SO BESCHÄDIGT, DASS ER KEINE GRANATÄPFEL AUFNIMMT, SO IST ER NACH R. MEÍR UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN, DENN WENN DIE HAUPTSÄCHLICHE [VERWENDUNG] AUFHÖRT, HÖRT AUCH DIE NEBENSÄCHLICHE AUF.

ZWANZIGSTER ABSCHNITT

  1. BESCHÄDIGTE POLSTER, KISSEN, SÄCKE ODER BEUTEL SIND DURCH AUFTRETEN UNREIN. DER FUTTERSACK, WENN ER VIER KAB FASST; DIE HIRTENTASCHE, WENN FÜNF; DER REISESACK, WENN EINE SEÁ; DER SCHLAUCH, WENN SIEBEN KAB. R. JEHUDA SAGT, AUCH DER GEWÜRZSACK, UND DIE REISETASCHE, WIE GROSS SIE AUCH SIND. DIESE SIND DURCH AUFTRETEN329Weil sie auch als Sitz verwendet werden. UNREIN, UND SIE ALLE SIND, WENN SIE BESCHÄDIGT WERDEN, REIN, DENN WENN DIE HAUPTSÄCHLICHE [VERWENDUNG] AUFHÖRT, HÖRT AUCH DIE NEBENSÄCHLICHE AUF.
  2. DER DUDELSACK IST NICHT UNREIN DURCH AUFTRETEN. DIE MULDE DER MÖRTELARBEITER IST, WIE DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, DURCH AUFTRETEN UNREIN, UND WIE DIE SCHULE HILLELS SAGT, NUR LEICHENUNREIN. WENN EINE MULDE VON ZWEI LOG BIS NEUN KAB GEPLATZT IST, SO IST SIE DURCH AUFTRETEN UNREIN. WENN MAN SIE IN DEN REGEN GESTELLT HAT UND SIE SICH GEDEHNT HAT330Sodaß der Riß sich verloren hat., SO KANN SIE LEICHENUNREIN WERDEN; WENN DARAUF IN DEN OSTWIND UND SIE GEPLATZT IST, SO NIMMT SIE WIEDER [UNREINHEIT] DURCH AUFTRETEN AN. HIERIN IST ES BEIM ÜBERBLEIBSEL VON HOLZGERÄTEN STRENGER ALS BEI SOLCHEN IN IHREM ERSTEN ZUSTANDE. UND STRENGER IST ES BEIM ÜBERBLEIBSEL VON WEIDENGERÄTEN ALS BEI SOLCHEN IN IHREM ERSTEN ZUSTANDE, DENN IN IHREM ERSTEN ZUSTANDE SIND SIE FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH, ERST WENN SIE AM RANDE BEFESTIGT SIND; SIND SIE ABER AM RANDE BEFESTIGT WORDEN, SO SIND SIE, WENN DER RAND ABGEFALLEN UND NUR ETWAS VORHANDEN IST, UNREIN.
  3. HAT MAN AUS EINEM STOCKE EINEN STIEL FÜR EINE AXT GEMACHT, SO GILT ER WÄHREND DER ARBEIT HINSICHTLICH DER UNREINHEIT ALS VERBUNDEN331Nicht aber nachher, weil mau ihn dann fortwirft.. DER HASPEL GILT WÄHREND DER ARBEIT HINSICHTLICH DER UNREINHEIT ALS VERBUNDEN332Mit den darin steckenden Eisenstangen, die verunreinigungsfähig sind.. BEFESTIGT MAN IHN AN EINE STANGE, SO IST SIE UNREIN UND GILT NICHT ALS MIT DIESEM VERBUNDEN; MACHT MAN AN DIESER EINEN HASPEL, SO IST NUR SOVIEL UNREIN, WIE DAZU GEBRAUCHT WIRD. BEFESTIGT MAN EINEN STUHL AN EINE STANGE, SO IST ER UNREIN UND GILT NICHT ALS MIT DIESER VERBUNDEN. MACHT MAN EINEN STUHL333Dh. einen Sitz. AN DIESER, SO IST NUR DIESE STELLE UNREIN. BEFESTIGT MAN [EINEN STUHL] AN DEN BALKEN EINER ÖLPRESSE, SO IST ER UNREIN UND GILT NICHT ALS MIT DIESEM VERBUNDEN; MACHT MAN AN DESSEN ENDE EINEN STUHL334Dh. einen Sitz., SO IST ER REIN, WEIL MAN ZU IHM335Dem, der ihn als Sitz verwenden will. SAGT : STEH AUF, WIR WOLLEIN UNSERE ARBEIT VERRICHTEN.
  4. WENN EINE GROSSE MULDE BESCHÄDIGT WORDEN IST, DASS SIE KEINE GRANATÄPFEL MEHR AUFNIMMT, UND MAN SIE ALS SITZ HERGERICHTET HAT, SO IST SIE NACH R. A͑QIBA UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN, ES SEI DENN, MAN HAT SIE ALS SOLCHE ZURECHTGESCHNITTEN. MACHT MAN DARAUS EINE KRIPPE FÜR DAS VIEH, SO IST SIE UNREIN, AUCH WENN MAN SIE AN DIE WAND BEFESTIGT HAT336Obgleich sie jetzt am Boden befestigt ist; ursprünglich war sie ein bewegliches Gefäß..
  5. HAT MAN EINEN BLOCK337Aus Hotz od. einer anderen Masse, der als Sitz geeignet ist. AN EINE MAUERSCHICHT ANGEBRACHT, BEFESTIGT UND NICHT DARÜBER GEBAUT, ODER DARÜBER GEBAUT UND NICHT BEFESTIGT, SO IST ER UNREIN; HAT MAN IHN BEFESTIGT UND DARÜBER GEBAUT, SO IST ER REIN. HAT MAN EINE MATTE ÜBER DIE DECKENBALKEN GELEGT, BEFESTGIT UND KEINEN ESTRICH DARÜBER GELEGT, ODER DARÜBER EINEN ESTRICH GELEGT UND NICHT BEFESTIGT, SO IST SIE UNREIN; HAT MAN SIE BEFESTIGT UND DARÜBER EINEN ESTRICH GELEGT, SO IST SIE REIN. HAT MAN EINE SCHÜSSEL AN EINE KISTE, EINE TRUHE ODER EINEN SCHRANK BEFESTIGT, SO IST SIE, WENN SO, WIE SIE GEWÖHNLICH AUFNIMMT338Mit dem Boden nach unten., UNREIN, UND WENN SO, WIE SIE NICHT GEWÖHNLICH AUFNIMMT, REIN.
  6. HAT MAN AUS EINEM DURCH AUFTRETEN UNREINEN BETTLAKEN EINEN VORHANG GEMACHT, SO IST ER NICHT MEHR DURCH AUFTRETEN UNREIN, WOHL ABER KANN ER LEICHENUNREIN WERDEN. WANN WIRD ES REIN? DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, SOBALD ES ZERTRENNT IST; DIE SCHULE HILLELS SAGT, SOBALD ES ANGEHEFTET IST; R. A͑QIBA SAGT, SOBALD ES BEFESTIGT IST.
  7. HAT MAN AN EINE MATTE ÜBER DIE LÄNGE ROHRSTÄBE BEFESTIGT, SO IST SIE REIN339Da sie als Unterlage ungeeignet ist.. DIE WEISEN SAGEN, NUR WENN ES IN DER ART EINES CHI340Eines griechischen X, kreuz u. quer.ERFOLGT IST. WENN MAN SIE ÜBER DIE BREITE BEFESTIGT HAT UND ZWISCHEN DEM EINEN ROHRSTABE UND DEM ANDEREN KEINE VIER HANDBREITEN SIND, SO IST SIE REIN. WIRD SIE IN DER BREITE GETEILT, SO IST SIE NACH R. JEHUDA REIN. EBENSO IST SIE REIN, WENN MAN DIE ENDKNOTEN341Die das Geflecht zusammenhalten.AUFLÖST. WENN SIE IN DER LÄNGE GETEILT WIRD UND DREI ENDKNOTEN VON JE SECHS HANDBREITEN ZURÜCKBLEIBEN, SO IST SIE UNREIN. WANN IST DIE MATTE FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH? SOBALD SIE BESCHNITTEN WORDEN IST. DIES IST DER ABSCHLUSS IHRER HERSTELLUNG.

EINUNDZWANZIGSTER ABSCHNITT

  1. WER DEN OBERBAUM342Des Wehstuhls., DEN UNTERBAUM343Des Wehstuhls., DIE SCHÄFTE344Zum Anzetteln der Kettenfäden., DEN KAMM345Od. Weberblalt, der die Einschlagfäden gegen das Gewehe drückt., EINEN ÜBER PURPUR GEZOGENEN FADEN346Zum Schutze des Purpurs, der nachher entfernt wird. ODER EIN FADENENDE, DAS MAN NICHT WIEDER347In das Gewebe. AUFNIMMT, BERÜHRT, IST REIN348Wenn das Gewehe unrein ist; ebenso macht der Unreine das Gewebe nicht unrein, weil diese nicht zum Gewebe gehören.. WENN ABER DU: SEELE DES GEWEBES349Den Anfang des Einschlagfadens., DIE STEHENDE KETTE350Die ganzo Reihe der Kettenfäden., DEN ÜBER PURPUR GEZOGENEN DOPPELFADEN351Der mitgewebt wird. ODER EIN FADENENDE, DAS MAN WIEDER AUFNIMMT, SO IST ER UNREIN. WER DIE WOLLE AM SPINNROCKEN ODER AN DER SPULE BERÜHRT, IST REIN; WER DEN WIRTEL BERÜHRT, BEVOR ER ENTBLÖSST352Vom aufgewickelten Faden.IST, IST UNREIN, WENN NACHDEM ER ENTBLÖSST IST, SO IST ER REIN.
  2. WER DEN JOCHBALKEN, DIE QUERSTANGE, DAS KUMMT ODER DIE SIELEN BERÜHRT, SELBST WÄHREND DER ARBEIT, IST REIN; WER DIE STERZE, DEN PFLUGBAUM ODER DIE DEICHSEL, IST UNREIN. WENN DEN METALLENEN RING, DIE STREICHBRETTER ODER DIE PFLUGSCHARFLÜGEL, SO IST ER UNREIN. NACH R. JEHUDA IST ER, WENN DIE STREICHBRETTER, REIN, DENN SIE DIENEN NUR DAZU, DIE ERDE ZU VERMEHREN353Manche lesea לרכות, die Erde zu lockern, beim Pflügen unwesentlich..
  3. WER DEN GRIFF DER SÄGE BERÜHRT, AN DER EINEN ODER AN DER ANDEREN SEITE, IST UNREIN ; WER DEN STRICK ODER DIE SCHNUR, DAS QUER-HOLZ ODER DIE SPANNHÖLZER, ODER DIE PRESSE DES ZIMMERMANNES ODER DEN BOHRERBOGEN BERÜHRT, IST REIN. R. JEHUDA SAGT, AUCH WER DEN RAHMEN DER GROSSEN SÄGE BERÜHRT, SEI REIN. WER DIE SEHNE ODER DEN BOGEN354Wenn der Pfeil unrein ist.BERÜHRT, SELBST WENN SIE GESPANNT IST, IST REIN. DIE MAULWURFSFALLE355Die aus zwei Holzbrettern besteht, die mit einer Eisenstange verbunden sind.IST REIN. R. JEHUDA SAGT, WENN SIE GESPANNT IST, GELTEN [DIE TEILE] ALS VERBUNDEN.

ZWEIUNDZWANZIGSTER ABSCHNITT

  1. WENN EIN TISCH ODER EINE ANRICHTE356Vgl. Bd. IX S. 639 Anm. 108. BESCHÄDIGT SIND, ODER MAN SIE MIT MARMOR BELEGT HAT, ABER NOCH RAUM VORHANDEN IST, UM BECHER HINZUSTELLEN, SO SIND SIE UNREIN. R. JEHUDA SAGT, RAUM, UM STÜCKE HINZULEGEN.
  2. FEHLT VON EINEM TISCHE357Einem dreifüßigen. EINER DER FÜSSE, SO IST ER REIN, WIRD EIN ZWEITER FORTGENOMMEN, SO IST ER REIN; WIRD DER DRITTE FORTGE NOMMEN, SO IST ER, WENN MAN DIES358Ihn fußlos als Platte zu benutzen. BESTIMMT HAT, UNREIN. R. JOSE SAGT, DIE BESTIMMUNG SEI NICHT NÖTIG. DASSELBE GILT AUCH VON EINER ANRICHTE.
  3. FEHLT VON EINER BANK EINER DER FÜSSE, SO IST SIE REIN, WIRD DER ZWEITE FORTGENOMMEN, SO IST SIE REIN. IST SIE359Die Dicke des Sitzbrettes, auch wenn dieses keine Füße hat, od. die Füße so niedrig sind. EINE HANDBREITE HOCH, SO IST SIE UNREIN. FEHLT VON EINER FUSSBANK EINER DER FÜSSE, SO IST SIE360Weil man auch auf eine solche die Füße stützen kann. UNREIN. DASSELBE GILT AUCH VOM SCHEMEL VOR DEM SESSEL.
  4. EIN BRAUTSESSEL, DEM DER SITZ FEHLT, IST NACH DER SCHULE ŠAMMAJS UNREIN UND NACH DER SCHULE HILLELS REIN. ŠAMMAJ SAGT, AUCH DER STUHLRAHMEN361Der im Notfalle als Sitz verwendet wird. SEI UNREIN. EIN IN EINEM BACKTROGE BEFESTIGTER STUHL362Zum Abstellen von Knetutensilien. IST NACH DER SCHULE ŠAMMAJS UNREIN UND NACH DER SCHULE HILLELS REIN. ŠAMMAJ SAGT, AUCH DER DARAN GEFERTIGTE363Der am Backtroge selbst gefertigte Sitz, der nie eia selbständiges Gerät war..
  5. WENN VON EINEM STUHLE, BEI DEM DIE SITZBRETTER [DEN RAHMEN] NICHT ÜBERRAGEN, DIESE FEHLEN, SO IST ER UNREIN, WEIL MAN EINEN SOLCHEN AUF DIE SEITE LEGT UND DARAUF SITZT.
  6. WENN VON EINEM STUHLE DAS MITTELSTE SITZBRETT FEHLT UND DIE ÄUSSEREN VORHANDEN SIND, SO IST ER UNREIN; WENN DIE ÄUSSEREN FEHLEN UND DAS MITTELSTE VORHANDEN IST, SO IST ER UNREIN. R. ŠIMO͑N SAGT, WENN ES EINE HANDBREITE BREIT IST.
  7. FEHLEN VON EINEM STUHLE ZWEI SITZBRETTER NEBENEINANDER, SO IST ER NACH R. A͑QIBA UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN. R. JEHUDA SAGT, AUCH EIN BRAUTSTUHL, VON DEM DER SITZ FEHLT, ABER NOCH EIN BEHÄLTER364Wenn beispielsweise unter dem Rahmen ein Boden ist. ZURÜCKGEBLIEBEN IST, SEI REIN, DENN WENN DIE HAUPTSÄCHLICHE [VERWENDUNG] AUFHÖRT, HÖRT AUCH DIE NEBENSÄCHLICHE AUF.
  8. FEHLT VON EINEM KASTEN DAS OBERTEIL, SO IST ER UNREIN WEGEN DES UNTERTEILES, FEHLT DAS UNTERTEIL, SO IST ER UNREIN WEGEN DES OBERTEILES; FEHLEN DAS OBERTEIL UND DAS UNTERTEIL, SO IST ER NACH R. JEHUDA UNREIN, WEGEN DER SEITENWÄNDE, UND NACH DEN WEISEN REIN. DER STEINMETZSITZ IST DURCH AUFTRETEN UNREIN.
  9. HAT MAN EINEN [HOLZ]BLOCK MIT RÖTEL ODER SAFRAN ANGESTRICHEN ODER GLATTGEHOBELT, SO IST ER NACH R. A͑QIBA UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN, ES SEI DENN, MAN HAT [EINEN SITZ] AUSGETIEFT. HAT MAN EINEN TRAGEKORB ODER EINEN FRUCHTKORB MIT STROH ODER WOLLFLOKKEN GEFÜLLT UND SO ZUM SITZE HERGERICHTET, SO SIND SIE REIN; HAT MAN SIE MIT BINSEN ODER SCHNUR ÜBERFLOCHTEN, SO SIND SIE UNREIN.
  10. DER KAMMERSTUHL KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN UND LEICHENUNREIN WERDEN; WIRD ER GETRENNT365Ein solcher Stuhl bestand aus einem eisernen Sitze u. einem ledernen Überzuge., SO IST DAS LEDER DURCH AUFTRETEN UNREIN UND DAS EISEN LEICHENUNREIN. DER DREIFUSS-STUHL MIT LEDERSITZ KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN UND LEICHENUNREIN WERDEN; WIRD ER GETRENNT, SO IST DAS LEDER DURCH AUFTRETEN UNREIN UND DER DREIFUSS-STUHL366Der ohne Sitz nicht verwendbar ist. GÄNZLICH REIN. DIE BANK IM BADEHAUSE367Mit einem Sitze aus Stein., DEREN FÜSSE AUS HOLZ SIND, IST UNREIN, UND DEREN EINER AUS HOLZ UND EINER AUS STEIN IST, IST REIN. DIE BRETTER IM BADEHAUSE SIND, WENN MAN SIE ZUSAMMENGEFÜGT HAT, NACH R. A͑QIBA UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN, WEIL SIE NUR DAZU DIENEN, DASS DAS WASSER UNTER IHNEN ABFLIESSE. HAT EIN RÄUCHERGESTELL368Zum Schwefeln der Kleider nach der Wäsche.EINEN KLEIDERBEHÄLTER369Den aus der Erstausgabe in alle Ausgaben übergegangenen offenbaren Lapsus כוסות hat sonderbarerweise auch die ed. Lowe., SO IST ES UNREIN, UND IST ES BIENENKORBARTIG, SO IST ES REIN.

