Alle Artikel in: Siddur – Gebetbuch

Siddur bedeutet „Ordnung“ und dies bezeichnet das jüdische „Gebetbuch“ in dem alle Gebete (und ihre Anordnung) festgehalten sind, die im Alltag und am Schabbat gesprochen werden. Wird ein Siddur für Feiert- und Festtage verwendet, dann spricht man von einem „Machsor“ (Kreis, Zyklus).
Die ältesten Siddurim stammen von Gaon Rabbenu Sa’adia (892-942) und Gaon Rabbenu Amram (der um 880 gelebt hat). Seit dieser Zeit unterlagen die Hauptgebete keinen großen Änderungen. Hinzugefügt wurden im Laufe der Zeit „Pijutim“ und einige Variationen, die lokal von einander abwichen. So entstanden verschiedene „Minhagim“ (Gebräuche) der Gemeinden. Die großen Minhagim sind heute der aschkenasische, der sfardische, der sefardische, der Mizrach haEdot und der italienische Ritus.

Texte aus dem Siddur (Gebetbuch) auf talmud.de

Der Siddur von Koren

Siddurim von Koren gehören in Israel zu den Standardsiddurim. Der 1907, in Nürnberg als Elijahu Korngold geborene, Elijahu Koren, schuf für sein Werk vollständig neue und unverwechselbare, klar lesbare Schrifttypen für Siddur und seine Ausgabe des Tanach.

Siddur Sefat Emet

Das einflussreichste Gebetbuch in Deutschland war und ist Siddur Sefat Emet, welches einen genuin deutschen Minhag abbildet. Es ist nicht nur in den deutschsprachigen Ländern sehr verbreitet, sondern auch in Ländern in denen Anhänger von religiösen Strömungen leben, die in Deutschland ihren Ursprung haben.