Die Torah – Matot


Paraschah Matot

2.Und Moscheh redete zu den Häuptern der Stämme der Kinder Jisrael und sprach:

Das ist, was HaSchem geboten hat:

3.Wenn jemand ein Gelübde tut für HaSchem oder einen Schwur schwört, dadurch seine Seele zu binden, soll er sein Wort nicht entheiligen. Alles, was aus seinem Munde gegangen, so soll er tun. 4.Und wenn eine Frau ein Gelübde tut für HaSchem oder sich bindet im Haus ihres Vaters in ihren Mädchenjahren, 5.und der Vater hört ihr Gelübde, oder die Entsagung, worin sie sich gebunden, und es schweigt dazu ihr Vater, so bestehen all ihre Gelübde, und jeder Schwur, womit sie sich gebunden, soll bestehen. 6.Wenn aber der Vater ihr widerspricht am Tag, da er es hört, so sollen all ihre Gelübde und ihre Entsagungen, womit sie sich gebunden, nicht bestehen bleiben; und HaSchem wird ihr vergeben, denn ihr Vater hat ihr widersprochen. 7.Und wenn sie mit einem Mann verheiratet ist und hat Gelübde auf sich oder was ihre Lippen ausgesprochen, womit sie sich gebunden; 8.und ihr Mann hört es und schweigt dazu am Tag, da er es hört, so bestehen ihre Gelübde und ihre Entsagungen, womit sie sich gebunden, sollen bestehen. 9.Wenn aber am Tag, da (es) ihr Mann hört, er ihr verwehrt, so bricht er ihr Gelübde, das auf ihr ist, und was ihre Lippen ausgesprochen, womit sie sich gebunden, und HaSchem wird ihr vergeben. 10.Und das Gelübde einer Witwe und einer Verstoßenen – alles, womit sie sich gebunden, soll für sie bestehen.

11.Und wenn sie im Haus ihres Mannes gelobt oder sich gebunden hatte mit einem Schwur, 12.und ihr Mann hatte es gehört und dazu geschwiegen, ihr nicht gewehrt, so bestehen all ihre Gelübde und jede Entsagung, womit sie sich gebunden, soll bestehen. 13.Wenn aber ihr Mann dieselben gebrochen hatte am Tag, da er (sie) gehört, so soll alles, was über ihre Lippen gegangen zu Gelübden und Entsagungen, nicht bestehen; ihr Mann hat dieselben gebrochen und HaSchem wird ihr vergeben. 14.Alles Gelübde und aller Schwur der Entsagung zur Kasteiung des Leibes – ihr Mann kann es bestätigen und ihr Mann kann es brechen. 15.Wenn aber ihr Mann dazu schweigt von Tag zu Tag, so hat er bestätigt all ihre Gelübde, oder all ihre Entsagungen, die auf ihr sind; bestätigt hat er sie, denn er hat dazu geschwiegen am Tag, da er (es) gehört. 16.Und wenn er sie bricht nach dem Tage, da er (es) gehört, so trägt er ihre Schuld. 17.Das sind die Satzungen, die HaSchem dem Moscheh geboten zwischen dem Manne und seiner Frau, zwischen dem Vater und seiner Tochter in ihren Mädchenjahren (im) Hause ihres Vaters.

Kapitel 31

1.Und HaSchem redete zu Moscheh:

2.Übe Rache für die Kinder Jisrael an den Midjanitern; danach sollst du versammelt werden zu deinen Stämmen.

3.Und Moscheh redete zum Volk also:

Rüstet von euch Männer zum Heer und sie sollen ziehen über Midjan, Rache von HaSchem zu üben an Midjan.

4.Je tausend vom Stamm, von allen Stämmen Jisraels sollt ihr absenden zum Heer. 5.Und es wurden ausgehoben aus den Haufen Jisraels tausend vom Stamm, 12 000 Gerüstete zum Heer.

6.Und Moscheh sendete sie ab, tausend vom Stamm zum Heer; sie und Pinchas, Sohn Elasar, des Priesters, zum Heer, und die heiligen Geräte und die schmetternden Trompeten in seiner Hand.

7.Und sie rückten mit dem Heerszug gegen Midjan, wie HaSchem dem Moscheh geboten, und erschlugen alles Männliche.

8.Und die Könige Midjans erschlugen sie unter ihren erschlagenen Kriegsleuten: den Ewi und den Rekem und den Zur und den Chur und den Reba, die fünf Könige Midjans; und auch Bileam, Sohn Beor, erschlugen sie mit dem Schwerte.