DREIUNDZWANZIGSTER ABSCHNITT

  1. WENN EIN BALL, EIN SCHUHLEISTEN370Aus Leder u. mit Werg ausgestopft., EIN AMULETT ODER TEPHILLIN AUFGERISSEN SIND, SO IST, WER SIE BERÜHRT, UNREIN371Wenn diese unrein sind; sie gelten noch immer als Behälter., UND WER DEN INHALT, REIN. IST EIN SATTEL AUFGERISSEN, SO IST, WER DEN INHALT BERÜHRT, UNREIN, WEIL DIE NAHT SIE VERBINDET372Die Polsterung wird nicht nur hineingestopft, sondern auch festgenäht..
  2. FOLGENDES KANN ALS REITZEUG UNREIN WERDEN: DER AŠQELONISCHE GURT373Zur Befestigung des Sattels., DER MEDISCHE MÖRSER374Der aus einem Balken besieht, auf dem der Stoßende rittlings sitzt., DER KISSENSATTEL DES KAMELS, UND DIE PFERDEDECKE. R. JOSE SAGT, DIE PFERDEDECKE SEI ALS SITZ UNREIN, WEIL MAN BEIM TURNIER DARAUF STEHT. ABER DER SATTEL DES DROMEDARS IST UNREIN375Auch als Sitz..
  3. WELCHEN UNTERSCHIED GIBT ES ZWISCHEN REITZEUG UND SITZ? BEIM REITZEUGE WIRD ZWISCHEN BERÜHRUNG UND TRAGEN UNTERSCHIEDEN376Die Berührung bewirkt erstgradige Unreinheit, sodaß der Berührende Kleider u. Geräte nicht unrein macht; das Tragen dagegen bewirkt Hauptunreinheit, sodaß der Berührende auch Kleider u. Geräte unrein macht., BEIM SITZE ABER WIUD ZWISCHEN BERÜHRUNG UND TRAGEN NICHT UNTERSCHIEDEN377Beides bewirkt Hauptunreinheit.. DER LASTENTRÄGER DES ESELS, WORAUF MAN [AUCH] SITZT, IST REIN378Da er kein richtiger Sitz ist u. nur im Notfalle als solcher verwendet wird.; HAT MAN DARAN DIE LÖCHER GEÄNDERT ODER SIE INEINANDER DURCHGEBROCHEN379Und so zu einem richtigen Sitze hergerichtet., SO IST ER UNREIN.
  4. DIE BAHRE, DAS KISSEN UND DAS POLSTER EINES TOTEN SIND UNREIN DURCH AUFTRETEN. DER BRAUTSESSEL, DER GEBÄRSTUHL UND DER WÄSCHERSTUHL, AUF DEM ER DIE KLEIDER STAPELT, GELTEN, WIE R. JOSE SAGT, NICHT ALS SITZ.
  5. DAS FISCHERNETZ IST UNREIN WEGEN DES BEUTELS380Am unteren Teile des Netzes, in den Speisen als Köder hineingetan werden.. FANG NETZE, GARNE, VOGELFALLEN, SCHLINGEN UND DIE FANGKÄSTEN DER SCHLEUSER SIND UNREIN. DIE FISCHREUSE, DER VOGELKORB UND DER KÄFIG SIND REIN.

VIERUNDZWANZIGSTER ABSCHNITT

  1. ES GIBT DREIERLEI SCHILDE : DER GEBOGENE SCHILD381Der den Träger an 3 Seiten schützt. KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DER TURNIERSCHILD382Klein u. flach, daher nicht als Sitz od. Lager verwendbar. KANN [NUR] LEICHENUNREIN WERDEN; DER ARABERSCHILD383Nach den Kommentaren eine Art Spielzeug. IST GÄNZLICH UNREIN.
  2. ES GIBT DREIERLEI WAGEN: DIE SESSELARTIGEN KÖNNEN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DIE BETTARTIGEN KÖNNEN LEICHENUNREIN WERDEN ; DIE FÜR STEINE BESTIMMT SIND, SIND GÄNZLICH REIN.
  3. ES GIBT DREIERLEI MULDEN: IST EINE ZWEI LOG BIS DREI KAB FASSENDE MULDE GEPLATZT, SO KANN SIE DURCH AUFTRETEN UNREIN384Weil sie als Sitz verwendet wird. WERDEN ; IST SIE GANZ, SO KANN SIE LEICHENUNREIN WERDEN; IST SIE BESONDERS GROSS385Wörtl. Maße enthaltend, sc. große., SO IST SIE GÄNZLICH REIN.
  4. ES GIBT DREIERLEI TRUHEN: EINE TRUHE MIT DER ÖFFNUNG AN DER SEITE KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; IST SIE OBEN, SO KANN SIE LEICHENUNREIN WERDEN, IST SIE BESONDERS GROSS, SO IST SIE GÄNZLICH REIN.
  5. ES GIBT DREIERLEI FELLDECKEN386Cod. Kaufmann u. ed. Lowe haben תרכוסן Etymologie unbekannt; nach den Kommentaren Felldecke od. Fellsack.: DIE DER BARBIERE387Od. der Bücher. KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; AUF DER MAN ISST, KANN LEICHENUNREIN WERDEN; DIE FÜR OLIVEN IST GÄNZLICH REIN.
  6. ES GIBT DREIERLEI UNTERSÄTZE: DER VOR DEM BETTE UND VOR DEN SCHREIBERN KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DER VOR DER ANRICHTE KANN LEICHENUNREIN WERDEN ; DER FÜR DEN SCHRANK388Als Untersatz, zum Schutze gegen Feuchtigkeit des Erdbodens. IST GÄNZLICH REIN.
  7. ES GIBT DREIERLEI SCHREIBTAFELN : DIE PAPYRUSTAFEL KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DIE EINEN WACHSBEHÄLTER HAT, KANN LEICHENUNREIN WERDEN; DIE GLATTE IST GÄNZLICH REIN.
  8. ES GIBT DREIERLEI BETTEN: DAS ALS LAGER BESTIMMTE KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DAS DER GLASER389Zum Auflegen ihrer Utensilien.KANN LEICHENUNREIN WERDEN; DAS DER SATTLER390So nach manchen Kommentaren; nach dem Wortlaute des Textes Gitterflechter.IST GÄNZLICH REIN.
  9. ES GIBT DREIERLEI TRANSPORTKÖRBE : DER FÜR DÜNGER KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DER FÜR STROH KANN LEICHENUNREIN WERDEN; DER LASTKORB DER KAMELE IST GÄNZLICH REIN.
  10. ES GIBT DREIERLEI MATTEN : DIE ZUM SITZEN GEFERTIGTE KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DIE DER FÄRBER KANN LEICHENUNREIN WERDEN; DIE DER KELTERN391Wohl zum Bedecken der Trauben.IST GÄNZLICH REIN.
  11. ES GIBT DREIERLEI SCHLÄUCHE UND ES GIBT DREIERLEI HIRTENTASCHEN: DIE DAS FESTGESETZTE QUANTUM392Cf. supra XX, 1. 13 Cf. supra XVII,13.FASSEN, KÖNNEN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DIE DAS FESTGESETZTE QUANTUM NICHT FASSEN, KÖNNEN LEICHENUNREIN WERDEN; DIE AUS FISCHHAUT SIND GÄNZLICH REIN[^815].
  12. ES GIBT DREIERLEI FELLE : DAS ALS BODENDECKE DIENT, KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DAS ZUM EINWICKELN VON GERÄTEN DIENT, KANN LEICHENUNREIN WERDEN; DAS FÜR RIEMEN UND SANDALEN393Zum Zerschneiden.BESTIMMT IST, IST GÄNZLICH REIN.
  13. ES GIBT DREIERLEI LAKEN: DAS DARAUF ZU LIEGEN DIENT, KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DAS ALS VORHANG DIENT, KANN LEICHENUNREIN WERDEN; DAS ZUR DEKORATION394Wörtl. die mit Figuren; sie gehören zur Wand.DIENENDE IST GÄNZLICH REIN.
  14. ES GIBT DREIERLEI TÜCHER: DAS HANDTUCH KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DAS DER BARBIERE395Od. der Bücher. KANN LEICHENUNREIN WERDEN; DAS EINSCHLAGETUCH UND DAS DER HARFEN DER LEVITEN396Zum Einschlagen der Musikinstrumente.SIND GÄNZLICH REIN.
  15. ES GIBT DREIERLEI LEDERHANDSCHUHE397Ohne Fingerspitzen (anders als die weit. XXVI,3 genannten), die also nichts aufnehmen. So nach den Kommentaren.: DIE DER WILD- UND VOGELJÄGER398Die darauf den Falken setzen.KÖNNEN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DIE DER HEUSCHRECKENFÄNGER KÖNNEN LEICHENUNREIN WERDEN; DIE DER DÖRROBST-ARBEITER399Die nur als Schulz dienen.SIND GÄNZLICH REIN.
  16. ES GIBT DREIERLEI HAARNETZE : DAS DER JUNGEN [FRAU] KANN DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN; DAS DER ALTEN400Nach den Kommentaren pflegten die ersteren sie auch beim Sitzen zu verwenden.KANN LEICHENUNREIN WERDEN; DAS DER STRASSENSÄNGERIN401Nach manchen Erklärern der Buhldirne, nach anderen, der Keuschen, die auf der Straße ein solches Netz trägt, u. wieder nach anderen, das beim Ausgehen off benutzte und abgetragene Netz.IST GÄNZLICH REIN.
  17. ES GIBT DREIERLEI VORRATSKÖRBE : HAT MAN EINEN VERBRAUCHTEN AUF EINEN HEILEN AUFGEFLICKT402Um ihn noch haltbarer zu machen., SO RICHTE MAN SICH NACH DEM HEILEN; WENN EINEN KLEINEN AUF EINEN GROSSEN, SO RICHTE MAN SICH NACH DEM GROSSEN; SIND BEIDE GLEICH, SO RICHTE MAN SICH NACH DEM INNEREN. R. ŠIMO͑N SAGTE : HAT MAN EINE [UNREINE] WAGSCHALE AUF DEN BODEN EINES WÄRMEKESSELS AUFGEFLICKT, SO IST ER, WENN INNEN, UNREIN, WENN AUSSEN, REIN, UND WENN AUF DIE SEITE, OB INNEN ODER AUSSEN, REIN.

