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Tehillim – Psalm 1

Tehillim 1 – Psalm 1 in deutscher Übertragung

{א} אַ֥שְֽׁרֵי-הָאִ֗ישׁ אֲשֶׁ֤ר | לֹ֥א הָלַךְ֮ בַּעֲצַ֪ת רְשָׁ֫עִ֥ים וּבְדֶ֣רֶךְ חַ֭טָּאִים לֹ֥א עָמָ֑ד וּבְמוֹשַׁ֥ב לֵ֝צִ֗ים לֹ֣א יָשָֽׁב:

1 Wohl1 dem Manne, der nicht kommt in die Versammlung der G-ttlosen,
noch den Weg der Sünder betritt,
noch der Spötter Sitzung beiwohnt,

{ב} כִּ֤י אִ֥ם בְּתוֹרַ֥ת יְהוָ֗ה חֶ֫פְצ֥וֹ וּֽבְתוֹרָת֥וֹ יֶהְגֶּ֗ה יוֹמָ֥ם וָלָֽיְלָה:

2 sondern an der Lehre HaSchems seine Lust hat
und über seine Lehre nachsinnt Tag und Nacht.

{ג} וְֽהָיָ֗ה כְּעֵץ֮ שָׁת֪וּל עַֽל-פַּלְגֵ֫י מָ֥יִם אֲשֶׁ֤ר פִּרְי֨וֹ | יִתֵּ֬ן בְּעִתּ֗וֹ וְעָלֵ֥הוּ לֹֽא-יִבּ֑וֹל וְכֹ֖ל אֲשֶׁר-יַעֲשֶׂ֣ה יַצְלִֽיחַ:

3 Der ist wie ein Baum, verpflanzt an Wasserbäche,
der sein Mass Frucht zu rechter Zeit bringt
und dessen Laub nicht welkt,
und alles, was er unternimmt, führt er glücklich aus.

{ד} לֹא-כֵ֥ן הָרְשָׁעִ֑ים כִּ֥י אִם-כַּ֝מֹּ֗ץ אֲֽשֶׁר-תִּדְּפֶ֥נּוּ רֽוּחַ:

4 Nicht so die G-ttlosen.
Sie gleichen der Spreu, die der Wind verweht.

{ה} עַל-כֵּ֤ן | לֹא-יָקֻ֣מוּ רְ֭שָׁעִים בַּמִּשְׁפָּ֑ט וְ֝חַטָּאִ֗ים בַּעֲדַ֥ת צַדִּיקִֽים:

5 Deswegen kommen die G-ttlosen nicht auf; wo Recht waltet,
noch die Sünder in der Gemeinde der Frommen.

{ו} כִּֽי-יוֹדֵ֣עַ יְ֭הוָה דֶּ֣רֶךְ צַדִּיקִ֑ים וְדֶ֖רֶךְ רְשָׁעִ֣ים תֹּאבֵֽד:

6 Denn HaSchem achtet auf die Sache der Frommen,
aber die Sache der G-ttlosen ist verloren

In der Übertragung von Samson Raphael Hirsch:

1Aller Fortschritt zum Heil ist des Mannes, der im Vorsatz Gesetzloser nie gegangen,

im Wege Leichtsinniger nie gestanden und wo Spötter sitzen nie gesessen,

2 vielmehr in der Lehre G-ttes sein Streben hat und in seiner Lehre sinnet Tag und Nacht.

3Der wird wie ein Baum mit Wahl gesetzt an Wasserbäche,

der seine Frucht gibt in ihrer Zeit und dessen Blatt nicht welkt;

und Alles, was er tut, führt er glücklich aus.

4Nicht so die Gesetzlosen!

Vielmehr wie Spreu, die ein Wind hinweht!

5Darum werden Gesetzlose nicht im Gericht bestehen und Leichtsinnige nicht in der Gemeinde Gerechter.

6Denn G-tt merkt auf den Weg Gerechter, und der Weg Gesetzloser geht verloren.