9.Und die Kinder Jisrael führten gefangen fort die Frauen Midjans und ihre Kinder und all ihr Vieh und all ihre Herden; und all ihr Vermögen plünderten sie.

10.Und all ihre Städte in ihren Wohnsitzen und all ihre Hürden verbrannten sie im Feuer. 11.Und nahmen all die Beute und all den Raub an Menschen und Vieh, 12.Und brachten zu Moscheh und zu Elasar, dem Priester, und zu der Gemeinde der Kinder Jisrael die Gefangenen, und den Raub und die Beute ins Lager in den Steppen Moabs, die am Jarden von Jerecho. 13.Da gingen Moscheh und Elasar der Priester und alle Fürsten der Gemeinde ihnen entgegen hinaus vor das Lager. 14.Und Moscheh zürnte über die Vorgesetzten des Heers, die Obern über die Tausend und die Obern über die Hundert, die vom Kriegszug kamen;

15.Und Moscheh sprach zu ihnen: Wie, ihr habt leben lassen alle Frauen?

16.Siehe, sie waren den Kindern Jisrael auf den Rat Bileams zur Verleitung zum Treubruch am Ewigen wegen Peor, und es kam das Sterben über die Gemeinde von HaSchem. 17.Und nun tötet alles Männliche unter den Kindern und jede Frau, die einen Mann erkannt durch Beischlaf, tötet! 18.Und alle Kinder unter den Frauen, die nicht erkannt den Beischlaf eines Mannes, lasst leben für euch.

19.Und ihr lagert außer dem Lager sieben Tage, jeder, der einen Menschen erschlagen, und jeder, der einen Erschlagenen berührt hat; ihr sollt euch entsündigen am dritten und am siebenten Tage, ihr und eure Gefangenen.

20.Und alle Kleider und alle Geräte aus Fell und alles Werk aus Ziegenhaaren und alle Geräte von Holz sollt ihr für euch entsündigen. 21.Und Elasar, der Priester, sprach zu den Männern des Zuges, die in den Krieg gegangen waren: Das ist die Satzung der Lehre, die HaSchem dem Moscheh geboten.

22.Jedoch das Gold und Silber, das Kupfer, das Eisen, das Zinn und das Blei, 23.alles Gerät, das ins Feuer kommt, sollt ihr durchs Feuer führen und es ist rein; nur mit dem Besprengungswasser muss es entsündigt werden, und alles, was nicht ins Feuer kommt, sollt ihr durchs Wasser führen. 24.Und ihr wascht eure Kleider am siebenten Tag und seid rein, und danach dürft ihr ins Lager kommen.

25.Und HaSchem sprach noch zu Moscheh:

26.Nimm auf die Gesamtzahl des Raubes, der Gefangenen an Menschen und Vieh, du und Elasar, der Priester, und die Häupter der Stämme der Gemeinde. 27.Und teile den Raub zwischen den Kriegführenden, die ausgegangen waren zum Heer, und zwischen der ganzen Gemeinde. 28.Und erhebe als Zoll für HaSchem von den Kriegsmännern, die ausgezogen waren zum Heer, ein Stück von den fünfhundert; von den Menschen und von den Rindern und von den Eseln und von den Schafen. 29.Von ihrer Hälfte sollt ihr (es) nehmen und geben Elasar, dem Priester, eine Hebe von HaSchem. 30.Und von der Hälfte der Kinder Jisrael sollst du nehmen eins, herausgegriffen von fünfzig, von den Menschen, von den Rindern, von den Eseln und von den Schafen, von allem Vieh, und gib sie den Lewiten, welche die Hut haben bei der Wohnung von HaSchem.

31.Und es taten Moscheh und Elasar, der Priester, so wie HaSchem dem Moscheh geboten.

32.Und es war der Raub, der übrig blieb von dem, was die Leute des Heers geplündert, an Kleinvieh 675 000,33.und Rinder 72 000, 34.und Esel 61 000; 35und Menschen, von den Frauen, die nicht erkannt den Beischlaf eines Mannes, Menschen in allem 32 000. 36.Und es war die Hälfte, der Anteil derer, die zum Heer ausgezogen waren: Die Zahl der Schafe 337 500, 37.und es war der Zoll an HaSchem von den Schafen 675;38.und der Rinder 36 000, und der Zoll davon an HaSchem 72;39.und der Esel 30 500,und der Zoll davon an HaSchem 61; 40.Und der Menschen 16 000 und der Zoll davon an HaSchem 32 Personen.