FÜNFUNDZWANZIGSTER ABSCHNITT

  1. JEDE SACHE HAT EINE AUSSENSEITE UND EINE INNENSEITE403Dh. hinsichtl. der Unreinheit ist zwischen der Außenseite u. der Innenseite zu unterscheiden., BEISPIELSWEISE KISSEN, POLSTER, SÄCKE UND BEUTEL – SO R. JEHUDA. R. MEÍR SAGT, WAS SCHLEIFEN404Außen am Rande, zum Befestigen. HAT, HABE EINE AUSSENSEITE UND EINE INNENSEITE, UND WAS KEINE SCHLEIFEN HAT, HABE KEINE AUSSENSEITE UND INNENSEITE. DER TISCH UND DIE ANRICHTE HABEN EINE AUSSENSEITE UND EINE INNENSEITE – SO R. JEHUDA. R. MEÍR SAGT, SIE HABEN KEINE AUSSENSEITE. EBENSO AUCH EINE PLATTE OHNE RANDLEISTE.
  2. DER OCHSENSTECKEN405Der an einem Ende eine kleine Schaufel zum Roden u. an der anderen einen Stachel zum Antreiben des Tieres hat. HAT EINE AUSSENSEITE UND EINE INNENSEITE; SIEBEN [HANDBREITEN] AN DER SCHAUFEL UND DREI AM STACHEL406Vom Stecken, gelten als Außenseite, während die Eisenteile als Innenseite gelten.SO R. JEHUDA. R. MEÍR SAGT, SIE HABEN KEINE; DIE MASSE VON VIER UND SIEBEN [HANDBREITEN] SEIEN NUR HINSICHTLICH DER ÜBERBLEIBSEL407Eines zerbrochenen Steckens; ist an der Schaufel od. am Stachel noch diese Länge vorhanden, so gilt es als Gerät. GENANNT WORDEN.
  3. MASSE FÜR WEIN UND ÖL, DER SCHAUMLÖFFEL, DER SENFSEIHER UND DER WEINFILTER HABEN EINE AUSSENSEITE UND EINE INNENSEITE – SO R. MEÍR. R. JEHUDA SAGT, SIE HABEN KEINE. R. ŠIMO͑N SAGT, SIE HABEN WOHL: WERDEN SIE AN DER AUSSENSEITE UNREIN, SO BLEIBT DER INHALT REIN, JEDOCH MUSS MAN SIE UNTERTAUCHEN.
  4. WENN VON EINEM EIN VIERTEL UND EIN HALBVIERTEL [FASSENDEN MESSGEFÄSSE]408In der Mitte durch einen Zwischenboden od. eine Wand geteilt. DAS VIERTEL UNREIN WIRD, SO IST DAS HALBVIERTEL NICHT UNREIN, UND WIRD DAS HALBVIERTEL UNREIN, SO IST DAS VIERTEL NICHT UNREIN. SIE SPRACHEN VOR R. A͑QIBA : DAS HALBVIERTEL DIENT JA ALS AUSSENSEITE FÜR DAS VIERTEL409Da dieses größer u. somit das Hauptgefäß ist.; WIRD DENN, WENN VON EINEM GEFÄSSE DIE INNENSEITE UNREIN WIRD, DIE AUSSENSEITE NICHT UNREIN!? ER ERWIDERTE IHNEN: ES IST VON DER VORHERIGEN KLASSE410Bereits hat diese es vorgebracht. So nach den kursierenden Ausgaben. Die Lesart variiert hier sehr, ebenso verschieden die Erklärungen, jed. alle nicht befriedigend.. VIELLEICHT DIENT VIELMEHR DAS VIERTEL ALS AUSSENSEITE FÜR DAS HALBVIERTEL, UND WENN VON EINEM GEFÄSS DIE AUSSENSEITE UNREIN WIRD, IST DIE INNENSEITE NICHT UNREIN.
  5. WIRD DAS VIERTEL UNREIN, SO IST DAS VIERTEL MIT SEINER AUSSENSEITE UNREIN, DAS HALBVIERTEL ABER MIT SEINER AUSSENSEITE REIN; WIRD DAS HALBVIERTEL UNREIN, SO IST DAS HALBVIERTEL MIT SEINER AUSSENSEITE UNREIN, DAS VIERTEL ABER MIT SEINER AUSSENSEITE REIN. WIRD DIE AUSSENSEITE DES VIERTELS UNREIN, SO IST DIE AUSSENSEITE DES HALBVIERTELS REIN – SO R. MEÍR. DIE WEISEN SAGEN, MAN TEILE NICHT DIE AUSSENSEITEN; WENN MAN ES UNTERTAUCHT, TAUCHE MAN DAS GANZE UNTER.
  6. WENN AUF DIE FUSSGESTELLE [DER GEFÄSSE], DIE RÄNDER, DIE HENKEL ODER DIE GRIFFE VON GEFÄSSEN, DIE ZUM AUFNEHMEN BESTIMMT SIND, [UNREINE] FLÜSSIGKEITEN GEKOMMEN SIND,SO TROCKNE MAN SIE AB, UND SIE BLEIBEN REIN. ANDERE GERÄTE, (DIE KEINEM GRANATAPFEL HALTEN,) BEI DENEN ES KEINE AUSSENSEITE UND INNENSEITE GIBT, SIND, WENN FLÜSSIGKEITEN AUF EINEN TEIL GEKOMMEN SIND, VOLLSTÄNDIG UNREIN. WIRD VON EINEM GEFÄSSE DIE AUSSENSEITE DURCH FLÜSSIGKEITEN UNREIN, SO IST DIE AUSSENSEITE UNREIN, DIE INNENSEITE ABER, DER RAND, DIE HENKEL UND DIE GRIFFE SIND REIN; WIRD DIE INNENSEITE UNREIN, SO IST DAS GANZE UNREIN.
  7. JEDE SACHE HAT EINE AUSSENSEITE UND EINE INNENSEITE411Dh. hinsichtl. der Unreinheit ist zwischen der Außenseite u. der Innenseite zu unterscheiden., AUCH HAT SIE EINE ANFASSESTELLE412Von der Wandung des Gefäßes herausragend, wohl wenn sie keine Henkel haben. Auch diese wird nicht mit der Außenseite unrein.. R. TRYPHON SAGT, DIES GELTE NUR VOM GROSSEN HÖLZERNEN BACKTROGE. R. A͑QIBA SAGT, VON BECHERN. R. MEÍR SAGT, NUR BEI UNREINEN UND REINEN HÄNDEN413Wenn man sie mit unreinen Händen anfaßt.. R. JOSE SPRACH : SIE SAGTEN ES NUR HINSICHTLICH DER REINHEIT DER HÄNDE414Sie werden durch das Anfassen nicht unrein..
  8. ZUM BEISPIEL. WENN SEINE HÄNDE REIN SIND UND DIE AUSSENSEITE DES BECHERS UNREIN, UND ER ES AN DER ANFASSESTELLE ANFASST, SO BRAUCHT ER NICHT ZU BEFÜRCHTEN, SEINE HÄNDE SEIEN VIELLEICHT DURCH DIE AUSSENSEITE DES BECHERS UNREIN GEWORDEN. HAT ER AUS EINEM BECHER GETRUNKEN, DESSEN AUSSENSEITE UNREIN IST, SO BRAUCHT ER NICHT ZU BEFÜRCHTEN, DAS GETRÄNK. IN SEINEM MUNDE SEI VIELLEICHT DURCH DIE AUSSENSEITE DES BECHERS UNREIN GEWORDEN UND HABE DEN BECHER UNREIN GEMACHT. HAT DER WASSERKESSEL GEKOCHT, SO BRAUCHT ER NICHT ZU BEFÜRCHTEN, DIE FLÜSSIGKEIT SEI VIELLEICHT VON INNEN ÜBERGELAUFEN, HABE DIE AUSSENSEITE BERÜHRT UND SEI WIEDER HINEINGEKOMMEN.
  9. GERÄTE DES HEILIGTUMS HABEN KEINE AUSSENSEITE UND INNENSEITE, AUCH HABEN SIE KEINE ANFASSESTELLE. MAN DARF NICHT FÜR HEILIGES GERÄTE IN GERÄTEN415In einander befindlich, wenn beide unrein sind.UNTERTAUCHEN. ALLE GERÄTE ERLANGEN VERUNREINI GUNGSFÄHIGKEIT DURCH DIE BLOSSE ABSICHT416Sie für einen Zweck zu verwenden, der sie verunreinigungsfähig macht., KOMMEN ABER AUS DER VERUNREINIGUNGSFÄHIGKEIT NUR DURCH EINE TÄTLICHE ÄNDERUNG. DIE TAT HEBT NÄMLICH DIE TAT UND DIE ARSICHT AUF, DIE ABSICHT ABER HEBT WEDER DIE TAT NOCH DIE ABSICHT AUF.

SECHSUNDZWANZIGSTER ABSCHNITT

  1. DIE A͑MQISCHE SANDALE417Die aus einer an den Seiten mil Löchern versehenen Sohle besteht, deren Enden durch ein Schnürband nach oben gezogen werden. Nach Maimonides ist עמקי nicht Ortsname (cf. Tan. Fol. 21a), sondern von עמק, Tiefe, abzuleiten, die für tiefen, dh. morastigen Boden geeignet ist. UND DER SCHNÜRBEUTEL418Der ebenfalls aus einem ringsum mit Schlaufen versehenen glatten Stück Leder besteht., WIE R. JEHUDA SAGT, AUCH DER WEIDENKORB, UND WIE R. ŠIMO͑N B. GAMLIÉL SAGT, GLEICHE DIESEN AUCH DIE LAODIKÄISCHE SANDALE419Ebenfalls aus einer einfachen Sohle bestehend, jed. mit etwas komplizierteren Schnürbändern., SIND UNREIN UND WERDEN AUCH OHNE HANDWERKER420Nicht ganz kunstgerecht angefertigt. UNREIN. R. JOSE SPRACH: AUCH ALLE ANDEREN GERÄTE WERDEN JA OHNE HANDWERKER UNREIN UND REIN!? DIESE SIND VIELMEHR AUCH AUFGELÖST UNREIN, WEIL AUCH EIN LAIE SIE WIEDER HERSTELLEN KANN, UND SIE SAGTEN ES421Daß durch die Auflösung die Unreinheit schwinde. VON EINEM WEIDENKORBE NUR DESHALB, WEIL AUCH EIN HANDWERKER IHN NICHT [LEICHT] WIEDER HERSTELLEN KANN.
  2. FEHLEN VON EINEM SCHNÜRBEUTEL DIE SCHNÜRE, SO IST ER NOCH UNREIN; IST ER FLACHGEDEIINT, SO IST ER REIN; HAT MAN UNTEN EINEN FLIKKEN AUFGESETZT, SO IST ER UNREIN. WENN VON EINEM BEUTEL IN EINEM ANDEREN BEUTEL422Am Rande zusammengenäht. EINER VON IHNEN DURCH FLÜSSIGKEIT UNREIN WIRD, SO IST DER ANDERE NICHT UNREIN. DER PERLENBINDEBEUTEL423Aus einem glatten Stücke Leder; da er aber nur selten geöffnet wird, bleibt eine Vertiefung zurück, auch wenn der Inhalt herausgenommen wird. IST UNBEIN ; DER GELDBINDEBEUTEL IST NACH R. ELIE͑ZEB UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN.
  3. DER HANDSCHUTZ DEB DORNENSAMMLER424Ein glattes Stück Leder über die Innenfläche der Hand. IST REIN. DER LEDERGURT UND DER KNIESCHUTZ425Bei der knieenden Arbeit; so nach den Kommentaren. Etymol. ist wohl בורכייר od. ברכיר eher von βϱαχḯων, Arm, Oberarm, abzuleiten; eine Art Manschette, als Schutz für die Arme. SIND UNREIN, DIE ÄRMELHALTER SIND UNREIN, DIE LEDERHANDSCHUHE426Vgl. S. 638 Anm. 17.SIND REIN. ALLE FINGERHANDSCHUHE SIND REIN, AUSGENOMMEN DER DER DÖRROBSTARBEITER, WEIL ER DAS GERBERSUMACH AUFNIMMT; IST ER ZERRISSEN, SO IST ER, WENN ER NICHT DEN GRÖSSEREN TEIL DES GERBEBSUMACHS AUFNIMMT, REIN.
  4. WENN VON EINER SANDALE EINES DER OHREN ABGEBISSEN WAR UND MAN ES ANGEBRACHT HAT, SO BLEIBT SIE DURCH AUFTRETEN UNREIN; WENN AUCH DAS ANDERE ABREISST UND MAN ES ANBRINGT, SO IST SIE NICHT UNREIN DURCH AUFTRETEN, WOHL ABER IST SIE DURCH BERÜHREN DES DURCH AUFTRETEN UNREINEN UNREIN. KAM MAN NICHT DAZU, DAS EINE ANZUBRINGEN, BIS AUCH DAS ANDERE ABGERISSEN IST, IST DIE FERSE ABGERISSEN, FEHLT DIE SPITZE, ODER IST SIE ENTZWEIGERISSEN, SO IST SIE REIN. EINE SCHNÜRSOHLE IST, WO AUCH DARAN GERISSEN IST, REIN. EIN ZERRISSENER SCHUH IST, WENN ER DEN GBÖSSEREN TEIL DES FUSSES NICHT FASST, REIN. EIN SCHUH AUF DEM LEISTEN IST NACH R. ELIE͑ZER REIN UND NACH DEN WEISEN UNREIN. ALLE SCHLÄUCHE SIND ZUGEBUNDEN427Wenn sie ein Loch haben, wodurch sie rein werden, u. dieses zugebunden ist.REIN, AUSGENOMMEN DIE DER ARABER. R. MEÍR SAGT, PROVISORISCH ZUGEBUNDEN SEI ER REIN, FÜR DIE DAUER ZUGEBUNDEN, SEI ER UNREIN. R. JOSE SAGT, JEDER ZUGEBUNDENE SCHLAUCH SEI REIN.
  5. FOLGENDE FELLE SIND DURCH AUFTBETEN UNREIN: EIN FELL, DAS MAN ALS BODENDECKE BESTIMMT HAT, DAS GERBER-SCHURZFELL, DAS FELL ZUR BETTUNTERLAGE, DAS FELL DER ESELTREIBER, DAS FELL DER FLACHSARBEITER, DAS FELL DER LASTTRÄGER, DAS FELL DER ÄBZTE, DAS FELL DER WIEGE, DAS KINDERLATZ-FELL428Wörtl. am Herzen des Kindes., DAS KISSENFELL UND DAS POLSTERFELL. DIESE WERDEN DURCH AUFTRETEN UNREIN. DAS FELL DER GEKÄMMTEN WOLLE429Worin diese eingewickelt wird, bezw. das der Wollkämmer als Schürze trägt.UND DAS FELL DER WOLLKÄMMER430Worin diese eingewickelt wird, bezw. das der Wollkämmer als Schürze trägt.KANN, WIE R. ELIE͑ZER SAGT, DURCH AUFTRETEN UNREIN WERDEN, UND WIE DIE WEISEN SAGEN, [NUR] LEICHEN-UNREIN.
  6. DIE KLEIDERTASCHE UND DIE KLEIDERHÜLLE SIND DURCH AUFTRETEN UNREIN; DIE PURPURTASCHE UND DIE PURPURHÜLLE SIND, WIE DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, DURCH AUFTRETEN UNREIN, UND WIE DIE SCHULE HILLELS SAGT, LEICHENUNREIN431Weil man den wertvollen Inhalt schont u. darauf nicht sitzt.. HAT MAN EIN FELL ZUM ÜBERZUGE FÜR GERÄTE GEMACHT, SO IST ES REIN, WENN FÜR GEWICHTE, SO IST ES UNREIN432Da es eine Ausbuchtung hat.; R. JOSE ERKLÄRT ES IM NAMEN SEINES VATERS ALS REIN.
  7. IN ALLEN FÄLLEN, WO KEINE TÄTIGKEIT FEHLT433Um die Sache gebrauchsfertig zu machen., MACHT DIE ABSICHT434Die Sache für diesen Zweck in Gebrauch zu nehmen.[DIE SACHE] UNREIN, UND WENN NOCH EINE TÄTIGKEIT FEHLT, MACHT DIE ABSICHT SIE NICHT UNREIN, AUSGENOMMEN DIE LEDERDECKE435Die auch nicht zurechtgeschnitten in Gebrauch genommen wird..
  8. FELLE EINES PRIVATMANNES436Der sie für sich nach Belieben verwendet.MACHT DIE ABSICHT UNREIN, DIE DES GERBERS MACHT DIE ABSICHT NICHT UNREIN. DIE DES DIEBES MACHT DIE ABSICHT UNREIN437Weil der Bestohlene den Dieb nicht kennt u. die Hoffnung auf Wiedererlangung aufgibt., DIE DES RÄUBERS MACHT DIE ABSICHT NICHT UNREIN. R. ŠIMO͑N SAGT, DIE SACHE VERHALTE SICH UMGEKEHRT: DIE DES RÄUBERS MACHT DIE ABSICHT UNREIN438Weil der Eigentümer damit rechnet, daß der Räuber die Sache nicht herausgeben wird., DIE DES DIEBES MACHT DIE ABSICHT NICHT UNREIN, WEIL DER EIGENTÜMER SIE NICHT AUFGEGEBEN HAT.
  9. WENN EIN FELL DURCH AUFTRETEN UNREIN IST UND MAN DARAUS RIEMEN UND SANDALEN ZU MACHEN BEABSICHTIGT, SO IST ES, SOBALD MAN DARAN DAS MESSER ANSETZT, REIN – SO R. JEHUDA. DIE WEISEN SAGEN, ERST WENN MAN ES AUF WENIGER ALS FÜNF HANDBREITEN [ZERSCHNITTEN] HAT. R. ELIE͑ZER B. R. ÇADOQ SAGT, AUCH WENN MAN AUS EINEM FELLE EIN HANDTUCH MACHT, SEI ES UNREIN, WENN ABER AUS EINEM [LEDERNEN] POLSTER, SEI ES REIN439Dadurch ist eine vollständige Veränderung eingetreten; das Handtuch ist kein Behälter mehr..

SIEBENUNDZWANZIGSTER ABSCHNITT

  1. KLEIDERSTOFF KANN UNREIN SEIN UNTER FÜNF NAMEN440Dh. Bezeichnung der Arten der Unreinheit, die in diesem Traktate behandelt werden (Behälter, Sitz, Bezeltung, Gewebe, 3 zu 3 Fingerbreiten großes Stück Stoff).; SACKZEUG441Aus Ziegenhaar u. ähnlichem, mit Ausnahme von Schafwolle. UNTER VIER442Es ist in der Größe von 3 zu 3 Fingerbreiten nicht unrein.; DAS FELL UNTER DREI443Es ist auch kein Gewebtes.; DAS HOLZ UNTER ZWEI444Es ist auch durch Bezeltung nicht unrein; cf. Sab. Fol. 27b.; TONGEFÄSSE UNTER EINEM445Es ist auch nicht als Sitz unrein.. DAS TONGEFÄSS KANN NUR ALS AUFNEHMENDES GEFÄSS UNREIN SEIN. WAS BEIM TONGEFÄSSE KEINE INNENSEITE HAT, HAT AUCH KEINE AUSSENSEITE446Sie ist nicht zu beachten; vgl. S. 595 Anm. 17.. BEIM HOLZE KOMMT NOCH DAZU, DASS ES ALS SITZ UNREIN SEIN KANN. EBENSO IST EINE PLATTE OHNE RANDLEISTE ALS HOLZGERÄT UNREIN UND ALS TONGERÄT REIN. BEIM FELLE KOMMT NOCH DAZU, DASS ES ALS ZELT447Über einen Toten. UNREIN SEIN KANN. BEIM SACKZEUGE KOMMT NOCH DAZU, DASS ES ALS GEWEBE UNREIN SEIN KANN. BEIM KLEIDERSTOFFE KOMMT NOCH DAZU, DASS ES BEI DREI ZU DREI [FINGERBREITEN] UNREIN SEIN KANN.
  2. KLEIDERSTOFF IST UNREIN BEI DREI ZU DREI [HANDBREITEN] DURCH AUFTRETEN, UND BEI DREI ZU DREI [FINGERBREITEN] DURCH LEICHENUNREINHEIT. SACKZEUG BEI VIER ZU VIER [HANDBREITEN], FELL BEI FÜNF ZU FÜNF [HANDBREITEN], MATTE BEI SECHS ZU SECHS [HANDBREITEN]; ALLE GLEICH DURCH AUFTRETEN UND DURCH LEICHENUNREINHEIT. R. MEÍR SAGT, DIE ÜBERBLEIBSEL DES SACKZEUGS BEI VIER [HANDBREITEN]; ANFÄNGLICH ERST WENN ES FERTIG IST.
  3. MACHT MAN ZWEI [HANDBREITEN] AUS KLEIDERSTOFF UND EINE AUS SACKZEUG, DREI AUS SACKZEUG UND EINE AUS LEDER, VIER AUS LEDER UND EINE AUS MATTE, SO IST ES REIN; WENN FÜNF AUS MATTE UND EINE AUS LEDER, VIER AUS LEDER UND EINE AUS SACKZEUG, ODER DREI AUS SACKZEUG UND EINE AUS KLEIDERSTOFF, SO IST ES UNREIN. DIE REGEL HIERBEI IST: ERGÄNZT MAN ES MIT DEM, WAS SCHWERER [UNREIN] IST ALS JENES, SO IST ES UNREIN, UND WENN MIT DEM, WAS LEICHTER [UNREIN] IST ALS JENES, SO IST ES REIN.
  4. HAT MAN VON EINEM VON DIESEN EINE HANDBREITE ZU EINER HANDBREITE ZURECHTGESCHNITTEN448Zur Benutzung als Sitz., SO IST ES UNREIN; WENN EINE HANDBREITE ZU EINER HANDBREITE VOM BODEN EINES KORBES, SO IST ES UNREIN. WENN VON DER SEITE EINES KORBES, SO IST ES NACH R. ŠIMO͑N REIN, UND DIE WEISEN SAGEN, EINE HANDBREITE ZU EINER HANDBREITE ZURECHTGESCHNITTEN, WOHER AUCH, SEI UNREIN.
  5. HAT MAN LUMPEN VON EINER SCHWINGE ODER EINEM SIEBE ZU EINEM SITZE HERGERICHTET, SO IST ER NACH R. A͑QIBA UNREIN UND NACH DEN WEISEN REIN, ES SEI DENN, MAN HAT IHN ZURECHTGESCHNITTEN. EIN KINDERSTUHL, DER FÜSSE HAT, IST, AUCH WENN ER KEINE HANDBREITE HOCH IST, UNREIN. EIN KINDERHEMD IST, WIE R. ELIE͑ZER SAGT, IN JEDER GRÖSSE, [UNREIN]; DIE WEISEN SAGEN, NUR WENN ES DIE ERFORDERLICHE GRÖSSE449Zur Verunreinigungsfähigkeit nach Mišna II.HAT, UND ES WIRD DOPPELT450Die Vorderseite und die Rückseite müssen die erforderliche Größe haben.GEMESSEN.
  6. FOLGENDES WIRD DOPPELT GEMESSEN: SOCKEN, KNIEHOSEN, BEINKLEIDER, EINE MÜTZE UND EIN GÜRTELBEUTEL. EIN AM RANDE AUFGESETZ TES STÜCK STOFF WIRD, WENN ES EINSEITIG IST, EINFACH GEMESSEN, UND WENN ES ZWEISEITIG IST, DOPPELT GEMESSEN.
  7. WENN MAN VOM KLEIDERSTOFFE DREI ZU DREI [HANDBREITEN] GEWEBT HAT UND ER DURCH AUFTRETEN UNREIN GEWORDEN IST, WORAUF MAN DEN GANZEN KLEIDERSTOFF FERTIG GEWEBT UND EINEN FADEN VOM ERSTEN FORTGENOMMEN451Sodaß dieser nicht mehr die erforderliche Größe hat.HAT, SO IST ER NICHT MEHR DURCH AUFTRETEN UNREIN, WOHL ABER UNREIN DURCH BERÜHRUNG DES DURCH AUFTRETEN UNREINEN. HAT MAN ZUERST EINEN FADEN FORTGENOMMEN UND NACHHER DEN GANZEN KLEIDERSTOFF FERTIG GEWEBT, SO IST ER UNREIN DURCH BERÜHRUNG DES DURCH AUFTRETEN UNREINEN.
  8. DESGLEICHEN AUCH, WENN MAN VOM KLEIDERSTOFFE DREI ZU DREI [FINGERBREITEN] GEWEBT HAT UND ER LEICHENUNREIN GEWORDEN IST, DAR AUF DEN GANZEN KLEIDERSTOFF FERTIG GEWEBT UND EINEN FADEN VOM ERSTEN FORTGENOMMEN HAT; ER IST NICHT MEHR LEICHENUNREIN, WOHL ABER UNREIN DURCH BERÜHRUNG DES DURCH EINE LEICHENUNREINHEIT UNREINEN. HAT MAN ZUERST EINEN FADEN FORTGENOMMEN UND NACHHER DEN KLEIDERSTOFF FERTIG GEWEBT, SO IST ER REIN. SIE SAGTEN NÄMLICH : IST [EIN STÜCK VON] DREI ZU DREI [FINGERBREITEN] VERMINDERT WORDEN, SO IST ES REIN, WENN ABER EINES VON DREI ZU DREI [HANDBREITEN] VERMINDERT WORDEN IST, SO IST ES, WENN AUCH NICHT MEHR DURCH AUFTRETEN UNREIN, ABER IMMERHIN FÜR JEDE ANDERE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH.
  9. HAT MAN AUS EINEM DURCH AUFTRETEN UNREINEN BETTLAKEN EINEN VORHANG GEMACHT, SO IST ER NICHT MEHR DURCH AUFTRETEN UNREIN, WOHL ABER IST ER UNREIN DURCH BERÜHRUNG DES DURCH AUFTRETEN UNREINEN. R. JOSE SPRACH : WELCHES DURCH AUFTRETEN UNREINE HAT DIESER DENN BERÜHRT452Nach der Änderung ist ja die Unreinheit geschwunden.!? VIELMEHR, HAT EIN FLUSSBEHAFTETER IHN BERÜHRT, SO IST ER DURCH DIE BERÜHRUNG DES FLUSSBEHAFTETEN UNREIN.
  10. IST [EIN STÜCK STOFF] VON DREI ZU DREI [HANDBREITEN] GETEILT WORDEN, SO IST ES NICHT MEHR DURCH AUFTRETEN UNREIN, WOHL ABER UNREIN DURCH BERÜHRUNG DES DURCH AUFTRETEN UNREINEN. R. JOSE SPRACH: WELCHES DURCH AUFTRETEN UNREINE HAT DIESES DENN BERÜHRT453Nach der Änderung ist ja die Unreinheit geschwunden.!? VIELMEHR, HAT EIN FLUSSBEHAFTETER ES BERÜHRT, SO IST ES DURCH DIE BERÜHRUNG DES FLUSSBEHAFTETEN UNREIN.
  11. [EIN STÜCK STOFF] VON DREI ZU DREI [HANDBREITEN] MUSS454Um für die Unreinheit empfänglich zu sein., WENN VOM MISTHAUFEN, UNVERSEHRT UND ZUM EINBINDEN VON SALZ GEEIGNET455Dh. ganz dicht. SEIN, UND WENN IM HAUSE, ENTWEDER UNVERSEHRT, ODER ZUM EINBINDEN VON SALZ GEEIGNET SEIN. WIEVIEL SALZ MUSS MAN EINBINDEN KÖNNEN? EIN VIERTEL [KAB], R. JEHUDA SAGT, FEINES; DIE WEISEN SAGEN, GROBES. BEIDE ABER WOLLEN DAMIT ERLEICHTERN456Zum feinen Salze muß das Gewebe dichter sein, zum groben muß es haltbarer sein.. R. ŠIMO͑N SAGTE: DREI ZU DREI [HANDBREITEN] BEI EINEM VOM MISTHAUFEN GLEICHEN DREI ZU DREI [FINGERBREITEN] BEI EINEM IM HAUSE.
  12. IST [EIN STÜCK STOFF] VON DREI ZU DREI [HANDBREITEN] EINGERISSEN, SO IST ES, FALLS MAN ES AUF EINEN STUHL LEGT UND DER LEIB [BEIM SITZEN] DEN STUHL BERÜHRT, REIN, WENN ABER NICHT, UNREIN. IST AN EINEM [STÜCKE STOFF] VON DREI ZU DREI [FINGERBREITEN] EIN FADEN DURCHGERIEBEN ODER FINDET SICH DARAN EIN KNOTEN, ODER SIND ZWEI FÄDEN ZUSAMMEN, SO IST ES REIN. HAT MAN EINES VON DREI ZU DREI [FINGERBREITEN] AUF DEN MISTHAUFEN GEWORFEN, SO IST ES REIN. HOLT MAN ES WIEDER, SO IST ES UNREIN. IMMER MACHT DAS FORTWERFEN ES REIN UND DAS ZURÜCKHOLEN UNREIN, AUSGENOMMEN [STOFFE AUS] PURPUR UND WERTVOLLEM KARMESIN. R. ELIE͑ZER SAGT, AUCH JEDER NEUE FLICKEN GLEICHE DIESEN. R. ŠIMO͑N SAGT, ALLE WERDEN REIN457Durch das Fortwerfen auf den Misthaufen, auch die letztgenannten Stoffe., UND DIESE SEIEN NUR HINSICHTLICH DER WIEDERGABE DES VERLORENEN GENANNT WORDEN458Findet man solche auf dem Misthaufen, so gelten sie als Verlorenes u. müssen dem Eigentümer zurückgegeben werden..