41.Und Moscheh gab den Zoll, die Hebe von HaSchem, Elasar, dem Priester, so wie HaSchem dem Moscheh geboten. 42.Und von der Hälfte der Kinder Jisrael, was Moscheh abgeteilt von den zum Heer gezogenen Männern: 43.Es betrug aber die Hälfte der Gemeinde:

von den Schafen 337 500.

44.Und Rinder 36 000;

45.Und Esel 30 500;

46.Und Menschen 16 000.

47.Und Moscheh nahm von der Hälfte der Kinder Jisrael das Herausgegriffene, eines von fünfzig von den Menschen und von dem Vieh und gab sie den Lewiten, welche die Hut hatten bei der Wohnung von HaSchem, so wie HaSchem dem Moscheh geboten. 48.Und es traten heran zu Moscheh die Vorgesetzten der Heershaufen, die Obern über die Tausende und die Obern über die Hunderte 49.und sprachen zu Moscheh: Deine Knechte haben aufgenommen die Zahl der Kriegsmänner, die unter unserer Obmacht, und es fehlt von uns nicht einer. 50.Und so bringen wir dar eine Gabe für HaSchem; jeder, was er gefunden, goldenes Geschmeide, Fußketten und Spangen, Fingerringe, Reifen und Schmuckkügelchen, zu sühnen unsere Seelen für HaSchem. 51.Da nahm Moscheh und Elasar, der Priester, das Gold von ihnen, allerlei Kunstgeräte; 52.und es war alles Gold der Hebe, die sie für HaSchem erhoben, 16 750 Schekel, von den Obern über die Tausende, und von den Obern über die Hunderte.

53.Die Männer des Heers plünderten jeder für sich.

54.Und Moscheh und Elasar, der Priester, nahmen das Gold von den Obern der Tausende und der Hunderte und brachten es in das Zelt der Zusammenkunft als Andenken für die Kinder Jisrael für HaSchem.

Kapitel 32

1.Und viele Herden hatten die Söhne Reuben und die Söhne Gad in gewaltiger Menge, und sie sahen das Land Jaser und das Land Gilead und siehe, der Ort war ein Ort für Herden. 2.Da kamen die Söhne Gad und die Söhne Reuben und sprachen zu Moscheh und zu Elasar, dem Priester, und zu den Fürsten der Gemeinde also:

3.Atarot und Dibon und Jaser und Nimrah und Cheschbon und Elaleh und Sebam und Nebo und Beon, 4.Das Land, das HaSchem geschlagen hat vor der Gemeinde Jisrael, ist ein Land für Herden und deine Knechte haben Herden. 5.Und sie sprachen (weiter):

Wenn wir Gnade gefunden in deinen Augen, werde dieses Land deinen Knechten gegeben zum Besitz, führe uns nicht über den Jarden.

6.Und Moscheh sprach zu den Söhnen Gad und zu den Söhnen Reuben:

Eure Brüder sollen in den Krieg gehen und ihr wollt hier bleiben?

7.Und warum wollt ihr dass das Herz der Kinder Jisrael eine Abneigung hat gegen den Zug in das Land, das HaSchem ihnen gegeben?

8.So taten eure Väter, als ich sie abschickte von Kadesch Barnea, das Land zu sehen. 9.Und sie zogen hinauf bis an das Tal Eschkol und sahen das Land und machten abwendig das Herz der Kinder Jisrael, dass sie nicht in das Land gingen, das HaSchem ihnen gegeben.

10.Da erglühte der Zorn von HaSchem an demselben Tage, und er schwur also:

11.Wenn die Männer, die hinaufgekommen aus Mizrajim, vom zwanzigsten Jahre und darüber, das Land sehen, das ich zugeschworen, Awraham, Jizchak und Jaakow! Denn sie waren nicht nach meinem Sinn. 12.Ausgenommen Kaleb, Sohn Jefunneh, der Kenisiter, und Jehoschua, Sohn Nun; denn sie waren ganz nach dem Sinn von HaSchem.

13.Und so erglühte der Zorn von HaSchem über Jisrael und er trieb sie umher in der Wüste vierzig Jahre; bis dahin war die ganze Generation, welches das Böse getan in den Augen von HaSchem; 14.und siehe, ihr seid aufgestanden anstatt eurer Väter, eine Zucht sündiger Männer, noch mehr zu häufen die Zornglut von HaSchem gegen Jisrael. 15.So ihr zurückweicht, so wird er noch ferner es in der Wüste lassen, und ihr seid verderblich diesem ganzen Volk.