ACHTUNDZWANZIGSTER ABSCHNITT

  1. HAT MAN [EIN STÜCK STOFF] VON DREI ZU DREI [FINGERBREITEN] IN EINEN BALL GETAN ODER DARAUS SELBST EINEN BALL GEMACHT, SO IST ES REIN; HAT MAN ABER EINES VON DREI ZU DREI [HANDBREITEN] IN EINEN BALL GETAN, SO IST ES UNREIN, UND HAT MAN DARAUS SELBST EINEN BALL GEMACHT, SO IST ES REIN, WEIL DIE NAHT ES VERRINGERT.
  2. HAT MAN [EIN STÜCK STOFF] VON WENIGER ALS DREI ZU DREI [HANDBREITEN] ZUGERICHTET, DAMIT EIN LOCH IM BADEHAUSE459Ein Zug- od. Dampfloch, od. ein Loch an der Badewanne. ZU VERSTOPFEN, DAMIT EINEN KOCHTOPF UMZUGIESSEN, DAMIT EINE MÜHLE AUSZUWISCHEN, OB VORRÄTIG ZUM GEBRAUCHE460Cf. Sab. Fol. 29a. ODER NICHT VORRÄTIG ZUM GEBRAUCHE, SO IST ES UNREIN – SO R. ELIE͑ZER. R. JEHOŠUA͑ SAGT, OB VORRÄTIG ZUM GEBRAUCHE ODER NICHT VORRÄTIG ZUM GEBRAUCHE SEI ES REIN. R. A͑QIBA SAGT, VORRÄTIG ZUM GEBRAUCHE SEI ES UNREIN, NICHT VORRÄTIG ZUM GEBRAUCHE SEI ES REIN.
  3. HAT MAN EIN PFLASTER GESTRICHEN, OB AUF KLEIDERSTOFF ODER AUF LEDER, SO IST ES REIN. R. JOSE SAGT, [NUR] AUF LEDER SEI ES REIN. EIN UMSCHLAG461Der nur mit einem Brei u. nicht mit beschmutzenden Arzneien bestricheri wird. IST AUF KLEIDERSTOFF REIN UND AUF LEDER UNREIN. R. ŠIMO͑N B. GAMLIÉL SAGT, AUCH AUF KLEIDERSTOFF SEI ER UNREIN, WEIL [DER BREI] ABFÄLLT.
  4. EINSCHLAGETÜCHER FÜR BÜCHER, OB MIT FIGUREN ODER OHNE FIGUREN, SIND NACH DER SCHULE ŠAMMAJS UNREIN; DIE SCHULE HILLELS SAGT, MIT FIGUREN SEIEN SIE REIN UND OHNE FIGUREN UNREIN. R. GAMLIÉL SAGT, DIESE UND JENE SEIEN REIN.
  5. HAT MAN EIN DURCH AUFTRETEN UNREINES KOPFTUCH UM EIN BUCH GEWICKELT462Und für diesen Zweck bestimmt., SO IST ES NICHT MEHR DURCH AUFTRETEN UNREIN, WOHL ABER KANN ES LEICHENUNREIN WERDEN. HAT MAN AUS EINEM SCHLAUCHE EINE BODENDECKE ODER AUS EINER BODENDECKE EINEN SCHLAUCH GEMACHT, SO IST ES REIN. HAT MAN AUS EINEM SCHLAUCHE EINE HIRTENTASCHE ODER AUS EINER HIRTENTASCHE EINEN SCHLAUCH GEMACHT, AUS EINEM KISSEN EIN BETTLAKEN ODER AUS EINEM BETTLAKEN EIN KISSEN, AUS EINEM POLSTER EIN HANDTUCH ODER AUS EINEM HANDTUCH EIN POLSTER, SO IST ES UNREIN. DIE REGEL HIERBEI IST: HAT ES BEI DER ÄNDERUNG DENSELBEN NAMEN463Die gleiche Art der Verwendung, wie dies beispielsweise bei Schlauch u. Hirtentasche od. Kissen u. Polster der Fall ist., SO IST ES UNREIN, WENN EINEN ANDEREN NAMEN, SO IST ES REIN.
  6. HAT MAN EINEN FLICKEN AUF EINEN KORB AUFGEFLICKT, SO MACHT ES464Das ganze; der Korb, der nicht durch Auftreten unrein werden kann, wird durch die Berührung des durch Auftreten unreinen Flickens unrein, während dieser durch den Korb seine Eigenbedeutung verliert. EINEN GRAD UNREIN UND EINMAL UNTAUGLICH465Vgl. S. 630 Anm. 12.; TRENNT MAN IHN VOM KORBE, SO MACHT DER KORB EINEN GRAD UNREIN UND EINMAL UNTAUGLICH, DER FLICKEN ABER IST REIN466Weil er nur als Stück vom Korbe gilt.. HAT MAN IHN AUF KLEIDERSTOFF AUFGEFLICKT, SO MACHT ES467Das ganze, da der Flikken seine Eigenheit nicht verliert. ZWEI GRADE UNREIN UND EINMAL UNTAUGLICH; TRENNT MAN IHN VOM KLEIDERSTOFFE, SO MACHT DER KLEIDERSTOFF EINEN GRAD UNREIN UND EINMAL UNTAUGLICH, DER FLICKEN ABER MACHT ZWEI GRADE UNREIN UND EINMAL UNTAUGLICH. EBENSO AUCH, WENN MAN IHN AUF SACKZEUG ODER AUF LEDER468Die ebenfalls durch Auftreten unrein werden können.AUFFLICKT – SO R. MEÍR; NACH R. ŠIMO͑N IST ER469Da er bei einem anderen Stoffe seine Eigenbedeutung verliert.REIN. R. JOSE SAGT, AUF LEDER SEI ER REIN, AUF SACKZEUG SEI ER UNREIN, WEIL DIESES EIN GEWEBE IST.
  7. DIE DREI ZU DREI [FINGERBREITEN], VON DENEN SIE SPRECHEN, SIND OHNE SAUM ZU VERSTEHEN – SO R. ŠIMO͑N; DIE WEISEN SAGEN, GENAU DREI ZU DREI. HAT MAN DEN FLICKEN AN DAS KLEID AN EINER SEITE FESTGENÄHT, SO IST DIES KEINE VERBINDUNG, WENN AN ZWEI SEITEN GEGENÜBER, SO IST DIES EINE VERBINDUNG. HAT MAN ES WIE EIN GAMMA470An 2 Seiten, in einem Winkel.GEMACHT, SO IST ES NACH R. A͑QIBA UNREIN471Es gilt als Verbindung.UND NACH DEN WEISEN REIN. R. JEHUDA SPRACH: DIESE WORTE GELTEN NUR VON EINEM MANTEL472Einem glatten Überwurfe, von dem zuweilen die eine u. zuweilen eine andere Seite nach oben gewendet ist., BEI EINEM HEMDE473Einem dem Körper angepaßten Kleide.ABER IST ES OBEN474Wenn die obere Seite des Flickens zusammengenäht ist.EINE VERBINDUNG UND UNTEN KEINE VERBINDUNG.
  8. KLEIDER VON ARMEN475Die aus Flicken bestehende Kleider tragen.SIND DURCH AUFTRETEN UNREIN, AUCH WENN SIE KEINE DREI ZU DREI [FINGERBREITEN] HABEN. HAT MAN EINEN MANTEL ZU ZERREISSEN BEGONNEN, SO IST ER, SOBALD DIE HÄLFTE DURCHGERISSEN IST, NICHT MEHR VERBUNDEN. BEI BESONDERS DICKEN UND BESONDERS DÜNNEN GILT NICHT DIE NORM VON DREI ZU DREI [FINGERBREITEN]476Weil sie auch in dieser Größe nicht verwendbar sind..
  9. DAS POLSTER DER LASTTRÄGER IST DURCH AUFTRETEN UNREIN. EIN WEINFILTER KANN NICHT ALS SITZ UNREIN SEIN. DAS HAARNETZ EINER ALTEN [FRAU] IST ALS SITZ UNREIN. DAS HEMD EINER STRASSENGÄNGERIN477Vgl. S. 638 Anm. 21., DAS NETZARTIG GEWEBT IST, IST REIN. HAT MAN EIN KLEID AUS EINEM FISCHERNETZE GEMACHT, SO IST ES REIN, WENN AUS DEM BEUTEL478Vgl. S. 636 Anm. 11.DESSELBEN, SO IST ES UNREIN. R. ELIE͑ZER B. JA͑QOB SAGT, AUCH WENN MAN EIN KLEID AUS EINEM FISCHERNETZE GEMACHT UND ES VERDOPPELT479Sodaß es weniger durchsichtig ist.HAT, SEI ES UNREIN.
  10. HAT MAN EIN HAARNETZ MIT DEM VORDERRANDE ANGEFANGEN, SO IST ES SOLANGE REIN, BIS DER HINTERRAND FERTIG IST; HAT MAN MIT DEM HINTERRANDE ANGEFANGEN, SO IST ES SOLANGE REIN, BIS DER VORDERRAND FERTIG IST. DAS BINDEBAND DARAN IST ALLEIN UNREIN; DIE SCHNÜRE DARAN SIND ALS VERBUNDEN UNREIN. IST EIN HAARNETZ ZERRISSEN, SO IST ES, WENN ES NICHT DEN GRÖSSEREN TEIL DES HAARES AUFNIMMT, REIN.

NEUNUNDZW ANZIGSTER ABSCHNITT

  1. DIE NOPPEN DES LAKENS, DES SUDARIUMS, DES KOPFTUCHES UND DES KOPFSCHLEIERS480So nach den Kommentaren; die etymolog. Versuche zur Erklärung sind verfehlt, da sie dem Zusammenhange nicht entsprechen. BEI SECHS FINGERBREITEN481Sc. gehören sie hinsiehtl. der Unreinheit zum Tuche.; DIE DES UNTERKLEIDES482Eine Art Schultertuch, das mit einem Knoten befestigt wird; cf. Miq. X,4. BEI ZEHN. DIE NOPPEN DER FRIESJACKE, DES SCHLEIERS, DES HEMDES UND DES MANTELS BEI DREI [FINGERBREITEN]. DIE NOPPEN DER HAUBE EINER ALTEN [FRAU], DER GESICHTSDECKE DER ARABER, DES KILIKIONS483Kilikisches Kleidungsstück, nach den Kommentaren eine Art Gürtel od. Tuch., DES GELDGÜRTELS, DES TURBANS UND DES VORHANGES; DEREN NOPPEN, WIE LANG SIE AUCH SIND.
  2. DREI POLSTER AUS WOLLE, SECHS AUS LEINEN, DREI LAKEN, ZWÖLF HANDTÜCHER, ZWEI ÜBERÄRMEL, EIN HEMD, EIN MANTEL UND EINE WÄRMEDECKE BILDEN JE EINE VERBINDUNG HINSICHTLICH DER UNREINHEIT UND DES BESPRENGENS484Mit dem Entsündigungswasser (cf. Num. 19,18); die Besprengung des einen genügt für die anderen.; MEHR ALS IN DIESER ANZAHL BILDEN SIE EINE VERBINDUNG HINSICHTLICH DER UNREINHEIT, NICHT ABER EINE VERBINDUNG HINSICHTLICH DES BESPRENGENS. R. JOSE SAGT, AUCH NICHT HINSICHTLICH DER UNREINHEIT.
  3. BEI DER SCHNUR DES [GEWÖHNLICHEN] SENKBLEIES ZWÖLF485Nach einigen, Handbreiten, nach anderen hingegen bezieht sich das zuletzt genannte W. ‘Ellen’ auf alles; bei dieser Länge gehört sie hinsichtl. der Unreinheit zum Senkblei., DER ZIMMERER ACHTZEHN, DER BAUMEISTER FÜNFZIG ELLEN. WAS DARÜBER IST, IST, AUCH WENN MAN ES DARAN LÄSST, REIN. BEI DER DER TÜNCHER UND DER MALER, SO LANG SIE AUCH IST.
  4. BEI DER SCHNUR DER GOLDWAGE486In der Mitte des Wagebalkens, woran diese hängt. UND DER EDELPURPURWAGE DREI FINGERBREITEN. BEIM STIELE DER AXT VON HINTEN487Hinter dem Teile, den man in der Hand hält; ist der Stiel zu kurz od. zu lang, so gehört er nicht zur Axt, da er ausgewechselt wird. DREI FINGERBREITEN. R. JOSE SAGT, BEI EINER HANDBREITE SEI ER REIN.
  5. BEI DER SCHNUR DER KRÄMERWAGE ODER DER HAUSHALTSWAGE EINE HANDBREITE. BEIM STIELE DER AXT NACH VORN488Zwischen der Hand u. der Axt. EINE HANDBREITE. BEIM ÜBERBLEIBSEL DES ZIRKELSCHENKELS EINE HANDBREITE489Cf. Anm. 8 mut. mut.. BEIM STIELE DES STEINMETZMEISSELS EINE HANDBREITE.
  6. BEI DER SCHNUR DER WOLLWAGE UND DER GLASWAGE ZWEI HANDBREITEN. BEIM GRIFFE DES MÜHLSTEINMEISSELS ZWEI HANDBREITEN; BEIM GRIFFE DER STREITAXT ZWEI HANDBREITEN; BEIM GRIFFE DES GOLDSCHMIEDEHAMMERS ZWEI HANDBREITEN, UND BEI DEM DER GROBSCHMIEDEDREI HANDBREITEN.
  7. BEIM ÜBERBLEIBSEL DES OCHSENSTECKENS OBEN490Am Stachclende; wenn daran vom zerbrochenen Stecken noch soviel vorhanden ist.VIER [HANDBREITEN]. BEIM STIELE DES SPATENS491Nach den Kommentaren, ein Gerät um die Bäume zu graben; jed. ist sogar die Lesart unsicher.VIER; BEIM STIELE DER JÄTEHACKE FÜNF; BEIM STIELE DES HÄMMERCHENS FÜNF; BEIM STIELE DES HAMMERS SECHS; BEIM STIELE DER SPALTEAXT UND DER GRABEAXT SECHS; BEIM STIELE DES STEINMETZHAMMERS SECHS.
  8. BEIM ÜBERBLEIBSEL DES SCHAUFELCHENS UNTEN492Am Ochsenstecken; vgl. Anm. 11.SIEBEN [HANDBREITEN]. BEIM STIELE DER KOHLENSCHAUFEL FÜR DEN HAUSGEBRAUCH, WIE DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, SIEBEN, UND WIE DIE SCHULE HILLELS SAGT, ACHT; BEI DEM DER TÜNCHER, WIE DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, NEUN, UND WIE DIE SCHULE HILLELS SAGT, ZEHN. WILL MAN DAS, WAS DARÜBER IST, DARAN LASSEN, SO IST ES UNREIN493Mit dem Geräte, wenn dieses unrein wird. Dieser Passus bezieht sich auf alle vorangehend genannten Dinge.. BEIM STIELE DER FEUERGERÄTE494Zum Braten u. zum Feuern., WIE GROSS ER AUCH IST.