16.Und sie traten zu ihm und sprachen:

Schafhürden wollen wir hier bauen für unsere Herden, und Städte für unsere Kinder. 17.Wir aber wollen uns wacker rüsten vor den Kindern Jisrael, bis dass wir sie gebracht haben an ihre Stelle; und unsere Kinder bleiben in den befestigten Städten vor den Bewohnern des Landes.

18.Wir werden nicht zurückkehren in unsere Häuser, bis die Kinder Jisrael für sich erworben haben, jeder sein Erbe. 19.Denn wir wollen mit ihnen nicht teilen jenseits des Jarden und weiterhin, so unser Erbe uns zugekommen ist diesseits des Jarden gegen Aufgang. 20.Und Moscheh sprach zu ihnen: Wenn ihr das tut, wenn ihr euch rüstet vor HaSchem zum Krieg, 21.und es zieht von euch jeder Gerüstete über den Jarden für HaSchem, bis er ausgetrieben hat seine Feinde vor ihm 22.und ist das Land unterworfen für HaSchem und ihr kehret danach zurück; so seid ihr schuldfrei für HaSchem und vor Jisrael, und dieses Land bleibe euch zum Besitz für HaSchem.

23.Wenn ihr aber nicht so handelt, siehe, so habt ihr gefehlt gegen HaSchem, und ihr werdet erfahren eure Sündenstrafe, die euch treffen wird. 24.Baut euch Städte für eure Kinder und Hürden für eure Schafe, und was aus eurem Munde gegangen, tut.

25.Und es sprachen die Söhne Gad und die Söhne Reuben zu Moscheh: Deine Knechte werden das tun, was mein Herr gebietet.

26.Unsere Kinder, unsere Frauen, unsere Herden und all unser Vieh soll dort bleiben in den Städten des Gilead; 27.und deine Knechte werden hinüberziehen, alle Gerüstete zum Heer, für HaSchem in den Krieg, so wie mein Herr redet.

28.Und Moscheh gebot ihretwegen Elasar, dem Priester, und Jehoschua, dem Sohne Nun, und den Häuptern der Stammhäuser der Kinder Jisrael, 29.und Moscheh sprach zu ihnen: Wenn die Söhne Gad und die Söhne Reuben mit euch über den Jarden hinüberziehen, alle Gerüstete zum Krieg für HaSchem, und das Land wird unterworfen vor euch; so gebt ihr ihnen das Land Gilead in Besitz.

30.Aber wenn sie nicht hinüberziehen, gerüstet mit euch, so sollen sie Besitz nehmen unter euch im Land Kenaan.

31.Da riefen die Söhne Gad und die Söhne Reuben und sprachen:

Was HaSchem geredet zu deinen Knechten, das wollen wir tun. 32.Wir wollen hinüberziehen, gerüstet vor HaSchem in das Land Kenaan; und uns verbleibt der Besitz unseres Erbes diesseits des Jarden.

33.Und Moscheh gab ihnen, den Söhnen Gad und den Söhnen Reuben und der Hälfte des Stammes Menascheh, Sohnes Josefs, das Königreich des Sichon, Königs des Emoriters, und das Königreich des Og, Königs von Baschan, das Land nach seinen Städten in den Marken, die Städte des Landes ringsum.

34.Und die Söhne Gad bauten Dibon und Atarot und Aro’er, 35.und Atrot Schofan und Jaser und Jogbehah, 36.und Bet Nimrah und Bet Haran; befestigte Städte und Schafhürden.

37.Und die Söhne Reuben bauten Cheschbon, und Elale und Kirjatajim, 38.und Nebo und Baal Meon, deren Namen geändert wurden, und Sibmah, und sie nannten mit (allerlei) Namen die Städte, die sie bauten.

39.Und es gingen die Söhne Machirs, Sohnes Menaschehs, nach Gilead und nahmen es ein, und trieben aus den Emoriter, der darin war.

40.Und Moscheh gab das Gilead Machir dem Sohn Menaschehs, und er wohnte darin.

41.Und Jair, Sohn Menaschehs, ging und nahm ein ihre Bauernhöfe, und nannte sie Bauernhöfe Jairs.

42.Und Nobach ging und nahm ein Kenat und ihre Tochterstädte, und nannte sie Nobach mit seinem Namen.


  • tobuch Diese Übersetzung der Torah stammt aus »Die Torah - Eine deutsche Übersetzung«. Die gedruckte, sowie elektronische Ausgabe für die meisten E-Reader, enthält einen ausführlichen Kommentar. Dieser erklärt Begriffe oder etwa das »Auge für Auge«-Prinzip, den Turmbau zu Babel. Zudem erlaubt der Kommentar einen Blick in den Torahkommentar von Raschi.

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