DREISSIGSTER ARSCHNITT

  1. VON GLASGERÄTEN SIND DIE FLACHEN REIN UND DIE VERTIEFTEN UNREIN. ZERBRECHEN SIE, SO WERDEN SIE REIN; MACHT MAN AUS IHNEN WIEDER GERÄTE, SO SIND SIE VON DANN AB FÜR DIE UNREINHEIT EMPFÄNGLICH. DAS TABLETT UND DIE PLATTE AUS GLas sind rein; HABEN SIE EINE RANDLEISTE, SO SIND SIE UNREIN. HAT MAN DEN BODEN495Das Mittelteil, wenn sie ringsum zerbrochen sind. EINER SCHÜSSEL ODER EINER PLATTE AUS GLAS FÜR DEN GEBRAUCH HERGERICHTET, SO SIND SIE REIN ; HAT MAN SIE ABER GLATT GEWETZT496Das W. קרטסן ist wohl vom Mittellateinischen cratare, kratzen (auch in viele neuere Sprachen übergegangen) abzuleiten, die Bruchstelle glatt kratzen. Die von einem Abschreiber zumanderen übergegangene Ableitung von creta (Kreide), mit Kreide abreiben, ist kaum zu beachten. ODER MIT EINER FEILE GLATT GEFEILT, SO SIND SIE UNREIN.
  2. EIN SPIEGEL IST REIN. HAT MAN EINE KUMME ZUM SPIEGEL GEMACHT, SO IST SIE UNREIN; WENN MAN SIE ABER VON VORNHEREIN ALS SPIEGEL GEFERTIGT HAT, SO IST SIE REIN. EIN LÖFFEL497Aus Glas; wahrscheinl. eine Art flacher Vorlegelöffel., DEN MAN AUF DEN TISCH LEGT, IST, WENN ER ETWAS FASST, UNREIN, UND WENN NICHT, NACH R. A͑QIBA UNREIN UND NACH R. JOḤANAN B. NURI REIN.
  3. EIN IN SEINER GRÖSSEREN HÄLFTE498Wohl des Randes. BESCHÄDIGTER BECHER IST REIN. IST ER AUF DER GRÖSSEREN HÄLFTE AN DREI [STELLEN] BESCHÄDIGT, SO IST ER REIN. R. ŠIMO͑N SAGT, LÄSST ER DEN GRÖSSEREN TEIL DES WASSERS AUSLAUFEN, SEI ER REIN. WENN ER EIN LOCH HAT UND MAN ES VERSTOPFT HAT, OB MIT ZINN ODER MIT PECH, SO IST ER REIN. R. JOSE SAGT, WENN MIT ZINN, SEI ER UNREIN, WENN MIT PECH, SEI ER REIN.
  4. FEHLT VON EINEM KLEINEN FLÄSCHCHEN DER HALS, SO IST ES UNREIN; FEHLT VON EINER GROSSEN [FLASCHE] DER HALS, SO IST SIE REIN499Ersteres kann man leicht benutzen, ohne sich daran zu verletzen.. FEHLT VON EINER RIECH[FLASCHE] DER HALS, SO IST SIE REIN, WEIL SIE DIE HAND RITZT. GROSSE KRÜGE, DENEN DER HALS FEHLT, SIND UNREIN, WEIL MAN SIE ZUM EINLEGEN HERRICHTET. EIN MÜHLENTRICHTER AUS GLAS IST REIN500Er ist unten offen u. faßt nichts.. R. JOSE SPRACH: HEIL DIR, [TRAKTAT VON DEN] GERÄTEN, MIT ‘UNREINHEITBIST DU EINGEZOGEN, MIT ‘REINHEITABER ZIEHST DU AUS501Mit diesen Worten beginnt, bezw. schließt dieser Traktat..
  • 1
    Wörtl. Väter oder Erzeuger der Unreinheiten; sie übertragen durch Berührung erstgradige Unreinheit (ראשון לטומאה) auf alles andere, u. das Berührte noch weiter eine zweitgradige Unreinheit (שני לטומאה), jedoch nur auf Speisen u. Getränke u. nicht auf Menschen u. Geräte.
  • 2
    Die 7 Tage seit seiner Heilung bis zu seiner Reinsprechung nach der Darbringung seiner Opfer: cf. Lev. Kap. 14.
  • 3
    Aus der Asche der roten Kuh; cf. Num. 19,9ff.
  • 4
    Cf. Para XII,5.
  • 5
    Für Gerät u. Gefäß, od. Sache, hat der Text das gleiche Wort (כלי), u. ist in der Übersetzung nach dem Zusammenhange wiedergegeben.
  • 6
    Wenn sie sich in diesem schwebend befinden, ohne sie zu berühren.
  • 7
    Von Ort zu Ort, ohne direkt zu berühren.
  • 8
    In der Intensität der Unreinheit.
  • 9
    Wenn er das Unreine nur berührt hat.
  • 10
    Cf. Nid. Fol. 32b.
  • 11
    Des Flußbehafteten; die beim Reiten erforderlichen Geräte; cf. infra XXIII,2.
  • 12
    Vgl. S. 527 Anm. 9.
  • 13
    Es verunreinigt die Person samt den Kleidern.
  • 14
    Es überträgt auf ein anderes Lager nicht die intensive Lager-Unreinheit, sondern nur die vorher genannte erstgradige Unreinheit.
  • 15
    In einen geschlossenen Raum; was sich darin befindet, ist unrein.
  • 16
    Von einem Toten.
  • 17
    Der reingesprochene Unreine (Aussätziger, Flußbehafteter), der bereits das Reinigungsbad genommen, aber noch am folgenden Tage seine Opfer darzubringen hat; cf. Lev. 14,10ff. u. ib. 15,14ff.
  • 18
    Nach Sonnenuntergang.
  • 19
    Vor Sonnenuntergang.
  • 20
    Zur Untersuchung des Aussatzes, wenn er noch nicht als solcher festgestellt ist; cf. Lev. 13,5.
  • 21
    In einen geschlossenen Raum; was sich darin befindet, ist unrein.
  • 22
    Cf. Lev. 13,45.
  • 23
    Cf. ib. 14,4ff.
  • 24
    Wenn man das Fleisch dehnen würde.
  • 25
    Cf. Lev. 23,10,17 u. Dt. 26,2.
  • 26
    Seit der Zeit vor der Einwanderung.
  • 27
    Dh. bis zu seiner Bestattung.
  • 28
    Der Stadt Jerušalem.
  • 29
    Cf. Mid. II,5.
  • 30
    Der reingesprochene Unreine (Aussätziger, Flußbehafteter), der bereits das Reinigungsbad genommen, aber noch am folgenden Tage seine Opfer darzubringen hat; cf. Lev. 14,10ff. u. ib. 15,14ff.
  • 31
    Der Opferstücke.
  • 32
    Cf. Lev. 13,45.
  • 33
    Des Räucherwerkes am Versöhnungstage.
  • 34
    Unter ‘rein’ u. ‘unrein’ ist hier u. in den weiter folgenden entsprechenden Fällen die Verunretnigungsunfähigkeit, bezw. die Verunreinigungsfähigkeit zu verstehen.
  • 35
    Wörtl. die Aufnehmenden, die eine Vertiefung zur Aufnahme haben.
  • 36
    Unter ‘rein’ u. ‘unrein’ ist hier u. in den weiter folgenden entsprechenden Fällen die Verunretnigungsunfähigkeit, bezw. die Verunreinigungsfähigkeit zu verstehen.
  • 37
    Wenn sie nicht mehr gebrauchsfähig sind.
  • 38
    Mineralisches Alkali, in der Bibel (Jer. 2,22) als Reinigungsmittel bekannt; der T. (Az. Fol. 33b) erklärt alaunhaltige Erde u. unterscheidet (Nid. Fol. 62a) zwischen alexandrinischem u. antipatrischem N.
  • 39
    Wenn die unreine, bezw. reine Sache sich in ihrem Hohlraume befindet, ohne sie zu berühren.
  • 40
    Die äußere Vertiefung im Boden oder Fuße des Gefäßes.
  • 41
    Das Tauchbad ist wirkungslos.
  • 42
    Ganz kleine oder Bruchstücke von größeren.
  • 43
    Für die Verunreinigungsfähigkeit.
  • 44
    Des kleinsten Gliedes eines solchen. קטן schlechthin kann sich nur auf das Kind u. nicht auf das Glied beziehen.
  • 45
    Nach oben, sodaß Wasser darin bleibt.
  • 46
    Eine Spalte, die nicht von vornherein zur Aufnahme gemacht wurde.
  • 47
    Die nicht zur Aufnahme, sondern zum Zudecken bestimmt ist.
  • 48
    Zum Zudecken derselben.
  • 49
    Von allen Seiten geschlossen, ähnl. der Schwimmblase.
  • 50
    Nach den Kommentaren, unten am Boden haftend, um den Zober hochheben zu können.
  • 51
    Hinsichtl. der Unreinheit; sie bleiben rein, wenn diese von einer Unreinheit berührt wird.
  • 52
    Erstere ist flach, letztere ist vertieft.
  • 53
    Er schließt dabei das Loch mit dem Finger.
  • 54
    Und einen Tropfen hineintut.
  • 55
    Handschriften u. die allen Drucke haben ומדיח, für den Käufer ausspült.
  • 56
    Wohl aus Papyrusstauden; nach anderen ist ניירות Ortsname.
  • 57
    Oben, sodaß man ihn nicht umkippen u. benutzen kann.
  • 58
    Beim Brennen.
  • 59
    Eine Art Stoehheber; ein unten durchlöchertes Gefäß, in dem die Flüssigkeit sich nur dann hält, wenn die obere Öffnung verschlossen ist.
  • 60
    Eine Art Kabarett, eine aus einzelnen Schüsseln zusammengesetzte Platte.
  • 61
    Der kammartige Deckel zum Verteilen des Wassers.
  • 62
    Eines Loches, das das Gefäß gebrauchsunfähig macht.
  • 63
    Eine Pflanze, die zu einem Brei verrieben zum Verkleben von Tongefäßen dient.
  • 64
    Der Putz gegehört wegen der Erhaltung der Wärme zum Ofen.
  • 65
    Weil es entfernt wird.
  • 66
    Schon das Brakstück ist ein Überbleibsel eines Gefäßes, u. ebenso ist es auch das Morsche.
  • 67
    An der Stelle, wo oben abgebrochen ist.
  • 68
    Dh. wenn eine Seite der Wandung fehlt u. die übriggebliebene eine Art Lehne bildet.
  • 69
    Die unten spitz waren u. nicht allein stehen konnten.
  • 70
    Außerhalb dieses Randes.
  • 71
    Die Hälfte nach innen ist unrein, u. die Hälfte nach außen ist rein.
  • 72
    Ist verunreinigungsfähig.
  • 73
    Kleiner Herd mit nur einem Kochloche.
  • 74
    Sodaß er mit dem Ofen unrein wird; größer gehört er nicht mehr zum Ofen, da er entfernt wird.
  • 75
    Da er das Heranrücken hindert u. größer entfernt wird.
  • 76
    Der Sinn ist dunkel, da auch die Bauart dieser Öfen unbekannt ist.
  • 77
    Zur Befestigung.
  • 78
    Der Sinn ist dunkel, da auch die Bauart dieser Öfen unbekannt ist.
  • 79
    Weil er viell. etwas größer als die Hälfte ist.
  • 80
    Wie schon oft erklärt, bildete der Backofen eine Art Zylinder, an dessen Wände die Brotfladen geklebt wurden.
  • 81
    Zwischen dem Putze u. der Wand des Ofens.
  • 82
    Er ist für die Unreinheit nicht empfänglich.
  • 83
    Wohl Name eines Ofenbauers; nach der Erklärung des T. Schlangenofen: cf. Bm. Fol. 59b.
  • 84
    Um den Ofen unbrauchbar u. rein zu machen.
  • 85
    Zum Aufsetzen des Kochtopfes.
  • 86
    Im Tempelhofe, wo sie ihre Heilsopfer kochen; cf. Mid. II,5.
  • 87
    Die Schlächter verkauften gekochtes Fleisch, u. die vielen Töpfe wurden neben einander auf je 2 Steine gesetzt.
  • 88
    Größer als zum Aufsetzen der Töpfe an beiden Seiten nötig.
  • 89
    Die beiden äußeren Steine bildeten einen großen Kochherd, der nunmehr zerstört worden ist.
  • 90
    Eine Art Gestell zum Aufsetzen des Kochtopfes; nach anderer Erklärung Untersatz für den Kochherd.
  • 91
    Die Lesart אבר (Blei) in der ed. Lowe ist nichts weiter als ein Schreibfehler.
  • 92
    Zum Ausfüllen der durchbrochenen Stelle.
  • 93
    Ob. V,6.
  • 94
    An der Seite des Kochherdes; diese war dreieckig u. hatte 2 freie Seiten, während die 3. durch die Breitseite des Herdes gebildet wurde. Nach anderer Erklärung ist דכון eine Art längliche Wärmekiste, die mit heißer Asche gefüllt wurde.
  • 95
    Die Seite am Herde.
  • 96
    Er gehört nicht zum Herde.
  • 97
    Von oben nach unten.
  • 98
    Da man auf die einzelnen Teile einen Topf aufsetzen kann.
  • 99
    Der nur einen Topf fassen kann.
  • 100
    Ein mit Seitenrändern versehener Tonuntersatz.
  • 101
    Ein Ende auf den Herd u. ein Ende auf die Hofwand, sodaß der Hohlraum dazwischen abgeschrägt wird.
  • 102
    Lose, nicht mit diesem verbunden.
  • 103
    Auf die der Kochtopf gesetzt wird.
  • 104
    Sie gehören zum Kochherde.
  • 105
    Von einem Haltefuße zum anderen.
  • 106
    Cf. Ah. IX,3.
  • 107
    Wodurch die Übertragung der Unreinheit erfolgt.
  • 108
    Wenn solche durch das Loch eindringen; ob. III,1ff.
  • 109
    Schon dann dringt die Unreinheit durch.
  • 110
    Was ein randloser Löcherdeckel nicht ist.
  • 111
    Über dem Ofen, ohne diesen zu berühren.
  • 112
    Der Topf, der durch den unreinen Ofen nicht unrein wird.
  • 113
    Was sich in dem einen Abteile des Behälters befindet.
  • 114
    Ein Zugloch unten am Ofen.
  • 115
    Wenn die Wand so dick ist, daß das Kriechtier eine Handbreite bedeckt ist.
  • 116
    Sie streiten über die Dicke der Wand. Unter Faustweite ist ein Hohlraum von einer Handbreite in Länge, Breite u. Höhe zu verstehen, der in dieser Dimension den Charakter eines selbständigen Raumes hat.
  • 117
    Wohl am Ofen od. Herde angebaut.
  • 118
    Wo die Öffnung durch den Kochtopf geschlossen wird.
  • 119
    Ein in die Erde gemauertes Loch.
  • 120
    Eines Kochtopfes.
  • 121
    Ein großer Backofen mit einer Tür an der Seite, in dem das Brot auf der Sohle gebacken wird.
  • 122
    Und fortbewegt werden kann.
  • 123
    So nach manchen Erklärern; auch die anders lautenden Erklärungen sind nicht befriedigend.
  • 124
    So nach manchen Erklärern; auch die anders lautenden Erklärungen sind nicht befriedigend.
  • 125
    Damit sich Speichel im Munde ansammle.
  • 126
    Nicht sehr hart u. nicht sehr weich.
  • 127
    Im dicken Teile des konischen Spundes, der nicht in das Spundloch dringt u. daher nicht zum Fasse gehört; was sich darin befindet, ist daher vor der Unreinheit geschützt.
  • 128
    In das Faß, dh. wenn sie am Spunde vorstehen.
  • 129
    Dessen längerer Schenkel herausragt.
  • 130
    Das tote Tier war nicht im Hohlraume.
  • 131
    Die unrein sind.
  • 132
    Sie waren entschieden im Hohlraume.
  • 133
    Und um so mehr Profanes.
  • 134
    Bei deren Größe der Deckel nicht als festschließend gilt.
  • 135
    Das einen Umfang von einer Handbreite hat; die Spalte muß also ⅓ Handbreite betragen.
  • 136
    Sodaß die Spalte länger sein würde.
  • 137
    Vgl. S. 605 Anm. 9; wenn man es verklebt hat.
  • 138
    Vor der Unreinheit in einem Totenzelte.
  • 139
    Wegen ihrer Größe; weiter XV,1.
  • 140
    Was sich unter ihrer Mündung befindet.
  • 141
    Den Deckel mit dem Gefäße, daß die Unreinheit nicht eindringe.
  • 142
    Speisen werden, wenn sie befeuchtet werden, verunreinigungsfühig.
  • 143
    Am Spunde, zum Anfassen beim Herausziehen.
  • 144
    Der beschädigt ist.
  • 145
    Die 7 Tage dauert.
  • 146
    Und nicht Teile eines Gerätes sind.
  • 147
    Wohl der Vorlegebalken zum Abschließen der Tür; nach Raschi (Mq. Fol. 11a), ein Querbalken über der Tür. הקורא hat keine bekannte Handschrift u. keine alte Ausgabe, u. die Übersetzung Klopfer ist falsch.
  • 148
    Nach Raschi (lc.), Angelloch.
  • 149
    Von denen dies nicht bekannt ist.
  • 150
    Aus Metall, der an der einen Seite einen Knauf hatte u. als Mörserkeule benutzt wurde. 7. So nach manchen Erklärern; nach anderen, Riegelstift u. Riegel.
  • 151
    Aus Metall.
  • 152
    Eine Art Kopfschmuck od. Brosche mit dem Bilde der Stadt Jerušalem; cf. Sab. Fol. 59a.
  • 153
    Sc. ist noch verunreinigungsfähig.
  • 154
    Breit u. hohl.
  • 155
    Ein Fingerring zum Schmuck.
  • 156
    Nach den Kommentaren, der als Ziel bei Schießübungen dient u. zum Teil mit Eisen beschlagen ist.
  • 157
    Woran der Gefangene geschmiedet wird.
  • 158
    Zum Befestigen der Meßgeräte.
  • 159
    Wohl ein schneckenförmiger Haken.
  • 160
    Der nichts aufnimmt, sondern nur als Gegengewicht dient.
  • 161
    Woran die Ledergurte befestigt werden; vgl. jed. Syn. Fol. 20a.
  • 162
    Die die Stange für den Vorhang tragen.
  • 163
    Die einen solchen auch als Gefäß für Medikamente benutzen.
  • 164
    Da er daran Instrumente hängt.
  • 165
    Zum Halten des Kochtopfes od. des Schmelztiegels über dem Feuer.
  • 166
    Wörtl. Skorpion, wohl wegen der diesem ähnlichen Form.
  • 167
    Zum Schröpfen.
  • 168
    Eine Art Sonnenuhr.
  • 169
    Der sonst nicht verunreinigungsfähig ist.
  • 170
    Wörtl. zum Bewachen; durch den festgestellt wird, ob jemand in der Wohnung war u. ihn verschoben hat.
  • 171
    Die Verwendung wird von den Kommentaren verschieden erklärt: zum Reinigen der Münzen vom Schimmel, zum Anhängen der Geldwage, zum Befestigen der Schalter.
  • 172
    Die noch nicht fertig sind.
  • 173
    Der S. hat 4 D.
  • 174
    Dieser Teil ist nicht zu benutzen, da man ihn nicht anfassen kann.
  • 175
    Ein Heizgerät mit einem Blatte zum Schaufeln an der einen Seite u. Zinken an der anderen.
  • 176
    Dieser, aus Metall, auf Wachs zu schreiben, hatte auf der einen Seite eine Spitze zum Schreiben u. auf der anderen einen Spatel zum Radieren.
  • 177
    Mit einer Gabel am anderen Ende.
  • 178
    An beiden Seiten verwendbar.
  • 179
    Wenn beim Fehlen der einen Seite vom Stiele soviel zurückbleibt; nur dann sind sie verunreinigungsfähig.
  • 180
    Die andere Seite kann als solcher verwendet werden.
  • 181
    Die aus härterern Eisen (Stahl) angeschweifte Schneide.
  • 182
    Wahrscheinl. Schlüssel eines Schiebeschlosses, nach anderen das Schloß.
  • 183
    Ist dunkel; als Status constructus gegen die Syntax.
  • 184
    Wie die Lesart ist auch die Bedeutung unsicher; nach den Kommentaren eine mit vielen Haken versehene Stange od. Ring zum Herausholen der Schöpfgefäße aus dem Brunnen.
  • 185
    Es sind ‘flache Holzgeräte’, die keine Vertiefung haben, u. dennoch werden sie durch den eingesetzten Zahn verunreinigungsfähig.
  • 186
    Ein einzelner Metallzahn ist als Schreibstift für eine Wachstafel verwendbar.
  • 187
    Der breit ist u. nur als Schutz dient.
  • 188
    Zum Putzen u. Herausziehen des Dochtes.
  • 189
    Wenn sie beschädigt sind, od. für Bruchstücke von solchen, um noch verunreinigungsfähig zu sein.
  • 190
    Sc. ist noch verunreinigungsfähig.
  • 191
    Ein kleiner Kessel, der auch als Geldbüchse diente.
  • 192
    Die darin gespült werden.
  • 193
    Wörtl. Peruṭoth, Name einer kleinen Scheidemünze.
  • 194
    So nach unserer Lesart; nach anderen, das Schaben, Schleifen.
  • 195
    Er gilt dann als Metallgerät.
  • 196
    Wörtl. Sauger, Heber; wahrscheinl. eine Art Metallgriff.
  • 197
    Es ist kein selbständiges Metallgerät.
  • 198
    Mit Nägeln, während vorangehend von dem Falle gesprochen wird, wenn nur leicht angebracht.
  • 199
    Zum Befestigen von Holzkloben.
  • 200
    Sc. gehört zum Eimer u. ist mit diesem unrein.
  • 201
    Wörtl. Esel; wohl Untersatz für den Blasebalg.
  • 202
    Nicht aus einem Stücke mit dem Blatte. Gegen diese Erklärung der Kommentare sprechen der Singular החור mit dem bestimmten Artikel u. der folgende Satz.
  • 203
    Auf dem Nacken der Zugtiere; nach anderen, die Deichsel.
  • 204
    Der Pflock, der die Deichsel mit dem Wagen zusammenhält; nach anderen, der eiserne Ring in der Mitte des Jochbalkens.
  • 205
    Nach manchen Erklärern, Vertiefungen am Joche.
  • 206
    Der Schelle, die auch allein verunreinigungsfähig ist.
  • 207
    Zum Befestigen der Ladung.
  • 208
    Wahrscheinl. Verzierungen.
  • 209
    Die nicht zum Zusammenhalten dienen.
  • 210
    Zur Reinigung, am 3. Tage; cf. Lev. 19,17ff.
  • 211
    Mit einer knieförmigen Verlängerung.
  • 212
    In der Form eines griech. Gamma, eine Art Dietrich.
  • 213
    Nach den Kommentaren, gebogen, wenn die Zähne in die Löcher hineingebogen sind.
  • 214
    Obgleich er unten offen ist.
  • 215
    Ein größeres Schiff für Auslandsreisen, von Palästina nach Alexandrien.
  • 216
    Der im Staatswagen befindliche Vorratsschrank.
  • 217
    Aus Metall; cf. Bb. Fol. 66b.
  • 218
    So nach der Lesart der Erstausgabe. Nach den übrigen Texten: kleine Mulde.
  • 219
    Zum Rollen des Teiges; nach anderer Erklärung, das Brett, worauf das Gebäck gelegt wird.
  • 220
    Zum Aufnehmen des Abfalls.
  • 221
    Den der Flußbehaftete unrein macht.
  • 222
    Weil sie eine Vertiefung zur Aufnahme von Geldmünzen haben.
  • 223
    Für die Tempelmusik.
  • 224
    Im Vorhofe des Tempels.
  • 225
    Der heiligen Schrift.
  • 226
    Damit man sie nicht neben heilige Speisen lege.
  • 227
    Das mit besonderer Verehrung behandelt wurde. Manche lesen ספר עזרא, das von E͑zra geschriebene Exemplar.
  • 228
    Nach den Kommentaren, ein hölzernes Pferd der Possenreißer.
  • 229
    Wohl ein Musikinstrument in der Form einer Stelze.
  • 230
    Den der Flußbehaftete unrein macht.
  • 231
    Die, weil man das Fell braucht, als Gefäß gilt.
  • 232
    Eine Schüssel aus mehreren Abteilen für verschiedene Speisen.
  • 233
    Vom Netze des Bettrahmens.
  • 234
    Od. Lederkittel; Cf. Ned. 55b.
  • 235
    Zum Hineintun der Füllung.
  • 236
    Als Schutz der Hände beim Anfassen.
  • 237
    Als Schutz der angefaßten Sache.
  • 238
    Der ihm heim Dreschen angehängt wird, damit das Getreide nicht beschmutzt werde.
  • 239
    Nach anderen Lesepult.
  • 240
    Aus Holz; vgl. ob. S. 620 Anm. 14.
  • 241
    Wohl eine Art Kopfschutz gegen Sonne u. Regen; nach anderen Bettlertasche.
  • 242
    Zur Herstellung der Tephillinkapsel.
  • 243
    Eigentl Doppelgefäß; ein aus zwei Abteilen bestehendes Gefäß.
  • 244
    Hat das Gefäß ein Loch, daß ein solcher durchfällt, so ist es rein.
  • 245
    Ist es für kleinere Früchte bestimmt, so gelten diese als Maß.
  • 246
    Nach anderen, Ränder.
  • 247
    Wenn die Früchte dann durchfallen.
  • 248
    Des Bodens, wenn dieser durchgebrochen ist.
  • 249
    An der Seite.
  • 250
    Gelten sie als verwendbare Gefäße.
  • 251
    Als Norm bei manchen Lehren, beispielsweise Ori. III,7.
  • 252
    Zum Genüsse verboten, wenn sie verboten sind u. anderen Früchten beigemischt worden sind.
  • 253
    Unter Granatapfel schlechthin sind tatsächlich diese zu verstehen.
  • 254
    Geba͑ u. Baddan waren samaritanische Orte, u. von den Samaritanern ist anzunehmen, daß sie diese nicht verzehntet haben.
  • 255
    Als Größennorm bei manchen Gesetzen.
  • 256
    Das aus dem vollgefüllten Gefäße überläuft.
  • 257
    Es gibt vieil, noch größere od. kleinere.
  • 258
    Als Größennorm bei manchen Gesetzen.
  • 259
    Als Größennorm bei manchen Gesetzen.
  • 260
    Besonders gute Sorte; cf. Ber. Fol. 39a.
  • 261
    Als Größennorm bei manchen Gesetzen.
  • 262
    Als Größennorm bei manchen Gesetzen.
  • 263
    Zitat aus Ah. XVI, 1, der da erklärt wird.
  • 264
    Soll wohl heißen: nicht dick u. nicht dünn.
  • 265
    Als Größennorm bei manchen Gesetzen.
  • 266
    Cf. Mid. I,3.
  • 267
    Am Heiligturae, was beim genauen Messen vorkommen könnte.
  • 268
    Wenn, wie in den folgenden Fällen, nicht mit einem Meßgeräte, sondern nach einem Körpergliede gemessen wird.
  • 269
    An dem das Trinken verboten ist.
  • 270
    An dem man mehr ißt.
  • 271
    Am Š. ißt man eine Mahlzeit mehr, somit bei jeder weniger.
  • 272
    Dies ist das Quantum für 2 Mahlzeiten.
  • 273
    Ein Brot im Preise eines Pondions.
  • 274
    Sc. ist verunreinigend; Zitat aus Ah. II,1.
  • 275
    Cf. Neg. VI,1.
  • 276
    Ist strafbar; cf. Jom. Fol. 73b.
  • 277
    Des Loches, bei dem sie nicht verunreinigungsfähig sind.
  • 278
    Wo der Schlauch zugebunden wird.
  • 279
    Cf. Bek. Fol. 37b.
  • 280
    Od. wie die Faust eines Erwachsenen.
  • 281
    Wasser u. Erde.
  • 282
    Der Himmel.
  • 283
    Die Vegetation.
  • 284
    Die Himmelskörper u. die Seetiere.
  • 285
    Wohl eino Kürzung von עזניה (Lev. 11,13), der schwarze od. Seeadler.
  • 286
    Mit Metall; da es auch ohne Überzug haltbar ist, ist es verunreinigungsfähig.
  • 287
    Auch wenn solche sonst gar nicht angefertigt werden, wie die weiter genannten.
  • 288
    Solche Behälter werden zu betrügerischen Manipulationen benutzt (zum Beschweren der einen Seite der Wagschale od. des Abstreichers, od. zum Verstecken von gestohlenem Gelde u. zu anderen Schwindeleien, wie beispielsweise Bd. IX. S. 320 Anm. 192), u. durch das Verraten dieser Manipulationen sind einerseits die Menschen gewarnt, andererseits aber können andere dies lernen; cf. Bb. Fol. 89b.
  • 289
    Zum Aufsammeln des Goldabfalls.
  • 290
    Nach anderen, wilde Gurken.
  • 291
    Hinsichtl. der Verunreinigungsfähigkeit, die bei einer Größe von 3 Quadratellen (40 Seá) aufhört.
  • 292
    Nach den Kommentaren ein Rad od. eine Walze zur leichteren Fortbewegung.
  • 293
    Der fest verschlossene Kasten schützt den Inhalt vor Verunreinigung in einem Raume, in dem ein Toter sich befindet; ein Loch in Größe einer Handbreite hebt den Schutz auf (ob. X,1) u. wird durch eine derartige Vorrichtung nicht reduziert.
  • 294
    Die Rundung des Aufsatzes wird nicht voll mitgemessen, od. gar zur Höhe des Kastens mitgerechnet, vielmehr wird von der Höhe der Rundung bis zur Kasten wand eine gerade Linie gezogen.
  • 295
    Der Kasten ohne Stütze.
  • 296
    Am Kopfende, für den Vorhang.
  • 297
    Wohl Stütze unter dem Bette; vgl. S. 617 Anm. 13.
  • 298
    Nach den Kommentaren Betthimmel oder Verzierungen.
  • 299
    Der Zugehörigen der nach Jerušalem ziehenden Priesterwache.
  • 300
    Wörtl. Zungen; nach manchen Kommentaren die Eckverbindungen der Längs u. Querbretter des Bettes; wahrscheinl. aber Untersätze für ein Rahmenbett.
  • 301
    Alle Füße, sodaß das Bett kaum von der Erde absteht.
  • 302
    Durch Berührung eines Toten.
  • 303
    Des Kopfes, die aus 4 Fächern besteht.
  • 304
    Falls sie mit einer solchen Unreinheit behaftet ist.
  • 305
    Wenn es unrein war, nach der vorangehenden Mišna.
  • 306
    Das Netz im Bettrahmen.
  • 307
    Hinsichtl. der Unreinheit.
  • 308
    Nach den Kommentaren, wenn man an den genannten Strick einen anderen gebunden hat.
  • 309
    Damit er sich nicht auflöse.
  • 310
    Was vom Netzgeflechle zurückbleibt.
  • 311
    Es ist nicht verwendbar.
  • 312
    Mehrere Tage vor dem Schlachten.
  • 313
    Von einem Stockwerke zum anderen.
  • 314
    Zum Zusammenhalten der Bettstelle, sc. ist unrein.
  • 315
    Den Sattel od. die Decke zu befestigen.
  • 316
    Was vom zum Bette gehörigen Gurte berührt wird, wird erstgradig unrein u. macht andere zweitgradig unrein; letzteres macht Profanes nicht mehr unrein, sondern nur Hebe untauglich, dh. zum Genusse verboten.
  • 317
    Dieser Teil ist nicht Hauptunreinheit, sondern nur durch Berührung des ersteren erstgradig unrein.
  • 318
    Die nicht mehr zum Bette gehören; der Gurt allein gilt nicht als Sitz od. Lager u. wird nicht durch Auftreten (dh. durch einen Flußbehafteten) unrein.
  • 319
    Auch der Gurt.
  • 320
    Durch Berührung eines Leichenunreinen.
  • 321
    An den Füßen, in die die Zapfen der Seitenbreiter eingelassen werden.
  • 322
    Da die alten eingesetzt werden können.
  • 323
    Kleine Beutclchen an beiden Seiten der Öffnung.
  • 324
    Vom Schlauche aus.
  • 325
    Da er als Sitz für einen Flußbehafteten verwendbar ist.
  • 326
    Höher od. mit einer Leiste ist er als Sitz unbequem.
  • 327
    Ein Kasten ist hauptsächlich Behälter, als welcher er nicht mehr zu gebrauchen ist; die Verwendung als Sitz erfolgt nur nebenbei.
  • 328
    Für Mist, Stroh udgl. (weit. XXIV,9), der zugleich als Sitz verwendet wird.
  • 329
    Weil sie auch als Sitz verwendet werden.
  • 330
    Sodaß der Riß sich verloren hat.
  • 331
    Nicht aber nachher, weil mau ihn dann fortwirft.
  • 332
    Mit den darin steckenden Eisenstangen, die verunreinigungsfähig sind.
  • 333
    Dh. einen Sitz.
  • 334
    Dh. einen Sitz.
  • 335
    Dem, der ihn als Sitz verwenden will.
  • 336
    Obgleich sie jetzt am Boden befestigt ist; ursprünglich war sie ein bewegliches Gefäß.
  • 337
    Aus Hotz od. einer anderen Masse, der als Sitz geeignet ist.
  • 338
    Mit dem Boden nach unten.
  • 339
    Da sie als Unterlage ungeeignet ist.
  • 340
    Eines griechischen X, kreuz u. quer.
  • 341
    Die das Geflecht zusammenhalten.
  • 342
    Des Wehstuhls.
  • 343
    Des Wehstuhls.
  • 344
    Zum Anzetteln der Kettenfäden.
  • 345
    Od. Weberblalt, der die Einschlagfäden gegen das Gewehe drückt.
  • 346
    Zum Schutze des Purpurs, der nachher entfernt wird.
  • 347
    In das Gewebe.
  • 348
    Wenn das Gewehe unrein ist; ebenso macht der Unreine das Gewebe nicht unrein, weil diese nicht zum Gewebe gehören.
  • 349
    Den Anfang des Einschlagfadens.
  • 350
    Die ganzo Reihe der Kettenfäden.
  • 351
    Der mitgewebt wird.
  • 352
    Vom aufgewickelten Faden.
  • 353
    Manche lesea לרכות, die Erde zu lockern, beim Pflügen unwesentlich.
  • 354
    Wenn der Pfeil unrein ist.
  • 355
    Die aus zwei Holzbrettern besteht, die mit einer Eisenstange verbunden sind.
  • 356
    Vgl. Bd. IX S. 639 Anm. 108.
  • 357
    Einem dreifüßigen.
  • 358
    Ihn fußlos als Platte zu benutzen.
  • 359
    Die Dicke des Sitzbrettes, auch wenn dieses keine Füße hat, od. die Füße so niedrig sind.
  • 360
    Weil man auch auf eine solche die Füße stützen kann.
  • 361
    Der im Notfalle als Sitz verwendet wird.
  • 362
    Zum Abstellen von Knetutensilien.
  • 363
    Der am Backtroge selbst gefertigte Sitz, der nie eia selbständiges Gerät war.
  • 364
    Wenn beispielsweise unter dem Rahmen ein Boden ist.
  • 365
    Ein solcher Stuhl bestand aus einem eisernen Sitze u. einem ledernen Überzuge.
  • 366
    Der ohne Sitz nicht verwendbar ist.
  • 367
    Mit einem Sitze aus Stein.
  • 368
    Zum Schwefeln der Kleider nach der Wäsche.
  • 369
    Den aus der Erstausgabe in alle Ausgaben übergegangenen offenbaren Lapsus כוסות hat sonderbarerweise auch die ed. Lowe.
  • 370
    Aus Leder u. mit Werg ausgestopft.
  • 371
    Wenn diese unrein sind; sie gelten noch immer als Behälter.
  • 372
    Die Polsterung wird nicht nur hineingestopft, sondern auch festgenäht.
  • 373
    Zur Befestigung des Sattels.
  • 374
    Der aus einem Balken besieht, auf dem der Stoßende rittlings sitzt.
  • 375
    Auch als Sitz.
  • 376
    Die Berührung bewirkt erstgradige Unreinheit, sodaß der Berührende Kleider u. Geräte nicht unrein macht; das Tragen dagegen bewirkt Hauptunreinheit, sodaß der Berührende auch Kleider u. Geräte unrein macht.
  • 377
    Beides bewirkt Hauptunreinheit.
  • 378
    Da er kein richtiger Sitz ist u. nur im Notfalle als solcher verwendet wird.
  • 379
    Und so zu einem richtigen Sitze hergerichtet.
  • 380
    Am unteren Teile des Netzes, in den Speisen als Köder hineingetan werden.
  • 381
    Der den Träger an 3 Seiten schützt.
  • 382
    Klein u. flach, daher nicht als Sitz od. Lager verwendbar.
  • 383
    Nach den Kommentaren eine Art Spielzeug.
  • 384
    Weil sie als Sitz verwendet wird.
  • 385
    Wörtl. Maße enthaltend, sc. große.
  • 386
    Cod. Kaufmann u. ed. Lowe haben תרכוסן Etymologie unbekannt; nach den Kommentaren Felldecke od. Fellsack.
  • 387
    Od. der Bücher.
  • 388
    Als Untersatz, zum Schutze gegen Feuchtigkeit des Erdbodens.
  • 389
    Zum Auflegen ihrer Utensilien.
  • 390
    So nach manchen Kommentaren; nach dem Wortlaute des Textes Gitterflechter.
  • 391
    Wohl zum Bedecken der Trauben.
  • 392
    Cf. supra XX, 1. 13 Cf. supra XVII,13.
  • 393
    Zum Zerschneiden.
  • 394
    Wörtl. die mit Figuren; sie gehören zur Wand.
  • 395
    Od. der Bücher.
  • 396
    Zum Einschlagen der Musikinstrumente.
  • 397
    Ohne Fingerspitzen (anders als die weit. XXVI,3 genannten), die also nichts aufnehmen. So nach den Kommentaren.
  • 398
    Die darauf den Falken setzen.
  • 399
    Die nur als Schulz dienen.
  • 400
    Nach den Kommentaren pflegten die ersteren sie auch beim Sitzen zu verwenden.
  • 401
    Nach manchen Erklärern der Buhldirne, nach anderen, der Keuschen, die auf der Straße ein solches Netz trägt, u. wieder nach anderen, das beim Ausgehen off benutzte und abgetragene Netz.
  • 402
    Um ihn noch haltbarer zu machen.
  • 403
    Dh. hinsichtl. der Unreinheit ist zwischen der Außenseite u. der Innenseite zu unterscheiden.
  • 404
    Außen am Rande, zum Befestigen.
  • 405
    Der an einem Ende eine kleine Schaufel zum Roden u. an der anderen einen Stachel zum Antreiben des Tieres hat.
  • 406
    Vom Stecken, gelten als Außenseite, während die Eisenteile als Innenseite gelten.
  • 407
    Eines zerbrochenen Steckens; ist an der Schaufel od. am Stachel noch diese Länge vorhanden, so gilt es als Gerät.
  • 408
    In der Mitte durch einen Zwischenboden od. eine Wand geteilt.
  • 409
    Da dieses größer u. somit das Hauptgefäß ist.
  • 410
    Bereits hat diese es vorgebracht. So nach den kursierenden Ausgaben. Die Lesart variiert hier sehr, ebenso verschieden die Erklärungen, jed. alle nicht befriedigend.
  • 411
    Dh. hinsichtl. der Unreinheit ist zwischen der Außenseite u. der Innenseite zu unterscheiden.
  • 412
    Von der Wandung des Gefäßes herausragend, wohl wenn sie keine Henkel haben. Auch diese wird nicht mit der Außenseite unrein.
  • 413
    Wenn man sie mit unreinen Händen anfaßt.
  • 414
    Sie werden durch das Anfassen nicht unrein.
  • 415
    In einander befindlich, wenn beide unrein sind.
  • 416
    Sie für einen Zweck zu verwenden, der sie verunreinigungsfähig macht.
  • 417
    Die aus einer an den Seiten mil Löchern versehenen Sohle besteht, deren Enden durch ein Schnürband nach oben gezogen werden. Nach Maimonides ist עמקי nicht Ortsname (cf. Tan. Fol. 21a), sondern von עמק, Tiefe, abzuleiten, die für tiefen, dh. morastigen Boden geeignet ist.
  • 418
    Der ebenfalls aus einem ringsum mit Schlaufen versehenen glatten Stück Leder besteht.
  • 419
    Ebenfalls aus einer einfachen Sohle bestehend, jed. mit etwas komplizierteren Schnürbändern.
  • 420
    Nicht ganz kunstgerecht angefertigt.
  • 421
    Daß durch die Auflösung die Unreinheit schwinde.
  • 422
    Am Rande zusammengenäht.
  • 423
    Aus einem glatten Stücke Leder; da er aber nur selten geöffnet wird, bleibt eine Vertiefung zurück, auch wenn der Inhalt herausgenommen wird.
  • 424
    Ein glattes Stück Leder über die Innenfläche der Hand.
  • 425
    Bei der knieenden Arbeit; so nach den Kommentaren. Etymol. ist wohl בורכייר od. ברכיר eher von βϱαχḯων, Arm, Oberarm, abzuleiten; eine Art Manschette, als Schutz für die Arme.
  • 426
    Vgl. S. 638 Anm. 17.
  • 427
    Wenn sie ein Loch haben, wodurch sie rein werden, u. dieses zugebunden ist.
  • 428
    Wörtl. am Herzen des Kindes.
  • 429
    Worin diese eingewickelt wird, bezw. das der Wollkämmer als Schürze trägt.
  • 430
    Worin diese eingewickelt wird, bezw. das der Wollkämmer als Schürze trägt.
  • 431
    Weil man den wertvollen Inhalt schont u. darauf nicht sitzt.
  • 432
    Da es eine Ausbuchtung hat.
  • 433
    Um die Sache gebrauchsfertig zu machen.
  • 434
    Die Sache für diesen Zweck in Gebrauch zu nehmen.
  • 435
    Die auch nicht zurechtgeschnitten in Gebrauch genommen wird.
  • 436
    Der sie für sich nach Belieben verwendet.
  • 437
    Weil der Bestohlene den Dieb nicht kennt u. die Hoffnung auf Wiedererlangung aufgibt.
  • 438
    Weil der Eigentümer damit rechnet, daß der Räuber die Sache nicht herausgeben wird.
  • 439
    Dadurch ist eine vollständige Veränderung eingetreten; das Handtuch ist kein Behälter mehr.
  • 440
    Dh. Bezeichnung der Arten der Unreinheit, die in diesem Traktate behandelt werden (Behälter, Sitz, Bezeltung, Gewebe, 3 zu 3 Fingerbreiten großes Stück Stoff).
  • 441
    Aus Ziegenhaar u. ähnlichem, mit Ausnahme von Schafwolle.
  • 442
    Es ist in der Größe von 3 zu 3 Fingerbreiten nicht unrein.
  • 443
    Es ist auch kein Gewebtes.
  • 444
    Es ist auch durch Bezeltung nicht unrein; cf. Sab. Fol. 27b.
  • 445
    Es ist auch nicht als Sitz unrein.
  • 446
    Sie ist nicht zu beachten; vgl. S. 595 Anm. 17.
  • 447
    Über einen Toten.
  • 448
    Zur Benutzung als Sitz.
  • 449
    Zur Verunreinigungsfähigkeit nach Mišna II.
  • 450
    Die Vorderseite und die Rückseite müssen die erforderliche Größe haben.
  • 451
    Sodaß dieser nicht mehr die erforderliche Größe hat.
  • 452
    Nach der Änderung ist ja die Unreinheit geschwunden.
  • 453
    Nach der Änderung ist ja die Unreinheit geschwunden.
  • 454
    Um für die Unreinheit empfänglich zu sein.
  • 455
    Dh. ganz dicht.
  • 456
    Zum feinen Salze muß das Gewebe dichter sein, zum groben muß es haltbarer sein.
  • 457
    Durch das Fortwerfen auf den Misthaufen, auch die letztgenannten Stoffe.
  • 458
    Findet man solche auf dem Misthaufen, so gelten sie als Verlorenes u. müssen dem Eigentümer zurückgegeben werden.
  • 459
    Ein Zug- od. Dampfloch, od. ein Loch an der Badewanne.
  • 460
    Cf. Sab. Fol. 29a.
  • 461
    Der nur mit einem Brei u. nicht mit beschmutzenden Arzneien bestricheri wird.
  • 462
    Und für diesen Zweck bestimmt.
  • 463
    Die gleiche Art der Verwendung, wie dies beispielsweise bei Schlauch u. Hirtentasche od. Kissen u. Polster der Fall ist.
  • 464
    Das ganze; der Korb, der nicht durch Auftreten unrein werden kann, wird durch die Berührung des durch Auftreten unreinen Flickens unrein, während dieser durch den Korb seine Eigenbedeutung verliert.
  • 465
    Vgl. S. 630 Anm. 12.
  • 466
    Weil er nur als Stück vom Korbe gilt.
  • 467
    Das ganze, da der Flikken seine Eigenheit nicht verliert.
  • 468
    Die ebenfalls durch Auftreten unrein werden können.
  • 469
    Da er bei einem anderen Stoffe seine Eigenbedeutung verliert.
  • 470
    An 2 Seiten, in einem Winkel.
  • 471
    Es gilt als Verbindung.
  • 472
    Einem glatten Überwurfe, von dem zuweilen die eine u. zuweilen eine andere Seite nach oben gewendet ist.
  • 473
    Einem dem Körper angepaßten Kleide.
  • 474
    Wenn die obere Seite des Flickens zusammengenäht ist.
  • 475
    Die aus Flicken bestehende Kleider tragen.
  • 476
    Weil sie auch in dieser Größe nicht verwendbar sind.
  • 477
    Vgl. S. 638 Anm. 21.
  • 478
    Vgl. S. 636 Anm. 11.
  • 479
    Sodaß es weniger durchsichtig ist.
  • 480
    So nach den Kommentaren; die etymolog. Versuche zur Erklärung sind verfehlt, da sie dem Zusammenhange nicht entsprechen.
  • 481
    Sc. gehören sie hinsiehtl. der Unreinheit zum Tuche.
  • 482
    Eine Art Schultertuch, das mit einem Knoten befestigt wird; cf. Miq. X,4.
  • 483
    Kilikisches Kleidungsstück, nach den Kommentaren eine Art Gürtel od. Tuch.
  • 484
    Mit dem Entsündigungswasser (cf. Num. 19,18); die Besprengung des einen genügt für die anderen.
  • 485
    Nach einigen, Handbreiten, nach anderen hingegen bezieht sich das zuletzt genannte W. ‘Ellen’ auf alles; bei dieser Länge gehört sie hinsichtl. der Unreinheit zum Senkblei.
  • 486
    In der Mitte des Wagebalkens, woran diese hängt.
  • 487
    Hinter dem Teile, den man in der Hand hält; ist der Stiel zu kurz od. zu lang, so gehört er nicht zur Axt, da er ausgewechselt wird.
  • 488
    Zwischen der Hand u. der Axt.
  • 489
    Cf. Anm. 8 mut. mut.
  • 490
    Am Stachclende; wenn daran vom zerbrochenen Stecken noch soviel vorhanden ist.
  • 491
    Nach den Kommentaren, ein Gerät um die Bäume zu graben; jed. ist sogar die Lesart unsicher.
  • 492
    Am Ochsenstecken; vgl. Anm. 11.
  • 493
    Mit dem Geräte, wenn dieses unrein wird. Dieser Passus bezieht sich auf alle vorangehend genannten Dinge.
  • 494
    Zum Braten u. zum Feuern.
  • 495
    Das Mittelteil, wenn sie ringsum zerbrochen sind.
  • 496
    Das W. קרטסן ist wohl vom Mittellateinischen cratare, kratzen (auch in viele neuere Sprachen übergegangen) abzuleiten, die Bruchstelle glatt kratzen. Die von einem Abschreiber zumanderen übergegangene Ableitung von creta (Kreide), mit Kreide abreiben, ist kaum zu beachten.
  • 497
    Aus Glas; wahrscheinl. eine Art flacher Vorlegelöffel.
  • 498
    Wohl des Randes.
  • 499
    Ersteres kann man leicht benutzen, ohne sich daran zu verletzen.
  • 500
    Er ist unten offen u. faßt nichts.
  • 501
    Mit diesen Worten beginnt, bezw. schließt dieser Traktat.